Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 12 (1918)
- Issue
- 20 (17.5.1918)
- Date
- 1918-05-17
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 6 Die entscheidende Tat Kants bestand in der Aufdeckung der inneren Methodik, die Mathematik und Physik zur Wissenschaft macht, und' der Anwendung dieser Methodik in der Metaphysik. Als Mittel dazu diente die ..kopernikanische Umdrehung“ und als das 'fruchtbare Ergebnis jener Tat brachte die Vernunftkritik die transzendentale Logik: die Begründung der Metaphysik als Wissenschaft. Aber dieser Logik ging eine Aesthetik voraus: die Lehre von den reinen Anschauungsformen, welche Kant von den reinen Begriffen unterschied. Dem Verstand wurde so die Sinnlichkeit zur Seite gesetzt; das Denken bekam seinen „Gegenstand“, seinen Inhalt—und Anfang außerhalb seiner selbst. Hier lag die Schwäche und der Mangel - der Vernunftkritik. „Aus den Mitteln der Kantschen Terminologie“ war 'dieser Mangel „nicht zu heilen“. Schon Schopenhauer hat diese . Schwierigkeit erkannt. Wie verhält sich nun aber das Denken zur Ordnung der Erscheinungen in Raum und Zeit? Sind die empirischen Gegenstände der Anschauung gegeben oder werden sie erst durch die Tätigkeit des Denkens hervorgebracht? Indem Cohen wieder auf die Kritik zurückgeht, lehnt er es ab, der Logik eine Lehre von der Sinnlichkeit vorausgehen zu lassen. Wir fangen, sagt er, wieder'von vorn an; das will sagen: wir stellen uns auf den Boden der Prinzipien der mathematischen Naturwissenschaft. Sie sollen von neuem als die reinen Erkenntnisse nachgewiesen, im Zusammenhang der Vernunft wieder entdeckt werden. Wir fangen mit dem Denken an, mit der „Logik der reinen Erkenntnis“. v Zwei Momente der Kantschen Terminologie sind es, die hier eine grundsätzliche Umbildung erfahren und an denen sich das Wesentliche der Philosophie Cohens am besten charakterisieren läßt Zuerst der Begriff der „Gegebenheit“. Was bedeutet dieses Wort in der Mathematik?— Die ’ Bedingungen für die Konstruktion der geometrischen Aufgabe heißen gegeben. Euklides sagt: Punkte, Linien und Räume heißen gegeben, wenn sie entweder dargelegt oder gefunden werden. Aber sowohl dargelegt als auch gefunden werden, können sie nur vom Denken — rirum heißen sie gegeben, ln diesem matbemati-chen Sinne ■ allein will Cohen die Gegebenheit au. b in der Erkenntnislehre verstanden wissen. V :.i Denken darf nur dasjenige als gegeben gelten; was es selbst aufzufinden vermag. „Dies muß zum ersten Anliegen des Denkens werden“; den Ursprung alles Inhalts, den es zu erzeugen hat, in sich selbst zu legen. Wenn anders das Denken zu wahrhafter Reinheit im mathematischen Sinne dieses Wortes gelangen soll, so muß seine buchstäbliche Unabhängigkeit von aller Anschauung, Wahrnehmung und Empfindung, kurz von allen Gaben, auf die es für seinen Ursprung angewiesen wäre, festgestellt werden. Das Denken darf keinen Ursprung außerhalb seiner selbst haben, die Logik des wissenschaftlichen Denkens, der reinen Erkenntnis, muß zur Logik des Ursprungs werden. Der zweite Begriff der Vemunftkritik, der mit der Entstehung des Problems des Ursprungs von Grund aus modifiziert werden mußte, ist der der „Synthesis“. In der Logik der reinen Erkenntnis gibt es für diesen Begriff keinen Platz. „Zusammensetzung“ setzt ja die Glieder, die es zu vereinen gilt, bereits voraus. Darf aber dem wissenschaftlichen Denken nichts von außen gegeben werden, so kann auch seine Tätigkeit nicht in Zusammensetzung, sondern muß in Hervorbringung bestehen. An Stelle der Synthesis setzt daher Cohen den Begriff der „Erzeugung“. Das Denken ist nicht nur die Grundlage, sondern vor allem die Grundlegung des Seins. So ist nach Cohen die Parmenidäische Identität und der eigentliche Sinn der Idee bei Plato zu verstehen. Das „wahrhaft Seiende“, das „seiend Seiende“ nennt Plato nur dasjenige Sein, welches vom Denken in der Idee, der f,Hypothesis“, erzeugt wird. Daher darf und kann das Gegebene, der Gegenstand, nicht mehr sein, als was das Denken selbst hervorzubringen vermag. Das ist der Kernsatz des Cohenschen Idealismus: „die Erzeugung selbst ist das Erzeugnis“. Der Satz ist als Forderung zu verstehen; Cohens kritischer Idealismus'macht es der Logik zu ihrer „ersten und letzten Aufgabe“, das Sein in der Erzeugung und als Erzeugnis des Denkens zu entdecken. Alle Realität muß als intensive oder, wie Cohen sagt, als „infinitesimale Realität“ nachgewiesen und begründet werden, wenn anders das Denken nicht um seine Reinheit gebracht werden soll. Das Sein darf nirgends anders sein Prinzip haben, als in der reinen Erkenntnis, und keinen anderen Grund als denjenigen, den ihm das Denken zu geben vermag. - „Das Prinzip muß Grundlegung, der Grund muß Ursprung werden.“ Die Philosophie Hermann Cohens ist die Philosophie des U r s p r u n e s. So wird sie dereinst der Historiker bezeichnen müssen, um das Wesen und den Kern des Cohenschen Systems zu treffen. Das Problem des Ursprungs steht vom Anfang bis zum Ende im Interessenzentrum des Marburger Den- •kers. Wie er dieses Problem gelöst hat. kann an dieser Stelle nicht gezeigt werden: Hier konnte bloß - auf das Wesentliche. Entscheidende der philosophischen Tat Cohens hingewiesen werden. Und dies Entscheidende und Wesentliche besteht nicht darin, wie Cohen die Frage nach dem Ursprung systematisch gelöst, sondern darin, d a ß und w i e er sie aufgestellt hat Man wird über die „Lösung“ vielleicht noch lange streiten,, man wird sie nicht verstehen oder, was schlimmer ist, mißverstehen, wird aber die Frage nicht mehr unbeachtet lassen können. DiöTragestellung, die . JÜDISCHE ZEITUNG Formulierung des Problems des Ursprungs als .Lebensfrage der philosophierenden Vernunft“;— das ist das imbestrittene, bleibende Verdienst Cohens auf dem Gebiete der Philosophie. (II. Teil folgt.) Dr. Nathan Birnbaums religiöser Aufruf Von Dr. E r ns t M ül 1 e r. Die neue Schrift, welche mit ihrem Titel „Gottes Volk",*) nach einer gebräuchlichen Redewendung Ausdruck - „der neuesten Phase“ ihres Autors sein soll und deren mehr programmatischer Teil bereits vor längerer Zeit in hebräischer und jiddischer Sprache**) zugleich veröffentlicht wurde, scheint mir weder eine Rubrizierung, noch eine Besprechung im landläufigen Sinne zu vertragen. Wie immer man sich zu den darin vertretenen Zielen' und' Wegen, ihren Argumenten und Tendenzen stellen mag, sie erhebt ernsten Anspruch darauf, als das gewertet zu werden, was sie auch sein will; Ein Bekenntnis und! ein Aufruf. ManLühlt sich daher gedrängt, sie einerseits in die Subjektivität ihres Autors emzustellea nicht eines persönlichen oder literarischen, sondern eines typischen und vorbildlichen Interesses halber und andererseits ihrer aktuellen und1 mehr als dies, ihrer für die Zeit wirksamen Bedeutung nahezukommen. Der Verfasser' zeichnet in dem Eingangskapitel „Erkenntnis und! Bekenntnis“ einige Züge jener Entwicklung, die ihn zu seiner jetziger, religiösen Grundüberzeugung gebracht haben, und schreibt in diesem Zusammenhänge: „Mit aller Deutlichkeit drängte sich mir schon in verhältnismäßig „früher Zeit“ — in einer Zeit, da ihm „die Religion im allgemeinen“ jeden Wert für Gegenwart und Zukunft verloren zu haben schien — die Erkenntnis auf, daß sich alle Menschheäts-- und Völkerschichten, alle Kulturkraft' und Kulturleistung um .religiöse' Geistesachsen herum ansetzen, kristallisieren, auf bauen. Und voll Bewunderung und Leidenschaft stand ich vor diesen großen geheimnisvollen, geistigen Apparaten, welche nach bestimmten Losungen Mensdibeitswege in alle Richtungen weisen: Was war nun selbstverständlicher, als daß ichdiese Erkenntnis auch auf die jüdische Geschichte anwandte und mir sagte, däß sich die Zukunft des jüdischen Volkes, wenn überhaupt noch zu erhoffen, lediglich von innen heraus, um seine religiöse Geiistesachse aufbauen könne? Nun blieb es allerdings vorerst bei dar bloßen Erkenntnis.“ Wenn man voraussetzen kann, djaß den verschiedenen Richtungen und Phasen des in steten Ejjtwicklungsübergängen Befindlichen solche tieferen Gesichtspunkte als Hintergründe zugehörten, so wird1 man" das Wort von einer Umkehr zur Orthodoxie in diesem Falle schon nicht zu leicht in den Mund zu nehmen wagen. Zweierlei charakterisiert diese Umkehr schon in, der Beleuchtung der subjektiven Entwicklung: das religiöse Erlebnis und eine enge Verbundenheit mit dem jüdischen Volke als Massenerscheinung. Wir können nicht den ScMeier ‘heben von jenem innersten Erlebnis des unmittelbaren Gottesbewußtseins. von dessen Zentralität alles Weitere wohl seinen Ausgang nahm. Charakteristisch ist.es nur in diesem Falle, daß dasselbe irgendwie auf eine innere Offenbarung der. jüdischen Volkspsyche unmittelbar bezogen wird. Birnbaum betrachtet das Jüdische Volk als „das -erste und einzige unter Morgen- und Abendländern, das Gott erkannte, ohne ihn gesucht zu haben.“ „Wir waren mit ihm in die Welt und in die Geschichte emgetreten, um jene durch ihn zu schauen und' diese nach seinem Willen1 zu zimmern.“ Und der alte Bundesgedänke wind für Birnbaum in gewissem Sinne so konkret wie die Existenz des jüdischen Volkes selbst; deren innersten Grund er bildet. Als die einzige großzügig-ächtbare Erscheinung dieses Verhältnisses aber in der Gegenwart betrachtet er die religiöse Form des jüdischen Volkslebens, dort zumal, wo sie ungemischt und1 ungebrochen sich erhalten hat, in dien „großen gläubigen jüdischen Massen des Ostens.“ Wir sehen hier wohl .den vorläufig letzten Punkt' in der Linie einer westjüdischen Entwicklung, weiche ein ganzes Leben hindurch gleichsam ein Werben um die Seele eines kernhaften, national’ angebrochenen Ostjudentums ist: von der Stürmer zeit der „Kadimah“ angefangen über die theoretische Scheidung von West- und Ostjudentum, über die Vertretung der neujüdäschen Kulturbewegung, über jüdische VolkspoEtik, ja selbst über , den „JiddiscMsmus“ bis zu dieser jüngsten Phase; wo die Seele des Ostjudentums zentraler als bisher im Geiste des Afljudentums und diese in einem typischen und einzigartigen Gottesvolkstum, gesucht wird. Sicherlich hat Dr. Birnbaum hier das Maß der Schätzung, nicht des Nationalen, aber des Volkshaften überschritten wie er auch schon in einem der späteren Jahrbuchaufsätze den religiösen .Genius gewissermaßen allzusehr in die Volksmasse als solche verlegt hat Und so mag sich ihm, nüt dieser vielverkannten Volksmasse sich identifizierend, doch die rechte Perspektive verschoben haben für die Werte und Strömungen da draußen in der Welt der „Heiden“ und der „Heädeniüden“, aus dter er selbst gekommen war. Dieser Gegensatz aber gegen die eigene „verlassene Welt“ mag es vielleicht auch erklären, wenn Birnbaum angesichts seiner Forderung einer naitäo- *) Erschienen im Verlage R. Löwit, Wien- Berlin. **) Beide Hefte sind unter dem Titel „Diwrej ha-Olim“ im Jüdischen Buchund1 Kunstverlag Max Hickü, Brünn, erschienen. Nr. 20 nalen Neubesinnung aui religiöser Grundlage die ganze nationale .Bewegung kaum selbst als Voraussetzung oder Grundlage eines neuen religiös orientierten Nationalismus in Betracht zieht, daß er ihre belebenden, erzieherischen und organisierenden Kräfte denn doch zu wenig in Anschlag v bringt.. . Das sollte aber auch uns nicht .dien Blick versohieben gegenüber .der positiven Macht des Ernstes, die auch schon in seinen Negationen sich ausprägt. Ja es lebt darin noch das alte Kadimanerfeuer,- das sich aber jetzt nicht mir gegen.die Verleugnung der jüdischen Nationalität, sondern vor allem gegen die des „Wesensjudentums“ wendtet, auch vor den Nationalisten des Westens und des Ostens*. sofern dieselbe die nationale Form allein zum Inhalte erheben, nicht Halt macht und mit seinem scharfen Abrücken von dem heutigen; in Hochmut, Gewalt und Heuchelei verfallenen Europa den Böden frei machen will, für eine in sich unbeirrte Selbstbesinnung dies Judentums. Sicherlich vergreift er sich auch hier mehrfach, was die Ziele seiner Angriffe betrifft, in dem sein Mißtrauen auch manchem tieferen Ringen gilt, wo die Form ihm zu literareuropäisch, zu gemischt und — last not least — zu schwebend und zu wenig konkret erscheint. Denn es mag woH wie eine Reaktion von ‘ einem Verweilen in den Ewigkeitsdimensionen der jüdischen Volksgeschichte zum Konkreten hin bedeuten, wenn Birnbaum nun gerade in der strengen, bindendien' Macht des Religionsgesetzlichen, deren disziplinierende Wirkungen ihn vor allem gefangen nehmen, sein Volk und dessen Mission verankert und geborgen glaubt, und dies macht ihn auch weitaus milder gegen ungesunde Lebenserscheinungen in den religiös orientierten Volksmassen als gegen die Welt der „HeikÜenjuden“. In seinem direkten Aufruf, freilich „an die Frommen Israels“, muß er die Bequemlichkeit als Hauptschuld dessen feststellen, daß auch hier die religiöse Macht nicht stark genug geblieben ist, um gegen Abfall 'und Verderbnis erfolgreich anzukämpfen. „Ihr jammert über unsere Zeit, daß sie den Abfall mehre. Warum iammert ihr nicht über euch selbst, daß es euch nicht gelang, die Zeit zu überwindten, euch' eiserne Geschlechter aufzustellen, die imstande sind, dem Anprall unreiner Zeiten zu wehren und1 euch reihe Zeiten zu schaffen, in denen eure sieoh gewordenen Geschlechter gesunden können?“ Das religiöse Judentum habe die wunderbare Kraft bewahrt, sich rein-und unvermischt zu erhalten, aber es hat die Forderung „ein Volk von Heilfeenzu sein“ nicht verwirklicht. So herrscht auch in den religiösen Massen in dieser Hinsicht eine „Genügsamkeit und Zufriedenheit, welche dfer gottgewollten, Bestimmung des jüdischen „Volkes und der Kraft, die durch Gottes Gnade in ihm ruht, widlersprechen.“ Hier knüpft ein religiöses Programm an, für - welches Birnbaum einen neuen Namen geschaffen, eine Gruppe zu bilden, anscheinend schon unternommen hat und eine neue Organisation statuiert. Sie nennen sich „Olim“, die Aufsteigenden — in Erinnerung wohl an die „Olej regel“, die Festes- - Pilger von Jerusalem — aber auch die „Aufsteigenden“ zu immer höheren Stufen dter Gottesheiligung,. dem Ziele des Messianismus zu, welches doch etwas'persönlich undl äußerUch gefasst wind. Sehr fruchtbar indessen dünkt mich die Formulierung der aus altjüdischem Geistesgute bervorgeholiten, aber in dieser Form neugeprägten drei Grundformen der „Heiligung“, wofür man, wenn man will, auch „Veredlung“ oder „Vermenschlichung“ sagen mag: der Heiligung der Gotteserkenntnis, des Erbarmens und der gottentliehenen ,;Pracht“ . (eine nicht ganz treffende Uebensetzung des entsprechenden hebräischen- Wortes). Als Haupt- ' bedingimgen der Gotteserkenntnis gelten ihm „Glut“ und „Demut“, jene doppelte GrundStimmung also, welche allem religiösen Leben zugrundeliegen und von,denen er auch eine innigere Pflege im Wesen religiöser Runstförmen zu er- . wariteir scheint Für die Betätigung der erbarmendien Liebe scheint Birnbaum ganz andere Dimensionen zu fordern als sie . die so sehr verringerte und veräußerlichte „Philantropie“ der Gegenwart aufweist. Und schHeßlich sei die Beziehung der dritten Forderung nameutEch auch auf die sexuelle Lebenssphäre “hervorgehoben, welche im Interesse einer innerlich gesundenden Volksentwicklung vor •allem einer Verinnerlichung des Schönheitsmomentes zu bedürfen scheint. Und auf einem anderen Gebiete könnte vielleicht die innerlich empfundene und gehegte. Forderung" altjüdischer Lebensreinheit besser als jene einer bloß äußerlichen Gesellschaftsmode den Frommen von innen aus zu einer Aesthetisierung vernachlässigter äußerer Lebensformen führen. Genauer betrachtet, Hesse sich ein Teil des Programme« der VerwirkUchung auch mit dem Ausdruck „Lebensreform“ bezeichnen; denn diese - Verwirklichung umfaßt auch ein Sfchlosmächen - von dien verderbenden Faktoren des modernen, namentlich des großstädtischen Lebens; es werden auch eigene ländliche Siedlungen überhaupt und.’ eigene Siedlungen im „heiligen Lande“ ins Auge gefaßt. Freilich würde Birnbaum die Bezeichnung „Lebensreform“ wahrscheinlich ablehnen,, weil es ihm wesentlich darauf anzukommen scheint, das Leben, wie ein talmudischer Ausdruck lautet, ganz unter d!as „Joch der Herrschaft des Himmels“ zu bringen. Aus einem großen historischen Respekt vor der disziplinierenden Macht einesreligionsgeseitzlich organisierten Lebens einerseits, einem Mißtrauen andererseits gegen die Freiheit indi- . vidueller Entwicklung angesichts ihrer Gefahren - und ihrer vorläufig innerhalb des Judentums noch nicht ebenbürtigen Resultate, erklärt sich wohl eine Seite des Organisationsvorschlages, welche, unter den gegenwärtigen Verhältnissen durchge-