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Jüdische Zeitung · 1915-11-19 · 46 (19.11.1915) · p. Seite 4

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
9 (1915)
Issue
46 (19.11.1915)
Date
1915-11-19
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 46 Schluß auf die Hohe des furchtbaren Elends ziehen, unter dem die jüdischen Massen, die „evakuiert“ worden sind, zu leiden haben. Laut einem Befehl des Großfürsten Nikolaus würden die Juden aus dem Gebiete im Kaukasus ausgewiesen, wo sie früher auch nicht wohnen durften. Sogar verwundete jüdische Soldaten, die mit dem Georgskreuz ausgezeichnet wurden, sind aus der Hauptstadt vertrieben worden. * In seinem vor Kurzem erschienenen Buche „La tielgfque saglante“ schreibt der berühmte Dichter Emil Verhaeren: Deutschlands . Organisation, trotzdem Sie der katholischen Kirche gestohlen ist, beseelt kein christlicher Geist, sondern der semitische! Juden haben, das Reich geschaffen, Cs alit die Bahn nach, Eroberung und Beute geführt, fes gelehrt, die Gerechtigkeit. einer ^Sadie, die Ehre eines Kampfes, das Bewußtsein eines Volksganzen als nichts, zu achten:. As i.en ist uns.. wieder auf erstanden,, afe zögen Wif unter Kanibyses, Sanhferib oder Nebükadnezär ms Feld. , .Soweit, er. Unser ßruderblätt, die „Selbst- Wehr“ macht darauf aufmerksam1, daß Verhaeren seinen Ruhm in deutschen Landen fast aus-: schließlich zwei Juden zu verdanken hat: Stefan Zweig und Julius Bab. Anzeigen uni Mitteilungen. Meinls Thee. vier Haber und Df. Weisseiberger an der Leitung, der Geschäfte beteiligt sind. Das Komitee ist bereits an die Arbeit herangetreten. Seine ersten Beschlüsse (beziehen sich auf die Veranstaltung 'eines. Vortrags - Zyklus in Wien, in dem alle Seiten des ostjüdischen Lebens beleuchtet werden sollen und die Herausgabe von Flugschriften zu denselben Themen. Die Vorträge, für die schon, eine Reihe hervorragender Persönlichkeiten gewonnen sind — genaueres demnächst! — werden am-1 6. Dezember beginnen. Zuschriften an däs‘ Komitee zur Aufklärung über ostjüdische Fragen, Wien, 9., Seegasse 25, Tür 15 oder an einen der oben genaimten Funktionäre erbeten. Zahlstelle: Bankhaus A.Hecht; Wien, 15., Mariähilferstraße 138. * Jüdische Toyhbeehalle; Wien, 20.; DehiSgasse 33. Samstag, den 30. d. M. findet ein Konzert statt. * . .! Bibeiäbende irt der Töyhbeehalle. Der jüdischakademische Verein „Theologia“ bringt hiemit zur Kenntnis, daß er. auf Veranlassung der Leitung der Toyribeehalie die Abhaltung der Bibelvörträge daselbst übernommen hat. * Mittwoch, den 10. November d. J. fand im großen Saale des „Hotel Continental“ .eine von mehr als 200 Damen besuchte Versammlung statt, welche den Bericht über die Vorarbeiten der Ausstellung der Arbeitsschule der Fräü Anitta, Müller für Flüchtlinge aus Galizien urid der Bukowina eritgegennahm. Die .Ausstellung wird am 27. November d. J. eröffnet. Herr Professor Julius. Klinger .(Berlin) hat sich bereit erklärt, die künstlerische Ausgestaltung der Ausstellung zu übernehmen. Die in der Generalversammlung der ,;Hatectiijah“, Vereinigung jüdischer Hochschüler in Wien, vorgenommenen Ausschußwahlen für das Studienjahr 1915—16 ergaben folgendes Resultat: Präses: Dr. Nachman Seidmann, VizepräSfes: Sälo Baron, Schriftführer: Hirsch Simche Koretz, Kassier und Bibliothekar: Menazeach. — Dcfr neugewählte Ausschuß ersucht alle außerhalb Wiens und insbesondere die im Felde stehenden Mitglieder um Angabe ihrer Adressen, wie auch ihrer (eventuellen Wünsche an: „Hatechijah“, Wien 1., Universität. , , . * M i Für die Kriegslandspende! In Seide gewebte Bilder von Dr. Theodor Herzt als Schreibtisch- und Wandschmuck besonders geeignet — Preis mit Passepartout K 1.50 p. St Zu bestellen durch die Landessammelstelle Oesterreich des JNF Wien, II., Zirkusgasse 33. Mitteilung des Zionistischen Exekutiv-Komitees. .Zufolge dringender Parteiangelegenheiten war es Herrn Dr. V. Jako&srahm, Mitglied des E. A. C. nicht möglich, auf seiner Durchreise von Rumänien in Wien länger izu verweilen, weshalb von der beabsichtigten Zusammenkunft leider Abstand genommen werden müßte. Wir hoffen jedoch, unseren geehrten Gesinnungsgenossen und Parteifreunden in allernächster Zeit die Gelegenheit zur Entgegennahme eines Berichtes unserer Zentralleitung und zur persönlichen Aussprache über die wichtigsten zionistischen Tragen bieten zu können. * Das Komitee Kur Aufklärung über ostjüdische Fragen hat sich in der Weise konstituiert, daß die Herren Dr. Nathan Birnbaum, Rabbiner Dr. Max Grunwald und Adolf Stand das Präsidium, die Herren B. Locker und Dr. A. Schwadron das Sekretariat, Herr Meier Henisch. die Kasse übernehmen und außerdem Herr Löbl Taubes sowie die kooptierten Herren Sigmund MCafe „Marienbrücke“ ■ I., Rotenturmstraße 31. RENDEZVOUS DER ZIONISTEN. Cafe Jägerhof (Weiss) IX., Porzellangasse 22. 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Bandagenerzeuger aus Lemberg, Grodeckä 35, Besitzer vieler Auszeichnungen und Dankschreiben von Ärzten u. geheilten Personen M. Freilich, bleibt nur noch kurze Zeit in Wien, II. Gr. Sperlgasse 4Ö/13. Verlangen Sie Prospekte gratis und franko! Auszug aus dem in Lemberg in jiddischer Sprache erscheinenden „Tagblätt“: . EIN WELTWUNDER. Man berichtet, daß der Herr Markus Gorlitzer, Gütereigentümer aus Radomy’l bei Tarnöw, wurde am 12. November 1893 von einem langjährigen Bruchleiden so schwer erkrankt, daß die größten Professoren von Krakau üsw. sein Leben Aufgaben, falls man nicht bei ihm eine Operation vornehmen wird. Die Familie des Erkrankten' fragte hiemit telegrajjhisch den Herrn Großräbbiner aus Siehawa an, ob man die Operation vornehme. Der Großrabbiner depeschiert folgendes: . .Sofort depeschieren nach M. FREILICH, k.k. Bandngen-Specialist, Lemberg, Girodeckästr. 35 er wird ohne Operation helfen“. Dieselben befolgten den Rabbiner und telegraphieren an die Tochter des Herrn Gorlitzer in Lemberg folgendes Telegramm': „Vater bruchleidend krank, sofort Specialist Freilich herschicken“. Herr Freilich ist sofort hingefahren, die Familie erzählte ihm, daß es kostet schon viele tausend Gulden die einigen Tage und Professoren können nicht helfen. Herr Freilich behauptet, daß man keine Operation benötigt, sondern er unterzieht sich, Herrn Gorlitzer ohne Operation zu retten. Herr Freilich hat seine wunderliche Methode vorgenommen una sich mit allen Kräften die größte Mühe zu geben, dem so gefährlichen Kranken zu helfen, welches ihm auf die wundervollste Art gelungen ist. Wie erstaunte die Familie des Erkrankten, als Aerzte und Einwohner der Stadt Radomy’l und ihrer Umgebung, als man von dem großen Wunder Gottes hörte, welches durch Herrn Freilich vollfübrt wurde. Die Familie honorierte hiefür reichlich Herrn Freilich, und dankte ihm sowohl mündlich als schriftlich. Auch veranlassen dieselben telegraphisch die Herrn Großräbbiner in Sienawa, Dzikow und Mielec und andere, damit sie auch' Herrn Freilich schriftliche Danksagungen schikken sollen, welches sofort geschehen ist. Herr Freilich besitzt solche Dankbriefe in Händen. Gebe der Allmächtige, daß alle seine Taten beglückt werden, und er lange Jahre zum Wohle a der Menschheit lebe. ZIVNOSTENSKA Wechselstuben in Wien: I, Graben 15, I., Herreng. 12, II., Praterstr. 24, III., Land Straße Hauptstr. 88, IV., Favoritenstr. 4, V,, Maigaretenstr. 71, VI., Gumpendorferstr. ICO, VJI.,. Mariahilferstr. 84, VIII., Josefstädterstr. 103, IX., Porzellangasse 9, X., Favoritenstr. 95, XII. Meidlinger Hauptstr. 15, XXI„ Am Spitz 15. __ Kulante Besorgung aller Bank« und Börsentransaktionen. BANKA FILIALE WIEN Herrengasse 12 Aktienkapital u. Reserven: Über K 103 Millionen. Zentrale in Prag, gegründet 1868. Filialen: auf Brünn, Budweis, Friedek-Mistek, Iglaü, Karlsbad, Klattau, KÖniggrätz, Krakau, Lern berg, Melnik, OJmütz, Mährisch-Ostrau, Pardubitz, Pilsen, Pisek, Prossnitz, Reichenberg, Tabor, Triest. Stahlkammer mit vermietbaren Safes Abonnement von K 7.— an. Herausg. Alexander Geller, verantwortl. Red. David Nebenzahl — Druck v. Josef Seywald, G.m. b. H. (verantwort!. Otto Schneeweiß),Wien, II. Taborstr. 52 B

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