Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 12 (1918)
- Issue
- 31 (2.8.1918)
- Date
- 1918-08-02
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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öeite 4 JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 31 liehe Juden bis zum 30. September als „Fremde“ das Land zu verlassen haben. Alle kommunalen Verwaltungen sind angewiesen worden, den Juden nach dem 30. September die Abgabe von Lebensmitteln zu verweigern, um ihnen keine Möglichkeit zu geben, das Auienthalsverbot zu umgehen. Mit dieser Maßnahme der Regierung in Zusammenhang steht offenbar eine, wie es scheint, von oben, her inspirierte gemeine antisemitische Propaganda in den finnländischen Zeitungen, die fast täglch gehässige Notizen über die Schädlichkeit der Juden für das Land veröffentlichen. Wie das „Kopenhagener Zionistische Büro“ erfährt, sind Schritte eingeleitet worden, die den kleinen finnländischen Despoten klar machen werden, daß der junge finnländische Staat mit diesen mittelalterlichen Methoden einen Weg betritt, der sehr zum Schaden für seine eigene Politik enden muß. Frankreich * Jüdische Generäle. Nachdem vor kurzem Oberst Geismar zum'Brigardegeneral in der französischen Armee ernannt worden war, ist nun ein zweiter Jude Col. Liebmann zu der gleichen militärischen Charge befördert worden. Amerika * Bekämpfung der jüdischen Sprache in Amerika. Die Vossische Zeitung meldet aus Bern: In einigen östlichen Städten Amerikas setzte ein K"a nt p f gegen das J i d i s c h ein. Man ver-. langt die Ausschaltung dieser Sprache aus der (Deffentlichkeit der Vereinigten Staaten, weil sie. bekanntlich zum größten Teil aus deutschen Worten besteht. Bekanntlich leben in New-York allein anderthalb Millionen Juden, von denen eine Mil-' lion sich nur auf jiddisch verständlich macht. Es gibt mehrere jiddische Zeitungen in New-York, die eine Auflage von 600.009 erreichen. eeoooeoeoaooooooooeoaoeoooaoaaaai Zionistische Bewegung Zionistische Tagung in Rußland*) Eine Konferenz der zionistischen Vertrauensmänner hat vom 5. bis 8. Mai in Moskau getagt und ist zu einem bedeutenden Ereignis in der jüdisch-nationalen Welt in Rußland geworden. Offiziell wurde die Tagung in Moskau als eine Sitzung des zionistischen Zentralkomitees bezeichnet in Wirklichkeit war es eine große Tagung, an der fast sämtliche führenden und aktiven Kräfte teilnahmen: so der größte Teil der Mitglieder des Zentralkomitees, die Mitglieder der großen zionistischen Aktionskomitees Boris und Isaak Goldberg. Neiditsch. Podlischewsky. Idelsolm und Rosow. die Delegierten des hebräischen' Suraclrverbandes 5 („Tarbutli“) :• ferner, waren vertreten die Fraktion der, Zeire-Zfon. der Studentenverein Hechäwer. das Büro des Jüdischen Nationalfonds. die-zionistischen Rayonskomitees in Moskau. Petrograd und Sibirien. Außerdem beteiligten sich die Redakteure der zionistischen Preßorgane wie auch die Vertreter zahlreicher Kommissionen des Zentralkomitees. Im ganzen nahmen an den Beratungen mehr als 60 Personen teiL Die Sitzung wurde durch eine Ansprache des Mitgliedes des zionistischen Aktionskomitees Boris Goldberg eröffnet, der in warmen und tiefempfundenen Worten das Andenken von Dr. Echiel Tschleaow würdigte. Goldberg gab eine ausführliche Uebersicht der allgemeinen politischen Lage in Rußland sowie der Lage in Palästina und in den Ländern der Diaspora. Der offizielle Bericht des Zentralkomitees umfaßte folgende Punkte: 1. Die allgemeine jüdische Politik in Rußland. 2. Die allgemeine zionistisch-politische Arbeit. 3. Die nächsten Aufgaben der Palästina- Arbeit. 4. Organisationsfragen. 5. Sprach- und Kulturauigaben. 6. Gründung von neuen Verlagsanstalten. _ . Nach gründlichen Debatten wurde eine Reine von Resolutionen angenommen, die für die Weiterentwicklung des jüdischen Lebens in Rußland von großer Bedeutung sind. Bezüglich der jüdischen Politik in Rußland beschloß die Plenarsitzung, die Ausführung sämtlicher politischer Aktionen ausschließlich durcii den Jüdischen Provisorischen Nationalrat erfolgen zu lassen. Gleichzeitig beauftragte die Sitzung die Mitglieder der zionistischen Fraktion im Provisorischen Nationalrat. die Frage der Einberufung einer gemeinsamen Beratung der Mitglieder des Nationalrates mit den Delegierten des jüdischen Kongresses, die gegenwärtig in Moskau uad anderen Städten Rußland weilen, anzuregen. Ein weiterer Beschluß der Plenarsitzung beweekt die Ordnung der Verhältnisse in den Gern ein dev er walt-un gen. Die zionistischen »Vertreter in den Gemeindeverwaltungen und die zionistischen Organe haben die Pflicht,, sich energisch an der Rückbeförderung--der jüdischen Flüchtlinge und Sicherung ihrer wirtschaftlichen Existenz an ihren alten .Wohnstätten.zu beteiligen. Auf hohem Niveau standen die Debatten über die allgemeine Politik der zionistischen Organisation. Die Kundgebungen der alliierten Regierungen zugunsten eines jüdischnationalen Heims in Palästina haben innerhalb der russischen Judenbeit eine große Umwälzung hervorgerufen. die mit der englischen Palästinadekla- Tation begann, unter deren tiefem Eindruck die russischen Juden auch heute noch stehen. Nach der Erörterung der gegenwärtigen politischen Situation wurde folgende Resolution bezüglich der Richtung der* zionistischen Politik gefaßt: *) Wegen Raummangel verspätet. Indem das Plenum des Zentralkomitees auch, ferner auf dem Standpunkt der Neutralität verbleibt und die englische Deklaration als den ersten Schritt zur internationalen Anerkenn u n g eines jüdischen Palästina betrachtet, findet die Tagung, daß im Zusammenhang mit dem nahen Schluß des Krieges und mit den Aenderungen. die in der internationalen politischen Lage eingetreten sind, die "Parteiorgane mit besonderer Aufmerksamkeit dafür sorgen müssen, daß das zionistische Problem zur Lösung durch die internationale Politik gestellt wird. Ferner wurde beschlossen, daß die russischen Mitglieder der Zionistischen Palästina- Kommission (I. Rosow und M. Alejbikow). die unter Leitung von Dr. Cliaim Weizmann in Palästina bereits tätig ist bei der ersten Gelegenheit via Skandinavien ihre Reise antreten sollen. Eine schwierige Aufgabe bildete für die Konferenz die Organisationsfrage. Die Plenarsitzung hat den provisorischen Zentralkomitees in den von Rußland losgerissenen Provinzen den Auftrag erteilt, sämtliche Palästinasammlungen sowie sämtliche eingehenden Gelder für den Jüdischen Nationalfonds und die Parteiinstitutionen inklusive der Schekelgelder entweder dem engeren Aki onskomitee oder dem Kopenhagener Büro Je zion.stischen Organisation zu überweisen Beim zicn-«tischen Zentralkomitee sind zugue-.ten der jüdischen notleidenden Ee' öi kerung in Palästina beideutende Summen. eingegangen. Ein Vertreter der Palästina-Abteilung des Zentralkomitees erstattete einen eingehenden Bericht über die bisherige Tätigkeit seines Ressorts und entwickelte ein großzügiges Arbeits- Programm für die nächste Zukunft, das nach eingehender Erörterung von der Tagung angenommen wurde. ' Die Palästina-Arbeit gehört unter den russischen Juden zu den Tagesproblemen. die das Interesse der gesamten jüdischen Oeffentlichkeit besitzen. Das russische Judentum bereitet sich für'Palästina vor.- in weiten Kreisen herrscht volles Verständnis dafür, daß die Palästina-Arbeit nur dann auf Erfolg rechnen kann, wenn sicsystematisch und organisiert in Angriff genommen wird. Das gleiche gilt von allen Klassen und Ständen. Kapitalisten und Proletarier, Handelsleute und Arbeiter bekunden das lebhaiteste Interesse für Palästina. Unter der jüdischen Jugend herrscht eine große Bewegung, sich für die Arbeit in Palästina praktisch vorzubereiten. In Petrograd, in Moskau. Minsk. Odessa sowie in zahlreichen anderen Orten bilden sich Gruppen von heimkehrenden jüdischen Soldaten, die sich in der Landwirtschaft praktisch ausbiiden lassen. Mit Rücksicht auf die Notwendigkeit einer einheitlichen Kontrolle überdie geplanten wirtschaftlichen Unternehmungen für Palästina wurden tiäcS'gründlich er Erörterung folgende Beschlüsse gefaßt: 1. Der Nationalfonds ist das wichtigste Institut, das den Boden Palästinas zum Eigentum des jüdischen Volkes machen kann. 2. Die Tagung beschließt, daß sämtliche Privatunternehmungen das Prinzip anerkennen müssen, daß Erwerb und Verkauf des Bodens in Palästina lediglich durch das Kolonisationsorgan der zionistischen Organisation erfolgen darf. 3. Die Tagung beschließt, daß sämtliche Organe der zionistischen Partei einen energischen Kampf gegen die Bodenspekulation in Palästina zu führen verpflichtet sind. 4. Das Zentralkomitee muß die Tätigkeit aller Privatunternehmungen und Gesellschaften, die mit der Palästina-Arbeit verbunden sind, ü b e rw_a c h e n und gegen diejenigen auftreten. die es für das Kolonisationswerk in Palästina als schädlich erkennt. Die Sitzung befaßte sich auch mit der Organisation der während der letzten Zeit in vielen Städten entstandenen Hechaluz- Gruppen und "beschloß, -demnächst eine besondere dieser Organisation zu widmende Beratung einzuberufen. Kriegsbeitrag 1918 I. Ausweis. Bisheriges Gesamtergebnis K 9604.60. (Eingegangen bis 30. Juli 1918.) Je K 1.000.—: Wien: Dr. Silberberg (von 2.000.—) Nathan Eidinger, Dr. M. Sprecher. Je K 500.—: Wien: I. D. A.; Sektion II. Zion. Zentr. Ver. K 250.—: Wien: Anselm Lazarus. Je K 200.—: Komarho: Markus Bones; Wien: S. J. Alkalay. K 160.—: Wien: Dr. Pachtmann (8 Monatsraten ä 20 K). Je K 100.—: Wien: B. Löw, N. Brandstetter; Aus d. Felde u. den Garnisonen: Lt. Oskar Busch; Prag: Emil Thein; Klosterneuburg; F. Weiß. Je K 50.—: Wien: H. Badian, Dr. Steinfeld. Dr. Fritz Georg Steiner, Wilh. Weiß, Heinrich Bard, Simon Rubel, Max Steiner, Josef Boxenbaum, Alexander Geller; aus d. Felde u. den Garnisonen; Oblt. Leo Beier, Oblt. Bojko, Oblt. Kusel, Oblt. Fritz Langer, Oblt. Otto Katz, Oblt. J. Ornstein, Oblt Maier Ungar, Oblt. Erwin Schön, Dr. S. Schwarzkopf (Kgl. Wbge), Lt. Fritz Kohn, Ing. Oskar Wolf, Lt. Grzyb, Fhr. Ernst Pollak, Fhr. Felix Wiener; Teplitz-Schönau: Dr. Scheuer; Proßnitz: Feher & Grunwald, Odön & Grunwald, Ernst Platzko, Leop. Kaufmann, S. Mandl, A. Pollak, W. Lösegeld, Dr. Gust. Sieger, Seliger & Rulldörfer. Dr. Gust. Zweig, Jul. Altar, Gust. Storowitz, Heinr. Landmann. Je K 30.—: Wien: N. M. Racker, Akad. Verein jüd. Mediziner; aus d. Felde u. den Garnisonen: Lt. Nathan Korn, Dr. E. Margulies. K 25.—: Aus d. Felde: Oblt. Badian. Je K 20.—: Wien: Dr. Wilh. Lederer, Ing. Buchbinder, Ing. Friedr. Czeczowiczka, Ing. H. Kolm, Fritz Käesmann, Dr. M. Bernhardt. Siegm. Singer, Leop. Sitzmann; aus d. Felde u. d. Garnisonen: Hptm. Hugo Spitzer, Dr. Ruhdörfer, Oblt. Löw, Lt. Jellinek, Lt. S. Reich, Lt. Klaber, Lt. H. Perutz; Krumau: Magda Klinger. Je K 15.—: Wien: Frau Smolensky, D. Horowitz (1. Rate). ' K 14.—: Wien: Ludwig Bato. Je K 12.—: Wien: Jul. Pachtmann; Mauthausen: Oblt. Ing. Sommer. Je K 10.—: Wien: Dr. Josef Schweig, R. Bert Sid. Kahn, Dr. Robert Welt'sch, Dr. Georg Weiner, S. Kantor, J. Seidener, H. Weiß, W. Schwadron, J. Weiß, Ing. Suchestow, Felix Lederer, Em. Reisz, Ad. Brecher, Ignaz Weiß, Jul. Löwy, M. Straß, N. Rosenberg, Salo Schmerler, E. Jonas-Schachtitz, S. J. Liggy, Dr. Karl Neumann, M. Ostermann, Dr. L. Werner, A. Marmorstein, A. Stern, Oswald Feuerstein, Rudolf Pick, Gisela Kohn, Dr. Leo Goldhammer, Dr. M. Präger, Adele Weißhut, Dr. Leo Lauterbach, Dr. D. Spindel, E. Freyer, Maria Bondi, Jos. Leweniiak,- Josef Zelnik: aus dem Felde u. d. Garnisonen: Oblt. Pollak, Oblt Weiner, Oblt Sonnenmark, Lt. Ing. Frischer (Slupia), Dr. Litmann, S. Tuclimann (Czernowitz); Prag: A. Glaser; Pilsen: Willi. Liebstein; Karlsbad: Julie Zentner; Brünn: Dr. Liebmann; Mähr. Ostrau: M. Krasny; Proßnitz: Leo Heilig, Adolf Schneider, Jakob Weiß; Teschen: Alfred Alt; Salzburg: Dora, Schwarz:, Krakau: Josef Lax. K 9.—: Wien: Lothar Hoffman». K 8.80: Prossnitz: M. Steiner. Je K 8.—: Wien: Maler Krestin: Aus dem Felde: Fhr. Freisager, Lt. W. Weisi, Feldpost 561; Iglau: Ing. F. Glas. Je K 6.—: Wien: Rabinowitz, Klara Löwenthal, Dr. Karl Meiseis, L. Heller, Jul. Goldfinger, Ad, Bojko, Gust Grünberger, Gust. Jakob, Dr. Hahn, E. Grünberger, L. Friedmann, K. Blümme, Dr. Paul Berger, D. M. Andermann, Rud. Fischer, Moritz Appel, Dr. David Rothblum, M. Spitzer,. Jakob Schwed, Bela Böhm, Sab. Friedmann, Rud. Rosenzweig, Karl Schön, Alex.Stöhsl, Emil Dohan. Jakob Schwadron, Dr. R. Schwadron, med. A. Loewy, Leon Kellner, J. Seidener, Ign. Koch, Iser Lande, Max Löwy, J. Spira, J. Schön, Viktor Kulka, Leop. Scharf,, F. Wimer, A. Rappaport, Dr. Rappaport, Ing. Leo Schneider, Emil Berger, Dr. Sclialit D- S. Albachary, Dr. H. Tritsch, Jenny Kronstein, Prof. Dr. Simon, Siegm. Hirschfeld, M. Böhm, Leop. Mandel, N. Lerner, Arjeh Suchmann. Dr. Mela Bloch, S. Suchmann, Ing. Brückner,. M. Hammer, E. Schönbuch, H. Rechnitzer, Jos. Gutwillig, Leop. Steiner, Karl Haber, Leop. Kriwatschek, Mali Rutmann, Dr. Leop. Meisel, Else Rosenzweig, Dr. A. Lanzer, Dr. E. Krasny, S. Horwath, Dr. B. Schallinger, Jakob Tauber, Dr. Sam. Russ, Ch. Engelsmann, Gerson Margulies, B. Mandl, D. Läufer, F. Läufer, Ing. R. Reinisch, Jakob Korn, Dr. Loebt H. Mense, Dr. Heinr. Glanz, Jakob Löw, Paul Löbl, med. Klara Sclamm, med. Gerta Ungar, med. Martha Löwenstein, med. Leo Finzi, med. P. Schummer, Marie Steiner, Ernst Czuczka, Dr. Rud. Menzel, Dr. Rudolfine Menzel- Waltuch; Mödling: B. Seiden; Klosterneuburg Klosterneuburger Metallwarenfabrik; Aus dem Felde und den Garnisonen: Oblt. Klinghofer, Lt. Arnold Jellinek, Lt. N. Hochstim, Dr. Eugenia Berler, Korp. N. Ismann (Laibach), Korp. Flaumenhaft, Zgf.. Oskar Grunwald, N. Wechsberg; Prag: Rob. Guttmann; Neuhaus: Dr. R. Koch; Olmüfz: Dr. L. Meissner; Prossnitz: H. Berger, O. Berger, J. Bodansky, Dr. L. Goldschmidt, Jos, Goldscheid, N. Günsberg, M. Hanunel, S. Grünhut, Jaknel, J. Holz. M. Honig, M. Hirsch, A. Husserl, A. Platschek, M. Platzer, M. Pollak, J. Selinger, A. Salzer, E. Stolz, S. Süsskind, S. Steckler, S. Trau, M. Wexberg, F. Zweig; Gaya: S. Schindler, M. Siebenschein; Ung.- Hradisch: Paul Winter; Rossitz b. Brünn: Josef Mechlawitz; Teschen; J. Huppert; Krakau: Jakob Herzog; Temesvar: Zentrale der Asbestsohlen, Triesch: Hanna Meissner. Je K 5.—: Wien: Erwin Meyer, Cilli Weiss, Anton Löw; Aus dem Felde und den Garnisonen: Dr. H. Fischer. K 4.80: Prossnitz: Dr." W. Weissmann. Je K 3.—: Wien: Frau Dr. Weldler, Norbert Weldler, Moses Krämer; Linz: Paul Stein; Waidhofen a. d. Ybbs: Richard Baumgarten. Der Krieg Unsere Toten Otto Hostowski. Kaum sechs Monate sind verflossen, seit wir unseren lieben Bb. und A. H. Lt. Rosenbaum, der liier in Wien seinen furchtbaren Verletzungen erlag, in tiefer Trauer zu Grabe geleiteten. Und wiederum erreicht uns heute die schreckliche Nachricht, daß einer unserer besten Og. und Bb. in der Blüte seiner Jugend von uns gegangen ist. Otto Hostowski fiel am 16. d. M. als Opfer eines feindlichen Fliegerangriffes an der Tiroler Front. Ein grausames Geschick traf schon im ersten Kriegsjahre seinen, gleich ihm unserer Verbindung angehörenden Bruder Viktor Hostowski, der gerade an seinem 21. Geburtstage in Serbien fiel. Unsere Couleur beklagt in ihm bereits das siebente Todesopfer. Das Gedenken an diesen jungen! braven Menschen und Freund wird in einem jeden von uns stets fortleben, jene wenigen, ■ denener besonders nahestand, werden seiner nie vergessen. Er war unserer Couleur, die er mitbegriinden half, ein treuer A. H„ “unserem Volke ein. warmer Freund. Noch knapp vor seinem Tode äußerte er