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Jüdische Zeitung · 1911-07-14 · 28 (14.7.1911) · p. Seite 6

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
5 (1911)
Issue
28 (14.7.1911)
Date
1911-07-14
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 28 sind folgende Herren: Fabrikant Haim Fa rchy (Nationalpartei j, Kaufmann Levy, nationalliberal (Stambolovist), Advokat Avram Refetow, liberal (Radaslavistj, Kaufmann Radiamim Nessimow (Demokrat!, Josef Gerschon jungliberal (Tontschevist), Rechtsanwalt L. Koen (Radikal-Demokrat), Rechtsanwalt Dr. Naim Isaakow (Sozialist), Buchhändler Jakob Levyew (Sozialist-Revisionist). Parteinachrichten. Mitteilungen des i.-ö. D.-K. Kongreßwahlen. Das am 12. d. Mvorgenommene Skrutinium ergab folgende Resultate: 1. Wahlkreis. Ludwig Batö, Delegierter. Abg. Stimmen 159, giltig 158; es erhielten: Batö 89, Löwenbein 51, Torczyner 11, Böhm 4, Ing. Groag 1, ür. Th. Müller 1, Ludwig Böhm 1. Ersatzdelegierter: E. Torczyner (53 St.). II. Wahlkreis. Dr. Egon Zweig, Delegierter. Abg. Stimmen 146; es erhielten: Dr. Zweig 137, Torczyner 5, Ing. Löwenbein 3, Dr. Ernst Müller 1. Ersatzdelegierter: Ing. Löwenbein (100 Stimmen). III. Wahlkreis. E. Torczyner, Delegierter. Abg. Stimmen 126; es erhielten: Torczyner 96, A. Böhm JO, Dr. Zweig 9, Dr. Scherlag 6, Dr. Zollsdian 3, Dr. W. Werner 2. Ersatzdelegierter: Dr. Zweig (79 Stimmen). IV. Wahlkreis. Adolf Böhm, Delegierter. Abg. Stimmen 117; es erhielten: A. Böhm 115, E. Torczyner 2. Ersatzdelegierter: Siegfried Schmitz (94 Stimmen). V. Wahlkreis. Dr. Georg Weiner, Delegierter. Abg. Stimmen 200; es erhielten: Geller Weiner 141, Dr. S. Werner (Iglau) 27, H. Eben 31. Ersatzdelegierter: Hugo Eben (113 Stimmen). VI. Wahlkreis: Alexander Geller, Delegierter . Abg. Stimmen 200; es erhielten: Geller 107, Ing. Groag 93. Ersatzdeleg>^~!er: Ing. Groag (107 Stimmen). VII. Wahlkreis: Dr. Walter Werner, Delegierter. Abg. Stimmen 182; es erhielten: Dr. W. Werner 134, Jng. Groag 36, Paul Diamant 12. Ersatzdelegierter: Ing. Gr oag (133 Stimmen). VIII. Wahlkreis. Dr. Ignaz ZoIIschan, Delegierter. Abg. Stimmen 146; es erhielten: Dr. ZoIischan 122, Dr. Sigm. Werner (Iglau) 24. Ersatzdelegierter: Dr. Ernst Müller (117 Stimmen). IX. Wahlkreis. Frau Herma Feuerstein (Graz), Delegierte. Abg. Stimmen 161; es erhielten: Frau Feuerstein 150, Religionslehrer Lewy 9, Scheuer 2. Ersatzdelegierter: Julius Grüner (99 Stimmen). X. Wahlkreis: Karl Schwarz (Graz), Delegierter. Abg. Stimmen 139; es erhielten: K. Schwarz 127, Religionslehrer Lewy 12. Ersatzdelegierter : Isak Brings (97 Stimmen). * Schekelausweis. Bis zum 7. Juli ergab die Schekelsammlung folgende Resultate: ln Wien: 1. Bürgerliche Ve re ine: „Zion. Zentralverein“ (Sch.- K. Ing. Grpag) 316.80, f,Zion“ Leopoldstadt (Sdi.- K. ls. Gewitsch) 39.60, ,Ness Ziona“ (Sch.-K. Maier) J71.90. Summe 528.00. 2. Frauen- und Mädchen vereine: ..Moria“ (Sch.-K. Frl. Kohn Giselia) 96.—, „I. zion. Frauen-Verein“ (Sdh.-K. Frau Weiß) 50.—, „Jüd. Mädchenklub“ (Sch.-K. Frl. Kohn Emmy; 12.—. Summe 158.—. 3. Stud. Verbindungen: „Unitas“ (Sch.-K. Hirsch) 111.60, „Ivria“ (Sch.-K. Brand) 92.40, „Kadimah“ (Sch.-K. Budibinder) 78.—, „Zephira“ (Sch.-K. Grünbaum) 63.60, ,Libanonia“ (Sch.-K. Sokal) 12.—. Summe 357.60. 4. Stud. Vereine: „Theod. Herzl“ (Sch.-K. Rosenbaum) 112.80, „Bar Giora“ (Sch.- K. Altmann 48.—, „Bar Kochba“ (Sch.-K. Wistreich) 33.60, „Hat’chijah“ (Sch.-K. Diesendruck) 25.20, ,,Jordania“ (Sch.-K. Schapira) 24.—, ,Esperanza“ (Sch.-K. Bäruch) 15.06. Summe 259.20. 5. Nicht der Organisation angehörende Vereine: „Redeu. Lesehalle“ (Sch.-K. Sacher) 60.—, „Verein iüd. Vet.-Mediziner (Sch.-K. Hoftenreich) 1.20. Summe 61.20. 6. Jugendorganisationen: „Neure Jehuda“ (Sch.-K. Brüll) 43.20, ,Mathatia“ (Sch.- K. Freud) 33.60, „Giskalah“ (Sch.-K. Felix) 28.60, „Zion“ (Sch.-K. Glanz) 27.—, „Massadah“ (Sch.- K, Bardach) 26.40, „Hyrkania“ (Sch.-K. Schwarz) 22.80, „Chewra“ (Sch.-K. Licht) 20.40, „Hasmonäa“ (Sch.-K. Lippner) 19.20, ,Barissia“ (Sch.- K. Gutmann) 12.—. Summe 233.40. 7. Einzelsammler (Spezifikation in der nächsten Nummer) 331.80. ln der Provinz: 8. Provinzorganisationen: Korporationen Graz (Schekel-K. Schwarz) 330.—, „Zion“ Stockerau (Sch.-Komm. Greipl) 36.—, „Ahäwath Zion“, Neunkirchen 30.—, „Circolo Sionistico“, Triest 28.80, „Zion“, Krems (Sch.-K. Rephan) 10.—. Summe 434.80. 9. Einzelsammler (Spezifikation in der nächsten Nummer) 36.00. Gesamteingang bis 7. Juli 1911 K 2400.—. Kongreßnummer der Zeitschrift „Palästina“. In einigen Tagen erscheint eine Spezialnummer der Zeitschrift „Palästina“ in dreifacher Stärke (Juli — Septemberheft), die dem Kongreß gewidmet sein wird. Aus dem besonders reichhaltigen Inhalt heben wir heraus: Dr. Hugo Bergmann: Die (arabische Frage, Dr. M. Boden he imer: Der jüdische Nationalfonds, Adolf Böhm: Der zehnte Kongr e ß, BorisQoldberg, Wilna: Das Haupterfordernis der Palästinakonzentratio n, Dr. Ernst Müller: Zur Kulturfr age, HugoSch'achtl: Zionistenkongresse und Palästinaarbeit u. s. w.; Auch Dr. Ruppin und Dr. Thon haben Artikel für diese Nummer angekündigt. Preis des Heftes: 75 h. Jahresabonnement der Zeitschrift K 3.—. Bestellungen sind zu richten an: Administration der Zeitschrift „Palästina“, Wien, IX., Türkenstraße 9. Sie kann das Verleumden nicht lassen. Bloclis „Oe st. Wochenschrift“ vernichtet seit einigen Monaten in Briefkastennotizen den Zionismus. Die Methode ist sehr einfach. Es wird eine Anfrage fingiert und auf die erdachte Anfrage eine verlogene Antwort gegeben. Im letzten Briefkasten der Redaktion war zu lesen: „Die Mitteilung, daß Herr Lucian Brunner die Vermählung einer Tochter mit einem Marineoffizier gefeiert und die Trauung in der evangelischen Kirche, Wien I., Dorotheergasse, stattgefunden hat, während das Hochzeitsmahl im Hotel Sacher veranstaltet Iwar, wollen Sie lieber der Redaktion des offiziellen Wiener zionistischen Parteiorgans, der „Jüdischen Zeitung“, zusenden“. Diese „Antwort“ muß selbstverständlich in jedem unbefangenen Leser die Meinung hervorrufen, Herr Lucian Brunner habe seihe Tochter taufen und evangelisch .trauen lassen. Wahr ist jedoch, daß alle Kinder des Herrn Lucian Brunner Juden gind und daß vor kurzer Zeit seine aus einer christlichen Ehe stammende und als Christin geborene Stieftochter einen christlichen Marineoffizier ge heiratet hat. Also wieder einmal eine verleumderische Verdrehung der Wahrheit, wie sie bei Herrn Bloch nicht selten ist. Er erglüht zwar in heiligem Zorn über die Lügen der „Reichspost“ und des „Deutschen Volksblattes“; beide Blätter sind aber armselige Stümper gegenüber den Verdrehungskünsten der „Oest. Wochenschrift“. Ein jüdisches Nationalhaus in Wien.. Eine von einer großen Zahl Leopoldstädter Wähler gefertigte Zuschrift an die Redaktion der „Jüd. Ztg.“ lautet: Es hat sich schon oft das Bedürfnis nach einem Jüdischen Nationalhause in Wien geltend gemacht. Dieses Haus soll den Zweck haben, die Wiener Judenschaft, die leider schon (zum großen Teil von der Assimilation durchtränkt ist, mit dem wahren, nämlich dem nationalen Judentum in innigen Kontakt zu bringen. Als Beispiel, daß ein solches Haus für die Organisation kJ er Wiener Juden unbedingt notwendig ist, dient die Bukowina. In der Hauptstadt der Bukowina, Czernowitz, steht seit mehreren Jahren das „Jüd. Nationalhaus“. Es hat zur Organisation der Bukowinaer Judenschaft unendlich viel beigetragen. Jetzt sind wir Leopoldstädter Wähler von dem langen Schlafe endlich aufgewadht, wir wollen dem Beispiele der Bukowinaer Juden folgen und daran arbeiten, daß auch hier in Wien ein „Jüd. Nationalhaus“ erstehe, als Grundstein für unsere Organisation. Es wäre äußerst notwendig, daß der „Jüd. National verein“ sich gleich ans Werk macht und die nötigen Beratungen pflegt. Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, daß der geeignetste Platz hiefür die Leopoldstadt ist, das Zentrum der Wiener Juden. Wir sehen mit aller Zuversicht der baldigsten und günstigsten Entscheidung entgegen. Wir bitten auch unsere Freunde und Gesinnungsgenossen umi Aeußerungen und praktische Vorschläge in der „Jüdischen Zeitung“. Eingesendet. Das Juliprogramm in „Venedig in Wien“. Mit einem ungewöhnlich ‘großartigen, neuen Programm steht die Direktion von „Venedig in Wien“ für den Juli gerüstet. Zu den vielerlei Attraktionen der Saison, (die sich, wie Liliput und Narrenpalast etc., als Clou außerordentlicher Art erweisen, kommen die erstklassigen Programme sämtlicher Theater. Während das Repertoire der täglichen halb 9 Ohr - Vorstellung aut der Operettenbühne von Engländers siegreicher Operette „V i e 11 i e b c h e n“ bis aut weiteres beherrscht bleibt, hat die 11 Uhr-Vorstellung mit der .zweiaktigen heuen Operette „Die göttliche Nacht“, Musik vom Militärkapellmeister Hermann D o s t a I, gleichfalls eine glänzende Attraktion gewonnen. Die „P arisiana“ bringt allabends einviertel 11 Ohr ein vollständig neues Repertoire exquisiter Pariser Einakter und .im „Pele-Mel e“ gruppieren .(sich die internationalen Stars um die berühmte Kabarett-Diseuse Medgyaszai, genannt die „ungarische Yvette Guilbert“. Als willkommene Neueinführung wird die von nun ab jeden Sonn- und Feiertag um halb 5 Ohr aut der Operetteribühne stattfindende große Varietevorstellung mit gewähltem Familienprogramm begrüßt. Jede im Vorverkaufe bei der Kassa von „Venedig“ pder bei den vor' dem Etablissement autgestellten Verkäufern bis 5 Ohr nachmittags gelöste Eintrittskarte Zu 1 Krone berechtigt zugleich zu einem numerierten Parkettsitz für diese Vorstellung. Da die Plätze in der Reihenfolge 'fies Erscheinens der Gäste ausgegeben werden, empfiehlt es sich, möglichst früh Zu kommen. Zum Verkaufe gelangen nur die erste Cerclereihe zu K 3.—; und die zweite und dritte Reihe Prchesterfauteuii zu K 2.—. Die übrigen 1000 numerierten Plätze bleiben für die Besitzer der pinfachen Eintrittskarten reserviert. Täglich konzertieren in „Venedig“ 14 Kapellen, deren Zahl bei besonderen Festlichkeiten noch vermehrt wird, pnd der Restaurationsbetrieb bietet in jeder ‘ Preislage das Beste. Aufruf! Jüdische Mediziner! Nach' langen Bemühungen ist es uns gelungen, eine Organisation der jüdischen Mediziner, die einem so tiefgehenden Bedürfnisse der jüdischen Mediziner entspricht, ins Leben zu rufen. Wir halten es für die Ehrenpflicht eines jeden jüdischen Mediziners, dem von uns begründeten „Akad. Verein jüd. Mediziner in Wien“ beizutreten und ihn;auf das tatkräftigste zu unterstützen. Der „Akad. Verein jüdischer Mediziner“ hat den Zweck, die Fach- und Standesinteressen der jüdischen Mediziner Zu (vertreten .und durch Pflege der Freundschaft und Geselligkeit die jüdischen Mediziner einander näher Zu bringen, durch Rat und Tat diejenigen zu unterstützen, die sich’ dem' medizinischen Studium Widmen wollen, sowie durch Begünstigungen und Hilfsmittel ihnen das Studium zu erleichtern. Wir hoffen, nicht umsonst an das Interesse .unserer Kommilitonen appelliert zu haben Zivnostenskä banka Filiale Wiem. Heppengasse 12. EINLAGEN auf Büchels EINLAGEN int Konto ■ach Vereinbarung. Zentrale in Prag, gegr. 1868. 4 «LI Aktienkapital und Reserven: K 95 Millionen. Wechselstuben 1. Herreng. 12, II. Praterstr. 24, VII. Mariahllferstr. 84, in Wien: ' X. Favorüenstrasse-95,XVI. Neulerchenfelderstrasse 41. jVepzinsung 0 Kulante Besorgung aller Bank- und Börsentransaktionen. Q6Q6I1 Bank8Cilll!dj Stahlkammer mit vermietbaren SAFES. Abonnement von K 7.—an. | VBrSCtirBlbUIIQBjl I- 0 0 Filialen: Brünn, Budweis, Iglau, Klattau, Krakau, Lemberg, Melnik, Olmütz, Mährisch-Ostrau, Pardubic, Pilsen, Pisek, Proßnitz, Reichenberg, Tabor, Triest.

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