Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 10 (1916)
- Issue
- 35 (1.8.1916)
- Date
- 1916-08-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 35 Zionisteir im EelOe. Gg. Oberlt.-<Auditor Dr. Gerson Zipper wurde mit dem Signum Jaudis. am Bande der Tapferkeitsmedaille dekoriert. ' Ing. Lt. Ernst Reinisdi, A. H. der Jüd.- akad. Verbindung „Ivria“, Wien^ erhielt das Signum laudis. Verpfiegs-Akzessist Alfred Barber, a. B. der Jüd.-akad. Verbindung „Ivria“, Wien, wurde mit dem Goldenen Verdienstkreuz am Bande der Tapferkeitsmedaille dekoriert. Gg. Fähnrich O. Barenblüth ist mit der Silbernen Tapferkeitsmedaille I. KI. ausgezeichnet worden. Gg. Dr. Julius I r r g a n g, Chefarzt im k. k. Reservespitale in Rzeszow, wurde zum Oberarzt befördert und mit dem Ehrenkreuz II. Kl. mit der Kriegsdekoration ausgezeichnet. Gg. Bernhard P r ä g e r,‘RUO. im IR. Nr. 9, erhielt das Silberne Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille. Gg. N. M. Gel b er aus Brody wurde zum Leutnant befördert. Von den Wiener Hakoahnern tragen mindestens 350 des. Kaisers Rock 'und die. Anzahl der Ausgezeichneten dürfte 70 übersteigen. Leider hat die Hakoah auch viele Tote zu beklagen. Aus der Fußballsektion fielen: Leiitn. GewitSch (Goldene Tapferkeitsmedaille), Einj.- Freiw. Korp. Josef Blaustein, Inf. 'Otto Reiß, Inf. Oskar Mehler, Inf. Weiner, Inf. Oskar Schlesinger, Wachtmeister Albin Kandl und Einj.- Freiw. Korp. Gottlob; SchwimmSektion: EinjoFreiw. Korp. Fritz Wagner, Inf. Pollak und Korp. G. Löwy; Leichtathletik: Einj.- Freiw. Korp. Paul Mütz, Zgsf. Kraus; Hockey- Sektion: Leutn. Stangl (Silberne I. Kl.), Kadettasp. Fritz Pocher und Einj.-Freiw. Korp. Bierer. , JUC. Moritz Grzyb aus Aussig, Leutnant im IR. 75, Mitglied und ehemaliger Obmann der Lese- und Redehalle 'jüdischer Hochschüler in Prag, ist am 16. v. M. in Lemberg den im Felde erlittenen Verletzungen erlegen. Danbsagung. Nach einer mehr als einjährigen Wirksamkeit als Redakteur der „Jüdischen Zeitung“, bin ich infolge Einrückung zum Militärdienst nunmehr gezwungen, die Redaktion niederzulegen. Allen Freunden und Gesinnungsgenossen, die mich in meiner redaktionellen Tätigkeit freundlichst unterstützt haben, sage ich auf diesem Wege herzlichsten Dank. Metr Hen'sch. flnzeigen uni Korresponöenzen. Der Verein für unentgeltliche Arbeitsvermittlung an jüdische Hochschüler hat seine Tätigkeit wieder aufgenommen. In diesem Vereine steht stets die beste Auslese von Hofmeistern, Hauslehrern und Lehrkräften für alle Lehrgegenstände, sowie für Musik und Bureaufächer zur Verfügung. Die Vermittlung ist kostenlos. Der Verein will den jüdischen Hochschülern Wiens nach wie vor als Hauslehrer, Korrepetitoren, Hofmeister, Stenographen, Bureauarbeiter usw. die zum Studium nötigen Existenzmittel verschaffen und seit 10 Jahren schon ist es gelungen, mehr als 50 Prozent der Bewerber gut zu versorgen. Gerade das! heurige Jahr stillt große Forderungen an ihn, die Zahl der Verdienstheischenden Bewerber ist gewachsen. Die Hochschulen der Provinzstädte sind weniger besucht als Wien. Der Beitritt als Mitglied und die Förderung seiner Zwecke durch Spenden ist daher heute .mehr denn je erwünscht. « Der.,nächste Vereinsabend des jüdischen Mädchenvereins „Moriah“ findet Mittwoch, den 6. d. M., präzise halb 8 Uhr abends, 9. Bezirk, Servitengasse Nr. 10 (Bude Neure Jehuda), statt Herr Köstenbaum wird über Achad Haam sprechen. Gäste willkommen. Jamnitz. Hier ist am 21. August der greise Bürger Herr Moritz Mayer verschieden. Der Verblichene war ein treuer Anhänger unserer Sache und alle seine Nachkommen wandeln in seinen Wegen. Friede seiner Asche! Sanok. Am 6. August fand in der hiesigen Synagoge eine Gedenkfeier für die gefallenen jüdischen Soldaten upd anläßlich des Todestages Herzls statt. Die Feier wurde durch eine von Herrn Dr. Spiegel in .polnischer Sprache gehaltene Rede eingeleitet, auf die das von Herrn Religionspröfessor Appel wirkungsvoll rezitierte „El Male Rachmim" folgte. Hieraui ergriff der durch seine rührige "Agitation für die jüdische Sache in den weitesten Kreisen bekannte Herr C. Kraniner das Wort. Seine ergreifende Schilderung des jüdischen Leidensweges im Exil in jidisdier Sprache zwang alle Zuhörer in ihren Bann. Allen Teilnehmern wird diese F.eier unvergeßlich bleiben. Opatow (Polen). Mit behördlicher Erlaubnis wurde am Freitag, den 20. Tamus, in der hiesigen Synagoge ein Gottesdienst abgehalten, an dem ein großes! Publikum sich beteiligte. Die Schulknaben mit ihrem Lehrer H. Jakob Wasserman, sowie die Schülerinnen mit ihrer Lehrerin Fräulein Wiadowowitsch an der Spitze, veranstalteten einen Umzug durch die Straßen. -Nach dem Gottesdienst sangendie Kinder die „Hatikwah“. Sonntag, den 23. Juli fand im Saale der neugegründeten „Literarischen Gesellschaft*/ ein Herzl-Trauerabend statt. Es wirkten an diesem’ aktiv mit die Herren Rubinstein und Kalischer, sowie der spezifcf» gebildete Chor. Der Abend machte auf die Teilnehmer einen großen Eindruck. Für den materiellen. Erfolg sorgten besonders Frau Weißblum und deren Tochter Mina Weißblum. Es wurden 30 Sehekei und N.-F.- Marken verkauft und 12 Bäumeim Herzhvalde gespendet. Simon Ausschussmann aus Lanczyn sucht seine Kinder David, Debora und , Feiwel. Adresse: Simon Ausschussmann, .Hamstern, Komitat Sopron (Üngarn), Verwaltungshaüs. Aeltere bessere Frau sucht- Anstellung bei religiöser Familie für ganze oder halbe Tage. Zuschrift erbeten an M. Lecker, II. Zirkussgasse 39/28. K. k. Musikakademikerin eröffnet Klavier - Unterrichts - Kurse vom ersten Anfang-bis zur Ausbildung. Der Unterricht findet nach „Konservatorischen Prinzipien“ statt. Honorar für 3 Lektionen wöchenll. nebst Gratisbeistellung von Klavier und Noten für häusliche Übung K 20 monatlich. Schriftliche Anmeldungen an: Klavier- und Musiklehrerin Wien, II. Malzgasse 4, . " Tür 9. Hebräische Lehrerin wird für 9 jähriges Mädchen gesucht. Anmeldungen bei der Administration dieses . Blattes. Fünfjähriger Knabe, gut erzogen, wird zu besserer national-jüdischer Familie in Pflege gegeben. Gefällige! Zuschriften mit Angabe der Ansprüche an Fr. Fela Spielberg, Wien, III. Kübeckgasse 4, ' erbeten. Belgrad. Zionisten werden gebeten, ihre Adresse "bei Ing. Lt. Dr. Reiner, Donja ul. 63, abzugeben. Zu sprechen täglich halb 2 bis halb 3 Uhr. Vom BüMisdi. Das neueste (5.) Heft der von Dr. Martin Buber •herausgegebenen Monatsschrift „Der Jude“ ist besonders reichhaltig. Es enthält Aufsätze von Dr. Buber („Begriffe und Wirklichkeit“), .Max Rosenfeld („Die Frage einer nationalen Autonomie der: Juden in Oesterreich“), Jakob Leszczynski („Fragen desi ostjüdischen Wirtschaftslebens“), D. Trietscli („Ein Maximalprogramm der jüdischen Kolonisation in Palästina“), E. PernersTorferi („Zur Judenfrage“), R. S e 1 i g m a n n („Einige Worte über' Hermann Cohen“), Alfred Lemm („Großstadtunkultur und Juden“), Arno Nadel („Jüdische Volkslieder“), ferner Bemerkungen von Julius Bab, Oskar Baum, Paul Friedländer und Max ,B r o d. - Unter „Daten und Materialien“ bringt „Der Jude“ diesmal ergänzende und berichtigende Ausführungen des Agronomen J. Oettinger zu dem bekannten Aufsätze Prof. B a 11 o d s. * ^BeScbaab Su . . .“ (In dieser Zeit). Zweites Sammelbuch. Verlag „Haawoda“ in Jaffa (Adr. Jacob Efter, Jaffa). Preis M. '2.—. Alle Freunde der hebräischen Literatur und Verehrer des bedeutendsten hebräischen Dichters der Jetztzeit werden dem Verlag „Haawoda“ für das „in dieser Zeit“ der größten materiellen! und seelischen Bedrängnis der Juden ihnen vermittelte SammelbuCh, das ganz 'Bialik (anläßlich seines 25jährigen Dichterjubiläums) gewidmet ist; Dank wissen. — Das Buch enthält zahlreiche Beiträge yon den gegenwärtig in Palästina 'lebenden hebräischen Schriftstellern und Dichtern J. ' Ch. Brenner, Jacob Räbinowitz, A. M. Lipschütz, A. M. Boruchow, K. L. Silmann u. a. m., die die verschiedensten Seiten der Persönlichkeit Bialiks und seines Schaffens zü beleuchten suchen und von denen die glänzenden Aufsätze der drei Erstgenannten besonders hervorgehoben zu werden verdienen. H. In den hebräischen Kursen für Erwachsene, welche vom Direktor der hebr. Schule Drohobycz, Herrn Siegelbauni, geleitet werden, finden noch einige Schüler und' Schülerinnen Aufnahme. Anmeldungen werden täglich um 7 Uhr im Zionistischen Büro II; Zirkusgasse 33 entgegen genommen, mit Ausnahme von Freitag u. Samstag. Auch Privat-Unterricht wird erteilt. Neuigkeit! Neuigkeit! „HERZL“ Ein Sammelbuch (poln.), herausgegeben vom Galizischen Zentral-Komitee zum Todestage Herzls. Enthalt eine. Reihe von überaus interessanten Aufsätzen, u. a. vdn Buber, Stand, Ehrenpreis, Thon. Preis K 1.50. Zn haben bei R. LÖWIT, Wien, I. Rotenturmstraße 22 S ntso : ■; RESTAURATION« ■ „zur pumänifdien Küthe“ ■ ■ Ch. Weiß vorm. Korn ■ ■ Wien, II., Hammerpurgstallg. 3. « Anerkannt vorzügliche polnische u. rumänische Küche. Cafe „Marienbrücke“ I., Rotenturmstraße 31. - :-: RENDEZVOUS DER ZIONISTEN r* ZIVNOSTENSKÄ BANKA FILIALE WIEN l., Herrengasse 12 Wechselstuben in Wien: 1., Graben 15, I., Herreng. 12, II., Praterstr.24,' III., Landstraße Hauptstr. 88, IV., Favoritenstr. 4, V„ Margaretenstr. 71, VI., Gumpendorferstr. 100, VII., Mariahilferstr. 84, VIII., Josefstädterstr. 103, IX., Porzellangasse 9, X., Favoritenstr. 95, XII. Meidlmger Hauptstr. 15, _XXI., Am Spitz 15._ Kulante Besorgung aller Bank- und Börsentransaktionen. Aktienkapital u. Reserven: über K 103 Millionen. EINLAGEN 7\°L auf Büth.1 0 ß ß Zentrale kx Prag, gegründet 1868. Filialen: Brünn, Budweis, Friedek-Mistek, Iglau, Karlsbad, Klattau, Königgrätz, Krakau, Lern berg, Melnik, Olmütz, Mährisch-Ostrau, Pardubitz, Pilsen, Pisek, Prossnitz, Rei- . chenberg, Tabor, Triest Stahlkammer mit vermietbaren Safes Abonnfement von K 7.— an. Heraus?. Alexander Geller, verantwortL Red. David NebenzahL — „Adria“ Druck- und Verlagsgesellschaft m. b. H. (verantw. Karl Karner), Wien, II.