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Jüdische Zeitung · 1911-07-14 · 28 (14.7.1911) · p. Seite 7

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
5 (1911)
Issue
28 (14.7.1911)
Date
1911-07-14
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 28 JÜDISCHE ZEITUNG Seite 7 und fordern Euch, jüdische Mediziner, auf, Mann für Mann unserer (Organisation beizutreten. Für das provisorische Komitee: Alfred Grünspann, Otto Almoslino, Ascher Apte, Salomon Awromoff, Siegfried Berl, Josef Krenberger, Ernst Spitzer. Amtsstunden: jeden Samstag von halb 3 bis 4 Uhr jnachmittags im Lokale der ,,Jüd. Zeitung“, IX., Liechtensteinstraße 11. Zuschriften: An den akad. Verein jüd. Mediziner, I., k. h. Universität. Vereinsnachrichten. Brüx. Wie alljährlich, so fand auch heuer, vom hiesigen Volksverein „Zion“ veranstaltet, eine Herzl-Gedenkfeier statt, die einen guten Besuch aufwies und auch für den Nationalfonds ein hübsches Ergebnis aufwies. Vorträge aus der jungjüdischen Literatur brachten Frau Frieda Bandler und die Fräulein Hilde Fischer, Käthe Heller, Irma Kann und Gretl Taussig in bester Weise. Die Gedenkrede hielt Herr Otto K o h n, der auch der Toten von Drohobycz gedachte. Die Einleitung einer Sammlung tür Drohobycz wurde beschlossen. * f t s Hotel de Russie: ■ Wien, II. Grosse Sperlgasse 7 | TELEPHON 13347 =S 1 ■! Zlmmev von K 2,— aafwArts. 5 I J. Tolczyner, Hotelier. 5 Rettung fürjeden Bruchleidenden. Liste der Ueberläufer Vom 4. bis 11. Juli 1911. Fleischer geb. Samuely Erna, 1S85, Wien, verheiratet, Private, Hannover. — Weissenberg Alice, 1S86, Jägerndorf, ledig, Kontoristin, VII., Läudongasse 37. Bauer geb. Mandl Ida, 1872, Prossnitz, verheiratet, Private, XIII., Hadikgasse 120. — Fleischer Arthur, 1881, Wien, verheiratet, Opernsänger, VII., Wimbergergasse }2. — Fleischer Thomas, Philipp, 1909, Wien, VII., Wim- 1 bergergässe 12. — Deutsch Fritz, 1S93, Wien, ledig, Goldarbeiterlehrling, I., Spiegelgasse 13. — Steiner Borcza, 1880, Budapest, ledig, IV., Johann Straußgasse 40. Czaczkes Bernhard (Boris), 1889, Odessa, ledig, Firmavertreter, II., Gr. Stadtgutgasse 7. — Löwy Selma, 1890, Luditz, Böhmen, ledig, Private, IX., Alserstraße 2. — Neumann Otto, 18S7, Wien, ledig, cand. med. IX., Maximilianplatz 12. Manassevitsch Josef, 1836, Kamenecz-Podolski, Rußland, verwitwet, Arzt, IX., Mariannengasse 20. — Mautner Eugenie, 1SS7, Prag, ledig, Privat, IX., Franz Josefsbahnstraße 5. * Interessante Tauffälle. Aus den letzten Tauf listen verdienen zwei Fälle besonders hervorgehoben zu \verden. Frl. Annie Schneeberger, 1., Ebendorterstraße 10, Tochter des Advokaten Dr. Wilhelm Schneeberger, folgt nur Uen Traditionen des väterlichen, ministerfreundiiehen Hauses, wenn Sie nunmehr dem Ministerialvizesekretär des Kultusministeriums Dr. Karl Kobald Herz und Glauben opfert. D. h. der Vater ist ein „guter Jude“ geblieben und seiner intimen Freundschaft mit Dr. J. S. Bloch wird der treisinnige Seitensprung des bräutlichen Töchterleins keinen Knax geben. F r i. Mariaaine Weisl, Universitätshörerin, VII., Kirchengasse 4S, ließ sich von einem evangelischen Theologen ihrerseits zur Ehe und zum Luthertum bekehren. Frl. .Weisl ist 'die 'Toch-- ter des Advokaten Dr .Ernst Franz Weisl, der als Mitarbeiter Herzls begann, dann Mitglied des Jüdischen Kolonisationsvereins — Observanz Alfred Stern — wurde pnd schließlich den Zutritt zu den teinsten christlichen Gesellschaftskreisen gefunden hat. * Der prinzipienfeste Meschumed. Das „Wiener Montags-Journal“ veröffentlicht die Zuschrift eines Wählers, welche die weiteste Verbreitung verdient. Darnach hat der aus der Medine Kremsier entsprungene römischkätholische Täufling Dr. Max Anton Löw, resignierter Advokat, Kommandör des -'päpstlichen Gregorordens, I., Führichgasse 10, bei der Stichwahl am 20. Juni einen Stimmzettel offen überreicht pnd, als dei Regierungsvertreter Dr. Ritter von Gyhlarz dies als der geheimen Abstimmung widersprechend rügte, laut peroriert: „Es kann mich kein Gesetz zwingen, den Stimmzettel zusammengefaltet abzugeben! Wenn der große Rechtslehrer Unger seinen Stimmzettel seinerzeit offen abgab, mit der Motivierung, daß er offen Farbe bekennen will, so kan^i ich' dies wohl auch tun. Unger hatte allerdings sozialdemokratisch gewählt, Währenddem ich heute christlichsozial wähle!“ Die'Wählkommissäre, lauter stramme Christlichsoziäule, schüttelten ob dieser Prinzipienerklärung des Dr. Max Anton Löw die Häupter und dachten wohr bei sich... was wir zur Vermeidung eines Preßprozesses lieber unterdrücken. Doch nur eine Frage, Jieiüger Max Anton, war Ihnen der liberale Kandidat Dr. Wilhelm Neumann, Blut von Ihrem Blüh Fleisch von Ihrem Fleische, noch zu wenig getauft?!.. Wien. (Verein „Achwah — Jüdische Brüder“, Jüd. Volks-Speisehaus, Wien, II., Herminengasse 8.) Montag, den 31. Juli 1911, präzise S Uhr abends, findet im Vereinslokale die diesjährige ordentliche Generalversammlung statt, zu welcher die Mitglieder und Förderer des Vereines höfiichst eingeladen werden. HOCHSCHÜLER mit deutscher Gymnasialmatura, mit sehr guten Referenzen, der auch der hehreäischen Sprache in Wort und Schrift mächtig ist, erteilt Unterricht an Volksschüler und Gymnasisten, eventuell auch gegen Wohnung und Verpflegung. Unter „Hajehudi“ an die Administration des Blattes. Ich offeriere frische Küchenbutter ä K 2 per Kilo franko jeder Poststation. Franz Kubistal, Milchner in Sedziszow,Galizien. M. Mittennuber Ausführung von Gas-, Wasser- und sanitären Anlagen. Üebernahme von elektrischen Licht- und Kraft-Anlagen. ~ : Billige Preise. :—: Wien IV., Hauptstrasse 67. — Telephon 6328. WEIKERSDORF b. Baden, Braitnerstraße 77. wirhbrj ImitirnR lebensversicherunos: HlbUbllilAnUlübno o o GESELLSCHAFT o o WIcnTT^SpwapIet^^m elg.a.ii Palais. — Versichertes Kapital cm. 330 Millionen. Reserven aa. 113 Million** Kronen. NÄHERE AUSKÜNFTE erteilt: Sub-Direktioa der „Nlederllndischen“ Lemberg, Szajnocha 3. — Löbel Taubes. — Vertreter werden gesucht. Hotel-Cafe-Restaurant MAX SCHWARZ Größtes vornehmstes Restaurant An* erkannt beste Küche. Zentrale Lage, Zimmer m. all. Komfort. Elektr.Belcht Tägl. Mittag u. Abd. Konz.Wr. Salonk. WIEN ,Wlorienbräclt«‘ ' I.j Rotenturmstraße 31. oo RENDEZVOUS DER ZIONISTEN oo „Venedig in Wien“ SflK** Bei jtder Witterung geöffnet. Harrenpalast. Freudenrad* 14 musikkapellen. Riesenrad. Scenic Railway* Ittoulin Rouge* Liliput. Pit JAarcheustaüt d. Zwerge. Eintritt 1 K. Garteuerölftuiig 5 Uhr, Sonntags 3 Uhr. zur radikalen Abhilfe neu erfundenes Bruchband, bei welchem die besonders geformte zweiteilige Pelotte die Bruchöffnung nicht eindrückt, mithin den Darm nur in seiner richtigen Lage erhält und keine innerliche Läsionen .hervorruft, wie es bei den bisherigen Bruchbändern leider der Fall ist Für den größten Bruch kleinste Dimension, geringstes Gewicht, ohne Feder, ohne Metall, schmerzlos, ohne Druck wirkend. Broschüre mit Massfigur gratis und franko bei N. B. KANT0R0W1CZ, Wien XX, Karl Meisslstrasse I Haltestelle der elektrischen Strsuenbalui. Empfangstnnden: Für Herren von 9—12 Uhr vorm, und von 4—6 Uhr nachm. Für Damen von 2—4 Uhr nachm. (Damenbedienung). Für Galizien: H. Kantorowicz, Podgörzeb. Krakau, Twardowskicgo 7. Hotel „IschlBP Hof“ in Bad Ischll Kaffee und Restauration. Telephon Nr. 108. Telephhn Nr. 108. Wird am 1. Juni eröffnet Das Hotel hat 30 neu renovierte mit allem Komfort eingerichtete Zimmer, einen großen luftigen Speisesaal, einen schattigen Restaurationsgarten mit Terrasse. Alle Räume und der Garten elektrisch beleuchtet. Der „Ischler Hof* ist ein zentral gelegenes Hotel, einige Minuten vom Bahnhof und 1 Miaute vom Kurpark entfernt. Lohndiener und Wagen bei jedem Zuge. Vorzügliche streng rituelle Küche, Bier vom Faß, exquisite Weine und Erfrischungen. Ferner erlaube ich mir auf mein seit 30 Jahren bestehendes Hotel und Restauration im Kurort Cubatsebowitz in Mähren aufmerksam zu machen, und bitte meine sehr geehrten P. T. Gäste um ihr ferneres Vertrauen. £s wird mein Bestreben sein, hier wie dort, für prompte Bedienung und peinlichste Reinlichkeit Sorge zu tragen. M. Smetana Hotelier in Bad Ischl, Luhatschowitx und Ung.-Brod. Woftftäfigkeifslotterfe des jüdischen Vereines „Einheit“. Dem jüdischen Verein .Einheit« zur Erhaltung jüdischer Volksspeisehallen wurde mit Erlaß dw k. k. Finanzministeriums, Z. 71.745 ex 1910 die Bewilligung zur Veranstaltung einer EfTekten-Lotteri* erteilt, deren Erträgnis zur Erhaltung der in Wien, II. Malzgasse 12, bereits bestehenden und zur Errichtung weiterer jüdischer Volksspeisehallen in Wie» bestimmt ist Heute schon verabreicht der Verein „Einheit“ in seiner mit allen modernen hygienischen Einrichtungen ausgestatteten Speisehalle und den, den jüdischen Studenten zur Verfügung stehenden eigenen Mensaräumen täglich durchschnittlich 1000—1200 Speiseportionen. Jeder Jude, in dem noch ein jüdisches Herz schlägt, in dem das alte jüdische Humanitätsgefühl nicht ausgestorben ist, und der Sinn hat für ein* modem-soziale Fürsorge, wird dieses dem Gemeinwohl dienende Unternehmen durch Ankauf und Verbreitung der Lose fördern. Die ersten vier Haupttreffer im Werte von K 30.000, K 5000, K 3000 n. K 1000 können auf Wunsch des Gewinners in barem Gelde abgelöst werden. Lose ä K l sind in allen Tabak-Trafiken und im Bureau der Lotterieverwaltung Wien, I. Wollzeile 24 zu haben. 2^T©"CLltLeit©r2--T7"ertrieTo „3y/£oa©.crpol^ Wien V. Laurenzgasse Nr. 11 offeriert Sortiment von Tisch- und Taschenfeuerzeugen von 1 K aufwärts. Cer eisen (Feuerstein) per Dtzd. 1 K, Bei EDgros-Abnahme Spezial-Offert. Rauche quisiten aus Meerschaum, Bernstein, Elfenbein etc. C3-ross© j&.VLS'oraJil. ln elelstr. Tasdien] a.m pen ta. 23atteri«n_ Prospekt gratis. — Bei Bernfang auf dieses Inserat Preisermäßigung.

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