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Jüdisches Volksblatt · 1904-05-20 · 21 (20.5.1904) · p. Seite 4

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
6 (1904)
Issue
21 (20.5.1904)
Date
1904-05-20
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Wien, Freitag Jüdisches Vollrtblatt. 20. Mai 1904 Nr. 21 geringen Kosten, welche wir für diese Versuche aufwandten, sind also nicht nutzlos geblieben, die Gelder sind nicht überflüssig ausgegeben wortwn, denn der Arbeitsboden wurde gelockert und für neue Versuche geeigneter gemacht Wir haben mit einer Korbwarcnfirnm ein Abkomme:: getroffen, noch welchem durch sie im Verlaufe von 2—3 Jahren zirka 80 Arbeiter in der Korbflechterei unterrichtet und Ihre Arbeiten von dieser Firma gegen sofortige Bezahlung nach dem üblichen Lohntarif übernommen werden. Ein überaus armer, nahezu erwerbloser Ort wird dadurch zu einem ständigen Erlverb gelangen. In letzter Zeit ist es uns erfreulichertveise wieder gelungen in der Industrie-Einführung einen Schritt nach vorwärts zu tun. Wir hatten gleich nach Konstituierung des Hilfsvereines an die Einführung der Engros-Herrenklcider-Konfektion, wie sie in zahlreiche^ Orten außerhalb Galiziens mit großem Erfolg betrieben wird, gedacht und dementsprechende Unterhandlungen gepflogen. Es ist uns jetzt gelungen, mit einer Exportfirma, deren Chef anerkannt zu den intelligentesten, tüchtigsten und wohlsituierten der Konfektionsbranche zählt, einer: Vertrag abzuschließer:, nach welchem er eine Lohnkonfektion von Hcrrcnklcidern irr Galizien einzurichten hat. Er arbeitet in derselben zunächst für sein eigenes Haus und für eine zweite große Wiener Exportfinna. Wenn dieses Unternehmen in gutem Gange sein wird und prosperiert, wird auch für andere Interessenten dieses Exports daselbst gearbeitet werden können. Da diese Industrie, wenn sie einmal festen Fuß gefaßt, im Umkreise der ersten Niederlassung ungemein wächst uni» sich ausbreitet, haben wir die Hoffnung» in einiger Zeit durch sie vielen Familien Beschäftigung und Erwerb zu verschaffen. In Vorbereitung haben wir die Erzeugung von Schuhen für den Export, ebenso von Spitzen, die für den gleichen Zweck geeignet sind. Wir unterstützen endlich in Skole den englischen Unterricht von Handwerkern, um denselben eventuell das Fortkommen zu erleichtern. Wie Sie aus dem Berichte ersehen, haben wir bis jetzt nur Heimarbeit kultiviert, weil einmal bei solchen Arbeiten sich die ganze Familie beteiligen kann und daher auch Elemente zur Arbeit angeregt werden, welche sich derselben bisher entzogen, weil lesung: Spenden von N. N. zur sofortigen Verteilmy an die Arletzter ergriff Dr. E. F. Weis! das Wort um aus den Zusammenmenanstalt K 100.-, an das Präsidium K. 100.-, an die Chewvahang zwischen der jüdischen Statistik und der jüdl chen Kolonisation Kadlscha K. 100.—, an dre Talmud-Thora für arme Schulkinder hinzuweisen. Die Statistik wäre die unerläßliche Vorbereitung jeg- K. 60 -, an den Verem zur Ausspelsung armer Schulkinder der llchev kolonisatorischer Tätigkeit, speziell aber der großkolonisatori- Brlgtttenau K. 60.-, an Rekonvaleszente K. 60.-, an den «ochschen, welche sich der Zionismus zum Zwecke setzte. Als Kolonialnermnettverband K. 60.—. zusammen K. 500.—. Von Herrn Gustav Politiker und als Zionist müsse er demnach die Statistik aufs wärmste Wershut, Hamburg, zur Verteilung an Arme K. 100. »von Frau empfehlen. Nach dieser fast einstimmigen Befürwortung der Cr- , Madchen-Wmsenhaus K. 10. öffnung statistischer Arbeiten trat man an die Organisierung des dmlberichte bnngt der Vorsitzende ein ^legramm 6er 'Kuttus-j jüdisch-statistischen Bureaus für Oesterreich im Sinne des Referats gemeinde Krakau zur, Verlesung, mit welchem von dem plötzlichen. oon Dr. Noliw htrm,. Di. nft.rO. P.ifmm radem Beileide des Wiener Kiiltusvorstandes anläßlich des Hinschei dens des hochverdicntell Mannes in einem Telegramm Ausdruck gegeben habe. (Zur Kenntnis.) Weiters nimmt der Vorsitzende Anlaß, der „Gesellschaft für Sammlung und Konservierung von Kunst- und historischen Denkmälern des Judentums" für die Veranstaltung der in der abgelaufericr: Woche unter überaus zahlreicher Beteiliguiig stattgehabten musikalischen Sülzer-Gedenkfeier den wärmsten Dank und die Anerkennuiig auszusprechen, desgleichen allen jenen, welche zu dem glänzenden Gelingen der Feier beigetragen haben. (Lcbh. Zustimmung.) Zur Tagesordnung übergehend wird beschlossen, die Ersatzwahl für das durch das Ablebe» des Vorstandsmitgliedes Heinrich Teltscher freigewordene Mandat gleichzeitig mit den im Herbste dieses Jahres stattfindenden Neuwahlen vorzunehmen. Es gelangen hierauf über Referat des Sekretärs kais. Rat Dr. Lieben folgende Stiftungen zur Verleihung: Die Elise Herz-Ausstattiings-Stiftung im Betrage von K. 760.— an eine arme vertvaiste Braut; die Cohen da Sylva-Handwerker-Stiftung im Betrage von K. 760.-,- behufs Etablierung an einen vom Handwerkervereine in Vorschlag gebrachten Bewerber; die Dr. Adolf Sacks-Stiftung für Herz- und Aortakranke an 7 Petenten mit dem Betrage von jährlich je K. 600.—, an 1 Petenten von K. 360.—, an 7 Petenten von je K. 240.—, an 2 Petenten von je K. 204.—, an 2 Petenten von je K. 144.—, an 9 Petenten von je K. 120.—. Zusammen K. 8016.—. Die Erträgnisse des Hajum S. Gold- Oesterreich: Präsident Dr. Alfred Stern, Hofrat Siegmund Taussig, David R. v. Gutmann, Oberrabbiner Dr. Güdemann, Hofrat Prof. Dr. Politzer, Dr. Edmund Kohn, Banrat Stiaßny, Prof. Dr. Ehrmann, Landesschulrat Dr. Gustav Kohn, Prof. Dr. F. Pribram, Dr. Wilhelm Löwy. Galiziei:: Reichsratsabgeordneter Dr. Emil Byk, Reichsratsabgeordneter Dr. Heinrich Kolischer, Samuel R. v. Horowitz, Direktor Moritz Lazarus, Dr. Natan Loewenstein, Prof. Dr. I. Rosenblatt, Dr. I. Horowitz. Böhmen: Dr. Hammerschlag, Prag. In den Vorstand des Bureaus, welchem die Exekutive und die wissenschaftliche Leitung der Arbeiten obliegt, wurden auf Grund einer von Dr. Siegln. Werner vorgeschlagenen Liste nachstehende Herren gewählt, resp. eingeladen: Dr. Edmund Kohn, Dr. Wilhelm Löwy, Dr. A. Ascher, kaiserl. Rat Lieben, Prof. Dr. Ehrmann, Baurat Stiaßny, Dr. Adler, Dr. P. Weisengrürl, Dr. A. Kaminka, Dr. S. Fleischer, Dr. N. Birnbaum, Dr. Weißenstein. Rabbiner Dr. Grunwald, Professor Dr. Feilbogen, Dr. I. Sadger, Doktor Frankfurter, Dr. Holzmann, Dr. Wilhelm Pappenheim, Dr. E. F. Weisl, Dr. Salom. Krenberger, Gabriel Cngelsmann, Dr. I. Bloch, Dr. E. M. Zweig, Dr. Siegm. Werner, Dr. I. Löwy. Der Vorstand, welcher die Vertreter sämtlicher jüdischer Organisationen Wiens und aller jüdischen Parteien sowie eine Reihe wissenschaftlich qualifizierter Kräfte umfaßt, wird sich in Sektionen teilen. Für die Arbeitsgruppe von Volontären liege»: bereits zahlreiche Anmeldurigen vor, da eine Sektion für jüdische Statistik unter Leitung und Anstalten aufgeteilt, und zwar: Talmud Thora-Verein, Bibelschulen und Talmud Thora-Vereine, Unterstützung verlassener Kinanstatt behufs Errichtung einer Neligionslehrer-Bildungsanitalt. Woche beschäftigt sein können, während im fabriksmäßigen Betriebe nur fünf Arbeitstage für Galizien restieren, da der Samstag und der Sonntag ausfallen." Czernolvitzer Brief. Löbl. Redaktion! Mit Bezug auf den in der Freitag-Nummer Ihres Blattes vom 29. April 1904, Nr. 18, auf Seite 2, eiithaltenen Czernowitzer Brief, dto. 25. April, ersuche ich auf Grund des Paragraph 19 Preßgesetzes um Aufnahme in der nächsten Nummer Ihres Blattes an derselben Stelle folgender tatsächlicher Berichtigung: 1. Es ist nicht wahr, daß ich ein jüdischer Antisemit bin, wahr ist, daß ich Sozialdemokrat jüdischer Konfession bkn. , 2. Es ist nicht wahr, daß ich ein Verleumder und Verräter meines Volkes bin. wahr ist vielmehr, daß ich seit beinahe zwanzig Jahren nach bestem Können »rnd Wollen insbesondere die Interessen des jüdischen Proletariats mit Einsetzung und Aufopferung meiner ganzen Persönlichkeit öffentlich vertrete. .. Es ig nicht wahr, daß rch dre Vc-'kremng der Beschädigten d,!U^<ro»oer Ji-Hen nur deshaib nicderqelegl rabe, weil die Union 4000 Kronen mir zi» befahlen nicht in der Lage war; wahr ist, daß ich den Zablotow--' Juden erklär: habe. ohne einen Heller zu »vollen, ich stellte aber , ur Bedingung, daß ich - , .ung allein führe. Wahr ist ferner, daß die Union mrr das von ihr verlangte Honorar von 3000 Kr. a b s ch l u g und die Vertretung dem Dr. Zipser für 800 Kronen gegen den Willen der Zablotower Juden übertrug. 4. Es ist unwahr, daß 50 angesehene Bürger der Stadt Kolornea eine gegen mich gerichtete Erklärung eigenhändig unterschrieben hätten, es ist unwahr, daß diese 50 Bürger bei der Protestversammlung gegen die Zablotower Exzesse anwesend gewesen wären; wahr ist vielmehr, auf Grund gerichtlich gepflogener Erhechungen. daß die meisten Unterschriften auf dieser Erklärung gefälscht wurden und daß von den 60 angesehenen Bürgern die meisten bei der Versammlung überhaupt nicht anwesend waren. 5. Es ist unwahr, daß ich die Juden als die geistigen Urheber zener Exzesse bezeichnete und iioch hinzufügte, daß diese bloß Vorläufer großer Gemetzel sind, weil die Juden Wucher treiben und den Bauer ausbeuten; wahr ist vielmehr, daß ich und kein anderer diese Protestversammlung einberufen, daß ich als Referent die Abscheulichkeit der Kischenewer und Zablotower Untaten gebrandmarkt habe; wahr ist ferner, daß ein Zionist Marek Lachs, auf den Plehwe als großen Wohltäter der Juden hinwies, während ich in anstatt behufs Errichtung einer Religionslehrer Präsidialfonds für Rigorosantel», L. D. Königsberg-Stlftung . . . _ _ . „ , Auch für ständige Funktionäre und ein Arbeitslokal dürfte dank dem Entgegenkommen der Wiener Kulttrsgemeinde und des Verbandes der österreichischen Gemeirrden bald gesorgt werden. So erscheint denn die Erwartuilg, welche der Vorsitzende Dr. Edmund Kohn am Schlüsse der Sitzung aussprach: daß das Bureau für jüdische Statistik in Oesterreich unter der Leitung so maßgebender Perke i entfalten werde, vollauf berechigt. Wie»:. (V e r e i n M a ch s i k e h a d a t h, 2. Bez., Nestroygasse 4.) . Trotzdem erst kurze Zeit verstrichen, seitdem der gedachte Verein seine Tätigkeit aufgenomrnen hat, hat derselbe bereits dank der zielbewußten Führung seines Obmannes, des Herrn Salamon Meisel bedeutende Erfolge zu verzeichnen. In dein Hause 2. Bez., Nestroygasse 4, ist das Vereinslokal untergebracht, das bestimmt'ist, pr . * * , t / . / cw- (cXHdtf’n-'QTnffrt’Tf 111 |TCttCtu) lUitCl ÖCt -XSCtttUlß |0 tTtd|[3QCüCTti)CE lsSS'en.Ärfb, '»L -Bm»ch.»-«w. Adwcckwell .mb fo tüchtiger Kräfte eine wirklich bedeutsame Tätigein Theresien-Kreuzer-Berein, Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis, Jüdisches Museum, Lehrmädchen-Hort. Verein für Brustkranke, Mädchen-Unterstützungsverein. Dem jüdischen Schulvereine im 9. Bezirk wird eine Subvention bewilligt, lieber Ansuchen des Vereines zur Ausspeisung armer israelitischer Schulkinder der Bezirke 12—15 wird beschlossen, den genanrtten Verein auf die Spendentafel des Fünfhauser Gememdebethauses aufzunehmen. . .. „ . Entsprechend dem Anträge des Fünfhauser Bethausvorstandes wird j einen neuen Mittelpunkt echt jüdischen Lebens in der Großgemeinde der ehemalige Oberkantor der Fünfhauser Gemeinde, Herr Leopold Wie»: zu bilden. An den Wochentagen versammeln sich während Stern s. A., in die Haskarah des genannte»» Bethauses aufgenom- > der schulfreien Zeit jüdische Kinder, um einen gründlichen Untermen. Der Nanette Schlesinger-Stiftung zur Verpflegung armer richt in der hebräischen Sprache zu empfangen, derselbe wird nach Kranker in Baden wird eine ordentliche Subvention von K. 400.—■ den Grundsätzen der modernen Methodik erteilt. Die Leitung dieses und eine außerordentliche Subventioi: von K. 400.— bewilligt. I Unterrichtes hat ii: dankenswerter Weise Herr Rabb. Dr. Daniel Nach Erledigung einer! Reihe von Personal-Angelegenheiten wird Firrk übernommen, daneben hat die Vereinsleitung die Gründung die Sitzung geschlossen.! eines Beth-Hamidrasch in Vorbereitung genommen. Es soll damit Oraanisation der jüdischen Statistik irr Oesterreich. Aehnlich eine Pflegestätte für jüdisches Wissen geschaffen werden, deren es wi.- die Judenheit anderer Länder. Deutschland und England voran, r am hiesigen Platze verhältnismäßig nur wenig gibt. Ein ganz haben nun auch die Juden Oesterreichs unter Leitung maßgebender anderes Bild zeigt das Veremslokal am Sabbat und an Feiertagen Kreise der Wiener Gemeinde .die Orgalüsatton ihrer Statisttk auf Betreten wir es um.die^Mittags-und Abendzeit, so sehen wrrrmgs moderner Gru»:dlage in Angriff'genommen. ' Im Namen^der mndlelangen, weißgedeckten Tische eme buntzilsammengesetzte Geösterrcichischen Mitglieder des Kuratorimns des allgemeinen „Verftllschaft geschar dre neben ihrer jüdischen Abstammung auch noch bandes für jüdische Statistik" lub Dr. Edmund Kohn die Vertreter die schwere Last irdischen Elends em:gt W^, indische Typen der namhafteste» jüdischen Organisatiorien Wie::s sowie aller Grupstudiere»: will, der findet hier ein reiches Feld W:e traumverloren pei» der jüdischen Bevölkeruiig zu einer Sitzung ein, ivelche Mittwoch, sttzen mcht selten d:e vergrantten Gestaltenda, von deren Geslch den '1 Mai im Zeremoniensaale der israelitischen Knltnsgemeinde, kein SchlMmer der Freude leuchtet, die das Lächeln überhaupt nicht :u Wien stattfand und die Gründung eines Bureaus für jüdische! zu kennen scheinen und deniioch wirbt auch hier das werktätige Si^tiüik in Oesterreich mim Zwecke hatte. Nachdem Nabb. Dr. ludische Erbarmen nicht vergeblich um Anerkenming. In den von Armand Kami»»ka zur Führu»»g des Protokolls berufen worden war. Sorge»: gepreßten und ve».-fil»sterte,i Gemütern wird es bald Heller schilderte der Vorsitzende i-n seiner Eröffnungsansprache dre Entu,:d d»e gehobene sabbatttche Stimmmig macht sich allmählich in Wicklung der erst seit kurzem bestehenden, aber bereits über d:e ganze den Hellen Trlllern der angestlknmten Semiroth geltend. Außer den Welt ausaedebiiten Oraanisation für jüdische Statistik und forderte beiden Sederabenden hat der Verein an allen 8 Tagen des der- $ bT ö S/mäSe und aus fo oiefen G-Iich.S- »nen ¥fMfcflc8 täglich zwisch°„ 30-40 «ctfonc.t einen »mitten lmcrtäjjticlji' Wer, in Oesterreich auszuuehmeu. Hieraus -stftcheu Tisch, em traulich gastliches H°,m Welch eine erarift der aus Berliu eiugetrasseue Barsitz-ude des Verbandes für Unsumme menschlichen^Elends wurde auf diese Welse gelmdeft und iüdisckc Statistik Alfred Nossig. das Wort zu einem Referat.! mit dem bitteren Geschick der Erde wieder versöhnt. Um das Gen welchen, er ar'ifUe praktische Bedeutung der jüdischen Statistik lingen dieser Veranstaltungen, die keinen geringen Aufwa»id von binwies' und den Oraanisations- sowie den Arbeitsplan des zu Kosten und Muhe erforderten, haben sich besonders die Herren SS,! »utcSu? effi*«; Mit Nachdruck stob es der Nefe-, Os. Mürz. Jaeob März und S Komet »erd ent gemacht Wenn rent hervor, daß die stattstische Organisation nur im engsten Aüauch dieser Verein tu feinerf ^ai»öjc:l: bcc Stncrlcnnunß roettefter Muß an die offiziellen Vertretungen der jüdischen Gemeinden sich Kreise sich bereits erfreut, so sollte doch keiner, der für unsere ö rtlich gedeihlich entwickeln könne. In der darauffolgenden Disheilige Religion sich noch e.n Herz bewahrt hat. es unterlassen, kussion legte zunächst der Präsident der Wiener Kultusgemeinde. demselben als Mitglied be»zutreten. . ot iu. , - ...... - -- .ll.lv- -- Dr Alfred Stern, die Stellung der leitenden Sphären der jüdischen Wie,:, T u u n ll in}!?xrt sn (nt Sn,nb b,er VZNOchen Oswobozdeme letzteren als Gemeilidc zur Statistik dar. Er deutete-die Grenzen an, in denen ein veranstaltet Sonntag! den Anstifter der Bluttaten bezeichnete; wahr »st, daß »ch dabe: sagte, Erhebungen^ und Veröffentlichu»»gen des künftigen statistischen 5 cvim|\ ein Farnilienb:c Zionisten leben von K:schenewer und Zablotower Krawalle»:. c».. irnh aetmsser vrirniviester ...... n Kischenewer und Zablotower Krawallen. Es ist schließlich wahr, daß ich gegen die genannten angesehener: Bürger Kolomeas die^ Strafklage wegen Ehrenbeleidigung angesttengt habe, deren Resultat ich der Ocffentlichkeit übergeben werde 6. Es ist unwahr, daß ich von der Versammlung auskniff, wahr ist, daß ich als letzter in Begleitung einiger Arbeiter der: Saal verließ. Dr. S. L. Scharr, Advokat in Kolomea. Wie enthalten uns vorläufig jeder Bemerkung zu dieser Berichtigung, da Dr. Scharr die Angclegeiihcit vor das einzig richtige Forum, vor das Gericht, gebracht hat. Die Red. Chronik. Inland. Gedenktage. Mai. 24. 1818 geb. in Frankfurt a. M. Rabb. Dr. Abraham Geiger. 25. 1894 st. in New-Aork Nabb. Dr. Alex. Kohut. 26. 1820 geb. in Tions (Posen) Geh. Rat Dr. Samuel Kristeller. 1881 st. in Bonn Prof. Jakob Bernays. 27. 1096 erlag die jüdische Bevölkerung von Mainz der Mordgier frornmer (!) Kreuzfahrer. 28. 1831 geb. in Nikolsburg Eduard Kulke, Schriftsteller. 1880 st. »„ Wien Dr. Mor. Nappaport. Arzt und Dichter. 29. 1836 geb. i. Kottbirs Prof. Em. Breslaiir, Musiktheoretiker und Klavierpädagoge. 1899 st. i,» Prag-Srnichoiv Rabb. Dr. Samuel Back. 30. 1794 geb. in Prag Jgn. Moscheles, Kompon. und Maviersp. Siwan. 1. 1251 kamen in Frankfurt a. M. Juden »uns Leben. 2. 1808 geb. im Haag Abraham de Pinto. 1863 st. in Beuchen Rabb. Jsr. Deutsch. 3. 1096 fielen 1300 Märtyrer in Mainz. 4. 1866 st. in Zurichter Arzt Sal. Ludw. Steinhe»,,». Dichter und Religionsphilosoph. 8. 1816 geb. in Kaidan (Rußl.) d. Hebraist Senior Sachs. Bureaus sich bewegen sollten, begrüßte trotz getvisser pruizipieller Bedenken mit Freude das Entstehen der statistischen Organisation untz sprach die Erwartung aus, daß die Mittel »ind Wege zur Realisierung der neuen großen Aufgabe sich finden »vürden. Rabb. Dr. Kaminka besprach die Zwecke, welche sich die jüdische Statistik zu stellen hätte und wies besonders auf die bereits von Zunz ernpfvhlcne historische Statistik hin. Ba»»rat Stiaßny suchte die von Dr. Stern erhobelien Bedenken zu entkräften. Er stellte dein künftige»: Bureau Erhebuiigen zur Verfügung, welche vor einiger Zeit von der Leitung des Museums für jüdische Altertümer veraiistaltet, aber noch nicht bearbeitet wurden. Die beste Getväh»: für de,» reit erklärt hätte. In läligerer Ausführung entwickelte nun Magistratssekretär Tr. Lölvy seine Auffassung der Aufgaben der jüdischen Statistik und wies an dein Beispiele des langsa»nen Durchdringens der staatlichen Statistik nach, wie a»»ch alle an die jüdische Statistik sich knüpfenden Befürchtungen als »llibegründet werden weichen »nüssen. Eine streng >visse»»schaftlich, voraussetzungslos geleitete jüdische Statistik »nüsse sich in kurzer Frist das volle Vertraue», der staatliche», statistischen Aemter und des gebildeten Publiku»ns aller Konfessiol»en erwerben und daniit sei der jüdische,: Bevölkerung die Möglichkeit gegeben, nicht nur sich selbst zu erkennen, solider»», auch durch die erlviesene Wahrheit rnanches Vorurteil aus de»n Wege zu räumen. Dr. Egon Zweig beleuchtete die große Bedeuttuig der Statistik bvin^tandpuilkte der zionistische»» Beivegu»g, betoliie mit Nachdruck die dringende Notlvendlgkeit statistischer Untersttchuilgen und sprach die zuversichtliche Erivartung aus, daß die zionistischen Kreise, welche bis jetzt die statistischen Arbeiten in Oesterreich geführt hätten, sich nun auch au dein neuen, größer angelegten Werke aufs lebhafteste beteiligen würde»:. Dr. Bloch bezeichnete sich ebeiifalls als entschiedenen »ind bedingungslosen Freund jüdisch-statistischer Feststelluugen und machte die Mitteilung, daß die österreichische Regierung seit einigen Jahre»: spezielle, die jüdischen Gelneinden und ihre Institute betreffende Erhebungen veranstalten lasse, welche sie den» Bureau für jüdische Statistik zweifellos nicht nur zur Eiiisicht, sondern a»»ch zur Be: Aus der Plenarsitzung des Itultusvorstantes vom 15. Mai _.... . .. 0... ... ... 0... l.b0^.unter dem Vorsitze des Präsidenten Dr. Alfred Stern. Beginn, öffe»»tlichung zu überlasse»» geneigt sei» würde. Auch Doktor der «ttzung 10 Uhr vormittags. Irr: Eiulaufe gelaugeu zur Ber- Löwy, setzte sich ohne Einschränkungeu für die Statistik ei». Als Mitglied beizutreten. Der jüdisch-nationale A r b e i t e r - V e rden 29. Mai (bei ungünsttger Witterrmg Ausflugsfest nach Kritzendors (F.-J.-B.) in den Prachtsaal u»:d Gartenlokalitäten des Restaurants zum Hirschen rnit »mchstehendem Programm: Abfahrt für die Mtglieder »nid Gäste der westlichen Bezirke: Stadtbahnstation Gmndendorferstraße :un 1.60 Uhr nachrnittags »»ach Klosterneuburg-iKierling und Marsch nach Kritzendors. Für die Mitglieder der nördlichen Bezirke: Stadtbahnstation Brigittabrücke. Dortselbst heitere Unterhaltung und Vorträge »nit anschließendem Tanzkränzchen. Die Mitglieder zionistischer Vereine sind höflichst eingeladen, an diesem Ausflüge teilzimehmen. Besondere Einladungen werden leine ausgegeben. Eintrittskarten zu 30 Heller sind bei allen Ausschußmitgliedern, die diirch weiß-blaue Bänder kenntlich sind, zu habe»:. Wien. (Verein j ü d. j u g e n d l. Arbeiter „L e 0 - poldstadt", 2. Bez., Untere Angartenstraße 1a.) Sonntag den 22. ds. Eskursion (Fußpartie) nach Döbling, Besichtigung des jüd. Blindeiiinstitnts (Hohe Warte 32). Hierauf Marsch ms „Krapfenwaldl". Dortselbst Freiübuiigen, Spiele n»»d Vorträge. Zusam- »nenkllnft der Teilnehrner nrn 2 Uhr riachmittags bei der Angartenbrücke (Leopoldstädter Seite). — Mittwoch den 26. ds. Bereinsnbend mit Bericht der Delegierten über de»: Krakauer Parteitag. Beginn präzise 8 Uhr abends. Gäste willkommen. (Vereinsabe»:d jeden Mittwoch.) Die Verei»:sleitung. Der Parteitag der jüdischen Arbeiter und Handelsangestettteu Oesterreichs findet am 23. Mai 1904 in Krakau, stn Saale des Hotel „Um i 0 n", Gertrudstraße Nr. 27, statt. Tagesordnung: 1. Begrüßung und Wahl des Präsidiums. 2. Tätigkeitsbericht. 3. Unsere Stellung im ^Zionismus und zur Sozialdemokratie. 4. Organisation (Schaffu»»g eines Neichsverbandes).- 6. Presse. 6. Stelleiiverrnittlulig und Arbeitslosenunterstützulig. 7. Frauenorganisation. 8. Orga>»isation -er jugendlichen Arbeiter. 9. Regelung der Arbeitszeit. 10. Ort und Zeit des folgenden Parteitages. 11. Eventuelles. Bar-Mizwah. An: 14. ds. feierte der Sohn des Herr»» Adolf Bojto, Vorstandsmitglied des „Jüdischen Volksvereiiles". im Seitenstetteii-Telnpel seine Bar-Mizwah-Feier. Die Eltern des Konfirlnanden erhielten aus diesem A»:laß zahlreiche Gratulationen. Requiem. De», 16. ds. fand im »»euen Josefstädter Tempel ein Requiem für tveil. Abrahan: A d l e r, das getvesene Vorstandsmitglied des Ternpelvereines Josefstadt, statt. Die Trauerpredigt

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