Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 6 (1904)
- Issue
- 42 (14.10.1904)
- Date
- 1904-10-14
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite S Wien, Freitag Jüdiaehe* Vdksblaü 14. Oktober 1904 Nr. 42 längst erhärtete Tatsache sollte — als allbekannt vorausgesetzt — keiner eingehenden Besprechurg unterzogen werden;* allein eS gewinnt für den Forscher auf dem Gebiete des GoluSelendS den Anschein, als sei diese Wahrheit auS dem Gedächtnisse unseres Volkes geschwunden, daher eine Mahnung und Hinweisung sehr am Platze ist, wo eS gilt ein Programm für die hilfebringende Tätigkeit zu finden. Bon jenem latenten Selbsterhaltungstriebe, welcher demNeugeborenen schon auf den Lebensweg mitgegeben wird, wollen wir hier absehen. hingegen vou jenem, welcher dem jüdischen Volke zu entschwinden scheint, sprechen. Wurde uns doch dieser Trieb in reichlichem Maße vom Sinai mitgegeben, um unser weltweites Elend durch Jahrtausende zu überdauern. Die nationale Seelentätigkeit, welche in den großen Geboten sonnenklar niedergelegt worden, muß wiederum in uns angefacht werden als Vorbedingung zu neuem volklichen Leben. WaS aber ist «ationale Selbsterhaltung? Nichts anderes als nationale Gemeinbürgschaft und Einigkeit, Brüderlichkeit. Der Jude muß die Sorge übernehmen, seinen Nächsten nicht bis zum Untertauchen fallen zu lassen. Die jüdischen Arbeiten dürfen nicht wie bisnun jüdischen Arbeitern entzogen werden. Wer unsere Affimilationsjuden an der Arbeit sah, wird gleich uns die eigenartige Bemerkung gemacht haben, daß seine Bolstellungswelt nach zwei Richtungen krankt, und zwar an Vergrößerungs- und Verkleinerungsmanie. Während der Assimilant die von einem Nichtjuden vollführte Arbeit mit superlativen Lobeserhebungen auszeichuet, kann ihm die Arbeit des Juden nicht genug schlecht erscheinen, welches Urteil dem jüdischen Kopf- und Handarbeiter zu stetem Schaden und Schande gereicht. Hier läßt sich das goldene Wort in seinem ganzen Umfange bestätigen — das jüdische Volk besitzt d i e Arbeiter, die es kierangezogen und ausgebildet hat. Es ergeht die Mahnung an die Söhne unseres Volkes, ihre eigenen Arbeitskräfte zunächst auszubilden und die ausgebildeten auch materiell und moralisch zu fördern. Dieser Gedanke, wenn er von den Gemeindetagen des österreichischjüdischen Gemeindebundes zum Beschlüsse erhoben wird, kann seine erziehliche Wirkung nicht verfehlen. Die Wohlhabenheit von zehntansenden Familien wird aber die ganze Struktur der Gemeinde zum Vorteile verändern. Nun kommen wir auf einen speziellen Zweig der Selbsthilfe, welchen wir vor mehr als Jahresfrist im Vereine „Schomer Israel" einer beifällig aufgenommenen öffentlichen Besprechung unterzogen und der hier besprochen zu werden verdient, da derselbe einen Löwenanteil des sozialen Elendes zu beseitigen imstande ist. Das Problem lautet: Die wohlhabenden Familien in Galizien (nicht nur in Galizien, Anm. d. „I. V.") mögen sich im Gedanken, respektive in der Tat zusammenfinden. in ihren Häusern jüdische Hausmeister, in ihren Wohnungen jüdisches Dienstpersonal aufzunehmen — wie dieses die jüdischen Kaufleute seit hundert Jahren zu tun pflegen. Was den Hausbesorgerdienst anbelangt, kann dieser von jüdischen Familien in ganz gleicher Weise versehen werden wie von christlichen, nur mit dem eine» Unterschiede, daß jüdische Hausbesorger treuherziger ihre Pflichten erfüllen werden wie Nichtjuden. Eine jüdische Hausbesorgerfamilie kann dann ohne den schwersten Kampf ihre Wohnung finden, obendrein einen großen Teil, in manchen Häusern selbst den ganzen Nahrungsbedarf decken. In Lemberg könnten nach und nach gegen 2000—2500 hungrige und frierende Familien der schrecklichsten Not und der herzbrechendsten Sorge überhoben werden. Ein ähnlicher Vorgang in allen wohlhabenderen jüdischen Häusern Galiziens vorausgesetzt, und das schrecklichste Elend wird zu 60°/,, zu sein aufhören. Hart dabei steht eine Kategorie von Dienstpersonale, welche in dem jüdischen Familienhause alle Dienste vollbringt, für Land, das entweder unter Wasser oder sonst aus irgendwelchen Gründen nicht zur Besiedlung geeignet ist, mehr als 250 Millionen Acres besten Weizenbodens des Pfluges harren. Eine amerikanische Zeitschrift nahm 128 Millionen Acres an, eine englische nur 80 Millionen. Die letztere beschränkte sich allerdings ausdrücklich auf die früher angegebenen Provinzen,' möglich, daß den anderen Schätzungen noch die anderen westlichen Gebiete, Britisch-Kolumbia, Athabasca u. v. a., zugrunde gelegt waren. Nimmt man nur einen Ertrag von IO Bushels pro Acre an, so ergäbe die niedrigste Schätzung die Möglichkeit einer Produktion von 8OO Millionen Bushels oder fast einem Drittel der heutigen Weltproduktion von Weizen. Man darf daher in der Beurteilung des für Weizenproduktion geeigneten Gebietes noch sehr weit unter die eben angegebene Minimalschätzung heruntergehen und kommt immer'noch zu dem Ergebnis, daß Kanada in der Produktion von Weizen eine führende Rolle spielen wird. Neben dem Weizenboden bleiben aber noch Millionen von Acres für die Viehzucht übrig. Wenn man diese Gebiete durchfährt, die wogenden Weizenfelder und die Prärien mit prächtigen Viehbeständen sieht, ist man verwundert, daß diese Kultur eine Sache von gestern ist. Wie war es möglich, daß die Fruchtbarkeit des Landes, seine Eignung für Besiedlung durch Europäer von den Zeiten der Hudson-Bai-Gesellschaft (1670) bis in die letzten Jahre nicht erkannt war? Ich hatte mich nicht zu schämen bei dem Geständnis, daß ich nach den Behelfen, die mir zur Verfügung gestanden hatten, bet meinen in die achtziger Jahre fallenden Arbeiten über die europäische Auswanderung des Westens Kanadas gar nicht gedacht hatte. Es wurde mir erzählt, daß, als der Plan einer paeifischen Bahn im kanadischen Parlament zu Beginn der achtziger Jahre diskutiert wurde, ein Parlamentarier versicherte, eine solche Bahn sei ein Wahnsinn, denn sie würde im Westen nicht so viel verdienen, um das Del zu bezahlen, das sie zum Schmieren brauche. Tatsächlich waren es auch nicht die wirtschaftlichen, sondern die politischen Internämlich Köchinnen, Stuben müdch e n, Haushälterinnen, Lakaien und anderweitige Diener. Wer kennt nicht die Gefahr, in welcher das jüdische Haus sich befindet? Bonder rituellen Seite abgesehen, welche von einer NichtjüdiMunmöglich versehen werden kann, erweist sich das gegenwärtig in Galizien bei Juden in Dienst stehende Dienstpersonale unter aller Kritik, zumal diesevon den G e i st l i ch e n gegen seine jüdischen Brotgeber aufgehetzt wird. Und wenn man es bis jetzt unbeachtet vorübergehe« läßt, ohne sich dagegen aufzubäumen, daß der wohlhabende Jude, selbst ein förmlicher Sklave seinem arischen Gesinde gegenüber ist, geschieht das zumeist aus der üblen Gewohnheit, allehinzunehmen, kritiklos, wie es von arischer Seite ihm gleichsam aufgezwungen wird, geschieht es anderseits aus der in uns liegenden falschen Scham — in Dien st zu treten, geschieht es ferner au» Mangel einer fürsorglichen Leitung unserer BolkSmassen, die man rat-, tat- und schutzlos sich selbst überläßt, statt dieselben, zu disziplinieren, ihre Kräfte zu stählen und ihnen Arbeitsgelegenheit zu verschaffen. Es sei hier der Ort, darauf unser Volk aufmerksam zu machen, daß hier eine gewaltige Lücke klafft, ein unheimlicher Gegensatz zwischen der Hochmoral der jüdischen Lehre, welche auf den ersten Blättern ihrer Gesetzgebung die Aufnahme jüdischer Dienstboten inS jüdische Haus befiehlt, und der heutigen Praxis. Die moderne jüdische Gesellschaft hat eben auch eine heilige Pflicht, ihre eigenen Schwestern zunächst durch Heranbildung in Koch- und Wirtschaftsschulen zu tüchtigen Arbeiterinnen auszubilden und die so herangereiften Mädchen in ihren Häusern als Köchinnen, Haushälterinnen und dergleichen aufzunehmen. Um die jüdischen Dienstmädchen auf moralischer Höhe zu halten, würden wir einen ferneren Vorschlag machen: daß in jeder größerer Stadt die hervorragendsten jüdischen Frauen sich zu einem Vereine für ethische Erziehung und AuSheiratung jüdischer Mädchen verbinden, welcher die jüdischen Mädchen in einen Zirkel vereinigt, ihren Verdienst in Spareinlagen sammelt, um ihnen ein Heiratsgut zu sichern, wie sie allabendlich zu einer gemeinschaftlichen angenehmen jüdischen Unterhaltung vereinigt. Man wird uns zugeben, daß dieser Vorschlag nicht der Phantasie entsprungen ist, sondern der realen Wirklichkeit; man wird ferner auch die Durchführbarkeit einsehen, da zunächst die Armut in hunderttausend Familien das Unheil stiftet und die Mädchen aus dem Elternhanse in eine Welt voll Verführungen geworfen werden, welche Gefahr abgewendet werden könnte, wenn das Mädchen in der ersten Blütezeit von 14 Jahren aufwärts die Wirtschaflsschule besuchen und dann in einem besser situierten jüdischen Hanse untergebracht werden könnte. Der moralische wie der physische Nutzen stellt sich daraufhin fast gleichzeitig ein. Aber auch einen anderen hochzuveranschlagenden Nutzen moralischer Art bringt uns eine Verallgemeinerung unsererr projektierten Wirtschaftsschulen und die Ersetzung des Dienstpersonals durch jüdische Mädchen,: das Verscheuche» des Mädchenhandels und die Einengung der Prostitution, was sich wohl leicht begreifen läßt, da jene obgenannten Verbrechen nur auf dem Boden von Not und Mangel und Verkommenheit gleich moralischen Giftpilzen wuchern. Wenn unsere jüdischen Brüder aus dem nahen Westen in ihr Hilfsprogramm die Bekämpfung des Mädchenhandels ausgenommen haben, so kann dies nur dann von Erfolg gekrönt sein, wenn die großen Vereinigungen mehrere Musterwirtschafteschulen mit den dazugehörigen Mädchenbeimen in Galizien errichten. essen Englands, eine transkontinentale Linie zum Stillen Ozean auf eigenem Gebiete zur Verfügung zu haben, die die Idee trugen. 1887 war die Linie vollendet, und an Stelle von 630 Meilen Eisenbahnen im Jahre 1883 besaß Kanada nunmehr 2306. Im Jahre 1893 waren es 3277, im Jahre 1903 4555 Meilen, und gegenwärtig wird eine zweite transkontinentale Linie in Angriff genommen. Wie überall in Amerika, hat auch hier die Eisenbahn erst die Besiedlung möglich gemacht, das Verkehrsmittel hat den Verkehr geschaffen. Der Vollendung der Canadian Pacific im Jahre 1887 folgten die ersten Ansiedler im Westen, zögern uuö langsam. Es mußte erst das Mißtrauen des Ostens gegen den Westen gebrochen werden. Manche Niederlassung erwies sich als verfehlt und mußte wieder aufgegeben werden, die Entbehrungen in der Einsamkeit waren groß und so lange man noch im Osten und in den „Staaten" vorwärtskommen konnte, wollten nur wenige den Preis der ersten Siedlungsarbeit für das von der Negierung gebotene Heimstättenland bezahlen. Die Nachricht, daß im Westen gutes, fruchtbares Land und ein günstiges Klima seien, geht, so scheint es, nur von Person zu Person. Familienweise ziehen die neuen Ansiedler heran. Im Jahre 1890 sind es erst 13 000 Personen, die nach Kanada einwandern. Im nächsten Jahre wenig mehr. Es werden nur 1857, beziehungsweise 2384 Heimstätten an neue Ansiedler vergeben. Im Jahre 1898 tritt ein neuer Zug in der Einwanderung hervor: die „amerikanische Invasion". Waren tu früheren Jahren einige Dutzende, 1807 einige Hunderte von „Amerikanern", das heißt Bürgern der Vereinigten Staaten, nach Kanada gekommen, so treten jetzt zum erstenmal Tausende ein, und nach den wunderbaren Ernten, die Manitoba in den Jahren 1901 und 1902 hatte, sind es Zehntausende, die jährlich ihre Farm in „Amerika" anfgeben und in Kanada die Gunst der Heimstätte, eines jungfräulichen Bodens und eines gleichmäßigeren Klimas auszubeuten beginnen. Im Jahre 1003 beträgt die Gesamteinwanderung nach Kanada 123 000 Personen, darunter fast 60 000 Amerikaner. In diesem Jahre ES erübrigt uns noch darüber klar zu werden, welchen politischen Weg wir als den richtigen für unsere nationale Arbeit zu betreten haben. Gerade vonsj Standpunkte einer organisierten österreichischen Judenschaft bedarf es einer gedeihlichen Politik. Zeit und Umstände haben auch ihre eigene Logik, die respektiert werden müffen, und manche- Alte muß alundenkbar ausscheiden. Indes scheint folgendes festzustehen: 1. Die Juden Oesterreichs haben ihre politische Tätigkeit derart zu entfalten, daß in ihrem Gesamtbilde der natio* nale Etnheitsgedanke zum imponierenden Ausdrucke kommt. 2. Im Wiener Parlamente hat der Zusammentritt der jüdischen Abgeordneten zu einem jüdischen Klub das Wahrzeichen obigen Grundgedankenzu fein. 3. Die jüdischen Abgeordneten bilden ein staatserhaltende- Element, ohne sich in den schädlichen Natioualitätenstreit zu mischen. Schon vor 30 Jahren haben wir der politischen Ueberzeugung Ausdruck gegeben, daß in Galizien der Schlüssel der österreichischen Politik liegt. Hier hat sich das Allpolentum häuslich eingerichtet, um die Hegemonie im eigenen Lande sowohl als die Suprematie über den Gesamtstaat zu erringen. Dieses hohe Ziel wurde ihnen dank der gewaltigen politischen Fehler des österreichischen Premiers in die Hände gespielt, so daß Oesterreich-Ungarn unter ihren Einfluß geriet. Was verschlägt's auch, daß zwei andere Stämme — Ruthenen und Juden — das weitaus größere Areal dieses Landes bewohnen und ihre Gut- und Blutsteuer dem Staate und dem Lande leisten. Diese Tatsache veranlaßte den Verein „Schvmer Israel"', über Antrag seines Referenten 1873 eine politische Annäherung an die Ruthenen herbeizuführen. In kaum zwei Wochen war der Pakt zwischen vem Ausschüsse des Vereines „Schomer Jsral" und der Kawa ruska geschaffen, demzufolge die Juden Galiziens die Ruthenen bei ihren Kandidaturen unterstützen würden. Noch leben manche der damaligen Ohrenzeugen und ich scheue nicht die Wiedergabe einzelner in meinem Gedächtnisse haften gebliebener Toaste bei einem frugalen Gabelfrühstücke. Der eine der ruthenischen politischen Persönlichkeiten sprach folgende denkwürdige Worte: „Wir Ruthenen schätzen die hohe Intelligenz des jüdischen Volkes und seiner Führer, wir aber besitzen die Massen. Leihen Sie uns Ihre Intelligenz im Reichsrate und unser Volk bildet eine undurchdringliche Schutzmauer gegen alle feindlichen Angriffe seitens der Polen." Dazumal kandidierten: einer der tüchtigsten Redner und Denker, Landesadvokat Dr. Heinrich Gottlieb in Stanislau, der Schön- und Dauerredner Lö w en st ein in Prz e m y s l - G r o d ek, Dr. Josef K o h n in Tarnopol. Brody konnte damals zwei Abgeordnete entsenden. In Drohobycz kandidierte ein anderer jüdischer Kandidat (vielleicht v. Mises), in Kolomea L. H e n i g s m a n n. Wer agitierte gegen die jüdischen Wahlen? Kein geringerer als das Ministerium Lasser und die schlechte Vorbereitung der ruthenischen Parteimänner. Nach den Erfahrungen der Vergangenheit und den äußerst trüben Resultaten des allpolnischen Regimes der Gegenwart müßte das Rezept für die Gesundung unserer jüdischen Interessen lauten: „Ein radikales Mittel gegen die radikale» Uebel" Kündigung der polnischen Heeresfolge, des Helotentums der Juden, Anschluß an die Ruthenen, ferner Ncchteintritt unserer Abgeordneten in den Polenklub, Forderung der ruthenischen Sachen, bei Gegenseitigkeit in allen Fragen nationaler Natur. Leider kann dieses so einfach sich darstellende rationelle Vorgehen in der Politik nicht ohne weiteres durchgeführt werden, da es den Polen gelungen ist, im ruthenischen wurden 31343 Heimstätten von der Negierung vergeben. Die amerikanischen Farmer kommen von Minnesota, von Nord- und Süd-Dakota, von Iowa, von Nebraska, von Illinois, von Wisconsin, von Kansas, von Montana und nehmen Land auf in Manitoba oder in den nordwestlichen Distrikten. Und mit den Farmern, die den Boden bebauen wollen, kommen die Kapitalisten undLandspekulanten, und mit einem Male wird es irr den weiten Ebenen, in den schönen Flußtülern lebendig. Dörfer werden gegründet, bestehende Dörfer zu Städten erweitert. Die Getreideelevatoren, die vor zehn Jahren nur eine Anfnahmsmöglichkett von 11.6 Millionen Bushels hatten, vermochten 1903 schon 39.3 Millionen aufzunehmen, und nicht nur in Fort William und in Port-Arthur, den Ausgangspunkten der Schiffahrt, ist die Fassungskraft der Elevatoren gesteigert werden, sondern über den ganzen Nordwesten hin, so weit die Verzweigungen der Eisenbahn reichen, sind die schlanken roten Turmbauten verbreitet worden, und oft sieht man in „Städten", die nicht tausend Einwohner haben, Elevatoren, die bis zu 300 000 Bushels aufnehmen können. Die Negierung, die Canadian Paeifie-Eisenvahn, die Landschenkungen als Subvention erhalten hatte, die Hudson-Bai-Gesellschaft, die ans Grund ihrer alten Privilegien in jedem vermessenen Gebiet zwei Sektioneil, ein Achtzehntel des Bodens, erhält, die Provinzen, die Städte, die von der Vermehrung der Bevölkerltilg gesteigerten Handel und Wandel, Erhöhung des Bodenwertes der Bauplätze, wachsende Steuerkraft erwarten, die Landspekulattonsgesellschaften, die vor sechs oder sieben Jahren den Acre Land um eineil Dollar gekauft hatten und ihn rmn lim drei, fünf, sechs Dollars verkaufen ivvtten, die einzelnen Privaten, die ihr Geld in Heimstätteil — ihre Arbeitskraft ähiiltch angelegt hatten, sie alle sind bemüht, wie verschieden auch ihre Beweggründe sein mögen, Einwanderer ins Land zu ziehen und ihr Fortkommen zu fördern. Denn noch ist der Zusammenhallg der Interessen klar, das Gedeihen des einen sichtbar an das Gedeihen des anderen geknüpft. Es gibt daher auch jetzt, zur Zeit der Ernte, nur einen Gesprächsstoff, nur