Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 6 (1904)
- Issue
- 46 (11.11.1904)
- Date
- 1904-11-11
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. 46 Wien, Freitag Jüdisches VolksMatt. 11. November 1904 Satte s sich als eine ausschließlich zionistische Unternehmung denke oder ob ihm etwa auch die Mitarbeit der Jca erwünscht wäre. ,We«n die Jca mittun will, so wird es der Zionismus annehmen." Hiermit schloß die Unterredung. Der Berichterstatter fügt zu derselben noch folgendes hinzu: „Es ist evident, daß Mister Zangwtll eine ganz neue Art von Zionismus predigt. Ich zweifle jedoch, ob seine enthusiastische. Forderung nach einem jüdischen Staate irgendwo außerhalb Palästinas, die Zustimmung der Anhänger des politischen Zionismus finden wird. Jedenfalls wäre es interessant zu erfahren, ob Z w a n g w i l l überhaupt jede Hoffnung auf Erreichnng des heiligen Landes aufge-eben hat. Zwan gwill hat hiermit sicherlich nicht zur Klärung und Vereinfachung der Situation beigetragen. Die Zionisten werden sich nun entscheide« müssen, welche Plattform fie annehmen sollen, und der Ruf, „unter welchem König Benzoin", wird zweifellos bald laut werden. Mag man in bezug auf die Anschauung Z a n g w i l l s über den Zionismus welcher Ansicht immer sein — so schließt Herr I. L. Brill seinen Bericht, mag er nun als neuer Prophet angejubelt werden oder nicht» sicher ist» daß er den Mut seiner Überzeugung besitzt." Uebrigens sei hier bemerkt, daß Herr und Frau Z a n gw i l l bei der Landungsbrücke in New Aork vom Sekretär der , Federation of American Zionists“ Herrn Jakob de Haas, Herrn Josef Jakobs und dem bekannten Künstler Louis L o e b empfangen wurden. Außerhalb der Barriere war eine große Anzahl Zionisten mit flatternden zionistischen Fahne« zum Empfange Zangwills und seiner Frau versammelt. Der Bukowinaer Landtag. Czer nowitz, 6. November 1904. Montag den 6. d. M. wird der Bukowinaer Landtag seine diesjährige Seffion geschloffen haben. Dem absolvierten Pensum nach zu urteilen, hat der Landtag in dem Dutzend Sitzungen ziemlich viel geleistet: die LehrergehaltSregulierung, Errichtung einer Landesbank, Konvertierung der Propinationsablösvngsschuld, Aufhebung der Gutsgebiete, Ermöglichung des Universitätsneubaues, Landtagswahlreform, Aenderung der Gemeindewahlreform, Gründung von Fachschulen und eine Reihe anderer wichtiger Vorlagen fanden ihre Erledigung. Wenn man also einen Arbeitslandtag prognostiziert hat, so ist durch die Folge die Richtigkeit dieser Voraussage vollauf bestätigt worden. Verbleibt somit die Erwägung, inwieweit durch die neuen Gesetzesvorlagen, die der Bukowinaer Landtag beschlossen hat, auch die Bevölkerung des Landes zufrredengestellt ist und hiervon eine gründliche Besserung des bisherigen, auf vielen Gebieten äußerst desolaten Zustände erwartet. Unsere Sache ist es hier, vom Standpunkte der Bukowinaer jüdischen Bevölkerung einige Ausführungen der Oeffentlichkeit zu übergeben. t In der jüdischen Bevölkerung unseres Landes hat sich in letzter Zeit eine auffallende Mißstimmung bemerkbar gemacht. Die neue Landtagswahlordnung, hieß es, benachteilige völlig die Juden des Landes. Entstanden ist diese Mißstimmung durch die im Gemeinderate geäußerten Bedenken, wonach im neuen Wahlreformentwurfe das wird darauf geachtet werden, daß malerische Gruppen zusammengestürzter Steine, die doch nicht zu retten wären, unangetastet bleiben. Nimmt man von den sechstausend Grabsteinen selbst nur wenige hundert an, die einer Wiederherstellung bedtirftig und noch fähig sind, so wird man ermessen können, welche Aufgabe sich das Komitee gestellt hat und daß es deshalb wohl für immer in Permanenz bleiben wird. Zur Ausführung seines Vorhabens bedarf es allerdings größerer Geldmittel, zu deren Beschaffung das Komitee sich nicht allein an alle diejenigen wenden wird, deren Ahnen auf dem Friedhöfe ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, sondern auch an alle Kreise, denen die Erhaltung unserer, vaterländischen Kunst- und Kulturdenkmäler am Herzen liegt. Die pietätvolle, ungeschmälerte Erhaltung des Friedhofes ist umso wertvoller stir Frankfurt, da es sonst feinen in dieser Weise mehr erhaltenen Friedhof aus alter Zeit besitzt. Die Reste des Domkirchhofes liegen unter der Erde begraben, der alte Peterskirchhof ist vor kurzem durch die Durchlegung der elektrischen Straßenbahn und durch noch frühere Veränderungen für immer seines ursprünglichen Charakters entkleidet worden. Möge dem Komitee zur Erhaltung und Wiederherstellung der Grabdenkmäler auf dem alten israelitischen Friedhöfe am Börneplatz ein erfolgreiches Wirken zu Ehren der Vaterstadt beschieden sein, möge es ihm gelingen, den Friedhof unversehrt kommenden Geschlechtern zu überliefern! Mittelalterliche Disputationen. Die berühmteHchnsche „Disputation" zwischen Rabbi und Mönch mit der drastischest Schlußpvinte im „Romauzero" war keine vereinzelte Episode. Solche Disputationen wurden im Mittelalter mehrfach veranstaltet, . immer von christlicher Seite, um die Juden zu bekehren respeftsve z« verfolgen. Die Wortführer des jüdischen Glaubens gaben sich nur gezwungen dazu her, in der Stimmung des Lammes, das mit dem Wolf disputieren soll; sie wußten zum voraus, daß sie den Kürzeren ziehen würden. Sie hätten sich auch wohl gehütet, mit solch, gepfefferten Witzen die christlichen Dogmen zu verhöhnen, wie sie Heine seinem Rabbi in de« Mund legt. Dft älteste Disputation dieser Art, welche die Geschichte des Judentums von Grätz verzeichnet, fand am Hofe des Königs städtische Element, namentlich aber die Stadt Czernowitz, zmückgesetzt sei. Dazu kamen «och gewisse Kombinationen über die Zusammensetzung der Wahlbezirke, welche dieses polyglotte Kronland notwendig machte, und daraus resultierte man die Feststellung, die Juden seien in der neue» Wahlordnung überhaupt nicht oder nicht in dem Maße wie die anderen Nationen des Landes berücksichtigt. Ich neige der letzteren Anschauung zu, weil, wie aus folgender Darstellung hervorgehen wird, nach der neuen Landtagswahlordnung nicht nur der Besitzstand der Juden unangetastet erscheint, sondern auch für eine ziemlich große Vermehrung der jüdischen Mandate Gelegenheit gegeben ist, vorausgesetzt, daß die Bukowinaer Juden es nicht unterlassen, mit der gleichen Energie und Ausdauer wie die anderen Nationen an ihre Organisation im Lande unverzüglich zu schreiten. Nach der neuen Wahlordnung besteht der Landtag aus 55 Mitgliedern, und zwar aus 2 Virilisten und 53 gewählten Abgeordneten, wovon 15 Mandate der Großgrundbesitz sich gesichert hat, so daß für die Städte und "Orte inklusive Handels- und Gewerbekammer 14 Mandate, für die Landgemeinden ebenfalls 14 Abgeordnete und für die neugeschaffene allgemeine Wählerklasse zehn Mandate verbleiben. Die Juden hatten nun im Bukowinaer Landtage ein Mandat, in der Folge zwei und erst in der letzten Seffion drei Abgeordnete. Durch die neue Landtagswahlordnung sind die Juden ganz gewiß in der Lage, mehr Mandate zu erlangen. Die Stadt Czernowitz erhält fünf Mandate, wovon zwei auf die Vorstädte entfallen. In der inneren Stadt, wo die jüdische Bevölkerung bei geschlossenem Vorgehen die Majorität erlangen kann, sind somit bei kluger Führung zwei jüdische Mandate zu erreichen. In der Handelskammer muß rücksichtslos auf beiden Mandaten bestanden werden, was in der Hand der jüdischen Majorität gelegen ist. Die Städte Radautz, Sereth und Suczawa können drei jüdische Abgeordnete ergeben, zumindest zwei Mandate. Ferner ist auch in dem Wahlbezirke, der die Stadt Storozy«etz und die Orte Czudyn, Bojan und Sadagora umfaßt, die Möglichkeit geboten, einen jüdischen Abgeordneten zu entsenden. Dazu kommt noch, daß der jüdische Großgrundbesitz sicherem Vernehmen nach bei der nächsten Wahl zwei, ja nach einer anderen Version sogar drei Mandate erlangen soll. Auch die allgemeine SBä^terffaffe. dürfte etwas für die Juden ergeben, so daß nicht mit Unrecht die Behauptung aufgestellt werden darf, daß an zehn jüdische Abgeordnete in den Bukowinaer Landtag nach der neuen Wahlordnung einziehen können. Die Juden der Bukowina dürfen aber nicht von den bekannten Rücksichten und Entgegenkommen sich leiten lassen, sondern eine Landesorganisation schaffen, welche die kommenden Wahlen durchzuführen hat. Rumänen und Ruthenen haben für sich, vermöge ihrer Solidarität, die sogar zu den Konservativen eine Brücke zu führen nicht zurückftand, so viel als möglich Vorbehalten. Wir müssen uns an ihnen ein Beispiel nehmen. Die Rut h enen, unsprünglich zwei im Landtage, haben heute im Präsidium eine Vertretung und sind zur einflußreichsten Partei im Lande geworden, welche Stellung ihnen der überaus kluge, mit staatsmännischer Gewandheit ausgestattete Politiker, der Ruthenenführer Nikolaj von Wassilko, Ludwig IX. in Paris statt am 24. Juni 1240. Sie drehte sich hauptsächlich um die Frage, ob der Talmud unsittliche Stellen und besonders Schmähungen gegen Jesus enthalte. Der Zweck war, dieses religiöse Quellenwerk des rabbinische« Judentums der Vernichtung zu überliefern, was schon zuvor vom Papst Gregor IX. auf Anstiften eines jüdischen Apostaten, des Dominikaners Nikolaus Donin verlangt, aber noch nicht zur Ausführung gelangt war.. Vier Rabbiner waren berufen, als Anwälte des Talmud zu fungieren. Die kluge Königin-Mutter Blanche — aus welcher vermutlich Heine seine Donna Blanca machte — welche tatsächlich die Regierungsgeschäste leitete, wohnte dem geistlichen Turnier bei. Grätz sagt, beide Teile kämpften wie zwei rohe Boxer, die mit derben Fäusten, unter Schimpfworten, aufeinander losgehen. Obgleich jüdischerseits alle Anklagen entkräftet worden waren, wurde der Talmud doch zum Scheiterhaufen verdammt, der aber auffallenderweise erst einige Jahre später angezündet ward. Ans allen Teilen Frankreichs wurden Talmudexemplare und verwandte Schriften aufspioniert, den Besitzern mit Gewalt genommen und 24 Wagenladungen an einem Tage (Juni 1244) den Flammen übergeben. Einen gemütlicheren Verlauf nahm die Disputation von 1262 in Barcelona unter dem König Jayme (Jakob) von Aragonien zwischen den Dominikaner Pablo Christiani, gleichfalls einem jüdischen Konvertiten» und Moses ben Nachman („Nachmani"), dem berühmtesten Rabbiner des damaligen Spanien und Autor bedeutender Werke. Sie ging im königlichen Palast und vor einem großen Auditorium aus allen Ständen in Szene. Gestritten wurde vorzugsweise über die Meffianität Jesu. Im Gegensätze zur Pariser Disputation kämpften beide Parteien als feingebildete Leute, die ihre Hiebe mit viel Höflichkeit austauschten. Nachmani wurde vor seiner Abreise zu einer Audienz beim König zugelassen und erhielt von ihm ein Ehrengeschenk von 300 Maravedis (alte maurische Münze, 100 — eirer Mark Silbers). Wiederum ein getaufter Jude, AlfonS (Abner) aus Bnrgos, früher Arzt, nach seinem Uebertritt Sakristan mit reicher Pfründe an einer großen Kirche zu Valladolid, veranlaßte und führte daselbst 1336 eine Disputation mit den Juden, die er anklagte, ihre Gebete enthielten eine Berwünschungssormel gegen die Christen und ihren Gott. Es war den Juden ein Leichtes, nachzuweisen, daß' verschafft hat. Die Rumänen, die im alten Landtage ein jämmerliches Bild der Parteizerklüftung boten, haben in dem genialen Dr. Aurel von Onciul einen Retter gesunde«. Eine Annäherung der rumänischen Demokraten an die rumänischen Konservativen war in der letzten Seffion schon erfolgt. Dr. Onciul, der im Vorjahre für Dr. Wolezynski, den Führer der rumänischen Konservativen, nur Worte der tiefsten Verachtung hatte, konversterte mit ihm in deu letzten Tagen in freundschaftlichster Weise, dazu eine Reihe anderer Momente, die bekannt wurde«, und man geht nicht fehl, wenn man die baldige Bildung eines starken Rumänenklubs ankündigt. Aus der „freisinnigen Vereinigung", welche mit der Zeit zur Gesamtbezeichnung der Landtagsmajorität werden dürfte, wird also ein Rumänen- und Ruthenenklub entstehen, dem die Polen nachhinken werden. Die Deutschen, die mit ihrer Politik völlig Schiffbruch gelitten haben und so kleinlaut geworden sind, daß einer ihrer Provinzsprecher im Landtage sich auf den Minoritätsstandpunkt zurückzog und mit dem Beisatze von der regulierenden Mission in diesem polyglotten Lande begnügte, haben bei der Debatte über die Wahlreform es nicht unterlassen, rein aus Opposition gegen den Wortführer der städtischen Interessen Dr. Strauch er, dem der undankbare Direktor Wiedmann das Landesausschußmandat nicht vergeffen kann, sich selbst das Grab schaufeln zu helfen. Sie glaubten, den Juden, die sie gewählt haben, aus Dankbarkeit den Garaus machen zu müssen, und haben sich selbst getroffen. Ihrer Aschenbrödelrolle sind sie sich erst offenbar bewußt geworden, als nachher Abgeordneter Nikolaj v. Wassilko sie ungefähr mit den Worten apostrophierte: „Wenn die Deutschen es notwendig machen, können sie durch das ihnen geöffnete Tor wieder hinausspazieren." Direktor Wiedmann erklärte in der letzten Sitzung, daß er kein schwaches Rohr sein und auf die Gefahr des Mißtrauensvotums der Wähler seiner eigenen Meinung gemäß stimmen wolle. Der Magistratsdirektor stimmte als Stadtvertreter gegen den Gemeinderat. Das Mißtrauensvotum wird er noch rechtzeitig genug erhalten und er verdient es in höchstem Maße von den Deutschen selbst. Kurios ist hierbei eine offenbar von Wiedmann selbst in den Nachrichten herrührende Enunziation, wonach Deutsche, Ruthenen und Rumänen, also die Majorität der Stadt, mit seiner Haltung in der Wahlreformvorlage einverstanden sind, das heißt mit anderen Worten: Was gehen mich die Juden an? Die Juden können sich zum Teufel j. scheren! Merkwürdigerweise hat aber in der Gemeinderatssitzung der Führer der Deutschen, Felix Baron Fürth, den städtischen Abgeordneten die Obstruktion anempfohlen, wenn in der Mahlreform das städtische Element nicht in größerem Maße berücksichtigt werden sollte. Und trotzdem dreht man den Spieß um und kommt auf die Juden zu sprechen? Direktor Wiedmann mag sich darum mit dem „schwachen Rohr", das er nicht sein wollte, brüsten. Die Juden verdienen ein starkes Rohv — da sie ihn gewählt haben. Doch das nur nebenbei': Es geht aus vorstehendem zur Genüge hervor, daß die Juden des Landes über die § neue Wahlreform nicht so sehr bestürzt sein müssen. Es erwächst bloß für sie die Pflicht, sich rechtzeitig zu diese aus früherer Zeit herrührende Formel gegen eine alte Sekte gerichtet war. Gleichwohl erließ König Alsonso ein Edikt, das bei Strafe den ferneren Gebrauch der Formel untersagte. Von Don Heinrich II. von Kastilien erhielten zwei getaufte Juden die Befugnis, in jeder Provinz oder Stadt Disputationen mit Juden zu veranstalten, um die Dogmen des Christentums aus dem alten Testament zu beweisen. In Avila mußte sich 1375 die ganze Gemeinde in die große Kirche begeben, wo im Beisein vieler Christen und Mohammedaner disputiert wurde. Der Wortführer der Juden, Moses Cohen de Torbesillas, der seine Gegner gründlich abzuführen wußte, schrieb den Hauptinhalt nieder und überschickts das Werk (Frier ha-Emunah) an die Toledaner Gemeide, damit sie eventuell Gebrauch davon mache, und ermahnte sie dabei, Kaltblütigkeit zu bewahren und sich zu keinen verletzenden Worten hinreißen zu lassen, ,denn die Christen besitzen die Gewalt und vermögen die Wahrheit mit Faustschlägen zum Schweigen zu bringen". Die merkwürdigste und langwierigste Disputation fand in Tortoso statt. Sie zog stch «ach mancherlei Unterbrechungen ein Jahr und neun Monate hin, vom Februar 1413 bis November 1414, und beanspruchte 68 Sitzungen, Mit Bewilligung des Königs Don Fernando ließ Papst Benedikt XIII. eine Einladung an die gelehrtesten Juden des Königreiches Aragonien ergehen, sich in Tortoso dazu einzufinden. Da sollte ihnen der im jüdischen Schrifttum heimische Apostat Geronimo de Santa Fe (Josua Lorqui) beweisen, daß der Messias bereits erschienen sei und in Jesus seine Verkörperung gefunden habe. Der Papst selbst führte dabei öfter den Vorsitz. Mit welchen Argumenten christlicherseits gekämpft wurde, zeigt unter anderem die haarsträubende Deutung der Stelle im Prophetenbuch Hesekiel vom Zukunststempel (Kapitel 44, Vers 2) auf die jungfräuliche Geburt Jesu. Aber auch die jüdischen Notabeln, es waren ihrer zirka 16, waren der Aufgabe nicht recht gewachsen, gaben sich Blößen und verfielen zuletzt in Parteiungen. Doch seine Absicht, jüdische Massenbekehrungen zu bewirken und ans dem Konzil zu Konstanz als Triumphator über den jüdischen Unglauben sich ein Uebergewicht über die beiden nebenbuhlerischen Päpste zu verschaffen, erreichte Benedikt XIII* nicht. Das Konzil erklärte ihn bekanntlich für abgesetzt.