Mannheim
Compact Memory

Jüdische Zeitung · 1918-07-12 · 28 (12.7.1918) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitung
Volume
12 (1918)
Issue
28 (12.7.1918)
Date
1918-07-12
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2438141-2438675-2438702--5845-2445863
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Nr. 28 JÜDISCHE ZEITUNG Seite 5 * A. M. Lunz gestorben. Aus Jerusalem kommt die Nachricht, daß dort der bekannte Palästinaforscher Abraham Moses Lunz im Alter von 61 Jahren gestorben ist. Der Verstorbene hat sein ganzes Leben der Palästinaforschung gewidmet, er hat selbst zahlreiche wertvolle wissenschaftliche Arbeiten herausgegeben und auch die Forschung angeregt und gefördert. Lunz war in Kowno geboren und kam schon als Kind nach Jerusalem in die Jeschiwa. Er gehörte zu den ersten jungen Leuten des alten .lischuw. die sich weltliche Bildung aneigneten, und veröffentlichte schon im Jahre 1876 sein erstes Werk über die Topographie Palästinas, gab auch eine Zeitung heraus und seit dem Jahre 5655 (1895) den Kalender „Luach Erez Jisraei“. der seither alljährlich erschienen ist und ebenso wie das Jahrbuch ..Jerusclialajim“ (12 Bände) äußerst wertvolles Material für die Palästinakunde geliefert hat. Die wissenschaftlichen Leistungen des Verstorbenen sind umso bemerkenswerter, als er das Unglück hatte, schon in früher Jugend infolge Trachominfektion zu erblinden. Er hat auch in Jerusalem eine Schule für Blinde gegründet und sich an anderen sozialen und Wohliahrtsunternehmungen beteiligt'. An seinen Jahrbüchern „Jeruscholajim“ haben auch namhafte christliche Gelehrte mitgearbeitet. Lunz hat auch einen „Talmud jeruschalmi“ herausgegeben. Durch seinen Tod erleidet das palästinische Judentum, dem im Kriege bereits viele seiner besten Kräfte entrissen worden sind, wieder einen schweren Verlust. Rumänien * Die Regelung der rumänischen Judenfrage. Der „Voss. Ztg.“ wind aus Bukarest vom 2. Juli gemeldet: Wie das Jassyer Blatt .„Opinia“ mitteälti, wnuldl eine Beschlußfassung über den Artikel 28 des Fr.fedensvertilages, der die Jmdenirage regelt, von dem Parlament baldigst, jedenfalls noch vor idem Austausch der Ratifikationsurkunden, vorgenommen werden. Schweden * Die sozialdemokratische Partei Schwedens gegen die Judenpogrome und den Bukarester Frieden. Dem Jüdischen Kovrespondcnrzbnreaiu in Born wind aus Stockholm berichtet: Die Leitung der sozialdemokratischen ,Partei Schwedens hat folgende KunÜgäbung beschlossen: „In den abscheulichen Pogromen gegen die jüdische Bevölkerung, über weiche aus vielen Teilen Osteuropas berichtet wird, und die als unmittelbares Resultat des Brest-Litowsker Machtfriedens betrachtet werden müssen, sieht die / Leitung ein Symptom der allten tragischen Lage d:er jüdischen Massen, die sie zu den meist leidenden Opfern der gegenwärtigen Wirren gemacht at. Besonders drücken wir unser, tiefstes BeE'aiu'enii über de schweren, vom polnischen . Aintii se m i i i s m us t ns ze liierten, Pogrome in Galizien aus. Wir müssen betonen, daß solche Exzesse eftnes Kulturvolkes, daß für sich selbst nationale Freiheit und SelbstbestimmunigSTecht fordert, unwürdig sind1. Wir betrachten es als Pflicht, der polnischen Demokratie und des polnischen Proletatriats, alles, was im 'ihren Kräften legt, zu tun, um das Prinzip der Internationale hinsichtlich dler Rechte der .nationalen Minderheiten zu verteidigen. Im Zusammenhang damit, hält es dlie Parteileitung für ihre Pflicht, auszuispredhen, daß der Bukarest er F r Ä e d e, ungeachtet gewisser Schtagwor-fie hi bezug huf 'die Gleichberechtigung, i n Wü;r k lli c hik eli t milcht geiebgine t ist, die Lage der jüdischen Massen Rumäniens zu verbessern, sondern umgekehrt. die schamlose Umgehung der klaren Bestimmungen des Berliner Vertrages von 1878 über idEe jfidJBsche Gleichberechtigung 'Sanktioniert. Durch die Annexion Bessarabiens sind noah 300.000 Juden miit dem Verlust der bürgerlichen und nationalen Rechte, die sie durch .Jfte russische Revolution erlangt haben, bedroht. Schließlich will die Parteileitung.die Forderungen hiinsichtfiCh der zukünftigen Stellung des jüdischen Volkes, die vom 'holläradlseh-skandirjavischen Komitee in seinem Friedensmaniest vom 10. Oktober 1917 'autgesteH worden sind, unterstreichen, da nur die Verwirklichung dieser Forderungen «Sine endgültige Lösung der jüdischen Frage herböilfü'hren kann. Zionistische Bewegung Kriegsbeitrag 1918 Der erste Ausweis wird nächste Woche abgeschlossen und veröffentlicht. Es ergeht daher neuerlich an alle Gesinnungsgenossen die dringende Aufforderung, ihren Kriegsbeitrag im Laufe der nächsten Tage zu bezahlen, damit sie nicht in der Liste fehlen. Kein guter Zionist darf fehlen! Der Leitung kann nur durch regelmäßige und ungesäumte Zaliiung größerer Beiträge die ungehinderte Fortführung ihrer Arbeit ermöglicht werden. Die Parteigenossen müssen einsichtig genug sein, das erforderliche Budget, das im Kriege naturgemäß sehr hoch ist, durch Bereitstellung von ausreichenden Mitteln zu decken. Zionistisches Bureau Wien, II. Zirkusg. 33 Volksversammlungen. Die Sektion II des Zionistischen Zenträlvereines veranstaltete vorigen Monat zwei Versammlungen, die der zionistischen Propaganda gewidmet waren. Dienstag, den 18. Juni, referierte Herr Staatsbahnrat Stricker vor einer gut besuchten Versammlung im 20. Bezirke. unter dem Vorsitze des Herrn Salomo Picker. Ausgehend von den antisemitischen Redeexzessen beim Wiener deutschen Volkstag geißelte Redner die Passivität der sogenannten jüdischen Repräsentanten wie der sogenannten Judenpresse, die sich sogar hierüber zu berichten scheute, ln der Stärkung unserer Organisation liege unsere Krait. Der Krieg mache einige Juden zu Millionären. die Masse hingegen zu Bettlern. Die Rückkehr zum jüdischen Boden werde das Volk wieder aufrichten. — Am 27. Juni (Schiwah assar betamus) versammelten sich trotz starken Regens zirka 300 Personen im Arco-Saal. Nach Eröffnung durch Herrn Taubes propagierte Herr Isaak S c h ö n f e 1 d. ein Mann aus dem Volke, in einer zündenden Rede die zionistische Sache, worauf Herr Dr. Elias Tisch einen ausgezeichneten Vortrag über „Palästina dem jüdischen Volke“ hielt, der die Versammelten begeistert stimmte. S. P. Großen Schekeltag in Wien veranstaltet die Sektion II des Zionistischen Zentralvereins Sonntag. den 21. Juli, an welchem Tage mehrere große Versammlungen abgehalten werden. Näheres wird noch bekanntgegeben werden. . Herzl-Feiern Linz. (He r zlf e i er.) Am 7. Juli l. J. fand im Tempel der Trauergottesdienst statt, bei welchem Herr Rabb. Dr. Chaim Bertisch-Amstetten die Gedenkrede hielt. Bei der abends abgehaltenen Akademie sprach Herr Dr. Rudolf Menzel an Stelle des plötzlich erkrankten Prof. Viktor Freud-Prag die Festrede, bei der die Enthüllung des vom hiesigen Bildhauer Bernhard Schwarz entworfenen Herzl-Reliefs erfolgte. Es wirkten bei der Akademie mit: Frau Antonie Müller-Basel, Herr Kurt Kapper, Herr Dr. Max Präger, sowie das Quarteft (Löwenfeld, Stößl, Sonn, Krebs), welches ein vom Oberkantor Bernhard Löwensohn-Linz komponiertes Präludium zu Hatikwah vortrug. — Am selben Abende fand eine reichhaltige jüdische Ausstellung statt, bestehend aus jüdischer Literatur, Kunst, Nationalfonds, Palästinakunde usw., die großes Interesse hervorrief. Vom oberösterreichischen Kriegsgefangenenlager und Flüchtlingslagern waren zahlreiche Gäste erschienen. —ai. Znaim. Eine Herzl-Gedächtnisfeier, deren Reinertrag zur Errichtung eines Heldengartens auf den Namen der gefallenen Juden Znaims bestimmt ist, fand am 30. Juni in Znaim statt. Die formvollendete Festrede hielt Ehrw. Rabb. Proi. Kahan: Frl. Elsa Wessely und Herr Oberkantor Handgriii boten Gesangsvortäge und Frl. Martha Reich, die an der Spitze des Komitees stand, erntete für den prächtigen Vortrag einer noch ungedruckten Herzl- Hymne von Erich Juhn, eines der köstlichsten Feuilletons Herzls und schließlich von Gedichten jüdischer Verfasser starken und wohlverdienten Beifall. Innsbruck. Das jüdisch-nationale Leben konzentriert sich hier hauptsächlich' bei der Jugend. Der neugegründete Wanderbund erfreut sich starker Frequenz, betätigt sich positiv und kräftig und beeinflußt in günstigem Sinne die anderen jüdischen Kreise. Am 30. Juni begingen die Blau- Weißen in ihrem Heime in würdiger Weise den Todestag unseres Führers Dr. Theodor Herzl. Dem stark antisemitischen Treiben unter der Bevölkerung in der letzten Zeit wurde durch einen energischen Gegenartikel in der hiesigen Tagespresse mannhaft entgegengetreten. Langsam macht sich die Notwendigkeit einer Ortsgruppe des ..Jüdischen Nationalvereines“ bemerkbar. A. R. Lemberg. Am 30. Juni veranstaltete der Verein „Zeirei Jehuda‘1 eine imposante, von den Spitzen der nationalen Judenschaft zahlreich besuchte Herzlfeier. Leider konnten mehrere hundert Leute wegen Platzmangel nicht mehr eingelassen werden. Eine tiefe, stille Trauer und andächtiger Ernst herrschte unter dem anwesenden Publikum, als Vorsitzender Herr Pacht von der schwarz dekorierten Bühne aus die Feier eröffnete und des teueren Toten, des allzu früh verstorbenen Judenfülirers gedachte. Herr Pacht referierte über das Thema „Herzl und die Jugend". Herr Fuhrmann sprach hebräisch über die Entwicklung des Zionismus. Herr Parnes schilderte in seinem Vortrage den großen Einfluß, den Herzls Lehre und Idee, auf die Gestaltung des Judentums ausübte. Sehr sinnvoll deklamierte Frl. Brückner „Mäschiach“ von Frischmann. Herr Pacht las die „Menorah“ von Herzl vor. Nach einer Begrüßungsansprache des Vizepräsidenten des Z. K. für Galizien. Herrn Dukosz, an die Jugend richtete noch Herr Pacht einen warmen Appell an die Anwesenden Gäste, der Jugend die Möglichkeit zu einer intensiven nationalen Weiterarbeit zu geben und sie bei dieser Arbeit zu fördern und zu unterstützen. Mieiec. Am 30. Juni 1. .1. veranstaltete, wie alljährlich, die hiesige Nationaliondskommission unter der Leitung des rührigen Obmannes Leib Salpeter eine Herzlfeier im Vereinslokal Beth Jehuda. Noch vor der bestimmten Stunde war der Saal des Vereins bis aufs letzte Plätzchen gefüllt. Czernowitz. Am 29. Juni 1. J.. um 11 Uhr vormitags, fand im Vereinslokal der „Emunah“ eine Herzlfeier der J. N. J. O. „Benei-Zion“ unter der Leitung des Herrn Arno Schleyer statt. Bei der Feier waren die J. N. V. „Haschachar“, „Fidelitas" und „Achdis“ sowie die .1. N. M. O. ..Benot-Zion“ zahlreich vertreten. Die Tendenzrede hielt fierr Kahane. Sodann sprach Herr Dr. Krämer und schilderte in seiner Rede die Bedeutung Theodor Herzls für die jüdische Jugend. Tysmienlca. Am 30. Juni (20. Thainus) wurde hier durch die 1 Schomrim-Organisation eine Trauerandacht in der Synagoge abgehalten. Herr Sch wäre hielt eine Ansprache. Am selben Tage veranstalteten wir einen literarischen Abend, bei dem nach einer Rede des Herrn Schw. Popik Deklamationen und Gesänge folgten. Radomvsl wielki. Sonntag, den 20. Thanuis. fand hier aut Anregung der J. N. K. unter Anschluß der jüdisch-nationalen Volksbibliothek eine Herzlfeier im Vereinslokal statt. Trotz aller Hindernisse und Drohungen seitens' der Chassidim. an deren Spitze der Rabbiner, welcher den Besuchern den Eintritt ins Bethhamidrasch zu verbieten drohte, wurde die Feier zahlreich besucht. Fast die ganze hiesige Jugend beiden Geschlechtes beteiligte sich. Der Erfolg iibrtraf alle Erwartungen. Es wurden für den J. N. F. über 450 K gesammelt. Zmigrod. Am 20. Thamus wurde von beiden hiesigen zionistischen Vereinen Hatchiiah und Mirjam zum erstenmal eine ..Herzlandacht" veranstaltet. bei welcher Hermann Rab Markus-Margidies und Frl. Hania Pencak gesprochen haben. Petrikau (Polen). Anläßlich des 14. Todestages Theodor Herzls hat Sonntag, den 30. Juni, in der Stadtsynagoge ein feierlicher Gottesdienst siattgeiu’aden. zu dem Vertreter von jüdischen Vereinen und von der Kultusgemeinde wie auch die Turner in ihren blau-weißen Kappen und die Skauten teilgenommen haben. Nach dem „El mole rachamim" sprachen der Kreisrat Herr Gg. Moses Schereschewski (hebräisch) über Herzl als Zionistenfiihrer und Stadtrat Herr Gg. Moses Feinkind (jüdisch) über den Triumph der zionistischen Bewegung im Weltkriege. Die ganz besonders temperamentvolle und begeisterte Ansprache des Gg. Feinkind hat bei den Anwesenden und namentlich bei der Jugend eine unendliche Begeisterung hervorgerufen. — An demselben Tag um 8 Uhr abends hat der Jugendverein „Tarbuth“ im ..Kupiecki“- Saal einen Trauerabend veranstaltet, aui welchem Herr Gg. Hilel Lipschütz aus Lodz über Herzls Schaffen gesprochen hat. A. Hammer. Polaniec (Kr, Sandomierz. Polen). Der 20. Thamus. der Gedenktag unseres verstorbenen Führers Herzl. war für die hiesige Jugend Anlaß zu einer wirklichen nationalen Demonstration. Trotzdem die sogenannten Orthodoxen sich bemühten. bei Anwendung aller legaler und illegaler Mittel die Herzl-Trauerandacht in der Synagoge zu verhindern, gelang es doch, bei musterhafter Ordnung die Andacht in der Synagoge abzubalten. Nationallieder singend, in ausgestellten Reihen kehrte die Jugend über die Straßen ins Vereinslokal „Hatchiah“ zurück. Der „Hatchiah"-Verein veranstaltete eine Herzl-Feier mit einem interessanten Programm. Die Festrede hielt Herr Samuel Rosenzweig. Berichte und Korrespondenzen Pilsen. (Zionist. Volksverein. — Vortrag Dr. Siegfried Bernield.) Den besonderen Zeitverhältnissen Rechnung tragend, hat unser Verein beschlossen, im heurigen- Sommer keine Unterbrechung seiner Tätigkeit eintreten zu lassen. Die Zweckmäßigkeit dieses Beschlusses erwies sich gleich an dem ungewöhnlichen Erfolg der ersten Veranstaltung in den Soramerierien, einem Vortrage des Herrn Dr. Siegfried Bernield „Ueber jüdisch-nationale Jugendfürsorge" am 27. Juni. Dem Redner sowohl als auch dem Thema verdankten wir den Besuch eines überaus zahlreichen Publikums, darunter vieler Zuhörer, die zum erstenmal bei einer jüdischen Veranstaltung erschienen sind. Andererseits fehlten, ihren ungewöhnlichen Mangel an Verantwortungsgefühl, der seinerzeit hoiientlich nicht ungesühnt bleiben wird, bekundend, die offiziellen Vertreter der Kultusgemeinde. In seiner eineinhalbstündigen, mit gespanntester Aufmerksamkeit verfolgten Rede, gab Dr. Bernield zunächst eine Kritik der Zerfahrenheit und Grundsatzlosigkeit des heutigen jüdischen Erziehungswesen, so weit man von einem solchen sprechen kann, zweier Mängel, die ds bewirken, daß alle darauf verwendeten, oft Wertvollen Energien ohne Nutzeiiekt verloren gehen. Ein Wandel zum Besseren kann nur eintreten, wenn die selbstverständliche Einsicht sich durchgesetzt haben wird, daß das Erziehungswesen national sein muß, d. h. daß die Erziehung des Einzelnen den Forderungen der Gesamtheit gerecht werden muß. Ein Keim zu solcher zukünftiger Wandlung ist die heutige jüdische Jugendbewegung. Dem Teil der jüdischen Jugend, die nach Verwirklichung des Judentums strebt, helfend beizustehen, ihn in jeder Beziehung zu fördern. muß die Aufgabe eines großzügigen jüdischen Erziehungswerkes sein. In überaus eindrucksvoller Weise entwirft nun Dr. Bernfeld ein MaximaL programm zu einem solchen Erziehungswerke, dessen Erfüllung erst die Zukunit bringen kann, das aber unverzüglich begonnen werden muß. Der Weltkrieg, diese Krise des jüdischen Schicksales, muß uns auf der Höhe unserer Aufgabe finden. Dies mir die allgemeinsten Gesichtspunkte der Rede, deren tiefe Wirkung ebenso sehr auf dem hohen Niveau des eingenommenen Standpunktes und der alle Schwierigkeiten des Themas spielend überwindenden Klarheit der Darstellung beruhte wie auf der temperamentvollen Wärme des Vortrages und der künstlerischen Abrundung des Ganzen. Die Wirkung zeigte sich konkret in zahlreichen Anmeldungen zu der über Anregung des Referenten gegründeten Ortsgruppe des Arbeitskreises für jüdische Jugenderziehung. Dr. Federmann. Lemberg (Verein „Zeirei Jehuda). Montag, den 21. Juni 1. J„ fand unter Vorsitz des Chawer Hersch Brauner eine außerordentliche Generalversammlung statt. Nach Revision der Statuten des Vereines, dessen Zweck es ist. die zionistischreligiöse und zionistisch-nichtreligiöse Jugend Lembergs zu vereinen, die noch unserer Bewegung Fernstehenden — leider gibt es. deren in Lemberg noch viele — heranzuziehen und schließlich auch in der Provinz solche Organisationen zu schaffen, wurde dem abtretenden Ausschüsse das Absolutorium erteilt. Aus dem nur einige Wochen umfassenden Berichte war zu entnehmen, daß der

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.