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Jüdische Zeitung · 1910-03-25 · 12 (25.3.1910) · p. Seite 7

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
4 (1910)
Issue
12 (25.3.1910)
Date
1910-03-25
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 12 JÜDISCHE ZEITUNG. Seite 7 Frl. Mimi Marlow, Frl. Trude Voigt und Herr Sigwart Gr u der vom Kabarett „Fledermaus“, weiters Herr EmilVarody, Herr E. Oesterreicher und Herr L. van der Bruch, Mitglied des Raimundtheaters. Musik des k. k. bosn.-herz. Infanterieregimentes Nr. 1 unter persönlicher Leitung des Herrn Kapellmeisters Ferdinand Domansky. Arrangeur: Tanzmeister Rudolf H c i m a n n. Wien. (Klub zionistischer Arbeiter.) Unsere junge Arbeiterorganisation, die sie sich zur Aufgabe gemacht hat, die jüdischen Arbeiter, Angestellten und Beamten national aufzuklären und ihnen ihre wirtschaftliche Lage zu verbessern durch Anschjuß an die allgemeinen Fachverbände, macht kräftige Fortschritte. S a m s t a g, den 26. März, 8 Uhr abends, findet die erste Veranstaltung „Esther-Feier“ des Klubs statt. Für den am Sonntag, den 27. und Montag, den 28. d. M. stattfindenden Parteitag der österreichischen Zionisten wurden die Herren Samuel Terner und Leon Wassermann als Delegierte des Klubs zionistischer Arbeiter gewählt. Zuschriften in Klubangelegenheiten sind zu richten an unseren Obmann, Herrn Samuel Terner, Schriftsetzer, XV11L, Genzgasse 52/7. Berichte. Wien. (Zionistischer Zentralverein). Im Anschlüsse an die außerordentliche Generalversammlung des zionistischen Zentralvereines, in welcher die Wahl der Delegierten zum bevorstehenden westösterrreichischen Parteitag durchgeführt wurde, besprach der Präsident des Z. Z. Gg. Dr. Jakob Kohn die Bedeutung des Parteitages. Da der Bericht des ZC. noch nicht vorlag, mußte vorläufig dessen Tagesordnung zur Beurteilung herangezogen werden. Nun stand am ersten westösterreichischen Tage außer dem Rahmen der sozusagen notwendigen Beratungsgegenstände ein Referat über die wirtschaftliche Gegenwartsarbeit. Diesmal tritt an dessen Stelle die Beratung über unser Kultusgemeindeprogramm. Darin, meint Dr. Jakob Kohn, könnte die Erkenntnis liegen, daß die zionistische Frage in ihren Gegenwartsaufgaben in erster Linie keine wirtschaftliche Frage ist. Daher das Bedürfnis, sich über das Verhältnis zur jüdischenOrganisation kat-exochen, zur Kultusgemeinde, Orientierung zu verschaffen. Denn der Kampf ist noch kein „Verhältnis“, wenn als dessen Grund und treibende Ursache ebensogut Liebe als Haß sein können. Ueber diesen prinzipiellen Standpunkt finden wir jedoch auch in den Thesen des Gg. Dr. Zweig keine Klarheit. Schon die erste These ist mehr als anfechtbar; denn die Behauptung, daß wir die Kultusgemeinde als Machtfaktor für unsere Zwecke brauchen könnten, erteilt uns doch keine .Legitimation , und weist auch keinen Vi/eg,. uns dieser'Macht zii bemächtigen ... Darin liegt also weder ein theoretischer, noch ein taktischer Grundsatz. Ebenso verfehlt ist die Begründung der Forderung nach dem allgemeinen Wahlrecht. Der Wunsch jedoch nach Erweiterung der Aufgaben der Kultusgemeinde in wirtschaftlicher und politischer Beziehung erscheint Herrn D r. Kohn nicht nur als verfehlt, sondern als gefährlich. Nicht blos im Sinne der geltenden Gesetze, sondern aus prinzipiellen und zu allermeist aus taktischen Gründen. Denn da es keine zionistische Wirtschaftsaulfassung gibt, können wir kein zionistisches Wirtschaftsprogramm für die Kultusgemeinde entwickeln. Als nationale Partei besitzen wir allerdings ein politischesProgramm; allein als dessen Exekutivorgan gilt uns der „jüdische Klub“, dem wir die Vollmacht zur Vertretung des jüdischen Volkes in Oesterreich entziehen müßten, wenn wir wünschen, daß die Kultusgemeinden einzeln oder in einem Reichsverbande die Judenschaft nach außen vertreten sollen. Ganz im Gegenteil zu dieser Expansionspolitik, die allerdings in der Wiener Kultusleitung auf wärmste Sympathieen rechnen darf, wünscht Dr. Kohn ein Sichbescheiden mit den eigentlichen Gemeindeaufgaben, nämlich mit Kultus und Unterricht. Nur zu diesen untrennbar verquickten Gebieten haben wir als Zionisten ein inneres Verhältnis, indem wir als Nationalisten die nationalen Elemente in Kultus und Unterricht betonen und dartun, wie die Ausschaltung des nationalen Geistes in Kultus und Unterricht deren Pflege unfruchtbar, ja mit der Zeit sogar unmöglich machen müssen. Alles Andere sind taktische Fragen, einschließlich derWahl-und anderer Organisationsfragen; das Wesentliche kann nur in dem Wesentlichen unserer Grundsätze liegen. Diesen Ausführungen, die mit den Beschlüssen der zionistischen Parteitage vielfach im Widerspruche stehen, wurden seitens der Herren Ing. R. Stricker und Sitzmann entgegengetreten. Trautenau. Der zionistische Volksverein „Theodor Herzl“ veranstaltete am 5. v. M. eine öffentliche Versammlung, in welcher Herr Dr. Hugo Rappaportals Kongreß-Delegierter vor einer zahlreichen Zuhörerschaft in einer mehr als 1 ‘/«stündigen Rede über den Verlauf des in Hamburg stattgefundenen 9. Kongresses berichtete. Die Versammlung wurde mit einer Ansprache des Herrn Oberingenieurs Poliak eröffnet. Dr. Rappaport besprach sodann die Rede Nordaus und die Ansprache Franz Oppenheimers. Er bezeichnete es als wichtigste Errungenschaft des Kongresses, daß die Gründung einer Agrarbank für Palästina vorbereitet und das unentwegte Festhalten am Baseler Programme einstimmig beschlossen wurde. Der Redner schilderte nun die Fortschritte, welche die Kolonialbanken in den letzten Jahren zu verzeichnen haben und die großartige Entwicklung, die insbesondere der Nationalfond genommen hat, für den in Oesterreich allein in den letzten zwei Jahren mehr als 115‘000 RM. gesammelt wurden, was umsomehr ins Gewicht fällt, als leider bislang gerade die reicheren jüdischen Klassen mit wenigen rühmenswerten Ausnahmen der Bewegung gegenüber Gleichgültigkeit gezeigt haben. Die Anwesenden nahmen den Bericht des Referenten mit großem Interesse und unter lebhaften Beifallskundgebungen zur Kenntnis und votierten ihm Dank und Vertrauen. Graz. (Verein „Zion“.) Der Verein hielt Samstag den 12. d. M. seine diesjährige Generalversammlung ab. Der Rechenschaftsbericht der abtretenden Funktionäre wurde zur Kenntnis genommen und ihnen einstimmg das Absolutorium erteilt. Besonders hervorgehoben zu werden verdient der Bericht des Nationalfondskommissärs Herrn Schwarz. Im Jahre 1909 gingen von Graz an den Nationalfonds über 17C0 K ab. Da Graz nur ca. 1700 jüdische Einwohner zählt, stellt diese Summe ein glänzendes Resultat dar. Auch 1910 wurden bis zum 15. März, d. i. in zweieinhalb Monaten, bereits 850 K für den Nationalfonds gesammelt. In Graz wurden bisher 50 Aktien der Developmeint Co. verkauft. An Schriftstücken und Einladungen versendete der Verein im verflossenen Jahre über 2000 Stück. Herrn Karl Schwarz und Herrn Karl Preis wurde für ihre Vereinstätigkeit der Dank der Versammlung votiert. Die Neuwahlen ergaben folgendes Resultat: Julius Grüner, Obmann; Oskar Freudmann, I. Stellvertreter; Jenö Koppstein, II. Stellvertreter; cand. med. Julius Schwarz, Karl Schwarz und Richard Schwarz, Kassiere; Lehrer Julius Steiner, Karl Preis und Isak Brings, Schriftführer; J. Propper, hebräischer Schriftführer; Dr. Viktor Reichhardt, Beisitzer; cand. iur. Otto Spiegel und Ignaz Hauser, Revisoren. Als Delegierte zum Distriktstage wurden die Herren Karl Schwarz und Karl Preis gewählt. K. P. Graz. Am 16. Februar a. c. wurde in Graz eine § 2-Versammlung abgehalten und nach vorhergehendem Referate des Gg. J. Teller beschlossen einen Verein ins Leben zu rufen, dessen Zweck ist, die Siedlungsgenossenschaft nach Dr. Franz Oppenheimer materiell zu fördern. Dem Vereine traten 40 Mitglieder bei. Die vorgenommenen Wahlen ergaben für den Ausschuß folgendes Resultat: 0. Lichtenstein, Obmann; J. Teller, Obmannstellvertreter; Ignaz Hauser, Schrifttührer; L. Tanenbaum, Schriftführer-Stellvertreter; Isak Brings, Kassier: D. Wallfisch, Kassier-Stellvertreter; L. Scheck, 1. Beisitzer; Arnold Friedländer, II. Beisitzer; Elias Berger, E. J. Diamant, Revisoren. Pilsen. Am 29. Jänner d. J. referierte unser Delegierter Herr Dr. Emil Margulies-Prag überden IX. Zionistenkongreß in Hamburg vor .einem zahlreichen und distinguierten Publikum. Seine in formvollendeter Weise vorgebrachten Ausführungen wurden mit begeistertem Beifalle entgegengenommen. Ueber seine oppositionelle Haltung auf dem Kongreß interpelliert, gab er befriedigenden und erschöpfenden Aufschluß, ohne die Verdienste Wolffsohns im geringsten zu negieren. Hierauf wurde Herrn Dr. E. Margulies der Dank für das Referat sowie für seine nunmehr zum drittenmal auf einem Kongreß bestens ausgeübte Vertretung und zugleich Zustimmung mit seiner Haltung auf dem Kongreß ausgedrückt. Oderberg. Der . jüdische Volksverein „Zion“, Oderberg, welcher vor einem Jahre gegründet wurde, hat am 27. Februar 1. J. in den Saallokalitäten des Herrn M. Safier ein Maskenkränzchen abgehalten. Diese Veranstaltung nahm einen in jeder Hinsicht glänzenden Verlauf. Hervorzuheben ist die Sammlung für den Nationalfonds durch die Damen: Frls. Schwarz und Hausmann, die ein Ergebnis von 21 K brachte. Beiden Damen bringen wir hier unseren Dank zum Ausdrucke. Um das Gelingen der Veranstaltung haben sich besondere Verdienste erworben die Herren vom Ausschüsse des Vereines, als auch die hierortigen jungen Leute, welche dem Komitee zugezogen wurden und an deren Spitze der Vereinsobmann Herr Zänker stand. Der finanzielle Erfolg ergab die schöne Einnahme von 700 K, deren Reinertrag wohltätigen Zwecken zugeführt wurde. Wien. Am 10. d. M. veranstaltete die jüd.- akad. Verbindung „Makkabäa“ in den Sälen des Hotel Continental ihr Kränzchen, welches einen glänzenden Verlauf nahm und außerordentlich gut besucht war. Besonders hervorgehoben zu werden verdienen die originellen Damenspenden, welche auch allgemeinen Anklang fanden. Wien. Die zahlreich besuchte Plenarversammlung der Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler des 19. v. M. hat für das kommende Semester folgenden Ausschuß gewählt: JUC. Robert Sonnenmark, Präses; JUC. Max Körner, I. Vizepräses; JUC. Heinrich Schiffmann, II. Vizepräses; phil. Isidor Goldberger, I. Schriftführer; iur. Max Silberbusch, II. Schriftführer; Ignaz Berl, I. Kassier; iur. Alfred Haberfeld, II. Kassier; iur. Paul Berger, Hausverweser; phil. Ernst Beermann, Zeitungsverweser; phif. Mayer Präger, Bibliothekar. Der neugewählte Ausschuß hat in seiner ersten Sitzung beschlossen, ein „Seminar zur Erforschung der Geschichte derjuden Oesterreichs“ und ein „Informatives jüdisches Seminar“ einzuführen und literarische Abende abzuhalten und hofft auf rege Beteiligung seitens der jüdischen Studentenschaft. Wien. Der hebräische Konversationsklub „Ivriah“ nahm den Gedanken, das Andenken Perez Smolenskis durch Pflanzung eines Smolensk i- Haines zu ehren, mit wahrer Freude auf und spendete fünf Oelbäume für diesen Zweck. Der Klub gibt sich der sicheren Hoffnung hin, daß alle hebräischen Vereine, sowie alle Zionisten, welche die Bedeutung Smolenskis für die jüdische Renaissance ermessen können, dazu beitragen werden, daß *die Ehrung Smolenskis vollzogen werde. Wien. („Bar Giora“). Das Ergebnis derChargenwahlen für das Sommersemester 1809/10 ist folgendes: Präses: Adolf Wi esler, cand. iur.; Vizepräses: Isak Eskenazy, cand. med.; 1. Schiftführer: Wilhelm Schmuckler, cand. med.; 2. Schriftführer: Samuel Pinto, cand. iur.; Kassier: Natan Tajtacak, cand. med.; Bibliothekar: Bela Milhofer, stud. med. Wien. („Kadimah“). Die Chargenwahlen des 55. Semesters ergaben folgendes Resultat: cand. ing. Michael Schindler, (x , F : )-x; ing. David Krassei xxFx; iur. Bruno Bezal x*x. Paukstunden und Empfänge 6 — 8 Uhr abends. Verbindungsbude: IX., Porzellangasse 36. Couleur-Cafe: „Karienbrücke“, Telephon Nr. 16625. Wien. Am 22. v. M. ist Herr David Horwitz, Obmann des Bethausvereines „Schön-Latern-Schul“, der nach kurzem Leiden im Alter von 83 Jahren gestorben ist, unter zahlreicher Beteiligung zu Grabe getragen worden. Bei dem Leichenbegängnisse waren Vorsteher der Kultusgemeinde und Delegierte von vielen Bethausvereinen undWohltätigkeitsinstitutionen erschienen. Herr Rabbiner Dr. Bach hielt demselben einen warmempfundenen Nachruf. Wien. (Jüdische akademische Verbindung „Unitas“.) Die jüdische akademische Verbindung „Unitas“ schloß am 21. v. M. das Wintersemester ab. Aus dem Rechenschaftsbericht, den der scheidende Präses cand. agr. Ernst Weiß erstattete, geht hervor, daß die „Unitas“ wieder auf ein tätiges und erfolgreiches Semester zurückblicken kann. Nach innen und außen gestärkt, hat die Verbindung ihrem wahren Zweck, Pflege der zionistischen Idee, voll und ganz gedient. Auf der Bude fanden öfters zionistische Vorträge und Diskussionen statt. Unter anderem sei ein Vortrag des A. H. Dr. Philipp Schönwald über Dr. Zollschans (A. H.) neu erschienenes Buch „Das Rassenproblem“ erwähnt, dem ein zahlreiches Auditorium und der Autor selbst beiwohnte. Nicht minder regen Anteil hat die Verbindung am gesellschaftlichen Leben genommen. Bei der im Winter von den Wiener jüdischen Korporationen veranstalteten Makkabäerfeier war die „Unitas“ hervorragend beteiligt. Der am 2. Februar zu Gunsten des jüdischen Studentenheims im Hotel Continental stattgefundene Verbindungsball hat einen glänzenden Verlauf genommen und sich zu einem der großartigsten jüdischen Repräsentationsfeste gestaltet. Die Chargenwahlen für das Sommersemester 1910 ergaben folgendes Resultat: J. U. C. Jakob Herzbaum <; med. Emil Medak xx, F; iur. Markus Eltis ' x^. Verbindungslokal: VIII., Auerspergstraße 21; Couleur-Cafe Louvre, I., Wipplingerstraße 27. Telephon Nr. 14039. Wien. (Wohltätigkeits-Akademie). Donnerstag, den 17. Februar a. c. fand im Hotel „Bayerischer Hof“ die Akademie des humanitären Vereines derKoiomeaer in Wien statt. Die Leitung hatte für ein sehr reichhaltiges Programm gesorgt. Mit klangvoller, herrlicher Stimme sang Fräulein Schwarz Rubinsteins „Asra“, eine italienische Arie und das „KolNistre“, mit denen sie reichen Applaus erzielte. Oberkantor Don Fuchs brachte seinen Tenor in prächtigen Liedern zur vollen Geltung, während Kantor Josef Grob reizende jüdische Volkslieder sang. Herr Theodor Weiß vom „Deutschen Volkstheater“ erfreute durch die Rezitation einiger Gedichte von Petöfi und Klein. Frl. Elise L u c e 11 e brachte schöne Opernarien zu Gehör und Frau S. Pohl-Meis er vom Wiener Bürgertheater erzielte mit ihren komischen Vorträgen heitere Wirkung. Der schöne Abend, den Ing. Josef G o 111 i e b leitete, ist ein Verdienst des Vereinsobmannes Gg. Max Markus. Das Publikum kargte nicht mit wohlverdientem Beifall. P. Wien. (Vereinigung jüdischer Hochschüler aus Galizien „Bar-Kochba“). Das Ergebnis der am 19. Februar a. c. bei der 26. ordentlichen Generalversammlung vorgenommenen Wahlen für das Sommersemester 1910 ist wie folgt: Viktor Kreisberg, Obmann; Michael Weißmann, Stellvertreter; Hermann Roller. Schriftführer; Jechiel Zeiger, Schriftführer; Schulim Hirschhaut, Kassier. Wien. Jüdischer Schulverein für den IX. Bezirk, (IX. Vereinsjahr). Am 20. Februar 1. J. fand die Generalversammlung des jüdischen Schulvereines für den IX. Bezirk unter Vorsitz des Ehrenpräsidenten Herrn Dr. Gustav Kohn, Vizepräsident der israelitischen Kultusgemeinde statt. Ueber den Jahresbericht entspann sich eine angeregte Aussprache, in der allseitige Befriedigung über die erreichten Fortschritte, sowohl in der Frequenz der Anstalt als auch über die finanzielle Gebarung zum Ausdrucke gebracht wurde. Die Mitgliedsbeiträge und Spenden sind im Berichtsjahre um zirka K 300 gestiegen. Die Schülerzahl betrug 130. Dem Vorstande wurde das Absolutorium einstimmig erteilt, dem Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde wurde für die munifizente Förderung des Vereines der Dank ausgesprochen. In den Vorstand wurden gewählt die Herren: Dr. Siegfried Halberstamm, S. Sameli, J. Weiß und S. Weiß. Frau Dr. Wilhelmine Hersch hat zum Andenken ihres Gemahles Herrn Dr. Wilh. Hersch seligen Andenkens in Meran dem Vereine

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