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Jüdisches Volksblatt · 1904-05-06 · 19 (6.5.1904) · p. Seite 2

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
6 (1904)
Issue
19 (6.5.1904)
Date
1904-05-06
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite L Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt. Ueberhaupt wäre es gut, wenn wir uns vor allen Dingen etwas auf unsere nationale Würde besinnen wollten! Wir sind heute tatsächlich von einem Volke der Denker zu einem Volke der Schmäher geworden, wir wüten uns in einen Chauvinismus herein, gegen den der ehemalige französische Chauvinismus die errötende Bescheidenheit selbst war. Ein Mann, der sich stark und mächtig fühlt, wirft nicht mit unflätigen Schimpfreden um sich, selbst das Gekläffe der Hunde läßt ihn ruhig. Wehe, wenn eine Nation ihre Größe durch Schmähungen anderer Nationen erst ins rechte Licht setzen muß .... Mit unserem gefährlichsten Feinde, dem Russen dagegen liebäugeln wir, für den haben wir stets Liebenswürdigkeiten auf den Lippen". Das beweist eine Gereiftheit und Unabhängigkeit des Urteils, die Anerkennung verdient. Die Schlüsse, zu denen der Autor gelangt, können wir nicht teilen. Er meint, daß Deutschland sich im ersten Entwicklungsstadium des Kapitalismus befi-'.det, dessen Repräsentant Rothschild, als Typus der bloßen Finanz größen ist. die neueste Wirtschaftsentwicklung ge:>e r, wie das Beispiel Amerikas zeigt, über dieses Gebiet hinaus, sie schafft Morgans, die. Richtung der produktiven Finanzspekulation. Nun fühlen wir weder Neigung noch Beruf, die Rothschilds zu verteidigen. Wir müssen aber einfach aus Gerechtigkeitsgefühl konstatieren, daß sie sich auch sehr auf produktivem Gebiete betätigen; um nur ein Beispiel herauszugreifen, gehört das Witkowitzer Werk, das größte Eisenwerk am Kontinent, der Kompagnie Rothschild-Guttmann. Wir könnten die Liste der Jndustriegründungen, die auf die Gruppe Rothschild zurückzuführen ist, aber noch beliebig lang fortsetzen.Somit fiele der qualitative Unterschied, Rothschild oder Morgan, weg. Anderseits können wir in den Trusts der Morgan, Rockefeller, Vanderbilt u. s. w. beim besten Willen keine gesunde Fortentwicklung des Kapitalismus erblicken; sie laufen doch entweder auf eine „Expropriation der Expropriateure", oder auf einen — Krach hinaus; siehe zu letzterem den Zusammenbruch des Morgan'schen Schifffahrtstrustes. Ich verweise aus der Wirtschaftsgeschichte der letzten Tage auf den verkrachten Baummollrrnft des Daniel Sully. Ein solcher Mißerfolg zeitigt alles eher als eine Organisation des Marktes, er bewirkt auf längere Zeit eine völlige Desorganisierung desselben. Die amerikanischen Trusts scheinen mir daher ein schlechtes Argument für die Ueberlegenheit des amerikanischen Wirtschaftslebens zu sein. Uns interessiert aber in dieser Broschüre hauptsächlich das Urteil Frieses über die Juden, das trotz mancher Entgleisungen Beachtung verdient. Er sagt: Studieren wir speziell die Rolle, die wir Deutschen in dem allgemeinen wirtschaftlichen Wettlauf der Völker spielen oder zu spielen gedenken, so werden wir uns nach der obigen Charakterisierung sofort sagen müssen, datz wir in diesem Wettlauf, der unbedingt die praktischen Tugenden fordert, die geringsten Chancen haben. Wir nennen uns ja auch selbst (andere tun es nicht) das Volk der Denker, womit eben die ideale Richtung unserer Kulturtätigkeit angedeutet ist, im Gegensatz zum praktischen Geiste, der nicht in philosophischen Grübeleien, in wissenschaftlichem und unwissenschaftlichem Zank und Streit, sondern im Fugreifen unter den realen Dingen der Welt seine Befriedigung findet. Nun ist das deutsche Volk überaus intelligent, erfindungsreich und bietet alles Material, das richtig verarbeitet und in die richtigen Bahnen geleitet, sich für einen prächtigen wirtschaftlichen Bau verwenden ließe. Mein es fehlen ihm die führenden Geister, es ermangelt des F e rment es, das die großen Massen in die entsprechende Gährung versetzt und ihre Jnstintte in die zielbewußten praftischen Bahnen treibt. Ein solches Ferment haben wir bis jetzt nicht in uns selbst gefunden, sondern es ist uns in einer fremden praktischer veranlagten Rasse, den Jude n, beigemcngt worden. Es ist das einzige und sicherlich großartigste Beispiel in der Weltgeschichte, daß ein einziges Volk alle andern Völker der Welt durchsetzt und überall in mehr oder weniger hervorragender Weise als wirtschaftliches Ferment seine D a s e i n s b e r e ch t i g n n g erwiesen h a t. Nur die Chinesen haben eines solchen Fermentes nicht bedurft. . Ich weiß, daß ich mit dieser Wendung sofort einen Sturm der Entrüstung gegen mich hcraufbeseblnören lverde. Ich bi n, w i e jeder wenigstens in Deutschland geborene C h r i ft, s ch o n du r ch die S ch ule z n m 7k n t i s e m i t e n erzogen. Allein ich habe mich hier zu einem voranssehnngsloswissenschaftlichcn Standpunkt cmporgeschtvungen und halte mich ausschließlich an die Wirklichkeit, an die Tatsachen, ohne irgendwie meinem persönlichen Empfinden trübende Uebergriffe zu gestatten. Der Antisemitismus, wie er auf dem europäischen Kontinent betrieben wird, ist lediglich ein t e st i m o n i u m p a n p e r t a t i s. In Rußland z. B. wird heute die ganze tvirtschaftliche Entwicklung lediglich vom Judentum getragen. Man verjage heute die Juden aus Rußland und das letztere sinkt sofort in seine alte Barbarei zurück. Ich will ja nicht im entferntesten Deutschland mit Rußland vergleichen, denn die Russen sind, wie gesagt, eine minderwertige Kulturrassc, wir stehen tvirtschaftlich an und für sich unendlich höher. Allein wir schwelgen sozusagen im Idealismus. Wir philosophieren, studieren, musizieren, dichten, malen, bildhauern bis zur Bewußtlosigkeit, alles Dinge, mit denen!vir im wirtschaftlichen Wettlauf keinen Hund vom Ofen locken. Und von allen, diesen schonen Dingen lassen wir uns nur noch durch das Exerzieren abbringen, eine noch luxuriösere Beschäftigung, die uns das bißchen Geld vollends wegsrißt, das wir zum Anfbarl einer finanziellen Machtsphäre so notwendig brauchen könnten . . . Durch den »jährigen Krieg ist Deutschland aus seiner'aufstrebenden wirtschaftlichen Entwicklung gerissen worden, es verarmte, wurde wirtschaftlich ruiniert und politisch ohnmächtig. Das öffentliche Leben bot wenig Erfreuliches, das Betätigungsgebiet für bessere Geister war äußerst beschränkt und sie gaben sich daher dem idealeil Hange hin» der an und für sich schon in der Natur des Deutschen lag. Die praktischen Bestrebungen im wirtschaftlichen Leben waren beinahe ganz erstickt, was schon daraus hervorgeht, daß England die Großindustrie schuf und entwickelte, wirtschaftlich die ganze Welt eroberte, den ganzen Kontinent mit seinen Fabrikaten überslurcte, während wir ruhig noch über 60 Jahre in den Kinderschuhen der Produktion stecken blieben, ohne uns irgendwie über die englischen Riesenfortschritte anfzurcgen. Wir waren also tatsächlich wirtschaftlich rückständig und die Geschichte zeigt uns, daß die Juden sich vornehmlich unter denjenigen Völkern mit Erfolg festsctzen, die in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung rückständig oder gehemmt sind. So sind sie auch unter den europäischen Völkern an Zahlend Bedeutung umso bemerkenswerter, je welliger die wirtschaftliche Etitwicklung fortgeschritten ist, der Reihe nach in Rußland, Oesterreich, Italien, Frankreich, Deutschland, England. Amerika. Die Juden haben sich somit als wirtschaftliches Ferment als eine nnbedingre Notwendigkeit erwiesen und aller Antisemitismus ändert daran nichts. Es ist jedenfalls eine auffallende Tatsache, daß a u ch d e r A n t i s e m k t i s m tt s der wirtschaftlichen Rückständigkeit parallel verläuft, in den rückständigsten Ländern, wie Rußland und Oesterreich am heftigsten, in den wirtschaftlich fortgeschrittensten Ländern, wie England und Amerika am gelindesten auftritr. Der Antisemitismus hat sich aber als vollständig machtlos erwiesen, und legt einzig und allein Zeugnis für b i cst a unenswerte wirtschaftliche Energie und Lebensfähigkeit der jüdischen Rasse ab. Jede lebensfähige Rasse bekundet ihre Lebensfähigkeit durch die Tat; auf dem furchtbaren Kampfplatze der Kultur ergreifen eben die Fähigsten die Führerstellen, unbekümmert um das Geschrei und die Mißgunst um sie herum, und daß die Juden trotz alles antisemitischen Gezeters die wirtschaftliche Macht an sich reihen konnten, beweist ihre Ueberlegenheit. Sehen wir uns heute in Deutschland um. Hat auch der wütendste Antisemitismus zu verhindern vermocht, daß in erster Linie im Warentausch und in der Finanzwelt auch heute noch die Juden das Steuer in der Hand haben? Unsere sämtlichen großen Warenhäuser, ein ganz markantes Produkt der modernen Kapitalentwicklung, werden von Juden geschaffen. Wenden wir die Blicke speziell nach unserer Hauplstadt Berlin, so beobachten wir, ivie das ganze Geschäftsleben, wie in Wie n, immer mehr in die Hände der Juden über- Charakter trägt I i s ch t a b a ch, welcher die frygische Tonart mit erhöhter dritter Stufe ist. Daher sind alle oben erwähnten Kompositionen mit dem charakteristischen Intervalle äis-e und e-äis in diesem auf h (g-Dur) transponierten Tonleiter geschaffen worden. Die Lieder aus der Tonart Jischtabach sind dem europäischen Gehör viel näher und ähneln durch ihren Charakter sehr stark der slavischen Musik. Möglich, daß die polnischen und russischen Gesänge nicht ohne Einfluß auf die jüdischen geblieben sind. Der weiter folgende Teil des „Liedes von der Blum" aus der Sammlung Dalmans zeigt am besten die Verwandtschaft mit dem slavischen Volkslieder dort ein' teu - re Blum', sie liegt und M-9. — ß -pjF- 9-m-jfault schon ei - ni - ge Tag', der Wind werft sie her - um. Sie schreit und weint mit — -t mm —- r|»z£ m r m ... J . * « 9 m •</ 3=*=-1 L-q * — groß Ge - bet: Pa - me - lach seht wo ihr geht. Die wunderschöne Melodie des Liedes „Am olam" nähert sich auch stark diesem Charakter; ungewöhnlich erhebenden Eindruck macht auch das mit frommer, patriarchalischer Würde gedichtete und vertonte Lied „Heimkehr in das Land der Väter". Einen ähnlichen slavischen Charakter haben zwei Lieder von M. M. Warschawski, die als Beilage zum Jüdischen Volkskalender für das Jahr 5664 herausgegeben wurden, besonders tritt dies in dem Liede „Des Mihlners Thrären" hervor. Beide Lieder sind von Arno Nadel arrangiert, der neben ihnen noch ein drittes, eigener Komposition „Sabbathanfang veröffentlichte. Dieses melancholisch gefärbte Lied mündet in der Mitte in die interessante Chromatik rh ~TT' > -—h . p -Jbst? E f /W t:—^ kJ <9. 4M Frie *• den in dein stil - les Heim. Die Mehrzahl der heute bekannten Jargonlieder stammt von bekannten Dichtern, die sehr oft sowohl den Text als auch die Musik selbst verfaßten; diese drangen dann unter das Volk und finden sich heute in verschiedenen volkstümlichen Varianten bei den Ostjuden. So stammt z. B. das oben erwähnte prachtvolle Lied „Maschiachszeiten" von B. W. Ehrenkranz aus Zbaraz, die Lieder „Gruß an Zion" und „Am olam" von B. Schafir aus Krakau; das Lied „Heimkehr nach dem Lande der Väter" wurde ans dem Liede A. Goldfaden's „Der Jichns Schidduch" übernommen und mit einer jüdischen Melodie ans Litthauen versehen. Abraham Goldfaden ans Konstantin in Wolhynien erwarb sich den klangvollsten Namen von alle» Dichtern des galizischen Jargons. Er gründete auch in Rumänien ein jüdisches Lustspiel-Theater, wo er Jargonoperetten, d. h. Singspiele mit gewöhnlich biblischer Handlung aufführte. Auch finden wir Sängergesellschaften, die sich ausschließlich der Pflege des Jargonliedes widmen und es in Konzerten wie z. B. die Brüder Herrnsfeld — zum Bortrage bringen. 6. Mai 1904 kr. 19 ( geht. Die ganze finanzielle Macht Berlins, ivie überhaupt Deutschlands, liegt in ihren Händen. Daß die antisemitischen Schlagwörter des Schachers und Wuchers hier nicht mehr ausrcichen, ist für jeder, denkenden Menschen einleuchtend. (Fortsetzung folgt.) Ans dem Berichte der Wiener „Israelitischen Allianz". Rumänien. Die ungleich größere und so ergreifend zum Ausbruch gelangte Not in Rußland hat ztvar in weiten Kreisen die Aufmerksamkeit vom andauernden Leid der Juden in Rumänien abgelenkt und demgemäß sind auch die Spenden für die zu deren Gunsten nach wie vor notwendige Hilfsaktion ans ein Minimum zurückgegangen — die bezüglichen Spenden im Betrage von Kronen 1570, die wir ausweisen, sind zum großen Teile Neste von Sammlungen im Jahre 1902, die uns nach Schluß der vorjährigen Bilanz zugeflossen sind — wir fanden uns jedoch in der Notwendigkeit, die Aktion im gleichen Nahmen, wie im Vorjahre, und mit nahezu gleichen Kosten fortzuführen. Die Ausgaben beliefen sich insgesamt auf über 27 000 Kronen. Emigration. Die von uns unterstützte geregelte Emigration bewegte sich in denselben Geleisen wie 1902. Jede Woche passierten Wien je zwei vom Komitee in Bukarest zusammengesetzte Gruppen, deren Mitglieder als erwerbsfähig und den Bedingungen für die Zulassung zur Landung in überseeischen Häfen entsprechend beftmden waren. Diese Auswanderer, deren Beförderung nach transozeanischen Ländern unter Patronanz der „Jewish Colonization Association" vor sich ging, und die einen Teil der Reisekosten ans Eigenem oder durch Unterstützung ihrer bereits in Amerika wohnhaften Angehörigen zu leisten in der Lage waren, verursachten uns zumeist nur lokale Ausgaben während ihres Aufenthaltes in Wien, wo sie von unseren Beamten an den Bahnhöfen empfangen, verköstigt und an demselben Tage weiter expediert wurden. Andererseits hatten wir aber zahlreiche Frauen und Kinder aus Rumänien ganz für unsere Kosten nach westlichen Ländern zu den dort bereits zu einer neuen Existenz gelangten Ernährern zu befördern. Die derart seit nunmehr vier Jahren fortdauernde Emigration hat nicht bloß einen relativen, sondern auch bereits absoluten Rückgang der dortigen jüdischen Bevölkerung zur Folge gehabt, der sich jedoch ziffernmäßig noch nicht feststellen läßt. Die letzten offiziellen statistischen Daten sind die soeben erst (laut Mitteilung des Herrn I. Astruc in Bukarest) von der Zählung des Jahres 1900 bekannt gewordenen. Diesem zufolge waren in Rumänien: Einwohner: 5 956 690, darunter 262 384 Juden (darunter 5859 unter ausländischem Schutze). Stadtbewohner: 1 119 780, darunter 209 477 Juden (christl. Rumänen: 768 081, Ausländer: 142 260). Landbewohner: 4 836 904, darunter 62 934 Juden- Offiziöse Agitation gegen die Juden. Die Machthaber in Bukarest haben im verflossenen Jahre nicht nur den „status quo" des Druckes und der Willkür gegen die Juden aufrechterhaltcn, sondern die barbarischen Maßnahmen auch durch verleumderische Publikationen in Westeuropa zu rechtfertigen versucht. Als derartiges Produkt der Verlogenheit und des Menschenhasses erschien, von einem hohen Negierungsbeamten (unter dem Pseudonym „Verax") unter Benützung „amtlicher" Quellen und Mitwirkung der Ministerien herausgegeben, ein umfassendes Buch „La Roumanie et les Juifs", das mit einer vorgespiegelten Wissenschaftlichkeit den Nachweis erbringen sollte, daß die Juden dem Lande schädlich seien und zur Auswanderung gezwun- Die Repatriierung der spanischen Juden. Von Dr. Angel Pulido. Aus dem Spanischen*) von Jakob Krausz» (Fortsetzung.) „Wir bedienen uns wohl der Sprache, aber von der spanischen Literatur erfahren wir nichts. Es gibt in Madrid sicherlich irgendein unparteiisches, literarisches Blatt, und ich erlaube mir, sie zu bitte», mir eine Nummer eines solchen zusenden lassen zu wollen, da ich auf dasselbe abonnier» möchte. Empfangen Sie re." Ich beantwortete den Brief, und sandte ihm einige Zeitschriften. Don Lasar A s ch e r aus B u k a r e st, schreibt mir am 27. Dezember 1903: „Als Liebhaber der spanischen Sprache, welche ich von meinen Eltern und Ureltern ererbt habe, und welche auch heute noch in meiner Familie gesprochen wird, bitte ich Sie, die Güte zu haben, mir die Blätter zukommen zu lassen, in welchen ihre Interpellation erschien, damit ich sie im Original lesen kann. Ich bedauere es sehr, daß ich zur Zeit, da Euer Wohlgeboren in unserer Stadt weilten, nicht hier war, um Ihnen zu zeigen, wie in unserer Schule Knaben von sieben Jahren aufwärts, diese schöne und geschmeidige Sprache beherrschen, welche mit Recht die Sprache genannt wird „in welcher man zu Gott spricht". Alle unsere Bitt- und Gebetbücher, die Bibel u. dgl. besitzen wir in spanischer Uebersetzung. Ich würde mich besonders glücklich schätzen, Ihnen d on Beweis meiner Dankbarkeit und Anerkennung erbringen zu können." Derselbe Herr Ascher antwortete mir am 11. Jänner 1904: „Es fehlen mir die Worte, um Euer Wohlgeboren für die Freundlichkeit, mit welcher Sie mir den Bericht über die Senatssitzung zusandten, in welcher Sie die Propagierung der spanischen Sprache in Anregung brachten, zu danken. Ich kann mich gar nicht sattlesen daran und mein Herz über- * ) La Ilustraoion Espanola y Americana, Nr. VI, 1904.

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