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Jüdische Zeitung · 1918-02-08 · 6 (8.2.1918) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
12 (1918)
Issue
6 (8.2.1918)
Date
1918-02-08
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 ' - ' . JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 6 ' den Boykott, welcher bis auf den heutigen Tag das öffentliche Leben beherrscht und Hunderttausende an den Bettelstab gebracht und zur Auswanderung gezwungen hat Was die Juden von einer solchen Regierung zu erwarten haben, kann man sich-leicht vorstellen. Aber man braucht seine Einbildungskraft nicht anzustrengen. Ein Begebnis der jüngsten Tage zeigt deutlich, von welchem Geiste diese Regierung beseelt ist. Kürzlich' fand in Warschau eine Konferenz der von jüdischen Assimilanten gegründeten „Vereinigung für gesellschaftliche -Arbeit zwischen Juden und Polen“ statt Mehrere Minister und Staatssekretäre waren erschienen. Die Einberufer brachten ihre, wie es sich von polnischen Assimilanten leicht denken läßt, sehr, sehr bescheidenen Wünsche vor. Hierauf erklärten die Herren Minister ganz kühl, daß sie die einzige Möglichkeit für die Besserung der Beziehungen zwischen Polen und Juden in dSr Auswanderung der Jaden aus Polen erblicken. Sie stellten an die verblüfften Assimilanten auch die Frage, ob sie gewillt seien, die Entwicklung einer großzügigen Auswanderung zu fördern. Bezüglich der Frage des gesetzlichen Schutzes der jüdischen nationalen Minderheit erklärten die Herren Minister, es stünde nicht dafür, davon zu sprechen, denn das Beispiel Rumäniens habe zur Genüge bewiesen, wie wertlos papierene Garantien seien. In diesem Punkte muß man den Herren Ministern allerdings vollkommen beipflichten. Von solchen Männern erlassene und beschworene Gesetze würden allerdings auf Papier gebaut sein. Nach dem Gesagten wird man verstehen, daß die antisemitische Praxis des aufgelösten provisorischen Staatsrates von dieser -Regierung weiter geübt wird. Nach wie vor werden Ausnahmsverfügungen gegen die Juden erlassen, die ältesten zaristischen Judengesetze gehandliäbt. Die Juden werden von den Dörfern vertrieben; sie werden vom Staatsdienste ausgeschlossen, ihr berechtigter Wunsch nach nationalen Rechten wird mit Hohn zurückgewiesen, man gibt ihnen keine Schulen, man beleidigt und verletzt* sie auf Schritt und Tritt, man hebt doppelte Steuern von ihnen ein, hat man sie früher als Verkäufer boykottiert, so boykottiert man sie jetzt als Käufer und Konsumenten, wobei die von den Okkupationsmächten eingerichteten Zentralen willfährige Werkzeuge abgeben, kurz, man treibt sie systematisch, zur Verzweiflung. Alles nach dem Rezept der Herren Minister, welche in der Austreibung der Juden ein gutes Recht des polnischen Staates und die einzig mögliche Lösung erblicken. . Die Zustände sind soweit gediehen, daß man sich jeder Hoffnung auf eine bessere Zukunft entschlagen muß. Hier bereitet sich für die Juden ein zweites Rumänien vor, eine Zwingburg schrecklichster Art. Dieser Freiheitspalast mit der prunkvollen Fassade und den glanzvollen, weiten Festsälen birgt in seinem Fundamente dumpfe und finstere Kerkerzellen, für die Juden bestimmt. Aber die Bauleute mögen sich vorsehen! Das Fundament ist morsch. Ein 14-MilIionenvoIk, das Judentum der ganzen Welt, kann und wird nicht untätig und ruhig dabei stehen, wenn, sei’s auch unter Festgesängen und in Weihrauchduft, die Gruft für seine Brüder in Polen gemauert wird. Die Juden gönnenden Polen ihre Freiheit und sind zur Förderung des jungen Staates bereit. Doch der wahnwitzigen Idee, daß Polen nur über die Leichen seiner Juden zur Freiheit gelangen, kann, wird sich das gesamte Judentum entgegenstellen. Die polnischen Führer mögen bedenken, ob dieser von ihnen entfesselte Kampf ihr Werk erleichtern wird. Dies an die Adresse der polnischen Führer. Nun zu den Regierungen Deutschlands und Oesterreich-Ungarns, welche die Bürgschaft für das neue Polen . übernommen haben. Wiederholt haben jüdische Organisationen und Gruppen diese Regierungen auf die unleidlichen Zustände hingewjesen -und Abhilfe verlangt Das Resultat: Stillschweigen, wenn’s hoch ging: Beschönigungen, Mahnungen zur Geduld, da man doch jetzt mit den Polen wegen nebensächlicher Dinge keinen‘Streit beginnen könne! Ja, das Schicksal dreier Millionen Juden ist ein nebensächliches Ding, das den Fragen der Tagestaktik selbstverständlich geopfert werden muß! Nein und abermals nein! Mit dieser empörenden Diplomatenweisheit kann man schüchterne Bittsteller bei der Türe hinauskomplimeiitieren, aber nicht 14 Millionen besorgter und entrüsteter Juden beiseite schieben. 14.Millionen Juden rufen: „Wollet Ihr Euerer Pflicht als Bürgen der Freiheit nachkommen oder wollet Ihr es länger dulden, daß unter Euerer Verantwortung ein Volk geknechtet und zertreten wird?“ Eine solche Frage muß man beantworten. Der feinste, dünnste und biegsamste Diplomat kann sich da nicht vorbeidrlücken. Ing. Robert Stricker. Zum jüdischen Kongreß Von Heinrich Margulies. ID. Der ökonomische Wiederaufbau. Hier seien einige; Einzelpunkte genannt, deren Inangriffnahme Aufgabe des Wirtschaftsamtes sein wird. a) Erziehung zum Wirtschaftsleben. 1. Das allgemeine Sc h u 1 w es en ist dergestalt zu beeinflussen, daß Lehrgegenstände in den Unterrichtsplan äufgenommen "werden,' die dem Berufsleben unmittelbar dienen (Handwerkerarbeiten, Näherei etc. bei Mädchenschulen, Mechanik, kaufmännisches Rechnen etc.) oder ihm mittelbar zugute kommen (Sprachen, Berufslehre, Stenographie etc.). 2. Es sind besondere Gewerbe-, Fortbildungs-, Handwerkeretc. -Schulen zu errichten, in denen die Kinder zu Handwerkern, Schustern, Schneidern, Schlossern, Feinmechanikern etc. erzogen werden. 3. Es sind Gartenbauschulen zu errichten,' in denen Garten- und Gemüsebau sowie Handfertigkeit etc. unterrichtet wird. Hier liegt in den unter der Leitung des Ing. Goldwasser stehenden Gartenhalbkolonien in Krakau bereits eine Musterarbeit vor,' deren Erfolg zur Nachahmung anspornen wird. Wenn man sieht, was hier bei ganz geringen Mitteln die Initiative eines Einzelnen vermochte, kann man ungefähr ermessen, wieviel schlummernde Kräfte durch eine zielbewußte Mobilisierung nutzbar gemacht werden könnte. 4. Hier bedarf es! einet heiligen nationalen Pflicht zu gedenken, der .wir uns nicht entziehen wollen noch dürfen. Die Anzahl der Kriegswaisen ist eine ungeheure. .Ihre Dezimierung durch die Schrecken der Flüchtlingszeit und der Flüchtlingslager zu verhindern, haben wir verabsäumt. Nie wird das Weltgericht der Weltgeschichte unserem Geschlecht diesen Schandfleck vergessen. Reinigen wir uns, soweit wir es jetzt noch vermögen, und fassen'wir all unsere Kraft zusammen, um hier ein großes Werk der Fürsorge zu tun. Der erste Schritt hierzu wird getan sein, wenn wir in großzügiger Weise die Kinder so rasch als möglich auf solche.Anstalten verteilen, die ihnen neben fremidväterlicher Bewachung die Vorteile der vorstehend geschilderten Schulen sichern. 5. ' Zur Ausbildung solcher Erwachs e n e r, die infolge ökonomischer Notwendigkeit oder als .Kriegsbeschädigte; sich., einem neuen Beruf zuwenden müssen, sind Handwerkerlehrwerkstätten zu errichten. * 6. Desgleichen sind Fachkurse einzurichten, z. B. für Motorpflugführer. Gärtner, Kleintierzucht etc. ' . oi: 7. Vereinsfunktionären wird durch Abhaltung periodischer Kurse Gelegenheit gegeben, sich diejenigen Kenntnisse zu;.erwerben, die sie befähigen, in ihrem Kreis hinsichtlich der sozialen Arbeit mit Tat und Rat zu wirken. 8. Die. ökonomische Lage der Jud^n wird sich wesentlich verbessern, wenn sie sich, wie bereits eingangs erwähnt, zu Trägern derifojtgeschrittenen,. nicht der rückschrittlichen Wirtschaftsformen machen; werden. Eine Abteilung _ des Wirtschaftsamtes „L i t e r a t u r v e r B-r' e itungssteile“ hat durch Vermittlung moderner Ökonomischer Literatur die Bevölkerung aufzüklären und. zur Keimtnis der neuzeitlichen ökonomischen Erfordernisse und Theorien, des Genossenschaftswesen etc. zu erziehen. 9. Eine weitere Abteilung. des Wirtschaftsamtes bildet die „B e r u f b eratungsstell e“, welche Auskünfte über' die Lage des Arbeitsmarktes, Aussichten im Berufe etc. zu erteilen hat. 10. Nach Möglichkeit wäre auch in ähnlicher Weise eine Abteilung „Arbeits- und Stellenvermittlung“ zu errichten. - b) Die Organisierung des W i r t- . schaftslebens.' * 11. Eine direkte Einflußnahme auf das jüdische Wirtschaftsleben wird den größten Schwierigkeiten begegnen. Wir dürfen den Umfang der Aufgabe nicht unterschätzen. Die in polnischen Händen befindliche „Galizische Wiederaufbau- Zentrale“,’ die über enorme Mittel verfügt, hat ein nachahmenswert großzügiges und zahllose Gebiete umfassendes Wiederaufbausystem zu verwirklichen begonnen. Daß von den durch sie gewährten Vorteilen nur die Polen Nutzen ziehen, ist unnötig, zu betonen. Damit aber erhalten diese den Juden gegenüber einen Vorsprung, der kaum eingeholt werden kann. Neuzugriindende Erwerbsgesellschaften erhalten langfristiges Betriebskapital zu billigen Zinsen oder gär völlig zinsfrei. Der Klein- und Mittelgewerbler bekommt Maschinen, Handwerkzeug, Motore etc. gegen niedrige Raten, leihweise oder als Subvention. Zahlreiche Fachkurse bilden einen Stamm fortschrittlich geschulter Lehr- ' und Arbeitskräfte heran. Wie die Juden dem allen gegenüber konkurrenzfähig werden sollen, ist unerfindlich. Wenn überhaupt, gibt es nur einen Weg: er geht in der gleichen Richtung wie die Wiederaufbau-Zentrale. Ihre Tätigkeit wird dem Jüdischen Wirtschaftsamt zur Richtschnur dienen. Daß die aufbringbareu Geldmittel in keinem Verhältnisse zu jenen Mitteln stehen werden, über die die Zentrale verfügt, wollen wir uns nicht verhehlen. Aber bei äußerster Anspannung unserer Kräfte werden wir immerhin viel mehr leisten können, als wir uns selbst Zutrauen. Es hilft uns nichts und niemand!.' Die Gefahr, der wir zu begegnen haben, ist unermeßlich groß. Die Polen, welche ihre die jüdischen Positionen untergrabenden Maßnahmen stets mit dem Hinweis auf modernen Fortschritt zu verbrämen verstanden (wie bei der Aufhebung des Propinationsrechtes, bei der Genossenschaftsförderung etc.) haben sich stets damit begnügt, die Juden zu expropriieren und kümmerten sich nicht darum, wie denn die pauperisierten Massen in anderen Berufen Unterkunft finden könnten. So wird es auch weiter geschehen. Ihre Befugnisse sind, insbesondere durch die Wiederaufbau- Wein, Weib und Gesang Aus der Artikelserie „Ostjuden“, erschienen in der „Schaubühne", von Abraham Schwadron. Wie in der Antike das jüdische Volk in der Zivilisation hinter manchem seiner Nachbarn zurückblieb, irr der Kultur aber sie übertraf, und wie diese Kultur, im Gegensatz zu der hellenischen ästhetischen eine ethisch-religöse war, so gilt dies heute mutatis mutandis auch von der Judenmasse im Osten. Die Kunst, die antike sowohl wie die christliche des Mittelalters, hatte ihren Ursprung in der Religion, war kultisch. Weil aber die Religion der Juden jede bildliche Darstellung im Kult verbot (ob nicht dieses Verbot keine Ursache, sondern bereits Wirkung irgendeiner Prädisposition war, wird wohl schwer sein herauszufinden), und weil, was die Ostjuden an Kultur haben, religiösen Ursprunges ist und religiöse Form trägt, so fehlen auch da Schöpfungen der bildenden Kunst, die obendrein noch durch das Elend und die Weltabgeschiedenheit des Ghettos verhindert werden würden. (Ich sehe von den Erzeugnissen der Kleinkunst, Synagogenkunst und so weiter ab; der bekannte ostjüdische Zeichner Efraim Lilien hat bekanntlich ihre Formen vielfach modern belebt.) Insofern jedoch „Kunst auch bescheidene Tätigkeiten sein können, wenn in ihnen der Rhythmus einer harmonischen Persönlichkeit wirksam ist“, darf die Geschlossenheit und Harmonie des auf Religion und Gläubigkeit gestimmten Lebens der Ostjuden nicht vergessen werden. Ihre unästhetische äußere Verwahrlosung aber ist wohl nicht auf den Mangel an künstlerischer Kultur zurückzuführen. Denn die Italiener zum Beispiel haben, trotz ihrer großen Kunst- ■tradition im gebräuchlichsten Sinne, doch eine sehr schmutzige Masse. Wohl aber möchte ich die These aufstelien. daß die äußere Vernachlässigung im Ghetto, abgesehen von der alle freudige Schönheit erdrückenden Wirkung der Armut, der Trostlosigkeit, der Furcht und Erniedrigung, auch mit der besonderen seelischen Form der Erotik im Zusammenhänge steht, die dort — ich spreche immer vom orthodoxen Volk — herrscht. Teils sind darin wohl allgemein orientalische Elemente, teils aber ist dort der Eros von einer eigenartig jüdischen Heiligung durchdrungen und irgendwie durch eine asketische Distanzierung gedämpft, umschleiert, unaggressiv geworden. Wohl ist die Liebe in ihrer Auswirkung der menschlichen Beziehung von Mann und Frau zu einander oft unsagbar lieblich und hingebungsvoll wie nur irgendwo. Ebenso isT dort die auch im Westen starke jüdische Familienrebe lebendig, was um so bemerkenswerter ist, als es sich um Masse handelt (wobei ich ■ die Familienliebe nicht als absolute Tugend werte, weil sie oft das tätige Gefühl nicht über die Familie hinaus auf die Volksgemeinschaft wirken läßt.) Auch ist dort Frauenmißhandlung bei den Juden unverhältnismäßig selten, im Gegensatz zu den umgebendeh nichtjüdischen Massen, wo jene Mißhandlung eine so weit verbreitete Gewohnheit ist, daß ein ruthenisches Sprichwort besagt: „Eine nicht gehämmerte Sense und eine nicht geprügelte Ehefrau taugen zu nichts!“ In dieser jüdischen Volksmasse hat zum Beispiel der Schmerz über den Tod eines Familienmitgliedes wirklich etwas vom altjüdischen Jeremiaden- Pathos an sich, so daß dagegen das Gehaben und die Bräuche des Europäers bei einem solchen Fall zu einer beschämenden Förmlichkeit verblassen. Aber gerade die traditionell disziplinierte Hinwirkung der Liebe auf Ehe und Familie, sowie die Tönung von Sünde, die dort die Sinnlichkeit vom Urgrund her trägt und zu überwinden hat, gibt dem Eros eine, man möchte sagen: symbolische, sakral-mysterienkafte Färbung, die ein Gegenstück zu seiner kosmischen Idee in den alten Mythen der Griechen bildet Die Sinnlichkeit ist dort wenig unmittelbarer Taumel, ist nicht launisch, nicht listig und bleibt darum im Hintergründe. Hinzu kommt die bekannte Nüchternheit dieser Massen, bei denen Trunksucht äußerst selten ist (Der Zusammenhang von Wein und Weib fällt da auf.) Dort begleiten den Eros nicht die Musen, nur die Parzen, seine Blume ist nicht die Rose,* nur (in einem übertragenen Sinne) die Lilie. Darum Jst die individuelle Liebeswahl weit weniger häufig; die Eltern bestimmen. Und das gesellige Beisammensein der Jugend beider Geschlechter fehlt, weil unfromm, ganz. Der junge Mann hat es folglich nicht nötig, sieh für seine Begehrte zu schmücken oder überhaupt für die Frauen, da sein Aeußeres wenig ausschlaggebend ist bei der Bewerbung oder im Eheleben. Nicht aber, wie in weiten jüdischen Kreisen des Westens, sind hier Vermögen und Einkommen allein maßgebend, sondern sehr entscheidend sind des jungen Mannes jüdische Bildung, sein Herkommen, seine Verwandtschaft, auch die entferntere,. Im Punkt des Sexus kann man überhaupt der ganzen Eigenartigkeit jener Welt iirne werden, zieht man die Lebensweise frommer, orthodoxer Schichten anderer Völker zum Vergleich heran, bei denen Keuschheit auch von der Religion geboten und vom Volk und seinen geistlichen Führern als Wert anerkannt wird. Da ist die ostjüdische Masse mit ihren vielverlachten Rabbinern die einzige, die ihre Lehren von der Keuschheit der Unvermählten, von der Heiligkeit der Ehe, der absolutesten Treue in Wahrheit hält In Wahrheit — das wird hier besehen, nicht die Wertung an sich. Denn auch die neuzeitlichen Geister Europas, die diese Tugenden nicht für Tugenden halten, gehen noch alle in ihrer Mißwertung von der Heuchelei aus, die darin eben allgemein europäisch ist. Diese ostjüdische Masse kennt auch Jeder Zionist muß die Jüdische Zeitung halten!

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