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Jüdisches Volksblatt · 1904-08-26 · 35 (26.8.1904) · p. Seite 3

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
6 (1904)
Issue
35 (26.8.1904)
Date
1904-08-26
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 35 Wien, Freitag Jüdisches Yolksblatt. 26. August 1904 Saite) auch durch den To- H e r z l S weder die politische Arbeit noch die sonstigen zionistischen Unternehmungen irgendwelche Unterbrechungen erleiden, -atz in allen prinzipiellen Fragen die Einigkeit wieder hergestellt sei und -atz das Aktionskomitee dem nächsten Kongresse einen neuen Organisationsentwurf vorzulegen gedenke. II. Kongretz der zionistischen Misrachigruppe in Pretzbttrg. Mit großer Spannung sah man in zionistischen Kreisen dem für den 21.—24. August d. I. nach Preßburg einberufenen Kongreß der Misrachigruppe der zionistischen Partei entgegen. Von dem Tage angefangen, da die Abhaltung des Kongresses und der Ort desselben bestimmt wurden, entbrannte in dem leider auch sonst unter sich uneinigen orthodoxen Lager ein heftiger Kampf, der in einer nicht enden wollendem unerquicklichen Zeitungspolemik sehr unangenehmen Ausdruck fand. Trotz dieser Antezedentien wies der am Sonntag den 21. d. M. im Hotel „Bellevue" eröffnete Kongreß eine ziemlich starke Beteiligung auf. ES erschienen ungefähr 200 Delegierte aus Rußland, Deutschland, Rumänien, Amerika, der Schweiz, Südafrika, England. Oesterreich rc. Bon den ungarischen Städten entsendeten folgende ihre Delegierten: Budapest, Kolozsvär, Märmaros-Sziget, Hunfalva, EperjeS, HethäS, Kafla, KöröS-MezS, Nagyvärad, Debreczen. Szombathely, Sopron, Dunaszerdahely, Gyür, Nagyszombat, Papa, Szered, Nyitra, Miava, Tapolesäny, Galgocz, Galäntha, Putnvk u. s. w. Außer den Delegierten war auch ein großes Auditorium, darunter viele Damen anwesend. Am Journalistentische saßen über 20 Journalisten. Vertreter der verschiedensten, auch vieler ungarischer Zeitungen. Der Saal war mit blauweißen Fahnen geschmückt. Ueber dem Präsidialsitze prangt der Mahnruf des Propheten Jesaias an Zion: „Erhebe deine Augen und blicke um dich! Sieh', deine Söhne kamen aus weiter Ferne, alle versammelten sich und eilen zu dir!" Um 10 Uhr wurde der Kongreß vom Ehrenpräsidenten Rabbiner I. Reines, dem Führer der Misrachigruppe, mit einer hebräischen Rede eröffnet. Er setzte die Ziele des Zionismus und besonders diejenigen der Misrachisten auseinander und betonte hauptsächlich die Notwendigkeit des Zusammenhaltens sämtlicher Juden bei voller Wahrung und Pflege der althergebrachten Traditionen. Er gab seiner Freude tarüber Ausdruck, daß der erste Kongreß in Preßburg, in jener Stadt des freien, gastfreundlichen Ungarn stattfindet, aus welcher im Verlaufe der Jahrhunderte unzählige hervorragende Geistesleuchten des Judentums hervorgegangen sind. Die Rede wurde mit langanhaltendem Beifall ausgenommen. Auf Antrag des Delegierten Fischer aus Gyor wurde ein Hu l digu ngs t el e g r a m m an den Kaiser abgesandt. Der Vorsitzende B et tel h eim begrüßte den Kongreß im Namen der Kultusgemeinde Preßburg. Letztere ist offiziell nicht vertreten, da auch der hiefige Oberrabbiner gegen die Abhaltung des Kongreffes protestierte. Es wurden nun das Bureau gewählt, und zwar wie folgt: Präsident: Rabbiner I. R e i n e s-Lida. Vizepräsidenten: Dr. Robe l-Leipzig und Dr. L a n b a u-Botoschani (Rumänien). Schriftführer : G r ü n h a u s-Trok (Rußland), Dr. Daniel F i n k-Wien und Redakteur G e i --Frankfurt a. M. Beisitzer: Bettelhei m-Preßburg und F a r b st e i n-Warschau. Dr. Nobel dankt für die ihn getroffene Wahl, gedenkt in warmen Worten des verstorbenen Führers Dr. H e r z l. Der Heimgegangene, sagte er unter anderem, verdient es, daß jeder glaubenstreue Jude auf das Grab des großen Toten einen Palmenzweig der unvergänglichen Liebe und des unauslöschlichen Dankes niederlege. Hierauf begrüßt'' das A.-C.-Mitglied Dr. Leopold K a h n- Schließlich erfahren wir aus „vjbre Hajamim“ daß dieselben von dem mit Moses verschwägerten Stamme Keni esprt) abstammen. Während des II. Tempels hört man nichts mehr von ihnen, jedoch später werden dieselben hie und da von Reisenden erwähnt. Benjamin von Tudela fand, 21 Tagreisen vom Euphrat entfernt, einen freien jüdischen Staat, deffen Bewohner er für Rechabiten hci't. Der Reisende W o l f f, traf vor etwa einem Jahrhundert in Arabien, in der Nähe von Saana, Juden vom Stamme Beni-Chaibar, die sich selbst als Rechabiten ansgaben. Interessanteren uud sicheren Bericht über dieselben gibt Dr. Ermete Pierotti aus Genf in einer 1868 in Lausanne in französischer Sprache, erschienenen Broschüre welche, wie es scheint, damals wenig beachtet wurde und jetzt wohl ganz vergessen ist. Derselbe lebte mehrere Jahre als Architekt in Palästina, woselbst er sich für alles Historisch - Archäologische lebhaft interesfirt. , Er hatte bereits von mehreren befreundeten Araber- Scheichs Mitteilungen über verschiedene freie jüdische Nomadenstämme erhalten, besonders über zwei derselben, den Aahudieel-Kebir und den mächtigen Stamm der Bene-Rechab, als er im November 1860 erfuhr, daß ein Teil der Bene-Rechab im Süden des Tvdten Meeres erschienen wäre und ein Lager bezogen hätte. Er reiste sofort von Jerusalem in Begleitung eines Dieners und eines jüdischen Dolmetschers namens Michael Schneider nach jener Gegend ab. Nach dreitägiger Reise tras er das Lager dei Aimeb, auf der Route zwischen Wadi Ar ab ah und Petra, südöstlich vom Toten Meere. Sobald er vom Lager erblickt wurde, kam alsbald ein vornehm aussehender, kühn blickender Mann in Begleitung von vier andern ihm entgegen. Es war der Scheich, der Kommandant dieser Abteilung des Stammes, namens Aakub; die anderen waren die Aeltesten derselben. Man ließ sich nieder und es erfolgte nun mit Hilfe Wien den Kongreß im Namen der Parteileitung. Er verwahrt sich gegen die Beschuldigung, daß die Zionisten oder die Misrachigruppe derselben einen Staat im Staate bilden wollen. Die Misrachigruppe wolle nichts anderes, als unter Wahrung des zionistischen Programmedie Pflege der Religion sichern. Redner begreift nicht die Gegnerschaft der gesetzestreuen Juden. Bon den zehn Millionen Juden der ganzen Welt feien zumindest acht Millionen gesetzestreue, orthodoxe Juden. Die Neologen wollen ihr Judentum aufgeben und es ist Pflicht eines wahren Zionisten, die orthodoxen Gesinnungsgenoffen in ihren Bestrebungen zu unterstützen. Auf den Streit im Lager der ungarischen Orthodoxen anspielend, bemerkte der Redner: „Ihr seid Zeugen des Berkommens der westlichen Juden und deS Elends der östlichen! Bedenket, daß in den verflossenen neunzehn Jahrhunderten der Gedanke an Zion eS war, der die Juden zusammenhielt, und so wird auch die Zukunft des Judentums nur durch den Zionismus gesichert sein. In der Erstarkung dejüdischen Nationalismus liegt der Sieg des Judentums." Der Nobel tritt für den Zionismus ein, doch werde der Zionismus nur dann Erfolge erzielen, wenn Glaube und Religion die leitende Kraft sein werden. Nicht judenfeindliche Strömungen verursachen die Judennot, sondern der religiöse Verfall der Judenheit. „Dasjenige N a t i o n a l g e f ü h l", sagt Redner zum Schluffe, „das die Wahrheit nicht vertragen kann, kann auch nicht patriotisch genannt werden/.' Hierauf wurden die Mitglieder in die einzelnen Sektionen gewählt. In der Nachmittagssitzung kam es zu einem peinlichen Zwischenfall. Delegierter M e lz e r-Galizien unterzieht den Protest der ungarischen orthodoxen Rabbiner einer scharfen, in den Ausdrücken nichts weniger als wählerischen Kritik. Der Vorsitzende Dr. Nobel entzieht dem Redner nach mehrfachen Ermahnungen, den beleidigenden Ton zu unterlassen, das Wort. Da Herr M e l z e r an die Versammlung appelliert, beschließt auch di.'se im Sinne des Vorsitzenden. Von den gehaltenen Referaten hat hauptsächlich dasjenige über das Programm der Misrachi lebhafte Debatten hervorgerusen. Es wurde dann dasselbe ungefähr folgendermaßen festgestellt: Die Misrachigruppe bildet die internationale Organisation der den jüdischen Glaubenssatzungen treuen Zionisten, welche auf Basis desBaselerProgramm es dahin zu wirken bestrebt ist, daß die jüdische Nation im Geiste der geschriebenen, mündlichen und überlieferten Gesetze erhalten werde. Die Anhänger der Misrachi halten treu zur Thora, befolgen deren Gebote und trachten im Lande unserer Ahnen e in e r e ch tli ch ge sich erte H e i m st ä t te für unsere Stammesbrüder zu errichten/ Dieser Zweck soll mi,t allen gesetzlichen Mitteln, jedoch bei voller Beobachtung, Pflege und richtigen Auffassung unserer heiligen Lehre angestrebt werden. Eines der Hauptmittel bildet demnach die Verbreitung der modernen hebräischen Literatur und die Sicherung der religiös-sittlichen Erziehung. Im selben Sinne waren auch die mit lebhaftem Beifalle aufgenommenen Referate der Herren Rabbiner L. M. Landau über „Jugenderziehung inOfteuropa" und Rabbiner Dr. D. Fink-Wien Über „Jugenderziehung^ in Westeuropa gehalten. Es sei hier erwähnt, daß am zweiten Kongreßtage eine Depesche der Kabinettskanzlei einlangte, in welcher der Dank des Kaisers für das Huldtgungstelegramm bekanntgegeben wurde. Die Verlesung deS kaiserlichen Dankes wurde mit des Dolmetschers, eine längere Unterredung mit kurzem Besuch im Lager, wovon hier nur ein kurzer Auszug des Jntereffantesten gegeben' werden soll. Nachdem Scheich Zjakub sich zuerst nach dem Grunde des Erscheinens des Reisenden erkundigt, beantwortete er die an ihn gerichteten Fragen mehr oder minder ausführlich. Zunächst befragt, wer sie seien, sagte er: Wir sind die Beni-Rechab, Nachkommen des in der heiligen Schrift genannten Jehonadab Sohn des Rechab, Gründer unseres Stammes, dessen Verordnungen wir bis auf den heutigen Tag befolgen. Befragt, warum sie den Namen nach dem Vater Jehonadabs und nicht nach ihm selbst führen, war die Antwort, Rechab bereitete alles vor, doch sein Sohn führte es durch und behielt aus Pietät den Namen des Vaters. Er sagte ferner, die hier lagernde Truppe sei nur ein kleiner Teil des Stammes und hatte den Auftrag, verschiedene Geschäfte zu besorgen, Einkäufe, Verkäufe. Tausch rc. Zwei Tagereisen weiter lagern 3000 Reiter von ihnen. Noch zwei Tagereisen weiter lagere der Hanptstamm. Zusammen dürften sie 40.000 und darüber zählen. Das gegenwärtige Oberhaupt des ganzen Stammeheiße Gutham. Früher nannte man nns, sagte Scheich Aakub, Midjan, dann Jsmael, jetzt halt man uns - für Beduinen wie alle anderen. Wir sind ihnen aber weder im Glauben noch in den Sitten und Gebräuchen gleich. Unser Glauben ist der dem Propheten Moses auf dem Berge Sinai offenbarte, wir besitzen seine Bücher und beten die Psalmen des Königs David. Unsere Chachams sind unsere Lehrer und leiten unseren Gottesdienst. Wir sind ein freier Stamm, wir haben gegen Mohammed, gegen Omar und gegen die Christen gekämpft, aber, wir sind ein freier Stamm geblieben. Um ihre Sprache befragt, sagte Scheich Aakub: Unsere Sprache ist hebräisch. Der Dolmetsch verstand sie nicht, wenn sie untereinander sprachen. Sie zeigten dem Reisenden mehrerr geschriebene Rollen, welche jedoch der Dolmetsch nicht lesen konnte. Er sagte, daß die Schrift samaritanisch aussehe. Dr. Pierotti wollte ihnen Enthusiasmus aufgenommen und mit der Ab sin gu ng der Volks Hymne quittiert. Zum Schluffe sei noch die Haltung der ungarischen Presse hervorgehoben. Alle Budapester Blätter brachten mehr oder weniger ausführliche Berichte über den Kongreß bis auf den — „Pester Lloyd", der nach berühmtem Wiener Muster von der ganzen Veranstaltung keine Notiz nahm. Das Blatt des radikalen Abgeordneten Zoltan Lengyel »Füg geilen Magyarorszag", deffen Mitarbeiter zumeist Juden sind, widmete dem Kongreffe einen längeren wutschnaubenden Artikel, in welchem den orthodoxen Protestrabbinern der Borwurf gemacht wird, daß sie nur gegen den politischen Zionismus und nicht gegen den Zionismus überhaupt protestiert haben und de» Vertreter der Aktionskomitees nicht aus dem Lande jagten. Der Artikel endet mit der Maxime: Zionismus, in welcher Form immer, ist Vaterlandsverrat, wer den ZioniSntus nicht oblegen will, schnüre sein Ränzel und packe sich fort!" Es g br doch nichts über den ultraradikal-chauvinistischen Liberalismus des Obstruktionshelden Dr. Zoltan Lengyel und seiner ueomagy irischen Mitarbeiter! Brief aus Rußland. Petersburg, Mitte August. Nach dem Tode v. Plehwes die Geburt des Kronprinzen Alexis und inzwischen ununterbrochene Verluste auf dem Schlachtfelde! Lauter wichtige Ereignisse von tiefer, einschneidender Bedeutung, lauter Motive, nm die leitenden Kreise Rußlands zur Besinnung, zur Umkehr zu führen. In den liberalen und hauptsächlich in den jüdischen Kreisen gab man sich auch der Hoffnung hin, daß diese Ereignisse den langersehnten Umschwung in der Hofpolitik bringen und wenigstens die Umwälzung im Innern des Landes in Zukunft unblutig, durch ein Machtwort von oben vor sich gehen werde. Wozu es leugnen, man rechnete mit solcher Bestimmtheit auf die menschlichen Regungen im Herzen des Kaisers, daß man in der ausländischen Presse schon von Amnestie, „neuem Kurs", Gleichberechtigungder Jude n, ja sogar von Verfassung u. dgl. m. als positiven Folgen der Geburt des Kronprinzen sprach. Nichts von alledem ist bis sitzt eingetreten, und der russischen Bevölkerung, besonders der jüdischcn, hat sich bittere Enttäuschung bemächtigt, wenn auch ein großer Teil noch immer nicht die Hoffnung auf eine Aenderung der Dinge aufgegeben hat. Unsicherheit in jeder Beziehung ist die Signatur der Lage und es ist psycholoisch interessant zu beobachten, wie die Verordnungen und behördlichen Verfügungen der jüngsten Zeit ängstlich gewogen und gemessen werden, um aus ihnen hoffnungsvoll das Dämmern einer neuen Aera oder resigniert das Weiterwalten des alten Plehweschen Gastes herauszulesen. Ich will Ihnen hier einige dieser Nachrichten wiedergeben. Ein hervorragender Financier (sic!) aus Odessa erhielt vor einigen Tagen ein Telegramm aus Petersburg, aus welchem hervorgeht, daß der Mlnisterrat nach Durchsicht der Gesetze über das Str-afrecht der Juden in Rußland beschlossen habe, den ersten Absatz der Gesetze vom Jah-e 1882, betreffend die jüdiichen Gewerbetreibenden, die Kaufleule erster Gilde und die akademisch Graduierten auszuhcben und allen diesen Kategorien die Niederlassung in allen Städten und Dörfern zu gestatten. Außerdem sollten den Kaufleuten erster Gilde (!) noch weitere Begüirstigungen gemacht werden. (Inzwischen sind eine solche geschriebene Rolle abkaufen, dock wollten sie dieselbe um keinen Preis hergeben. Nach längerer Unterredung zog sich Scheich Jakub mit seinen Begleitern ins Lager zurück, während Dr. Pterotti auf seinem Rastplätze verblieb. Bald darauf erschienen Boten des Scheich mit Geschenken für den Gast, bestehend aus einem Lamme, Milch, Datteln rc. Dr. Pierotti erfuhr von den beiden Boten noch manches über die Beni-Rechab. Der eine hieß Josef Sohn des Jakob, der andere Moses Sohn des Reuben. Lttzterer war verlobt. Seine Braut hieß Ketura Tochter des Perez. Dr. Pierotti machte hierauf dem Scheich einen Gegenbesuch, dai>kte für die Bewirtung und erhielt die Erlaubnis, das Lager und ein paar Zelte zu besichtigen. Das Lager hatte schon von außen ein besseres und reinlicheres Aussehen als gewöhnliche Beduinenlager. Die Zelte hatten konische Form und waren ans dunklen Stoffen. Das Zelt des Scheichs war etwas größer und besser möbliert, als bte anderen. Als das schönste Zelt fand er das des Chacham der Abteilung, namens Eliphas. Dr. Pierotti versuchte mit demselben ein Gespräch anzuknüpfen, fand ihn jedoch sehr zurückhaltend und wortkarg. Doch erkannte er so viel, daß Chacham Eliphas in der Bibel recht wohl bewandert sei. Er wiederholte im Lager den Versuch, eine geschriebene Rolle zu erwerben, aber mit demselben Mißerfolge. Auch mehrere Frauen hatte er Gelegenheit im Lager zu sehen. Der Typus der Männer ist wie bei den Beduinen im allgemeinen, jedoch sehen sie vornehmer und reinlicher auS. Sie sind meist hochgewachsen, mit stolzem, kühnem Blick. Die Weiber sind hübsch, mit stolzem Blick und nicht tätowiert wie andere Beduinenweiber. Die Kleidung der Männer besteht aus einem langen Hemde, darüber eine weite, vorn offene blaue Tunika mit breiten Aermeln und einem Gürtel aus Leder oder einem Wollstricke, Bei Vornehmeren und Reicheren ist die Turiika etwas länger. Manche tragen auch eine kurze weiße Unterhose. Biele tragen

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