Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 6 (1904)
- Issue
- 43 (21.10.1904)
- Date
- 1904-10-21
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seit« S Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt. 2t. Oktober 1904 Nr. 43 Bethänser und Vereine statt. Selbst Vereine, die an der äußersten Peripherie Wiens ihren Sitz haben, wie beispiels weise des 19. und 20. Bezirkes, hatten ihre Delegierten ent sendet. Im Berlanfe einer angeregten Debatte, in der unter der geschickten Führung des ehrwürdigen Vorsitzenden säst alle Anwesenden zu Worte kamen, wurde eine allseitige Klärung der Ansichten erzielt. Man kam dahin überein, von allen zu weitgehenden Forderungen abzusehen, dagegen für das Erreichbare, ö. i. für eine der Bevölkerungsziffer konservativer Richtung entsprechende Vertretung im Kttttusvorstande mit aller Kraft sich einzusetzen. Zn diesem Zwecke wurde die Eittsetzung eines Wahlkomitees, in welchem möglichst alle Bezirke vertreten sein sollen, beschlossen und in dasselbe die Herren S. M e i s e l s, S. Deiches, W. M o r g e n st e rn, Osias Juer, Hermann Kohner, Dr. D. Fink, Jacob März und D i ck st e in berufen. Dem gedachten Komitee würde zur Aufgabe gemacht, in einem Wahlprogramm die Wünsche der orthodoxen Bevölkerung anfzustellen, auf Grund -essen dann Vereinbarungen mtt verwandten Parteien getroffen werden sollen. Montag den 17. ös. fand im großen Saale des „Bayerischen Hofes" eine Wtthlerversammlung des Verbandes „Zi o n" statt. Präsident des Landeskomttees, Herr Dr. Krenber g e r, eröffnete die Versammlung, begrüßte die Erschienenen und betonte, daß der Kampf gegen die Kultusgemeinde kein Kampf gegen Personen sei, sondern ein Kampf^gegen Prinzipien. Er ersuchte auch alle Redner, sich dies vor Augen zu hatten. Referent Architekt Oskar M a r m o r e k gedachte zunächst in warmen Worten des dahingeschieöenen zionistischen Führers, des seligen Dr. Herzl (die Anwesenden erhoben sich von ihren Sitzen), dessen Verdienste um das Judentum und besonders um die Erhaltttng der jüdischen Jugend er hervorhob. Im Anschlüsse an die Parole, welche Dr. Herzl am dritten Kongreffe ausgegeben: „Es gilt nun, die Kultusgemeinden zu erobern!" schildert Redner das Elend, in welchem das Juderttum und speziell das Wiener Judentum sich gegenwärtig befinde, und welche Aufgaben die Kultusgemeinde diesem Elend gegenüber zu erfüllen habe. Es fei nun die Zeit da, wo es nicht hinreiche, daß jemand reich fei, um im Kultusvorstande zu sitzen. Gerade der „kleine Mann" gehöre in den Kultusvorstand. Auch die sogenannte privllegierte Kurie ist nicht jüdisch, weil sie nicht demokratisch ist. Redner wünscht eine jüdische Erziehung, spricht seine Unzufriedenheit mit den Predigten der Rabbiner aus und schließt ungefähr folgendermaßen: „Der Kampf gegen die Kultusgemeinde ist noch lange nicht zu Ende, nur ist er kein persönlicher. Es wäre ein Vorteil für die Kultusgemeinde, wenn ein neuer Geist in sie einziehen würde. Es sei alles zu schaffen, was gemeinsam, und aus dem Wege zu räumen, was trennend ist." (Beifall.) In der Diskussion sprach zunächst Herr Markus, der verschiedene Unzukömmlichkeiten bei der Kultusgemeinde schilderte und dem Vorstande besonders den Vorwurf machte, daß er bei Arbeitsvergebungen und Lieferungen den jüdischen Arbetter und Kaufmann nicht berücksichtige und daß er sich in rituellen Fragen zu stark von den Orthodoxen der „Schiff-' schul" beeinflussen lasse. Dr. Paul Weisen grün beschäftigt sich mit den Ausführungen des Referenten und dem versöhnlichen Tone, der im Referate lag. Er selbst erblicke hierin nicht ein Zeichen der Schwäche, sondern eher ein Zeichen der Stärke, da es beweise, daß man im Kultusvorstande allmählich zur Ueberzengung gelaugt sei, daß eine Vereinigung aller Juden, uE ja eines der Hauptziele der nationalen Parteien sei, zum Heile des Judentums gereichen müsse. Herr B r o d, Präsident des „Vereines zur Hebung der Gewerbe", wendet sich gegen die Ausführungen Markus' und konstatiert, daß seine Vereinigung in allen Fällen, wo ein jüdischer Gewerbetreibender von der Kultusgemeinde zurückgesetzt wurde, dagegen Stellung nehme, und daß es jetzt im Kultusvorstande diesbezüglich auch besser stehe. Redakteur Jakob Krausz konstatiert zunächst, daß er gewiß nicht im Verdacht stehen kann, vor einem Kampfe zuriickzu schrecken, er habe Beweise vom Gegenteile erbracht. Er wolle jedoch dem versöhnlichen Tone, der nun einmal herrscht, Rechnung tragen und auf die Erfolge Hinweisen, welche unser Kampf gegen die Kultusgemeinde bis jetzt aufznweisen hat. Er konstatiert zunächst, daß es bereits Rabbiner gibt, die den Mnt haben, von der Kanzel herab den jüdischen Nationalismus zu predigen. Gegen Herrn Markus gewendet, sieht er keinen Erfolg darin, daß die Kultusgemeinde in rituellen und religiösen Fragen den Forderungen der orthodoxen „Schiffschul" Rechnung trägt, leider bemerke er wenig hiervon. Er stehe auf dem Standpunkte, daß die Kultusgemeinde in religiösen und rituellen Fragen entweder gar nichts tue oder, was besser ist, streng konservativ handle. Was den Knltusvörstand selbst betrifft, verweist er darauf, daß unsere Wünsche allmählich, wenn auch unbewußt und notgedrungen, Berücksichtigung finden. Er verweist auf die Stellungnahme des Vorstandes in der Frage der Bestellung eines jüdischen Oberlehrers im zweiten Bezirke, in der Frage der Ausschulnng jüdischer Kinder in der Werdertorgasse, auf seine Stellungnahme gegen den jüngsten Landtagsbeschluß und als einen äußerst symptomatischen Umstand auf die Tatsache, daß in der gestrigen Plenarsitzung ein Antrag auf bezirksweise Wähl — wenn auch vorläufig für zwei Bezirke — eingebracht wurde. Dies alles wäre vor zwei Jahren noch undenkbar gewesen. Redner faßt nun die heutige Frage so auf: Genügen diese Beweise, um dem Kultusvorstande das Vertrauen entgegenzubringen, daß wir ohne Aufgabe unseres prinzipiellen Standpunktes auf friedlichem Wege mit ihm znsammenarbeiteu, oder nicht? Herr M e i s e l s sprach im Namen der orthodoxen Richtung als Obmann der „Machsikei hadath", wünschte die Anerkennung der orthodoxen Wünsche und brachte dann die darin kulminierten, daß wir nicht kämpfen um -e- Kampfes willen, und wenn wir unsere Ideen auf friedlichem Wege zum Siege verhelfen können, so sollten wir den Frieden an nehmen. Dr. Piekarski ist gegen jedes wie immer geartetes Kompromiß. Nach einem kurzen Schlußworte des Referenten rvurde die Versammlung geschlossen. Ein Raffennntisemit als Zudenkandidat. Olmütz, Mitte Oktober. Der gleichbetitelte Artikel in der letzten Nummer dieses Blattes, der die Vorgänge hinter den Kulissen der Olmützer Gemeindewahlarena magisch beleuchtete, hat einiger scharfer Ausdrücke wegen das Mißbehagen israelitischer Schöngeister erweckt. Ihnen diene diese Lehre: Ein ordentlicher Hausvater, der einen guten Wein einzulagern hat, wird den muffigen, von Fäulnis dampfenden Keller nicht mit Lau de Cologne betupfen, sondern gründlich ausschwefeln, wenn das auch die Nase beizt. Freilich sei gerne zugegeben, daß solche Medizin den Olmützer Schöngeistern minder behagt, wenn ihnen ihr Dr. Jakob Eben — pünktlichst vor jeder Knltuswahl — mit geschickten Händen den Schaum um die schmunzelnden Backen schlägt und dabei sein gleißnerisches Schlummerliedchen „von der hohen Achtung" singt, „welche wir Israeliten in der deutschen Stadt Olmütz genießen". Doch unbekümmert um solche Aesthetiker, die ihren Geschmack an der übertünchten Verwesung einer „Neuen Freien Presse" gebildet haben, seien heute weitere Details aus jener Tragikomödie, die sich derzeit in der heiligen Gemeinde Olmütz abspielt, der Oeffentlichkeit preisgegeben. Nützt das nichts zur sittlichen Erziehung der heimischen Judenschaft, nun, dann mögen die Brüdergemeinden erfahren, was, hier vorgeht, und sich darnach richten! Von vornherein war es bei den „Eingeweihten" eine ausgemachte Sache, daß diesmal ein paar deklarierte Antisemiten in das Stadtverordnetenkollegium aufzunehmen seien. Die liberalen Wahlmacher Föhn er und Mick haben denn auch, voll Zartgefühl dem Herrn Kultusvorsteher Dr. Eben die Einberufung einer jüdischen Wählerversammlung nahegelegt, um diese auf das „Kompromiß" mit den Antisemiten ernzu- Äffäre des Neligionsprofessors Dr. Daniel F i n k zur Sprache. I schwören. Dr. Eben, der ja seine Schäfchen kennt, fand diese Die Angelegenheit habe in den Wiener jüdischen Kreisen sehr N-.rsnmms„»,a nickt sür nötia und in der Tat. auck obne fie Der siegreiche Kampf gegen einen Drachen ist demnach allen drei Kreisen eigen, eine Urwüste kennen die Genesis 1 und 2 und die Masai, die Urflut Genesis 1 und andere Stellen der Bibel und der babylonische Mythus. Der Mensch entsteht bei den Babyloniern so, daß der Gott Maröuk befiehlt, einem der Götter das Haupt abzuschlagen, und daß er dann aus der mit Götterblut vermischten Erde den Menschen formt. In der Genesis bildet Gott den Menschen bloß aus einem Erdenkloß, wie Luther libersetzt, oder wohl genauer aus Ton. Merker glaubt, daß der Gedanke einer Formung aus Ton unter den israelitischen Nomaden kaum aufkommen könnte, sondern daß er auf einer späteren Kulturstufe oder doch erst dann entstand, als sie mit Völkern näher bekannt wurden, die aus Ton Gestalten formten. Die Masai konnten solche Völker so gut wie die Hebräer kennen gelernt haben, aber sie haben ihre Sage dadurch nicht beeinflussen lassen. Ihre Auffassung ist, daß der Mann vom Himmel, die Frau aus dem Schoße der Erde hervorgeht,' sie will die Frau nicht benachteiligen, sondern sie will offenbar der Ueberzeugnng Ausdruck geben, daß die Frau, weil ihr die Pflichten der Mutter unangenehme Gefühle erweckt. Er ist der Ansicht, daß diese Angelegenheit friedlich ausgetragen werden sollte, und beantragt eine Resolution, wonach der Kultusvorstand ersucht werde, zur Beilegung der Angelegenheit eine fünfgliedrige, gemischte Kommission eirtzuHen 'und nach Prüfung der Angelegenheit und Anhörung, Kr-,Parteien deinen Beschluß zu fassen. Di-afe Resolution wurde ohne Debatte einstimmig ängenvmDen. Herr Plaschkes unt'erzog, von Beifall begleitet, das Gesamtkultuswesen einer scharfen Kritik, bemängelte das Armerlwesen, die Wahlordnung und wies darauf hin, welche großen Fehler der Kultusvorstand, bloß aus Protektionsgelüsten, mit der letzten Rabhinerwahl begangen. Er perhorresziert jedes Kompromiß und ist für den energischesten Kampf. Nachdem die Herren Komet und Morgenstern ihren Standpunkt als Orthodoxe auseinandersetzten, sprach das A.-C.-Mitglied Dr. Leopold Kahn, dessen Ausführungen die Abels durch Kain, sehr milde gesühnt wird. Merker macht es wahrscheinlich, daß eine der Quellen der Genesis die Sintflut ebenfalls mit einer Ermordung begründet hat) das unter Todesandrohung gegen Mord gerichtete Verbot, das Gott in der Genesis 0, 6 unmittelbar nach der Sintflut ausspricht, würde unter dieser Annahme erst recht verständlich. Die Masai wissen ferner von einem jüngeren Bruder, der den älteren Bruder um den Segen des sterbenden Vaters dadurch betrog, daß er Hand und Brust mit einem Felle bekleidete und so den Vater glauben ließ, er sei der rauhhaarige ältere Bruder, den der Sterbende segnen wollte, ein Seitenstück zu jener Erzählung der Genesis von Jakob, der dasselbe Mittel anwendct, um von dem sterbenden'Isaak für Esau gehalten zu werden. Was die Genesis von Moses berichtet, verteilt die Ueberlieferung der Masai auf mehrere Personen, unter denen zwei Marumi und Musana heißest. Der letzte Name klingt unverkennbar an Moses an. Marnms Vater heißt „Eramram", d. h. der Stotterer; Mose^ stottert selbst, der Name seines Vaters „Amram" fällt aber, wohl mit jenem „Eramram" zusammen; Musana führt auf göttlichen Befehl die sieventätige schast zufallen, der Natur ungleich näher stehe als der Mann. Woche und die Beschnetdung ein, und so finden sich noch manche Der Sündenfall wird in allen drei Kreisen im wesentlichen gleichlautend erzählt. Merker vermutet, daß auch hier der israelitischen Fassung einige Züge aus späteren Kulturverhältnissen beigemischt sind. (?) Die Masai kennen die in der Genesis erzählte Verfluchung des Ackers noch nicht, weil für ein Nomadenvvlk, das gar keinen Ackerbau treibt, eine solche Verfluchung noch keinen Sinn hat. Von den beiden Paradiesesvänmen der Genesis kennen die Masai nur den Baum mit den verbotenen Früchten, der zugleich der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen ist; der Baum des Lebens aber ist ihnen unbekannt, da ein ewiges Leben auf Erden vielleicht einem Kulturmenschen, aber nicht einem Naturmenschen erwünscht ist. Die Erzählung von der Sintflut ist, was die Grundzttge betrifft, in allen drei Kreisen ebenfalls dieselbe. In der Motivierung des göttlichen Strafgerichtes ist die bei den Masai überlieferte Fassung den beiden anderen Kreisen über- Anklänge und Gleichklänge zwischen den beiderseitigen Ueberliefernngen über die Urväter und Volksführer. Bon den zehn Geboten, die bei den Masai überliefert sind, deckt sich das erste mit dem ersten Gebot der Israeliten. Auch wird verboten, ein Bild von Gott anzufertigen; das entsprechende Verbot in der Bibel hat Luther bekanntlich nicht in seinen Katechismus ausgenommen. Das zweite Gebot der Masai verbietet das Töten, das dritte verbietet, Haus, Weib, Gesinde und Vieh des Nächsten zu begehren, das vierte verbietet Zank, Streit, Betrunkenheit, das fünfte den Ehebruch, das sechste verlangt Wohltun und Almosengeben, das siebente Versammlung nicht für nötig und in der Tat, auch ohne sie hat sich bisnun das Programm in bester Ordnung abgewickett. Bloß die Personenfrage war ein wenig kitzlig! Dr. Rudolf Sommer, der Führer unserer Deutschnationalen, hatte die jüdischen Mitbürger denn doch zu aufrichtig besudelt, als daß man ihnen seine Kandidatur so ohne weiteres zumuten konnte. Vor zwei Jahren erst hatte er die deutschen Stammesgenoffen von Olmütz aufgerufen, aus dem Turnverein „das Schandmal des Hebräertums auszutilgen", ja noch in einer der letzten Nummern seines Leibjournales „Deutsches Nordmährerblatt" bringt er den Aufruf des Deutschnationalen Vereines für Oesterreich befürwortend zum Abdruck:, ... „Der Kampf gegen das Judentum erfordert auch weiterhin das gewissenhafte Augenmerk unserer Partei . . Auch standen wohl andere Deutschnationale zur Verfügung, altansässige, wohlerprobte Männer in reiferen Jahren, in angesehenen sozialen Stellungen, wie der Augenarzt Dr. Zirm, der Bürgerschullehrer K n a u t e . . . Indes Herr Föhner ist seinem Berufskollegen Knaute nicht grün und ebenso Herr Dr. Mick dem Dr. Zirm; so ist mau denn bei Sommern geblieben, auf die Empfindlichkeit der Juden wird gepfiffen. Im deutschen Wahlausschuß, den jene Vertrcmettsmättnerversmnmluug eingesetzt hatte, sträubte sich noch Herr B e l l a k als Jude gegen diesen Kandidaten, mit um so größerer Wärme und Heftigkeit setzte sich Herr kaiserlicher, Eisenbahn- und Handelskammerrat Wilhelm B r i e ß (!) für den bei gleicher Gelegenheit noch die Würde eines Wahlausschuß-Obmannstellvertreters abgefalleu war, für ihn ein. Viele Juden fragen sich verblüfft, was ihnen die Ehre dieses ganzen. Kompromisses verschafft, was ihnen als Gegenleistung für den ihnen angetanen Affront geboten wird. Ist etwa die Anzahl ihrer Vertreter im Stadtverordnetenkolleg vermehrt worden entsprechend der Kopfzahl, der Steuerleistung, der Wahlkraft städtischer Judenschaft? Ach nein! aber man hat ihnen die zwei Mandate Eben und Löw, welche gleichfalls bei diesem Turnus zur Neubesetzung kommen, gnädigst gelassen. Darum waren diese beiden „Judenführer" vor allem interessiert, sich ihre Kowedmandate um jeden Preis zu sichern, drum durften sie keine Opposition gegen die Gier der Antisemiten, die sich ja rächen konnten, aufkommen lassen. Wir Juden aber sagen uns hinwieder, was würden w i r durch das Wegfällen jener beiden Herren verlierenP Sind sie denn auch wahrhafte jüdische Vertreter? Wenn sie es wären, hätten sie Über einen so folgenschweren Schritt wie dies Kompromiß nicht vorerst die Meinung, die Genehmigung der Judeuschaft einholen müssen? Sie haben cs nicht getan, ja der Herr Kultnsvorsteher hat eine jüdische Deputation, die unter Fährung des Herrn T h a u s s i g um Einberufung einer Versammlung . bat, abschlägig beschieden. Wenn sie wahrhafte jüdische Vertreter wären, hätten sie nicht — bei Unausweichlichkeit des Kompromisses — den falschen liberalen Freunden ihre Mandate vor die Füße werfen müssen? Das ist auch nicht geschehe»! Aber wartet nur: An der Jahreswende gibt es Kultuswahleu ach, nur keine Angst; da werden die beiden Herren schreibt vor, nur einen Herrscher zu haben, das achte trifft Bestimmungen wegen der Opfer, das neunte verbietet das! wieder mal den schönsten Eterianz zwischen Deutschtum und Töten der Zugtiere, das zehnte setzt zwei Festtage an; die bei-j Jüdischkeit aufführen zum schnalzende» Entzücken der andächtig den letzten Gebote waren nur unter Nomaden am Platze, da lauschenden Gemeinde. , i * . diese in den Zugtieren einen besonders kostbaren Besitz sehen Schon in einer Zuschrift an die Bertrauensmännerverlegen, da sie den Eintritt der Sintflut als die Folge des ersten und wegen der täglich zu erneuernden Wartung des Viehes sammlung hatte Dr. Eben dem Kompromiß seinen Segen geauf der Erde verübten Mordes htnstellt; in der Genesis ist das zum Feiern von vielen Festen keine Zeit haben.! geben und zum Ueberfluß predigte dieser vielseitige Mann in Gericht minder gut motiviert, w«»rend die erst« Ermordung, ----- i seiner Agenschast als „Schriftleiter- Ui „Mährischen Tag-