Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 6 (1904)
- Issue
- 46 (11.11.1904)
- Date
- 1904-11-11
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2432763-2433023-2433069--2648-2436537- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 2 Wien, Freitag Jüdische* Volkebiatt. 11. November 1904 Nr. 46 Ei« Kapitel über die „Närodni Listy“. G. Die „Närodni Listy“, das Organ der sich frvisinuig nennende« tschechischen Fortschrittspartei, können der direkten als auch der indirekten Judenhetze nicht satt genug werden; da erscheine« Artikel, welche den Juden als de« ärgsten Feind der slawischen Nationen darstellen, Artikel, welche bei dem nicht kritischen Leser ihren Zweck vollends erreichen. Zu Beginn de- Krieges erschien ein Artikel über die rusfischeu Juden, in dem der Jude als schlimmster Schädling des armen russischen Volkes geschildert wird, und am 24. Oktober ein Artikel, der sich mit der Person des verstorbenen Kiewer Millionär- Lazar Brodsky befaßt und durch seine antisemitische Tendery die Maffen reizt... Die Redaktion sucht die Niederlage der Jungtscheche« in Königgrätz audem Gedächtnisse des Volkes zu verwischen, hetzt das Volk zu Straßenkrawallen, hetzt es gegen den Juden. Sie stellt den Juden de« russophilen Tschechenvolke als Schädling aller Slawen dar und verfehlt selten ihr Ziel. Aus diese Weise wird wohl der verkrachten jungtschechischen Partei trotz aller Wiederbelebungsversuche nicht auf die Beine geholfen werde». DaS Volk zeigte in den letzten Tagen ganz deutlich, wie es die gauklerifchen Kunststückchen der jungtschechische« politische» Machthaber verabscheut. Wir lasse» den Artikel, um dessen perfide Tendenz ganz hervortreten z» lassen, nachstehend in wortgetreuer Üebersetzung folge«, der Leser möge sich über deu „Liberalismus" des „liberalen" Organes sein Urteil bilden*) „Der König der Jude« gestorben. In Kiew starb dieser Tage Lazar Jsrailewitsch Brodsky, der in Rußland »König der Juden" genannt wurde. Er verzehnfachte die Millionen seines Vaters, die dieser durch Bodenspekulationen erworben hatte. Lazar Jsrailewitsch erstickte die russische Dnjepr-Dampfschiffahrtsgesellschaft, indem er eine ähnliche jüdische gründete; die russische konnte nicht konkurrieren und mußte der jüdischen weichen, indem sie sich mit ihr verband. Lazar Jsrailewitsch hatte Anteil an allen Banken und vielen Aktienunternehwungen. Die Aktien der Kiewer Pferdebahn stiegen durch sein Zutun von 90 auf 500. Die Zuckerindustrie in Westrußland war in seinen Händen. Lazar Jsrailewitsch bestimmte die Zuckerpreise. Seine Netze waren weit um Kiew geworfen und reichten bis nach Moskau. In Kiew hatte er großen Einfluß zu seinen eigenen und ganz Israels Ehren. Im Stadtrate von Kiew hatte er seine Partei, welche über seine Veranlassung alles Selbständige, Russische erstickte. Eine starke Partei hatte er auch unter den Professoren der Kiewer Universität, welche über seinen Willen bestrebt waren, in den Augen der Studentenschaft alles zu diskreditieren, was mit Begeisterung für Rußland kämpfte und dem weichen Joche von Lazar I S r a i l ewitfch sich nicht unterordnen wollte. In seinen.Salons reifte« die Pläne zur jüdischen Herrschaft über Rußland; hier verfielen de» Ostrakismus die energischen russischen Männer, welche Gegner des „jüdischen Systems" waren. Der Kampf gegen alles Russische wurde sehr klug geführt : hier mit Geld dorft mit Opfern, da durch den Ankauf des Gutes eines verschuldeten russischen Edelmannes und seine „Erhrbung" zum »A g enten des jüdischen Systems^, dort mit hübschen Weibergesichtern. Zu ihm kamen die jüdischen Führer vom Süden, Südweften und Nordwesten Rußlands. Allen erteilte ) Dieser Artikel erschien zuerst in dem antisemitischen russisch en Organ der „Now. Wremja". Die „N. L." drucken ihn ohne Quellenangabe ab, da sie ihn direkt von dem russischen offiziellen Preßbureau bekamen. Anm. d. Red. erbtttlichen Majestät des Todes gestalten konnte, ohne dazu der traditionellen Figur des Sensenmannes zu bedürfen. Auf dem Frankfurter Judenfriedhofe tritt uns keinerlei beabsichtigte, todesernste Monumentalität entgegen, wahrscheinlich war sie auch niemals erstrebt worden. Falls hier überhaupt von einem baulich-künstlerischen „Programm" geredet werden dürfte, so bestand dessen hauptsächlichste Forderung wohl vor allem in den örtlichen Beschränkungen, denen man Rechnung tragen mußte und die keine Monumentalität in dem erwähnten Sinne zuliehen. Die engen Schranken der Juöenstättigkeit umgaben noch die Toten, wie sie den Lebenden schon gezogen worden waren. Sollte es erlaubt sein, den einheitlichen, von rein melancholischer Wirkung freien Eindruck, den Niederschlag aller Ereignisse, die das Gesamtbild dieses Friedhofes geschaffen haben, in Worte zu fassen, sie müßten lauten: Entsagung und Ausharren. Hier steht ein Kulturdenkmal, dem die formende Hand des Schicksals unverkennbare Züge ausgeprägt hat. Das Studium der Inschriften der Grabsteine stößt auf mancherlei Schwierigkeiten und nicht bloß auf solche örtlicher Art. Da die Inschriften in hebräischer Sprache, und zwar in Lettern ohne sogenannte Punktierung eingemeißelt sind und sehr oft Abkürzungen enthalten, so wird nur ein gründlicher Kenner der hebräischen Philologie sich hier zurechtfinöen können. Wer das Glück hat, mit einem solchen kundigen Führer ' den Friedhof zu durchstreifen, um der fast ausnahmslos klassisch einfachen Sprache dieser Steine zu lauschen, der kann sich nicht losreißen von der Lektüre dieses riesigen, steinernen Geschichts- und Schicksalsbuches mit seinen unzähligen, inhaltsschweren Seiten. Interessant ist aber auch das Aeußere der Inschriften in bezug auf das Schriftbild sowohl als auch wegen der mit den Jahrhunderten wechselnden Einzelform der malerischen Hebräischen Lettern. Auf den ältesten Steinen finden wir Schriftreihen in breiter, regelmäßiger, ungemein klarer Anordnung, die im besten Sinne dekorativ wirkt; auch die Tiefe und Schärfe der Einmeißelung der Schriftbalken war je nach der Zeit verschiedenartig: in älterer Zeit öfters breit und flach, in späterer Zeit meist schmal und tief. Man kann jetzt sehr deutlich beobachten, wie gerade das letztere tiefe Einschneiden sich im er Ratschläge, gab und borgte er Geld, alle waren die Vollzugsorgane seiner Pläne. Er war ein leidenschaftlicher Verteidiger de» Judentum» und tat viel zu seiner Hebung und Herrschaft. Ein ebenso leidenschaftlicher Feind Rußlandwar er «nd ein Gegner von allem, was russisch war. Gegen Rußland arbeitete er unermüdlich sowohl ist Rußland selbst als auch außerhalb seiner Grenzen. Die Juden ganz Europakannten Lazar JRratlowitsch. Wenn er in die westlichen Länder kam, stellten sich überall Deputationen ein. Wenn ihn Glaubensgenossen außerhalb Rußlands um Beiträge für jMfche Zwecke ersuchte«, schlug er ihr Ersuchen nie ab, aber Liebe zu ihnen besaß er nicht. Sein Herz gehörte ausschließlich den russischen Jude«. In ihnen sah er ein besonders gute» Material zur Erreichung feiner Bestrebungen. In ihre' materielle Knechtschaft brachte er Russen und Polen und entfachte zwischen diese» Zwietracht. Die ukrainophilen Bestrebungen hatten in ihm einen mächtigen Protektor «nd Förderer. Er unterhielt mit seinem Gelbe die Zeitschriften „Zarja" und „Zizu i Iskutstvo“. Alle Russen haßte er, indem er sich sagte, daß jeder Russe von Natur au» ei» „Judophobe" sein müsse, wie der Jude Russophobe. Er war sich seiner Macht i» dem Maße bewußt, daß er «it Personen, die er gewinnen oder unschädlich mache« wollte, direkt zu sprechen pflegte: »Wen« Sie nicht meine» Willensei» werden, veruichts ich Sie; werden Sie «eine» Willensein, vergolde ich Sie." Die Studenteuunruhen in Kiew wurden in den Salon» Lazar Jsrailewitsch vorbereitetet. Er war ei» Freund der Rothschilds; der schweizerische Dreyfus hatte seine Tochter zur Frau." Ein Artikel, dessen Perfidie nichts zu wünsche» übrig läßt. Wir möchten den „Närodni Listy“ und ihren Redaktion-Mitglieder« nur das eine wünschen, daß fie nur auf knrze Zeit in den Verhältnissen der russischen Juden leben müßten, dann würde ihnen die perfide Judenhetze auf lange Zeit vergehen. Die armen Teufel, die nicht zu essen haben, bringen die Russen und Polen in ihre materielle Knechtschaft! Köstlich, rein «ach B e r g a n i s Methode! Aus der zionistische« Bewegung. Zaugwills Aktion in Amerika. Wir habe« bereits in unserer vorjüngsten Nummer die k«rze Mitteilung gebracht, daß Israel Zangwill in Begleitung seiner Frau eine Agitationsreise nach New Pork unternahm, um die amerikanischen Juden für das Ostafrikaprojekt zu gewinnen. Wer die amerikanischen Verhältnisse kennt, wird es ganz natürlich finden, daß Zangwill bei seiner Ankunft unter anderen auch von einer Anzahl' von Journalisten bestürmt wurde, welche seine Meinung über sein Vorhaben und die zukünftigen Pläne des Zionismus überhaupt hören wollten. Eines dieser Interviews liegt bereits vor. Herrn I. L. Brill ist es gelungen, den „hervorragenden Schriftsteller, Dramatiker und Zionisten" noch auf dem Dampfer „Teutonic", der das junge Schriftstellerpaar aus England brachte, im Namen des in New Jork erscheinenden „American Hebrevv“ auszufragen. Die Aeußerungen, welche Zangwill aus diesem Anlasse über die wichtigsten schwebenden Fragen tat und in Nr. 23 vom 21. Oktober des „American riebrerv“ abgedruckt find, haben zweifellos auch einen Anspruch auf das Interesse allgemeinen im Laufe der Zeit nicht bewährt hat, da diese tiefen Unterbrechungen die Steinoberfläche weniger widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse machten. Erhaben aus dem Stein ausgesparte Buchstaben kommen nicht vor. Eine weitere, ebenfalls sehr ausgiebige Quelle für kulturhistorische Studien liefern die kleinen, über den Inschriften angebrachten Reliefs, welche die Familiennamen der Verstorbenen, die zum größten Teil mit den Namen ihres Wohnhauses oder Stammhauses in der Judengasse übereinstimmen, darstellen; dieselben ermöglichen zugleich in diesem Labyrinth von Grabsteinen eine jedermann leicht verständliche Orientierung, umsomehr, als den einzelnen Familien nach Möglichkeit gemeinsame Quartiere zugewiesen worden waren. Nicht bloß Tiere (z. B. Has, Bär, Adler, Hahn, Drach, Rapp, Noß, Gans, Hammel), Pflanzen lz. B. Blum, Traub, Baum, Rosenkranz), Geräte (z. B. Kann, Renß lFischreuse), Nagel, Hufeisen, Stiefel), Schilder (Rothschild und Schwarzschild) sind abgebildet, sondern auch mehrere Reliefs mit menschlichen Figuren, nämlich Darstellungen von Adam und Eva im Paradies, der fröhliche (tanzende) Mann, Engelsköpfe sowie Münnerköpfe, welche die Namen Mannskopf und Schwarzkopf verdeutlichen sollen. Obgleich es dem Friedhöfe seit seiner Schließung an einer gewissen Pflege seitens seines Besitzers, der israelitischen Ge-' meinde, nie gefehlt hat, wurden doch im Laufe der Jahre durch' den zerstörenden Einfluß der Witterung ans den weichen Sandstein eine gröbere Anzahl wertvoller Denkmäler in ihrem' Vestaude ernstlich gefährdet; ganz oder teilweise sind twicötioe ( Inschriften unleserlich geworden, kleinere oder größere Teile des ornamentalen Schmuckes haben sich abgelöst, viele Steine sind umgestürzt. Wohl jedem Altertumsfreunö, der den Fried- ' hvf besichtigt, wird sich die Ueberzeugung aufdrängen, daß hier! in vielen Fällen wenigstens dem ferneren Verfall ans langes Zeit hinatls Einhalt getan werden könnte, daß bei rechtzeitigem j Eingreifen eitle Erhaltung des jetzigen Bestandes möglich ift.j Es handelt sich hier nicht um einen größeren, zusammenhängenden Teil eitles Baues, dem wegen technischer Bedenketl und! wegen der Art der Wiederherstellung schwer beizukvmmen ist,! sondern um kleinere Einzelmorlumente, denen eine Ausbesse-' rnllg, sofern sie unter fachmännischer Aufsicht schonend allster Juden Europas. Wir Vollen fl§ AeHin wörNichrt Uebeö-' setzuntz wiedergebe«: N vM^ziMsiische Bewegung", begann Zangwill „befindet sich infolge deS Tod« H^rztt in eine« chaotischen Zustande." We* wird der neue Führer, oder soll etwa eine Kommission bestimmt werde»? „Nordau ist der Führer!" antwortete Zangwill. „Er ist der Bizepräfident des Kongresse»." Wird er imstande sei«, die Einigkeit und den Friede« zu erhalten? „Jawohl! Sie wisse«, daß auch Herzl zuletzt nicht mehr vermochte, allzusammenzuhalten. Nordau ist ein großer Redner u«d besitzt persönliche Anziehungskraft." Auf die Frage, ob Zangwill entschlossen sei, sich a»ch fernerhin wie bisher für das Oftafrikaprojekt eiuzusetze«, antwortete dieser bejahend und fügte daun mit besonderer Emphase hinzu: „Gebt mir einen Staat! Alles ein-, ob in Ostafrika oder Amerika! Wir können Palästina jetzt nicht erlange« und deshalb wäre eine Niederlassung (settlement) mit eigener Verwaltung (home rule) anderswo zu akzeptiere«!" Werden Sie aber auf diese Weise die zionistische Bewegung nicht unterbreche» und die Verfolgung der palästinensischen Idee verlassen? „Nein. Wir werden einfach eine Nebenstraße nehmen. Sie find ja auch nicht auf einem besonders einladenden Wege zu »ir aufs Schiff gelangt. Um hierher zu gelangen, mußte« Sie eiuen beschwerlichen Weg machen. Ostafrika wird bloß ein. Umweg »ach Palästina sein. Laßt uns einen Staat gründen und mögen diejenigen, die nicht an ein nationales Judentum glaube«, sich vom Volke loslöse«. Die Juden entfernen sich allmählich von ihrer Religion. In England zahlen fie ihre Synagogensteuern, aber suchen die Synagoge nicht auf." Sie glaube« also an die Möglichkeit, mit, sage» wir zwanzigtausend Juden einen Staat zu gründen? „Richtig! Eventuell mit noch weniger. Die amerikanische Nation wurde mit weniger als zweitausend Menschen gegründet." Im weiteren Verlaufe des Gespräches betonte Zangwill, daß das wichtigste, deffe« er bedürfe, ein gut entwickelter jüdischer Geist sei. Ohne diesen ist die Religion der Juden nicht viel anders und auch nicht ethischer als die Übrigen Religionen. Demnach glauben Sie nicht a» die Miffion der Juden. „Was verstehen Sie darunter?" Die Verbreitung der Lehre von der monotheistischen Idee. „Bon den Juden unter den heutigen Umständen zu verlangen, daß sie den Monotheismus verbreiteu, wäre ebenso lächerlich, wie wenn ich Sie jetzt ins Meer stieße und von Ihnen verlangen würde, uns eine komische Vorstellung zu halten." Der Interviewer karp nun auf die amerikanischen Juden zu sprechen und frug: Sagten Sie nicht einst, daß die Zukunft der Juden in Ainerika sei? „Nein, das sagte nicht ich, sondern einer meiner Romanhelden äußerte diese Ansicht." Zurückkehrend auf die Gründung eines jüdischen Staate-, erklärte Zangwill mit besonderem Nachdrucke, daß er an die Kolonisation Palästinas nicht glauben könne. Er ist dafür, daß die bestehenden Kolonien unterstützt werden, aber entschieden gegen die Gründung neuer Ansiedlungen. „Abgesehen davon," fügte er hinzu, „find auch nicht alle Juden Palästinas vom nationalen Geiste durchdrungen." Herr I. L. Brill stellte nun die Frage, ob er die Gründung eines Staates in Ostafrcka, Amerika oder anderswo geführt wird, eine wesentlich höhere Lebensdauer gewährleistet; das Gesamtbild des Friedhofes würde hierdurch keine Trübung erleiden. Von allen Freunden unserer vaterstädtischen Denkmalpflege wird es daher freudig begrüßt werden, daß vor kurzem ein Komitee, bestehend aus Mitgliedern der hiesigen israelitischen Gemeinde, deren Vorfahren auf dem Friedhofe beerdigt sind, zusammengetreten ist, um diese Stätte als Kultur-, Kunst- und Naturdenkmal zu erhalten. Zum Ehrenvorsitzenden dieses Komitees ist Rabbiner Dr. Horovitz, zum Vorsitzenden Herr Raphael M. Kirchheim gewählt worden. Da das Fortbestehen des alten Friedhofes auch durch die den Friedhof umgebenden, von seiten der Stadt endgültig hergestellten Straßenanlagen gesichert ist, so besitzt das Komitee, dem auch seitens des Vorstandes der israelitischen Gemeinde eine entsprechende Bevollmächtigung erteilt worden ist, erfreulicherweise die für ein zukünftiges erfolgreiches Wirken unumgängliche sichere Grundlage. Zur Ausführung des pietätvollen Werkes ist unter anderem in Aussicht genommen, allen dettjenigen, welche die Grabstätten ihrer Ahnen erneuern lassen wollen, mit sachverständigem Rate behilflich zu sein und für eine sachverständige Prüfung tlnd Ueberwachung der Wiederherstellungsarbeiten Sorge zu tragen. Ferner sollen Grabsteine bedeutender Männer, deren Nachkomme« nicht mehr festzustellen sind, sowie Grabsteine, die ciucit kultur- und kunsthistvrischen Wert besitzen, im Auftrag des Komitees wiederhergestellt werden. Eine übersichtliche Nennumerieruna aller Grabsteine urld Eirrteilung des ganze»! Friedhofes durch eilt Onadratnetz wird alsbald vvrgenvmmen werden; ily Anschlüsse au das letztere auch eine Kartierung im Maßstabe 1 : 20, so daß jeder Stein genauestens in feiner Lage uud mit feiner Nummer eiugezeichuet wird. Auf diese Art hofft mall auch Publikationen voll Inschriften mld charakteristisch gefvrmtell Grabsteiuell leichter durchführen zu köllnerl, öenn das Ausstichen eiues Steilles erforderte bisher manchmal mehrere Wochen, da die alte Numerierung chronologisch durchgeführt ist. Auch die Wiederherstellung eines unmittelbarell Einganges in der Mauer, für dessen Aussehen lroch Alihaltspllukte vorhanden sind, ist geplant, um den Eintritt in Zukunft für jedermann zu erleichtern. Mit Sorgfalt