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Jüdische Zeitung · 1914-02-06 · 6 (6.2.1914) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
8 (1914)
Issue
6 (6.2.1914)
Date
1914-02-06
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 6 JÜDISCHE ZEITUNG Seite 3 haben die gleichen Interessen und die gleichen Wünsche wie die Türkei. Es gibt nirgends einen ernsthaften Differenzpunkt und darum ist der Kampf um das hebräische Schulwerk, das Türken und Arabern eine wesensverwandte Kultur bringt, vielleicht inniger mit innertürkischen Fragen verknüpft, als wir heute noch ahnen. Wir hoffen und wünschen, daß diese Frage bei den Wahlen in Palästina ihre gebührende Berücksichtigung finden wird. Denn es sind Angelegenheiten natürlicher Bundesgenossen. Partemachrichten. Mährisch-schlesischer Distriktstag. Am l. Februar 1914 fand in Iglau in Anwesenheit von 50 Delegierten und zahlreichen Gästen der diesjährige mährisch-schlesische Distriktstag statt. Einen ausführlichen Bericht über denselben werden wir in der nächsten Nummer veröffentlichen. Meines s!§EMARME] verein „Maria“ 64.—; Haim Kernerd 100.—; Leopold Weinberger 20.—: Julius Eisenschreiber 10.—; Julius Flaschner 10.—; Dr. Brauchbar 5.— : zusammen 259.—; bereits ausgewiesen 1190.—. Zusammen K 2949.— Böhmen. Teplltz. Zion. Jugend 100.—. — Prag. R. Guttmann 4.52; Kleine Spenden 100.24; zusammen 104.76; bereits ausgewiesen 29.48. Zusammen K 134.24 Mähren-Schlesien. Blelltz. Zion. Mittelschüler 44.—; Zion. Jugendklub 26.—. — M -Sehönberg. Sammlung 80.—: Kleine Spenden- 15.23: zusammen 163.23: bereits ausgewiesen 88.40. Zusammen K 251.63 Aufgebracht haben: Innerösterreich 5601.36 Böhmen 6193.62 ■Mähren-Schlesien 920.51 Gesamtsumme K 12715.49 Letzter Spendenausweis des Jüdischen Nationalionds. Für den Jüdischen Nationalfonds sind vom 24. bis 31. Januar d. j. 11300.94 Mk. eingegangen. Hiervon entfallen auf: Rußland 4080.09 Mk., Oesterreich 2984.85 Mk., Nordamerika 2388.40 Mk., Deutsch-' land 1027.46 Mk., Ungarn 564.22 Mk., Brasilien 133:02 Mk., Schweden 68.80 Mk., diverse Eingänge 54.10 Mk. * * Zionistischer Distriktstag für Innerosterreich. Wir berufen für Sonntag, den 15. Februar 1914, pünktlich 10 Uhr vormittags, den diesjährigen Distriktstag nach Wien ein. j Tagesordnung: j 1. Eröffnung und Wahl des Bureaus und des! Legitimationsausschusses, 2. Bericht des Distriktskomitees, 3. Antrag des Distriktskomitees auf Abänderung MARMELADE I Bestes Obst in der bekömmlichsten Form Frei von allen künstlichen Zusätzen. Die Niederlage der Karmelweine befindet sich bei S. Steinhart, Weinhandlung, II., Rotensterngasse 22. Telefon 17 348. 3. Wahlen zum Distriktstag, 4. Budget, 5. Eventualia. Stimmberechtigt sind lediglich die ordentlichen Mitglieder des Vereins. der Statuten, Für den Vereinsvorstand: 4. Referat des Gg. Dr. Egon Zweig über die Ludwig Batö, Mischehe, 5. Referat über Jugenderziehung, 6. Referat über das hebräische Schulwerk, 7. Wahl des neuen Distriktskomitees, 8. Budget, 9. Eventualia. Nach den Bestimmungen unseres Statutes entsenden Vereine mit 15—25 Mitgliedern 1 Delegierten, mit 26—50 Mitgliedern 2 Delegierte, mit 51—100 Mitgliedern 3 Delegierte und für jedes weitere angefangene hundert Mitglieder einen Delegierten mehr. Außer den Delegierten nehmen auf dem Distriktstage mit Sitz und Stimme teil: 3 Mitglieder des D.-K-, der dzt. Obmannstellvertreter. i Zentralfondheiträge j ans Westösterreich für 1914.! III. Ausweis.! Innerösterreich. ' Wien. B. Cahane 25.—; Sakoh, Freiwillig 25.—: I Adolf Böhm 200.—; Dr. Walfmann 10.—; Dr. Paul i Berger 50.—; Dr. Otto Abeies 25.—; Dr. Isidor 1 Margulies 50.—; Dr. Georg Weiner 30.—; Kleine I Spenden 5.91; zusammen 420.91; bereits ausgewiesen 1966.—. Zusammen K 2386.91 Nach Redaktionsschluss — getauft! Eine unangenehme Sache ist dieser Tage einer in Budapest erscheinenden jüdischen Monatsschrift „Für Kunst und Literatur'* widerfahren. Obwohl sie der offiziellen israelitischen Presse gegenüber schon einen gewaltigen Fortschritt bedeutet und auch den jüdischnationalen Bestrebungen Verständnis entgegenbringt, kann sie vor der Vergötterung der sattsam bekannten jüdischen Größen, wie da sind: reiche und hochgestellte Juden, nicht ablassen. Diese reichen und hochgestellten Juden kehren sich nicht im geringsten an ihr angestammtes Volk und trotzdem werden sie in der offiziellen israelitischen Presse als „Stolz des Judentums“ angestrudelt, sobald es ihnen gelingt, um den Preis vielen Geldes ein Mandat zu ergattern oder durch noch mehr Geld irgend einen Titel oder Orden zu erlangen. So geschah es auch beim obengenannten Blatte. Es gab eine Szegediner Sondernummer heraus, die der dortigen Judenschaft gewidmet war. Ganz besonders wurden die großen Verdienste eines in dieser Stadt gebürtigen Juden herausgestrichen, in Wort und Bild illustriert, wobei der Genannte auch als „Stolz des Judentums“ usw. übers grüne Klee gelobt wurde. Die Druckerschwärze war noch nicht getrocknet und siehe da! der „Stolz des Judentums“ war schon getauft! Seinerseits war es ein Akt der Unhöflichkeit, die Redaktion von dem bevorstehenden wichtigen Akte nicht rechtzeitig zu verständigen. Wie sagt jedoch unser Schmarja Levin: „Der kirchlichen Taufe geht stets die Ziviltaufe voraus.“ Und als der Artikel geschrieben wurde, war die Zivillaufe bereits längst vollzogen . . . Präsident des Z.-Kfür Westösterreich oder dessen Stellvertreter, die westösterreichischen A.-C.-Mitglieder und die Mitglieder des E.-A.-C. Wir machen ausdrücklich aufmerksam, daß im Sinne des § 8 des Statutes nur die Delegierten jener Vereine zum Distriktstage zugelassen werden, die die Parteisteuer für das laufende Distriktsjahr voll entrichtet haben. Das Ergebnis der vorgenommenen Delegiertenwahlen ist spätestens bis Dienstag, 10. Februar 1914, dem D.-Kmitzuteilen. Der Ort der Tagung wird rechtzeitig bekannt- : gegeben werden. Zionistisches Distriktskomitee für Innerösterreich. * * Generalversammlung des Zionistischen Zentralvereins Wien. Laut § 11 der Vereins'statuten berufen wir für Donnerstag, den 12. Februar 1914, die diesjährige ordentliche Generalversammlung des Zionistischen Zentralvereins nach dem Zionistischen Zentralbüro, II. Karmeliterplatz Nr. 1, ein. Tagesordnung: : 1. Bericht des Vorstandes, 2. Neuwahlen, Böhmen. Dux. Volksverein 100.—. — Harazdlowltz. Volksverein 45 30. — Prag. Jüdischer Volksverein, Sammlung für wirtschaftlich-politische Zwecke, (1. Ausweis) Fritz Winterberg 100.—; Siegmund Ascher 100.—; Abraham Chaim 60.—; Moritz Löwy 50.—; Albert Bobasch 50.—; Ignatz Hüller 50.—; Moritz Glaser, Kaiser!. Rat, 40.—; Max Karpeles 40.—; Körner u, Witawsky 20.—; Ignatz Silberstein 50.—; Alfred Sprinzels, Kaiseri. Rat, 50.—; Jüd. Volksverein 150.—; Jüd. Frauenverein 50.—; Klub jüd^Frauen u. Mädchen 30.—. — Teplltz. Julius Kahn 100.—. — Leitmerltz. Dr. Emil Margulies 100.—. — Teplltz. Dr. Arthur Scheuer 50.—; Kleine Spenden 49.—. — Böhmen. Kleine Spenden 195.08; zusammen 1679.38; bereits ausgewiesen 4380.—. Zusammen K 6059.38 Mähren-Schlesien. Prossnitz. Sammlung Leo Beer 120.—. — Trebltseh. Wilhelm Glasner 25.—. — Brünn. Sammlung Julius Schüller 20.—. — Prossnitz. Sammlung Leo Beer 90.—; Kleine Spenden 63.88; zusammen 318.88; bereits ausgewiesen 350.—. Zusammen K 668.88 Für das^hebräische Schalwerk in Palästina. Innerösterreich. Wien. Dr. Leopold Meisel aus Freude über die glückliche Rekonvaleszenz seiner Mutter 50.—; Heinrich Mandel 1000.—; Leop. Laurie 500.—; Zion. Mädchen¬ Ans lern jüdischen Lehen. Allgemein-Jüdischer Kongress in Belgien? Wie der Warschauer „Hajnt“ und der Petersburger „Novi Woschod“ melden, soll demnächst in Brüssel ein allgemein-jüdischer Kongreß stattfinden, der von einigen hervorragenden jüdischen Notabein einbernfen wurde. Der Kongreß, an dem sich verschiedene Millionäre beider Welten beteiligen werden, wird lediglich geheim tagen und zwar im Palais eines Brüsseler jüdischen Millionärs. Der „Novi Woschod“ sieht voll Zuversicht und Vertrauen den Beratungen des „Kongresses“ entgegen, von dem er die Schaffung eines jüdischen Weltbundes erwartet Wir können diese vertrauensvolle Hoffnung nicht hegen. Ohne das Volk und ohne eine Idee läßt sich eine Organisation nicht schaffen, ganz abgesehen davon, daß die Zeiten längst vorüber sind, wo einige jüdische Millionäre durch die Macht ihres Geldsäckels den Kurs der jüdischen Politik bestimmt haben. * Baron Edmund Rothschild in Palästina. Baron Edmund Rothschild aus Paris hat sich, Zeitungsmeldungen zufolge, dieser Tage in Genua auf seiner Jacht nach Palästina eingeschifft, wo er gegen Dauerhafter als :: Leder :: RAIMA KAUTSCHUK-ABSATZ Palma-Kaulfdiuft-Gefellfdialt m. b. H. WIEN i. Elegant und hygienisch

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