Mannheim
Compact Memory

Jüdisches Volksblatt · 1904-05-27 · 22 (27.5.1904) · p. Seite 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
6 (1904)
Issue
22 (27.5.1904)
Date
1904-05-27
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2432763-2433023-2433045--2430-2436295
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Seite 2 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt. 27. Mai 1904 kr. 22 Auf diese Weise erwirbt sich Deutschland allmählich Rechte in einem Lande, in welchem eS noch bis in die jüngste Zeit beinahe unbekannt war. Die Beyrut-Damaskus- Linie gehört einer französischen Gesellschaft und eS braucht erst garnicht erwähnt zu werden, mit welcher Eifersucht sie über die katholischen Gründungen wacht und die fanatische Maronitensekte beschützt. Die einzigen Freunde, welche England in diese» Winkel der Erde besitzt, find die Drusen, deren Zahl nach jüngster Schätzung 100.000 nicht übersteigt. In der Tat ein sehr geringer Prozentsatz von ergebene« Freunden in einem La»de, in welchem alle übrigen Mächte die größten Anstrengungen machen, ihren Jnteressenkreis zu erweitern und die Zahl ihrer Anhänger zu steigern. Alle Mächte sind sich deffen vollkommen bewußt, daß die Zukunft Palästinas mit den vitalsten Jntereffen der europäischen Nationen und nicht zum mindesten mit denjenigen des englischen Reiches zusammenhängt. Lange Zeit hindurch bildete Konstantinopel den Mittelpunkt der orientalischen Frage. Dies hat sich aber als trügerisch herausgestellt. Konstantinopel ist nur die erste Stufe zur größeren Frage der Besiegung Asiens und der Herrschaft über Indien. Die Eröffnung des Suez- Kana l e s und die Okkupation Aegyptens haben es deutlich gezeigt, daß die orientalische Frage sich um Palästina dreht. Das ist der Schlüssel zur Situation! Das ist der einzig mögliche Weg von Asien nach Afrika und bietet den Zugang zu zwei See». Seit dem frühesten Dämmern der Geschichte bildete eS di« Heerstraße der Eroberer von Nord ge« Süd und umgekehrt. Die siegreichen Heere der Pharaonen wählten für ihren Uebergang die palästinensische Ebene und das von Bey r ut nach Nahr-el-Helb führende Tor, wosebst die Felseneingrabungen noch heute von den unzähligen Heeren sprechen, welche hier vorbeizogen. Von den ägyptischen Hieroglyphen bis zu den französischen Inschriften tragen diese Felsen die Spuren aller Nationen, welche diese Stelle nach beiden Richtungen passierten. Die Eroberer Aegyptens und Babyloniens mußten diesen Weg gehen. ES kann daher die Wichtigkeit, welche die Zukunft Palästinas für England hat, garnicht genug abgeschätzt werden. Wie die Dinge heute stehen, gibt eS für Aegypten keinen sicheren Schutz gegen einen Landangriff, der nur von Norden her kommen könnte. Ein Vorrücken auf Aegypten und Indien kann nur von Norden her unternommen werden. Es wäre nun undenkbar, daß England jetzt, da Aegypten diese wichtige Position in der Politik des nahen Osten einnimmt, es zugeben könnte, daß irgend eine andere Großmacht ihr Schwert über Palästina und die Bucht von Akaba schwinge. Die Politik der Selbsterhaltung gebietet hier die Politik der Vorsichtsmaßregeln. Die eigentliche nördliche Grenze Aegyptens, das Wüstengebiet von Gaza h abwärts, ist heute ebenso unpassierbar wie in früheren Zeiten. Die Annahme einer einzigen Oberherrschaft über Palästina hieße eine Unterschätzung der Kräfte, welche gegenwärtig an der Arbeit sind und der Ambitionen, von welchen die übrigen Nationen geleitet werden. Es ist kaum..anzunehmen, daß die Mächte in einem Lande, in in welchem sie alle Mittel angewendet haben, um einen Flecke« Erde zu gewinnen und so viel Einfluß als nur möglich zu erreichen, auf ihre Privilegien willig verzichten und die Hoffnungen, welche sie jahrhundertelang in allen politischen Wechselfällen, welche Palästina durchgemacht, mit Sorgfalt gehegt und gepflegt haben, auf einmal aufgeben werden. Ein einziges Beispiel soll genügen zu zeigen, wie abweichend die Politik ist, welche die Mächte in Bezug auf den Osten verfolgen von derjenigen, welche sie im eigenen Lande beobachten: Frankreich liefert hiefür das beste Beispiel. Ich will mich hier in keine Diskussion über die innere Politik Frankreichs und sein Verhalten dem Klerus gegenüber einlassen, aber es ist aufgefallen, wie sehr dieses mit der den französischen Miffionären im fernen Osten, sagen wir in China, gewährten Jntereffen der spanischen Juden im Orient zu vertreten. In seiner Nummer vom 15. Jänner 1900 veröffentlichte dieses Blatt eine sehr beachtenswerte Kundgebung des Wiener Vereines der spanischen Juden „Esperanza", in welchem das ganze Problem der Wahrung und Verbesserung des von den Juden gesprochenen Jdiomes behandelt wird. Die Lektüre dieses Dokumentes, welches wir zum großen Teile wörtlich auführen wollen, kann nicht verfehlen, auf jeden guten Spanier Eindruck zu machen. Enthält es doch die Worte der hervorragenden jüdischen Jugend, gerichtet an ein Volk, welches nicht nur in den Balkanstaaten, sondern auch beinahe in allen europäischen Ländern in einem Teile Asiens und Afrikas lebeu. Besonders interessant ist der Protest, als wenn das Bestreben, das heimatliche Idiom durch Vervollkommnung zu erhalten von der Liebe zu Spanien geleitet sei. Diese Bemerkung wird durch die Ver.chtung, mit welcher Spanien auf seine alten Söhne herabblickt, vollauf gerechtfertigt. Die Kundgebung lautet: „Jüdisch-spanische Brüder!" Der akademische Verein „Esperanza", bestehend auS jüdisch-spanischen Hörern der Wiener Hochschulen, verfolgt unter anderem den Zweck, unter seine» Mitgliedern die spanische Sprache zu kultivieren. Er begrüßt daher den „Progreso" anläßlich seines Erscheinens in neuer Gewandung mit lateinischen Lettern, mit größtem Enthusiasmus. Erfüllt einerseits von der Liebe zur glorreichen Vergangenheit unserer Nation, und andererseits beunruhigt und geängstigt roepen des künftigen Schicksals des Judentums im Orient, fühlen wir uns veranlaßt, öffentlich unsere Stimme zu erheben und uns für die Erhaltuug der spanischen Sprache und die Reform des „Progreso* auszusprechen. . . „Höret, ihr Herren! Horchet Brüder"! Die Juden des Balkans haben tauseud Gründe, sowol historischer, nationaler, wie ethischer, moralischer und materieller überaus großen Protektion in Widerspruch steht. Dasselbe Verhalten wird seitens Frankreichs im nahen Osten und besonders in Palästina an den Tag gelegt. Kein französischer Diplomat wird es verabsäumen, die Interessen der verschiedene» kirchlichen Institutionen in Palästina zu fördern und wird die Zeremonien der verschiedenen christlichen Sekten des Orients mit peinliche« Sorgfalt respektieren. Diese Mächte werden den Wünschen und Versuchen Englands nicht um eine» Zoll »achgeben. ES gibt keine Kompensation, gegen welche man bereitgewonnene Rechte und Begünstigungen in Palästina aufgeben möchte. Eine militärische Okkupation hingegen würde die Explosion deS Vulkans nur beschleunigen und eine Gefahr heranfbeschwören, welche wir jetzt alle so ängstlich vermeide» möchten. Die Jntereffen Englands an diesem Weltteile sind außerordentlich wichtige. Der strategische Wert ist unbestreitbar und der handelspolitische Wert wird mit der Zeit auch unbestritten sein. Ein Netz von Eisenbahnlinien beginnt sich übe» das Land zu erstrecken. In vergangene» Zeiten hat England diese handelspolitischen Interessen erkannt. Die berühmten Fabriken von Aleppo diente» im 16. Jahrhundert als Werkzeug, die Berbinduug zwischen England und den Ländern hinter dem Libanon bis hinab zum Golf von Persien aufrechtzuhalten. I» der jüngsten Zeit haben diese Bestrebungen nachgelassen. Nichts ist geschehen, um die kommerziellen Interessen in Palästina zu erhalten. Es ist tausendmal schade, daß die durch Mr. Pilling iw Jahre 1891 erworbene Konzession der Linie Haifa-DamaskuS wegen des JndifferentismuS der englischen Anteilzeichner nicht verwertet wurde. Die ottomanische Regierung, welcher die Li»ie zurückgestellt wurde, wird dieselbe jetzt deutschen Freunden zur Durchführung und zur Herstellung eines Anschlusses an die Damaskus-Mekka-Linie überantworten. Wären wir in der Lage gewesen, die verhältnismäßig kleine Summe von 600.000 Pfund aufzutreibe», so läge diese Linie, welche in der Entwicklung des Lander eine wichtige Rolle zu spielen berufen ist, heute in englischen Händen, und wir besäßen ein wichtiges Mittel für die Zukunft. Angesichts diefer Probleme will ich es versuchen eine Lösung auf »euer Basis zu empfehlen. Die einzig zufriedenstellende Lösung wäre diejenige, welche geeignet ist, alle aufeinanderstoßenden Jntereffen zu beruhigen, alle erworbenen Rechte zu respektieren, einen Angriff auf Aegypten und das rote Meer zu verhüten, den schrecklichsten Krieg, den die Welt je erlebt, abzuwende», und der Welt so den Frieden zu geben. Das ist keine neue Lösung. Sie lag bewußt oder unbewußt während vieler Jahrhunderte auf den Lippen der Anhänger der drei größten Religionen der Welt. Würde man diejenigen befragen, deren religiöse- Leben direkt oder indirekt auf der heilige» Schrift beruht, so würden sie ohne Zöger» antworten, daß das Land seinen alten Besitzer» zurückgegeben werden wüffe, und daß die Jude» wieder in das Land eingesetzt werden, welches ihnen von altersher versprochen war. Lassen wir aber die Gefühlsfrage ganz beiseite und betrachten wir die Sache nur von der praktsichen Seite, so gibt es auch keine vollkommenere und befriedigendere Lösung. Keine von den Großmächten mit der ihr innewohnenden Eroberungssucht könnte in Frieden und Ruhe über Syrien und Palästina herrschen. Nicht so die Juden, die keine territorialen Eroberungen oder politischen Vorteile anstreben, sondern jetzt darangehen, ihre Scharen zu vereinigen, um ihren Jahrhunderte alten Traum in Erfüllung zu bringen. Die heutige zionistische Bewegung ist eine der Phasen, welche das Sehnen nach der alten Heimat soeben durchmacht. Die Repatriierung wird sicherlich kommen und manche europäische Macht zeigt die Neigung, dies« Bewegung mit Wohlwollen zu begleiten, vielleicht aus Gefühlsrückfichtvn, Natur, die spanische Sprache, dieses kräftige, sämtliche Jude» des Orients vereinigende Band zu erhalte». Haben wir diese Sprache einmal aufgegeben, vergessen und durch die Laudessprachen ersetzt, so bilden wir nicht mehr einen mächtigen Zweig der jüdischen Nation, sondern find in kleine, winzige Stückchen zerfallen, in Fraktionen, denen die Möglichkeit genommen, sich gegenseitig zu verstehen, und die nicht mehr das Bruderblut spüren werden, welches i» ihre» Körpern rinnt, Wir werden einander entfernt und entfremdet werden! Es unterliegt keinem Zweifel, daß diese Loslösnng unserer Kräfte eine große Gefahr bedeutet für das Judentum, zumal in unserer Zeit, da es von großer Wichtigkeit ist, «it allen unseren Kräften daran zu arbeiten, daß wir uns znsammenfinden, konzentrieren und uns in Eintracht die Hände reichen. „Aber nicht aus Liebe für Spanien, durchaus nicht; sondern aus Liebe zu uns selb st. aus Liebe zu unserer Existenz und aus Liebe zum Judentum müssen wir die spanische Sprache unterstützen, welche unsere Väter gesprochen, und welche wir von unserem zartesten KindeSalter angefangen als unsere Muttersprache lernen! Aber die Sprache, deren wir uns bedienen, enthält ein« ganze Menge von Fehlern und Jrrtümern, welche hauptsächlich durch die hebräischen Lettern, deren wir uns in der Schrift bedienen, verursacht werden. Dieser Jargon, der weder für die Wissenschaft noch für die Literatur einen Wert besitzt, der uns nicht einmal die Möglichkeit bietet, uns untereinander oder mit der Außenwelt zu verständigen, diese Sprache, ohne Regeln und ohne Methode ist Menschen mit vorgeschrittener Kultur unwürdig. Diese Sprache voll von fremden Worten und Ausdrücken bringt uns wvl den Zigeunern näher, entfernt «ns aber von allen Kulturvölkern, und befähigt uns kaum einen lieferen, abstrakte» Gedanken, oder auch nur eine einzige wissenschaftliche oder technische Definition auszudrücken. Daher kommt es, daß es zwischen uns Juden des Orients keine literarischen oder wissen-, oder aus lokalwirtschaftlichen Gründen, aber jedenfallauch mit politischeu Hintergedanken. Es ist wahrscheinlich, daß sie von der Ansiedlung ihrer jüdischen Untertanen in Palästina jene- Kontrollrecht über die inneren Angelegenheiten des Landes erwarten, wonach sie sich so stark sehnen. Sogar Rußland, welches gewiß nicht der Beschützer von öffentlichen Bewegungen innerhalb sei»er Landesgrenzen genannt werden kann, betrachtet die zionistische Bewegung mit Wohlwollen. Es ist dies ein neuer Schachzug in dem großen Spiele, welches Rußland im nahen Osten führt und man muß die Geschicklichkeit bewundern, mit welcher es jede sich bietende Gelegenheit ausnützt, um sich verläßliche Anhänger zu sichern, in einem Lande, welches unter seinen politischen Zielen die hervorragendste Stelle einnimmt. Auch Deutschland bemüht sich, der jüdischen Masse, den künftigen Emigranten ins Heilige Land, aus denselben Gründe« seine Gunst zu beweisen. ES unterliegt keinem Zweifel, daß diejenige Macht, der es gelingen würde, diesen Traum der Jude» in Erfüllung zu bringen, in diesen enthustastische Sympathien und -me Hingebung erzeugen müßte welche in Zeiten der Not auch vor großen Opfern nicht zurückschreckeu würde. ES ist interessant zu beobachten, wie die Geschichte Wiederholungen liebt. Ich bin mir dessen bewußt, daß die Gedanken, welche ich hier entwickle, nicht neu sind. Die Zukunft Palästinas hat die Geister der Menschen wiederholt beschäftigt. Aber jede Generation, welche sich mit diesem Problem tiefer beschäftigt hat, mußte neue Faktoren berücksichtigen, welche der vorangegangenen Generation unbekannt waren. So ergeht eS auch uns. Es sind »eue Faktoren erstanden, von deren Existenz auch O l y p h a n t vor kaum fünfundzwanzig Jahren keine Ahnung hatte. Zu diesen gehört der deutsche Einfluß im türkischen Reiche, die Bagdadbahn und all die anderen weitgehenden Aspirationen und Pläne der Deutsche», welche der Oeffentlichkeit noch unbekannt, allmählich heranreifen. Ueber allem aber steht das Anwachsen der neuen Bewegung unter den Juden, deren Anfänge Oly pH aut bereits sehen konnte, als er mit uns an oer Etablierungjjder großen Kolonie von Samarin mitarbeitele. Seitdem ist der Zionismus auf den Schauplatz getreten, eine Bewegung, welche, alle auf dem Erdball zerstreuten Juden umfassend, die freiwillige Rückkehr in die alte Heimat anftrebt. ES ist hier nicht der Platz, dem Ursprünge dieser während vieler Jahrhunderte genährten, aber selten sich zu einem so klaren Arbeitsprogramme entwickelten öffentlichen Kundgebung nachzugehen. Der Wechsel in der Haltung der Nationen, die ganze Stufenleiter von der Freiheit und Gleichheit in ihrer äußersten Form bis hinab zur Unterdrückung in einigen Ländern des Ostens und Westens; der nationale Zug, der jetzt durch die ganze Welt geht; das große Gewicht, welches gegenwärtig zum Zwecke der Erreichung von politischen und nationalen Rechten auf gemeinsame Traditionen und gemeinsame Sprache gelegt wird; die Härte des wirtschaftlichen Druckes und' der Enthusiasmus der romantischen Nachlese am Schluffe des vergangenen Jahrhunderts : allediese Erscheinungen mögen zum Anschwellen der Bewegung beigetragen und ihr die Anhänger auS den verschiedensten Lagern des Judentums zugeführt haben. Die Rückgewinnung Palästinas und die Bevölkerung des Heiligen Landes ist der Boden, auf welchem die Juden sich heute vereinigen, und sobald sie alle vereinigt sein werden, muß der Traum zur Erfüllung gelangen, viel rascher, als man es allgemein annimmt. Das ist der wichtigste Faktor, mit dem gerechnet werden muß und der geschäftlichen Männer gibt und auch nicht geben kann. Ohne Literatur gibt es keine edleren Gedanken gibt cs keinen Idealismus. „Daher kommt es auch, daß unsere Jugend sich dieser Sprache entfremdet, indem sie sie aufgibt und vergißt. Und mit der Sprache verlieren sieauch gleichzeitig das jüdische Gefühl. Also nicht aus Liebe zu Spanien und ebensowenig wegen der Anmut seiner Sprache, sondern aus Liebe zu unserer Kultur, zu unserem Fortschritte und für unsere Zukunft müssen wir unsere Muttersprache pnrifizieren und vervollkommnen. „Damit wollen wir aber nicht sagen, daß indem wir die spanische Sprache kultivieren und purifizieren, die Sprache des Landes vernachlässigen müssen. Im Gegenteile, als gute und patriotische Untertanen des Staates, in welchem wir unser Leben fristen, ist es unsere Pflicht die Sprache unseres Landes zu studieren und gründlich zu kennen. Aber das eine schließt das andere nicht aus. Alles, was wir verlangen, ist: einen fehlerhaften, aller Regel« baren Jargon anfzugeben und an seiner Stelle, eine methodische, lebendige, reiche und schöne Sprache zu erlernen. „Die Sache ist viel leichter, als sie uns auf dem ersten Blicke erscheint. Den ersten und wichtigsten Schritt hat bereits der „Progreso" getan, indem er sich der latetnischeu Buchstaben bedient. Das ist sozusagen alles, was wir tun müssen. „In seiner neuen Form wird uns der „Progreso" dazu verhelfen 1. unser totes Idiom in eine methodische und wissen-, schaftliche Sprache umzuformen; 2. die Wüste, iu welcher wir gegenwärtig verkommen, zu verlassen, um in eineu luftigen, schönen Garten einzuziehen, und *) Die Übersetzung dieses höchst interessanten Schriftckes soll eine möglichst wörtliche sein, um den Charakter des iginals, soweit es angeht, zu wahren. Anm. d. Uebers.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.