Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 12 (1918)
- Issue
- 18 (3.5.1918)
- Date
- 1918-05-03
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 18 .mehr, als im ortomaiiisclien Reich die Ueberzeugung durchdringen muß, wie sehr die jüdische Kolonisation selbst in ihrem bisher geringen Umiange zur Hebung der Wohlfahrt Palästinas und seiner autocbthonen Bevölkerung beigetrageh hat. Ebenso allgemein bekannt ist die strikte Loyalität, die von den Juden des ottomanischen Reiches In diesem Kriege bekundet worden ist. Was wir anstreben, ist die Freiheit der Einwander u p g und der Kolonisation Palästinas, das nach den Urteilen aller Fachmänner jioch Millionen neuer Siedler ernähren könnte, und die Garantie für die ungehinderte Entwicklung unseres nationalen Lebens daselbst. Darin ist nichts gelegen, was irgendwie der Macht, welcher Palästina zugehört, schädlich sein könnte, sondern der Zuzug von Intelligenz, Arbeitskraft und Kapital wird dem Lande von ungeheurem Nutzen sein und zur Blüte des ganzen Reiches beitragen. Unsere Ziele sind wahre Kulturziele. Durch unsere Arbeit konzentrieren wir die zerstreuten Kräfte des jüdischen Volkes und schaffen dadurch ideelle und nationale Werte. Wir werden eine friedliche Bevölkerung in Palästina bilden und mit den Einheimischen, deren Lage sich durch unsere Arbeit bedeutend verbessern wird, in Frieden und Freundschaft leben, ln diesem Bewußtsein werden wir niemals aufhören, die Rechte des jüdischen Volkes auf Niederlassung und ungehinderte nationale Entwicklung in Palästina zu proklamieren, bis sie von allen maßgebenden Faktoren anerkannt sein werden. Daß dies heute schon in hohem Maße der Fall ist, läßt uns hoffen, daß wir nicht allzu weit davon entfernt sind, die Vorbedingungen für eine Arbeit großen Stiles zu erlangen. Im Hinblick auf diese Lage gewinnen unsere Tagungen eine erhöhte Bedeutung und sie legen uns eine gesteigerte Verantwortlichkeit auf. Wir sind deshalb glücklich, konstatieren zu können, daß auch innerhalb des jüdischen Volkes eine gewaltige Strömung zum Zionismus eingesetzt hat War unsere Organisation vor dem Krieg nur eine kleine Insel im Meere des Gesamtjudentums, so sind heute überall die Massen zionistisch gesinnt und unsere Idee äst volkstüm-r lieh, wie nie zuvor. Beweis dessen die Ergebnisse der Palästinaplebiscite und die große, die ganze Welt umfassende Kongreßbewegung. Wo diese in Fluß gekommen ist hat die Palästinaforderung sich durchgesetzt, als ein Postulat nicht nur der Zionisten, sondern der gesamten Judenschaft des betreffenden Landes. Auch in Oesterreich ist eine Kongreßbewegung im Zuge. Unsere Konferenz wird sich mit unserer Haltung zu ihr zu beschäftigen haben. Welche Richtung diese Bewegung auch immer annehmen ward, eines ist sicher: wir können erwarten, daß auch hier in Oesterreich die Palästinaforderung unter den Juden keinen Gegner mehr findet. Gerade im Hinblick auf diese günstige Stimmung jedoch beginnt für uns in Oesterreich eine Zeit rastlosester Arbeit. Konkrete Erfolge können wir nur erzielen, wenn die Wirkung unserer Idee sich in organisatorischer Energie ausdrückt. Unsere Landsmannschaft hat von jeher eine besondere Bedeutung innerhalb der zionistischen Weltorganisation gehabt, und gerade im gegenwärtigen - Moment wird diese Bedeutung noch erhöht durch die Besonderheit der Stellung unseres Vaterlandes, das in seinem organischen Aufbau ein eigentümliches Gepräge zeigt und in der Völkergemeinschaft der Welt zu einer besonderen Rolle berufen ist, andererseits aber unter den Verbündeten der Türkei eine hervorragende Stellung einnimmt. Dazu kommt noch die eigentümliche Geschlossenheit und Zukunftsmöglichkeit des österreichischen Judentums, Das österreichische Judentum bedeutet wenig, so lange es uneinig und zerfahren ist; unter der Aegide einer' großen, lebenspendenden Idee zusammengefaßt, wie es die zionistische ist, wird es ein Faktor von beachtenswerter Bedeutung und ein blühender, lebendiger, geisterfüllter Organismus. Dieses Ziel zu erreichen, das österreichische Judentum in immer ausgreifenderem Maße mit unserer Idee zu erfüllen, rufen wir alle unsere Freunde zu vervielfachter Anstrengung und Arbeit, die uns über alle Schwierigkeiten hinweg zum Erfolge führen soll. Wir erwarten, daß von der heutigen Parteikonferenz ein Ansporn zu gesteigerter, von Enthusiasmus erfüllter Tätigkeit ausgehen soll, und daß von hier aus unsere Bewegung in Oesterreich einen neuen Aufschwung nehmen wird. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Hiemit erkläre ich unsere Tagung für eröffnet. * * # Nach der Eröffnungsansprache des Präsidenten wird zur Wahl des Bureaus geschritten. Ins Präsidium werden gewählt: Als Vorsitzender Revisor Taussig, als Vizepräsidenten die Herren Bechert (Teplitz) und Dr. Zweig (Proßnitz), als Schriftführer die Herren Dr. Leschner (Troppau), Dr. Tisch (Wien), Dr. Weltsch, Dr. Tartakower (f. Hebräisch). In den Legitimationsausschuß die Herren Thein (Prag), Schüller (Brünn), Bato (Wien). Sodann erstattet Revisor Taussig den Bericht des Z. K. Unter Berufung auf den jüngst in der Wiener Vertrauensmännerversannnlung er-. statteten, die ganze Tätigkeit des Z. K. seit Kriegsbeginn darstellenden Bericht, der auch in der „Jüdischen Zeitung“ veröffentlicht war, ergänzt er denselben durch die Schilderung der Tätigkeit in den letzten Wochen. Als wichtigster Umstand ist anzuführen, daß eine völlige Neuschöpfung und Ausgestaltung des Wiener Zentralbureaus eingeleitet ist. Es wurde ein Sekretariat begründet ■ und wird nunmehr eine straffe Zentralisierung der gesamten Arbeit geplant. Für die einzelnen Zweige der Arbeit, z. B. Propaganda, innere Vereinsarbeit, Erziehung, Jugendarbeit, > Palästina, Presse usw. werden separate Ressorts mit angeschlossenen -Arbeitskreisen - gebildet. Auf diese Weise soll ein enger Kontakt mit allen Ortsgruppen erzielt werden. Aus letzter Zeit sind zu erwähnen die Reisen des Herrn Dr. Stein in die Alpenländer, des Dr. Abeies nach Brünn, Ing. ~ Ackermann nach Mähr.-Ostrau, Herrn Geller' nach Bielitz. Als unmittelbares Resultat dieser Bemühungen wurden einige neue Ortsgruppen begründet und zwar insbesondere in Krems, Steyr, Salzburg und Innsbruck, ferner organisierte sich eine Gruppe galizischer Zionisten als Sektion II des Wiener Zentralvereins, welcher auch in den einzelnen Vorstadtbezirken Vorarbeiten für die. Begründung von Bezirks vereinen einleitete. Eine Gruppe orthodoxer Juden aus Galizien hat in Wien einen Verein „Jischub Erez Israel“ ins Leben gerufen, der den zionistischen Gedanken in den Kreisen der thoratreuen Juden verbreiten will. Der Verein. strebt seine Anerkennung als Fraktion im Rahmen der Weltorganisation an und hat auch zu unserem Landesverband freundschaftliche Beziehungen angeknüpft. Das Zentralkomitee ist auch mit den Vorbereitungen zur Herausgabe von Propagandamaterial (Flugschriften, Broschüren usw..) beschäftigt. Ein wichtiges Propagandamittel ist die Parteipresse, die in erfreulichem Aufschwung begriffen ist. Eine energische Werbetätigkeit für die Parteipresse ist Pflicht aller Parteigenossen. — Die Schekelagitation wird in nächster Zeit in großem Umfange aufgenommen werden, da bis jetzt große Schwierigkeiten der Aüsgabe der Schekelblocks sich entgegenstellten. Der vor zwei Wochen in Lemberg tagenden galizischen Parteikonferenz hat die \Vestösterreichische Parteileitung den Wunsch nach einer baldigen Vereinigung aller Glieder, der österreichischen Partei ausgesprochen. Als gemeinsames Organ der drei Landesverbände besteht gegenwärtig das Exekutivkomitee. In der vorigen Woche weilte das Mitglied des E. A. C. Herr Dr. Hantke in Wien und hatte Gelegenheit, alle einschlägigen Fragen in ausführlicher Beratung tmit dem E. K. und Z. K. zu besprechen. Zur Wahrung jüdischer Rechte hat das Z. K. wiederholt bei den Behörden interveniert. Erwähnt wird im Bericht neben anderen Fällen insbesondere die Intervention beim Minister des Innern aus Anlaß der letzten Krakauer Vorfälle. Vor einiger Zeit hat unsere Vertretung der Re- _ gierung auch eine Denkschrift über unser Programm vorgelegt und mit den Ministern ausführlich erörtert. Aus den Ziffern des Berichtes sei erwähnt, daß das ärztliche Ambulatorium bis zum heutigen Tage 122.375 kranke Volksgenossen unentgeltlich behandelt hat. Das Palästina-Hilfswerk hat einen Gesamtertrag von K 135.430.04 zu verzeichnen. Zum Schlüsse richtet der Präsident an alle Gesinnungsgenossen einen warmen Appell, der Leitung die Mittel für eine großzügige Arbeit zur Verfügung zu stellen. Dazu ist in erster Linie ein entsprechender Kriegsbeitrag erforderlich. Jeder aktive Gesinnungsgenosse muß diese Notwendigkeit einsehen und dem Z. K. einen größeren Monatsbeitrag oder zumindest einen Jahresbeitrag von mindestens K 50.—, womöglich aber mehr, leisten. Die Schaffung der materiellen Voraussetzungen ist die Grundbedingung für die geplante Erweiterung der' Agenden und für eine umfangreiche, fruchtbare Arbeit Herr Dr. Leschner (Troppau) berichtet namens des mährisch-scblesischen D. K. über die Tätigkeit in diesem D'sirikt. Das D. K. mußte nach Bielitz verlegt werden, was aus geographischen Gründen ungünstig war. Auf Initiative des D. K. wird jetzt eine Reorganisation einzelner Ortsgruppen durctigeführt. Sehr bedeutende Erfolge wurden in Mähr.-Ostrau und auch in Bielitz erzielt In anderen Städten beginnt gleichfalls hoffnungsvolles Leben. Unsere Arbeit ist jetzt sehr erleichtert weil die Stimmung für uns .sehr günstig ist Jeder sieht heute ein, daß der Zionismus keine Utopie ist Einen erfreulichen Aufschwung hat die Jugendbewegung genommen, insbesondere die Blau-Weiß-Bewegung, die eine wertvolle Belebung der zionistischen Ortsgruppen zur Folge hatte. Die Arbeit der letzten Wochen berechtigt zu der Hoffnung, daß der Distrikt sich reorganisieren und Bedeutenderes leisten wird als bisher. Dr. Singer (Prag) berichtet über die Arbeit Im böhmischen Distrikt als Obmann des Distriktskomitees. Auch hier wurde eine rege Tätigkeit entfaltet. In verschiedenen Orten wurden Vorträge und Versammlungen abgehalten, Mitglieder des D. K. bereisten wiederholt den Distrikt Von neuen Vereinen ist der Mädchenverein in Teplitz zu erwähnen. Vor 14 Tagen hat in Prag eine stark besuchte böhmische Vertrauensmännertagung stattgefunden; in deren Auftrag protestiert Redner gegen die Einberufung einer Parteikonferenz, da der böhmische Distrikt einen ordentlichen Parteitag gefordert hat. In der anschließenden Debatte wird die Tätigkeit des Z. K., der einzelnen Distriktskomitees und auch einzelner Ortsgruppen einer Kritik unterzogen. Von vielen Rednern wird be- . dauert, daß der Kontakt der Leitung mit den Vereinen nicht inniger gewesen ist; dagegen wird anerkannt, daß das Z. K. mit den geringen Mitteln und dem kleinen Apparat Bedeutendes geleistet hat. Es sprechen die Herren Dr. Glanz (Wiener zionistische Vereinigung), Dr. Lederer (Wien), Dr: Altbach (Mähr.-Ostrau), Dr. Weiner (Wien), Dr. Tartakower (Wien, Sektion II), Schüller (Brünn). Dr. Rosenberg (Graz), Dr. Rufeisen (Mähr.-Ostrau). Hierauf wird die Debatte, unterbrochen und für den nächsten Tag beschlossen, die Sitzung mit dem Referat Strickers über die politische Arbeit zu beginnen. Dementsprechend erstattet Staatsbahnrat Ing. Stricker zu Beginn der Sonntagssitzung das Referat über die innerpolitische Arbeit des Z. K. Trotz der Stagnation im politischen Leben zu Kriegsbeginn mußte das Z. K. -döch gewissen politischen Fragen seine Aufmerksamkeit zuwenden, da sich zeigte, daß auch scheinbar unpolitische Aktionen, wie Flüchtlingsfürsorge etc. bei uns ein Politikum sind. Als dann alle Völker ihre Forderungen anmeldeten, durften auch wir nicht stumm bleiben. In ausführlichen und grundlegenden Darlegungen zeichnet Redner die unerläßlichen Richtlinien für; eine jüdische Politik und deren-besonderen Charakter innerhalb des österreichischen Staates. Da bei uns alles nach Nationen geordnet ist und in Hinkunft diese Selbständigkeit der Nationen sicherlich noch Erweiterung erfahren, dürne, können wir für die Juden politisch nur auf nationaler Basis etwas erreichen. Dies gilt nicht nur in nationalen, kulturellen und ähnlichen Angelegenheiten, sondern auch bezüglich der faktischen Durchsetzung der uns gesetzlich ja bereits gewährten Gleichberechtigung, denn hiezu bedarf es der Kontrolle der Behörden und Verwaltungsorgane und eine solche kontrollberechtigte Vertretung kann den Juden nur als Volk gewährleistet werden. Wir dürfen auch nicht von den wechselnden Beamten abhängen, sondern unser Recht muß in der Verfassung verbürgt sein. Dabei sind wir uns dessen bewußt, daß wir nicht ein Volk wie alle anderen österreichischen Völker sind und daß wir daher auch andere der Eigenart unserer nationalen und sozialen Struktur angepaßte Forderungen stellen müssen. Diese Einsichten und Resultate jahrelanger Erfahrung sind für uns von so fundamentaler Bedeutung, daß wir davon nicht abgehen können, um anderen jüdischen Gruppen Konzessionen zu machen. Vielmehr sind wir überzeugt, daß diese Wahrheit sich auch bei ihnen durchsetzen muß und werden unter dieser Voraussetzung gerne Gelegenheit nehmen, mit anderen Juden auch in politischen Fragen zusammenzuarbeiten. Das Volk hat auch durch die Ereignisse der letzten Zeit gelernt und ist unserer Argumentation zugänglich Wir sind überzeugt, daß es gelingen wird, eine große Bewegung zugunsten unserer politischen Forderungen zu entfachen. Am Schlüsse seines fast zweistündigen Referates stellt Redner im Einvernehmen mit den Vertretern des böhmischen Distrikts namens der Leitung den Antrag auf Annahme einer vorgeschlagenen politischen Formel, welche zunächst als Basis für die Verhandlung mit dem galizischen und Bukowinaer Landesverband zu dienen hat. Di.e anschließende Debatte wird von Dr. Singer (D. K. Prag) eröffnet. Es beteiligen sich an ihr eine sehr große Zahl von Rednern. Insbesondere die Herren Dr. Altbach (Mähr.-Ostrau), Dr. Rufeisen (Mähr.-Ostrau), Dr. Tisch (Wien), Dr. Jakob Kohn (Wien), Süßkind (Wien), Adler (Prag), Dr. Steiner (Wien), Dr. Schiffmann (Wien), Dr. Zweig (Proßnitz), Dr. Nichtberger (Oderfurt), Dr. Gütig (Prag). Hierauf ergreift das Wort Herr Adolf Böhm (Wien), um in längeren Ausführungen seinen von dem Referenten in mehreren Punkten abweichenden Standpunkt zu präzisieren. Er verweist insbesondere auf die Schwierigkeit der politischen Konstruktionen, die nicht nur in unserem Lager, sondern überhaupt in der österreichischen Politik noch ziemlich ungeklärt sind. Redner erörtert die Frage der nationalen Autonomie und prüft die nationalen Forderungen, die wir unter Berücksichtigung unserer nationalen und politischen Reife stellen können. Er betont auch die überragende Bedeutung des Palästinaprogrammes, demgegenüber alle Fragen der inneren Politik sekundärer Natur sind. Hierauf sprechen noch u. a. Dr. Tartakower (Wien, Sektion II), - Dr. Singer (Prag), Koretz (Hatechijah Wien, hebräisch), Dr. Plaschkesj Dr. Weiner, Dr. Baron, Langer, Sitzmann, Dr. Glanz (sämtlich Wien), Dr. Rosenberg (Graz), Dr. Leschner (Troppau), Dr. Weltsch, Dr. Tisch (Wien). Nach dem Schlußwort des Referenten wird der Antrag Stricker-Dr. Singer mit allen gegen 1 Stimme angenommen und ein Zusatzantrag Dr. Rufeisen mit 29:21 Stimmen abgelehnt. Es gelangen noch zwei Resolutionen der Hatechijah auf Einrichtung*^ines hebräischen Sekretariates und einer eigenen Abteilung für hebräische Sprache und Kultur im Zentralbureau zur Annahme. In vorgerückter Stunde kommt der Vorsitzende Rev. Taussig noch auf die Debatte vom gestrigen Abend zurück und gibt in kurzen Worten einige geforderte Aufklärungen. Herr Torczyner beantragt Vertrauensvotum für das Z. K. und besonderen Dank an den Vorsitzenden Rev. Taussig für die vorbildliche hingebungsvolle Führung der Partei und die objektive Leitung der Konferenz, was mit lebhaftem Beifall angenommen wird. Hierauf schließt der Vorsitzende die Sitzung. Die Delegierten verlassen die Konferenz mit dem Eindruck, daß für unsere Bewegung eine Zeit intensivster Arbeit anbricht und mit dem Empfinden, daß in den zum Teil äußerst leidenschaftlich geführten Diskussionen der Konferenz die Kraft und Stimmung des zionistischen Gedankens konzentriert zum Ausdruck kam. Jeder hat das Bewußtsein, daß es nur an der Arbeit der einzelnen Ortsgruppen, an der Arbeit jedes einzelnen Gesinnungsgenossen liegt und daß es des Einsatzes aller Kräfte bedarf, um gerade im gegenwärtigen Moment den wichtigen und entscheidenden Aufgaben gewachsen z_u sein.