Mannheim
Compact Memory

Jüdische Zeitung · 1910-01-14 · 2 (14.1.1910) · p. Seite 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitung
Volume
4 (1910)
Issue
2 (14.1.1910)
Date
1910-01-14
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2438141-2438273-2438275--1647-2441254
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

7 entity mentions

Seite 8 JÜDISCHE ZEITUNG. Nr. 2 Die Tagesordnung lautet: 1. Bericht des Vorsitzenden über die Tätigkeit des Vereines in Palästina und der Diaspora; - - 2. Genehmigung der Bilanz für das erste Geschäftsjahr 1908; 3. Bericht über das Ergebnis der Sammlungen im Jahre 1909; 4. Vornahme der Wahlen der Ausschußmitglieder; 5. Geschäftliche Mitteilungen und Propagandafragen;; 6. Eventualia. Der Verein Oelbaumspende (E. V.) Der Vorsitzende: gez. O. Warburg. m PALÄSTINA- — — - AUSSTELLUNG Veranstaltet von der jüd.-akad. Vereinigung; „Bar-Kochba“, Wien. Mittwoch den 26. Jänner: PALÄSTINA-ABEND im Festsaale des Hotels „Bayrischer Hof“ IL, Taborstraße. Vorträge mit Lichtbildern. Vom 28. Jänner bis 6. Februar: PALÄSTINA-AUSSTELLUNG in den Räumen des „Oesterreichischen Kunstvereines“, I., Weihburggasse 22. Montag den 7. Februar: PALÄSTINA-VERKAUFSMESSE mit anschließendem Tanzkränzchen im Kursalon (Stadtpark). Vereins-u. Versammlungs- Nachrichten. Voranzeigen. Jüdisch-literarischer Abend. Sonntag, den 23. Jänner findet der bereits angekündigte jüdisch-literarische Abend des Vereines „Theodor Herzl“, im Kursalon (Stadtpark) präzise 8 Uhr abends statt. Programm: MartinBuber (Berlin): Der Jude und sein Werk, (einleitender Vortrag). Jakob Wassermann (Wien): Vorlesung eigener Dichtungen. Konrad Loewe, k. k. Hofschauspieler: Rezitation ostjüdischer Dichter. Die noch vorrätigen Karten ä K 10.—, 6.—, 4—, 3—, 2.50, 2— sind im Vorverkaufe in Guttmanns Hofmusikalienhandlung und im Vereinslokale VIII., Alserstraße 7,3.Hof, Parterre, zu bekommen. Wien. Verein zion. Hochschüler „Theodor Herzl“ (Seminar). Die Seminartätigkeit des Vereines hat wieder begonnen. Freitag, den 14. I. Oeffent lieber Bericht über den IX. Kongreß. — Referent Siegfried Schmitz. Korreferenten: Dr. Goldhammer, Weiner. Mittwoch, den 19. Jüdisch-Abend (Pinskis neue Dramen), F. Sternberg. F r e i t a g, d e n 21. Zionistisches Seminar. (Pinskis Autoemanzipation). Dr. Goldhammer. Wien. Erster Zion. Frauenverein. Dienstag, den 18. Jänner 1910, präzise 7*8 Uhr abends findet im Saal des wissenschaftlichen Klub, 1., Eschenbachgasse 9, ein Vortrag des Herrn Prof. Dr. Leon Kellner statt. Thema: Jüdische Namen. Gäste willkommen! Wien. Montag, 17. d. M. referiert der Kongreßdelegierte des IV. Wahlkreises Dr. Robert Beer über den IX. Kongreß. Ort: Bude der jüd.-akad. Verbindung „Ivriah“, IX., Glasergasse 4a. Beginn 8 Uhr abends. Gäste willkommen! Wien. Hebräischer Konversations- Klub „Ivriah“. Samstag, den 15. d. findet im Cafe Brammer, IX., Liechtensteinstraße 1, die Fortsetzung der Debatte über den Vortrag unseres Delegierten Herrn Dr. Ch. Tartakower statt. Anfang '/:8 Uhr. Gäste willkommen! . . Wien. Der bekannte jüdische Schriftsteller 01 g i n wird in den nächsten Tagen in Wien eintreffen, um am 29. d. über „Die Hauptströmungen der jüdischen Literatur“ zu sprechen. Ort und Stunde werden genau bekanntgegeben werden. Wien. (Vortrag aus jüdischer Geschichte, Literatur und Kultur.) Donnerstag, den 20. Jänner 1910, präz. 7*8 Uhr abends findet im Festsaale des Ingenieur- und Architektenvereines, I., Eschenbachgasse 9, ein Vortrag des Herrn Rabbiners Dr. Max Grunwald statt. Thema: „Die Rachel“. Mit Vorführung von Lichtbildern. Eintritt frei, ohne Karten. Wien. (Verein derSabbathfreunde.) Am 24. Jänner a. c., 7*8 Uhr abends wird Herr Jakob Rosenheim, Verlagsbuchhändler und Herausgeber des „Israelit“ aus Frankfurt a. M. über das Thema „Zeitgemäße Betrachtungen beim Scheine der Sabbathlichter“ im Saale des Hotel Zentral, II., Taborstraße 8, sprechen. Herrn Rosenheim geht der Ruf eines bedeutenden Gelehrten und hervorragenden Redners voraus und ladet die Vereinsleitung zu recht zahlreichem Erscheinen ein. Dem Vortrage schließt sich eine. Diskussion an. Wien. (N e ß' - Z i on a h.) Dienstag den ■18. Jänner d. J. findet im Klublokal Cafe : Mokka, I. Schottenring 12, 8 Uhr abends, ein Vortrag des Herrn Dr. Tartakower über N. B i a 1 i k statt. Die Gg. werden ersucht, pünktlich und vollzählig zu erscheinen. Gäste willkommen! — Für die nächste Zeit sind zwei weitere Vorträge in Aussicht genommen, und zwar Dienstag den 25. Jänner: Schriftsteller Friedrich Porges, Rezitationsabend. Eigene und fremde Dichtung. — Dienstag den 1. Februar: Dr. Tartakower über „Neuhebräische Literatur“. Wien. Der akademische Verein „Jüdische Kultur“ veranstaltet einen Spezialkurs über Literaturgeschichte der jüdischen Sprache (ostjüdische Volkssprache). Anmeldungen werden schriftlich oder mündlich im Vereinslokale, II., Blumauergasse 20, am Montag und Mittwoch von 7 bis 9 Uhr abends entgegengenommen. Der erste Vortrag findet' am Montag, den 17. d. M. um 8 Uhr abends statt. Der Kurs ist unentgeltlich. Wien. Jüdische Toynbeehalle, XX., Othmargasse 46. Beginn der Vorträge: An Wochentagen halb 8 Uhr abends, sowie an Sonn- und Feiertagen 7 Uhr abends. Eintritt frei für jeden Erwachsenen. — Vortragsprogramm für die Zeit vom 15. Jänner bis 21. Jänner 1910: Samstag, 15. Jänner: Konzert. Arrangement: Herr Prof. S. Storch. Sonntag, 16. Jänner: Ibsen als Erzieher (Zyklus III.), Bibliothekar Dr. Bernb. Münz. Montag, 14. Jänner: Rechtswissenschaft (Zyklus), Dr. M. Reiß. Dienstag, 18. Jänner: Geschichte der Juden in den slawischen Ländern, cand. phil. O. Alex. Löwenthal. Mittwoch, 19. Jänner: Thema Vorbehalten, Dr. Gottlieb Stern. Donnerstag, 20. Jänner: Reiseeindrücke aus Amerika (mit Lichtbildern), Dr. Alois Klemperer. Freitag, 21. Jänner: Bibelvortrag. Brünn. (Jüd.-akad. Verbindung „V e r i t a s“.) Die jüd.-akad. Verbindung „Veritas“ veranstaltet am 12. Februar 1910 in den Sälen des Grand-Hotels einen Festkommers mit anschließendem Tanzkränzchen. * * * Berichte. Wien. (Klub zionistischer Arbeiter.) Eine Gruppe jüdischer Arbeiter, Angestellter und Beamten, welche in ihren nichtpolitischen Fachverbänden organisiert sind, haben sich, auf dem Standpunkt des „Baseler Programm“ stehend, zu einem „Klub zionistischer Arbeiter“ vereinigt. Der Zweck dieses Klubs, ist nationale Aufklärung der jüdischen Arbeiter und — zwecks Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage — Anschluß an die Fachverbände. Jeden Sonntag, 2 Uhr nachmittags, finden Zusammenkünfte statt im Lokale des Studentenvereines „Bar-Kochba“, VIII., Langegasse Nr. 5—7, Tiefparterre, Tür 1. Infolge des am Samstag, den 15. 'und eventuell Sonntag, den 16. Jänner stattfindenden innerösterreichischen Distriktstages entfällt diese Woche die Zusammenkunft. Sonntag, den 30. Jänner findet die erste ordentliche Generalversammlung statt. Anmeldungen zum Beitritt werden jeden Sonntag entgegengenommen. Wien. (Jüd.-akad. Juristenverein in Wien.) Am 3. Dez.i v. J. sprach cand. iur. Dr. Klinghofer über das Thema: Was ist und wozu studieren wir jüdisches Recht? Nachddm er kurz die Quellen besprochen hatte, wies er eingehend auf die Entwicklung des jüdischen Rechtes von den ältesten Zeiten bis auf unsere Tage wo das jüdische'Recht im Osten sich noch lebendig erhalten hat, während es im Westen schon durch die nationalistische Aufklärung vornehmlich unter Kaiser Josef II. in seiner Entwicklung gehemmt wurde. Dann folgte eine eingehende Besprechung der Systeme des jüd. Zivi 1-, Straf- und Prozeßrechtes, wobei der Referent oft auf Unterschiede nnd Aehnlichkeiten im modernen, besonders österr. Rechte hinweist. Lebhafter Beifall der zahlreich Erschienenen lohnte den Referenten, besonders als er am Schluß daran erinnerte, daß die erste Pflicht aller national gesinnten jüdischen Juristen sei, die jüdische Rechtswissenschaft zu fördern und zu unterstützen. Das unter Leitung des Herrn Dr. J. Rubin stehende Seminar für jüd. Rechtswissenschaft wird jeden Freitag im Lokal des „Beth Hamidrasch“, II., Ferdinandsgasse abgehalten. Nächste Seminarstunde Freitag den 14. Jänner 1910, 7 Uhr abends. KlagenfurL Am Mittwoch, den 29. Dezember, erstattete Herr Emst Rosenberger vom zionist- Zentralverein in Wien über Aufforderung des I. jüdischen Kegelklubs im Rahmen des Vereins ein Referat über jüdische Gegenwartsprobleme. So hatten wir nach langer Zeit wieder Gelegenheit, jüdische Angelegenheiten vom national-jüdischen Gesichtspunkte aus betrachtet zu sehen. Der Redner entledigte sich seiner Aufgabe in glücklicher und recht fesselnder Weise und gestaltete solcherart den. sehr gut besuchten Abend zu einer Demonstration jüngjüdischen Denkens. Er schloß mit den Worten:: „Ich richte meine Worte an das Judentum in seiner Gesamtheit und nicht an die Gesamtheit der Juden, denn viele von ihnen haben mit dem Judentum nichts mehr gemein“. Es erweist sich, daß selbst in den äußersten Fühlern jüdischer Ansiedlungen unsere Arbeit mit Erfolg geleistet werden kann, würde es nur die Aufgabe der größeren Brüdervereine sein, durch systematisches Wirken diese Gemeinden für uns ganz zu gewinnen. Es ist keia vergebliches Beginnen. * Zum Schlüsse sei dem Ehepaare Müller gedankt, das seine Räum e in bereitwilligster Weise zur Verfügung stellte. Teschen.(ZionistischerVerein „Ruth“.)Am: 19. v.M. fand die Makkabäerfeier statt, die sich des lebhaftesten Zuspruches hiesiger und auswärtiger jüdischer Gesellschaftskreise erfreute. Die Tendenzrede hielt Herr phil. Gustav K o h n, die mit stürmischem Beifall aufgenommen wurde. Es folgten Rezitationen der Damen Jettka Strauß und Hilda Spitzer und Musikvorträge der Damen Irene G o 1 d und Gisela. G1 e s i n g e r. Zum Schlüsse trug Herr Dr. York,. Mitglied des Bielitzer Stadtheaters, Bedasche Gedichte vor, die stürmische Heiterkeit hervorriefen. Suczawa. (T o d e s f a 11.) Am 26. Dezember- 1909 starb in Suczawa Frau Sarah Holdengräber,, die Mutter des Obmannes des zionistischen Kreiskomitees und Präsidenten der hierortigen NF.-Kommission, Herrn adv. cand. Simon Holdengräber, im Alter von 64 Jahren. Wegen ihres biederen Wesens, und ihrer ungewöhnlichen Herzensgüte erfreute sich die Verstorbene großer Beliebtheit, was übrigens auch durch die große Beteilung bei dem am 27. Dezember stattgefundenen Leichenbegängnis do7 kumentiert wurde. Die jüd.-akad. Ferialverbiridung „Tikwah“ veranstaltete Samstag den 15. d. M. einen allgemeinen Vortragsabend, bei welchem Dr. Josef Ellenbogen über „Jüdische Psyche“ sprechen und Fräulein stud. phil. Anna Rauch Gedichte von Rosenfeld und Beda rezitieren wird. V. Ausweis der für die durch Brandschaden' betroffene Gemeinde Monasterzyska eingelangten Spenden. Frisch & Co., Wien, K2"—; Brüder Alina, Wien,. K 10'—; Heinr. Graetzer, Wien, K 10"—; M. Oster-- mann, Wien, K 2"—; H. Mayer, Wien, K 4"; Heinr. Hebak, Wien, K 1-—: Ferd. Goldstein, Wien, K 4*—; Joachim Weiß, Wien, K2"—; Ludw. Rosenfeld Bruder, Wien, K 2 —; Ludw. Tauhsky. Wien, K 4‘—; Isr. Kultusgemeinde, Olmütz, K 10'—; Ludw. Pekarek,. Wien, K 2'—; Simon Wolf, Wien, K 5’—; David Haas, Floridsdorf, Kl"—; Jakob März, Wien, K 5"—; Dr. Brings, Wien, Kl"—; Leopold Freund, Wien, K 1"—; Frietels Nchfg., N. Leib, Wien, K 2—; Bendez Playt Frankeshausen, K 5"80; Israel. Vorsteheramt, Haigerloch, K 79'33. Zusammen K 153*13. Wegen unvorhergesehener technischer Schwierigkeiten mußte der Artikel „Die Reorganisation der jüdischen Gemeinden in Rußland“ von Maxim Anin für die nächste Nummer Zurückbleiben. Jüdisches Theater Hotel „Stefanie,“ II. Taborstraße 12. Ab Freitag, den 14. Jänner 1910: „Der Satan im Paradies“. Von J. Lateiner. Sonntag, den 16. Jänner 1910 37* Uhr nachm, zu halben Preisen: Der Deserteur. Von J, Lateiner.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.