Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 11 (1917)
- Issue
- 48 (30.11.1917)
- Date
- 1917-11-30
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 48 I! wcdcn Nationalismus’, speziell Anhänger des jüdischen werde. Beiden bekannten. Dumawahlen wurden meine Worte vielfach mißverstanden, da ich doch unter Zensur stand. Ich betonte, daß alles aufgeboten werde, um den polnischen Charakter des Landes zu bewahren. Aber schon damals betonte ich ebenfalls: Sollten wir die Freiheit, uns zu organisieren, besitzen, so werden wir den liberalsten Ueberliefcrungen der Glanzzeit Polens treu bleiben. Ein Asyl für jüdische Arbeiterkinder in Lemberg. Am 15. November wurde in Lemberg ein Asyl für Kinder, jüdischer Arbeiter eröffnet. Dort sollen dOe Kinder in jüdischem Geiste erzogen werden und zwar in jüdischer Unterrichtssprache. Es wurde auch eine Aktion eingeleitet, um den armen Kindern e:ne gute Jause verabreichen zu können. Die jüdische Bevölkerung wird sich gewiß einer derartig notwendigen u,nd humanen Institution ircht verschließen. Eine Anstalt W'i'e die nun eröifne.le ist durchaus notwendig. da die Kinder bei den gegenwärtigen Verhältnissen in jeder Beziehung verkommen. Der Vater ist beim Militär oder in Stellung, die Mutter bei auswärtiger Arbeit oder um die-wichtigsten Lebensmittel angestellt. Die Kinder treiben sich ohne jede Aufsicht herum, auf sich allein angewiesen und daher schlechten Einflüssen, sowie allerlei Krankheiten zugänglich. Ein jüdisches Asyl gerade für Kinder jüd'scher Arbeiter ist in Galizien mit ein wichtiger Faktor der Erziehung, somit einer der brennendsten Fragen, welche dringend gelöst werden muß. Ein jüdischer Nationalsowjet ist in Kiew erstanden. Er soll gemeinsam mit dem Vizesekretariat der jüdischen Angelegenheiten die Verhältnisse der jüdischen Bevölkerung der Ukraine leiten. Vom Vizesekretär soll ein jüdisch-nationales Autonomiestatut entworfen werden, das der jüdischen Nationalversammlung vorgelegt werden wird. Auch soll der jüdischen Sprache gleiche Geltung mit den übrigen Landessprachen geschaffen werden. Die „judenreinen“ Maximalsten. „Temps“ weist nach, daß unter den Maximalsten entgegen den im Umlauf befindlichen Gerüchten fast gar keine Juden zu finden seien, was von den Bolschewiken selbst stets nachdrücklich betont werde. Von den 66 Maximalsten, die ins Vorparlament gewählt worden waren, seien nur sechs Juden gewesen. Die Maximalsten hätten mitgeteilt, daß alle Versionen, wonach sie nicht die rein russischen Anschauungen vertreten, demnach falsch wären. Protestresolutionen jüdSch-russischer Soldaten von der Front erklären, daß sie, so lange das Leben ihrer Angehörigen im Hinterlande durch'-. Pogrome bedroht'-'-sei, nicht kämpfen wollten. Sie verlangen, daß Regierung und Presse mit allen Mitteln gegen die aufreizende Tätigkeit der schwarzen Hundert Vorgehen. Die Not der jüdischen Bevölkerung in Polen nimmt stetig zu. Von den 340.000 Juden in Warschau sind 220.000 auf öffentliche Wohltätigkeit angewiesen. Von 90.000 Kindern befinden sich 70.000 in dem entsetzlichsten Elend. Dieselbe Not herrscht in Litauen, besonders in Wilna. Die Konferenz der Städteverbände in Polen und die Juden. Zu der in Warschau cinzuberuiendeu Konferenz der Srädtoverbände will mau von vornherein keine Juden zulosscu. obwohl sie bi den meisten Orten die Majorität bilden. — In Wloclawek haben die jüdischen Ratmäiiiiier dein Stadtraf vorgescliiage-ii, von den zu entsendenden vier Delegierten wenigstens einen Juden zu wählen.- Der Vorschlag wurde aber rundweg ab- Ecwiesen. Es ist also offenbar die Tendenz von oben, die Konferenz judeiiroin zu gestalten. Eine ernst-traurige Sache konstatieren die polnischen’Zeitungen. Sie haben eine bittere Enttäuschung erlebt. Sie ließen den pohrschen Bauer ruhig gewähren, als er im Kriege „Geld aut'gehäuft“, denn er würde, so dachten sie, Boden kaufen usw. Aber es zeigt sich leider, daß die Legende von der Aufrichtigkeit des Bauern eben nur eine Legende ist. „Wir haben uns nicht empört über die horrende Preistreiberei der Bauern heim Verkauf der primitivsten Produkte — so ist deutlich gesagt in der „Gazeta Po ran na“, wel wir uns eben damit vertröstet haben, daß dei Bauer sein Geld gut anlegen werde. Nun welche Enttäuschung! Da kommen von verschiedenen Seiten die traurigen Nachrichten, daß die Bauern ihren Boden den Juden verkaufen. Bis jetzt war der Jude durch das Gesetz vom Dorfe ferngehalten worden. Es war auch verboten, einem Nichtbauern Boden zu verkaufen oder in kleinere Teile als 3 Joch zu teilen. Jetzt sagen s:ch die Bauern, gibt es keinen „Moskai" und auch nicht seine Verordnungen. Der Boden gehört mir und ich darf machen, was mir beliebt. Zionistische Jugendorganisationen in Polen. Die nach der zionistischen Konferenz in Warschau zurückgebliebenen Delegierten, beschäftigen sich in. einer speziellen Sitzung mit der Frage der Schaffung von zionistischen Jugendorganisationen für Polen. Es beteiligten sich 25 Vertreter aus beiden Okkupationsgebieten. Die Gg Ei senil e r g und Eine m referierten über die Notwendigkeit einer Organisation; fast alle Anwesenden debattierten in hebräischer Sprache. Es wrurde der eirjstimnisge ’ Beschluß gefaßt, eine Organisation „Zerei Zion“ für ganz Palen zu gründen; man übergab die Vorbereitungsarbeiteu einer Kommission, die in den nächsten Tagen ihre Tätigkeit beginnen soll. Der Maler Leopold Horowitz ist in Wien am 16. November im 80. Lebensjahre gestorben. Er w-ar besonders als Porträtmaler der Wiener Hofgesellschaft zu verdienter Berühmtheit gelangt. 1838 in Rozgony (bei Kascliau) als Sohn eines Weinhändlers geboren, empfing er seine künstlerische Ausbildung 1853 bis 1860 in Wien unter Geiger, Meyer und Wurzinger. Nach längeren - Reisen, die ihn nach Berlin, Dresden, München führten, ließ er sich in Paris nieder, wo er seinen Ruf als Porträtmaler begründete. Er schuf das bekannte Bild Kaiser Franz Josef I., der Fürstin Sapielia, der Gräfin von der Groeben, Moritz Jokay, Georg Brandes. 1868 ging der Künstler nach Warschau, wo er Leben und Typen der jüdischen Bevölkerung studierte. Die Frucht dessen sind die hervorragenden Schöpfungen aus dem jüdischen Leben, an erster Stelle' die Darstellung des Tiscbobeab in einer polnischen Synagoge, die größte und figurenreiehste Darstellung, die der Meister geschaffen. Andere bekannte Bilder sind „Der polnische Lehrer“, „Der Talmuduntcrriclit“. Ein Porträt der Kaiserin Elisabetli von Oesterreich, das Horowitz nach ihrem Tode malte, brachte ihm neue Triumphe, auch ein anderes posthumes Porträt, das Bild des polnischen Nationaldichtcrs Adam Mickiewicz, wurde sehr gefeiert. 1891 wurde er durch die goldene Medaille der Berliner Kunstausstellung ausgezeichnet. Als fein empfindender Porträtmaler hat er Werte geschaffen, die seinen Namen über das Grab hinaus dauern lassen werden. Zionistisches Zentralkomitee für West-Oesterreich Das Zionistische Zentralkomitee für West- Oesterreich hielt am 7. und 21. November d. J. unter Vorsitz seines Vizepräsidenten,-k. k. Reichsratsrevisor Rudolf T a u s s i g, seine Sitzungen ab. Von den Distrikfskomitces in Prag und Bielitz liegen Berichte vor, denen zufolge der Auffordc- ruiig des Zentralkomitees nach den Vorarbeiten zum Zwecke einer strafferen Organisation zum Teile Rechnung'-fcetragen wurde. Auch bezüglich der Agitation für einen reichlicheren Einfluß des Kriegsbeitrages wurden Zusagen gemacht. Eine Anzahl von Eingaben aus dem Okkupationsgebiet wurde der geschäftsmäßigen Erledigung unterzogen. — Dr. S f e i ii berichtet über das Ergebnis seines Aufenthaltes in Linz, wo es zur Gründung eines zionistischen- Voiksvcreincs kam. Desgleichen wird j?eiji Bericht über die Schritte zur- Wiederherstellung der Organisationen in Wien und NiederöstelTeicli zur Kenntnis genommen. — In der Sitzung vorn 21. November referierte k. k. Reiclisratsrevisor Rudolf T a ti s s i sr über die Versammlungen,: welche in Prag und Tepütz .stattgefunden hatten-und nn'Ayclelicn Ob.-Ing. S t r i c k e r (Wien) und ’iy^Sy'h g'e r‘(Prag) Referate " erstattet hatten, yp'Dr. A'belcs revt an. in Angelegenheit ' dps lr ö.sterre'chisch-jiidischen Kongresses nunmehr -'allenthalben aufklärende Versammlungen abzuhalten. — Ucber Antrag des Herrn Adolf B ö Ii m wird beschlossen, Diskusslonsabenddmeben den regelmäßigen Sitzungen des Exekutivkomitees und Zentralkomitees abzuhalten, in welchen die Prograinmpunktc des österreichisch-jüdischen. Kongresses detailliert einer Besprechung unterzogen werden sollen. Hierauf wird die -Ausgestaltung des Sekretariates besprochen. — Dr..| B c r n f e 1 d referiert über den überaus fruchtbaren Verlauf der jüdisch-pädagogischen Kurse .Lr .wird b^auftr.'Vt, der Gründung <*i"cs jiid'sclien yolksschulzirke's. sowie der Errichtung von Schrebergärten näherzutreteii, be liufs Anleitung ‘ von Kindern zur Iandwirtschaitiichen Arbeit — Endlich . wird beschlossen, von nun ah die Sitzungen des Zentralkomitees alle Dienstag, nalb 8 -Uhr, abends abziihalten. Zionisten im Felde. Kdtt.-Asp. Wilhelm Mieses („Tikwali“, Leinberg). Sch.-R. 22, wurde zuni Fälmr. befördert und mit der bronz. T.-M. sowie dem Karl- Truppcnkreuzc ausgezeichnet. — Für tapferes Verhalten vor dem Feinde wurde Leutn. hur. Herman Singer, Sch.-R. .22. mit dem Signum laudis mit Schwertern ausgezeichnet. — Fähnr. Efraim Hirsch. Sch.-R. 22, Besitzer der bronz. T.-M.. hat am 29. Scotember 1917 an ch-r Südwestfront den Heldentod erlitten. — Feldr^bbiner Prof. Maier T a u b e r, Leiter der isr. Secisor'Tc bei der Isoiizoarmce. wurde durcli Verleihung des Ritterkreuzes des Franz Josef-Ordens mit der Krieursdekoratinn ausgezeichnet. — Militärgerichtsakzessist Dr. Heinrich L a n d c s b e r g erlüelt das gold. Verdienstkreuz am Bande der T.-M. — Leutn. Wilhelm O r z y b,. 82. Sdi.-R„ wurde f■■r t.-rrfer<’s und erfolgreiches Verhallen vor dem Feinde mit dem Signum laudis dekoriert. Besitzt bereits die bronz. T.-M. und das Karl-Trupnenkrcuz. —• Von der akad. Verbindung ..Judäa“. Lemberg, wurden Leutn. Heinrich Eli gelb erg mit dem gold. Verdienstkreuze mit der Krone am Bande der T.-M. mul l.dst. Ing. Simon P o 1 e i n e r mit dem Signum laudis mit den Schwertern ausgezeichnet.’ — Freitag, den 23. d. M. fand hier nach erfolgter Exhumierung die endgültige Beisetzung des im Oktober 1916 gefallenen Kdtt.-Asp. Dr. David W c i n b c r g e r in einem von der Wiener Kultusgcmciiide zur, Verfügung gestellten Heldengrab statt. Am offenen Grabe sprach Herr Rabbiner Schenk vom Talmud-Tora-Tempel (Malzgasse) ergreifende Worte des Gedenkens. Dr. Weinberger, der mit der großen sr'Ib. und bronz. T.-M. ausgezeichnet war, war Vizepräsident des Sportklubs „Hakoali“ und Mitglied des Wiener Zion, Zeiitralvereines. Ankündigungen Aller Herren-Verband. Der zionistische Verband ehemaliger Hochschüler hält Samstag, den I. Dezember, 9 Uhr, im Cafe Marienbrücke seine Generalversammlung ab. Allgem. Jüd. Arbeiterverein (Poale Zion), Wien, II., Stefaniestraße 2, Tür 34. Samstag, am I. Dezember I. J„ um 8 Uhr abends, findet im Vereinslokale ein Vortrag des Herrn Dr. H. Glanz über „Das jüdische Schulwesen in Oesterreich“ statt. Hebr. akad. Vereinigung Hatchijah. Sonntag, den 2. Dezember 1917 findet ein Vortrag des Chawer Dr. Ari Mayer über „Ofi haadam uchtaw jado“ (Versuch einer hebr. Graphologie) im Saale, II. Praterstraße 9, um halb 8 Uhr abends statt. Hebräisch sprechende Gäste willkomen. In der vorigen Nummer wurde irrtümlicherweise der Name des Sgan rischon Dr. Samuel Schweig ausgelassen. Der Verein zur unentgeltlichen Ausspeisung armer Flüchtlinge aus Galizien und der Bukowina veranstaltet ein Wo h 11 ä t i gkei t s ko nz er t, bei dem Herr Gerson S i r o t a, der jüdische Caruso, und seine Tochter Fräulein Helene Sjrota mitwirken werden. Karten sind , zu. haben im Theaterkartenbureau Spitzer, I., Morzinplatz 5, und an den Kassen folgender Kaffeehäuser: Cafe „Weich“, Cafe „National“, Cafe „International“, . Cafe „Central“ in der Taborstraße, Cafe „Herz“, Cafe „Wögerer“, Schottenring, in der Tabaktrafik im Lloydhof und bei Herrn März, I., Augustengasse 2. Das Erträgnis fällt obgenanntem Vereine zu. Makkabäerfeier in Linz. Sonntag, den 9.. De- - zember, halb 8 Uhr, findet in Linz im Redoutensaal eine Makkabäerfeier mit einem reichen Programm statt. Herr Dr. Otto A b e 1 c s aus Wien wird die Festrede halten. Herr Regisseur Viktor Hartberg wird i üdisch-nationale - Dichtungen rezitieren. Lemberg. Die Zionisten treffen sich am Mittwoch abends 8 Uhr 30 Min. und Sonntag nachmittags um, 3 Uhr im Cafe „Warszawa“. Auswärtige Gg. herzlich willkommen. Berichte und Korrespondenzen Wien. Auf Einladung des Präsidenten der Kultusgemeinde, die an 800 Personen ergangen war, fand Montag, den 26. November, im Sitzungssaal des Gemeindegebäudcs eine von etwa 50 Personen besuchte Versammlung statt, in der Herr Rabbiner M, Groß aus Jerusalem über „Die derzeitige Lage der Juden in Jerusalem und Palästina“ sprach. Herr Präsident Dr. Alfred Stern leitete die Zusammenkunft mit einer Ansprache ein, in der er ausführte, daß die jüdische Bevölkerung Palästinas unserer Hilfe gewiß sein müßte, gleichgültig, ob das Land türkisch sei oder die Engländer Fortschritte machen sollten. Rabbiner Groß, der als Vertreter der Hilfskonimission 1915 unter Aufsicht des Konsulates in Jerusalem die Brotverteilung leitete, entwarf ein grauenhaftes Bild der Lage. Er schilderte im Einzelnen die Folgen der Heuschreckenplage, des Mißwachses, der Entwertung des Geldes, der Epidemien und des Hungers, der alt und jung auf der Straße dahinsterben lasse. Er berichtete von den Begleiterscheinungen der Evakuierung, die einem dritten Churban gleiche. Die Sterblichkeit habe einen unerhörten Grad erreicht. Im Spital Schaarc Zedek stürben täglich an Flecktyphus allein 50—60 Juden; Jerusalem, das vor dem Krieg etwa 60.000 Juden gezählt habe, weise infolge der verschiedenen Ursachen laut einer um Pessacii vorgenommenen Zählung nur mehr 23.000 auf. Es heiße bei diesen Umständen aus Gründen der Menschlichkeit und des jüdischen Pflichtbewußtseins in ausgiebiger Weise helfen. Nacii Herrn Rabbiner Groß nahm Herr Rabbiner Dr. G r u inv a 1 d das Wort, um die Ausführungen des Referenten zu ergänzen. In der Diskussion sprach Herr Kultusivorsteher Dr. Heinrich Schreiber über die bei uns herrschenden Notstände. Sein Eiinvand, daß man mit Geld nicht helfen könne,, wurde widerlegt und was den ersten Hinweis beträfe, führte Herr Präsident Stern aus, sei unser Elend gegenüber dem palästinensischen „glänzender Reichtum“. Jedenfalls, wenn wir hierzulande arme, unterernährte Judenkinder sähen, so stürben sie immer noch nicht Hungers. Die Versammlung ließ sicii durch Einwände nicht beirren und nahm mit Befriedigung zur Kenntnis, daß in dieser Angelegenheit die fünf Körperschaften: Kultusgemeinde, Alliance, Bnc Berith, zionistische Organisation und Hilfskommission 1915 von nun an nicht mehr parallel, sondern Zusammenarbeiten würden. Audi von der sefardischen Gemeinde und von orthodoxer Seite habe er Erklärungen der Bereitwilligkeit, alle Kräfte zu vereinigen, erhalten. Man sei der Ansicht, daß der zu enge Titel „Für die Evakuierten Palästinas“ einem umfassenderen Begriff zu weichen habe, denn unsere Sorge habe, wie Herr Rabbiner Grunwald betonte, auch jenen Palästinensern, gleich welcher Staatsangehörigkeit, zu gelten, die in wöchentlich zwei bis drei Zügen nach Wien kämen, ohne hier eine nennenswerte Unterstützung zu finden. Für die Aktion in Palästina selbst besteht der Plan, in Damaskus ein Komitee einzusetzen, dem Vertrauensmänner sämtlicher zusammengehender Organisationen angehören sollen. Ihm wäre Vollmacht zu erteilen, nach eigenem Ermessen die überwiesenen Gelder für Behausung, Bekleidung und Ernährung zu verwenden. — 1dl — B