Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 6 (1904)
- Issue
- 24 (10.6.1904)
- Date
- 1904-06-10
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt. 10. Juni 1904 Nr. 24 „Bessambetz" und „Snamja" sein Handiverk betreiben dach haben die Entschuldigungen des Herrn von Plehwe denselben Wert, wie die Erklärungen des Herrn von Tatistcheff. . ... Zweierlei Art des Antisemitismus. Wenn die Inden Oesterreichs zu einem richtigen Verständnisse der antisemitischen Bewegung gelangen wollen, dann müssen sie vor allem die Art des Entstehens und der Entwicklung der verschiedenen antisemitischen Fraktionen der Monarchie vor Augen behalten. Der Wiener Antisemitismus der . C h r i st I i ch - Sozialen, die nicht etwa bloß eine niederösterreichische Landespartei sind, sondern allmählich! auch in Böhmen, Mähr e n, S ch lesi e n, iL t er e r m a r k, Tirol und selbst in T r i e st an Boden gewinnen, hat eilten anderen Ausgangspunkt als der Rassenantisemitismus der deutsch-radikalen Chauvinisten deutschvolklicher, oft- und alldeutscher Observanz. Der Wiener Antisemitismus war ursprünglich a nt ik a P i t a l i st i s ch, seine Grund sä rbung s ch w a r z g c l bdemokratisch; der Rassen antisemitismus wrrrde erst durch die deutschnationalen Elemente hineingetragen und erhielt später durch einzelne Extrem-Klerikale eine Verstärkung. Für die große Masse der Ehr i st lich- Sozialen, die aber allmählich (wie wir neulich an der Hand eines Exzerptes aus dem „Deutschen Tagblatt" zeigten) in Wien die Deutschnationalen aufsaugte, ist he u t e noch immer der Antisemitismus in erster Linie ein K a m p f gegendas„internationaleGroßkapital", gegen den „I u d e n l i b e r a l i s m u s", welcher die „N a t i o n a l i t ä t e n O e st e r r c i ch s g e g e n e i n -! an der hetzt". j Sehr belehrend ist diesbezüglich ein Aufruf, welcher: die „geehrte Bewohnerschaft von Kr c m s und lim - j gebung" zur Bildung eines christlichsozialen Vereines auffordert und von dem dortigen Realschuldirektor und einer Reihe von niederösterreichiischen Bürgermeistern gezeichnet > ist. „Wer immer als Menschdes z w a n z i g ft e n Jahrhunderts gelten-, als Vaterlands- und V o l k s freund betrachtet sein will, darf in dieser kritischen - Zeit nie und nimmer die Hände ruhig in den Schoß legen,! als sei es ihm gleichgiltig, welcher Zukunft unser Vater- 1 land entgegengeht, sondern es müssen sich a l l e, denen das weitere Schicksal des ö st e r r e i ch i s ch e n K a i s e r st a a t e s und int seres Volkstums am Herzen liegt, zu g e mei n s a mer T a t v e rt einen. . . . Die christlichsoziale Idee geht unaufhaltsam : ihren Weg, weil eben sie allein in ihrem Programmj den Forderungen alle r Stände, den e i n z e l n e n Nationen und Konfessionen (!!) gerecht! wird." .... „Wer miihelfen will, daß der für unser! Vaterland so verhängnisvolle Nationalitäten-' Hader endlich bei gelegt und unser oberster Ver-! tvetungskörper wiederum der w i r t s ch a f t l i ch e n A r - j beit Zurückgewonnen werde, wer der Ansicht ist!, daß sich : die Politik aller Deutschen in Oesterreich auf deutsch-' ö st e r r e i ch i s ch e r Grundlage aufbauen muß, wer mit-! tun will im K a m.p f e gegen das internationale! Großkapital, wer mit uns in der Person eines \ über den Jnteressenströmungen stehenden M o n a r ch e n die b c st e Ge wäh r erblickt, da ß den aufst r e b e n d e nS ch i ch t e n derG e s e l l s ch a f t S ch u h u n d R e ch t zuteil werde, und wer die menschliche Gesellschaft nicht noch inehr ihrer christlichen Grundlage entkleiden will, der st e l l e s i ch i n u n s e r e R e i h e n." Wir haben hier auszugsweise diesen Aufruf zum Abdruck gebracht, weil er besonders markant den derzeitigen K u r s in der christlichsozialerr Partei kennzeichnet und wir wollen nun auch die d e u t s ch n a t i o n a l e Kritik dieses Aufrufes, welche die „L a n d z e i t u n g" übt, skizzieren, weil auch diese wieder typisch ist für die Art des A n t i s e m i t i s m u s der D e u t s ch n a t i o n a l e n. Die deutschnationale „Landzeitung" vermißt in dent christlichsozialen Aufrufe die Betonung des A ntis e m i t i s m u s, sowie die Stellungnahme gegen die Tschechen, Polen usw. Darauf erwiadert nun das Sprachrohr der Christlichsozialen, die „K r e m s c r Z e i t u n g": „Das ch r i st - l i ch s o z i a l e Programm sei der a u s geführte A n t i s c m i t i s m u s. Es sei daher überflüssig gewesen, den Judenpunkt zubetonen. Wenn man den Kampf gegen das „internationale Großkapital" führe, stoße man auf dm „Juden", ebenso im Kampfe gegen den „Freisinn" und in dem Bestreben, den „Nationalitätenst reit" beizulegen. Nachj der alten Schablone werde cs nicht gelingen. Mit denh e u t i g e n F ü h r e r n des tschechischen Volkes sei keine V e r st ä n d i g u n g möglich, aber mit dem tschechischen Volke müsse man sich verständigen auf Grundlage der. christlich -sozialen Idee." Diese Polemik beweist wieder deutlich, daß im A n t iscmitismus sowie weiters in der Entstellung aller die Juden betreffenden Fragen die Organe s ä m t l i ch e r antisemitischer Fraktionen wetteifern. Aber die deutsch-chauvinistischen und alldeutschen Zeitungen sind allerdings die gemeinsten! Wenn zeitweise unter den Christli-chl-Sozialen die vernünftigen „wirtschaftlich und ö st e r r e i ch i s ch gesinnten Element e" sich von den antisemitischen Phrasen emanzipieren, dann beginnt ' wieder die alldeutsche u n d d eu t sch vo l k l i che De m a g o g i e die nationale und a n t i s e m i t i s ch e H e tz e und die Christlichsozialen glauben dann natürlich, um nicht übertrumpft zu werden,, noch radikaler die I u denhctze kultivieren zu müssen. Immerhin zeigt sich die Kurzsichtigkeit jener jüdischen „freisinnigen" Politiker und Blätter immer von neuem, welche nur die ei n e A r t des Antisemitismus, den ch r i ft l i ch s o z i a l e n, sieht, der sich immer mehr als wirtschaftlicher AseMitismus präsentiert, dagegen den ch a u v i n i ft i scheu R a s s e n antisemitismus der verschiedenen deutschnationalen Fraktionen ignoriert, welche die Juden, ebenso wie alle anderen nichtdeutschen Völker des Donaureiches zu Paria s, zu Oesterreichern zweiter und dritter Klasse mit zahlreichen Pflichten, aber ohne alle Rechte erniedrigen und knechten wollen. Sowie nun gegen den wirtschaftlichen Antisemitismus resp. Asemitismus die wirtschaftliche Selbsthilfe der österreichischen Juden dringend geboten ist, daher die Wirtschaftl i ch e O r g a n i s a t i o n der durch die wirtschaftliche Not und den antisemitischen Boykott doppelt bedrängten jüdischen p r o d u z i e r e n d e n Volksschichten energisch in ganz Oesterreich auf nationalsozialer Basis in Angriff genommen werden muß, heißt andererseits die einzige richtige Antwort auf den R a s s e n antisemitismus der Chauvinisten der verschiedenen Nationalitäten: Nationale Separation d e r I u d e n l Die f e l b st ä n d i g e n nationalen Organisationen der Juden allein sind imstande, mit Erfolg für die Gleichberechtigung der Jude n in Oesterreich einzutreten; sie können ja auch jederzeit jenen Gruppen der übrigen österreichischen Volksstämme die Hand reichen', welche die Umgestaltung dieser dualisttschen Monarchie zu einem V ö l k e r b u n d e, aufgebaut auf der Gleichberechtigung aller österreichischen Völker, erstreben. Im derzeitigen Stadium der allgemeinen Verwirrung und Zerklüftung in ganz Oesterreich kann es aber nur eine Parole für die Juden geben: Nationale Separation und wirtschaftliche Organisation. . ' « -Wo,-*... i i 'K'lii» ————— ... Die Autonomie der Inden in Ungarn. Die israelitischen Distriktspräsidenten (die Vertretung der neologen Juden Ungarns) hielten am 6. ds. ihre ordentliche Jahresversammlung ab, nach welcher sie beim Kultusminister Dr. Albert B e r z e v i c z y und beim Ministerpräsidenten Grafen Stephan T i s z a ihre Aufwartung machten. Zu der im Sitzungssaal der Pester israelitischen Kultusgemcindc abgchaltenen Jahres-Generalversammlung waren erschienen: Bernhard Politzer (Rozsahegy), Martin Schweiger (Budapest), Dr. Philipp S z i - l a si (Szabadka), I. M. Deuts ch (Szombathely), Wilhelm G u t m a n n de Gelse (Nagykanizsa), Alexander Leopold (Szegzard), Armin W e r t h e i m (Szckesfehervar), Ignaz S ch r e i b e r (Györ), Tafclrichter Wilhelm Lippe (Szolnok), Dr. Franz B e r k o v i c s (Nagyvarad), Dr. Jzso Rosa de Varhely (Szeged), Salomon Ster n t h a l (Temesvar), Moriz Weiß (Kolozsvar), Dr. Viktor Schul (Szaßvaros) und Dr. Joseph Simon als Referent. Die Versammlung nahin folgenden Verlauf: Martin Schweiger begrüßte die Erschienenen, worauf die Versammlung zum Präsidenten neuerdings Martin Schweiger, zu dessen Stellvertreter Dr. Jzso v. Rosa, zum Präsidenten der Lalideskanzlei ebenfalls Martin Schweiger, zu dessen Stellvertreter Wilhelm Gutmann de Gelse wählte. Hierauf unterbreitete Dr. Joseph Simon den Bericht der Landeskanzlei, dem wir folgendes entnehmen: Das mit der Ausarbeitung eines Lehrplanes für den Religionsunterricht betraute .Komitee dürfte bis zum Beginn des nächsten Schuljahres mit seiner Arbeit fertig werden. Hinsichtlich der Erhöhung der für kirchliche Zwecke festgestellten Dotation und der billigeren Feststellung der Besoldung der Religionslehrer hält es die Landeskanzlei für das beste, dem Beispiele der protestantischen Kirchen zu folgen, welche die Durchführung des G.-A. 20 : 1848 urgieren. Die Landeskanzlei lege Gewicht darauf, daß das Gleichheitsprinzip allen rezipierten Konfessionen gegenüber in seiner' vollen Gänze und in allen seinen Beziehungen durchgeführt werde. Um die Interessen der israelitischen Konfession gehörig wahren zu können, müssen die erforderlichen orientierenden Daten beschafft werden. Die Landeskanzlei schließt sich auch jenem Verlangen der protestantischen Kirchen an, daß in den staatlichen Schulen der Staat für den Religionsunterricht Sorge trage, für den Religionsunterricht in den nichtstaatlichen Schulen aber möge den Koefessionen eine entsprechende Staats-Subvention verliehen werden. Der Bericht bespricht sodann die Notwendigkeit der Einberufung eines Kongresses behufs Herbeiführung einer Landesorganisation der Israeliten. Der Bericht fordert für die Juden die Autonomie, entsprechend derjenigen der anderen rezipierten Kondadurch in recht nahe Verwandtschaft verschiedener regierender Häuser gekommen — auch ein Zeichen des alle Schranken niederlegenden Einflusses des Goldes. Freiin Bertha von Rothschild — von j der Frankfurter Linie — wurde 1882 die Gemahlin des Fürsten- und Herzogs von Wagram, Enkels des Marschalls Berthier. Dieser i war mit einer bayerischen Prinzessin aus dem jetzt herzoglichen! Zweige Pfalz-Birkenfeld, sein Sohn mit einer Clary, Nichte der, Königin Desire von Schweden, vermählt. Hieraus ergibt sich füreinige Abkömmlinge Meyer Amsel Rothschilds eine enge Blutsgemeinschaft mir Sprossen der Häuser Wittelsbach, Habsburg, Bernadotte, Bourbon. Die Rothschild erlangten Adel und Freiherrnstand von Oesterreich, das ja einen sehr zahlreichen Finanzadel für sich — wie die Königswarte r, Erlanger, Goldschmidt, Oppenheimer — aufzuweisen hat. Besonders freigebig mit Adelsbriefen an Größen der Handelswelt war jedoch eine Zeitlang der coburgische Hof, dem allerdings häufig das Mißgeschick passierte, seinen Standeserhöhungen im benachbarten Preußen die Anerkennung verweigert zu sehen. So erging es den Herren Landau und Gerson, die nicht die Erlaubnis erhielten, sich innerhalb der schwarzweißen Grenzpfähle „Freiherr von Landau^, beziehungsweise „Frei-! Herr Gerson von Ghersburg" zu nennen. Auch der verstorbene Hofbankier Kaiser Wilhelms des Ersten, Moriz Cohn, der Telegraphenkünig Reuter, der österreichische Großhändler Drehfuß, der! Leipziger Buchhändler Tauchnitz erhielten von Coburg ihre frei-! herrliche Würde. j Wie schnell der Prozeß der Verschmelzung zwischen dem jungen! Geldadel und dem alten Grundadel vor sich geht, sei an zwei Beispielen gezeigt, deren eins eine preußische, das andere eine bayerische! Familie betrifft. Ten Kölner Bankier S i ui o n O p p e n h e i m, j preußischen geheimen Kommerzienrat, baronisierte Oesterreich! 1867, und Preußen erkannte die Erhöhung ein Jahr später an.! Dieses ersten Freihcrrn v. Oppenheim Enkelinnen — Töchter seiner beiden ältesten Söhne — haben sämtlich in altadelige Faniilien geheiratet: sie heißen Baronin Planet), Gräfin Bredoto, Frau v. Frankenberg, Freifrau v. Hammerstein, Gräfin Arco, Gräfin Matuschka, Gräfin Pocci, und von ihren Brüdern ist der eine mit einer russischen Gräfiri, der andere mit einer Frciin aus altem bayerischen Riltergeschlecht vermählt. In Bayern verlieh König Max Josef der Erste seinem Hofbankier Lt a r o n Elias S e l i g m a n n den frei'herrlichen Namen „von Eichthal". Dessen Nachkommen — von einem nach Paris gelangten Zweige abgesehen — sind vollständig im alteingesessenen Adel Bayerns anfgegangen. Sie sind Kammerherren, Gutsbesitzer, Offiziere und den Grafen Khnen, Otting, Armansperg, Bossi, den Freiherren von Rummel, Podewils, Seckendorfs, Godin, Moreau, Jmhof, Gumppcnberg durch Heiraten eng verbunden. hl. IV. J. Die Repatriierung der spanischen Juden. Von Dr. Angel Pnlido. Aus dem Spanischen*) von Jakob Krausz. (Fortsetzung.) Die Ausführungen Bejarano's enthalten auch manches für den Staatsmann Interessantes. Er sagt unter Anderem: „Die Zahl der literarischen Werke, welche diese Männer im Verlaufe der vier Jahrhunderte verfaßt haben, ist eine ganz bedeutende. Ein Teil wurde hebräisch und ein anderer in einem mehr oder minder guten Spanisch mit hebräischen Lettern geschrieben. Ungefähr 400 wichtige hebräische und 380 jüdischspanische Werke besitzen wir als literarische Erzeugnisse dieses Zeitabschnittes, deren Verfasser zum größten Teile Männer von Bedeutung sind. In diesen Arbeiten werden Fragen der Theologie, Religion, Poesie. Astronomie, Geometrie, Medizin, mit einem Worte, fast alle Wissenszweige unserer Zeit behandelt. Biele dieser Werke, hauptsächlich die hebräisch geschriebeuen sind überaus reich au Material, und sind in einem so gedrängten Stilr geschrieben, daß es einer seltenen Intelligenz bedarf, in ihren Geist einzudringen, viele von ihnen bedürfen, noch des Kommentars. Die jüdisch-spanischen Erzeugnisse beschäftigen sich wohl auch mit wissenschaftlichen Fragen, aber zum überwiegende« *) La lluatraeion Eapanola y American«, Nr. VII, 1904 Teile mit populärer Bibelexegese, Abhandlungen über Moral, Ethik, kleinen Erzählungen, Legenden, Sinnsprüchen «. s. w. Diese Werke sind allgemein verbreitet; auch die einfachste Familie besitzt einige derselben, welche die Feiertagslektüre der Familienmitglieder bilden. Tatsache ist, daß dieses Joiom bereits im verflossenen Jahrhundert in Verfall geriet, indem es fremde Redewendungen aüfnahm und Ausdrücke beibehielt, die nicht mehr im Gebrauche stehen. Das war aber natürlich, denn die herrschenden Völker beeinflussen vor allem die Sprache der durch sie beherrschten Nationen. Außerdem existieren im Oriente einzelne wertvolle Handschriften in jüdisch-spanischer Sprache. Es sind das Sammlungen alter, reizender Anekdoten, Gedichte, Gesänge und Erzählungen. Es ist ein wahres Vergnügen diese Schöpfungen längstverschwundener Zeiten aus dem Munde großer Männer singen oder erzählen zu hören. Auf meiner letzten Reife in einige Städte machte es mir ein Vergnügen, diese einfachen aber graziösen Menschen zu studieren. Es war eine reiche Fundgrube von Wissen und Weisheit, die sich mir da eröffnete. Unter diesem guten Volke sammelte ich ungefähr zweitausend Lieder, Sprüche rc. für meine vor drei Jahren begonnene Arbeit über dieses Thema. Die Arbeit soll historischvergleichend sein. Aber weiß Gott, ob sie je erscheinen wird. Es wird mir an Mitteln mangeln. Die freiere Luft des neunzehnten Jahrhunderts hat auch auf den Fortschritt der spanischen Juden woltuend gewirkt. Nachdem sie den Nutzen der Wissenschaft erkannte», erwachten sie aus ihrer Lethargie, legten gewisse Sitte» ab, und bemühten sich ihren Kindern eine moderne Erziehung zu geben; hauptsächlich geschah dies in den letzten fünfzig Jahren, seitdem die „Alliance israelite" im Orient erschien. Mein Gott, welcher Wechsel! Eine ganz neue Aera begann mit einem Male für die Juden. Die Hunderttausende, welche die Allianz verwendet, zeitigen die besten Erfolge. Sie bildet ein hygienisch und geistig hervorragendes Element heran, welches dem Judentums zur Ehre gereicht.