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Jüdisches Volksblatt · 1904-08-19 · 34 (19.8.1904) · p. Seite 2

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
6 (1904)
Issue
34 (19.8.1904)
Date
1904-08-19
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Wien, Fieitog JlSMhii VitoMiHi 19. August 1904 hr. 34 die Juden sich mit den Polen verschmelzen könnten. Wenn diejedoch im Laufe der Jahrhunderte nicht geschehen ist — und das soll angenagelt werden — so liegt der Grund hierfür in der feindlichen Haltung des polnischen Volkedieser Bewegung gegenüber, in der stolzen Zurückweisung aller Annäherungen der Juden fettender Herren des Landes. Der Autor konstatiert sogar einen Rückgang der AffimilationSbewegung in den letzten zwei Dezennien, welcher auf die Entstehung der jüdisch-nationalenBewegung zurückzuführen ist. Diese Bewegung ist nach der Meinung des Autors ganz zwecklos, denn die Wiedererweckung des jüdischen Volkezu neuem Leben sei ausgeschlossen und durch diese Bewegung werde die Assimilation nur aufgehalten. Nichtdestoweniger gibt der Autor zu. daß die Juden dieser nationalen Bewegung viel zu verdanken haben, sie erweckte in ihnen den Stolz, das Ehrgefühl und das Selbstbewußtsein. ,,Wenn die Natioialjuden — sagt Dr. A. wörtlich — uns fragen: „Warum werft ihr euch eine» Volke an den Hals, welches euch nicht haben will, warum drängt ihr euch an ein Volk heran, welcheeuch zurückstößt? Da habe» wir nichts zu erwidern und müssen darauf die Antwort schuldig bleiben. Dieser nationale Stolz und dieses nationale Bewußtsei« ist es, wodurch die Nationaljuden uns Überlegen fiud und daihnen soviel Anhänger wirbt." Der geehrte Autor gibt also unumwunden zu, daß die Polen — also daS Volk, mit welchem wir uns vermengen sollen — uns durchaus nicht haben wollen, uns direkt zurückweisen, er gibt unumwunden zu, daß die Polen den AsfimilationSbestrebunge» der Juden feindlich gegenüberstehen, und nichtsdestoweniger rät uns der Autor, von diesem Bestreben nicht abzulassen, sondern beharrlich fortzufahren, uns mit den Polen zu vermengen, die Organisation des polnischen Volkes zu fördern, in diese Organisation einzudringen und zu trachten, ein Bestandteil dieser Organisation zu werden. Wir müssen, — doziert Herr Dr. A. weiter — unsere Jugend in polnischnationalem Sinne erziehen und immer und überall den Grundsatz vertreten, daß es keine jüdische Nation gebe, daß die Juden — Polen find und zu« polnischen Volke gehören!? Der geehrte Autor scheint die Widerspräche in seinen eigenen Ausführungen nicht gespürt zu haben, denn er gibt uns kein Mittel an, womit wir den Widerstand der Polen gegen unsere Assimilationsgelüste brechen könnten; aber wenn es gar dieser Mittel nicht bedürfte und wenn es der Million Juden Galiziens wirklich gelinge« sollte, in den Schoß des alleinseligmachenden Polentnms Aufnahme zu finde», würde dadurch die Judenfrage gelöst werden? Und was soll mit den Juden Rußlands uud Rumäniens geschehen? Sollen diese etwa sich auch assimilieren? Wir möchten Uns aber auch noch eine Frage erlauben: Welche- Notwendigkeit zwingt uns dazu, gegen de« Willen der Polen uns mit diesen zu assimilieren, welche historische, ethische oder ethnographische Berechtigung könnte hierfür angeführt werden. Die Zahl der Polen — welche sich durch die Ruthenen in ihrer Hegemonie bedroht fühlen — um eine Million zu vergrößern, ist noch kein ausreichender Grund hierfür, daß wir uns unseres Nationalgrfühls entäußern. Würde Herr Dr. A. — als Pale — den Pole.« in Preußen etwa auch a«raten, daß sie Deutsche werde«, daß sie ihre Kinder in deutschnationalem Sinne erziehen, daß sie ihnen sagen sollen, es gibt keine polnische Nation und sie seien Deutsche, um auf diese Weise die brennende Pole »frage in Preußen z» lösen? Nein! DaS wird Dr. ,A. den Polen gegenüber niemals wagen, und doch gibt es kein politisch unabhängiges Polen, so wie es kein politisch unabhängiges Judentum gibt, und doch haben die Jude» keine weniger ruhm- / Vater nach langen Nachdenken vernehmen „er ist «in reicher Witwer, der «ach New-Nörk kam, um hier eine Partie zu such»»?" i,So steht die Sache nicht", erwiderte Chone. '„Eigentlich kam er in geschäfNlchW AngelegeU^este» hieher.' Da ich ihn aber schon von ftW her keutztz und weiß, daß er Witwer geworden, knüpfte ich ei« Gespräch mit ihm an und frug so nebenbei/ ob er nicht geneigt wäre, ein schönes, junges Mädchen zu heiraten, worauf er «einte, daß er, falls sich ihm etwas Rechtes treffm würde, ohne weiteres heiraten möchte." „Well*, rief nun die Mutter entschlossen, „mag er nun kommen. Erst sehen und hören und dann können wir weiter reden." Choae der Schadchen strich zufrieden über den länge« „Eigentlich hat er schon alles .gesehen", warf er mit der größten, Seelenruhe ein. „Der untersetzte, dicke junge Man», der gestern bei Euch», unter irgend eine« Vorwände Myesprochen. ist der reiche Witwer aus Nashwill. Er hat Eure, Töchter genau besichtigt und sich für Eure Jüngste, die Kleine entschlossen." Wieder trat Grabesstille ein. Die beiden Eheleute blickten rtuander an, als wollten sie ans den Auge» die Gedanken des andere« erraten. Endlich unterbrach der Mann das Schweigen. „Ist er wirklich so reich, wie Sie glauben?" i- -„Aber, lieber Freund," antwortete d»r Schadchen ereifert, //der Mann macht ja Geschäfte auf schwere Tausende,!. Uebrigeus, waS'brauchen Sie zu 'zweifeln? Gehen Sie -doch.: selber, wohin Sie wollen und erkundigen Sie sich über Max Goldstein aus Nashwill und Sre. werden hören, auf wieviel man ihn -schätzt. -Ihr-sollt ja Gott danken, daß.sich,sy >im Mann -io den Kopf gesetzt hat, Eure Tochter ohne einen Heller Geld-zu heiraten, Sie kommt in eine wahre Schmalz-/ grübe hinein, nah. wird es bei chm habe»,, wie eine Küvigiu, umgebe» von Dienstboten und Negern, im Besitze von Pferden und Equipagen. Zolgen Sie mir uud lasse» Sie Ihre jüngste reiche Vergangenheit, keine weniger heilige Tradition als die Polen; was für die einen recht, soll für jdie anderen billig sein, Herr Dr. A.! Der geehrte Autor behauptet zum Schluffe, baß die J»den vorläufig noch keinen eigene» Staat begründen können, daß sie somit streben müssen, mit ihren Mitbürgern in Frieden und Eintracht zu leben und an der kulturellen und wirtschaftliche Hebung des Landes mitzuarbeiten; damit stimme ich überein, wir wollen alle Bestrebungen der Polen um die Hebung des Landes — soweit sie ernst gemeint und nicht gegen unsere Lebensinteressen gerichtet find — ehrlich uud tatkräftig unterstützen; uns aber unseres Nationalbewußtseins entäußern, unsere Vergangenheit, unsere Tradition verleugne«, unseren Kindern sagen, daß eS keine jüdische Nation gibt, daß sie Polen seien — nein! Herr Dr. Aschkeuazy, daS wollen wir nicht, das werden wir nicht tun, daS verbietet uns unser Ehrgefühl. Das wäre Verrat und Fahnenflucht! Desider Harlig. Die wissenschaftliche« Leistungen der Deutschösterreicher in rafsenlhroretischer Beleuchtung (Frei nach Dühring und Ehamberlain.) Laffalle sagt bekanntlich, wenn. man seinen Gegner von der Haltlosigkeit seiner Ausführungen überzeugen wolle, dürfe man niemals feinen eigenen Standpunkt verfechten, sondern müsse immer den seines Gegners einnehmen. Denn sonst könnte man feinen Widerfacher niemals überzeugen, weil sie dann zweien Fechtern glichen, die von dem entgegengesetzten Ende eines Saales aufeinander losschlügen, ohne sich gegenseitig zu treffen. Bon der Wahrheit dieser Worte ist man umsomehr überzeugt, wenn man die Verteidigungen hört, die gegen den Borwurf der Minderwertigkeit der jüdischen Rasse ins Treffen geführt werden. Die einen verweisen auf die große Beteiligung der Juden in Kunst und Wiflenschast, die anderen aus die Bedeutung des Judentums als rührigen Kulturbeweger, die dritten auf den furchtbaren Kampf ums Dasein und aus das Fehlen eines Territoriums, demzufolge wir in bedeutendem Nachteile gegenüber anderen Völker seien und trotzdem geistig unverhältnismäßig mehr leisten. Das ist ja alles richtig. Überzeugt aber nur den objektiven Arier, der sich überzeugen lasten will, nie aber die von nationalem Chauvinismus durchsetzten Urgermanen. Denen muß man in ganz anderer Weise antworten. Geradeso wie vor einigen Jahren die jüdischen Studenten, obwohl Duellgegner, zum germanischen Säbel griffen und die Verachtung, die man für di» Juden hatte, dadurch: zu Respeckte vbr. ihwm. verwandelte,geradeso, müssen wir unsere Feinde mit denselben geistigen Waffen bekämpfen, mit denen sie uns angreifen, mit der so hochmodernen Raffentheorie. ■ L Vor acht Jahren erkannten die Wiener deutschnationalea Studenten die überlegene Waffenführung der jüdischen Studenten am Sie erklärten sie für satisfaktionsuafähig. Dadurch bekannten fit urbi et orbi ihre Furcht npt den jüdischen Klingen, die sie allerdings durch eine geheuchelt« .Judenverachtung und Roheiten gegen vereinzelte Studenten, natürlich nur wenn sie in Rudeln beisammen waren, zu.bemänteln suchten. Aber auch wir könne« es dazu bringen, daß mit der Phrase von der Sterilität un,d Minderwertigkeit her jüdischen Rasse nicht mehr, so verschwenderisch umgegangen rvird. Freilich wird selbst, nach den klarstenBeweisenvomGegenteiseso mancher Echrisllester/in seinem jämmerlichen Deutsch unS die Ueberlegenheit Tochter mit ihm zusawmenkommen, damit.Sie sich sehen qnd wen« alleglatt abläuft, mache« wir. rasch Hochzeit. " . „Können Sie ihn vielleicht gleich herbringen?? sxagt nun der Vater. - *' * •; ••■■■.'. - „Ich bitte, sofort, in einer Minute/' - „Beansprucht er Geld oder'irgendwelche Geschenke?" „Er verlangt gar nichts. Ihm gefällt das Mädchen und dagenügt ihm". „Wo kann ich über ihn Erkundigungen einziehen?" „Bei seinen Geschäftsfreunden. Man kennt ihn hier fast in allen Großhandlungen". „Dann meinetwegen, lassen Sie ihn kommen", sägten hie Eltern auf einmal. r „Die Kleine" war während dieser ganzen Unterredung nichj anwesend. Am Abenh des darauf folgenden TageSwurde die Verlobung abgehalten.. Der Mann vom Südend erschien in eiuem schwarzen Salonanztzg, ßlänzeNdtm Zylinder. Auf den Hemdbrust gläsizte ein großer Brillant. Kyrz, er sah aüs Wie ein Magnat. Reben Hü, saß' die junge Vravj,' Adle Kleine", während die älteren Schwestern vorBexdrüßfich ganz fern hielten. , . „Der Bräutigam' ist feine 100.QÖÖ Rubel wertflüsterte dH Schadchen einem der Gäste ins Ohr, „Pas.ist Mistex Max Gpldstein dpü NüShwill, .ein grdsitr Kaufmann vom SÜdend^ rannte er einem zweite» zu. - ' „Er nimmt das Mäde^ wje es gßht/und steht und führt sir in eine königliche Behausung, mit Dienstboten und Negern", vertraute er eitlem DsittHr;; . „Alle jüdischen Kinder -sollen ein; tyiplf GM.MachM/ rief er/ dann laut, als die Häste sich verabschiedeten und oie Berlobuugefeiev ihr Ende Nahm- Drei Monate /später herrschte , in demselhen Häufe, wo dar fröhlichen BeÄybuvgSfe^r.ei«' noch fröhlicheres, Hpchzeirs. 'fast gefolgt war. große PieheMschlagknheit sipd praller, Hins .eben eingelavgter Brief von * M' -YerheHäteW.' .ftttltyni./Wursachie den arW« Eltern, die wegen/des großen Glückes ihrer Tochter in Freude und Stolz geschwelgt hatten» unsägliche Kummer. Der Brief lautete: der deutschen Edelrasse zu veranschaulichen suchen, vielleicht wird man uns gleichsam auch die intellektuelle Satisfaktion verweigern, aber dann werden es selbst die größten Chauvinisten nicht mehr so ohne weiteres glauben, geradeso wie heute kein deutscher Student Mehr ernsthaft an die Feigheit der Juden glaubt. Wenn Herr Jro anläßlich des Falles Lenel behauptet, „das Judentum mache in Wissenschaft", ohne schöpferisch zu sein, so möchte ich ihn bitten, mir etwas von der Produktivität der Deutschösterreicher zu erzählen. Vielleicht liegt sie darin, daß die geistigen Bedürfnisse der Deutschösterreicher fast ausschließlich von Juden bestritten werden, die großen Zeitungen und Revuen Oesterreichs von Juden herausgegeben und redigiert werden und daß von zehn guten Aufsätzen in den österreichischen Blättern gewöhnlich acht von der Feder eines Juden herrühren, während der Stil der teutschen Schriftleiter sehr an das Geheul der Werwölfe erinnert. Oder spricht vielleicht die Tatsache für die geistige Ueberlegenheit Deutschösterreichs, daß die Universität-Professoren, die einen europäischen Ruf genießen, meistens Reichsdeutsche oder Juden sind? Hier nur einige Namen: Hueppe, der so bedeutende Hygieniker an der Prager Universität, ist geboren in Berlin, Meynert, der geniale Begründer der neueren Psychiatrie, geboren tri Dre s d en. Krafft-Ebing, der so vorzügliche Lehrer und edle Mensch, geboren in Bonn, Nothnagel, der berühmte Internist, geboren in Brandenburg. Man kann also nzit Beruhigung annehmen, daß, wenn an unseren Hochschulen ein Lehrer über da- Mittelmaß emporragt, er gewöhnlich »in auswärtiger Deutscher ist. Und wenn sich unter den deutschen Oesterreichern ein» bedeutende Kraft findet, so können ihr die Slawen und Juden immer eine gleichwertig« Kapazität ent« gegenfteyen (Gussenbauer - Albert. Czyhlarz - Unger, Lammasch-; Glaser). Wirklich bedeutende Erscheinungen in der österreichischen Gelehrtenwelt sind Mach und Anton Menger. Mach stammt aber aueiner tschechischen husitischen Familie auS Mähren. Menger ist ein Mann von ungemein schöpferischer Kraft, der bedeutendste Gelehrte, den Deutschbsterreich hervorgebracht hat. (Ueberdies soll Menger von jüdischer Abstammung sein). Jedenfalls für ein Neunmillionenvolk sehr viel!? Ich würde überhaupt, wenn ich Deutschösterreicher wäre, mich ausS tiefste schämen, daß man gegenüber den Stammesbrüdern aus dem Reiche, mit denen man ja so freudig den Zusammenhang b«kennt, sich immer seiner so unendlichen Minderwertigkeit bewußt sein muß. DieS fühlte auch vor zwei Jahren Abgeordneter Berger, als er. gereizt durch die tscyechische Kritik, behauptete, die Deutschösterreicher seien den Reichsdeutschen ebenbürtig. Jedoch «S ertönte von den slawischen Bänken ein solches Hohngelächter, daß die Deutschen in ihrer gewohnten Bescheidenheit und ihrem Ueberlegenheitsgefühl mit keine» Zwischenruf reagierten. (Nach der Debatte über die slowenische Universität). Bei den letzten Wählen in die Äerztekammer wiesen dre antisemitischen Aerzt« auf die glänzende Wiener medizinische Schule hin, die durch die Sterilität der jüdischen Rasse so rief gesunken fei. Nun, wer waren denn die berühmtesten Vertreter der Wiener Schul.? Hyrtl, ein Deutscher auS Ungarn, Skoda und Rokitansky, Slawen, Und Mauthner, Jude, und Semmelrveiß, Ungar, können mit Hebra und Oppolzer verglichen «erden, ohne kleiner zu erscheinen. . . Wenden wir uns anderen Wissenschaften zu, so finde« wir in der Physitk den Nam n Christian Dopplers, eine- Salzburgers. Er veröffentlicht« eine Menge glänzender Arbeiten, war ein tüchtiger Forscher und Lehrer, aber selbst seine ergebensten Freunde werden nicht die Behauptung aufstellen, daß er die Physik in .ganz .neue Bahnen gelenkt hat.. Jedenfalls kann er sich . än Bedeutung mit unseren Heinrich Hertz nicht messen. Liebe Eltern! . Entschuldiget, daß ich Euch solange die Wahrheit verheimlicht habe. Der Mann, der mich aus meinem ruhigen Heimweggelockt hat, ist tatsächlich -ein Witwer mit zwei Kindern, wie der Schadchen behauptet hat.' Dafür aber besitzt er keine 100.000 Dollar, ist-im ganzen ein recht ein armer Teufel, der im Geschäfte seine- Onkels, des reiche» Max Goldstern von Nashwill mit/ einem Wochenlohn von 15. Dollar bedienstet ist. sinh sageh meinen Schwestern, daß sie sehr, wenig Grund haben, mich wegen VeS Mannes vom.Südend zu beneiden, dem ich selber blindes Vertrauen geschenkt . habe , und den ihr für einen reichen Mann hieltet. Bleibet gesund und seit vorsichtiger mit Euerer Anny und Euerer Fanny als Ihr es wäret mit . Euerer kleinen/ Jenny / Die Eltern und Schwestern brachen nach Durchlesen, des Briefes in Träne» , aus. . / ' Arme Ie»ny. klagten sie alle. Wie sehr haben wir Dich beneidet um Dein Glück. Nun ist über pns' «in solches Weh gekomyten. Gott strafe den Schadchen! .U » t er b i.ele.r U eb e r s ch r i ft ve röffeutl i ch i d as „Leipziger Tag«v la,tt", dem niemand ili der Welt phijosem.ttische Tendenzen yqchrühu«en wird, einen ihm a»S feinem Leserkrelfe zugegangenen Artikel. Der Artikes sautet : „Die jährlich« Fetienreise, bi«;/ic&, eiii ftiie aöe Jahre nach 'der See unternehme.'ist für mich im tze,ftigen wie jm körperlichen Sinne ein Bad der Wiedergeburt. N'cht allein erlangen hier , die erschlafften Nerven ihre Spannkraft wieder, sondern ich empfinde es auch wie eine morattsche Reinigung u;ib Läuterung, mich einmal wiedef deu^ Busen /her Natur nahe zu wissen, und Imit Menschen/ verkchreu'/zu können, die in weniger differenzierten LebensÜerbältuissett ejistierev; ätS wir beneidenswerten oder beklagenswerten Großstädter. Ntch

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