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Jüdische Zeitung · 1916-04-07 · 14 (7.4.1916) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
10 (1916)
Issue
14 (7.4.1916)
Date
1916-04-07
Page
Seite 3 (sequence 6)
Language
German
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Seite 1 Beilage zur JÜDISCHEN ZEITUNG Nr. 13 ••CK>*CK>*CKd«CK>CK>*CK>*CKD»CM<>«CH9*eK3«CK)»aCK>«CXD*HeaD«eK>«CK>«eK>»CKD«eK>*CK>«eK>«CK>*CaR>«GaraM Nr. 14 4JITTCI> I mACM Nr. 14 * MITTEILUNGEN Jüüisdien des tt n Sammelstelle für Oesterreich: Wien, II. Zirkusgasse Nr. 33 TELEPHON NR. 45.325 Postsparkassen-Konto 100.208 ■ ■ Erscheint wöchentlich mit dem Ausweise der aus Oesterreich eingelangten Nationalfonds-Spenden Der „Jüdische Nationalfonds“ ist dazu bestimmt, in Palästina Grund und Boden als unveräuüerliches Eigentum des jüdischen Volkes zu erwerben. — Vom V. Zionistenkongreß im Jahre 1901 gestiftet, hat er jetzt schon 5’^ Millionen Kronen Vermögen, bei einem stetigen Zuwachs, der im letzten Friedens- : Jahre 1912 eine Million betrug; * Herausgegeben im Aufträge der österreichischen Kommssion des „Jüdischen Nationalfonds“, :: Wien, II/i, Zirkusgasse Nr. 33 :• l Bel allen Jüdischen Veranstaltungen ist es Ehrenpflicht, für den ,J. N. F.‘ zu sammeln; I im nachstehenden Wochen-Ausweis werden nur die bis längstens Montag Vormittag eingelaufenen Spenden veröffentlicht | ■.(»■a(»va.nv».ff»a.<»na.Pvaei»aa«(»aaaeaa>e«a>CiaCNi<!MaegD>Hfe83<aiD»<!»3Ce»D>(aP»C83*caD>eaa»eB3»e8a>C8aSN Jahresühersidif Oer Hafionalfonfls: Eingänge Oesterreidis. Die Leiter der Landessammelstelle Oesterreich haben sich nie in der Ueberzeugung beirren lassen, daß die sorgsam gepflegte Statistik ein Hauptbehelf für planmässige, unaufhaltsam vorwärtsstrebende Sammelarbeit ist. Die letzte Jahresübersicht hatten wir für 1913 in den Nummern 11—14 der „Jüdischen Zeitung“, Jahrgang 1914, verlautbart. Und wenn von der Verlautbarung der Statistik für 1914 abgesehen worden ist, so nur deshalb, weil der nach- Ablauf des 1. Semesters 1914 ausbrechende Weltkrieg zunächst alles niederzureißen schien, was wir in 13 jährigem zähen Mühen aufgebaut hatten, und weil wir fürchten mußten, mit einer solchen Verlautbarung auf Indolenz zu stoßen oder gar noch größere Zagheit auszulösen. Nun, es ist dem treuen Zusammenwirken von Zentrale und Lokalkommissären rasch gelungen, der Krise Herr zu werden. Während in der zweiten Hälfte 1914 die Ueberflutung Galiziens und der Bukowina durch die Russen nicht nur jeder Tätigkeit der kurz vorher neugeschaffenen und schon segensreich wirkenden Landessammelstelle Lemberg ein jähes' Ende bereitete und Während die flüchtigen Ostjuden in den Asylen Westösterreichs die Hilfskräfte der hiesigen Zionisten absorbierten und so der NF-Arbeit entfremdeten, ist es der Wiener Leitung bald nach Beginn des Jahres 1915 geglückt, sich selbst durch tüchtige Parteigenossen aus dem Osten zu ergänzen und' nach gleichem Muster überall die Wiederaufnahme der NF-Arbeit Zu bewirken. Hiezu diente vor allem ‘die glückliche, von Dr. Zipper zuerst verfochtene Parole der .Kriegslandspende'. Bald erholte sich nicht nur der Westen, sondern war dehnten unser Sammelwerk auch auf die Zionisten in den Schützengräben und Garnisonen und auf die von den österreichischen Waffen zürückeroberten Provinzen Bukowina und Galizien aus. Ja, der Elan unserer Arbeit war so mitreissend, daß uns auch' aus den Nachbarländern, deren NF-Organisation sich nicht so rasch aufraffen konnte, so aus den süd: slavischen Ländern unserer Monarchie (K 3009) und aus Ungarn (K 127), schließlich auch von Weiter auswärts (K 179) nicht unbeträchtliche Beträge zuflosSen. All dies kommt in der nachfolgenden Statistik zum näheren Ausdruck. Doch zunächfet eine Ausschau auf die Stellung Oesterreichs zu der Gesamtorganisation des JNF. 1913 hatte die damals noch für ganz Oesterreich wirkende LandesSammelstelle Wien vom1 Weltertrag per M 811.201 nicht weniger als M 144.133 (d. s. 17.77 Prozent) aufgebracht und wenn auch mühsam den zweiten altangestammten Platz hinter Rußland behauptet. 1914 hatten zum Weltertrag per M 595.764 Galizien 40.404' M und das restliche Oesterreich M 50.764 beigesteuert und waren selbst mit der Summe dieser Beiträge per M 90.823 (d. sl 15.24 Prozent) hinter Nordamerika und Rußland weit zufückgesunken. Doch schon 1915 hat die neuvereinigte LandesSammelstelle Oesterreich zum' Weltertrag per M 509.478 durdi ihren Beitrag von M 85.730 (d. s. 16.83 Prozent) sich den zweiten Platz rückerobert. Dabei ist im Auge zu behalten, daß Wir 1914 nur fünf, hingegen 1915 volle zwölf Kriegsmonate zu überstehen hatten. Ueberdies sind auch für andere zionistische Zwecke 1915 K 2804.— bei uns eingeflossen. Und 1916 wollen und werden wir den Ertrag von 1913 — trotz Krieg und Not — wiedererreichen. Zum Gesamtertrag Oesterreichs 1915 hat die Kriegslandspende eine volle Hälfte beigetragen. Ueber das Ergebnis unserer Büchsen, dieses wichtigsten Sammelmittels, wird eine eigene Statistik in der Pessachnummer nachfolgen. Von einer weiteren Spezifizierung nach Samraelm i 11 e 1 n glauben war diesmal absehen zu sollen. Wichtiger und lehrreicher scheint es uns, die Erträge nach Teilgebieten einander gegenüberzustellen, um zu zeigen, wie jedes von ihnen auf die Kriegsnöte reagier! hat: Gebiet Gesamteingan; 3f 3 Differenz . 1915 19.14 1913 1914/15 . . . 1913/14 Innerösterreich 47.234 19.185 49.551 + 28.049 ‘30.366 Mähren-Schlesien 22.136 17.820 28.742 + 4.316 — 10.922 Böhmen 12.315 17.063 39.087 [4.748 . . - 22.024 Aus dem Felde 8.835 - ' — 8.835 — Galizien ’• 5.837 47.273 46.964 i [41.436 1 ‘ -r . 309 Bukowina 915 4.343 4.292 - f 3.428 +. ' 51 Diverse 3.315 —■ — -1- 3.315 5— Summe 100.587 105 684 168.636 — 5.097 — 62.952 r Zinsenwidmung des Gg. Baruch Kahane in Wien K 10.300. Nach Ausschaltung dieser Widmungen und bei Betrachtung der regelmässigen Eingänge Wird es klar, daß Böhmen, durch den Krieg am meisten in seiner Entwicklung zurückgeworfen worden ist. In und um Wien freilich siedelten sich die Mehrzahl der wohlhabenden Flüchtlinge an. Mähren-Schlesien hat sich — auch ohnedem — behauptet, und sich wie stets als zionistisches Musterland bewährt. Recht lehrreich für die Standhaftigkeit unserer Organisation ist auch nachfolgende Zusam- . menstellung nach der Zahl der Ortschaften, aus denen NF-Spenden eingeflossen sind. Gebiet Innerösterreich Mähren-Schlesi en Böhmen - Galizien’ Bukowina ■ Diverse 1915 1914 n r 1913 52 41 30 65 64 72 59 67 71 34?? 11 47 . 46 24 — ’ T- ■245 Der oben für Galizien 1914 verzeichnete Betrag von K 47.273 ist durchwegs im I. Semester jenes Jahres gesammelt und an die Sammelstelle Lemberg abgeführt worden. - An außerordentlichen Spenden sind 1913 größere; Widmungen des Jüdischen Kolonisations- Vereines in Wien und der Bnc- Beriß in Prag für die Jemeniten eingeflossen ünd 1915 aus einer Summe Und nun mögen die Detailaufstellungen für die Teilgebiete folgen, durchwegs in volle Kronen abgerundet. Das geschulte Auge der Freunde unseres Volksschatzes ward auch ohne weitere Erläuterung auS diesen Tabellen die volle Aufklärung entnehmen, an welchen Orten unsere Vertrauensmänner ihre Pflicht ganz getan haben und an w.elchen nicht, und wo wir deshalb Leitung und Mitglieder, helfend und bessernd Hand anlegen müssen. Insbesondere bieten, die Angaben über die „Differenz“ der Eingänge von Jahr zu Jahr wuchtige Fingerzeige. Es mag verständlich sein, daß z. B. ein Kurort wie Karlsbad, der zur Friedenszeit von zahlreichen Kurgästen aus dem Osten besucht war. und dbm NF viel Geld zubrachte, plötzlich durch den Krieg ins Nichts. zurückgeschleudert wird. Unverzeihlich aber ist es, wenn . irgend ein stiller Provinzort — nomina sunt odiosa —,-an-dessen Struktur der. Krieg nichts Wesentlich geändert hat, gleich um Tausende Kronen einbüßt. Wenn der NF-Kommissär einfücken muß, dann ist es eben, seine und der anderen Zionisten Sache, für einen ebenbürtigen Ersatz zu sorgen.. Diese Aufstellungen, die auf der rächsten Seite abgedruckt sind, sollen nicht leeres Ziffernspielzeug sein, sondern müssen sich in .pulsendes Leben ümsetzen. Wir erwarten' von allen unseren Freunden allüberall, daß jeder an seinem Platze auf eine Verbesserung de- 'Erträge -für unseren-Volksschatz hinarbeite, und uns-_vor.allem auch1 Vorschläge erstatte, . W ei c h e G e s i n - nun gsg enosscn ,wi r i n: d e n . ve-r n achläßigten oder völlig verwaisten Orten zu NF - Ko mm iss ä re n ernennen so 11 en. -1. - Mit Zionsgruß Die Landessammelsteile Oesterreich des-JNF.,- . Dr. Egon Zwei g, Obmann,.. Dr.' Wilhelm Beig ei, Sekretär.' Kein Brief ohne Nationalfondsmarke!

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