Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 12 (1918)
- Issue
- 25 (21.6.1918)
- Date
- 1918-06-21
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜDISCHE ZEITUNO Seite 2 Der jüdische Nationalverein und der Kultuspräses von Graz Kürzlich wurde hier von der Gründung des Jüdischen National Vereines in Graz und von seiner der Statthaltern übermittelten Denkschrift über die Lage der Juden in Steiermark berichtet. Diese Denkschrift hat sowohl in der jüdischen Presse Oesterreichs, als auch in der nichtjüdischen Presse Steiermarks lebhafte Beachtung gefunden. Während die christlichsozialcn und liberalen Blätter die Denkschrift einer im großen und ganzen ziemlich sachlichen Besprechung unterzogen, hat das alldeutsche Hetzblatt von Graz, das „Grazer Tagblatt“, in gassenbübischer Manier nur mit einer Flut von Schimpfworten erwidert. Zur schmerzlichen Uebcrraschung des .1. N. V. ist ihmaber gerade aus der Mitte seiner eigenen Volksgenossen in der Person des Präses der Grazer Israelitischen .Kultusgemeinde Herrn Simon Rendi ein Feind erstanden. Es scheint nun einmal ,das Schicksal des jüdischen Volkes in Westösterreich zu sein, daß ihm gerade die Kultuspräsides, welche Führer sein und bleiben möchten, ohne sich modernen Ideen zu erschließen, in den Rücken fallen. So hat auch Kultuspräses Rendi ohne Rücksicht darauf, daß gerade in einem national so exponierten Orte wie Graz Streitigkeiten unter den Juden bei den Antisemiten Genugtuung erwecken müssen, den Kampf gegen den .1. N. V. frischfröhlich aufgenommen. Seine erste Tat war, daß er der Oesterreichischen Israelitischen Union in Wien einen gänzlich entstellten Bericht über die Gründungsvcrsammlungen des J. N. V. zugehen ließ, in welchem er sich — aus kleinlichen, persönlichen Gründen verletzter Eitelkeit—so weit vergaß, die leitenden Männer des Vereines der Streberei zu verdächtigen und die ganze. Tendenz des Vereines lächerlich zu machen. Der Bericht erschien anonym in der Märznummer 1918 der „Union“-Mitteilungen. Auf diese Provokation hat der Vereinsvorstand zunächst mit keinem Worte erwidert, denn er erachtete es als nicht zweckmäßig, seine Kräfte im Bruderkampfe zu vergeuden, statt sie — programmgemäß — dem Zusammenschluß der Juden auf nationaler Grundlage zum Kampfe gegen den immer wütender werdenden Antisemitismus zu verwerten... Nach der Ueberrcichung der Denkschrift, die der J. N. V. allen Juden des Kultusgemeindesprengcls Graz (wozu Steiermark. Kärnten, Krain gehören) gedruckt zugehen ließ, hat es aber Herr Rendi fürnötig befunden, in einem Rundschreiben an die gleichen Adressaten vor dem g-e f ä li r 1 i c h e n -Treiben des Vereines zu warnen, . der sich Kompetenzen der KultusgemeJnde an maße und-an dessen Spitze „unberufene“ Männer stehen. Um seine „Objektivität“ zu beweisen, schloß Herr Rendi diesem. Pamphlete einen Separatabdruck des vorerwähnten Märzberichtes der „Union“ an. Wie „objektiv“ Herr Rendi vorgegangen ist, erhellt am besten daraus, daß er einmal verschwieg, dieser Bericht der „Union“ entstamme seiner eigenen Feder, und daß er ihn überdies durch gehässige Zusätze gegen einzelne, namentlich angeführte Personen verfälschte. Nicht genug,daran! Der J. N. V. hatte kurz nach dem Erscheinen der Denkschrift ein Wohltätigkeitsfes! . zugunsten jüdischer Kriegsbeschädigter in Steiermark veranstaltet, welches ..c^^^ypllcn-jirjolg, .hatte., uud.-Jtör -den .wohl- Edu'ard Süeß’ Erinnerungen Aus dem Nachlaß des berühmten Professors der Geologie an der Wiener Universität und langjährigen Abgeordneten der Leopoldstadt wurden kürzlich lose Tagesbuchblätter hach den Anordnungen des Verfassers in. einer . harmonischen, überaus anziehenden Buchform zusammengefaßt und einer breiten Oeffentlichkeit. zugänglich gemacht.*) Das über 450 Seiten umfassende Werk enthält eine ungeheure Fülle .von .wertvollem Quellenmaterial für die Francisco-Josephinische Zeitepoche, denn Eduard Sueß war im engsten Sinne des Wortes ein Zeitgenosse des Kaisers. Er war im Jahre 1831 geboren und starb 3 Jahre früher als der Kaiser. Sein Leben war. erreignisreich und vielbewegt, aber vom größten Erdenglück .durchstrahlt, wie er selbst mit großer Genugtuung . nach vollendetem SO. Lebensjahre feststell eh konnte. Aus der Fülle der zumeist kurzen, aber inhaltsvollen Notizen des. hervorragenden Fachgelehrten und weit über den Durchschnitt emporrägenden Politikers möchte ich. dasjenige herausgreifen, was für die Leser der „Jüdischen Zeitung“ von Interesse sein kann. ... Vor allem ist es nicht uninteressant und in mancher Beziehung belehrend, zu konstatieren, daß Eduard Sueß mütterlicherseits jüdischer Abstammung war. Seine Mutter, Frau Eleonore Sueß, war. die Tochter des Prager Bankiers Moritz Zdekauer und . dessen Gattin Charlotte, geb. Fr an kl,,-Allerdings hat Moritz Zdekauer „die Taufe genommen“ und so konnte der Hauslehrer im Prager Bankierhause, Eduard Sueß“ Vater, der Candidatus theologiae Adolf Sueß, die Tochter des Hauses als Gattin heimführen, mußte aber ein Opfer seines Berufes bringen. Der zum Pfarrer bestimmte und im Pfarrhause zu .Bobenneukirchen, nahe der bayerischen Grenze, erzogene Theologiekandidat mußte als Kaufmanns- . *) Verlag von S. Hirzel, Leipzig, 1916.- tätigen Zweck einen Reingewinn von 1000 Kronen abwarf. Da dem Vereinsverstand zu Ohren kam, daß Herr Rendi und sein Anhang, der sich aus Mitgliedern Jer Kultusrepräsentanz zusammensetzt. in ihrem blinden Hasse diesem Wohltätigkeitsfest nicht nur selbst fernblieben, sondern sogar gegen den Besuch desselben agitierten, hielt der Vorstand es >ür seüie Pflicht, seinen Angreifern nunmehr Rede zu stehen. In einem äußerst maßvollen und versöhnlichen Schreiben an alle Juden des K. G. Sprengels Graz hat der J. N; V. festgestellt, daß der Kampf von Herrn Rendi eröffnet wurde und daß wir nur in Abwehr antworten. Alle Angriffe wurden als haltlos erwiesen und insbesondere auf die Vorwürfe des Herrn Rendi, daß der Verein seine Denkschrift nicht „reservat“ behandelt habe, erwidert,. daß es gegen das Prinzip der Jüdisch- Nationalen sei, .Hintertreppenpolitik zu treiben, daß wir Modernen vielmehr unsere nur auf das Recht gestützten Forderungen offen und ehrlich vor aller Weit vertreten wollen, und hat weiters jene Verfälschungen’des „Union“-Berichtes sowie andere Unrichtigkeiten aufgedeckt. Zugleich wurde zur Einigung aller jüdischen Kräfte aufgerüfen. Der streitbare Präses von Graz aber hat, statt die ihm dargebotene Friedenshand zu ergreifen, ein neuerliches, noch gehässigeres Rundschreiben an alle Juden erlassen. Hierin führt er u, a. in lehrhaftem Predigerton aus, daß die Juden infolge ihrer Minderheit in Steiermark völlig wehrlos sind, daß sie daher schweigen und dulden müssen. Weiters macht er .dem Vereine zum Vorwurf, daß er das „Aushängeschild für zionistische Propaganda“ sei, muß aber zugeben, daß er jenen „objektiven“ Unionsbericht selbst verfaßt und ihm einige „ergänzende“ Sätze hinzugefügt habe! > . ‘ . Direkt komisch auf einen nur einigermaßen intelligenten Juden wirken aber die sogenannten „sachlichen“ Ausführungen des Briefschreibers über den Zionismus und über den jüdischen Nationalismus. Er beschäftigt sich mit einigen Forderungen der Jüdisch-Nationalen, wie sie dem Ministerpräsidenten Dr. v. Seidler vorgetragen wurden, und führt wörtlich aus: „Von einer, Anerkennung der jüdischen Nation innerhalb Oesterreichs kann keine Rede sein, w.eil derzeit jede Grundlage hiefür fehlt.. Es kann meiner Ansicht nach in Oesterreich nur österreichische Staatsbürger jüdischen Glaubens geben, jedoch keine- „Jüdisch-Nationalen“, da das Land, in welchem die Juden einst eine Nation bildeten, nicht in Oesterreich liegt. — Aber selbst wenn sich der Palästinatraum erfüllen sollte, so ändert dies an der. Sache nichts, höchstens, daß dann die Juden in. Palästina (aber nicht in Oesterreich) berechtigt wären, sich zu nationalisieren.“ — Weiters^-i,^ie 'Bildung,' jyöa jüdischen Wahlkiirien und Einführung’ 'des Pröpörtionalwahlrechtes wäre eine.direkte Gefahr für das heutige konfessionelle Judentum: weil bei deren Zustandekommen sich . der Jude sozusagen am Scheidewege befände, wenn er sich zum Bekenntnisse der Nation entschließen müßte. Wir wissen, daß .es gerade in Westösterreich, sowie in allen westlichen Staaten eine ungeheure Anzahl von Juden gibt, die teils strenge, teils leichter, aber immerhin treu an dem väterlichen Glauben festhalten; aber wenn an sie die Frage der Nation gestellt würde, sich jener Nation anzuschließen gezwungen wären, innerhalb welcher . sie leben, fühlen und denken, und das Ende wäre ein erschreckender Abfall vom Judentume; der jüdische Kataster wäre eine Rückkehr zum Ghetto, vielleicht sogar zum gelben Fleck/1— ,/Was^je.doch lehrling in die Fremde bis nach London wandern, um Schwiegersohn des getauften Prager Bankiers werden zu können. Dieser Mischehe, die wohl für die damaligen Verhältnisse etwas Typisches ' an sich haben mochte, entstammte Eduard Sueß. Süeß hat aus seiner halbjüdischen Abstammung nie ein Geheimnis gemacht. Mit großer Liebe schildert er die patriarchalischen Zustände im alten, geräumigen Familienhause der Zdekauer in Prag in der Rittergasse und widmet wärme Worte der Erinnerung dem sicherlich noch ungetaüften alten Hausgenossen Joseph V e i t li. Als Moritz Zdekauer im Jahre 1845 verschied, „führte uns — berichtet Sueß —mein Vater in den Alkoven, in welchem die Leiche lag, und zeigte sie uns. Seht, meine Knaben, sagte er in tiefster Ergriffenheit, alles, was wir sind, unsere ganze Existenz verdanken wir ihm“. Moritz Zdekauer war ein Menschenfreund und übte viel Wohltätigkeit, was ihm .über das Grab hinaus die Dankbarkeit und Anerkennung seiner Mitbürger einbrachte. In Eduard Sueß erwachte am .Begräbnistage seines Großvaters der Ehrgeiz, in Werken des- Wohltuns dem Beispiele des Verstorbenen riachzüeifern.; Was der, frühreife l$ährige Jüngling sich vorgenommen hatte, das erfüllte der Mann auf der hohen spzialen Stüfe. Man geht .sicher nicht fehl, wenn inan die ganze .pplitische, Wirksamkeit Süeß* als liberaler Staatsmann und sozialen Praktikers mit /den Traditionen,, des großelterlichen Häuses in Zusammenhang bringt. Als'Kanin lßjähriger Jüngling trat Eduard Sueß zusammen mit. Fischhpf, Glaser und Unger in den bewegien .Märztagen des Jahres 1848 in die politische Qeffehtlichkeit ein. und blieb den' geistigen Ueberiieferungen. der damaligen .Revolution sein, ganzes Tleben’i läng, treu. Er .wich stets jeder „Verleitung: zur,,Korruption aus;,d,em Wege: und. lehnte “die ...yerldickeridsten . Angebote von Ministerstellen, ab,, um, seihe: politische Unabhängigkeit zu wahren. Ja er legte im Jahre 1889 MM die Aufhebung der gegen die hebräische Sprache gerichteten Verbote aribelarigt, so kann wohl einst jbei Erfüllung des Palästinatraumes die Möglichkeit erscheinen, daß dort die hebräische Sprache zur Staats-, resp. Umgangssprache erhoben wird. Das Verlangen des uneingeschränkten Gebrauches der hebräischen Spräche in Oesterreich aber wäre einem gleichen Verlangen in. -bezug auf die lateinische oder griechische Sprache gleichzustellen. Vom idealen und kulturellen Standpunkte aus wäre es anderseits nur zu begrüßen, wenn die Judenheit die Sprache ihrer, Gebete kennen zu lernen imd .die großen Geisteswerke hebräischer Wissenschaft zu erforschen sucht.“ Aus diesen Stilblüten ist am besten ersichtlich, mit welchen Mitteln Herr Rendi arbeitet und von welchem reaktionären Geiste er beseelt ist. r Ein besonders starkes Stück leistet er — als Kultuspräses — sich auch damit, daß er die Kluft zwischen Juden aus Galizien und Ungarn aufzureißen sucht, indem er die zugewanderten Juden aus Galizien beschwört, sich dem Willen der (ungarischen) Mehrheit nicht zu widersetzen. Die Folgen dieser feinen Taktik wird Herr Rendi — selbst ein Zugereister — voraussichtlich bald zu spüren bekommen. Am Schlüsse seines Schreibens beruft sich Herr Rendi auf den Israelitischen Gemeindebund, welcher die nationalen Bestrebungen als unberechtigt und im Widerspruche mit der Auffassung der Mehrheit der westösterreichischen Juden stehend energisch ablehne. An der Tagung des Gemeindebundes hatte als Grazer Vertreter Herr kaiserl. Rat Biller (ehern. Kultuspräses) teilgenommen, welcher sich dort der Resolution der Majorität anschloß.: Am 2?tiM,4Wa9'd e!fif &t?u%;d4s .ißrazejjjültusrates statt, bei welcher Herr Biller über sein Verhalten. bei der Tagungdes Gemeindebundes referierte. Der Obmann - des J. N. V. Herr Julius Grüner, der Mitglied des Kultusrates ist, hat in einer mehr als einstündigen Rede die Legitimation des — vom Kultusrat wie Delegierten -— Herrn Biller, als auch die des Kultusrätes selbst zur Stellungnahme in einer so hochpolitischen Angelegenheit bekämpft, hat sich feierlich dagegen verwahrt, daß Herr Biller ohne Befragung "der gesamten Grazer Judenschaft an einer Kundgebung .gegen die Jüdisch-Nationalen sich beteiligte, und/hat diese Verwahrung zum ewigen Gedächtnis an dieses Verhalten protokollieren lassen. Freilich müßte Herr, Grüner mit dem morä-' liehen Erfolg seines Auftretens — und der war nach, aller Urteil da — sich begnügen. Bei der folgenden Abstimmung wurden drei von Herrn Rendi und seinen Anhängern schon vorberei.tete Resolutionen beschlossen, von denen eine gegen die Bestrebungen der Jüdisch-Nationalen und gegen die Einführung des jüdischen Kafasters (jüdische' WahlkuHe). 'gerichtet-;lsF<Äb- . Stimmungsverhältnis, 17 .dafür,' 2 dagegen), während die zweite das Vorgehen des J. N, V. in .Graz verurteilt und die dritte Herrn Rendi den Dank und die „besondere“ Anerkennung für seine Stellungnahme gegen den J. ,N. V. ausspricht (Ab-, Stimmungsverhältnis bei diesen Resolutionen 16 dafür, 3 dagegen). . ~ In einer am 27. Mai stattgehabten Mitglieder ver sam.m 1 üng . hat der Ausschuß des J. N. V. über seine Tätigkeit, sowie über sein Verhalten gegen die Angriffe des Herrn Rendi berichtet, wobei dem Ausschüsse das volle Vertrauen ausgesprochen wurde. Gleichzeitig hat dieser die, Ermächtigung erhalten, alle Schritte zur Verhinderung der von der Kultusrepräsentanz — als'Schutz gegen das widerspenstige Volk — die einträgliche Rektoratswürde nieder,. um sich im Parlament, der Bekämpfung der damals vorgelegten rückschrittlichen Schulgesetze, ohne Rücksicht nach links und rechts, widmen zu können. ■ . Am 20. Oktober 1873 wurde Sueß mit überwiegender Stimmenmehrheit von den damals nur 'etwa 700 Wählern der Leöpoldstadt ins Abgeordnetenhaus entsendet. Durch mehrmals zwei Jahrzehnte vertrat Sueß diesen Wahlbezirk mit großem Geschick und im wohlverstandenen Interesse seiner Wähler. Als Mitglied des Budgetausschusses wurde Sueß mit der Berichterstattung über ■ das Unterrichtswesen betraut iirid focht in dieser Eigenschaft manch* forensischen Strauß mit den --nie rechnenden'Elementen des Rückschrittes aus. : Neben seiner gewissenhaften und nützlichen parlamentarischen Tätigkeit setzte er üpter. mannigfachen Schwierigkeiten sein Lebeh.swerk: die erste HochqueHen-Wasserleitürig für Wien durch, bemühte sich um die Dönaui;egülierung, rettete .den Kurort Teplifz von. einer Elementarkäta- - Strophe lind gab sonst viele Beweise selbstlosen ' Diensteifers ihn öffentlichen Leben... . . Mit großem Interesse, widmete sich Sueß dem Studium der Verhältnisse seiner j üdisch en Wähler im II. Bezirke, welche ihn 35 Jahre lang ..„durch die Wahl „ in verschiedene .Vertrethngskörpfr geehrt .haben“, Man höre, was der Gelehrte und, Politiker über den Zuwachs der jüdischen’Bevölkerung in,Wien sagt;. „Neben der Islavischen. istlals ein besonderer Zweig, der. .Zuwanderung .die jüdische zu b.emer- .fcen. Sie .standIuiid steht.in eigentümlichen Gegensätze, zu der tschechischen. Während die Tschechen durch ihre Sprache von dem,ansässigen Wiener siclj, scheiden, ist jeder ankommende. JudeIder 'deutschen Sprache mächtig, während dagegen, der /Tscheche „durch, seine Konfession .dem Wiener sifeti ähschließt und oft hier eine Gattin aus., den ,Eingeborenen wählt, .ist der Jude konfessionell ,iuid ehelich getrennt, und während die Tschechen sich ■ zerstreuen und in verschiedenen Vorstädten