Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 6 (1904)
- Issue
- 45 (4.11.1904)
- Date
- 1904-11-04
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite S Wien, lfaaitajt JWMm VollsblAti 4. November 1904 Nr. 45 Worte, die alle Bestrebungen, welche diesen zuwiderlaufen, für schädlich erklären, sagen mehr als dicke Folianten. Die verknöcherten Beisitzer der Landesjudenschaftsrepräsentanz können sich vom alten Zopf nicht trennen und hoffen stets noch auf die Wiedererstehung der Aera des Liberalismus und der Assimilation. Sie sind so verblendet durch ihren kasinotischett Glauben, daß sie ihrem Deutschtum und ihren Traditionen nicht nur ihr eigenes sondern auch der ganze« jüdischen Bewohnerschaft Judentum opfern wollen. Sie ergehen sich in Beschuldigungen, als ob der Zionismus das friedliche Zusammenleben der Nationen gefährden würde, jene Bewegung, welche eben denjenigen Juden, die sich ihres Judentums nicht schämen, Achtung und Ehre ihrer Mitbürger verschafft. Den Missionsgedanken möchten diese Herrschaften gerne wieder in den Schulen predigen hören, das lebendige, aufstrebendr Judentum ist ihnen verpönt, da es schon droht, ihrem Regime ein Ende zu machen. Und der Schluß des »Gutachtens!" Die Repräsentanz bedauert es, daß sie gegen den Beschluß des Lehrervereines nicht auftreten kann, und mit demselben Hauche tritt sie gegen die Lehrerschaft auf und verspricht, bei der denunziatorischen Tätigkeit der „Narodni Jednota Geskozidovskä* wacker mitzuhelfen! Wackere, biedere Männer das, die es mit dem Judentum „ehrlich" meinen! Die Juden Böhmens müssen flammenden Protest erheben gegen dieses schreiende Unrecht. Der Verein, der uns Juden um unser Wertvollstes, um unsere Schulen gebracht hat, will auch unsere Lehrer ruinieren und zu diesem schädlichen Werke gibt sich auch die Repräsentanz als Helferin her! Juden Böhmens! Rettet euer teuerstes Gut, rettet das, was noch zu retten ist, rettet das jüdische Gefühl eurer Kinder, rettet mit ihnen die Zukunft unseres Volkes! 0. Budatzester Brief. Budapest, Ende Oktober. iEin herber Verlust der unnarischen Orthodoxie. Oberrabviner Leopold Lipschitz sel. A. Lipschitz als Präsident der orth. Landeskanzlei. Das Leichenbegängnis. — Ein dreigliedriges Kollegium. — Ein neuer Referent für jüdische Angelegenheiten. — Demission des Präsidiums des zionistischen Landeskomitees. — Knltnswahlen. — Eine neue konservative Partei.) Die ungarische Orthodoxie wurde durch das Ableben ihres offiziellen Führers, des Präsidenten der orthodoxen Landeskanzlei Oberrnbbiner Leopold Lipschitz, welches am 27. v. M. erfolgte, in tiefe Trauer versetzt. Der Verstorbene vereinigte in sich großes talmudisches ^Wissen mit einer in den extremorthodoxen Kreisen nur fcltcit' unzutreffenden Gelehrsamkeit auf dem Gebiete der modernen Wissenschaft. Oberrabbiner Leopold Lipschitz hat an dem öffentlichen Leben der ungarischen Orthodoxie von jeher lebhaften Anteil genommen. In den Jahren 1869—70 stand er im Kampfe gegen die sog. neologe oder Kongreßjudenschaft in der vordersten Reihe und leistete seinen Gesinnungsgenossen bei der Organisation der orthodoxen Religionsgenossenschaft hervorragende Dienste. In seiner Eigenschaft als Oberrabbiner von Abauj-Szanto verstand er es, durch sein konziliantes Wesen die Herzen seiner Gemeindemftglieder zu gewinnen. Nach dem vor ungefähr 8 Jahren erfolgten Tod des Präsidenten der orthodoxen Landeskanzler Ignaz Reich wurde OberraLbiner Leopold Lipschitz zunächst provisorisch und dann definitiv mit der Leitung der orthodoxen Landeskanzlei betrarrt. In dieser seiner Eigenschaft hat Leopold Lipschitz gegen verschiedene Anfeinömrge» M etHene« La«M M kämpsm gehabt, welche tnfoferne berechtigt wWerr, als dem Verstorbenen in den letzten Jahren tatsächlich jene Energie mangelte, durch welche sein Vorgänger Ignaz Reich sich auszeichnete. Dieser Mangel an Energie hat es -nur Teile mit verschuldet, daß die Neologen in den letzten Jahren manche gegen das religiöse Gefühl derOrthvdoxen verstoßendeErfolge zu verzeichnen hatten. Allerdings soll es auch nicht unerwähnt bleiben, daß der Verstorbene in der letzten Zeit durch eine schwere Krankheit vollständig arbeitsunfähig gemacht wurde, so daß manches Versäumnis der orthodoxen Juöenhett gercchterwetse nicht dem Verstorbenen aufs Kerbholz geschrieben werden darf. Das Leichenbegängnis des verewigten Präsidenten gestaltete sich zu einer solennen Trauerkundgebung der ungarländischen O>-,l,v)> xcn. F^st sämtliche orthodoxen Gemeinden waren durch Deputationen vertreten. Im Trauerhause in Budapest sprachen die Rabbiner Reich-Budapest, Blum- Bercttyö-Ujfalu und Silber st ein - Waitzen, ferner ein Schwiegersohn des Verstorbenen, Herr Schiff-Deutsch- Kreutz. Hierauf wurde der Leichnam zur Bahn gebracht, um nach Abanj-Szanto befördert zu werden, woselbst die Bestattung unter überaus zahlreicher Beteiligung am 28. v. M. stättfand. Unter den Trauerrednern in Szanto befand sich auch der Schwiegersohn des Verstorbenen, Herr Samuel Bettelheim aus Preßbnrg, der bis vor kurzem Obmann d e s z i o n i st i s ch e n L a n d e s k o m i t e e s für Ungarn war. Die Geschäfte der orthodoxen Landeskanzlei wurden vorläuftg provisorisch einem dreigliedrigen Kollegium übertragen, in welches gewählt wurden: Oberrabbiner R e t ch- Bndapest, Obcrrabbiner S ilb erst ein-Waitzen und Oberrabbiner K atz- Nyttra. Das Referat für jüdische Angelegenheiten im Kultnsmiriisterium, welches infolge des Ablebens des Ministerialrates Oskar G ö m ö r i provisorisch von dem getauften Inden Sektionsrat Emerich N e m en y i geführt wurde, ist nunmehr endgültig dem erst vor einigen Tagen zum wirklichen Ministerialräte ernannten Ludwig Axam e t h y zugewiesen worden. Die Juden bringen dem neuen Referenten wegen seiner bekannten Rechtsliebe großes Vertrauen entgegen und die Orthodoxen erinnern bei dieser Gelegenheit daran, daß Axamethy früher Schulinspektor in den Komitaten Hevcs und Bereg war, wo er reichliche Gelegenheit fand, das Loben und die Bedürfnisse der orthodoxen Juden aus eigener Anschauung kennen zu lernen. In hiesigen zionistischen .Kreisen spricht man jetzt sehr viel von der vor einigen Wochen erfolgten Demission der Leitung des zionistischen Land es k o m t t e e s für Ungarn. Am 3. Oktober d. I. erschien iw offiziellen Organ der ungarländischen Zionisten, dem „Zstdo Neplap", folgendes Schreiben: „Von der Kanzlei des ungarisch-zionistischen Verbandes. Wir bringen hiermit den Mitgliedern des Lanöeskomttees höflichst zur Kenntnis, daß wir unsereManöate am Heutigen Tage nieder gelegt haben. Wir ersuchen die Vereine und Lokalgruppen, über die in ihrem Besitze befindlichen Schekelblocks ehestens Rechnung legen zu wollen. Hochachtungsvoll! Das Präsidium des ungarischen Landeskomitees: Samuel Bettel heim, Präsident. Jftvor Pfeiffer, Schriftführer." Die Demission wurde bisher nicht zur Kenntnis genommen, doch haben auch die zwischerl dem Wiener Aktionskomitee und der Leitung des ungarländtschen Landeskomitee gepflogenen Unterhandlungen zu keinem günstigen Resultate geführt, so daß die Demission noch nicht zurückgezogen wurde. Den »Mitteilungen des Israelitischen LandeSlehrervereines in Böhmen" entnehmend, daß der Herr Rabbiner Freund auf der Generalversammlung im Namen deS Ausschusses um Pflege des „Zionismus" in Gemeinde und Schule gebeten habe, halten wir dieses Ersuchen für ungesetzlich, da es unzulässig ist, daß der Landeslehrerverein oder die Lehrer selbst eigenmächtig fremde Gegenstände in den Lehrplan aufnehmen, um so weniger a l s derZionismuSmitdem jüdischen Re ligionSunterrichte nichts Gemeinsames hat. Außerdem erklärt die Repräsentanz folgende Ansicht: Einstimmig wurde die Ansicht ausgesprochen, daß eS rätlich ist, daß in böhmischen Gegenden die Bürger israelitischer Konfession in Frieden und Eintracht mit der übrigen Bewohnerschaft leben, und es sei deshalb an gezeigt, daß die Juden in böhmischen Gegenden der böhmischen, in den deutschen Gegenden der deutschen Nationalität wahrhaftig sich anschmiegen, (!) und es sind die Bestrebungen, welche dieser Forderung widersprechen, zum Schaden, aus welchem Grunde schon diese Bestrebungen selbst die Repräsentanz für gefährlich für das bürgerliche Zusammenleben hält. Um so mehr betrachtet es die Repräsentanz für unpassend und nicht am Platze, daß Lehrer, welche verpflichtet find, unserem Nachwuchs die Religion der Eintracht und der Liebe zum Nächsten einzuprägen, daß diese Lehrer in die zarten Seelen eine einseitige politische Ansicht einprägen. Die Repräsentanz betrachtet also den oben bezeichneten Antrag für unrichtig und unpassend und verurteilt denselben aus diesem Grunde einstimmig. Nachdem die Repräsentanz selbst nach der jetzigen Organisation keine rechtliche Befugnis hat, gegen diese Handlungsweise aufzutreten, muß sie sich leider (!!) einstweilen mit der Erstattung dieses Gutachtens zufriedenstellen mit der Bemerkung, daß sie ein Gutachten in demselben Sinne erstatten würde, wenn sie hierzu von einer löblichen landesherrlichen oder autonomen Behörde aufgefordert werden würdet Gezeichnet ist dieses Schriftstück, das zur ewigen Blamage der Repräsentanz dienen muß, von ihrem Obmann, dem Prager Kasinoten, Dr. Moritz Lichten st er n. Nun einige Bemerkungen zum Erlasse selbst: Zwei Feinde, die sich sonst aufs heftigste befehden, reichten sich hier die Hand zum Bunde gegen diejenigen, die, dem Worte der-Bibel-^Li deroebai Io darkechem . . folgend, das Judentum nicht zum Abgrunde führen wollen. Gegen die jüdischen Lehrer, gegen das jüdische Leben und Gefühl treten beide geeint auf! Nur sollte dis Repräsentanz, die doch selbst auf doppelsprachiger Basis steht, zuerst ihre eigenen Lehren selbst beherzigen und ein Schriftstück in sehr mangelhaftem Böhmisch, das schon einem Primaner ins Auge stechen muß, nicht veröffentlichen, sondern vorerst ein wenig Böhmisch lernen (Vyjimaje .... poklädäme «. n. f. m.) Nun zum Inhalte deS Erlasses: Die Behauptung, daß der Rabbiner Freund im Namen des Ausschusses den Antrag gestellt habe, ist unwahr, da von keiner Pflege des Zionismus, sondern von der Pflege des jüdischen Gefühls gesprochen wurde; und selbst wenn der Lehrer den Zionismus predigen würde, macht er sich noch lange keines Verbrechens schuldig. Ja, selbstverständlich, hier kreuzt er den Herrschaften den Weg, denn die Worte des Erlasses: „Es ist angezeigt, daß die Juden sich je nach den Gegenden, in denen sie wohnen, entweder den Tschechen oder Deutschen anbiedern," die ES ist keine heuchlerische Frömmigkeit, die auS mir sprach, aber die arge Vernachlässigung eines öffentlichen Gottesdienstes zeigt nicht nur vom Mangel eines Schicklichkeitsgefühls der Menge, sondern auch von einer gewiffen Brutalität. Für wen sind denn der Prediger, Kantor, Chorgesang und die ganze äußere und innere Einrichtung eines Gotteshauses da, wenn die Kerzen nur vor leeren Bänken angezündet sein sollen? Eine wohltuende Beftiedigung jedoch empfand ich am darauffolgenden Morgen, als ich zum Muffafgebete den eigentlichen orthodoxen Tempel besuchte. Das war ein herrlicher Anblick, denn „eS war nichts anderes als das Haus Gottes". Da trat ich in einen schönen, und imposanten Raum, der von Andächtigen ganz erfüllt war. Ein anheimelndes, nur mäßig abgedämpsteS Tageslicht, das durch die hohen Fenster fällt, gibt schon dem ganze» Raume einen weihevollen Charakter. Die Bänke, die alle nach Osten gerichtet stehen, sind derart konstruiert, daß jedes einzelne Betpult um seine eigene Achse nach vorne beweglich ist, so daß jeder Beter seinen Sitz an Ort und Stelle verlassen kann, ohne die anderen Nachbarn recht- oder linkdurch Aufstehen und Platzmachen stören zu müffen. Ich habe eine derartige Einrichtung weder in modernen noch in alten Synagogen, weder in Wien noch anderswo bis jetzt wahrzunehmen Gelegenheit gehabt. Wie viel trägt dies zur Ruhe, zur Ordnung, zur Andacht selbst bei! Während der Thora-Borlesung waren alle Beter von ihren Sitzen aufgestande» und hörten aufmerksam der Rezitation zu. Diese selbst geschah herkömmlicherweise mit dem üblichen traditionellen Nigen, und obgleich der Rezitator sehr deutlich akzentuiert halte, konnte ich zu meinem Bedauern nur sehr wenig vom Ganzen verstehen, und zwar aus rein örtlichen Gründen. Der Almemor des Tempels ist nämlich nicht im Zentrum deS Schiffes angebracht, sondern mußte wegen räumlicher Verhältnisse weit zurück, etwa nach dem ersten Drittetl deS Raumes, vom Tempeleingang angefangen, zu stehen kommen und eS erklärt fich dadurch, daß «an den Vortragenden nicht Überall mit gleicher Deutlichkeit vernimmt. Was aber den Gesamteindruck betrifft, den man in diesem Gotte-Hause empfängt. so kann ich dir, lieber Freund, die Versicherung geben, daß ich ganz gehoben und erbaut war, eine imposante Menge vor mir zu sehen, die alle vom gleichen Takte, der gleichen Andacht, dem gleichen Anftändigkeitsgefühle beseelt war. Wie hörte ich in dieser ganzen Stunde keinen überflüssigen oder gar profanen Laut! Kein Gedränge, kein Herumstoßen, kein Hin- und Hergehen, kein frühzeitiges Verlassen des heiligen Ortes — wie es leider aus anderen Tempeln uns allen zur Genüge bekannt ist. Auch äußerlich ist der Eperjeser Tempel äußerst vornehm gehalten. Er steht auf einem freien, vou allen Seiten zugänglichen Platze, der auch von der großen Hauptstraße aus sichtbar ist, und ist ohne jedes auforingliche Ornament, architektonisch edel aufgeführt.^im Innern äußerst stilvoll eingerichtet. Was ich lebhaft bedauere, ist, keine Gelegenheit gefunden zu haben, auch den Herrn Rabbiner dieser Gemeinde, einen im besten Mannesalter stehenden Gelehrten, kennen zu lernen. Ich war bloß über den einen Sabbat hier als Durchreisender geblieben und setzte meine Wanderung schon Sonntag morgens nach Bartfeld fort, von wo ich dir wieder Bericht geben will. Bom alten israelitischen Friedhof am Börneplatz in Frankfurt. Bon Dr. phil. Julius Hülsen (Frankfurt).*) Die auf die Erhaltung und historische Erforschung unserer Alt-Frankfurter Kunstdenkmäler gerichteten Bestrebungen, für welche Beretne und eine Anzahl von Gelehrten, Künstlern und Altertumsfreunden eifrig zusammenwirken, haben namentlich in den letzten Jahren manches wertvolle Denkmal aus jahrelanger Vergessenheit Hervorgezvgen und zu neuer Wertschätzung gebracht. Erfreulicherweise sind sehr oft die Resul- *) Ans der «Frankfurter Zeitung". täte der verschiedenen Einzelforschungen durch Schrift und Wort werteren Kreisen unterbreitet worden, wo sie eine verständnisvolle, dankbare Aufnahme und lebhaftes Interesse fanden. Immerhin ist die Zahl der Denkmäler, die sich aus diese Weise von neuem eine allgemeinere, volkstümliche Beachtung errungen haben, verhältnismäßig gering; recht viel bleibt für den Forscher noch aufzuspüren' in diesem natürlichen, riesigen Museum, das die Frarrkfurter Altstadt für sich selbst darstellt, mit seinen Gassen und Gäßchen und Winkeln, in denen verborgene Schätze noch unbeachtet schlummern. Nicht bloß Einzelheiten geringeren Umfanges sind es, die das geübte Auge des Forschers und Attertmnsfreundes endlich nach unermüdlicher Bemühung in unscheinbarer Umgebung entdecken muß, es gibt auch größere Bauteile, ja ganze Fassaden und Bauwerke, an denen die Menge achtlos und ahnungslos vvrübergeht. Das Verständnis für den künstlerischen und kulturhistorischen Wert eines solchen Denkmals wird in der Oeffentlichkeit oft dann erst wachgerufen, wenn die. meist durch die neuzeitliche Stadtentwicklung bedingte Frage der Vernichtung oder Rettung eine unabweisbare geworden oder die Zerstörung schon geschehen ist. Als Beispiel für dieses letztere beklagenswerte Schicksal sei hier ein unersetzlicher Verlust im Bestaube unserer Alt-Frankfurter Baudenkmäler erwähnt, nämlich das vor kurzem ntedergelegte Mununsche Halls auf der Zeil, jener groß angelegte Palast, der nach jeder Richtung hin als ein Baudenkmal ersten Ranges bezeichnet rverden mutzte. Glücklicherweise bietet das in jüngster Zeit infolge der zahlretchen Abbrttche etwas ungleich erscheinende Bild unserer Frankfurter Denkmalpflege doch auch manche freundlicheren Züge. Einige Baudenkmäler sind auch ohne unmittelbare Bedrohullg pietätvoll in ihrem Bestände gesichert worden; so hat die Stadt selbst für die Wiederherstellung , der Goldenen Wage, des Steinernen Hauses, der Gerbermühle gesorgt, dem Torbaue des Deutschordenshauses ist auf Veranlassung der katholischen Gemeinde eine glänzende, mustergültige Wiederherstellung zuteil geworden. In den Kretö dieser Denkmäler, über denen