Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 6 (1904)
- Issue
- 48 (25.11.1904)
- Date
- 1904-11-25
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 48 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt. 25. November 1904 Sitte f \ Wen« in New Park 760.000 Juden leben, dann könnten sich in Wien 400.000 auch leicht erhalten, zumal Wien mit Len Donaugemeiuden vereinigt wird und mehr wie New $oit an Flächenraum besitzen wird. Wenn hier 400.000 Tschechen leben, haben auch 400.000 Juden das Recht, daselbst zu leben. Zwar ist hier nicht der Himmel voller Geigen, aber all die Jammergestalten aus Galizien, die hier hausieren «nd Altwerk zusammenkaufen, sind noch Krösusse gegenüber denjenigen ihrer Landsleute, die daheim dem Hungertyphus zum Opfer fallen. Chronik. Inland. Zu den Kultuswahlen. Um Mißverständnissen vorzubeugen, teilen wir mit, daß Herr Hof- und Gerichtsadvokat Dr. Weis! seine Kandidatur bereits zurückgezogen hat. Vortrag ans jübischer Geschichte. Der erste Vortrag in dieser Saison findet Donnerstag den 1. Dezember, präzise halb 8 Uhr abends, im Festsaale des Ingenieur- und Archt tor Treuhaft. Von den bei der Tafel im goldenen Widder gehaltenen Reden seien namentlich die höchst gelungenen des Herrn Rabbiner Fürst und Rabbiner Reiner erwähnt. Die kollegiale Sympathie manifestierte sich in den Vorträgen des Oberkantors Schorr, Rosenblatt, Balogh usw. Schriftstellerin Frau Rosa Hornstein trug ein von ihr verfaßtes Gedicht: „Unerkannte Schätze" in gelungenster Weise vor, ebenso boten deren Kinder recht passende Hochzettsgedtchte. Es war mit einem Worte ein echt jüdisches Fest und die so animierte Unterhaltung währte bis in den Morgen hinein. Wien. Am Freitag wurde der hochvetagte Rabbiner Marcus Liebmann im Alter von 88 Jahren zu Grabe getragen, der zirka 30 Jahre in der sogen. Sptegelschule, 2. Bez., Hammer-Purgstallgasse, fungierte. Im Trauer-Hause fungierten Rabbiner Fürst und Assessor Baumgarten, die den wahrhaft religiösen Sinn, die Bernfstreue und Menschenfreundlichkeit des Verblichenen besonders hervorhoben. Bis kurz vor seinem Tode besuchte er das Gotteshaus, obwohl er sich eines Rollwagens bedienen mußte. Er ruhe in Frieden! Heimstätte für schwachsinnige Kinder. Vor kurzen! wurde vom Frauenwohltätigkeitsvereine „Providentia", an dessen Spitze die rührige Präsidentin Frau Bertha Neumann steht, im 2. Bezirk, Große Pfarrgasse Nr. 80, eine Heimstätte für schwachsinnige Kinder eröffnet, mit deren Leitung die Kommunallehrerin Fräulein Rosa Goldhammer betraut wurde, die schon seit vielen Jahren aus diesem Gebiete mit großem Erfolge N i e ß e r". Mit Vorführung von Lichtbildern. Eintritt frei ohne Karten. Theologischer Verein der Hörer an der isr. theol. Lehranstalt in Wien. Der theologische Verein der Hörer an der isr. theol. Lehranstalt veranstaltet Dienstag den 6. Dezember im Festsaale des Hotels „Central" die Chanukahfeier unter Mitwirkung hervorragender Kräfte. Gäste sind willkommen. Verbindung jttd.-nat. Hochschüler ans der Bukowina „Herzlonia" in Wien. Die Konstituierung 5er Verbindung jüd.-nat. Hochschüler aus der Bukowina in Wien ergab folgendes Ergebnis der Chargenwahlen für das laufende Semester: exp. acaö. Bernhard Delstner, Präses, stuü. med. Jerichem Schärf, Vizepräses, canö. ing. Abraham Trichter, Schriftführer. Jüdischer Sport- und Geselligkeitsverein, Wien. Das Vereinslokal befindet sich nunmehr 2. Bez., Praterstraße 34. Vereinsabende jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Jüdische Toynveehalle, Wien, 20. Bez., Karajangasse 20. Bortragsorönung: Sonntag den 27. November: Dr. Heinz Kohn: Jenseits vom Guten. Montag den 28. November: Dr. Josef Jerusalem: Oesterr. Verfassungsgeschichte 1. Dienstag den 29. November: Dr. Hermann Kadisch: Fortschritt und Armut. Mittwoch den 30. November: Professor Dr/Josef Pollak: Vau und Verrichtung der Sinneswerkzeuge 2. Donnerstag den 1. Dezember: Dr. Karl Lisczis: Armut im Recht 2. Freitag den 2. Dezember: Dr. Arthur Schwarz: Bibelerklärung. Samstag den 3. Dezember: Konzert. tektenvereiues, 1. Bez., Eschenbachgasse 9, statt, und, zwar durch In dieseH^Eätte werdenZöglinge^A5ÄMcher H---N Dr. MM Gr u» matt «er, bas. Thema: «Gabriel Summen. D-s-lbft Ä-N-n fie einen Spezialunterricht, um sie womöglich späterhin einem geeigneten Berufe zuführen zu können. Die Zöglinge verbleiben in der Anstalt von 9 Uhr morgens bis 6 Uhr abends und werden die armen Kinder daselbst auch unentgeltlich verpflegt. Dieses edle Werk der Frauenwohltätigkeit verdient die vollste Beachtung und werktätige Unterstützung aller edlen Menschenfreunde. — Die Heimstätte ist jeden Freitag von 11 bis 1 Uhr zu besichtigen. Wien. (Verein zur Abwehr des Antisemit i s m u s.) Freitag den 2. Dezember a. c., abends halb 8 Uhr, veranstaltet der Verein zur Abwehr des Antisemitismus im Festsaale des Hotel Central, Wien, 2. Bez., Taborstraße 8, abermals einen Vortrag, und zwar wird Herr Gemeinderat O. H o h e n s i n n e r über „Streifzüge durch den Antisemitismus sprechen. Eintritt nur Vereinsmitglieöern oder von solchen eingeführten Gästen gestattet. Verein der Nikolsbnrger in Wien. Das im heurigen Jahre besonders rührige Ballkomitee unter der trefflichen Leitung der Herren Hermann Kohn, Eisler, Lindner und Binder gibt bereits am Sonntag den 27. November um 8 Uhr abends im Tanzsaal des Caf6 Tolly, I., Gonzagagasse Nr. 11, bei freiem Entree eine gemütliche Unterhaltung mit Vorträgen, Tanz und Angelspiel, welche recht animiert zu werden verspricht. Nikolsburger und Wien. Gemiluth Chetzed, Aboda und Thora sind, ent- Unser^ Vereinsball findet^am Ä^Februar \905& hrt ^eltsaale suchend den drei Patriarchen,die besten und festesten Grundtut Festsaale Pfeiler des 'Judentums Und diesen edlen Intentionen ttachstrebeud, bemüht sich der Verein „Machsike Haödaß", nach den drei genannten Richtungen möglichst zu wirken: namentlich in puncto Wohltätigkeit leistet derselbe in letzter Zeit Hervorragendes, indem er allabendlich über 30 Arme, zumeist zugereiste Russen, verköstigt. Auch an Wochentagen erhalten dieselben früh und abends Tee und Brot und verdient dieser Verein unter Führung des Herrn Komet ausgiebige Förderung. —n. Wien. (Jüdischnationaler Arbeiterverein, 14. Bez., Ullmannstraße 31, Kauerhos, Stiege 10a.) Sonntag den 13. November l. I. fand unter zahlreicher Beteiligung der Vereinsrnitglieder eine außerordentliche Generalversammlung statt. Vorsitzender Obmann Samuel Bock begrüßte die Erschienenen und hielt dem verstorbenen Führer einen allen zum Herzen gehenden Nachruf und forderte die Anwesenden auf, im Geiste des leider so früh verstorbenen Führers mitzuhelsen, bis das erreicht ist, wofür unser Herzl gekämpft und gelitten hat — ein freies Judenvolk in einem freien Lande. Im Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr erwähnte der Vorsitzende alle Veranstaltungen des scheidenden Ausschusses. Der Vorschlag, dem scheidenden Ausschüsse das Absolutorium zu erteilen, rvird mit großem Applaus ausgenommen. Bei der hierauf vorgenommenen Wahl wurden folgende Mitglieder in den Jur. Zentralverein zur Pflege jüdischer Angelegenheiten in Prag. Im Saale der Handelsschule Wertheimer fand am 20. ds. die 20. ordentliche Generalversammlung unter dem öffneten. Vor allem die Verbreitung des EpikureisMus in der Ptolemäerzeit, dann die Einnahme Jerusalems durch Pompejus (03 vor Chr.), die Zerstörung der Stadt durch Tttus (70 nach Chr.) und der Aufstand unter Hadrian bildeten solche Etappen. Aber immer wieder wußten die Gelehrten durch ihre Gottesfurcht, ihren Geist und ihre Liebe zum Glauben das Verderben, das dem Judentum drohte, abzuwenöen. Der Vortragende, der seine Ausführungen mit vielen interessanten Zitaten aus den Psalmen und anderen Werken der zeitgenössischen Literatur belegte, wurde von dem Auditorium, das den großen Saal bis aufs letzte Plätzchen füllte, durch aufrichtigen, stürmischen Beifall ausgezeichnet. — Vor dem Vortrage widmete Herr Rabb. Dr. Deutsch dem verstorbenen Schriftsteller S. Kohn einen warmen Nachruf. Jüdischer Volksbildnngs- und Geselligkeitsverein in Teplitz. Der am vergangenen Sonntag arrangierte Famtlienabend hatte sich eines Massenbesuches zu erfreuen und verlief sehr animiert. Das amüsante und abwechslungsreiche Programm unterhielt die Zuhörer aufs beste. Frl. Fischer bewährte sich nicht bloß als perfekte Meisterin am Klavier, sondern vermag auch im Vortrag von Dichtungen sehr Anerkennenswertes zu bieten. Mit herrlicher Stimme und scharfer Pointierung sang Frau Olga Mautner mehrere Lieder und Opernarien, wofür der Sängerin reicher Beifall gespendet wurde. Einen schönen, hellen Tenor besitzt Herr Langer, welcher mit der Wiedergabe einiger mit warmer Empfindung gesungener Lieder ehrlichen Applaus erzielte. Die muntere Soubrette Frl. Marianne Hajek bewährte sich mit ihrem köstlichen Humor, ihrer schneidigen Spielweise und ihren schätzenswerten Stimmitteln wiederum als eine ausgezeichnete Kraft: chre Chansons und Soloszenen riefen wahre Beifallsstürme hervor. Schließlich sei noch der köstlichen komischen Darbietungen des Herrn Rudolf Adler und A. Tellowsky mit gebührender Anerkennung gedacht. Die Klavierbegleitung hatten mit besonderer Bereitwilligkeit Frl. Berta Müller und die Herren Hugo Löwenthal und Kapellmeister Seemann übernommen. Ein Bortrag gegen den Mädchenhandel. Vorige Woche sprach Frau Martha Beyer aus Berlin im Sitzungssaals der jüdfchen Kultusgemeinde Czernowitz über „Ms Bekämpfung des jüdischen Mädchenhandels". Die überaus geistreiche junge Dame, eine treffliche Rednerin, war vom Zweigkomitee für Galizien der großen deutschen Nationalvereinigung zur Bekämpfung des jüdischen Mädchenhandels hierher entsendet worden. In Galizien weilte Frau Beyer sechs Monate und erklärte, daß sie dort wenig Verständnis für die Bestrebungen ihres Vereines gefunden habe. Man wollte ihr in Galizien weismachen, es gäbe überhaupt keinen jüdischen Mädchenhandel. Tatsächlich seien aber nächst Rußland und Rumänien Galizien und die Bukowina die Hauptausfuhrländer für den Mädchenhandel. Die Vortragende, di« der Vorsitzende Dr. St rauch er in warmer Ansprache willkommen hieß, begrüßte es gleich in ihren einleitenden Worten, daß man hier mit Verständnis und Wohlwollen ihren edlen Intentionen entgegenkomme, und bat um Entschuldigung, wenn sie es anders erwartet habe. Man sei draußen gewohnt, die Bukowina mit Galizien in einen Topf zu werfen. Die Vortragende führte sodann nach einer kurzenBesprechung der osteuropäischen Judenfrage folgendes aus: Im Jahre 1892 fiel im deutschen Reichstage Vorsitze des Obmannes Herrn kais. Rates Falkowicz statt.! von Bebel zum ersten Male dvs Wort vom jüdischen in öie Tagesordnung gedachte der Vorsitzende Mädchenhandel. Dagegen erhob sich ein Sturm der Entrüstung Mnachst rn tiefempfundenen Worten .des Hinscheiöens Dr. in der ^udensckait weil man das Familienleben des 4, h™ Theodor Herzls, Dr. Nathan Nobitscheks, Bttrgerschulöirektors! " Derf ^udenschast, wett man das Familienleben des ^uden Moritz Manthner und Schriftstellers Salomon Kohn, indem j at$ fetlt H^gstes betrachtete, an das bisher Niemand, er deren Verdienste teils um den Verein selbst, teils um die nicht einmal die Antisemiten, sich heranwagten. Die Ge jüdische Gesamtheit würdigte. Sodann erstattete der Geschüstsleiter Herr JUDr. Theodor Weltsch den Geschäftsbericht, dem das Prosperieren der einzelnen Sektionen zu entnehmen ist. In der Handwerkerabteilung verblieben, nachdem 10 ihre Lehrzeit absolviert, noch 27, von denen ein großer Teil im Lehrlingsheim des Vereines untergebracht ist. So wie viele Zöglinge aus früheren Jahrgängen bereits selbständig ihr Handwerk betreiben, so haben sich auch heuer mehrere in Prag und Wien etabliert, andere haben im Auslände äußerst lohnende Beschäftigung gefunden. Der Religionsunterricht wurde von meinde Hamburg und die englische Judenschaft nahmen darum dagegen Stellung, ein englisches Blatt schrieb für Nachforschungen 12.000 Mark als Preis aus. Das Ergebnis erbrachte jedoch bloß für Deutschland die Unhaltbarkeit von Bebels Behauptung. In den östlichen Ländern blüht eben, von gewissenlosen Händlern gefördert, der jüdische Mädchenhandel, wobei jedoch keineswegs die Schuld die Opfer trifft. Die Schuld liege in den sozialen Verhältnissen, in 58* Erwerblofig, Herrn Schulleiter Springer und Herrn Steindamm in ankeit der Mädchen. Die Buei Brith-Loge und zahlreiche Komitees, Weise erteilt. Ebenso wie diese unter der' darunter eines in Wien, versuchten vergebens durch legislatonmstchtlgen und liebevollen Leitung des Herrru Siegfried n0alr ... Liebers stehende Sektion, gedeiht auch die der unermüdlichen Ti, Abnahmen dem Uebel zu begegnen. Auch Jndustne- - ' ‘ “ -- - - - rjc~'. f-- sich als nicht zweckmäßig. Auf der St. Louis sei die Vortragende zahlreichen Osten begegnet. Ebenso in den Hafenstädten, »MN einzelne» Studierenden an ite Hand- Beri« oew° R-dn°rin. NN, mit de» Mädchen in Berührung z, kämm.,, denkt ferner im einzelnen der Aktionen und Kundgebungen. den ärztlichen Untersuchungen zugezogen wurde. Dre östliche« des Vereines, der zahlreich erstatteten Rechtsgutachten, insbe- Mädchen sind jedoch einer absoluten Arbeitsscheu nicht zu besondere in Fragen des Kultus und erwähnt dankbar des beschuldigen und nicht mehr als andere für die Unsittlichkeit ^rfifi&'elitctt^öce* iita '"sTofcS ®t0eu ':»*» hungernde» Magen gibt t» «ei» nnd Hanunnrabi-' We »5 WreÄeÄ; an denen die Gelwt. Die wirtschaftliche N°t dr°he hier mehr denn je. Durch Herren MUDr. Otto Bondy und MUDr. Leopold Kramer Aushebung der Mauten (die Vortragende hatte trotz der kurze» wirkungsvolle Vorträge hielten. — Bei Besprechung der Ver- Zeit ihres Aufenthaltes in Czernowitz bereits statistische Date« Dr°Kamilla Pettche" u»d°Jran l'inSaS verschafft) drohe» an SÜ0 jüdisch- Familie» brotlos z» geb°«°"i-1UVI&c,Vtg ÄÄ 1911 f°(0* di° A"fheb»ng der Propinatione» ». f. Dr. Nathan Robitfchek den Veretnsinstttntionen den namhaf- Die Juden werden in diesem Lande zur Landwirtschaft greifen ten Betrag von 5000 Kronen spendeten. Der mit einem Appell müssen. Für die Mädchen müsse in der Weise vorgesorgt ®rör I fV*nSmCml’cllCr?je werde«, daß sie die unbegreifliche Scham, zu Krankenpflegerinnen, etnssache fördernde Körperschaften schließende Bericht wurde « .... »7«* ° c*" genehmigt, ebenso der vom Kassier Herrn I. Glücksmann und HauSmadchen rc.herangeblldetzu werden, oblegen Im Weste« vom Revisor Herrn Karpeles verlesene Kassabezw. Revigehören diese Mädchen den besten Gesellschaftskreisen an. Redsionsbericht. — Auch dem Referate der Präsidentin der Abteinenn erklärte, für hunderte solcher Mädchen, kraft ihrer Beliing zur Heranbildung jüdischer Krarlkenpflegerinnen Frau Ziehungen, draußen gesicherte Lebensstellung verschaffen zu Julie Leipen, das die bisher erreichten Erfolge verzeichnet, L ' , wollte aucb diesberüalick mit Littsmitt-k» wird unter lebhaftem Bestalle die Zustimmung erteilt. — Hier- ’ verein wollte auch vlesvezugttch nm Hllssunttel« auf wurden die bisherigen- Revisoren, Herren Karl Flammer-; befftehen. Nur müsse man nn Lande selbst entgegenkomme« schein, Gustav Fürth, Jg. Karpeles, Sigmund Springer und! und den Satz: Alles für den Osten, nichts durch den Osten, Michael Wien per Akklamation wieöergewählt. In den Ansj den Rednerin jedoch selbst ungerechtfertigt findet, entkräften. Es Wr/LmmeMtbmt'BewBN : unb §-"> oste». Die «asti» regte Eisler, Jak. Fischt (Karolinental), I. Glücksmann, RNd. Grab dre Förderung von Jnstitutlonen, wie Toynbeehalle«, (Smichow), Kommerzialrat L. S. Klatscher, Dr. R. L. Kohner, Asyle re., an. Es entspann sich hierauf eine lebhafte DiS- Dr. Ad. Oppenheimer, Ad. Oppenheimer, Rich. Petschek, Gotth. kussion, an der sich — es waren bloß der Kultusrat und einige anders Gäste zum Vortrage eingeladen — die Herren Oberrabbiner Dr. R o f e n f e l d, KR. S t e k e l, £ibs. jur, Kaßner, Dr. Billig und der Vorsitzende beteiligten. Dr. Rosenfeld regte die Ausbildung der Mädchen unseres jüdischen berich'tetl^Ü'eber'dieses Thema sprach"amHs7der Karlsbader! Waisenhauses auf Kosten des Komitees im Auslande in dem Rabbiner Herr Dr. I. Ziegler als Gast des „Vereins zur Ver-! von der Vortragenden angedeuteten Sinne an, damit diesß a*SÄ Mädche» hin b-i!pi-lgebe»d werde». KR. St ekel verwies N. Reiß, E. Schaffer, F. Pollak. Unter Eventualia wurden dem neuen Allsschnffe viele Anregungen gegeben, die auszuführeu Pflicht des neuen Ailsschusses fein wird. Die Eröffn^ »g der Nnterrichtskurse und der Bibliothek steht bevor. Jede.' Sonntag vormittags finden Exkursionen statt. Jni Vereiusheirne versammeln sich die Mitglieder an jedem Sonnuud Feiertage, woselbst in der Zeit von 8—6 Uhr nachmittags Unterricht in Tanz und Anstandslehre erteilt wird. Von 5—9 Uhr abends Perfektion. Der Kurs ist für Mitglieder unentgeltlich. Zuschriften sowie Bücherspenden sind an den Obmatln des Vereines Herrn Sam. Bock, 18/8, Auhofstraße Nr. 222, zu richten. Wien. („I o r d a n i a", Vereinigitng jüdischer Hochschüler ans der Bukowina in Wien.) Ausschußwahlen für das zwette Semester: eand. ing. Jakob Rohrlich, Präses, stud. ing. Feiwel Fräukel, Vizepräses, eand. ing. Simon Felberbaum, Schriftfübrer, stlld. ing. Feibisch König, Kassier, eand. ing. Leon Katz, Schriftführerstellvertreter, eand. geod. Boruch Marian, Bibliothekar. Budenbesllch: Morrtag und Donnerstag von 7—9 Uhr abends. Vereinslokal: 7. Bez., Burggaffe 36. Unentgeltliche Stenographiekurfe. Anfangs Dezember 'd. I. werden neile zweimonatliche Abendfreikurse für Herren und Daniell (Schliler und Erwachsene) eröffnet. Die Einschreibungen finden Montag den 28. November und Dvnnerstag den 1. Dezember 1904 von halb 7 bis halb 9 Uhr abends im rlickwärtigeil Trakte der städtischen Schulen, 4. Bez., Alleegafse 11, 7. Bez., Zieglergasse 49, 8. Bez., Albertplatz 7, ferner nn 1. Bez., Wollzeile 6 (Schreibschule Pick), im 8. Bez., Alserstraße 7 (Maschinenschreibschule) und im 16. Bez., Neubangürtel 36 (Realschule Speneder) statt. Auch brieflich wird unentgeltlich Unterricht erteilt. Aumelönugen und Anfragen sind zu richten an den Zentralverein für Faulmannsche Stenographie, Wien, 2. Bez, Engerthstraße 236. Wien. Die Popularität und Beliebtheit, deren sich Oberkantor Ezechiel Wittmann von der „Schiffschul" erfreut, in der er bereits 28 Jahre fungiert, zeigte sich besonders bet der am Dienstag stattgefunbenen Trauung seines Sohnes David _ . _ _ ... .. w.. . mit Frl. Lina Htrschler, zu der der größte Teil der hiesigen Hotel Bristol. Er charakterisierte die einzelnen Wendepunkte mutb-n.n mth D-i-Urb- Kantorenwelt erschienen war. Bon auswärts waren arlwesend, in der Geschichte des Juderltums, die für den Glauben gefähr- Rumänen, vrutyenen und Deutsche Rallftisenkasftn Her Pretzburger Oberkantor Stosenblatt und von Bösing Kan-t lich zu werden drohtenindem sie dem Zweifel Tür und Tor besitzen, die Juden der Bukowina aber m glekcher Weise fich Utitz und Dr. Theodor Weltsch wieder- und Herr Karl G. Bacher neugewählt: als Ersatzmänner die Herreri Philipp Herschnrann (Beneschan) und Rabbiner Leopold Thorsch (Schlan). jüdische Ketzer in alten Zeiten." Aus Prag rvird uns