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Jüdische Zeitung · 1918-03-15 · 11 (15.3.1918) · p. Seite 1

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
12 (1918)
Issue
11 (15.3.1918)
Date
1918-03-15
Page
Seite 1 (sequence 2)
Language
German
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«beite 2 JÜDISCHE ZBTUffjQ" Nr. U delbatmi, der Feigenbaum gedeihen von altersher ohne künstlidie Bewässerung auch auf dem Gehirge Juda. M. E. kann man für Palästina im Minimum ansetzen: 300.000 ha fruchtbare Ebene, die mit Hilfe künstlicher Bewässerung zu doppelten Jahresernten zu bringen sind, 600.000 ha diene oder sanft geneigte, für den Ackerbau durchaus geeignete Flächen für eine Jahresende @LVon 400.009 ha in Hauran), mindestens 1,000.000 , 1,200.000 ha mit der Nari-Kruste bedecktes Hfigsl- und Bergland, so daß nur vielleicht 500.000—700.000 (20— 25 Prozent) eigentlich unfruchtbares, weil ,zu steiles und steiniges *Geblrgsländ oder Sandböden übrig bleiben würden. V?as ist nun aus dieser Fläche zu machen, welöhe Menschenmenge kann sie ernähren?, Ich nehme von vorheherein an, daß die Kolonisation Palästinas nur soweit einen Sinn hat, als. sie die Ernährung der dort anzusiedelnden Bevölkerung sicberstellt Der Weltkrieg hat uns ja, sehr zu unserem Leidwesen, darüber belehrt, wie trügerisch alle auf den „weltwirtschaftlichen“ Beziehungen, dem internationalen Handelsaustausch gegründeten Theorien sind, wie nur diejenigen Bevölkerungen in Sicherheit leben konnten, die ihren Nahrungsbedarf aus der heimischen Scholle bezogen, . Innerhalb dieser Bevölkerungen wieder diejenigen Bevölkerungsschichten, die deu Zusammenhang mit der .Urproduktion nicht verloren hatten. Das bedeutet nun nicht, daß man, um ganz sicher zu gehen,' darauf Bedacht nehmen maß, ein .Getreidebezw. JfahrunEsmittelexportstaatzu werden, wie. das mitunter auch bei der Frage der Kolonisation Palästinas in Aussicht genommen wird, nämlich von denjenigen Autoren, denen als das zu erstrebende Ziel eine mitteltmd kleinbäuerliche Wirtschaft mit. erheblicher Ueberschußproduktion für den Verkauf vprschwebL So in der Arbeit von Jakob Oetting e r „Methoden und Kapitalbedarf jüdischer Kolonisation in Palästina“, an der auszusetzen ist: .daß er 1. einen für jeden Beteiligten viel zu . hohen Betrag festsetzt, ein viel zu hohes Gesämtkapital verlangt, 2. daß er das Problem der Unterbringung großer Massen,. der nach Zion ausschauenden Juden hiebt löst, well eben nur 3* Million Köpfe auf diese Art angesetzt werden können, während vielleicht die zehnfache Anzahl mit Freuden nach Palästina ziehen würde, sofern mir die Existenzmöglichkeit daselbst geboten würde. Den ärmeren Juden, und das ‘ist doch die weitaus überwiegende Masse, dürfte es zudem keine - besondere Freude beredten, auch im Heiligen Lande nur als Arbeiter .unterkömnfen zu können. Da gilt denn doch wohl als ethisches Grundprinzip, daß eine Scheidung zwischen Herr und Knecht ,1m neuen Heim der Juden im gelobten Lande der Väter nicht bestehen darf. Es sind das eben Reminiszenzen aii .amerikanische, australische and argentinische Verhältnisse, wo aber . der Unterschied bestand, daß ganz große Landgebiete, ganze Kontinente der europäischen Besiedlung offen ständen, dabei dann der'anfänglich'mittellose Einwanderer, durch Fleiß und Sparsamkeit sich allmählich so viel erwerben konnte, daß er später selbst in die Klasse der selbständigen Landwirte* der Farmer anfsteigen konnte. Dies ist aber bei den beschränkten Verhältnissen Palästinas nicht gut denkbar, wenn bereits fast alles verfügbare Land im vorhinein von den 6000 Frcs.- Einwanderem vorweggeriommen ist Ich glaube daher, daß das Problem des Zionismus darin besteht festzustellen, ob doch nicht ganz große Volksmassen in Palästina unterzubringen zu einem billigeren Satze als 25.000 Frcs. für die Fäibifie, bei welchem Vermögensbetrag der russischpolnische Jude in seiner Heimat durchaus behaglich leben kann. Meines Erächtens ist dies vollkömthen möglich, <L h. eine billige Ansetzung von Miilionenmassen in Palästina, sofern man dabei erstens landwirtschaftliche Höchstkultür; ausgiebigste Anwendung von Maschinen, intensivster Bodenkultur, künstlicher Düngemittel, Hackkidttir, künstliche Bewässerung ins Auge faßt Dabei darf üiän allerdings nicht einzelwirtschaftende Kolonisten, die sich erst an harte Händearbeit gewöhnen müssen, voraussetzen, sondern, eine Züfeammerifassung der ebenen, insbesondere der künstlichen Bewässerung zugänglichen Flächen in intensive Größkulturen, bezw. Großbetriebe, wobei der Arbeitsbedarf ein verhältnismäßig geringer wäre und durch ein bloßes Aufgebot .von 1 bis 2 Jahrgängen jugendlicher Altersklassen gedeckt werden könnte. Ich habe dies bereits vor 135 Jahren id einem Aufsatz in der .'.Euröp: Wirfschaftsztg.“ zu begründen versucht Die Grundvoraussetzung ist außerdem die der Lebensmitfeliind Fäser(Bekleidungs-)stoff-Autarkie, d. h. also Sic Ansetzung solcher Menschenmasien, daß für sie in den Großbetrieben gerade die, notwendigen Lebensbedürfnisse erzeugt werden können, dabei aJjTer dann noch für eine jede anztisetzende Familie : besonderer Gärfenfannlienheinje, daß das diesen Familiengärten ein nicht unbedeutender Zusfchuß für eirie behaglichere Lebensführung tina Sogar für defi Verkauf gewonnen werden kann. Die’ Wlrtschaftsverfassimg Ist ‘dann äK" eine’genossenschaftliche zu denken (Siedlüngsgehossensebaft im Sinne Oppenheimers), wobei dann der Unterschied ,von; Herr und Knecht äußer Spiel * bitübt Die Bevölkerung ist als .in Gajtensrfädten, von hoch vielleicht ini Durchschnitt 20.000 Einwohnern, die diiröhäus als Kulturstätten Säten können, oder wenn man will Indus t r i.edörf-ern, (um den Ausdruck von Davis Trief sch, zu gebrauchen) untergebrächt zu denken, wobei dann die vollständige Vermählung, die. Aufhebung des 'Gegensatzes von Stadt 'und Land erfolgt Ist Für die menschlichen Siede- Inngen sind die gebirgigen und hügeligen, äh sich wenigst fruchtbaren Landesteile als nicht nur durchaus geeignet sondern bevorzugt änzüseheü, weil, hygienisch am einwandfreiesten, der Malaria ani wenigsten ausgesetzt Es läßt sich berechnen, daß allein die 300.000 ha an bewässerten Tälern und ' Ebenen mit doppelter Jahresernte und 400.000 ha Haurangelände bei landwirtschaftlicher Hochkultur die Lebensmittel für eine 6 Millionen-Bevölkerurig hervorbringen könnten, sofern man die Lebenshaltnng der Bevölkerung Deutschlands vor dem Kriege als Verteilungsmaßstab ins Auge faßt Es müßten für die Gartenanlagen speziell geschulte Arbeiterkolonien gebildet werden, die mit Hilfe modernster Technik, mittels Sprengungen, die Pflanzenlöcher axisheben und mittels zerlegbarer Drahtseilbahnen fruebtbäre Erdft aus den Tälern, wo sie im Uebjn-- schiissc vorhanden ist auf die Berge schaffen. Auch die Aushebung von Brunnen' und die Errichtung eines einfachen Häuschens gehört in die Reihe der .Vorarbeiten. Die Anlage einer Baumpflanzung würde bei Anwendung aller Hilfsmittel der Technik kaum auf mehr äls 1000 Mark auf 1 na kommen, rechnen wir aber hoch 1500 Mark. Die Errichtung eines einfachen Hauses würde nebst Brunnen oder Zisternen, bezw. VVässcrleitungsanlage für 1000 Mark zu bewerkstelligen — man braucht ja lm Süden für die vorläufige Unterbringung der Ansiedler nicht so fest, und teuer zu bauen, wie im Norden, weil der harte Winter fehlt , Das entscheidende ist: Wie sind die fruchtbaren »älcr und Ebenen herzurichten, um den Lebensmittelbedarf für eine so große Siedlermasse (von sechs Millionen) zu' liefern. Ich würde da etwa 500. hochmoderne landwirtschaftliche Betriebe zu je 600 ha in den bewässerbaren Tiefebenen und ebensoviele, aber von 800 ha Fläche, in der Hauran-tlochebene Vorschlägen. Ich rechne allein.für die Anlagen für die künstliche.Bewässerung in den 300.000 ha Tälern imd Ebenen je 1000 Mark für 1 ha. weil gleichzeitig eine ganze Reihe von Stäudämmen.' Stauanlagen. Talsperren vorzunehmen sein wird, um auch Im heißen Sommer genügende Vvassermassen zu beschaffen. Für die Hauran-Hocbebene, wo man nur eine Jahresende erwarten darf, genügen 250 Mark für 1 ha für zu schaffende Staubecken und Bewässerungsanlagen, weil es da nur eines geringen Zuschusses von vielleicht 50 bis 100 mm an Wässer zii dem nicht immer, reichlichen Winterregeri bedarf. Wir kommen so auf 300.000 X 1000 und 400.000 X 250 400 Miilioncn-Mark für die Bewässerungsanlagen! Damit aber wären dann die Ernten gegen etwaigen Ausfall durch Dürren gesichert, Mißernten und damit Hungersnotgefahr. Teuerung, die so. oft im Altertum im heiligen Lande vorkamen, von denen uns die Bibel zu berichten weiß, wären beseitigt Die Stauanlagen konnten zudem allein im Jordan, auf der Strecke -von Hule bis zum Tiberiassee und von da bis zum Toten Meer, trotz des Wasserentzuges für die künstliche Bewässenmg. »-auf'400 m -Fall zu' je 50 m .in der-Sekunde feerechnet 400 X.50 — 20.000 Seknudenfcubikmeter liefern, die bei ‘ der Umwandlung in Elektrizität abzüglich aller Reibungsverluste 200.000 Pferdestärken an elektrischer Energie ergeben würden. Damit könnte man nicht nur die Pflug-, Einfuhr-. Drescharbeit usw. in den landwirtschaftlichen Greßbetrieberi leisten (Bedarf im Höchstfälle 60.000 bis 70.000 Pferdestärken an einem Viertel bis einem Fünftel des Jahres), sondern .auch alle Eisenbahnen. Trams betreiben, für die elektrische Beleuchtung sorgen, ja voraussichtlich noch Kraft für industrielle Betriebe und selbst für einen mäßigen Kochbedarf erübrigen. Was soll, was kann auf den 1000 Großbetrieben produziert werden?. Ich rechne für die 300.000 ha zu bewässernder Täler und Tiefebenen im Winter eine Bestellung je zur Hälfte mit Weizen und Gerste, den Ertrag zu ie 3000 kg Körner per 1 hä. Für den-Sommer rechne ich mit einer Bestellung von 200.000 ha mit der öl- und eiweißreichen Sojabohne, die zugleich als Stickstoffsammler dienen würde. Auch da können 3000 kg Ertrag per 1 ha angenommen werden. 50.000 ha könnten im Sommer im Jbrdantale mit Baumwolle. 50.000 ha mit Reis bestellt werden. An' Baumwolle (nach, ägyptischem'Durchschnitt) könnten züsammen 30 Mül. kg . gewonnen werden, was für eine 6 Millionen-Bevölkerung völlig reichte. Die 50.000 hä Reisland könnten je 3000 kg an geschältem Reis, zusammen also 150 MÜL ,kg oder 25 kg auf den Kopf liefern. Eine zusätzliche Fläche von etwa 20.000 ha im, unteren Jördantal könnte mit Zuckerrohr bepflanzt werden, wodurch man bei 18mönätiger Wachstümsperiode Und 15.000 kg Zuckerertrag auf 1 ha 200 MilL kg Zucker oder 333 kg auf den Kopf erhalten würde. Man hätte so., die Erträgnisse am Hauran eingerechnet. i050:MUl. kg Weizen, gleich -g5® 175 kg auf dein Kopf. Das ist für Öen Brotbedarf sehr reich- Ech: es würden dabei neben 150 kg für Brot noch reichlich' 35 kg: für Makkaroni abfallen und mindestens' 300 MilL kg Kleie zur Vieh- und Gefiügelffitterüng auf den 'gaftenstädtischen Grundstückejn. Ans dem. Gesamtbeträge an Viehfutter von 141Ö MAL kg können nach der gewöhnlichen Berechnung etwa ein Fünftel, gleich 282 MilL kg an Fleisch'. Geflügel und Eiern erzeugt werden, also 282 - * — =47 kg auf den Kopf im Jahr. Das ist aber . 6, .. . . , . ..... ... . . noch nicht der gesamte Fleischerträg: mit den 2000 MilL kg Lugämabeu. aus dem Hauran lassen Sich 200.000 Milchkühe und 234 MilL Schafe reichirphr ernähren. Öie'Küfie würden bei nur 3000 kg Miicherfracmiridesfens ie 100 kg/Butter, zusammen also 20 MÜL kg oder 3.33, kg Butter auf den Köpf 64'g pro Kopf und Woche liefern, dazu die dreifache Menge an Magerkäse und Molken für Kleintierfütterung. Es könnten jährlich mindestens 30.000 Kühe im Gewicht von 300 Kg und 150.000 Kälber im Gewicht von 40 kg geschlachtet werden, die zusammen einen Fleischzuschuß von 15 Mili. kg 235 kg pro Kopf und Jahr liefern würden. Die Schafzucht würde den gleichen Flclschzuschuß liefern, dazu aber wohl 1.6 bis 2 kg an („gewaschener“, fabrikatlönsreifer) Wolle, zusammen 4 bis 5 MilL kg Wolle bis “/olkg auf den Kopf. Die gesamte Fleisch- und EIerprod|klioji würde sich so auf rund 52 kg auf den Kopf im Jahr oder 2 Pfund pro.Kopf und Woche stellen. Für den Bedarf der Zugtiere ist kein Futter vorgesehen, weil solche bei moderner Höchkultür völlig durch elektrisch betriebene Maschinen» elektrische. Autopflüge und Autowagen ersetzt werden können! Der Arbeiterbedarf würde sich pro Großbetrieb (Ich käiin die genaue Berechnung liier nicht-? anführen) nicht höher steilen als auf 60 bis 80 Personen. zusammen also 60 bis 80.000, dazu vielleicht dieselbe Anzahl für eine achtwöcliigerflackperiode. Ein einziger Jahrgang an 18jährigen Jünglingen würde bei einer 6 MiUionen-Bevöikerung sich auf mindestens 55 bis 60.000 stellen.. Es fragt sich, wie weit können (neben dem natürlichen, Dünger) Kunstdöngcrmengen in Palästina, selbst erzeugt werden. inwieweit können also dabei Ausgaben und Fracht gespart, werden? Was das Superphosphat anbelangt, so. dürften schön die im Ostiorflariland von dem deutschen Geologen Prof. Blanckenhom entdeckten Phosphatlager für mindestens 10 Jahre reichen, sofefn .nur die nötige Schwefelsäure eingCführt werden kann. Und was das Kalisalz anbelangt, so ist das Wasser des Toten Meeres ungemein kälirelch: cs enthält nach einer Reihe von Analysen in den 22% Gesamtsalzgehalt etwa 13 bis 1.6%, iiix Mittel wohl 1.5% Chlorkalk Wird mm die Hälfte des Jordanwassers oder noch besser das ganze Jordanwässer für die künstliche Bewässerung verwendet, so würde naturgemäß der Spiegel des Toten Meeres immer mehr einschrumpfen. die schweren Salze, die Magnesia-. Gips- und Kochsalzverbindungen würden sich auf dem Grunde des Sees ausscheiden und es würde eine stärk mit Chlorkali gesättigte Lösung übrig bleiben, die man ie nachdem in besonderen großen Salzgärten ei’ntröcknen lassen oder auch direkt auf Fässer füllen und ins Land verschicken könnte. Es Ist im Toten Meer gewissermaßen ein gewaltiges chemisches Laboratorium vorhanden mit ungeheueren Vorräten an Kali,- Kochsalz, Brom, Jod. in der Tiefe wohl auch an Asphalt und vermutlich selbst Erdöl. Also auch die industrielle Zukunft Palästinas steht auf recht guten Grundlagen. zudem es nach den neueren Berichten auch Stein- und Braunkohlenlager besitzt. (Schluß folgt.) "Eine Kundgebung der holländischen Sozialdemokrat e... . Die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Hollands veranstaltete am 18. Februar in Amsterdam eine öffentliche Volksversammlung zur Besprechung der Judenfrage. Der bekannte holländische Arbeiterführer Eduard Polak eröffnete die Versammlung. JDie Versicherung der kriegführenden Staaten“ erklärte er. „daß sie für die Unabhängigkeit der kleinen Nationen kämpfen, erschließt erfreuliche Perspektiven für das merkwürdige jüdische Volk. Mit herzlichen Worten begrüßte er den.Leiter des jüdischen Sozialistischen Afbeiterverhän- des „Poalei-Zion“, Ing. S. K a p 1 a n s k y, und las einen Brief vor, den Troel.stra, der Führer der sozialdemokratischen Arbeiterpartei Hollands, anläßlich der Versammlung an Kaplansky . gerichtet hatte. „Es scheint mir nur natürlich“, heißt cs.in . diesem Schreiben,, „daß in einer Zeit, wo die Verwirklichung-der zionistischen Bestrebungen eines der wichtigsten Punkte der Friedensverhandlnngen geworden ist, auch die holländische Sozialdemokratie ihre Zustimmung bezeugt. Ich. bin überzeugt, .daß sie damit im Geiste der Internationale handelt. Seitdem wir in Stockholm au der Abfassung des Zentralberichtes des Hoiländischen-Skandinavischen Komitees, zusammen, arbeiten, ist durch die Eroberung Palästinas und die Erklärungen der Regierungen der beiden kriegsführenden Parteien die Erfüllung des zionistischen Ideals noch wahrscheinlicher geworden. Es ist yen großer Bedeutung, daß der Zionismus sich selbst als einen Teil der großen sozialdemokratischen internationalen Bewegung erkennt, um sich Vor dem Verfall in reaktionäre Sektiererei zu bewahren. Der sozialdemokratischen Bewegung, di« wohl die Nationen tind ihr Selbstbcstimmungsfecht anerkennt, aber nur als die . notwendige» Teile der gesamten Internationale. Ich weiß, da* Sie und Ihre Partei die Sache in diesem Sinn propagieren.“ . . , Als erster ergriff das Mitglied des hoDändisch-rskandinavischeu Komitees,. der Senator H. vän.Kol das Wort. „Der Gegenständ“* begann van Kol,' „ist! uns nicht neu. Er hat seit Jahrzehnten mein Interesse. Schon im Jahre 1891 sprächen ich,und Trpelsträ über diesen Gegenstand. Wir würden damals mißhandelt imd von der Polizei verjagtivHeüte sind die‘Verhältnisse ganz anders. Die Jüaenfrage hat im Läufe des Krieges .groß« Fortschritte gemacht. Der Krieg flößte dem nationalen Gedanken neue Kraft ein. Das Ergebqis dieses Krieges wird ein Staätenbund sein und der Sozialismus sieht mit Freude, daß die kleinen Nationen ihre Freiheit erhalten werden. Der historische Augenblick ist gekommen, der den Juden endlich Befreiung bringen wird“ Der Redner bespricht dann die Forderungen der Jedes9 Zionist muß die Jüdische Zeitung halten!

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