Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 6 (1904)
- Issue
- 25 (17.6.1904)
- Date
- 1904-06-17
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt. 17. Juni 1904 Nr. 25 Seite S Doch auf dem offenen Markte sprechen die Weisen der verschiedenen Parteien, der Sozialdemokraten, Tschechen, Klerikalen usw., und sie alle raten den Staatsstreich von oben. Die einen Mit reaktionären Gelüsten, die anderen aus Verzweiflung darüber, daß dem Reiche anders nicht zu helfen sei. Geht es so weiter, und mehr als ein kurzer Stillstand im Kampfe ist im besten Falle nicht zu gewärtigen, dann müssen die Regierungen tvirklich eines Tages am. Ende ihres Lateins anlangen und sich zu einem Getvaltstreiche entschließen. Zwei verschiedene Wege werden vor den Machthabern liegen: der eine führt tiefer ins 20. Jahrhundert hinein, der andere in die Vergangenheit zurück. Kein Zweifel, der Truck auf die Krone, nach rückwärts zu tauchen, wird stark sein, denn die Disposition zu einem Versuch mit dem „Absolutismus auf Widerruf" ist in gewissen einflußreichen Kreisen stark entwickelt. .Was dieser Schritt zu bedeuten hätte, braucht nickI gesagt zu werden. Vielleicht aber behält Oxensticrna unrecht, vielleicht wird man maßgebenden Ortes vor der Tragweite eines solchen Entschlusses zurückschrecken und sich anschickcn, die Fesseln zu lösen, unter denen heute die Nationen schmachten, dem Volke seine Rechte zu geben und Liebe zu säen, um Liebe zu ernten. Angesichts dieser Möglichkeit allein ist es schon Pflicht, immer wieder und wieder darauf hinzuweisen, daß es nur eine wirkliche Rettung für Oesterreich gibt, die Umkehr vom Absurden zur Vernunft, zum demokratisch nationalen Bundesstaat. Die Negierung, die das Schicksal mit einer so hohen Sendung betrauen wird, möge mit Mut an das mißliche Werk gehen, eine Verfassung umzumodeln — geschieht dies ja zum Wöhle der Völker. Vor dem Richterstuhle der Weltgeschichte kann sie jenes großen __ Mannes des Altertums gedenken, der auf die Frage, ob er die Gesetze gehalten, antwortete, er habe das Vaterland gerettet! Sommerstimmung im Kultusleben. Im Vorstande der Wiener Gemeinde werden in den letzten Tagen besonders viele Komissions- und Vertreter- Sitzungen abgehalten. Man hat offenbar das Bestreben, die wichtigen Angelegenheiten rasch zu erledigen, um sich dann ungestörter den Ferialfreuden übe» lassen zu können. Der heurige Herbst bringt bekanntlich wieder Kultuswahlen und man kann nicht wissen, ob nicht eine vorherige Stärkung für den Wahlkampf notwendrg sein wird. Beim Abschluß der letzten Arbeitssaison ziemt es sich wohl, einen Rückblick auf die Ergebnisse derselben zu werfen. Von eigentlichen Ergebnissen kann aber diesmal nicht recht die Rede sein, weil das Regime des jetzigen Präsidiums von so kurzer Dauer ist, daß man die vollständige Beseitigung aller von uns seit Jahr und Tag bemängelter Mißstände innerhalb derselben vernünftiger Weise nicht fordern könnte. Als ein wichtiges Ergebnis der jüngsten Zeit müssen die oppositionellen Parteien gewisse Symptome ansehen, welche darauf hindeuten, daß das jetzige Kultuspräfidium, wenn auch nur langsam jene Bahnen zu betreten beabsichtigt, welche wir als die einzig möglichen behufs Durchführung eines gesunden Kultusprogrammes von jeher vorgezeichnet haben. Solche Ergebnisse sind zum Beispiel: die Aktion des Kultuspräsidiums behufs Gründung eines „Jüdischen Kolonisationsoereines für Palästina" und die Errichtung eines Bureaus für jüdische Statistik. Die Erfüllung einer von uns seinerzeit gestellten Forderung, nämlich die Bestellung eines jüdischen Portiers für die Seitenstettengasse, wollen wir auch nicht übergehen, da sie wohl an und für sich keine große Aktion bedeutet, aber für den neuenKurs in derAuffassung der sozialpolitischen Pflichten der Führer der Kultusgemeinde jedenfalls symptomatisch ist. Die oppositionellen Parteien sind diesen Bestrebuugen umso sympatischer entgegengekommen, als sie es nie verfehlten zu betonen, daß ihr Kampf sich nicht gegen Personen, sondern gegen ein dem Judentum schädliches System richtet. Die Pflichten der Opposition können aber keineswegs mit der Kenntnisnahme des guten Willens aufhören. Sie muß vielmehr gerade zur Unterstützung des geäußerten guten Willens ihre Kontrolle auch weiter ausüben, ihre Forderungen aufrecht erhalten und darüber wachen, daß dieselben allmählich in Erfüllung gehen. Solange unseren Forderungen ein schroffes non possumus entgegengestellt wurde und sie oft nur deshalb abgelehnt wurden, weil sie von der Opposition kamen, mußte der Ton, in welchen wir unsere Forderungen stellten ein desto energischerer sein. Nun aber, da sich in der Seitenstettengasse die Geneigtheit zeigt, nicht nur vorübergehend lieben Friedenswillen einen wirklich neuen modernen Kurs einzuschlagen, erachten wir es als unsere Pflicht, dieser geänderten Situation gegenüber eine zuwartende Stellung einzunehmen und bei voller Aufrechterhaltung unserer, das Gesammtjudentum betreffenden Forderungen dieselben der jeweiligen Haltung des Kultusvorstandes entsprechend von Fall zu Fall zum Ausdruck zu bringen. Mit diesen Gefühlen lassen wir den Kultusvorstand in die Ferien ziehen und wir werden die Ersten sein, die eS mit Befriedigung begrüßen werden, im Herbste konstatieren zu können, daß dem im Frühling geäußerten, kundgegebenen guten Willen mit Beginn der Arbeitssaison die befriedigende Tat gefolgt ist. Gattzische Streiflichter. Der „ägyptische Märchenerzähler". — Kaufmännischer Landespatriotismus. Zwischen den Worten und Taten der führenden Politiker des Polenklubs gähnt eine unüberbrückbare Kluft. Auf sie paßt der Heine'sche Vers: „Sie trinken heimlich Wein und predigen öffentlich Wasser". Graf Wojtek Dzieduszyzki gehört zu den Schönrednern, von deren Lippen süßer Honig fließt, die aber Wachs in den Ohren haben, wenn es gilt die Fesseln der Bauern oder der Juden ein wenig zu lockern. Wenn man die letzte Delegationsrede des hochgeborenen Grafen, den seine Landsleute, infolge seiner Ausflüge ins Land der Romantik und seiner phantastisch konfusen Bücher, spöttisch den „ägyptischen Märchenerzähler" nennen, liest, so muß man ihn für einen wahren Apostel der Toleranz halten. Wir zitieren die Rede im Wortlaute: „. . . . Es handelt sich darum, daß in der Türkei im Namen Europas ein Zustand abgeschafft werde, bei welchem Völker undKonfessionen von einem anderen Volke und voneiner anderenKon. fession unterdrückt werden. Es ist zu hoffen, daß das Werk, das den Sieg der Gerechtigkeit in der Türkei herbeiführen wird, das Gefühl der Gerechtigkeit auch bei allen Staaten Europas erweckt und daß so der Zukunft das Schauspiel «ÄE' werden'wird, das 'wir jetzt leider auch noch in Europa sehe* müssen, daß in manchen Staaten Ausnahmsgesetze gegen gewisse Nationalitäten und Konfessionen und gegen dieNachkommen gewisser Völker noch bestehen, daß in anderen Staaten gar solche Ausnahmsgesetze erst eingeführt werden . ..(Sehr richtig l bei den Polen). Der Bericht verzeichnet, daß dem Sermon, lebhafte Zustimmungsrufe der Klubangehörigen des Grafen gefolgt sind. Hat sich der Polenklub und insbesondere Graf Dzieduszycki wirklich dazu aufgeschwungen die Gleichheit aller Staatsbürger anzuerkennen und auch den Juden die Freiheit des Erwerbes und die Ausübung seiner Rechte zu gewährleisten? Im Gegenteil! Graf Dzieduszyzki steht mit einigen Bischöfen an der Spitze der „Köika rolnicze", die dem jüdischen Kleinhändler die unwürdigste Konkurrenz machen. Unter dem Vorsitze desselben liberalen Grafen fand erst kürzlich ein Delegiertentag der Konsumgenossenschaften statt, an welchem die Gründung großer Einkaufsveremigungen beschlossen wurde, um dem jüdischen Kaufmanns den Lebensfaden gänzlich zu unterbinden. So sieht die Judenfreundlichkeit der Herren, die »gegen Ausnahmsgesetze und gegen Unterdrückung gewiffer Nationalitäten und Konfessionen" so pathetisch ihreMimme erheben, defakto aus. Durch süße Worte suchen sich die Herrrn vom Polenklub die Wahlstimmen der Juden zu erhalten und durch vernichtende Schläge gegen deren Existenz bekunden sie ihren polnischen Patriotismus auf der einen Linie durch Mißbrauch des Verwaltungsapparates gegen die radikalen Parteien, auf der anderen durch wirtschaftliche Schmutzkonkurrenz gegen die Juden — zwei Seiten einer Medaille .... * * * In Galizien sucht man gewaltsam eine nationale Industrie zu züchten. Es werden Fabriken erst aus der Erde gestampft, um dann wieder in ihr zu verschwinden. Die ganze Herrlichkeit dauert gewöhnlich solange, bis die Oeffentlichkeit auf den Schwindel gekommen ist. Um das Volk bei guter Laune zu erhalten, muß man schon etwas Neues aushecken, da das Alte nicht mehr zugkräftig ist. Das Schlagwort „nationale Industrie" umnebelt noch immer die naiv'patriotischen Gemüter. Um an einem Beispiele die Schleuderwirtschaft solcher Unternehmungen darzulegen, wollen wirfolgendem Skandal, den derLemberger „Monitor" aufgedeckt hat, eine etwas größere Verbr-itung sicheren: Vor einiger Zeit wurde mit großem Applomb und bedeutender Kapitalsinvestition eine Act. Ges. „Tlen" in Lemberg ms Leben gerufen, die sich vornehmlich mit der Erzeugung chemischer Artikel beschäftigt. Die antisemitischen Gründer vermaßen sich in ihrem Programme die Behauptung aufzustellen, daß die Fabrik den ausländischen Etablissements vollkommen ebenbürtig sei. Vor Kurzem erhob nun der „Monitor" sehr bedenkliche Vorwürfe gegen die Gebahrung des „Tlen", die er durch Zeugen und Vorlage von Warenproben zu beweisen sich bereit erklärte. Das Blatt behauptete, daß die Fabrik nur minderwertige Waren erzeuge und diese als Primaqualitäten auf den Markt bring». Unter dem Eindrücke dieser Anwürfe begann die Direktion die Fabrikation zu verbessern und forderte eine fachkundige Kommission auf ich von der Vortrefflichkeit der Erzeugnisse zu überzeugen. Die Produkte der letzten Epoche wurden am „Prüfungstage" den Kommissionsmitgliedern förmlich unter die Nase gerieben. Schon wollten sie der Direktion das beste Wohlverhaltungszeugnis ausstellen. Da fanden sie auf einmal in einem Nebenraume unbrauchbare Tinte, leichtes, unverwendbaresParfüm und mußten,nolens volens, die Richtigkeit der Ausführungen des „Monitor" feststellen. Solche Betriebe werden geschaffen, um den „jüdischen Schwindel" entgegenzuarbeiten. In Wirklichkeit aber düpieren sie nur die Leute, die blind auf sie vertrauen. Sie inserieren sogar in jüdischen Blättern, um ihren Pofel loswerden zu können. Dann hüllen sie sich in ein patriotisches Mäntelchen und schreien: „Hoch das Polentum!" Ihre Seife und Parfüms sind jedoch genau von so minderer Oualität wie die geschäftlichen Ambitionen der Gründer. In der nächsten Zeit wird in Lemberg eine Ausstellung galizischer Landeserzeugnisse veranstaltet werde«. Selbstverständlich werden die Erzeugnisse des „Tlen" in einem eigenen Pavillon den bewundernden Blicken preisgegeben sein. Die Schläge der Reklametrommel werden sehr wuchtig geführt und die Farben der in allen Städten Galiziens, Die Repatriierung -er spanischen Juden. Von Dr. Angel Pnttdo. Aus dem Spanischen*) von Jakob Krausz. (Fortsetzung.) Es ist aber ganz natürlich, daß bei Berücksichtigung all' des alten Kummers trotz alledem von einer wahren Liebe zu Spanien oder von einer außerordentliche!, Hinneigung nicht die Rede sein kann, aber die Juden sind gewissermaßen überall das verfolgte und entrechtete Volk und ihr vergangenes une auch ihr gegenwärtiges Unglück mildern die Abneigung und schwächen den Protest, welche durch die Ungerechtigkeiten und Verfolgungen der Geschichte in ihnen erweckt werden könnten. So kann es z. B. beobachtet werden, daß, wenn die Juden auch der seit Jahrhunderten währenden schrecklichen Schicksalsschläge gedenken, nie in als Klagen oder Zornausbrüche über ihreLippen kommen, sondern eine resignierte, schmerzliche Lamentation, welche eine Hoffnung auf Besserung und eine gerechte Anerkennung in der Zukunft ein räumt. Unter den vielen spanischen Juden, mit denen ich sprach, äußerte sich mir nur ein Belgrader Kaufmann, dessen Geschäftsläden sich in der Nähe des Konaks befanden, in scharfe» grollenden Worten über die Vertreibung durch die katholischen Könige. Es war ei« Jude in vorgeschrittenem Alter, der m i t E i f e r u n d i n beleidigtem Tone die Idee, nach Spanien zurück z u k e h r e n, z u r ü ck w i e s. Sein Sohn, ein stattlicher Jüngling, der im Laden anwesend war, hörte lächelnd zu, .aber in seinen Bewegungen schien die Frage zu liegen: Warum? Wozu sich jetzt über Dinge zu erregen, die vor so vielen Jahren geschehen sind? . .. 16 Tage und wurden dann alle zusammen nach Port-Arthur geführt. j Achtundvierzig Tage lang mussten wir auf der Bahn fahren.; Wir sind dabei körperlich so herabgekommen, daß Du mich heute nicht mehr erkennen würdest. Zu essen bekamen lvir nur einmal in 24 Stunden und das auch in solch geringen Quantitäten, daß es: zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig war — die wenigen j Kopeken habe ich auf der Reise bald verzehrt und jetzt stehe ich ohne Kopeke da und Du tveißt ganz gut.daß man als russischer Soldat' und Jude dazu ohne Geld ein schreckliches Leben hat. Du hast aus den Zeitungen über die Vorgänge um Port-Arthur gewiß schon er-, fahren. Die Japaner erscheinen jeden Augenblick mit dreißig vierzig Schiffen und schießen mit dreißigpfündigen klügeln auf unsere Festung. Die Kaserne erzittert jeden Augenblick so stark, : daß man sich kaum auf den Füßen halten kann. Wir kamen hier am 10. Februar au, am selben Tage noch wurden wir in des Kaisers Rock gesteckt und mit Munition ver-' sehen zur Wache kommandiert. In dieser Position stehen wir schon seit 4 Wochen und konnten bis jetzt nicht einmal Wäsche wechseln. Niedersetzen dürfen wir uns nicht; schlafen schon gar nicht und werden wir auch auf einige Stunden abgelöst, so dürfen wir, uns nicht umkleiden, sogar die ganze Rüstung müssen tvir auf den Schultern behalten, alles muß auf den Tod vorbereitet sein. Wenn er nur schon käme. Ich rnöchte ihn schon mit Freuden begrüßen,! aber wie zum Trotz kommt er erst recht nicht und nur Gotl allein j weiß es, wie lange wir uns hier werden martern müssen. Zu Pessach werden tvir Chomez essen müssen, den wurmigen Suchard, denn die Juden, die hier gewohnt haben, sind rechtzeitig geflüchtet; nur etwa fünf arme jüdische Farnllien sind zurückgeblieben, denn sie hatten nichts, lvas sie in Sicherheit bringen sollten. Diese verlangen 10 Rubel pro Person über Pessach, denn sie sind selbst sehr arm und hier ist alles unerschwinglich teuer. Woher soll ich nun 10 Rubel nehmen, wenn ich nicht einmal die paar Kopeken besaß, um ein Briefpapier und Kuvert zu besorgen. Ein jüdischer Kamerad erbarmte sich meiner, um lvenigstens auf diese Weise mein Herzleid ausschütten zu können. Unsere Leiden sind ärger als der Tod; denn wir leiden immerfort Hunger. Das ganze Essen besteht ans Bror, aber auch von dem bekommen tvir nicht mehr als 2 Pfd. pro Tag. Wer etwas Geld besitzt, kann sich hie und da mit Tee laben, Zucker kostet hier nur 8 Kopeken das Pfund. Wenn man aber auch diese 8 Kopeken nicht hat! Die Stimmung unter den Soldaten ist hier eine sehr gedrückte. Es ist auch kein Wunder. Auf die gefährlichsten Stellen ivcrden die Polen, Finnländer, Juden oder die Söhne der armen Bauern gestellt. Es ist nun kein Wunder, wenn diese keine allzu große Lust zeigen, ihr Leben für das russische Vaterland in die Schanze zu schlagen. So oft ein Kommando ertönt, erinnert sich der Pole an seinen Hingerichteten Großvater oder nächsten Verwandten oder diejenigen Landsleute, deren Knochen im fernen Sibirien verscharrt wurden. Der Soldat aus Finnland denkt an all die Verfolgungen, ivelche er und sein Volk zu Hause erlitten und noch täglich erleidet und der arme Bauernsohn, der heute bei vieltem nicht mehr so unaufgeklärt ist, als ihr es meint, weiß nur so viel, daß er sich zu Tode arbeiten niuß, wenn er nicht vorher Hungers stirbt. Und wir Juden, »voran sollen wir erst denken .... Wir müßten alle unsere Erinnerungen aus uns ausmerzen, unser ganzes bisheriges Leben mit all seinen Leiden und Qualen, mit all seiner Schmach und Schande einfach nicht gelebt haben, um auch nur einen Teil jener Lust und Freude anfzubringen, welche unsere Feinde in diesem Kriege vom kleinsten bis zum größten auszeichnet. Ich könnte Dir noch sehr vieles erzählen, aber ich weiß nicht, ob es mir gelingt, dieses Ivenige mit Sicherheit weiter zu befördern und dann, ich muß wieder zurück auf meinen Platz, zurück mit verwundeten Schultern, vielleicht treffe ich den Tod. Ehe ich schließe, mache ich Dich aufmerksam, daß Du, falls Du mir schreiben willst, den Brief nicht markieren sollst, »veil wir laut Befehl nur unmarkierte Briefe abschicken oder erhalten dürfen. Ob mich Dein Brief »och unter den Lebenden antrifft, das weiß nur Gott allein. Dein treuer S. B. ") Lu Ilustraoion Espauola y American», Nr. VII, 1904