Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 4 (1910)
- Issue
- 52 (30.12.1910)
- Date
- 1910-12-30
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr 52 OJÜDISCHE ZEITUNG. Seifet' für' äiii nächste Zukunft' Jerusalems erlangen könnte. Sie liäben dahet dei\neiden,Schule einen jährlichen Beitrag von 5000 Fr<s.::überwiesen;;Das. ermunterte die Freunde der Schule zu 'energischer' Tätigkeit. Sie'1 wandten sich an Herrn' Dlrektor/Dr. Mel nianti, den-Grüntier des hebräischen'(jymhastunis-in ’Jäffa, und' baten ihn, .auf Grund seiner pädagogischen Kenntnisse und' Erfahrungen die Reorganisation der Jerusalemer Schule dufchzuführen. Herr Dr. Metmann hat sich bereit erklärt, diese Arbeit in Angriff zu nehmen. Seine erste Reform besteht darin, daß er gediegene Lehrkräfte zu gewinnen sucht. Einige Lehrer, die in Europa einen wohlbegründeten Ruf genießen, sind bereits gewonnen, andere werden folgen. Bei den großen Sympathien, die die Reorganisation des Jerusalemer Gymnasiums hervorruft, ist auf einen Erfolg dieser Aktion zu rechnen. Vereinsu. Versammlungs-. . Voranzeigen. Wien. („Neß-Zionah“.) Dienstag, den 3. Jänner 1911, 8 Uhr abends, findet im Cafe Mocca, I., Schottenring 12 ein Vortrag des Herrn Sigmund Jonas über „Das, Irrlicht und der Keil im Judentum“ statt. Die Gg. Gg. werden ersucht, pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Gäste — auch Damen herzlich willkommen. Wien. (Vortrag aus jüdischer Geschichte, Literatur und Kultur.) Donnerstag, den 5. |änner 1911, präzise halb 8 Uhr abends, findet im Festsaale des Ingenieur- und Architektenvereines, 1., Eschenbachgasse 9, ein Vortrag des Herrn Rabbiners Dr. Max Grunwald statt. Thema: „Hygiene der Juden.“ Mit Vorführung von Lichtbildern. Eintritt frei ohne Karten. Wien. Verein der jüdischen Handels- und Privatangestellten, Wien, II., Taborstraße 20 (Souterrain). Sonntag, den 1. Jänner 1911, halb 5 Uhr nachmittags, findet im Vereinsheim ein Vortrag des Herrn Doktor Leopold Plaschkes über: „Gesetze der Preisbildung“ statt. Dienstag, den3.Jänner, 8 Uhr abends, Referat der Kollegin Betty Engel. Warum organisieren sich die weiblichen Angestellten. Gäste willkommen. Die Vereinsleitung. Wien. („Hasomir“, Verein zur Förderung jüdischer Literatur und Kunst.) Die nächsten Gesangsproben finden Dienstag, den 3. und Mittwoch, den 4. Jänner, halb 8 Uhr abends, im Cafe „Dohan“, II., Untere Augartenstraße 26, statt. Wien. (Jüdische Toynbee-Halle, XX. Othmargasse 46.) Beginn der Vorträge: An Wochentagen halb S Uhr, Samstag, sowie an Sonn- und Feiertagen 7 Uhr abends. Anmeldungen von Vorträgen und Mitwirkungen bei Konzerten an den Obmann Dr. J. Samuely, Spenden für die Kinderjausen (Kleidungs- und Wäschestücke, Bücher, Spiele etc.) an den Obm.-Stellv. Karl Freund erbeten. Wochenprogramm: Freitag, 30. Dezember d. J.: Lehrer H. Löw. Vogel, Bibelvortrag. — Sonntag, 1. Jänner 1911: Konzert, Arrang. Frau Freund-Funk. — Montag, 2. Jänner 1911: Dr. Josef Jerusalem, „Dienst- und Arbeitsrecht“ (Zyklus). — Dienstag, 3. Jänner 1911: Lehrer Is. Faltitschek, Die Erziehung zu religiöser Duldsamkeit. — Mittwoch, 4. Jänner 1911: Dr. Max Eisenstädter, „Ueber erste Hilfe“ (Zyklus) — Donnerstag, 5. Jänner 1911: Prof. Dr. Otto Simon, „Ueber Wärme“. — Freitag, 6. Jänner 1911: J. Rosner, Bibelvortrag. * * * Berichte. Wien, ln der am 15. d. M. abgehaltenen außerordentlichen Plenarversammlung der Lese- und Redehalle Jüdischer Hochschüler wurden folgende Mitglieder in den Ausschuß gewählt: J. U. C. Max Körner, Präses, J. U. C. Robert Friedländer, I. Vize- Präses, med. Leon Kolb, II. Vize-Präses, med. Hermann Schönstein, 1. Schriftführer, med. Nathan Korn, II. Schriftführer, exp. Ernst Rosenberger, I. Kassier, exp. Reinhold Alexander Neubauer, II. Kassier, iur. Chaim Wasser, Bibliothekar, iur. Fritz Antal, Zeitungsverweser, arch. Johann Sobelsohn, Hausverweser. Die Lesennd Redehalle jüdischer Hochschüler in Wien erlaubt sich hiemit anzuzeigen, daß am 20. d. M. ihr einstiger Präses A. H. Josef Rufeisen zum Doktor der Rechte promoviert wurde. Radautz.--*Dec hebräische Verein „Ivriah“ hat in seiner letzten Generalversammlung folgende Mitglieder’ iir::deri: Ausschuß' gewählt: : Chaim Schärf (ObjnannJ.—jogef JVJargulies (Obmannstellvertreter), Elkärie Kornblüth (Schriftführer), cand. jur. Chaim Kupferberg - (Bibliothekar), Alter : Wassermann (Kassier), Moses Blei, Leiser Schapira, Moses Landmann, Leib Fitzer und LuwisCh- Kornblüth. Wien. (Verein „Achwah-Jüdische Brüder“, Rituelle ■ Volksspeisehalle, II., Herminengasse 8.) Die Montag, den 26. Dezember d. J. in den Lokalitäten des Vereines abgehaltene Chanukafeier nahm einen äußerst gelungenen Verlauf. Den Anfang des schönen Festes bildete das feierliche Anzünden der Chanukalichter, das der Kantor und Schriftsteller Herr J. Grob unter dem ergreifenden Wohiklang seiner Stimme vornahm. Die Fest- und Tendenzrede hielt Herr Dr. Dav. R o t h b 1 u m, der mit seinen kernigen Worten das die geräumigen Lokalitäten bis auf das letzte Plätzchen füllende Publikum hinzureißen wußte. Lebhaften Beifall fand das Töchterchen des Vereinsobmannes, Ftl. Berta Hammer, mit ihrem wirkungsvollen Vortrage zweier der Feier entsprechender Gedichte. Herr Ingenieur Singer las einige Skizzen von Scholem Aleichem, die die Zuhörer ergötzten. Der Violinvirtuose Herr Ban in fesselte durch einige vorzüglich gespielte Piecen und Herr Fischer durch seinen ergreifenden Vortrag eines jüdischen Volksliedes. Herr Schriftsteller Grob gab einige seiner selbstverfaßten Skizzen zum Besten. Den Clou des Abends bildete der Girardi der jüdischen Bühne Herr Podsam e z c, der mit seinen vorzüglichen Kuplets die Zuhörer in die beste Laune versetzte. Es war lange nach Mitternacht, als der Obmann des Vereines, Herr M. Hammer, mit einigen Schlußworten die schöne Feier schloß. Wien. (Akademie der „Neß-Zionah“.) Am 26. November a. c. fand in den Kristallsälen vor einem zahlreichen Publikum die Vortragsakademie der Vereinigung „Neß-Zionah“ statt. Das reichhaltige Programm leitete Herr David N e b e n za hl mit einer geistreichen und inhaltsvollen Festrede ein, in der er die Bedeutung des Judentums für die ganze moderne Kultur feierte und den Zionismus, die Begründung eines jüdischen Bauernstandes als das Ideal der Verwirklichung unserer Pläne bezeichnete. In wenigen Worten legte er den Zweck der Siedlungsgenossenschaft dar, der das Erträgnis des Abends gewidmet wurde, und schloß mit einer feurigen Aufforderung zu gemeinsamer, zielbewußter Arbeit. Nach der mit reichem Beifall aufgenommenen Rede las Schriftsteller Friedrich Porges eigene Dichtungen, darunter die packende Pogromnovelle „Die Medizinerin“ und eine historische Dichtung „Mariamnes Tod“, die mächtig ergriffen und dem Autor anhaltenden Applaus brachten. Die Opernsängerin Jeanne Demay (Paris) sang in vollendeter Weise französische Lieder und Arien. Frl. Ella Deutsch als Begleiterin der Sängerin am Klavier und Herr Viktor Fischer als Humorist boten gleichfalls glänzende Leistungen ihres Könnens. Den schönen Abend beschloß ein animiertes Tanzkränzchen. Vom Reinerträgnis zeichnete die „Neß-Zionah“ einen Anteilschein der Siedlungsgenossenschaft. Turka am Stryj. Am 15. November 1910 wurde die diesjährige Generalversammlung des Vereines „Mizrachi“ in Turka abgehalten. Der Vereinssekretär Gg. Juda Ber Leblang erstattete einen eingehenden Bericht über die Tätigkeit der abtretenden Vereinsleitung, welchen die Anwesenden mit Befriedigung zur Kenntnis nahmen. Dem Berichte ist zu entnehmen, daß der Verein im abgelaufenen Administrationsjahre sehr viel für die allseitige Förderung der Vereinsinteressen geleistet hat. Es wurden Theatervorstellungen, Teeabende mit Vorträgen verschiedenen Inhalts, Volksfeste u. dergl. veranstaltet, deren Erträgnisse dem Bau eines jüdischnationalen Hauses in Turka gewidmet wurden. Es wurde ferner eine hebräische Schule ins Leben gerufen, die sich eines sehr guten Rufes erfreut und endlich erwarb der Verein ein im Zentrum der Stadt gelegenes Grundstück für das oberwähnte Haus käuflich. Dem abtretenden Ausschüsse wurde einstimmig das Absolutorium erteilt und hierauf wurde die Neuwahl vorgenommen. Es wurden gewählt die Gg.: Naftali Lehrer, Präses; Boruch Mai, Vizepräses; Juda Ber Leblang, Sekretär für die Landessprachen; Josef Koppel, Sekretär für die hebräische Sprache; Berisch Lorberb a u m, Kassier; Moses K1 e i n m a n n, Meilech S p r i 1, Mendel Gottesdiener, Benzion Apie 1 man, Pinkas Rothenberg, Aron Herzlich und Markus Wahrsager, Ausschußbeisbzer; David Kremer, Samuel PickhoIz und Mates Oppermann, Kontrollore; Meilech Sternbach, Jakob Haber und Seinwel B r e n e s, ■ Schiedsrichter. J. B. L. Czernowftz; , (Jüdiscbnationata akademische Verbindung ’jZephirah“:) "Vor vier Jahrengründete die „Zephirah“ ihren Vortragszyklus, der alljährlich in den Monaten Dezember bist, Februar abgehalten wird und sich seitdem außerordentlich bewähithat. Der Zyklus bezweckt durch eine Reihe von populär-wissenschaftlichem " Vorträgen aus den verschiedensten Gebieten der jüdischen Wissenschaft und des jüdischen Lebens in die breitesten Schichten des Ortes -Aufklärung - nud- Bewegung zu tragen. Dem Charakter' flieset Institution ist auch nach der Richtung Rechnung getragen, daß die minimalen Eintrittspreise, die zu den Auslagen der Verbindung nicht einmal in dem richtigen Verhältnis stehen, auch der ärmsten jüdischen Bevölkerung den Zutritt zu ermöglichen. Die dementsprechend überaus ansehnliche Besucherzahl schwankt zwischen 900 und 1200 Personen. Sowohl bei der Auswahl der Redner als auch der Themen geht die Verbindung mit der gebotenen Vorsicht vor. Durch nützliche Einordnung der einzelnen Vorträge innerhalb des Zyklus wird eine gewisse Abgeschlossenheit erreicht und dem großen Zuhörerpublikum das Mitgehen erleichtert, so daß sich diese Einrichtung als ein Werk systematischer Aufklärungsarbeit darsteilt. Sonntag, den 11. Dezember d. J. wurde der vierte Zvklus mit dem Eiöffnungsvortrage Dr. Martin Bubers: „Die Erneuerung desjud e n t u m s“ eingeleitet. Eine tiefe geschichtsphilosophische Auffassung der Ideen des Judentums, die Analyse des absoluten Lebens, des Unsterblichen am judentum, hat Martin Buber, der Denker, der Erneuerung des Judentums zugrunde gelegt. Der Vortrag übte auf die Zuhörerschaft eine mächtige Wirkung aus; daß die dem Vortrage naturgemäß innewohnende Schwere, die in der Neuheit und Tiefe des behandelten Problems liegt, ihn nicht gleich verarbeiten ließ, beweist der vielseits geäußerte Wunsch, daß der Vortrag gedruckt ersehene. — Nach dem Vortrage fand im „Hotel Central“ ein von der Verbindung für den ausgezeichneten Gast veranstalteter Ehrenabend, der in allem würdig verlief. An unsere Abonnenten! Unsere Abonnenten, die mit dem Abonnement im Rückstände sind, werden dringend ersucht, die schuldenden Beträge sofort zu überweisen. Der heutigen Provinzauflage liegen zu diesem Zwecke Erlagscheine bei. Die neu eintretenden Abonnenten werden aufmerksam gemacht, daß das Abonnement im Vorhinein zu bezahlen ist. Die Empfänger von Probenummern werden um gefl. Mitteilung ersucht, ob sie auf weitere Zusendung reflektieren ABOiEMIMEAlMG. Die „Jüdische Zeitung“ kostet: vierteljährlich . . . K 3.— halbjährlich . ... „ 5.— für 1 Jahr . , . . . „ 10.— Es ist Pflicht eines jeden Gesinnungsgenossen die „Jüdische Zeitung“ zu abonnieren und für ihre Verbreitung unablässig tätig zu sein. Adressen von Personen, an die mit Aussicht auf Erfolg Probenummern gesendet werden können, sind stets erwünscht. mmumum Böhmische Industrial-Bank-Filiale Wien, IM Neuer Markt 8 verzinst Geldeinlagen i 1/ 01 auf Einlagsbüehel mit Telephon 7734 1. 10,000 — Aktienkapital K 30,000 000— Besorgt sämtliche Bank- und Weehselstubengesehäfte. 429671