Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 12 (1918)
- Issue
- 42 (18.10.1918)
- Date
- 1918-10-18
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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-"Seite 4 JÜDISCHE ZEITUNG •ii Injistrie und 2.11 intensiver Landwirtschaft, -welche bei der völligen Alisnerramg von der Außenwelt die -nötigen Nahrungsmittel hätte liefern können. Es rächt sich, daß die türkischen Regierungen es nicht zulassen wollten, daß intelligente und kapitalkräftige Einwanderer dias Land entwickeln. Sehr wahrscheinlich ist es. daß die Türkei bei Friedensschluß ihre arabischen Provinzen und auch Palästina verlieren wird. Welche internationale Regelung für Palästina auch erfahren wird, in jedem Falle, auch wenn das Land wider Erwarten doch unter türkischer Oberhoheit bleiben sollte, ist es sicher, daß die Juden die von der zionistischen Organisation verlangten nationalautonomen Sied'iunsrsrechte erhalten werden. Schon hat die okkupierende Macht England, vorgesehen. daß ein zionistischer Vertrauensmann Chef der Zivilverwalhing wird, daß alle Verwaltungsbehörden paritätisch von Juden und Arabern zu beschicken und hebräisch und arabisch die offiziellen Landessprachen sind. Wir Juden haben es der Türkei stets gedankt daß sie den Juden immer freundlich entsregengekommen ist von dem Moment an. wo sie die aus Spanien vertriebenen Juden gastlich aufgenommen hat bis zum heutigen Tag. Werm sie auch den zionistischen Forderungen "mißtrauisch gegenüberstand. so haben die Zionisten doch Immer gehofft 'Baß die osmanfsche Retletiung zur Einsicht kommen unn die Vorteile, die eine jüdische Koloni- * sation in Palästina dem Reiche hätte bieten können, würdigen werde. Wir haben auch immer die Ueöerzeugung gehabt daß es im Rahmen des türkischen Staates möglich gewesen wäre, weitgehende nationale Rechte zu erlangen. Leider ist der Türkei vom Momente des Sturzes des Absolu- * tisiiius an nicht ein halbes Jahr der Ruhe und Sammlung geblieben, um aie schweren Probleme der Neuordnung zu lösen. So kam es auch nie zu einem w irklich ausreichenden Studium der zionistischen Frage, noch auch zu den nötigen Reformen. insbesondere im Agrar wesen, welche die Voraussetzung für jede erfolgreiche jüdische Kolonisation gewesen wäre. Fast ein halbes Jahrtausend hat die Türkei Palästina besessen. Nun endlich wird das Land geöffnet für das Volk, das allein es zum Blühen bringen kann. oaoaoBoaQBcaJioBCsacsacbao RUNDSCHAU Inland ' * Geschichtslälschung. Ein Sargdeckel schließt sich über die Hoffnungen der „Neuen Freien Presse“. Dieses Verbrecherblatt, das so viel Schuld an dem Weltkrieg und so viel Schuld an dem Ruin Oesterreichs hat das durch den Pesthauch seiner völkerverheztenden Demagogie die politische Atmosphäre in Oesterreich vergiftet hat, das verhindert hat, daß die Wahrheit, wirkliche Freiheitlichkeit Aufrichtigkeit und guter Wille das Verhältnis zwischen den Völkern in Oesterreich regelt dieses Blatt das zu Unrecht „Judenblatt“ genannt wird, weil alle ehrlichen Juden seine ungeheuerlichen Tiraden verabscheuen, muß jetzt beginnen, eine Neuorienr tierung durchzuführen und sich der neuen Lage' anzupassen. In einem wahrhaft neuen Oesterreich müßte zu allererst die „Neue Freie Presse“ verschwunden. Leider aber ist die charakteristische Eigenschaft von Blättern und Menschen dieses Schlages die grenzenlose Anpassungsfähigkeit und so versteht es auch die „Neue Freie Presse“, rechtzeitig einzuleuken. Sie ist allerdings sehr kleinlaut und beschwört alle Mächte im Namen der Staatsschuld. Sie befreundet sich sogar mit Wilson, den sie nie genug schmähen konnte. Harte Bedingungen stellt die Entente. Im Leitartikel vom 10. Oktober, der mit dem Sargdeckel beginnt, w'erden sie aufgezählt. Herstellung von Belgien, Vereinigung der unerlösten Italiener mit dem Königreich, Entfernung der Türkei - aus Europa. Verwandlung von Konstantincpel in einen Freihafen, und nun kommt — man höre genau — ..Errichtung von Palästina als christlichen Staat“ ... .Aus unzähligen Meldungen, die, durch alle Blätter gegangen sind, ist bekannt, daß alle Staatsmänner der Entente und offiziell auch die englische Regierung, als ein. Kriegsziel der Entente die Errichtung des Judenstaates in Palästina aufgestellt haben. Niemals war von Palästina als ..christlichen Staat“ die Rede, was auch völlig absurd wäre. Die ..Neue Freie Presse“ aber nimmt diese Tatsache noch immer nicht zur Kenntnis. Sie meint 110H1 immer,- daß sie durch ihre Fälschungen Geschichte machen wird und daß die Geschichte sich ihren Fälschungen anpassen wird. Was für ihre Welt nicht paßt oder ihr gegen den Strich geht, will sie aus der Welt verbannen. Heute aber sind andere Mächte am Werk und die Welt der -Neuen Freien Presse“ bricht zusammen. Die Ignorierung seitens der ..Neuen Freien, Presse" dem Zionismus nicht mehr schaden. Das Weltblatt macht sich höchstens lächerlich. - ■ * Die deutsche „Gemeinbfirgschaft“ scheint nun doch auf dem Weg zu sein. Jedermann weiß, daß eines der größten Hindernisse bisher der Judenpunkt war. Die Deutschnationalen und Christlichsozialen wollen einfach mit den Juden der „liberalen“ oder ..freiheitliche^,“. Partei nicht beisammensitzen. Darüber grämten sich .natürlich die deutschen Juden; zum Beispiel der Professor Kafka in Prag, der getaufte Jude, der auch zu den Leuten gehört, mit denen man nach diesem Krieg gründlich abrechnen sollte, konnte dem Pacher und Wolf nicht einmal durch wüsten •Chauvinismus und niederträchtige Hetze beweisen, daß germanisches Blut in seinen Adern fließt, und er behauptete bei jeder Gelegenheit, daß .das deutsche Volk über diese Zersplitterung unglücklich sei. Nun scheint es erreicht'. Die Deutschen fordern Selbstbestimmungsrecht, verlangen ihren Staat, die Leute, die gestern noch von Hochverrat der Slawen sprachen, treiben offene irredenta und in diesem Moment der hohen Stimmung läßt man auch. Herrn Ofner zu. Er ist auch bei der gemeinsamen Beratung gewesen. Es ist wirklich tragisch, daß dieser alte Mann, dessen Qualitäten als Jurist und Sozialpolitiker jedermann anerkennen muß, das Ziel seiner Wünsche darin sieht, mit Tenfel, Hummer, Wolf, Pantz und Jerzabek zusammenzusitzen Wir sind neugierig,’ wann der nächste Fußtritt erfolgt Herr Ofner sollte, wenn er schon von seiner altgewordenen Liebe nicht lassen kann, doch, wenigstens so viel persönliche Selbstachtung aufbringen, nicht dorthin zu gehen, wo man ihn nächstens hinauswerfen wird. * Bedenkliche Quertreibereien. Alle Menschen wissen heute, däß wir vor einer äußeren und inneren Umwälzung von ungeheuren Dimensionen stehen. Alle Zeitungen schreiben täglich, daß das Völkerleben nach dem Grundsatz der Demokratie aufgebaut werden muß. Nur im jüdischen Lager scheint man nichts zu lernen. Man scheint zu glauben, daß im Judentum noch die unbeschränkte Macht einzelner Notabein und Plutokraten besteht und daß wirklich das ganze jüdische Leben nach dem . persönlichen Gutdünken dieser dem Judentum gan» entfremdeten Menschen eingerichtet und geknebelt werden darf. Angesichts verschiedener Gerüchte über geplante Aktionen möchten wir nicht verabsäumen, mit allem Nachdruck, so lange noch Zeit ist, die Herren zur Vorsicht zu mahnen und von übereilten Beschlüssen abzuraten. Das jüdische Volk laßt an gewisse Dinge und an gewisse Personen, die seine Liebe und sein Vertrauen geweckt haben, nicht rühren. Die Führer der Juden haben 'nur die Wahl, dem Volkswillen zu dienen oder abzutreten. Wenn z. B; die Herren der Kultusgemeinde in ihrer Blindheit und Weltfremdheit es wirklich wagen sollten, gegen einen hohen jüdischen Funktionär, der seine ganze Kraft und seine unermüdliche, aufopfernde Arbeit in den Dienst des jüdischen Volkes — nicht um der Ehre willen, sondern um des Judentumes und seiner ewigen Idee willen — stellt, wegen dieser seiner verdienstvollen Tätigkeit in irgend einer Form „Stellung zu nehmen“, dann werden sie Dinge erleben, die sie sich bisher nicht einmal träumen ließen. Es liegt uns ferne, zu drohen, aber wir fühlen uns verpflichtet, vor Unbedachtheiten und Dummheiten zu warnen. Die Zeit der Notabeinherrschaftist auch im Judentum' zu Ende Der Wille des Volkes wird sich nicht mehr fälschen lassen. Auch das jüdische Volk ist mündig geworden und will, daß seine eigenen Vertreter seinen Willen respektieren. * Die alte Krankheit. Noch immer sind die Juden nicht, von ihr geheilt. Die ganze Tragik der Nationslosi'gkeit, auf die sich die Juden doch viel zugute getan haben, offenbart sich. Man will sich zum eigenen Volkstum nicht bekennen und ist stolz auf den reinen „Kosmopolitismus“, in Wirklichkeit aber segelt man unter falscher nationaler Flagge, die man nach Bedarf auch einziehen oder auswechseln kann. Wir haben dieses Verhalten der Juden im fremdnationalen Lager immer mit aller Schärfe verurteilt Die anderen Völker muß diese Falschmeldung, die zugleich Verrat am eigenen Volk ist, mit berechtigtem Mißtrauen erfüllen. Eine der widerlichsten Erscheinungen der Assimilation zeigt sich jetzt, in den Ländern der böhmischen Krone. Darüber berichtet das Montagsblatt „Ces. Socialisty“: „Von allen Seiten wird uns mitgeteilt, daß die Juden sich in letzter Zeit auffallend, ja direkt ostentativ zum böhmischen Volkstume bekennen, in Gesellschaft nur böhmisch sprechen, für nationale Zwecke spenden, ihre Namen ändern — bei der Statthalterei liegen einige tausend Gesuche um Namensänderung — kurz, im jüdischen Lager gilt jetzt die Losung: „Was kann uns »bchechen geschehen?“ Diese rasche Assimilation ist allerdings überraschend und verlangt von böhmischer Seite besondere Aufmerksamkeit. Man kann doch nicht alles vergessen, was gerade Angehörige der jüdischen Gesellschaft während der ersten Kriegsiahre getrieben haben Und man kann doch nicht so ohne weiteres für ein paar Kronen und für ein paar böhmische Wörter so ohne weiteres ein echter Tscheche werden. So leicht und schnell geht das nicht, ln Horazdovic (Böhmen) melden sich in letzter Zeit zahlreiche Juden in die Organisation der Partei der tschechischen staatsrechtlichen Demokratie. Sie haben — wie ersichtlich — einen sehr guten Instinkt.“ — Soweit die Notiz. Wir sind immer dafür eingetreten, daß sich die Juden mit den Völkern, unter denen sie leben, verständigen. Aber wenn man die Basis des eigenen Volkstums verläßt, gerät man in jenes charakterlose Hin- und Herschwanken, das auch“ von Seite der anderen Völker, denen man — weil es vorteilhaft scheint — Liebe und Unterstützung bringt, nur berechtigte~fterachtung findet Die Völker, auch die Tschechen, werden nur mit den Juden ehrlich leben können, die sich, selbst achten und nicht wegwerfen. * Fiüchtiingsbetze in Prag, ln der Prager Stadtverordnetensitzung stellte Stadtrat Landa den Antrag, die galizischen Flüchtlinge, die durch ihr Treiben — Kettenhandel und Lebensmittelwucher — der Bevölkerung höchstgefährlich und schädlich seien, abzuschieben. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. — Dies, ist wieder ein .Fall empörender Judenhetze, die wir jüngst in unserem Leitartikel charakterisiert haben. Die tschechische Nation, die sich auf ihren demo-; kratischen und freiheitlichen Geist soviel zugute tut, schändet ihr eigenes Ansehen in der Welt, wenn sie im Antisemitismus mit den anderen Völkern wetteifert. Kettenhändler und Wucherer gibt es auch unter den einheimischen Tschechen genug (siehe z. B. die Namen des jüngsten sensationellen Pilsner Preistreiberprozesses!). Aber, die galizischen Flüchtlinge werden summarisch abgcurteilt und als vogelfrei erklärt, weil sie Juden sind. ' , * Die Enthebungen und die Juden, ln der letzten Zeit taucht immer wiederdie Nachricht auf, daß die Enthebungen zum großen.. Teil, wenigstens für gewisse Altersklassen, aufgehoben oder eingeschränkt werden sollen. Die Enthobenen sollen eilirücken Bekanntlich wird im Antisemiteniager beharrlich der Vorwurf erhoben, daß sich die Juden drücken und. enthoben sind. Man sollte also meinen, daß durch die Aufhebung der Enthebungen die Juden am unangenehmsten getroffen werden, während die enthobenen Christen es als Erlösung freudig begrüßen, daß sie endlich zu den Fahnen eilen, dürfen. Aber welches Schauspiel zeigt sich? Sobald das Gerücht auftaucht, melden sofort* die. Blätter, daß sich Abgeordnete und Vertreter aller Völker und aller' Parteien zu allen möglichen Ministern begeben haben, um die Aufhebung der Enthebungen zu vereiteln. Allen voran laufen immer die christlichsozialen und deutschnationalen Abgeordneten. Es ist doch wirklich schön von den Herren, daß sie sich wegen' der enthobenen Juden so bemühen. Oder sollten wirklich auch deutsche Christen enthoben sein und diesen Zustand vorziehen? * Die Wiener Universität einst und' jetzt.' Die Wiener Universität, die jetzt für jüdische Studentenan > der medizinischen Fakultät den Numerus clausus einfiihrtc, war nicht zu allen Zeiten ihres 550 Jahre währenden Bestehens antisemitischen Einflüssen zugänglich. .Es ist bemerkenswert, daß Juden bald nach der Gründung der Universität als Studierende derselben teilnahmen. Mindestens finden wir einen Juden Gunzhauser, Sohn des Leser, welcher im Jahre 1403 Arzneikunde in Wien betrieb. Die Wiener Universität und speziell die theologische Fakultät an derselben hat sich wiederholt sehr liberal gezeigt. Es geschah dies insbesondere in dem berühmten Reuchlinschen Streit um den Talmud. Reuchlin verteidigte den Talmud gegen den Renegaten Pfefferkorn. Während die Universitäten zu Paris und Köln das. Verdammungsurteil über , diese Ansichten aussprachen, infolge welcher der Talmud in Löwen, Mainz, Köln usw. verbrannt wurde, hat die Wiener Universität die; Schriften Reuchlins gebilligt und Kaiser Max ging. auf das Ansinnen Pfefferkorns nicht ein. Ein Beispiel anderer Art ist das Gutachten der theologischen Fakultät vom Jahre 1673. Nachdem die Juden im Jahre 1670 aus Wien vertrieben wurden, war es die theologische Fakultät, welche ihre Rückkehr, im Jahre 1673 befürwortete. Türkei * Botschafter Hllmi Pascha über den Zionismus. Der türkische Botschafter in Wien, ritinii Pascha, äußerte sich gegenüber einem Veitreter des Jüdischen Korrespondenzbureaus in Wien über das Verhältnis der Türkei zü eien Juden, namentlich in der Palästinafrage. Der türkische Staatsmann erklärte, daß die Hier verbreiteten Gerüchte, wonach unter den Jungtürken eine judenfeindliche Stimmung herrsche, die wegen der jüdischen Palästinapolitik als Repressalie an den ottomanischen Juden Pogrome - fordere, durchaus unzutreffend sei. Die seit Jahrhunderten traditionelle .Freundschaft von Regierung und Bevölkerung der Türkei für die Juden bestehe auch heute noch fort. Hilmi Pascha griff dann selbst auf die Palästinafrage über. Der Botschafter setzt bei dem Friedensschluß auf Grund der gegenwärtigen Kriegskarte die Proklamation eines jüdischen Staates in Palästina voraus, glaubt jedoch, daß dieser durchaus nicht die Hoffnungen der Juden erfüllen werde, da der kulturelle Aufbau des neuen Staatswesens stets einen mehr englischen als jüdischen Charakter auiweisen werde. ,— Es ist bedauerlich, daß die türkischen Staatsmänner erst unter den gegenwärtigen Verhältnissen sich mit dem Zionismus . zu befreunden beginnen. Die Türkei hätte ja Gelegenheit gehabt, sich einen „türkischen Charakter“ des jüdischen Staates zu sichern, wenn es die jüdische Kultur für zu wenig tragfähig hält. Damals hatte sie andere Besorgnisse. Die Warnung vor dem „englischen Charakter“ ist ' von dieser Seile jedenfalls nicht notwendig. Das jüdische Volk wird alles daran setzen, um in seiner nationalen Heimstätte seinen Geist zur Geltung zu bringen. Palästina * Die neue hebräische Kultur Palästinas. Herr Leon Simon, der als Mitglied der „Zionist Commission“. Palästina besuchte, hielt kürzlich auf Einladung der English Zionist Federation einen hebräischen Vortrag, worin er die Frage der Entwicklung einer spezifischen hebräischen Lebensart in Palästina erörterte. Schon sei die hebräische Sprache den modernen Bedürfnissen angepaßt und zur alltäglichen Sprache der neuen Kolonisten geworden. Ais Unterrichtsmittel in den Schulen übe sie einen großen Einfluß auf die innere Entwicklung der Kinder. Die jüdische Siedlung in Palärfna habe einen neuen Geist in die hergebrachten jüdischen Feiertage, -besonders diejenigen, die mit Landwirtschaft verbunden sind, gebracht. In der sozialen Ordnüng und dem Verwaltungswesen, die die lokal autonomen jüdischen Dörfer veranstaltet, hatten, könnte man schon dasjenige Streben nach sozialer Gerechtigkeit verspüren, das einen der wesentlichsten Grundzüge des hebräischen Geistes bildet. Aus eigener Erfahrung und Beobachtung sei er über- .zeugt, daß. die moderne jüdische Gemeinde Pa-