Mannheim
Compact Memory

Jüdische Zeitung · 1917-12-07 · 49 (7.12.1917) · p. Seite 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitung
Volume
11 (1917)
Issue
49 (7.12.1917)
Date
1917-12-07
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2438141-2438623-2438671--5553-2445542
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Seite 2 -denmg des, jüdischen .^Volkes. eine liatwmle-Heim- Jstätte in-Palästina "auf dief’Grundlage der Selbstiregierung. zu gründen! berücksichtigt. Bekanntlich •hat die englische Labdurpärfei eine’ ähnliche Reso*..^ Tution angenommen. . _ :j- ’ ■ Die zionistische.• Aktion der jüdischer. Arbeiterschaft Englands. Der Jüdisch-sozialistische ^beäterverband „Poalci-Zion“ hat eine Konferenz -äerjüdischen Arbeiterorganisationen ei-nberuien, der io 1 gen de Resolution zur Annahme empfohlen.wurde: Die Konferenz der Vertreter der jüdischen Arbeiterorganisationen drückt ihre größte Genugtuung mit dem Beschluß der Labourpartea ausi im.die^Firiedensbedingjmgen cier engli- . sehen Ärbecterklasse die Forderung fjuifzunehinen, den- Juden - nn allen Ländern alte’ elementaren Rechte der Toleranz, Freiheit der Einwanderung und im Handel, und gleiche Bürgerrechte einzuräumen, wie auch durchein Abkommen zwischen allen Nationen - die - Befreiung Palästinas vorzunehmen,- damir.es als freier - Staat eingerichtet wfcrde,. damit die - jüdischen Massen, .die- -es wünschen, dorthin zurückkehren und ihre eigene Befreiung ■ dort durchführen,- ungehindert von jedem ihrer Rasse oder Religion fremden Einfluß. Die Konferenz erklärt'<ihne' volle Zustimmung ztl. diesen Förderimgän und, drückt ihre Hönming äuifi daß die Friedenskonferenz diese Forderungen atn-ti! nehmen wird,’ di» Völker sie verwirklichen wä*) den. Indiern -sie dem 'jüdischen Volk sähe Selflf.jj ständigkeilt imd Freiheit wiedergeben, die ihm vorzwei Jahrtausenden geraubt wurde. (J. K.) .; Aufruf, an die Gemeinden Englands. Ein Aiifruiy&ri der bdkäiitrte pajästiileiisisfche Rabbüßfeh K ü k, der heute in London weilt, an die leitenden Komitees . und die Mitglieder der Synagoäfeii sandte,’ machte tiefen Eindruck und gab bei Öen prozdönistisehen' Entschlüssen der Konferenz .«j&i Ausschlag. In dem Aufruf, des Rabbiner Kuk i&ßt es u. a.: „War bitten alie - unsere Brüder in -„den Synagogen dies ganzen englischen Königreiches ihre Zustimmung zur Förderung auf unser heiliges Land zu geben und die- Erklärung abzugeben, daß’ wir die englische Regierung bitten, sie möge üris bei der Erfüllung unseres Verlangens heben, in unser heiliges Land als ewiges Volksheim kiirückzukehren. Wir müssen auch die Führer diöser Bewegung bei ihren Bemühungen dieses heiligen Zieles untenstützen. Wir bemerken hierzu, daß Wir öffentlich vor der ganzen Weit erklären müsSejj, daß unser Streben darauf gerichtet ist, die Wießbrgeburt unseres Volkes in Palästina aut der Griüiälage der ..beiden Haüptelemente - des jiidisciifeh Volksgeistes dürchzuführen, u. zw! mit den nationalen und den religiösen Ideen im innigsten Zusammenhänge! : - - .; - Die Orthodoxen in Engtaiid und der Zionismus! Die Bewegung hat-:-.mit..besonderer .Macht auch' den'orthodoxen Teil der englischen Judanhai.t erfaßt. In i-ondon.fand einte Konferenz der Synägogeiigemeinden statt, welche folgende Resolütüdnen annahm: I-, Die Konferenz dar Repräsentanten -der Synagogen, am 14. Oktober in London abgehalten, erklärt sich iür den Wiederaufbau Palästinas als einer nationalen Hejmitätlie für das jüdische Volk und gibt der Hoffnung Ausdruck, daJL die'-, englische Regierung sich bemühtem wird, die-Erreichung .dieses Zieles zu ermöglichen. 2. Die Konferenz verpflichtet sich, die zionistischen Führer in: ihren Bemühungen für die Erreichung dieses Zieles zu. unterstützen. ... Nach der Erklärung der englischen Regierung betreffs -Palästinas'. Die ganize englische' Presse äußert sich sehr beifällig über die Erklärung des Alinisters des Aeußern B al f o u r, daß England den nationalen Juden helfen wolle, eine Heimstätte in Palästina zu errichten. Der Enthusiasmus der jüdischen Bevölkerung, ist groß und allgemein. Viele jüdische Organisationen .richteten am die Regierung Resolutionen! in welchen der Dank .des jüdischen Volkes zum Ausdruck gebracht wird. In vielen Synagogenwurden anläßlich der Regüanungserkiärung Dankgottesdienste abgehalten. Die zionistische Organisation bereitet - große jüdische Volksdmnonstrationen -für.den. Zionismus vor. *- Die Entente und der Zionismus. Der „Daily Chronicle“ bespricht' in seinem Lectamükel unter die Mitarbeiter und der oft unvorhergesehene Zwang, alle Dispositionen umzuwerfen und rasch neue zu treffen, nötigen den Betriebsleiter eines Großgutes, stündlich -folgenschwere Entschlüsse zu fassen. Die Zweckmäßigkeit solcher Anordnungen ist keine eindeutige! so daß bei produktivgenossenschaftlicher Arbeitsorganisation sehr leicht Anlaß zu Zank und Hader gegeben ist, wodurch der Bestand, der. Genossenschaft selbst -gefährdet und jederzeit mit. dem Zusammenbruch derselben zu rechnen ist. Haben sich diese Befürchtungen, im Haufe der .seither verflossenen acht Jahre als begründet erwiesen? •— Inseiner großzügigen,’ gediegenen Arbeit „Landarbeiterfrage und Genossenschaft“ unterzieht Dipl. Ing. Salomön Kap'Iansky das spezifisch, jüdische Agrarproblem einer äußerst gründlichen Untersuchung und kommt nach, einer Besprechung und Ueberprüfüng :aller vörgeschlägenen Lösungsversuche zum Schlüsse! daß nur .der genossenschaffliche Zusammenschluß „ztir Verbesserung, bezw. Hebung der Lage der Agrararbeiter : als, 'Lohnklasse, andererseits als Mittel zur völligen Umgestaltung ihrer sozialen Lage, zur .Seßhaftigkeit und wirtschaftlichemSelbständigkcit'.ders'elben“ führen kenn.-Er schildert sodann die .drei' Arten der ländlichen Genossenschaften in Palästina! nämlich die Arbeitergenossenschaft, deren Probleme übrigens detaillierter in dem Aufsätze von N- H a r a r i „Zur frage der Kwuzoth“ JÜDISCHE ZEITUNG vom-9. November die Eroberung von-Ber-Sebah iind sagt,- daß der Sieg der^ enfeU^eheii'^Truppeii.in Palästinä. die, politischen Fragen!' die.- mit diesem Lande titisammenhüngen, wieder. ii-ii iden Vofäergrundi. flickt. -Die! Sicherheit des Suezkanales und des Rofeii Meerbusens könne in der .Zukunft nur verbmgf werden, wenn Palästina durch eine BcvölkÖfimg besiedelt werde, die pro-englisch und für die Alliierten sei. Es 'gebe mir eine Kraft, die eir.4 solche Bevölkerung bringen könne, das sei die, Macht des Zionismus, welche d!as verödete Läkd mit einer .Hingabe wieder bevölkern würde, wie sie nur die jüdischen Emigranten aufbningen würden. Die Alliierten dürfen keine Zeit, mehr verliefen und, was sie schon lange als ihre Absicht Erkennen ließen, nunmehr deutlich als ihren Beschluß .verkünden, daß sie den Zionismus' unter ihren Schutz und ihre Politik, hier wie -dorr, in den Dienst der' Verwirklichung der so lang unerfüllten nationalen.Idee, des jüdischeruVolkes stellen,-- Das jüdische Palästina. Bei der. Regierung!. dempolitischen .Komitee .der zionistischen 'Organisation und Lord Rotlischild treffen sfündlch zahlreiche Huldigings- und Dankteiegiramme von jüdischen Organisationen, Verbänden,' Gemeinden and Instituten ein,- welche der Begeisterung Ausdruck geben, welche eile Erklärung Hier englischen. Regierung für ein jüdisches Palästina in der jüdischen .Welt ausgelöst hat. Die gesamte englische Presse’ bespricht •eingehend' und lim zustiimmendeh Siiiu die Erklärung. (J. K.) Kundgebungen zionistischer Verbände in den neutralen Ländern. Der holländische Zionistenbuud hat. der englischen zionistischen Federation telegraphisch Glückwünsche übermittelt und der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß die Regierungen der ganzen Kultur weit dem Beispiele Englands folgen und sich hierdurch gleichfalls dlle Dankbarkeit der Juden-sichern wenden. Die belgische zionistische Federation sandte folgendes Telegramm an die englische Bruderorganüsatkm: „Die belgische zionistische Federation, die zeitweilig ihren Sitz im Haag hat, nimmt begeistert von der Erklärung .. Kenntnis, . we.che die englische Regierung, an das jüdische Volk richtete. Säe fühlt sich von Dankbarkeit gegenüber der großherzigen Regierung Seiner Majestät, des Königs von Großbritannien für -dlie Anerkennung der nationalen Rechte des jüdischen Volkes auf Palästina durchdrungen und wünscht Ihnen vom Herzen Glück zu dem günstigen1 Ergebnis, das die zionistische An-eit krönt. Wir 'bitten Sie, unsere Dankbarkt tskundgetoung den*' englischen Regierung mitteilen zu wollen.?'-Auch von Amsterdamer Juden wurde -ein begeistertes'Telegramm au Lord Rothschild! gesandt. (J: K.) Der Eindruck in,Amerika. Einer Meldung aus New-York. zufolge' tief, diu Erklärung der. englischen Regierung,für. jeun j'üdüsches Palästina einen Sturm voii Begeisterung .in der amerikanischen Judenheit herv'or:: Strassenaufzüge und Massenv'iersammlungeit finden .statt. (J. K.) - Die Juden in Aegypten und die Palästinafräge. Die „Times“, erfährt,aus Kairo: Am 31. Oktobei! eine. Stunde nach dem Bekanntwerden der Eroberung Beer-Sebas durch die Engländer ■ fand in Kairo eine große.Volksversammlung von Juden und Nichtjuden statt! an der iin englischer, arabischer und jüdischer Sprache über die Lage berichtet und eine Resolution angenommen' wurde, die . besagt, daß die englische Regierung - aufgeiordert wird, Palästina den Juden zur Besiiedielung und autonomen Verwaltung zu überlassen. An der Resolution beteiligten sich auch englische Soldaten und Offiziere. Israel Zangwill über Palästina und die Araberfrage. Von .Israel Zangwi ll emphng das J. K., das ihn um seine Meinung über die Erklärung der englischen Regierung für den Zsonaismus befragte, das folgende Telegramm: „Als Vorsitzender der Ito, die gegründet .wurde, mb Herzls Plan eines jüdischen .Tierritordüms auf autonomer Grundlage zu verwirklichen, flih-le dch mich glücke lieh über die hoffiiuin'gsvolleii .Ansichten, welche durch'die rastlose 'Arbeit disr z'öiEsf.'schen Abteilung der territorialistiscljen Bewegung in England erreicht wurden. Meine persönliche Meinung ist, ihre -Behandlung .finden, der Pachtgenossenschaft, die eigentümlicherweise nur von Pflanzern gegründet wurde, während sie z. B. in Rumänien vornehmlich beim Körnerbau beliebt ist, und schließlich, der. Siedlungsgenossenschaft, um nach einer kurzen, aber sehr treffenden Widerlegung der.von Agronom Isaac Wilkansky in seiner äußerst lebendig geschriebenen Arbeit „DeF Großbetrieb“. dem bäuerlichen Kleinbetriebe gewidmeten Argumente, wobei ihm Franz Oppenheimer in seiner,präziseil Entgegnung „Groß- und Kleinbetrieb“ sekundiert, zum zusammenfassenden Schlüsse zu gelangen, daß wir . es bei der Siedlungsgenossenschäft nicht mehr mit einem Experimente zu tun haben, daß vielmehr die beiden landwirtschaftliche^ Großbetriebe in Merhavjah und Daganiah nicht nur -die Durchführbarkeit der landwirtschaftlichen Pröduktivgenossenschäft dartun,'sondern auch noch in dem Entschlüsse zu bestärken geeignet sind, sie in.reinster Form durchgeführt zu sehen und sie nicht durch Mißformen zu trüben. Die Erfahrungen, die in Italien und Rumänien mit den angeführten Genossenschaften. gemacht wurden und . über welche üns.Tranz. Oppenheimer in seinem Aufsatze „Die landwirtschaftlichen Arbeitfcrproduktivgenossenschaften“ und der Schreiber dieses in seiner kleinen Skizze “„Die landwirtschaftlichen Genossenschaften in Rumänien“ ein Bild geben, sind nur geeignet, die Nr. 4$ daß nüin dahin gewirkt werden muß,“ .England zu veranlassen! eine: Lösung der Firage der. arabischen Bevölkerung in. Palästina vorzühiehnien!“ Eine antizionistische. Ligä^Die Erklärung liier englischen. Regierung fiif. ejn/jüdiscifes Pjflästüna hat die Assämiläntem veranlaßf, , eine anifiZloiiiisiiische. Liga zu jrhüiuden? Zu ’d'eii Gfiiindern gehört u. a. Lord SwaythLiing. Dais Programhi; enthält . folgende Punkte: 1. Eine Vereinigung; englisclier Juden nur auf Grundlage der mosaischem Religion zu bilden, 2. Aden Versuchen entgegen zu treten! eine Besondere politische jüdische Nationalität zu schaffen. 3. Den Juden-, die Palästina zu ihrer Htümait .machen-wollen, -die Ams'ledlung in -Palästina zu erleichtern. Außerdem versuchen die Assimilanten die öffentliche Meinung durch anonyme Artikel zu vergüten, in weichön sie dlle Zionisten beschuldigen, daß sie andere Naitiönailiäten in Palästina 'unterdrücken wollen. .Die jüdische Presse nennt Lord1 Sway.thling und seine Freunde Völksve'rfäter und klagt isäe an,' daß sie in der Stunde der Enfscbsiidung dem jüdischen Volke in den Rücken fallen. Die Anerkennung der Juden «als einer nationalen Gemeinschaft .st eine vollzogene Tatsache lind/märi zweifelt' liiipht daran,' daß alle Bemü-himgen der Assimtianten vergeh ich sein werden und ihr einziger Erfolg nur darin bestehen wird, daß sie "der allgemeinen Verachtung anh-eumiallen werden. Die zionistische Konferenz in Polen Der Eingang der letzten Berichte über den fünftägigen Parteitag unserer polnischen Gesinnungsgenossen, der vom 2ßJ Oktober bis 1. November in Warschau stattiand, ermöglicht erst, die Tagung in ihrer ganzen bedeutung. zu übersehen. Es war das erste Mal, daß die Zionisten Polens als legalisierte Organisation äüftreten konnten, als dessen Folge die Zahl der Delegierten bis auf 3b0 Vertreter von mehr als 40.UIKJ bcftekelzahlern — in mehr als 200 Orten — stieg. (Darunter befanden sich 18 Delegierte aus dem österreichischen Okkupationsgebiet.) Dieser Umstand allein zeigt, daß diese Tagung den wichtigsten' zionistischen Beratungen, während des Krieges zuzurechnen-ist. Daß es 'bei den Verhandlungen manchmal heiß zuging, darf nicht Wunder nehmen.' Es ist .klar, daß sich in einer Massen-'.und'' Volksbewegung, wie sie der Zionismus darstellt, Fraktionen,-unterschiedlich in programmatischen Einzelheiten und in der Intensität cies Woiiens, bilden müssen, deren Aneinanderprallen nur eine Gewähr für den, Zuwachs unserer Kraft bildet. Deutlich waren vier Gruppen zu unterscheiden, für die die Hauptstadt des Landes, in der vier Kandidatenlisten zlrKit- Iierten, ein kleines Abbild darstellte. Die erste bestand aus jenen altbewährten Qesjnnungsgdi . nossen, die in unentwegter Treue seif den ersten . Köngreßtagen in unseren Reihen stehen, die zweite umfaßte 40 Misrachisten, die dritte au 50. Delegierte vereinigte in sich Provinzdelegierte, die vierte Richtung repräsentierte eine, neuerstandene Partei, die sich zu einem demokratischen Zionismus bekennt und enge- Fühlung mit den Jugendorganisationen. insbesondere dem Warschauer „Merkas“ unterhält. . ln der Woche des Parteitages erschien die „Hazefirah“ jeden Tag, außerdem wurden täglich . Berichte über die -Verhandlungen in jidischer Sprache ausgegeben, der Rechenschaftsbericht lag in drei Sprachen, hebräisch, jidiSch und politisch vor. ..... .. . ,• - Begrüßungstelegramme hatten das E. ,A. C. aus- Berlin und das Kopenhägener Bureau der Zionistischen Organisation gesandt, die Versammlung selbst sandte ein Telegramm an das. holländischskandinavische Sözialistenkomitee in Stockholm, in dem sie ihrer Genugtuung darüber Ausdruck gab, daß es zum ersten Mal in seinem Friedensmanifest den Schutz der jüdischen Kolonisation in Palästina und die Anerkennung der Jüdischen Autonomie in der Diaspora auf internationale Basis gestellt hat. In Abwesenheit des Vorsitzenden der Zionistischen Vereinigung, Gg. fl. 'F'ati'b's't'e'i n'. der im Aufträge des Warschauer Magistrates zujn-Einvon Kaplansky auf Grund,von theoretischen Erwägungen erlangte»’ Erkenntnisse auf das kräftigste zu unterstützen. . , . ' Eine Reihe interessanter und erwägenswerter Vorschläge, die mit dem Genossenschaftswesen ui Zusammenhang stehen, finden sich in dem Beiträge von Ing. Agr. J. OeVtinger „Die ländliche AB beitergenossenschaft in. Palästina“. Zu ihnen wollen wir nur bemerken! daß wir mit Kaplanskyden. Versuch einer Mischform bei .der Siedlungs^ genossenschaft ablehnen würden, und zwar gerade aus dem von Oettinger selbst formulierten Gesichtspunkte: „Um das .Kreditproblem der Siedlungsgenossenschaft zu lösen, muß ihre Leistungsfähigkeit, die die Grundlage ihrer Kreditfähigkeit bilden soll, nachgewiesen werden.“ Jede Wahl einer Mischform ist jedoch nur geeignet, diesen Nachweis zu erschweren, zumindest aber ’zti trüben.' ., Wir möchten bei dieser Gelegenheit' nicht unerwähnt lassen, daß die Zionisten bisher für die Erbringung dieses Nachweises durch Schaffung einer gesicherten materiellen Grundlage-für die künftigen Versuchsarbeiten nicht, daserforderliche Interesse gezeigt haben;. wir sind jedoch üb'erj zeugt, daß speziell die Zionisten Oesterreichs ihre, bereits des öfteren und besonders bei der Kriegslandspende bewährte Opferfreudigkeit auch diesmal zeigen und die warm gehaltene Aufforderung

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.