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Jüdische Zeitung · 1918-09-27 · 39 (27.9.1918) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
12 (1918)
Issue
39 (27.9.1918)
Date
1918-09-27
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Sr. 59 JÜDISCHE ZEITUNG Seite 5 Es .ist sehr schwer. Kegen Marstu lies zu öole- .misieren. weil er dort, wo er die stärksten Töne findet, einfach offene Türen einrennt, wie z. B. mit dem Satz: „Dieses Volkes nationale Interessen zu vertreten, bleibt unverändert meine Pflicht", als •b er damit den Schöpfern einer solchen Galuthnolitik etwas Neues sagen würde. Es ist nicht minder schwer, den theoretisch nicht geschulten Zionisten klar zu machen, wo dann überhaupt die Differenz zwischen unseren Anschauungen'steckt. Ich will es. um aus der Einzelpolemik zu der prinzipiellen Grundfrage zu kommen, noch einmal ganz kurz versuchen. (SrfilaO folgt.) Dr. Alfred Stern über den Zionismus Der Präsident der Wiener Kultusgemeinde, Dr. Alfred Stern, hat dem Redakteur der „Blätter aus der jüdischen Jugendbewegung" eine Unterredung gewährt, dienun in Nr. 9 der genannten Zeitschrift veröffentlicht wird. In den Worten Dr. Sterns sind Anschauungen ausgesprochen, die mit seiner bisherigen Tätigkeit in einem gewissen unerklärlichen Widerspruch stehen. Er erklärt, er sei vor Jahren Gegner des Zionismus gewesen, weil er ihn für eine Utopie hielt; jetzt aber, wo seine Realisierung in die Nähe gerückt ist; ..müssen wir trachten, am Aufbau ’ dieses Zentrums jüdischer Kultur mitzuwirken und daher ist es sehr zu begrüssen, wenn sich die jüdische Jugend mit dem Palästinagedanken befaßt.“ Gleich darauf folgt die Versicherung, er _,sei „nie ein Gegner des zionistischen Gedankens gewesen,“ er sei nur gegen dessen Verbreiter aufgetreten, weil diese alles Bestehende für völlig wertlos erachteten. - Wir wollen diesen Aeußerungen nicht zu viel Gewicht beilegen. Es ist klar, daß Leute, die in ganz anderen Ideen aüfgewachsen sind, die Wahrheit des zionistischen. Gedankens erst dann einzusehen beginnen, wenn er sich auch in der Welt ‘der Tatsachen durchgesetzt hat. Wir haben für diese Tragik der älteren'Generation, die nicht genügend geistigen Schwung.besaß, um die Erhebung des Judentums mitzumachen, Verständnis; aber wir können nicht vergessen, daß diese ältere Generation der jungen in erbitterter Feindschaft enigegentrat und ihr von offizieller jüdischer Stelle her das Recht bestritt, für sich mehr Judentum zu fordern. Und heute noch weiß Herr Dr. .Stern auf die' Frage, was" die jüdische Jugend tun solle, um wahrhaft jüdisch zu werden, keine andere Antwort zu geben, als sie solle die jüdische Religion pflegen, die Bibel lesen, die Feste feiern, etc. Sie solle auch, „mit. der jüdischen Ethik, mit jüdischen Sitten und Gebräuchen, mit der hebräischen Sprache vertraut sein“. Auch für die Jugendvereine hat Dr. Stern Sympathie, weil „jenen Kitt entstehen läßt, der zum Zusammenhalten gegen Angriffe von außen imbedingt notwendig ist“. Gewiß ist all das angeführte richtig und bekanntlich will die jüdische Jugend heute in einem Ausmaß die Bibel und die hebräische Sprache lernen, das Dr. Stern sich nie hätte träumen lassen. Aber wir glauben, daß, um jüdisch zu werden^ noch weit mehr notwendig ist als Dr. Stern gesagt hat. Vor allem ist dazu auch notwendig, daß man gewisse Sachen nicht tue, daß man den Mut hat, auch mit der Vergangenheit und mit den Traditionen der Umwelt zu brechen. Das Judentum Dr. Sterns ist ein Feiertagsjudentum, und es taugt nicht für die jungen Menschen, die sich nicht mit Halbheiten abfinden lassen, und auch in ihrem Leben ganze Juden sein wollen. Dr. Stern wird einsehen müssen* daß er noch einen Schritt weitergehen muß, um' die bereits vollzogene Entwicklung einzuholen. Er wird, angesichts dieser jüdischen Jugend* die heute Aufschluß von ihm fordert, verstehen müssen, was er als Leiter der Wiener Kultusgemeinde gesündigt ‘ lind verabsäumt hat, als er, in dessen Macht es gewesen wäre, der Jugend nicht so viel Judentum zuteil werden ließ, wie sie verlangt hat. Wenn heute eine jüdische Bewegung die Jugend1 ergriffen hat, so ist dies nicht ein -Verdienst der Kultusgemeinde, der offiziell zur Wahrung der jüdischen Interessen berufenen Instanz, sondern es geschah trotz der Kultusgemeinde. Jetzt, nachdem wir die Erklärung Dr. Sterns gelesen haben, sind wir gespannt, was von der Kultusgemeinde getan werden wird. Die letzten Taten Dr. Sterns stehen jedenfalls zu seinen Worten in Widerspruch. Denn als — vor ganz kurzer Zeit — das jüdische Volk von den Behörden die Anerkennung seines Rechtes forderte, seiner Eigenart gemäß, d. h. jüdisch, in diesem Staate zu leben, da war es wieder Dr. Stern, der .als erster eine Protestaktion einleitete. Und bezüglich dg,r Ausbildung der Jugend und ihre Erziehung in jüdischem Geist weiß Dr. Stern auf die stürmische Forderung nach jüdischen Schulen nichts anderes zu erwidern als folgendes: „Ob sich vielleicht einmal die Notwendigkeit der Errichtung eines jüdischen Gymnasiums in Wien ergeben werde, wollen wir der Zukunft überlassen. Wir benötigen jedoch hiezu die nötige Anzahl von Schülern und vor allem die richtige Auswahl von Professoren . aller Fächer. Vor- 1 ä u f i g ist das Wichtigste die Heranbildung tüchtiger Religionslehrer. Ich gedenke der Frage der Verbesserung des Religionsunterrichtes, insbesondere der Volksschule, zunächst der Ausgestaltung der Talmud-Thoraschulen meine besondere Aufmerksamkeit zu schenken und hoffe jederzeit fähige Lehrkräfte für sie zu finden." Man höre und staune: Nach jahrelanger Amtsführung, nachdem die ärgsten Mißstände in jüdischejn Erziehungswesen eingerissen. und der Religionsunterricht notorischerweise zu einer Groteske entartet ist, nach jahrelange Untätigkeit findet der Präsident der Wiener Kultusgemeinde, „vorläufig“ sei die Heranbildung tüchtiger Religionslehrer das wichtigste. Jetzt erst „gedenkt“ er, der Frage der Verbesserung des Unterrichts seihe Aufmerksamkeit zuzuwenden, und „hofft“, jederzeit fähige Lehrkräfte zu finden. Wir sind nicht so optimistisch, wir sind sogar vom Gegenteil überzeugt. Der Herr Präsident wird, falls das Ganze nicht nur eine Redensart war und er wirklich zu suchen gedenken sollte, nichts weniger als „fähige Lehrkräfte“ finden. Er und seine ganze Kultusgemeinde haben leider, trotzdem es im eminentesten Sinne ihre Pflicht gewesen wäre, ■icht das geringste dazu getan, um diese Lehrkräfte heranzubilden oder zur Stelle zu schaffen. Ja. sie haben den Gejst bekämpft, der einzig der Jugend Freude am Judentum geben und wertvolle Kräfte dem jüdischen Lehrberuf zuführeu konnte. Jetzt rächt sich ihre frevelhafte Untätigkeit an der jüdischen Jugend. Soll man wirklich annehmen, daß seit dieser Unterredung Herr Dr. Stern zur Einkehr gekommen ist und alle seine früheren Sünden erkennt? ,Wir wären sicherlich die ersten, die einen solchen Umschwung im Interesse des Judentums freudig begrüssen würden. Aber wir können nicht anders, als skeptisch sein. Für die Botschaft fehlt uns der Glaube; Taten wollen wir sehen. B. L5wit Verlag m Wien-Berlto-Leipzig Soeben erschien infolge der Hersteliungsschwierigkelien verspätet Heft 5 (Angustheft) £6 M - Ein» Monatsschrift — Herausgeber Dr. Martin Buber Aus dem vielfältigen Inhalt heben wir hervor: Felix Weltsch, .Zum Problem des wirtschaftlichen Antriebs. — Artur Joel: Altes und iünges Judentum. — Samuel Rappaport, Aus dem religiösen Leben der Osliuden. — E. M. LipschUtz, Vom lebendigen Hebräisch. — Abraham Sonne, Ein Wort Uber Mendele. -■ Martin Buber, Chassldisches. Das Saft Kostet Ja Elnxelverkauf S 2.— Bezugspreis (inkl. Porto) für ein ganzes Jahr K 21.2b, für ein halbes K 10.60, fUr ein. viertel K 5.30. Gleichfalls verspätet ausgegeben wurde Heft & (Angnsthaft) « Der Wiederaufbau Galiziens Bekanntlich vollzieht sich . die Aktion des Wiederaufbaues Galiziens ganz unter der Aegide der nationalistischen Politik des Poienklubs. das heißt unter völliger Hintansetzung der Juden, die auch bei der Leitung ganz ausgeschaltet worden tsind. Auf diese unerhörte Ungerechtigkeit nimmt ein bemerkenswerter Aufsatz des Wiener R. Str.- Korrespondenten der „Neuen Lemberger Zeitung" Bezug. Der Verfasser kennzeichnet zunächst die empörende Haltung Ungarns, das durch die Karpathenkämpfe bedroht war. durch die Opferung Galiziens gerettet wurde und jetzt den Wiederaufbau als „Landesangelegenheit“ wissen will und die Beitragsleistung ablehnt. 'Wofern der Polenklub selbst diese Auffassung akzeptiert, läuft er Gefahr, daß auch die österreichischen Völker die Zahlung für Galizien verweigern werden. Sodann fährt der Aufsatz fort: Es ist auch nicht angängig, in Galizien selbst so vorzugehen, daß die Leitung des Wiederaufbaues einzelnen, gerade Herrschenden Klassen oder Nationen ausschließlich anvertraut wird. Alle haben leiden müssen und daraus können alle das Recht herleiten, mitreden zu dürfen. Der Grundbesitzer, aber auch der Kaufmann und der Handwerker, der Pole und Ruthene, aber auch der Jude. Gegen die- . sen Grundsatz wurde aber, bereits gehandelt. Die Regierung hat eine Kommission für den Wiederaufbau eingesetzt, welcher 31 Polen, 18 Ruthenen und 1 Deutscher angehören. Und. wo bleiben die Juden, die neunmalhunderttausend Juden? Gebührt diesen, die doch von den Ereignissen mindestens so hart betroffen wurden, wie die anderen, kein Anteil? Es ist klar, daß ihnen das Recht airt Vertretung im Beirate zusteht und daß man die Sache nicht so erledigen kann, daß man drei oder vier . Politiker mosaischer Konfession ohne Befragung des jüdischen Volkes, Männer, die sich nicht als jüdische Mändatsträger füWen, beizieht Ehe Ausschaltung der Judenschaft vom Wiederaufbaue ist nicht gerecht. Darüber braucht man weiter keine Worte zu verlieren. Aber sie ist auch nicht nützlich, sie ist nicht geeignet das Werk des Wiederaufbaues zu fördern. Handel und Gewerbe sind in Galizien zum großen Teile jüdisch und werden es in absehbarer Zeit bleiben. Damit müssen sich auch diejenigen im Lande abfinden, deren Programm die „Nationalisierung“ des Landes, d. h. die systematische Ausschaltung der Juden bildet Wenn nun die Juden als Träger eines so wichtigen Standes von den Wohltaten der Wiedererbauung ausgeschlossen bleiben, wenn ihnen die Beihilfe, welche allen anderen in Form von Krediten, Beistellung von Baulichkeiten etc. zugedacht ist, versagt wird, wenn sie bei Vergebung von Lieferungen und Arbeiten .wenig oder gar nicht berücksichtigt werden, so nötigt man sie, die Mittel zur Aufrichtung und Fortführung ihrer Existenz auf anderen Wegen zu suchen. Sie werden durch Erhöhung des Profits den erlittenen Schaden decken müssen und so die Last auf die Bevölkerung übertragen, welche sich dann beim Staate, Lande und , bei den herrschenden Partien für die Erschwerung ihrer Lebensverhältnisse bedanken kann. Es wird auch ganz gewiß dazu kommen, daß Vergünstigungen beim Wiederaufbaue, welche auf geradem Wege nicht zu erlangen sind, auf Schleichwegen gesucht und gefunden werden, kurz, daß der. Protektion und Korruption Tür und Tor geöffnet werden. Ist das notwendig? Wäre es nicht praktischer, die Juden durch Beiziehung von Vertretern, welche das Vertrauen bewußt jüdischer Kreise genießen, an der Aktion des Wiederaufbaues teilnehmen zu lassen. Die jüdischen Vertreter werden gewiß die Vertreter der beiden anderen Nationen weder vergewaltigen noch majorisieren. Sie werden für die Juden nur den Einfluß verlängern und erlangen können, der ihnen gerechterweise zukommt. Dabei ist noch zu bedenken, daß man nicht ungestraft beim Wiederaufbau auf so tüchtige und intelligente Kenner der Arbeit und des Landes verzichten kann, wie es die Juden sind. Die Fortsetzung des Artikels „Landwirtschaft, Industrie und Handwerk** von Dr. Markus Reiner mußte wegen Raummangel für die nächste Nummer zurückgestellt werden. n EIb» Zeitschrift der Jfidlaoheit Jagend Herausgeber Dr. Siegfried Bernfeld Aus dem Inhalt des neuesten Heftes: Max Kober, Vor dem jüdischen Jugendlag in Deutschland. — Albrechl Hellmann, Revolution derjugend. — Eugen Hoefllch, Axiome zur jüdischen Gemeinschaft. — Frida Schiff, Entscheidung zum Volke.- Jsak GrOnberg, Gedanken. — Viktor Ch. Arlosoroff, KeOerforderungen. Bezugspreis (inkl. Porto) für ein ganzes Jahr K 13.20, für ein halbes K 6.60, fUr ein Viertel K 3.30. Einzelhefte des „JerubtMMl* werden aioht abgegeben. Abonnementsanmeldungen sind zu richten an R- Läwit Verlag, Wie», I., Fleischmarkt I. * —sseeeeeMM...TT>TTtt|t||><>l RUNDSCHAU , Die Freude an der Lehre Simchas Thora ist das Fest, wö'tier Jude mit der Thora tanzt An diesem Tage kommt in trunkener Freude und Begeisterung zum Ausdruck, was der Jude durch die Jahrhunderte hindurch für dieses größte aller Bücher fühlt. Innigste Liebe hat er für dieses Buch, eine Liebe, wie der Bräutigam fiir die Braut eine ewige, innerste Verbundenheit, Verehrung und Dank. Dieses Buch ist es, das das jüdische Volk durch die Jahrhunderte begleitet hat, immer wieder es vor dem Untergänge bewahrend* immer wieder neues Leben ausströmend. Das jüdische Volk ist für die Thora auf Scheiterhaufen gestorben, es hat sie, wenn aller Besitz verloren war, als einziges Gut * in bebenden Händen von Land zu Land getragen. Welches Volk der Welt hätte ein ähnliches Gut und welches Volk der Welt hätte es in ähnlicher Treue bewahrt Ihr alle Völker, die das jüdische Volk zu schmähen lieben, die ihm Jagd nach Geld und Gewinn, Schachergeist und Krämergesinnung vorwerfen, ihr alle, neunmal Weisen: das jüdische ' Volk hat Sinn und Wert seines Lebens immer nur im Geistigen gesehen; ihm stand, umbekümmert um alle Leiden, im Zentrum seiner Welt die Lehre. Nach dem Erntefeste, wo sich das Volk über den Segen des Ackers und des Weinberges freut'und der gütigen Weltregierung für die Spende der Früchte dankt kommt das Fest der Freude an der Lehre, welches in Israel das eigentliche Volksfest ist Wir wollen seinen Sinn wieder lebendig machen. Inland * Persekution jüdischer und zionistischer Vereine. Im österreichischen Okkupationsgebiet werden in der letzten Zeit die zionistischen Vereine wieder von den Militär- und Verwaltungsbehörden ganz grundlos verfolgt und chikaniert. Der Verein Hatikwah in Hrubieszow wurde vom k. u. k. Generalgouvernement Lublin für aufgelöst erklärt und seinj^ hebräische Schule wurde gesperrt. Auch aus anderen Städten werden ähnliche Maßnahmen gemeldet Es ist uns unverständlich, warum in dieser Weise ganz grundlos die Stimmung der jüdischen Bevölkerung gereizt wird Jedenfalls dürfte dies nicht in den Intentionen und auch nicht im Interesse der österreichischen Heeresleitung gelegen sein. Es ist zu erwarten, daß seitens der berufenen Körperschaften an kompetenter Stelle .energisch eingeschritten wird. * Schleichhändler gleich gailzische Juden. Wir erhalten von einem jüdischen Offizier aus dem Felde eine Zuschrift, der wir folgendes entnehmen: „Mit Staunen und 'Empörung habe ich Ihre Notiz über die Kundmachung des Prerauer Bahnhofkommandos gelesen. Ich bedaure außerordentlich, daß ich hier im Schützengraben sitze und nicht die Möglichkeit habe, das Bahnhofskommando in Prerau zu besuchen, um den Herren Kollegen, der dort den .Krieg durchhält, zu befragen, ob auch ich vom Bahnhofskommando unter die Schleichhändler gerechnet werde und der besonderen Aufsicht der Bahnhofsorgane empfohlen werde. Ich bin nämlich gaüzischer Jude. Ich glaube, man sollte sich doch überlegen, solche zumindest gedankenlose Gleichsetzungen vorzunehmen. Besonders aber ist es für die jüdischen Offiziere und Soldaten, die im Felde stehen, verletzend, wenn von amtlicher militärischer Stelle solche Redewendungen gebraucht werden, welche geeignet sind, eine ganze Kategorie von Menschen herabzusetzen und das Volk zu verhetzen . . .“ Auch wir glauben, daß das Kriegsministerium die Verpflichtung hätte, iir schärfster Weise gegen das Vorgehen untergeordneter militärischer Organe einzuschreiten. Die Juden, und insbesondere die jüdischen Soldaten, können sich diesen fortgesetzten geradezu systematischen Schimpf nicht bieten lassen.

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