Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 12 (1918)
- Issue
- 7 (15.2.1918)
- Date
- 1918-02-15
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 7 JÜDISCHE ZEITUNG Seite 5 nlert. Uber Antrag des Herrn Schlechtmann hat die Konferenz beschlossen, telegraphisch das Z. K. anfzufordern. es möge den Off. Zabotinski zur aktiven Teilnahme an der zionistischen Arbeit heranziehen. Zum Schluß wurde die Frage von eigenen jüdischen Militärabteilunsen diskutiert. Die Konferenz hat die Ueberzeugu'ag ausgesprochen, daß diese Abteilungen ‘das Leben und-Vermögen der Juden schützen und für die jüdischen Soldaten einen kulturellen Sammelpunkt bilden sollen. Der rußländische „Verband jüdischer Militär- Personen“ hielt in Odessa eine Generalversammlung'ab, in der die Aufgaben und die Organisationsform dieses alle national-jüdischen Militär- Organisationen umfassenden Verbandes eingehend besprochen wurden. Der Kandidat der POale-Zion zur Konstituante, A. Rewuzky, schlug der Versammlung vor, das Internationale Sozialistische Bureau in Stockholm anläßlich der Aufnahme der jüdischen Forderungen in sein Friedensmanifest zu beglückwünschen. Nach einem Meinungsaustausch wurde' mit einer überwiegenden Mehrheit folgende von Herrn Rewuzky vorgeschlagene Resolution angenommen: „Die allgemeine Versammlung der Odessaer Abteilung des allrussischen jüdischen Militärverbandes begrüßt mit Begeisterung die von. der sozialistischen Internationale bezüglich der Judenfrage proklamierten Losungen und bittet sie ferner, die Hoffnungen und Bestrebungen des jüdischen Proletariats und des gesamten jüdischen Volkes — als da sind: international-garantierte personal-nationale Autonomie für die Juden in Rußland, Polen, Oesterreich und Rumänien und Förderung der freien Kolonisation der Juden in Palästina — mit der ganzen Kraft ihrer Autorität zu verteidigen.“ Aehnliche Resolutionen wurden auch auf jüdischen Volksversammlungen in Shitomir, Odessa, Jekaterinoslaw und anderen Städten angenommen. Die jüdische KongreBdemonstration in Holland. Das Jüdische Korrespondenzbureau im Haag berichtet: Der. Vorschlag der Leitung des Niederländischen Zionisteubundes, in der Kongreßresplution die Worte „nationale Konzentration in Palästina“ durch den Wortlaut des Baseler Programms zu ersetzen, wurde vom Kongreßkomitee a b g e 1 e h n t. Die Demonstration wird am .17. Februar in Amsterdam stattfinden. Als Ehrenvorsitzender wird Herr Jacobus H. Kann fungieren. Sportklub „Hakoah“, Wien Dem Kriegsausschuß der Hakoah ist es im abgelaufenen Jahre gelungen. Jredeutende Arbeit für die Zukunft des Vereines zu leisten. Zu den schönen sportlichen Erfolgen gesellen sich hervorragende organisatorische . Schöpfungen, die in einer mächtigen Platzfondsaktion den Höhepunkt erreicht haben.' Jene Hakoahner. die im Frieden den Aufbau des Vereines besorgt haben, stehen fast ausnahmslos im Felde. Nur hie und da bringt, der Zufall einen zu kurzem Aufenthalte nach Hause. Aber .1 u n g - H a k o a h hat sich seiner Brüder, würdig erwiesen. Fußballer und Leichtathleten . wetteifern ,im Erreichen der Erfolge. Im Frühjahr waren es die Fußballer, die die Siegespalme davontrugen. Von neun Meisterschaftsspielen siegten sie in acht, eines blieb unentschieden. So rückte die Mannschaft vom sechsten Platz am Ende der Herbstsaison bis auf den zweiten Platz vor. Ein Hauptverdienst an diesem seltenen Erfolg hatte der Tormann der Friedensmannschaft Willi Haipern. dem auch die Ehre zuteil wurde, im Länderwettkampf Oesterreich-Ungarn in die Repräsentativmannschaft Oesterreichs eingestellt zu werden. Unmittelbar darauf ging er ins Feld. Dies war für die Hakoah ein schwerer Schlag! Die Mannschaft mußte sich am Ende der Herbstsaison der neuen Meisterschaft wieder mit einem Platz .im Mitteltreffen begnügen. Umso erfolgreicher war die Reservemannschaft. Sie gewann alle „neun Spiele lind steht mit großem Vorsprung an der Spitze der Meisterschaft. Dazu gesellen sich noch die Erfolge zweier J ungman-n schäften, die jeden Sonntag die jüdischen Farben ehrenvoll vertreten. In aufsteigevider Linie bewegten sich die Leistungen'der Leichtathleten. Wurden schon im Frühjahr zahlreiche Erfolge erzielt so wurde die Herbstsaison zur erfolgreichsten seit dem Bestände dieser Sektion. Durchaus junge Leichtathleten sind es, die durch eifriges Üeben ein Können erlangten, das sie befähigte, neben ihren älteren Kameraden Friedmann und Hirschler im Wettbewerb mit den anderen Nationen in Uhren zu bestehen. In den zahlreichen Meetings in Wien , konnte man stets Hakoahner unter den Siegern und Preisträgern finden. Hatte Haipern in der Mannschaft der elf besten Spieler Oesterreichs die jüdische Hakoah vertreten, so siegte Erich Friedmann in der Meisterschaft .von Oesterreich im Stabhochspringern Nim entschloß sich die rührige Vereinsleitung. eine Anzahl von Leichtathleten zu den am 8. und. 9. September in Prag stattfindenden b ö li ra i s c li e n Meisterschaften zu entv.:J 1918 ,V:V; fidar—Februar 5678 s n 5! 17 M l 6 18: D 1 7 i 19 M M 8 i 20 D ■ D 9121 . F 10 22 •£* v« 11 23 -nnr rcc mxn Jufian Sif&eröusd) unö Trau zeigen die SeÖurt iijrer Todjter „Josepfja 'Rufi)“ an. Wien, am i. TeÖruar tgtS. ii_ii Zur Vermählung unseres Bruders und Freundes Herrn SALEM EHRLICFI aus Szczeksemy mit Fräulein ROSA ENGLARD_ uns Strsemesznce, welche am ’J/. Februar sUittßndet, wünschen ewiges Glück und Zufriedenheit David Ehrlich Israel Oistein II II Junge Zionistin sucht Korrespondenz mit Zionisten im Felde. Zuschriften an die Administration dieses Blattes unter „3unge Harfen.“ senden. Die testen, tschechischen und d e u t s c li b ö h ni1 s c h t n Leichtathleten gingen an den Start. Und die jüdischen Farben blieben siegreich! Fünf erste, acht zweite und d r.e i dritte Preise brachten die zehn Hakoahner aus Prag heim. Friedmann und Hirschler erwarben sich den Titel: „M eiste r v o n Böhme n“. Dieser glänzenden Expedition schlossen sich weitere Siege in Wien an. Am 30. September veranstaltete die Hakoah ein großes Sportfest, an welchem sich alle bedeutenden Leichtathletik treibenden Vereine Wiens beteiligten. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein Vereinsmehrkampf für Junioren, zu welchem sechs Vereine antraten. Die Hakoah blieb überlegener Sieger und führte ei’aen schönen Pokal heim. Die Saison wurde mit einer Fahrt nach Preßburg abgeschlossen, wo die Hakoah an einer Veranstaltung des jüdischen Sportklub „M akkabäer“ teilnahm, ln den leichtathletischen Wettbewerben standen die Hakoahner den Vertretern des stärksten Preßburger Vereines (P. T. E.) gegenüber und blieben in acht Konkurrenzen Sieger, nur in einer ging ein Träger der ungarischen Farben durchs Ziel. Die ganz außerordentlichen Leistungen der Sektion fanden in der gesamten Sportpresse jederzeit vollste Anerkennung. Gestützt aut die erzielten Erfolge sehen die Fußballer und Leichtathleter der Hakoah der kommenden Saison mit Zuversicht entgegen, obwohl der unerbittliche Krieg wieder so manche Lücke in ihre Reihen gerissen hat. A. B. Ankündigungen 16. Februar. Die Zionistische Mädchenvercinigung „M o r i a h“ veranstaltet am Samstag einen geselligen Abend, 7 Uhr im Cafe Pucher, Kohlmarkt 10. Mitwirkende: . Dr. Fritz Löhner, Dr. Mayer P r a e g e r, Konzertmeister Wilhelm Lenz, Fritzi Geller vom Stadttheater in Czernowitz, Pianistin Bertha Bernerd, Ilio R e i s i n u. a. Karten sind zum Preise von K 2.50 im Zionistischen Zentralbureau, II. Zirkusgasse 33, bei R. Löwit, I. Rotenturmstraße 22 und an der Abendkassa erhältlich. Am 17. d. M. um 3 Uhr nachmittags findet im Vereinslokale des Ailg. Jiid. Arbeitervereins (Poale Zion), II. Stefaniestraße 2, Tür 34, -eine Mädchen-Versammlung mit der Tagesordnung „Die Lage der jüdischen Arbeiterinnen“ statt Referieren werden: Genossin Maika S c h o r r und Genossin Frieda Wurmbrand. Am 20. Februar findet ein Diskussionsabend über den Vortrag des Dr. A. Schwadron mit vorhergehender kurzer Rekapitulation des Vortrages statt. Cafe Marienbrücke, 8 Uhr, pünktlich. Gäste willkommen. A. H.-Verband. 20. Februar. 7 Uhr. Saal des Wissenschaftlichen Klubs. Vortrag des Herrn Dr. Bernhard M ü n z über „Josef Popper-Lynkeus zu seinem SO. Geburtstag“, veranstaltet vom ..Verein zur Abwehr, des Antisemitismus“. Gäste willkommen. Linz, O.-Oe. Am 17. Februar 1918, 11 Ühr vormittags, findet im Sitzungssaale der israelitischen Kuittisgemeinde in Linz eine Trauerfeier zum Gedächtnis Dr. E. Tschlenows statt. Gedenkrede: Herr Rabb. Dr. A. I. Mark. — Am 24. Februar 1. J. wird die Linzer Purimfeier im großen landschaftlichen Redoutensaale unter Mitwirkung des Frl. Emmy Klauber und des Herrn Regisseur Viktor Hartberg, beide vom Linzer landschaftlichen Theater, mit einer reichhaltigen Akademie begangen werden. Beginn präzise 8 Uhr abends. Berichte und Korrespondenzen Wegen Raummangel bitten wir um kurze Berichte. Lezajsk. Am 27. Dezember besuchte unsere Stadt der Gg. Josef H o 11 e n d e r aus Krakau und hielt einen Vortrag über den ersten, vor zwanzig Jahren stattgefundenen Zionistenkongreß. Der Vortrag wurde eingeleitet durch eine Ansprache von Herrn Präsident der jiid. Bibliothek Dr. Aron Elias Berger. Fast die ganze Stadt hatte sich zu diesem Vortrag eingefunden. Der zweite Abend galt der zionistischen Agitation iür die weibliche Jugend. Szczebrzeszyn (Polen). Gg. H. Ch. G e- 1 i e b t e r aus Zamosz hielt am 8. d. M. zwei Vorträge über „Jüd. Patriotismus" und über „Diejüdischen Frauen". Andrychow. Am 13. Jänner 1. J. veranstaltete die jüdische Lesehalle eine Akademie. Lisko. Dt; unermüdlichen Arbeit von Frl. Sima Lerner und Herrn Simon FrLedländer ist es gelungen, einen zionistischen Verein namens „Hatikvah“ und eine N.-F.-Kominission zu gründen. (K. k. priv. Wiener Bank-Verein.) Mittels Kundmachung wird auf Grund der Beschlüsse der Generalversammlung und des Administrationsrates vorn 12. Februar 191S den Aktionären des Wiener Bank-Verein das Bezugsrecht für die neu zur Ausgabe gelangenden 75.000 Stück Aktien mit Dividendenberechtigung ab 1. Jänner 1918 zum Preise von K 580.— telqtiel für jede neue. Aktie in der Weise eingeräumt. daß auf je 5 alte Aktien eine neue Aktie entfällt. — Die Anmeldung des1 Bezugsrechtes hat bei sonstigen Verlusten desselben in der Zeit vom 13. Februar bis einschließlich 23. Februar 1918 bei den Deponierungsstellen zu erfolgen.. Zugleich mit der Anmeldung des Bezugsrechtes ist bei der betreffenden Stelle für jede zu beziehende neue Aktie der Betrag von K 580.— bar zu bezahlen. i Armen - Ambulatorium* des Zionistischen Zentralkomitees für Kriegsflüchtlinge Wien, II. Taborstraße 20 A Unentgeltliche ärztliche Behandlung von mittellosen Kriegsflüchtlingen ohne Unterschied der Nationalität .00 oder Konfession 00 Ordination täglich. — Sonn- •undFeiertage ausgenommen# V Cafe „Marienbrücke“ L, Rotenturmstraße 31 RENDEZVOUS DER ZIONISTEN 1mm Untersuchung der Augen und Verordnung passender Augengläser täglich von 9 Uhr bis 7 Uhr abends kostenlos unter Leitung d. Augenarztes Hm. Dr. Pohorski. Brillen und Zwicker von K 3.— Telephon Nr. 8636. ZIVNOSTENSKA BANKA FILIALE WIEN I., Herrensasse 12 Aktienkapital und Reserven: über 103 Milt. K 0 Wechselstuben in Wien: 1., Graben 15,1., Herreng. 12 11., Praterstr. 24, III., Landstraße Hauptstr. 88, IV., Favoritenstr. 4, V., Margaretenstr. 71, VI.. Gumpendorlerstraße 100, VIL, Mariahilferstr. 84, VIII., Josefstädterstraße 103, IX., Porzellangasse 9, X., Favorilenslr. 95, XII., Meidlinger Hauptstr. 15, XXI., Am Spitj 15. Kulante Besorgung aller Bank, und Börsentransaktionen. Einlagen Oll auf Büchel hJ 12 Zentrale in Prag, gegründet 1868. Filialen: Brünn. Budweis,Friedek-Mi*stek,lglau, Karlsbad, Klattau, Königgräij, Krakau. Lemberg, Melnik, Olmüß, Mährisch-Ostrau, Pardubitj, Pilsen, Pisek, Prossnitj, Reichenberg, Tabor, Triest. Stahlkammer mit vernietbaren Safes Abonnement von 7.— an. 0 Herausgeber Alexander Geller, verantwortlicher Redakteur Da/id Nebenzahl. — Druck von Ignai? Spip & Söhne. Wien IL, Robertgasse 2