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Jüdische Zeitung · 1916-04-07 · 14 (7.4.1916) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
10 (1916)
Issue
14 (7.4.1916)
Date
1916-04-07
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 14 JODISCHE ZEITUNG Seite 5 es, wenn zwar nicht eigentlich Falsches, aber Unwertvolles, Unwesentliches als Wesentliches, Eigentümliches der Ostjuden ausgegeben wird. Besonders in der Literatur ist in letzter Zeit viel unkünstlerische Mache auf den Markt geworfen worden, welche dem unkritischen Leser ein unrichtiges Bild vom Wesen und Schaffen der Ostjuden vermitteln muß. Im' Jahre 1914 hat Artur Landsberger eine recht schöne, wenn auch wenig neue Sammlung ostjüdischer Literaturproben unter dem Namen „Das Ghettobuch“ herausgegeben. Nun ist jetzt durch ihn eine zweite Sammlung mit dem Titel „Das Volk des Ghetto“ erschienen, welches unter großen Ambitionen die „Seele dieses Volkes“ offenbaren will, leider aber viel bedauerlichen Dilettantismus in der Auswahl der Stücke und in der Einleitung zeigt. ES genügt aus letzterer den Ausdruck zu zitieren: „Gelehrte und Dichter wie Isak ben Lewinsohn“(!) Der sicherlich vorhandene gute Wille und der Ton des Mitleids genügen nicht. Die eigentlichen Größen der jüdischen Volksliteratur, wie Perez, Mendele, Asch, Scholem, Aleichem, Pinski und Reisen, fehlen ganz in dieser Sammlung. Dagegen finden wir hier viele die über Nacht zu Dichtern des Ostens geworden Sind, und bei denen alles konstruktiv entstanden ist, ohne unmittelbar aus dem Leben zu schöpfen. Wer den Osten mit den Augen des Westens kritisch betrachtet, ist kein Dichter mehr, Sondern ein Kritiker. Nur wer den Osten Hebt und innerlich zu ihm gehört, kann ihn dichterisch darstellen. Die Zeit, wo jemand künstlerische Qualitäten bei Nathan Samuely und vielen anderen dergleichen gefunden hätte, ist vorbei. Einen ebenSo unkünstlerischen Eindruck machen Dembitzers Skizzen. Keine Stärke, keine Originalität, keine tiefe Empfindung. Ein bißchen Sentimentalität, ein wenig Träumerei, ein wenig Weichlichkeit — das ist alles. Man Sollte jedem einschärfen: wer die Literatur der Ostjuden aus deutschen Uebersetzungen kennen lernen will, möge sich nur an jenen halten, die vor der jetztigen „Aktualität“ erschienen sind, als die „Engen Gassen“ noch die stillen waren. Adolf Friedemann: David Wolffsohin. Wien 1916. R. Löwit, Verlag. Preis K —.60. Diese Schrift, die die erste eingehendere Würdigung der markanten Persönlichkeit dieses verstorbenen Zionistenführers ist, ist der ergänzte Sonderabdruck des Friedemann’schen Aufsatzes in der vom Hauptbüro des Jüdischen Nationalfonds herausgegebenen Wolffsohn-Nummer des „Erez Israel“. Sie enthält außer einem schönen Bilde Wolffsbhns auch noch das Faksimile eines 'Briefes an den Autor. * Im Verlag Max Hickl in Brünn ist ein altes Bucih in neuem Gewände erschienen, welches Anspruch auf weitgehendes Interesse haben darf. Es ist eine Kriegs-Hagadah, zu der Rabbiner Dr. David Feuchtwang ein wertvolles Geleitwort geschrieben hat. Der Verlag hat sich alle Mühe gegeben, neben einer vortrefflichen Uebersetzung auch den ästhetischen Anforderungen Genüge zu leisten und hat die Ausgabe mit etwa 20 Illustrationen, hauptsächlich antiken Meisterwerken nachgebildet, geschmückt. Zwei wohlgetroffene Porträts des österreichischen und deutschen Kaisers zieren die Außenseite. MT Alle Gattungen echter Weine I7DB bv Restaurant HERLINGER vormals Sohr. Wien, II. Zirhusgnsse Nr. 3. Abhaltung eines feierlichen tid. Cafe „Marienbrücke“ I., Rotenturmstraße 31. :-: RENDEZVOUS DER ZIONISTEN. SB ■ W3 s RESTAURATION; ■ „zur rumänildien Kiidie“ ■ ■ Ch. Weiß vorm. Korn ■ ■ Wien, II., Hammerpurgstallg. 3. * _ Anerkannt vorzügliche polnische u. rumänische Küche. _ mm Palästina-Weine und Kognak (Originalfüllung der Kommanditgesellschaft) Tafels, Desserts und Hedizinaluelne noa bv Gegr. 1885 Niederlage: Telephon 47.226 S. Steinhart, Wien, ll|l, Rotensferng. 22 En Teil des Reingewinnes wird dem Jüdischen Nationalfond abgeführt Ocularlui % 11 ün, L Mumm ä fSm imwa t Snämit Ws—ifi IS. Untersuchung der Augen und Vorordnung passender Augengläser täglich von 9 Uhr bis 7 Uhr abends kostenlos unter Leitung d. Augenarztes Hm. Dr. Poborski. Brillen and Zwicker von K 3.— Telephon Nr. 8636. fraäpM 1 o K. h. priv. Oesterr. Credit-Anstalt für Handel und Bewerbe. KUNDMACHUNG. Die sechzigste ordentliche Generalversammlung der Aktonäre der k. k. priv. Oesterreichischen Credit-Anstalt für Handel und Gewerbe findet Freitag, den 12. Mai 1916, abends 5Uhr. im großen Festsaale des Oesterreichischen Ingenieur- und Architektenvereines (I. Eschenbachgasse 9) statt Gegenstände der Verhandlung sind: 1. Jahresbericht des Verwaltungsrates. — 2. Bericht des Revisionsausschusses überden Rechnungsabschluß des Jahres 1915 und Beschlußfassung über denselben.—3. Beschlußfassung über die Verwendung des Reinerträgnisses des Jahres 1915.— 4. Aenderung der §§ 3, 4, 21, 22, 29, 32, 38, 42, 59, 61, 62, 68, 69, 75, 96 und 97 der Statuten. — 5. Beschlußfassung über die Wahlen in den Verwaltungsrat. — 6. Wahl des Revisionsausschusses für das Jahr 1916. Die stimmberechtigten Herren Aktionäre, welche an der Generalversammlung teilzunehmen wünschen, werden hiemit eingeladen, ihre Aktien samt Coupons oder die deren Stelle vertretenden Depotscheine der Anstalt spätestens am 14. April d.J.als dem statutengemäßen Endtermine zu deponieren, u. zwar; in Wien bei der Liquidatur der Anstalt (I. Am Hof 6) an Wochentagen von 9—12 Uhr; in Bozen, Bregenz, Brünn, Feldkirch, Gablonz, Görz, Innsbruck, Karlsbad, Klagenfurt, Laibach, Lemberg, Mhr -Ostrau, Olmütz, Pola, Prag, Reichenberg, Teplltz, Triest,Troppau und Warnsdorf bei den Filalen der Anstalt; in Budapest bei der Ungarischen Allgemeinen Credltbank; in Berlin bei der Direktion der Disconto-Gesellschaft oder bei der Bank für Handel und Industrie oder bei S. Bleichröder oder bei Mendelssohn & Co.; in Breslau bei dem Schlesischen Bankverein oder bei derBankfür Handel und Industrie, Filiale Breslau, vorm. Breslauer Diskonto-Bank oder bei E. Helmann; in Dresden bei der Allgemeinen Deutschen Credit-Anstalt, Abteil. Dresden! in Frankfurt a. M. bei der Direktion der Disconto-Gesellchaft oder bei der Filiale der Bank für Handel und Industrie; in Hamburg bei der Norddeutschen Bank in Hamburg oder bei der Filiale der Bank für Handel und Industrie oder bei L. Behrens & Söhne oder bei M. Wahrburg & Co.; in Köln bei Sal. Oppenheim jr. & Co. in Leipzig bei der Allgemeinen Deutschen Creditanstalt oder bei der Filiale der Bank für Handel und Industrie; in München bei der Bayerischen Hypotheken- und Wechelbank oder bei der Filiale der Bank für Handel und Industrie oder bei Merck, Finck & Co. Die Aktien oder Depotscheine sind arithmetisch geordnet bei der Unterzeichneten Anstalt mittels einer einfachen, bei den auswärtigen Doponierungsstellen mittels doppelter Konsignation einzureichen. Dem Einreicher wird hierüber eine Empfangsbestätigung erfolgt, gegen welche nach abgehaltener Generalversammlung die Akten oder Depotscheine rückgestellt werden. Je fünfundzwanzig Aktien gaben das Recht auf eine Stimme. Mehrere Besitzer von weniger als fünfundzwanzig Aktien können aus ihrer Mitte einen gemeinschaftlichen Bevollmächtigten ernennen, der an der Generalversammlung teilnehmen kann, wenn die Zahl der von ihm vertretenen Aktien wenigstens fünfundzwanzig beträgt. Wünscht ein Aktionär sein Stimmrecht durch einen 'anderen stimmberechtigten Aktionär auszuüben, so hat er die betreffende, auf den Namen des Vertreters lautende Vollmacht auf der Rückseite der Legitimationskarte auszustellen und eigenhändig zu unterschreiben. Diejenigen Herren Aktionäre, welche hienach in Besitz von durch Vollmacht übertragenen Stimmen gelangen, haben die an sie übertragenen Legitimationskarten (Vollmächts-Urkunden) spätestens einen Tag vor der Generalversammlung der Direktion einzuhändigen. Dieselben werden demzufolge eingeladen, die eigenen und die an sie übertragenen Legitimationskarten vom 5. Mai bis inklusive 11. Mai d. J. in der Liquidatur der Anstalt während der oben erwähnten Stunden abzugeben, wogegen ihnen eine die Gesamtzahl der von ihnen zu lührenden Stimmen ausweisende Legitimatinnskarte ausgefolgt werden wird. Wien, am 30. März 1916. R. ft. priv. Oesterreidiisdie Credit-Anstalt für Handel und Gewerbe. (Nachdruck wird nicht honoriert-) ZIVNOSTENSKA BANKA FILIALE WIEN l., Herrengasse 12 Wechselstuben in Wien: 1., Graben 15, I., Herreng. 12, 11., Praterstr. 24, III., Land Straße Hauptstr. 88, IV., Favoritenstr. 4, V., Margaretenstr. 71, VI., Gumpendorferstr. 100, VII., Mariahilferstr. 84, VIII., Josefstädterstr. 103, IX., Porzellangasse 9, X., Favoritenstr. 95, XII. Meidlinger Hauptstr. 15, _XXL, Am Spitz 15. _ Kulante Besorgung aller Bank* und Börsentransaktionen. Aktienkapital u. Reserven: über K 103 Millionen. EINLAGEN auf Büchel Zentrale ki Prag, gegründet 1868. Filialen: Brünn, Budweis, Friedek-Mistek, Iglau, Karlsbad, Klattau, Königgrätz, Krakau, Lern berg, Melnik, Olmütz, Mährisch-Ostrau, Pardubitz, Pilsen, Pisek, Prossnitz, Reichenberg, Tabor, Triest. Stahlkammer mit vermietbaren Sales Abonnement von K 7.— an. He raus g. Alexander Geller, verantwortl. Red. David Nebenzahl — Druckerei »Adria“, G. m. b. H. (verantwortl. Otto Schneeweiß), Wien, II. Taborstr. 52

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