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Jüdische Zeitung · 1917-01-12 · 2 (12.1.1917) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
11 (1917)
Issue
2 (12.1.1917)
Date
1917-01-12
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 2 JÜDISCHE ZEITUNG Seite 5 Lt. in der Res., Josef Schornstein, i. a. B. der I.-A. V. Ivria'in Wien, Besitzer der bronz. und silb. Tapfcrkeitsmedaillc II. KI.; wurde neuerdings für tapferes Verhalten vor dem Feinde mit dem Signum laudis ausgezeichnet. Lt. Siegfried Stöklmachcr, Jiid.- akad. Leseu: Redehalle, Brünn, wurde mit dem Signum laudis ausgezeichnet. Folgende A. H. A. H. der Z.!F. V Hasmonäa, Brünn, im K. Z.. T. V. wurden ausgezeichnet: Fhr. H an s Landau mit der silh. Tapferkeitsmedaille II. Kl., Fhr. Paul Rosenbaum mit der kleinen silb. Tapferkeitsmed., Fhr. Viktor Hanna k mit der silb. Tapferkeitsmed. I. Kl. Fhr. Karl Schwager, Führer des Wanderhunds „Blau-Weiß“ in Linz, bekam zum 2. Maie die kl. silb. Tapferkeitsmed. Ankündigungen Die „Hebraisch-akademische Vereinigung „Hatchiiah“, Wien, veranstaltet Samstag, den 13. Jänner, um präzise halb 8 Uhr abends, im Saale des Jüd. Handlungsgehilfenverbandes, II., Ob. Donaustr. 65, einen Vortrag unserer Bb. stud. phil. Chajim Koffler über „Jehudah Halevi“ Hebräisch sprechende Gäste willkommen! Der Zionist. Verband ehemaliger Hochichüler lädt aut Mittwoch den 17. zu seiner gewohnten Sitzung ein. Dom-Cafe. In der Lese- und Redehaile jüdischer Hochschüler spricht Mittwoch den 17. Jänner um halb S'Uhr Herr „S i g f j i e d Schmitz über Jitzschok Leib Perez. Lokal der Halle. Herr Prot. Dr. Alfred Engel aus Prag, der Leiter der jüdischen' Flüchtlingsschulen in Böhmen, wird im Zyklus des „Komitees zur Autk/ärung über o s t j ü d i s c h e F r ag e n“ über „Die o s t j ü d i s c h e Jugenderziehung“ sprechen. Der Vortrag findet Sonntag, den 21. Jänner 1917, 6 Uhr abends, im Festsaal des Hotel Continental, II., Taborstr., statt. Karten zu K 2.—, K t.—,(K 0.50 sind erhältlich in der Buchhandlung R. Löwit, I., Rotenturmstr. 22, im Zionist. Zentralbureau, I.I, Zirkusgasse 33,' und an der Abendkasse. Die Hakoah, die im Vorjahre mit Erfolg ein jüdisches Seminar abgehalten hat, veranstaltet heuer wieder einen Zyklus von Vorträgen, die jeden Samstag im Cafe City, /L, Werderthorg. 3, stattfinden. Der Eröffnungsvortrag findet Samstag, den 13. Jänner, präzise S Uhr abends, statt, und wird von einem bedeutenden Wiener Zionisten gehalten. Gäste willkommen. , . Berichte und Korrespondenzen Der jüdisch-literarische Klub (Jüdischer Bildungsverein) eröffnete die Reihe seiner diesjährigen Veranstaltungen mit einem 'Vortrage des Herrn Abraham Sonne über „Jüdische Bildung“, im Kristallkafe am 6. d. M. Nach einigen einleitenden . Bemerkungen, des Herrn L. Hofmann über die Bestrebungen des Klubs erhielt der in national-jüdischen Kreisen hochgeschätzte Vortragende das Wort. Er ging davon aus, daß im Mittelpunkte der Westjüdischen Kulturprobleme die Bildü.igsfrage stehe, das heißt das Bedürfnis, daß dem Bekenntnis zum jüdischen Volke auch die Erfüllung mit jüdischen Inhalten entsprechen müsse, (damit eine harmonische Gestaltung der Persönlichkeit erzielt werde. Auf der Suche nach solchen Werten habe das Westjudentum den Osten entdeckt, aber es habe sich da teils mit. zeitlich (bedingten Elementen begnügt, wie sie besonders durch die moderne jüdische Literaturrepräsentiert Werden, teils seien Einzelzüge des ostjüdischen Daseins über pebühr ausgeweitet worden, Wie etwa der Chassidismus. Nur dann jedo'ch besitze der Osten wahren Bildungswert für den Westen, wenn er in seinem WesSntlichen begriffen, (wenn er als das erlebt werde, was jenseits aller geographischen und geschichtlichen Scheidungen zugleich auch das Wesen des ewigen Judentums ausmache. Der Osten dürfe wiederum nicht bei einem einseitigen tatenlosen Bewundertwerden stehen bleiben, sondern müsse auf Erhaltung ,und Erneuerung seines jüdischen Erbes, wie es einzig im hebräischen Schrifttum aller Zeiten und Zonen niedergelegt ist, bedacht sein, ln einer anschließenden Diskussion wandte sieb Herr Michael K o h n gegen die Behauptung eines rein abstrakten Judentums Und die Apotheose des Hebtäischen als der alleinigen Form des nationalen Gehaltes, wodurch das jüdische Proletariat benachteiligt werde, worauf Herr Sonne mil dem Hinweis antwortete, jedes Volk suche über das augenblicklich Gegebene hinaus seine dauernden geistigen Schöpfungen zum Besitz der ganzen Gemeinschaft zu. machen. Die tiefdurchdachten Ausführungen des Vortragenden, die an die bedeutsamsten Probleme der jüdischen Gegenwart rühren, fanden bei dem zahlreich erschienenen Publikum .ein -wahres Interesse, das sich in lebhaftem Beifall kundgab. 1 wl st. Zahlreiche Berichte von Makkabäerfeiern lauten bei uns ein. In Krakau“ wohnten der Feier des Vereines „Tuschijah“ am 24. Dez. 150 Teilnehmer bei. Die Festrede hielt Herr Ben-Ziox Rappaport. Hebräische und jüdische Deklamationen der Herren Lasar, H o r o w i t z, Adenba um, Holländer und Perlberger verschönerten das Fest. Die Herren Friedmann, Ginzold und Wasserreich sammelten größere Beträge für die notleidenden Ju- - den in Palästina und für den NF. Die Schorn e. r. - Organisation-in Krakau veranstaltete am 30. Dez. ihren Makkabäerabend mit äußerst reichhaltigem Programm und wiederholte ihn am 31. Dez. Die Festreden hielten die Herren N. Mit’ eie w und Dr. Leser. An der Feier der Zionistischen Organisation in R z e s z o w am 26. Dezember nahmen über 500 Personen teil. Unser Gg. Dr. Karl P o 11 a k, Präsident des Westösterreichischen Zionistischen Zentralkomitees eröffnete die Feier. Die zion. Organisation in Rzeszow, spricht Herrn Dr. Pollak, dem Festredner Gg. Mifefew, Leiter der Tovnbeehalle in Krakau, sowie allen übrigen Mitwirkenden an der Feier ihren Dank durch O e 1 b a u m s p e n d e n aus. Der neugegründete „Jüdische Bildungsverein in 'Sandomierz, der in erster Linie Interesse für die jüdische Geschichte und die hebräische Sprache unter seinen Mitgliedern erwecken will, inaugurierte seine Tätigkeit durch eine Makkabäerfeier. Herr Jakob S c h w e i z e r hielt die festliche Ansprache, der wie üblich Deklamationen und zionistische Lieder folgten. Große Gl'ickstage nahen! . Schon am 1. Februar d. J. fällt der größtmöglichste Tteffer von K 500.000.—, in Worten eine' halbe Millibn Kronen, aut die höchst patriotischen Österreich. Roten Kreuzlose v. J. 1916 zu. Diese billigen und sicheren Lose schließen jedweden Verlust aus und eignen sich besonders in der jetzigen Zeit zur vortrefflichen Kapitalsanlage. Jedes Los mul) ‘"gezogen werden. 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