Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 12 (1918)
- Issue
- 12 (22.3.1918)
- Date
- 1918-03-22
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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cjeite 2 Für das Recht der rumänischen Juden Schritte des Aktionskomitees. Die Aussicht auf das Zustandekommen eines Friedensvertrages zwischen den Zentralmächten und Rumänien hat in der stanzen Welt die Frage aktuell gemacht, ob bei dieser Gelegenheit endlich der Forderung nach völliger Durchführung der Gleichberechtigung der rumänischen Juden Genüge getan werden wird. In Erfüllung seiner Pflicht als Vertretung gesamtjüdischer Interessen liatte das Aktionskomitee der Zionistischen Organisation sich darüber vergewissert, welche Haltung zunächst die kaiserlich Deutsche Regierung in dieser Frage einzunehmen gedenkt und die Auskunft erhalten, daß von ihrer Seite aus auf die Beseitigung des den Berliner Vertrag verletzenden Unrechtes hingewirkt werden würde. Mit Rücksicht auf die Veröffentlichungen über den Inhalt des Präliminarabkommens hat sodann das Aktionskomitee der Zionistischen Organisation noclimals die Wünsche, die den vom Gesamtjudentum ün Interesse der rumänischen Juden-erhobenen Forderungen entsprechen, zur Kenntnis der Deutschen Regierung gebracht Der Vorsitzende des Aktionskomitees. Professor War-- bürg, wurde in dieser Angelegenheit von dem Unterstaatssekretär v. d. Busche empfangen. Ferner wurden dem Auswärtigen Amt eine Denkschrift überreicht welche die Rechtslage und die sich daraus ergebenden Konsequenzen genau umschreibt und für die Beseitigung des in der Verletzung des Artikels 44 des Berliner Vertrages liegenden Unrechts konkrete Vorschläge macht. Gleichzeitig wurde auf die Notwendigkeit liingewiesen, den Juden Rumäniens auch das Recht zu gewährleisten, entsprechend ihren eigenen Wünschen, ähre religiöse, kulturelle und nationale Eigenart zu pflegen und die Idefür notwendigen Formen zu schaffen. Der . Reichskanzler, Graf v. Hertling und der Vizekanzler v. Payer wurden durch ausführliche Telegramme .über die vom Aktionskomitee der Zionistischen Organisation unterbreiteten Wünsche in Kenntnis gesetzt und über die Einzelheiten durch Denkschriften unterrichtet Gleichzeitig wandte sich das Aktionskomitee der Zionistischen -Organisation, telegraphisch an den Vorsitzenden des Hauptausschnsses und brachte seine Forderung zur Kenntnis des Hauptausschusses. Im Zusammenhang damit' fanden Besprechungen mit maßgebenden Persönlichkeiten der führenden parlamentarischen Gruppen statt Da' es nur des tatkrätigen Eintretens der Zentralmächte bedarf, um die einheitlichen Wünsche des gesamten, jüdischen Volkes in der rumänischen J udenfrage zu erfüllen, darf man hoffen, daß es diesmal gelingen wird, durch entsprechende gesetzliche Bestimmungen dem seit Jahren--den rumänischen Juden in Umgehung des Berliner Vertrages zugefügten Unrecht ein Ende zu bereifen. Der Zionismus und die Zentralmächte Aus einem Vortrag von Prof. Carl Bällod. (Schluß.*) In Betracht kommen die Ausgaben für 34 Million Kälber, die mit .234 Jahren Milchkühe werden, und etwa 1. Million Lämmer, mit etwa rund 40 Mill. Mark. Die Sämereien erfordern etwa 30 Mill. Mark, das Betriebskapital für Kunstdünger und Unterhalt bis zur ersten Ernte 100 4- 80 180 Mill. Mark, die Ausgaben für Bauten und Inventar etwa 120 Mill. Mark, für die elektrischen Pflüge und sonstigen Maschinen sowie die Leitungen 120 Mill. Mark, insgesamt mit den 400 Mill. Mark für die künstliche Bewässerung 890 Mill. Mark, bezw. rund 900 Mill. Mark, oder sagen wir selbst eine volle. Milliarde Mark. Nehmen wir nun an, daß die Auslagen für den Ankauf von Grund und Boden volle 500 Mill. Mark betragen, um .ja nicht Anlaß zu Klagen bei den arabischen Großgrundbesitzern und den Fellah's zu geben, so kommen wir einschließlich der Unkosten für die Garten- und Hausanlagen, die allein bei 1.2 Millionen Haushalten zu je 2500 Mark zusammen 3 Milliarden Mark betragen, auf 3000 + 1000 (Großbetrieb) 4- 500 (Grunderwerb) 4500 Millionen Mark. Dazu kämen noch einige Hundert Millionen für Eisenbahnen. Hafenbauten, öffentliche Gebäude usw. Es kommt so allerdings bei einem solchen zionistischen Maximalprogramm eine Summe von fast 4.8 bis 5 Milliarden Mark heraus, ein Betrag, den aufzuwenden und aufzubringen man. vor dem Kriege als hirnverbrannte Utopie angesehen hätte. Allein, wir sind im Kriege gewohnt, mit Milliarden zu rechnen, und zudem kommt in Betracht daß die Werte in ganzen Volkswirtschaften zurzeit sowieso 5000 und mehr Mark auf den Kopf ausmachen.-so daß ein Betrag von 800 Mark auf den Kopf uns keineswegs erschrecken kann. Woher aber diese gewaltigen Summen 'nehmen, wie sie aufbringen? Es ist klar, daß sie nicht gut als Genossenschaftsanteile aufzubringen sein werden. 4000 Mark pro Familie können die armen jüdischen Massen nicht aufbringen, vielleicht nicht einmal den vierten Teil. Es wird nichts übrig bleiben, als sie zu höchstens 34 bis ‘/» in der Form von Genossenschaftsanteilen. zu mindestens V* bis */s in der Form von Anleihen mit Gesamtgarantie der Ansiedler zu erlangen suchen. Doch ist zu be- merken, daß die ärmeren Ansiedler ja sich einen Teil der Auslagen durch Arbeit beim Anlegen der . *) Siehe Nr. 11 der „Jüd. Ztg.“ JÜDISCHE ZEITUNG Gärten usw. selbst verdienen: es kommt auch in Betracht, daß die meisten Auswanderer doch nicht ganz arm sind, sondern sehr oftein Häuschen, einen- Laden, eine Handwerkstatt besitzen, durch deren Verkauf .sie immerhin eine gewisse Summe erlösen können. Es ist nun zu beachten, daß eine Familie im Durchscluiitt mit _ etwa 4000 Mark Schulden belastet wäre oder, falls ihr Genossenschaftsanteil 1000 Mark beträgt. 3000 Mark Schulden zu verzinsen - und. dafür, zu 5 Prozent gerechnet. 150 Mark an Zinsen aufzubringen hätte: dazu vielleicht noch 50 Mark an Steuern. Diesen Betrag müßte siel nachdem für ihres Lebens Notdurft gesorgt ist, entweder , aus ihrem Garten aüfbringen oder sich durchindustrielle und andere Arbeit verdienen. Das. dürfte durchaus nicht allzu schwer fallen! . i.: Die Frage, ob neben dem Maximalnicht ein Minimalprogramm vorgesehen werden könnte, läßt sich dahin beantwortend" daß meines Erachtens. schon bei einer Kolonistenzahl von 4000 Familien — 20.000 Köpfen — einschöncs Kulturideal durchgeführt werden könnte mit einem Gesamtaufwande von bloß 16 MilL Mark.' davon 3 bis 4 Mill. Mark Genossenschaftsanteilen.;, Als erste Ansiedlung für eine derartige Acker-Gärtenstadt käme z. B. die Tiefebene nördlich von,. Haifa oder die Jesreclebe'ne in Betracht, und zwar müßten die Großbetriebe in der Tiefe' angelegt werden, die Gartenstadt auf den", umliegenden Hügeln. z. B. dein Karmel selbst Bei voller Ausnutzung der Haifa- und Jesreelebene ließe'/.sich schon eine Bevölkerung von .300.000 bis 400.000 unterbringen. allerdings mit einem Gesamtaufwande von 34 Milliarde Mark, davon 60 Mill.. Mark Genossenschaftgeldern. Der Sinn und die.Aufgabe der acker-gartenstädtischen Anlage ist, daß Produzent und Konsument sich die Hand reichen, bezw. die Produktion des wesentlichen'- Leberismittelbedarfes. der Lebensnotdurft, in der Hand derselben Genossen vereinigt ist. die die Konsumentenschaft bilden. Es kann ja auch die Erteilung alsdann mit einem' Minimum an Kostenaufwand, zum Teil ehrenamtlich besorgt werden, ' .'wenngleich es natürlich "■ Bäckereien. Mühlen. Fleischereien geben muß. die aber ebenfalls im Besitz der Genossenschaft - sein können.-Ich habe diese''Gedankengänge eingehender in einer demnächst-erscheinenden Broschüre über das Ackerstadtproblem darzulegen versucht. Um auf die eingangs gestellte Frage nach dem Verhältnis der Zentralmächte zum Zionismus zu"r-ückzu k onun cn. so ist es zunächst klar und unterliegt keiner Diskussion. daß es im .Interesse Deutschlands und Oesterreichs. liegt, wejnn sich größere jüdische Massen. in der Türkei; finsiedeln. Diese würden dort beim Aufbau - nach den Zerstörungen des Krieges das wichtigste -.Kulturelement vorstellen. Die Türkei ist ja in vielen.Gegenden von Menschen sozusagen leer gemordet und1 große Massen moslemitischer Einwanderer als. Ersatz des Ausfalles sind kaum. von. irgendwo .zu erwarten. -So blfibt für die Türkei eine sehr langsame Erholung nach dem furchtbaren "Aderlaß„des Krieges anzunehmen, sofern nicht andere Kultürelemente ein wandern, die politisch und wirtschaftlich eine Stärkung herbeiführen. Diese Stärkung zu befördern liegt im eigensten Interesse Deutschlands und Oesterreichs. nicht nur, weil sie der Türkei im Kriege gewaltige Beträge, bis.-jetzt bereits 6 bis 8 Milliarden Mark geliehen. haben, welche Summe sich unmöglich verzinsen kann, wenn die aus allen Teilen blutende .Türkei,.in der alten Stagnation, bei der alten Wirtschaftsweise verharrt, sei es auch in Jahrzehnten, nachdem die Bevölkerung' wieder gewachsen ist. V. keine bedeutsame wirtschaftliche Hebung zu erwarten wäre. Noch wichtiger ist es für die ganze zukünftige Politik, eine nicht nur politisch-militärtsch. sondern auch wirtschaftlich erstarkende Türkei zürn Bundesgenossen zu haben, ohne wirtschaftliche Stärkung ist auf die Dauer keine politisch-militärische denkbar. Wenn nun auch Huren den Zionismus zunächst nur.eine teilweise wirtschaftliche Stärkung der Türkei; die Stärkung -der Volkswirtschaft Palästinas erfolgen würde, so würde doch schon diese Stärkung eine Sanierung der türkischen Finanzen durch Zunahme der Steuereingänge einleiten und das gute Beispiel würde nicht nur an sich anregend wirken, sondern man hätte in dem Ucberscbuß an intelligenten Kräften, die durch eine starke jüdische-Einwanderung nach der Türkei gekommen wären, eine Menge Kulturpioniere für den wirtschaftlichen Neubau bei der türkischen Bevölkerungin den anderen türkischen Landesteilen selbst Der Umstand, daß die für die Auswanderung nach-der Türkei in Betracht kommenden Ostjuden deutsch (gemeint ist Jidisch. Die Red.) sprechen, würde Deutschland und Oesterreich zum großen Vorteil gereichen, denn daraus würde sich sowohl für Palästina als auch für: die ganze Türkei der ganze Warenaustausch und die gesamten wirtschaftlichen Beziehungen nach Deutschland und Oesterreich-Ungarn gelenkt werden, damit den Zentralmächten ein Ersatz für etwa entgehende überseeische Handelsbeziehungen geboten werden. Wird die Türkei wirtschaftlich . entwickelt, würden ihre Herrschgebiete auf die alte Kulturhöhe gebrächt, so stellen sie für die Zentralmächte bei etwaigen künftigen kriegerischen Verwicklungen eine äußerst wertvolle Hilfe vor, die eine gewisse wirtschaftliche ..Autokratie" bei einer neuen „Einkreisung" gewährleisten könnte. Die. Hauptschwierigkeit für eine großzügige jüdische Ansiedlung in Palästina liegt bei den Türken selbst — es'sind national-religiöse Bedenken, die den Türken eine Stärkung nichtislamitischer und nichttürkischer Elemente bedenklich erscheinen läßt. -Vor die Wahl gestellt, eine Vorherrschaft der Araber außerhalb Kleinasiens in Syrien - und Mesopotamien zu dulden oder eine Nr. 12 ' starke, der Natur der Sache nach auf ein 2Susammengehen mit der türkischen Regierung- •angewiesene jüdische Einwandererschaft zu dulden, werden sich die Türken doch wohl für das letztere entscheiden. Die .Voraussetzung für eine ersprießliche Kolonisation ist. daß das ganz unglaubliche irrationelle türkische Steuersystem von Grund auf reformiert daß vor allem der Zehnt (richtiger der Achte) durch eine rationelle Grundsteuer ersetzt wird, bei der das Interesse des Produzenten" aii einer Steigerung der Erntcerträgc.'nicht, wie beim Achten, ertötet, sondern geweckt wird, weil bei höheren Erträgen auf die produzierte Einheit ein geringerer Steuerbetrug entfällt. Nun liegt es wiederum im Interesse Deutschlands und Oesterreich- Ungarns, daß die Türkei durch eine rationelle Steuerreform zur wirtschaftlichen Blüte gebracht wird. Und da cs uns ja gelungen ist. eine wirkliche Universität in Konstantinopel zu begründen, so ist zu hoffen, daß es uns auch gelingen wird, die Türken aus dir cm orientalischen Kef -zu einer vernünftigen Steuerreform zu bringen, sie zu überzeugen. daß eine Stärkung ihrer wirtschaftlichen Kraft zugleich eine Festigung der militärische» Macht bedeutet. Bei einer wirtschaftlichen Stärkung der Türkei würden eben alle Beteiligten gewinnen: es gibt für die Türkeibei ihrer dSfomen Bevölkerung nur eine Wahl: wirtschaftlicher Fortschritt. Entfaltung der produktiven Kraft oder Untergang! Zum Scliluß die Frage, ob denn bei einer ganz großzügigen Kolonisation, bei einer Durchführung des MaximaJprogramms. der Inanspruchnahme ganz Palästinas für die jüdische Kolonisation das bloße Wohlwollen der türkischen Regierung gegenüber der jüdischen Einwanderung genügt. Das muß allerdings bezweifelt werden; Bei einer Massensiedlung genügt nämlich nicht der freihändige Ankauf von Land aus der Hand arabischer Großgrundbesitzer; um also nicht die Preise für das Land auf eine märchenhafte Höhe steigen zu. lassen,, müßte einer jüdischen Chartered- Compagnie das Recht auf Enteignung zu einem angemessenen. Preise verliehen werden. Es könnte dabei recht gut ein Preis zugcbilligt. werden, der die Vorkriegspreisc um ein Drittel übersteigt Am wenigsten Schwierigkeiten hätte man mit den arabischen Fcllahs. Diese sind fast bis auf einen geringen .Rest von vielleicht-10 bis 15 Prozent durch die arabischen (irnndstückwucherer schon enteignet und würden recht gerne Palästina verlassen. wenn ihnen anderwärts, z. B. in Nordsyrien oder in Babylonien bei dessen Wiederbelebung durch großzügige Kulturarbeiten bessere Bedingungen geboten werden. Auch würden" sie bei den Vorarbeiten, den Kulturarbeiten für die jüdische Siedlung in Palästina selbst sehr gut verdienen und sich Ersparnisse zurücklegen, die ihnen die spätere Siedhing in Babylonien sehr erleichtern würde. Von größerem Belang wäre es natürlich für eine großzügige jüdische Siedlung, wenn die türkische Regierung einer zu gründenden Ghartered-Compagnie die volle Autonomie verleihen würde, auch die Steuererhebung durch eigene Organe und Abführung der Ueberschüsse an die türkische Staatskasse, besser noch eine jährliche Pauschalsumme. Die Juden würden doch auch bei voller Autonomie stets das Interesse haben, bei der Türkei zu.bleiben, schon weil im Laufe der Zeit die anwaclisende Bevölkerung Palästinas auf industriellen Absatz oder Auswanderung jn die benachbarten, noch nicht zum Leben erweckten Gebiete der Türkei angewiesen wäre. Wenn daher die Engländer, wenn die Entente den Juden die volle Selbständigkeit in Palästina verspricht, so ist diese volle Selbständigkeit wirtschaftlich für sie von geringerem Wert als die Anlehnung an die Türkei. . Das aber muß noch zum Schluß gesagt werden: Sowohl bei der Durchführung des Maxrmalprogramms. der Gewinnung ganz Palästinas für die jüdische Siedlung, als eines Teilprogramms.-sozusagen einer „Polis"-Gründung. muß mit - der denkbarsten Vorsicht und Umsicht vorgegangen werden. Es genügt da nicht das brennende Verlangen, der Wunsch nach einem 'neuen Leben im verheißenen Lande der Väter, sondern es müssen bei der Organisierung und Einrichtung, um mit Plato zu reden, die Philosophen herrschen, das heißt, ins Moderne übertragen, es müssen, die tüchtigsten Fachmänner nicht nur gehört, sondern aucli zur Leitung berufen werden. Die jüdische Intelligenz, die Akademiker sind es, die sich die Führung nicht entwinden lassen dürfen. Es fehlt ja nicht an jüdischer Intelligenz, es kommt darauf an, daß sie bei der Siedlung ,in genügendem Maße als Beamte, als Leiter der Großbetriebe, der einzelnen Gartenstädte.- als Aerzte Naturwissenschaftler. Lehrer usw. beteiligt werden. Es darf nicht eintreten. daß ein mit dem Banausentum sieii einigender Bolschewismus die Führung .bekommt, dieser kann.nicht aufbauen, sondern nur zerstören, führt Ln der Tat die Devise aus: „Verachte nur Vernunft und Wissenschaft“. Die Aufgabe ist: nach vorangegangener gründlicher Analyse (die natürlich weit eingehender durchgeführt werden -muß als diese flüchtige Skizze zu bieten vermag) die wissenschaftliche Synthese, den "großzügigen Aufbau, zu dem die Tüchtigsten. Edelsten und Besten gerade gut genug sind, zu versuchen! Die neue jüdische Siedlung in Palästina muß. wenn sie Bestand haben, wenn sie die in großzügiger Weise inaugurierte ethische Wiedergeburt zu Ende führen soll, eine Gesellschaft freier Genossen, nicht eine solche von Herren und Knechten sein. Niciit das Hammer-Amboß-Priuzip. das so unendliches Unglück über die.Kulturmenschheit gebracht/ darf herrschen, sondern die Idee des Ausgleiches, der Verständigung, des ewigen Friedens. Und wenn das Utopien sind, wenn Zionismus und ewiger Friede Utopien sein sollten, so sind es doch schöne Utopien. Wenn ich mich als Verlanget regelmäßig unser Blatt in den Kaffeehäusern!