Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 7 (1905)
- Issue
- 10 (10.3.1905)
- Date
- 1905-03-10
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2432763-2433077-2433087--2863-2436768- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. iO Jüdisches Volksblatt Komitee M. Marens, S. Mettels, Os. ,'j tt e r, S. K 01 et, E. Tvrczyn er, Anton V ö w. Erster Wiener jüdischer Turnverein, Wien. Der Erste Wiener jüdische Turnverein veranstaltet am 26. März d. I. eru KvstiiMlkränzchen (tvfjnc Kvstümzwang) im Ballsaale Ronacher. Herren: Ball- oder Soireetoilette. Karten zu K 2,— sind bei allen Vereinsmitgliedern oder im Turnkotale Wien, l. Bez., Vcölkerbastei Nr. 6, zn Oaöcu. WeiterS veranstaltet der Be re in am 10. April im Deutschen Volkstheater zugunsten seines TurnhallenbaNfonds eine Matinee. Zur Aufführung gelaugt mit den ersten Kräften dieser Bühne das Lustspiel „Unser Käthchen" von Doktor Theodor Herzl. Kartenverkans für diese Vorstellung bei Herrn Siegfried Beer, Wierl, 1. Bez., Zekinkagasse 3, -Telephon 17165. Ferner sind Kartell erhältlich ditrch sämtliche VereinSmilglieder, am Turnplatz all den Turnabenden und an der Tagestasse des Deukschcl', Bvltstheaters. Literarischer Geselligkeitsverein jüdischer Mädchen „Moria". Am 6. d. M. fand im Kongreßsaale eiir Vortrag des Herrn Dr. Phil. Hermann K a d i s ch über: „Jüdensrage und soziale Frage" statt. In seiner bekannten gründlichen und sachlichell Art referierte Herr Dr. Kadisch eingehend über die ferne Entwicklung des Zionismus auf Grund einer reformierten sozialen Basis. Redner besprach hauptsächlich die Wichtigkeit der Bodenreform speziell für diese Frage und 'Me Bodenreform selbst. An das Referat schloß sich eine sehr interessante Diskussion, an der sich Herr .Abraham, Herr Dr. Margulies ans Krakau und Herr Dr. Paul Weißengrüll in lebhafter Weise beteiligten. Erst nach 7 Uhr fand der gut besuchte Nachmittag feinen Abschluß. Dh. V. Der Verein jüdischer jugendlicher Arbeiter Brigittenau veranstaltete Samstag den 4. d. M. seine äußerst amüsante nnd zahlreich besuchte dritte Grüniduugss-eier. ill-ach der kernigen Begrüßnng dllrch den Obmann Herrn Rob. Spntz trugen die Herren Schwalb und Pick gelungene humoristische Lieder vor. In der Posse „Die Zerstreuten" zeichnete sich vor allem Herr Her rmann sowohl als Regisseur wie als vorzüglicher Darsteller ans. Gleiches Lob gebührt den Herren F l e s ch und F r a n k f u r t e r sowie den DMnen Frl. Patzo vs ky nrid Frl. F elden. Teils erliste, teils komische Vorträge der Herren Blaß und Rohr sowie der Damen Mühlrad, Patzvvsky und Felder: bildeten, lebhaft akklanriert, den Schluß des höchst gelungenen Abends. Einzelverein „Fünfhaus" des „Zion", Wien. Samstag den 25. v. M. fandin Ph. Neunmmls Nestanrativn, Wien, 15. Bez., Schwendergasse 1, eine Versammlung des Einzelvereines „Fünshaus" des „Zion" statt. Herr S. Strauß rezitierte in vortrefflicher Weise jüdische Dichtungen, hiervon in Dialogsorm „Ein Wiederfiuden." vom Rezitator selbst versaßt. lieber Punkt 2 der Tagesordnung, „Uganda oder Palästina", reserierte Herr S. Rnbinstein in einem weit allgelegten Vortrage, der sehr instruktive und in vielen Beziehungen schätzenswerte Aufklärungen enthielt. Der Tenor des Vortrages war ein warmes Plaidoyer für Uganda. Die folgenden Redner, die Herren Dr. Weisen grün und Dr. Kohn, traten dem Referenten in ihren vorzüglichen Reden entgegen, wobei sie jedoch das noch nicht spruchreife NgaNdaprojekt nicht a priori verwarfen. Sämtliche Redner ernteten reichen Beifall für ihre vorzüglichen Ausführungen. Der Vorsitzende Herr Dr. KreNbevger schloß um viertel 12 Uhr die Versammlung. Krankenunterstützungsverein „Menschenliebe". Das Vergnügnngskomitee dieses humanitären Vereines veranstaltet Sämsiag den 18. Niürz tm Prachtsaale des „Hotel Franz Josefbähn" (gegenüber der 2t einen zwanglosen V e rg n ü g u n g s a b e n d mit anschließendem Danzkränzchell. Anfang 8 Uhr abends. Regiebeitrag. Stratzentvilette. Da das eventuelle Reinerträgnis durch die Unterstützllngskassa des Vereines nur wirklich humanitären Zwecken zugeführt werden soll, ist es se'lfr erwiinscht, daß diese Veranstaltung sowie alle bisherigen Veranstalinnge'n des Vereines sich eines zahlreichen Besuches erfreuen möge. Der Verein jüdischer Hochschüler „Bar Kochba" in Prag hielt am 26. Februar seine 24. ordentliche Generalversammlung ab. Erstattung des Rechenschafts- und Kassaberichtes. Für Nastivnalfvnds wurden im verflossenen Semester 103 Kronen gesammelt. Mahl des Pribatdozenten Dr. Weleminsky zum Ehren'lnitgkivde. Die vorgeuvlumenen Neuwahlen ergaben sdlgendes Resultat: Obmann Med. Georg Fischer, Ovlnannstellvertreter Phil. Bittor Freud, erster Schriftführer I. tt. C. Oskar Bart h, zweiter Schriftführer Für. PaNl Kohn, Kassier Techn. Emil Oplatka, Bibliothekar Jur. Mch. Böhm, ZeitungsVerweser Phil. Artur Klatscher, Ersatzmänner Techn. E. Popper, H. Kleiner, G. Sobotka. Prag. (Damenkneipe der jüdischa k a d e m. Verb 't n d u u g ,/B a r i s s i a".) Am Abend des 13. Februar l. I. fand tm Heineschen Grandrestanrallt tu Prag der erste Damenabend der techuisch-aka'deluischeu Verbindung „Bari s s i a" statt. Es war dies die erste Veranstalt n n g, mit welcher die junge Verbinid'lmg vor die zionistische Oesfentlichlkeit trat und die, wie voviveg konstatiert sein mag, einen glücklichen Erfolg hatte. Eine große Anzahl von Damen, die der besten jüdischen Gesellschaft unserer Stadt angehören, hatten sich eingefnnden und bewies die Sympathien, die man hier unserem wehrhaften studentischen Nachwuchs entgegenbringt. Nach der Begrüßung der Gäste — das Distriktskomitee war durch acht seiner Mitglieder vertreten — durch den Erstchargierten Herrn Techn. Ludw. Fischer nahm das Mitglied des großen A.-K. und Obmamt des böhm. D.-K. Herr Karl R e s e f das Wort, um in längerer Rede die junge Verbindung zu begrüßen, von der man anfangs befürchtet hatte, daß sie unserer Sache schaden könnte, die aber diese Befürchtungen Lügen gestraft hätte und eine Schar entschlossener, strammer Stampfer für den Zionismus heranziehe,' er brachte sein Glas der Verbindung. Herr Phil. Leon Szteneel legte sodann namens seiner Couleur Zweck und Ziele derselben dar. Es folgten im Laufe des Abends noch mehrere Tb.nksprüche, so von den Herren Dr. Wellem i n s £ y, Dr. Mahler und JUkins L ö rv y tlnd der Damentoast des Zweitchargierten Herrn Techn. Zlrnokd Herzog. Herr I. lt. C. Robert N c it 6 a it e r rezitierte einige mit feinem Geschmack ausgesuchte Gedichte von Morris Rose nf e l d und Max Fleischer. Sein Vortrag fand warmen Beifall. Den offiziellen Teil des Ilbends schloß der Präses, indem er nochmals den Güsten den Dank der Verbindung anssprach für ihr Erscheinen und, während sich die dlkiioitas erhob, den Eid leistete, daß die Verbindnug dem zionistischen Ideale treu bleiben werde. An den offiziellen Teil schloß sich eine ungem-ein anilnierte Fldulität, der dann ein Tanzkränzchen folgte, das bis in den Morgen währte. Im Verlaufe des Ilbends wurde auch fleißig für den NationatsoNds gesammelt. Der gesammelte Betrag ist den: Fonds zur Eintragung der Verbindung ins „Goldene Buch" cinverleibt worden. Der Unterstützungsverein für mittellose israelitische Universitätshörer in Prag hielt am 22. Februar seine diesjährige ordentliche Vollversnm'mlnng im Karolinnm ab. Iluwesend waren 51 Mitglieder. Der Obmann Herr MUDr. Josef Nvwack eröffnet die Verlsammlung, schlägt zum Vorsitzenden Herrn JUDr. Gustav Scheider vor, der, per Akklamation gewählt, den Vorsitz übernimmt. Hierauf erstattet Herr Dr. Nowack den ßiechelischastsbericht des verflossenen Vereinsjahres, aus dem hervorgeht, daß die Einnahmen i!m Jahre 1904 17 286 K betrugen, und die gewährien Darlehen die Höhe von 11471 K erreichten. Er gedachte scdanrl der während des Jahres verstorbenen Mitglieder, besonders des verstorbenen Anssch it ßm itg li edes Herrn JUK. Max Perutz, anläßlich dessen Ilblebens dem Vereine von dessen Famiki-e die Spetlde von 1000 K z-ukam. Die Anwesenden gaben ihre Trauer durch Erheben von den Sitzen kund. Auch die Berichte des Kassiers Herrn JUK. Ernst Sittig und des Darleh-ensvevwalkers Herrn JUK. Artur Edgar Mohr rvnrden nrit Befriedigung zur Kenntnis genommen. Die Wahlen in den Aus-schuß hatten folgendes Ergebnis: Obmann JUK. Em-aNuel Kohn,' 1. Obmannstellvertreter MUK. Rudolf Pvll-atschek: 2. Obmannstellvertreter JUK. Paul Klein; Kassier JUK. Ernst Sittig; Darlehensverrvalter Med. SiegmNnd Kohn; 1. Schrisöführer Cand. phil. Emil Stransky; 2. Schriftführer Jur. Emil Dhvrsch. In den Ersatz wurden folgende Herren gewählt: MUK. Heinrich Löwy, JUK. Paul Neitl. JUK. Alfred Gintz. Hierauf wurde ein Illttrag des Ansschufses angenommen, daliingehend, daß der Verein von nun an eine kostenlose Stellenvermittlung für Hänsle h rer und H o f m e i st e r unterhalte. Diesbeziigliche Zuschriften sind zu richten an Herrn JUK. Paul Klei n, Prag, Deutifches Studentenheim. Der Privat-Frairerrverern zur Erziehung armer israelitischer Waisenmädchen in Prag hielt am 7. d. M., vorinittags um 11 Uhr, im Waliisenheim, Jernsalellisgasse 6, seine diesjährige Generalversammlung ab. Den Vorsitz führte die erste Präsidentin Frau Ernestine H a h n. Nach VegriißtlNg der Erschienenetl brachte die Vorsitzende den Rechenschastsbericht, der dem verstorbenen Giftenden, beitragenlden und Ghrenmitgliede Herrn J'UDr.Nathan Nvbrtschek einen warmenNachrus rvidmet und der Heimgegangenen Mitglieder sowie der Wohltäter und Freurlde da-rlkbar gedelckt, zur Verlesung. Nach dem von Frau Hermine Fuchs vorgetragenen Kassaberichte bezifferte sich der Vermögonsstand in Obligationen nnd Losen am 31. Dezember 1904 mit 319 090 Iv, das Barvermögen mit 95 078 K. Anßevdem gehören zum Gesamtvermögen die beiden unbelasteten Häuser NC. 152—5 und 692—2. Nachdem Herr kais. Rat Robert F n ch s den Nevisionsberichs zur Verlesung gebracht hatte, lvnrden alle Berichte genehmigt. Dem Vorstände wnr>de das Ilbsolntvrinm erteilt. Die Wahlen hatten folgendes Ergebnis: Zu Vorstandsmitgliedern würben die Damen: Sttnonette Bondy, Emilie Brandeis, Sophie Braun, Anna Fischl, Anna Frank, Herrnine Fuchs, Ernestine Hahn, Therese Hanrowiß, Franziska KalrnuS, Emma Kaufmann, Kamilla Petschek, Panline Ruß und Berta Teller wieder-, Frau Ottilie KaAer nnd Frau Marie Vondy neugewählt. Zu Rechnnngsrevisoren wurden die Herren kais. Räte Robert Fuchs, Moritz Hahn, Sigm. Hattroivitz wiedergewählt. Zltin Schkttsse wurde dem Vorstände, besonders der Präsidentin, der Dank votiert. In der Ungarischen Israelitischen Literarischer» Gesellschaft in Budapest hat vorige Woche unter dem Präsidinm des Professors Josef B an v e z y eine Vvrtragssitzung — die letzte in der heurigen Saison — stattgefnnden. Als erster trat ein Zögling des Rabbiner-Seminars, Paul Bodrog, an den Borlesetisch, um einige Lieder Rabbi Jehuda Halevis und Heines in gelungener Uebersetzilllg vorzutragen. Hierauf trug Ernst S z e p eilt Gedicht vor (Betitelt „Die beiden Bettler"), in welchem zwei Bettler, ein Christ und ein Jude, durch das Unglück an Toleranz und Mitleid gewöhnt, Freundschast schließen. Während aber in die Nacht des christlichert Bettlers kein Strahl der Hdsfunng fällt, sieht dieser den jüdischen Bettler mit verzückter Seele sein Abendgebet verrichten, das Gesicht gegen Osten, d e nt H eiligen Land e, z u g e w e n d c t, denn der feste Glaube, dieses Land seiner Väter einst zu erblicken, erfüllt des Bettlers Herz mit Freude und Zunersicht und die Vn-de les Lebens wird ihm leicht. — Der letzte Vortragende lvar der Szegzarder Rabbiner Dr. Matthias Ru b instein, der unter dem Titel „Schopenhauer und der Ekklesiast" zwischen der Philosophie des Philosophen des Pessimismns und derjenigen Koheleths eine Parallele zog. Beide sprechen den Freuden des Lebens jeden Wert ab, beide stellen allcZ als eitel und nichtig hin, nach beiden gibt es gar nichts, wonach zn streben der Mühe lohnen würde. Während aber die Philosophie Schopenhauers — im ganzen nen-estamentlichen düsteren Charakters — in einen trostlosen, zur Verzweslnng treibenden Pessimißmus ansklingt, gelangt Kohelekh zu einem tröstlicheren Schlüsse, mehr der heiteren griechischen Lebensphilojophre, der Cnnoia, sich nähernd, getriffttgt durch das erhebende und tröstende Moment des Glauibens. Das Schlußwort Koheleths „Das ist derWeishest letzter Schluß: fürchte Gott und befolge seine Gebote" gibt dem gläubigen Menschen die .Kraft, nicht in nutzlose Askese und in Verzweiflinng zn verfallen, sondern in Dem>ut und im Bewußtsein erfüllter Pflicht alles, was das Schicklsal bringt, ergelben und hoffnungsvoll zn tragen. Die Phrloisophie Schopenhauers drückt nieder, die des- Koheleth erhebt. Iltte drei Vorlesungen wurden von dem anwesenden zahlreichen Publikum mit leVhaistem Beifall belohnt. Alijüdifches Erziehungswefen im Lichte moderrrcr Bestrebungen. Der Zentralverern zur Pflege jüdischer Angelegenheiten in Prag veranstaltet, lvie alljährlich, so auch Heuer einen Vortrag zugunsten seiner Handiwerkerabteilung. Derselbe findet Samstag den 25. Mürz um 7 Uhr abends im Saale des Hotel Zentral statt und hat sich hierzu über Einladung des Ausschusses Herr Dr. F r a n k f u r t e r, Kustos an der k. k. UNiversitäisbMiothek in Wien, berei-twilllgst zur Verfügung gestellt. Das Vortragsthema „Altjüdisches Erzieh'nngswesen im Lichte moderner Bestrebungen" wird um so größerem Interesse begegnen, als Herr Dr. Frankfurter sowohl als Gelehrter wie auch als pädagogischer Fachmann einen bedeutenden Ruf genießt. Israelitische Kultusgemeine Czernowitz. In der letzten Sitzung brachte der Vorsitzende Dir. Straucher dem Kultusrate zurs Kenntnis, daß die Vehörd-e dem Rekurse des Kultusvorstandes Folge gegeben und ausgesprochen habe, daß für die Ge-meindeschächter -eine Versicherun-gspflicht bei der Bezirkskrankenkafse nicht bestehe. — Weiters hat das FinanzministeriiNm die prinzipielle wichtige Entscheidung gefällt, daß von dem Koscherfleisch-Aufschlag, den die Kult-usge'meinde verpachtet, ein Gebührenäqivalent Nicht zu entrichten ist. Die Fin-anzbehörde hat nämlich aus diesem Titel eine Forderung von 16 000 K erhoben, die nunmehr wegfällt. Israelitische Gemoindedisiriktssitzuug. Die Repräsentanz des 9. israelitischen Gemeindeöistriktes der neologen JudeNheit Ungarns hielt jüngst in Nagykanizsa eine Sitzung ab, in welcher die israelitischen Gemeinden der Komttate Zala und Somogy durch 29 Delegierte vertreten waren. Der Sitzung ging im israelitischen Tempel -ein Dankgottesdienst voran. Den Vorsitz in der Versamurlung führte Di>stri!ktsprä-sident Baron Vilmos Gutmann, welcher die Anwesenden mit einigen herzlichen -Worten begrüßte. Der vom DistriltsEaUier Samuel -Rothschild verlesene Vorstands- und Kassenbericht wurde einstimmig genehmigt. Es folgte nunmehr die Konstituierlmg. Mit Il.kklamativn wurde zuim 'Präsidenten neuerdings Baron Vilmos Gutmann gewählt, dessen Antrittsrede, lvelche von af-similatorischell Phrasen strotzte, von seinen Gesinnnngsgenossen mit großer Begeisterung undlebhaften EljenrNfen aufgenornmen wurde. Zum Vizepräsidenten wurde Franz Vatonyi gewählt, ferner wurde die 'Nenwahl der übrigen Funktionäre vorgen-ommen. Als nächster Sltzml-gsvrt wurde Kapvsvar bestimmt. Abends gab Baron Vilmos Gutmann ein glänzendes Bankett, bei dem Baron Gutmann in zahlreichen Toasten gefeiert wurde. Budapest. Tie Direktion der Salgv-T-arjaner \K osstonberge-rerds-Attrellgesellstt'-a-st bat der israelitischen ReligionLgemeinde in Petrozseny zum Bau eines Tempels und einer Rabbinerwohnung einen Bangrllnd im Werte voll 20 000 Kronen geschenkt und ilberdies für Kultuszwecke einen jährlichen Betrag von 600 Kronen votiert. Der Vorstand der Religionsgemeinde Wilhelm Väradi hat dem Petrozsenyer Bergwevködirektor Johann von Andreis den iiesgefühlten Dank der Gemeinde ausgesprochen. Mit Hilse dieser hochherzigen Unterstützllng wird nun der Bau des Tempels ogrist genommen werden können. Agram. Im verlaufe des Monats Februar find im hiesigen „Jüdischen Literaturverein" zwei Vorträge gehalten worden. Den einen kielt am ir.dss. Rabbiner Dr. Kaufmann aus Birovitiea über den EhaffidiSmuS, den zwcilev Frau En g e l S» rath „Ueber die jüdisäre Frau" am 26. Februar. Frau EngelSrath erfreute in ihrem Vortrag durch