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Jüdische Zeitung · 1918-10-25 · 43 (25.10.1918) · p. Seite 4

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
12 (1918)
Issue
43 (25.10.1918)
Date
1918-10-25
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 43 2. Die österreichische Judenschait ist in ihrer ungeheuren Mehrheit jüdiscltn a t i o n a 1, die braten Massen der jüdischen Ar* beiter, der größte der jüdischen Intelligenz, die akademische Jugend, .die große Mehrheit fast aller bürgerlichen, gewerblichen und wirtschaftlichen Berufe, — mit alleiniger Ausnahme einer ganz dünnen, winzigen oberen Schichte ist jüdischnational; selbst die erdrückende Mehrheit der konservativen Judenschaft ist jüdisch-völkisch; sie wagt aber nicht — mit wenigen Ausnalunen — in Galizien ihre Ueberzeugung und Anschauung offen zu manifestieren, da sie sonst als „Landesfeänd“ betrachtet ' wird und vielfachen Verfolgungen preisgegeben ist. 3. Die' jüngsten unerhörten Judenpogrome in Galizien seit 18. Februar d. J. bis in den Monat Mai haben die großen Gefahren gezeigt, denen die Judenschaft Galiziens ausgesetzt ist; ich habe selbe im Abgeordnetenhaus aus eigenem Antriebe und über Aufforderung meiner Volksgenossen sowie berufener jüdischer Organisationen in mehreren eingehend motivierten Interpellationen in den Sitzungen vom 5. und 15. März, 16. und1 25. Juli d. J. der k. k. Regierung zur Kenntnis gebracht, auch Eurer Exzellenz brieflich angezeigt und dringend um Hilfe gebeten, bisher aber keinerlei Antwort erhalten! Die österreichische Judenschait wird deshalb gezwungen, diese Vorgänge dem großen Auslande zur Kenntnis zu bringen und so die wahre Sachlage mitzuteilen. Ueberliaupt werden von der Judenschaft Galiziens und Polens bittere Klagen über brutale, gehässige, erniedrigende Behandlung. Unterdrückung, Zurücksetzung und Verfolgung in politischer, administrativer, sozialer Beziehung etc. geführt. Welches entsetzliche ökonomische Elend, welche schreckliche Notlage und Armut etc., -welche unglaubliche Vernachlässigung in den breiten jüdischen Volkskreisen Galiziens herrscht, ist der Oeffentlichkeit bekannt: So haben die g a 1 izische Verwaltung und die dortigen Judenführer für die galizische Judenschaft gesorgt! 4. Namens der die überwiegende Mehrheit der österrechischen Juden repräsentierenden national und zionistisch organisierten J ud en schaf t "Stabe ich als deren Vertreter in der Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 4. Oktober d. J. eine programmatische Erklärung, betreffend die Forderung der österrei- . c h i s c li e n Juden aus Anlaß der Neugestaltung der politischen und nationalen Verhältnisse, abgegeben. .In gleicher Weise habe ich dies in der Budgetdebatte des Abgeordnetenhauses in meiner am 16, Juni 1917 gehaltenen Rede getan; allein die Regierungen haben —. ich will vorläufig jede Rekröninatloii vermeiden — die Emiunziationen und gerechten Forderungen eines unterdrückten Volkes unbeachtet gelassen, den Notschrei überhört und die Forderungen der Juden übergangen oder sie in der Judenfrage mit nicht legitimierten sogenannten Repräsentanten des Judentums verhandelt; die Konsequenzen sind naheliegend und werden nicht ausbleiben. 5. Als Vertreter des nationalen Judentums, als Oesterreicher wie als Jude, lege ich wiederholt nachdrücklich Verwahrung und Protest gegen die einseitige Informierung Seiner Majestät in der Judenfrage ein. Die Juden lassen sich nicht zu einer bloßen Religionsgesellschaft herabdrücken, sie sind em Volk, eine Nation und reklamieren deshalb gleich den anderen österreichischen Nationen ihr Selb stb es timmungs rech t. Seine Majestät der Kaiser wünscht den Tat-, Sachen und der Wahrheit gemäß von berufenen, gewählten Vertretern der Juden über die Judenfrage informiert zu werden, — und dies ist bis heute nicht geschehen. 6. Vdf wenigen Monaten hatte ich mit den nun abgetretenen Ministern Exzellenz Doktor von Seidler und Grafen Toggenburg, in der Judenfrage wiederholt mehrere Konferenzen, an .denen über meinen Vorschlag einige legitimierte Vertreter berufener national-jüdischer und zionistischer Organisationen teilgenommen haben; der Rücktritt der früheren Regierung hat. diese Verhandlungen unterbrochen.!-•.$! ■ Trotz meines motivierten Schreibens au Eure Exzellenz im August d. J. sind diese Verhandlungen bisher nicht wieder aufgenonunen worden! Aus Grund vorstehender nur ganz kurzer Darstellung bitte ich: Eure Exzellenz wollen geneigtest den Inhalt gegenwärtigen Protestes zur Kenntnis Seiner Majestät bringen lind die sich von selbst ergebenen Verfügungen schleunigst treffen. Czernowitz, am 14. Oktober 1914. Der Kampf gegen den Wiener Oberrabbiner Das mannhafte Eintreten des Wiener Oberrafcbiners Dr. Chales für die Rechte des Jüdischen Volkes, sein bedingungsloses Bekenntnis zur jüdischen Nation, das er von der Kanzel iherab tnid vor dem Kaiser abgelegt hat stempelt ihn ln den Augen der Machthaber des Wiener Kultusvorstandes zum Schädling. So hat denn kurz; nach seinem Amtsantritte ein Kesseltreiben eingesetzt das den Zweck hat dem Manne das Leben zu verbittern und ihn schließlich zur Resignation zu treiben. Die Herren, welche den Angriff führen, gläubien in der Heimlichkeit genügend vorgearbeitet zu haben und haben den ersten offenen Vorstoß gewagt Auf der Tagesordnung der Kultusvorstandsitzung vom 20. <L M. stand an -erster Steile die Beantwortung einer Interpellation des Vorstehers Dr. Schreiber, welcher die nationale Tätigkeit des Oberrabbiners zum Gegenstände liati Der Präsident Dr. Stern, der sonst wirklich kein Freund von Interpellationen ist hat nur zu gerne seine Hand zur Bekämpfung des Oberrabbiners geboten und alle Vorbereitungen getroffen, um die Aburteilung recht feierlich und gründlich zu .gestalten. Der Verlauf der Sitzung aber hat sein Programm zuschanden gemacht Fürs erste waren mir 19 von den 36 Vorstandsmitgliedern erscltlenen. Einige der lautesten Rufer im Streite hatten es vörgezogen. -nicht da zu sein. Dn Stern verlas die Zuschrift des Dr. Schreiber. welche geistvoll mit den Worten begann: „Träume: ich? Der Wiener Oberrabbiner ein-Zionist! . . .“ Sodann begründete er in einer halbstündigen Rede, daß er wohl in der zionistischen Frage insoferne umgelernt habe, als er nichts mehr dagegen hat daß in Palästina „eine Zuflucht für die armen Brüder im Osten geschaffen werde“, insoferne sei er Zionist (!) geworden, daß er aber mit allem Nachdrucke jedes nationale Streben bekämpfen müsse und aus allen Kräften bemüht sein werde, die Anerkennung eines jüdischen Volkes zu. verhindern. (Was natürlich den wahrheitsliebenden Herrn nicht hindert in geschlossenem Zirkel immer von einem jüdischen Wolke, dem er amrehört. zu sprechen.) Er erklärte zum Schlüsse, daß er dein Oberrabblner bereits persönlich seine Mißbilligung ausgedrückt habe. Sodann sprach Dr. Schreiber insoferne ganz-vernünftig, als er das heuchlerische Kokettieren des Präsidenten mit dem Zionismus geißelte und erklärte, wenn man Zionist isti*muß man logisclierweise Nationaljude sein. Alles andere sei Schwindel. Er- .sei.. Antizionist und Antinaiionalist. Er verlange die 'Maßregelung, eventuell Entlassung des Dr. Chaies. Nunmehr ergriff Gesinnungsgenosse Ing. Robert Stricker das Wort ziir gründlichen Abrechnung mit dein -Vorstände, vor allem aber mit dem Präsidenten Dr. Stern. Er konstatierte zuerst. daß der Vorstand, aus einer Wahl auf Grund eines reaktionären Wahlrechtes hervorgegangen. heute im ganzen-noch aus vier Gewählten besteht, deren Mandate übrigens im nächsten Monate ablaufen. Alle anderen sind einfach im Kriege ernannt worden oder sie besitzen längst verfallene Mandate. Es ist eine unwürdige Komödie, wenn eine solche Gesellschaft sich noch fernerinn als Vertretung der Judenschait aufspielt, es ist aber direkter Mißbrauch.- wenn der Präsident einer solchen Körperschaft sich zu den Behörden schleicht und auf Grund seines Mandates im Namen des österreichischen Judentums gegen die Auerkemmiig der jüdischen Nationalität intrigiert. Die voiksbewußte Wiener Judenschaft hat es satt, diese Zustände noch länger zu dulden. Er verlangt Einführung des allgemeinen gleichen Waldrechtes and Ausschreibung von Neuwahlen. Er kündigt den rücksichtslosen Kampf des. jüdischen Volkes für diese Postulaie' au: Was den Kampf gegen Dr. Chajes betrifft.' so konstatiert er vor -allem, daß Dr. Chaies sich .vor seiner Wahl vor dem Vorstände als begeisterter Zionist und- Natlonaljude bekannt und erklärt hat daß er immer und überall für seine Idee arbeiten.und kämpfen werde. Wenn Dr. Stern und Genossen ilm trotzdem gewählt haben, so hat sich der Redner nie der Täuschung hingegeben, daß dies aus Einsicht oder Toleranz geschehe.: In ihrem Hasse gegen die Wiener Rabbiner haben diese Leute zuerst versucht, den Posten mit einem magyarischen und dann mit einem reichsdeutschen Assiiniianten zu besetzen. Und als dies nicht gelang, haben sie sich in ihrer Verzweiflung an den Zionisten Dr. Chaies gewendet, weil sie wußten, daß die hervorragenden Qualitäten dieses Mannes seine Wahl sichern. Sie.-wählten ihn also, trotzdem er Zionist ist. weil sie, heimlich die Hoffnung hegten, er werde es schließlich doch „billiger“ geben. Nun fühlen sie sich enttäuscht weil an dem stählernen Charakter des... Mannes Drohungen und Schmeicheleien abpralleu. Nun svird gegen den Gewählten von gestern gekämpft Aber die Herren mögen es sich gesagt sein lassen, daß Dr. Chaies heute der Erwählte des jüdischen Volkes ist daß an diesem wahren Volkslehrer und wirklich volkstümlichen Manne alle Herzen hängen. Eine. Hetze gegen ilm wird keine Privatsache der Herren mit den erborgten Mandaten bleiben, keine intenie Angelegenheit zwischen dem Vorstande und Dr. Chaies. Wenn dem Marnie wegen seines Wirkens für das jüdische Volk; auch nur ein Haar gekrümmt wird, daun wird das jüdische Volk von Wien aufstehen und dem Vorstände und seinem Präsidenten die Antwort gebe», wenns nottut. Gewalt gegen Gewalt stellen. Der Redner fordert tummehr den Vorstand auf. in .voller Kenntnis der Tragweite seiner Handlungen seinen Beschluß zu fassen. — Die Wirkung der Rede des Gesinnugsgenosseii Stricker war ganz merkwürdig. Von den Streitern gegen Dr. Chai.es ergriff keiner mehr -das Wort Professor Dr. Eh r m an n, welcher sich bei dieser Gelegenheit als’.theor eti sch er Nationaljude bekannte.' und Dr. von Schwarz- Hill er rieten "beschwichtigend von übereilten Schritten gege^, einen so hervorragenden Mann, der absolut korrekt gehandelt hat. ab. Mit einem Male tat man sö.‘ als ob nichts geschehen wäre, stimmte nicht'einmal ab und ging essen. Zionistische Propaganda lm Verlauf.. der letzten zwei Massenversammlungen slnd ln Wien ungefähr 2000 neue Mitglieder der'zionistischen Organisation beigetreten.' An alle unsere Gesinnungsgenossen ergebt die Anforderung; unermüdlich für die Propaganda tätig zu selh uhd’dem Büro Adressen zur Verfügung zu stellen/ Jeder neu gewonnene Zionist soll auch Abonnent" der ..Jüdischen Zeitung“ werden. Der Augenblick erfordert von allen Gesinnungsgenossen energische und tätige Mitarbeit. RUNDSCHAU Inland * Kloiac über die Judenfrage. Am 20. d. M. hielt der Führer der tschechisch«: national-sozialen Partei Klofac, einer der designierten Minister des tschechoslowakischen Staates, in Wrschowic bet Prag eine Rede, in der er. wie uns aus Prag berichtet wird, etwa folgendes ausführte:-Die Juden haben zwar viele Verbreche» begangen, aber nicht nur die Juden. Ich werde trachten, daß für alle Verfehlungen, sowohl Juden als auch Cliristen in gleicher Weise zur Rechenschaft gezogen werden. Wir müssen uns hüten, ohv.e weiteres gegen die Juden loszuziehen. Vergessen wir ncht. daß es unter den Beratern der Entente, besonders des Präsidenten Wilson, viele einflußreiche Juden gibt und daß ein unbesonnenes Vorgehen ungünstige Rückwirkungen für unsere Sache haben könnte! * Die Pflichten der Stunde. Unter diesem Titel veröffentlicht Gemeinderat Dr. v. S c h warz-Hiller eine Mahnung zur Einigkeit, damit nicht im gegenwärtigen Augenblick die Geltendmachung der jüdischen Rechte versäumt werde. Der Verfasser gibt seiner Ueberzeugung Ausdruck, daß nur die nationale Lösung und der Zionismus den richtigen Weg weisen, richtet aber doch gegen die zionistische Partei mehr oder minder versteckte Vorw’ürfe, daß sic sich auf Versammlungstätigkeit beschränke und die Einigkeit im Judentume störe. Heute ist w’ohr allseits anerkannt, daß eine wirksame Vertretung die jüdischen Interessen nur auf nationaler Grundlage möglich ist. Wenn alle Nationen' sich konstituieren, und wir auch mitsprechen wollen, so ist es notwendig, daß wir uns gleichfalls als Nation konstituieren. Wenn wir sonach die nationale Organisation als Voraussetzung jeder Zusammenarbeit in jüdischen Dingen erklären, so hat das keine Spitze gegen irgend jemanden und ist keine Störung der Einigkeit. Niemand hat die jüdische Einheit jederzeit mit solchem Nachdruck proklamiert wie der Jüdischnationalen. Aber es ist heute nötiger denn je, diese! Einheit eine Organisation zu geben und den nationalen Willen in unverfälschter Reinheit zum Ausdruck zu bringen, ln diesem Punkte kann es wie bei allen anderen Völkern auch bei uns kein Kompromiß gehen. “ Der ukrainische Nationalrat hat seine erste Tagung am 19. d. M. in Lemberg abgehalten. Die Verhandlungen waren vertraulich, die Beschlüsse sind geheim.. Jedoch verlautet, daß beschlossen Wurde, den nationalen - Minderheiten politische Rechte zu geben. Die In den wurden als Nation anerkannt und erhalten eine Vertretung in der künftigen ukrainischen Regierung, Der oolnisch-ruthenische Streit und die Juden. Am 20. d. M. haben sowohl die Polen als auch die Ruthenen große Demonstrationen . in Lemberg veranstaltet. Die iiidiscli-natioiiale 'Parterirat an die Juden die Parole ausgegebeit. sich völlig neutral zu verhalten und an den Manifestationen keinen Anteil zu nehmen. Die Juden haben sielt in den Streit nicht emzumischenj tmd nur jüdische Politik zu mache». In der Tat haben sich auch die Juden den Demonstrationen ferngehalteit. * Namensänderungen. Seit einiger Zeit tauchen "tn der tschechischen Presse vielfach Meldungen auf. daß angeblich tausende Juden um Aenderung ihrer Namen ansuchen. Diese Nachrichten sind, wie „Vecemik“ schreibt, völlig aus der Luft gegriffen. Im Jahre 1917 wurden der Prager Statthalterei 392 Gesuche um Namensänderung überreicht und davon waren nur 59 jüdische Gesuche. Im Jahre 1918 sind bis 30. September 644 und davon nur 66 jüdische Gesuche um Namensänderung eingelangt Die'größere Zahl der Gesuche im heurigen Jahre findet ihre Aufklärung in dem Umstand daß zw eil Drittel der Gesamtzahl Gesuche von Verlobten sind deren Bräutigame gefallen sind und die eine Namens- .ändenmg ansuchen. um den ihnen zuerkannten Titel einer ..Frau“ zu erlangen. * Die Regierung und die jüdische Nation. Anläßlich der -Verhandlungen des Ministerpräsidenten Hussärek mit den Parteien wurden auch die Abgeordneten Breiter und Reizes empfangen, welche über die Verhältnisse in Ostgalizien Bericht erstattete». Der Ministerpräsident teilte ihnen die Grundzüge des Manifestes mit, worauf eine Erörterung der Bestimmungen desselben ln Bezug auf die polnische und jüdische Bevölkerung Ostgaliziens erfolgte. Abgeordneter Reizes verlangte nachdrücklichst das Recht der Selbstbestimmung für die jüdische Minorität, welche national empfinde und die Zuerkennung nationaler Rechte fordere. Der Ministerpräsident versicherte, daß es dir Regierung fern liege, die jüdischen Interessen zu verletzen. Es scheint jedoch, daß wieder irgend welche heimlichen Faktoren am Werke gewesen sind, um den Ministerpräsidenten „aufzuklären“. Es ist natürlich nicht zu bestreiten, daß der wahre Wille des Volkes sich nach allen Richtungen hin durchsetzen wird. * Zu einer Kundgebung gegen die jüdischnationale Propaganda ruft Herr Dr. Heinrich Herbatschek; in der letzten Nummer von „Blochs Wochenschrift“ die Juden in Westösterreich auf. Ein ernstes Eingehen auf diesen Artikel, dessen Autor selbst seine völlige Unkenntnis in allen jüdischen Dingen eingesteht, verlohnt nicht der Mühe. Es sei mir mit Nachdruck darauf hingewiesen, daß wir im Namen der jüdischen Nation sprechen; daher gehen uns alle die Leute nichts an, die keine jüdischen, sondern deutsche, polnische, böhmische usw. Vertreter haben wollen. Aber wer sich selbst nicht zum jüdischen Volk zählt und sich damit-rühmt, nur ein schlichter Anhörei einer Neujahrspredigt zu sein, hat-auch •kein Recht, in jüdische Politik.irgend etwas hereinzüreden und wäre eia Philosoph . gebUebeu. wenn er geschwiegen hätte

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