Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 6 (1904)
- Issue
- 18 (29.4.1904)
- Date
- 1904-04-29
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt. L9. April 1904 SMi« 3 Nr. 18 Dr. Schorr.gewußt hat, daß nur M seiner Vertretung die Rädelsführer der Strafe zugeführt werden, legt man als Inde und Soz ia lde mo kra t die V e r-- tret u n g deswegen nieder, weil die „Union" nicht in der Lage w ar, 4000 Kronen zn zahlen? Ist das wahre Sozialdemokrateninoral? Um ganz sicher zu gehen, wandten wir uns an Dr. R o s e n h e ck in Kolo m e a, der uns eine Erklär u n g, u n t e r s ch r i e b e n v o n 6 0 a n ge s e h e n e n K o l o m e a e r j ü d i s ch e n B ü r g e r n, e i n s a n d t e, in de'ii diese als Anwesende j e ner b e t it ch - tigten P r o t,e st v e r s a m m l u n g gegen die Z a b l o t o w e r Exzesse m i t a l l er B estim m t - heit b e haup t e n, daß Dr'. Schorr die Juden als die geistigen Urheber jener Exzesse bezeichnete und noch hinzufügte, daß diese bloß Vorläufer großer Gemetzel sind, weil die Juden Wucher treiben und den Bauer ausbeuten. Durch! diese Rede ermutigt, habe dann ein Ruthene, Dr. Tydlowski, in derselben Versammlung auf Kischenew hingewiesen, wo wahrscheinlich auch die Juden die Urheber der Massacres gewesen seien!!! Von beiden Seiten wurde lebhaft agitiert. Um 7 Uhr war der Saal bereits von. ungefähr 1000 Personen gefüllt. Die Sozi hatten! rolle Kokarden angelegt, und hinter ihren Nöcken eiserne Stäbe gesteckt. Eine gewaltige Spannung lag auf allen. Gesichtern-. Dr. Schorr erschjeint im. Saale, und wird von seinen Genossen mit Hochrufen empfangen, worauf die Jüdischnationaleu mit Pfuirufen replizieren. Die Versammlung wird eröffnet und da die Jüdischnationalen in der Mehrheit waren-, Dr. Weißmann zum Vorsitzenden gewählt. Dr. Schorr besteigt die Tribüne. Da erhebt sich ein jüdischer Arbeiter, Steinmetz, und stellt den Antrag, daß der Referent zuerst über eine an ihn zu richten.de Ara ge Antwort geben soll. Bei der Abstimmung dieses Antrages aber, dem die Sozi opponierten., kam es zu solch tumultösen Lärmszenen, daß der Regierungskommissär die Versammlung auflöste. Jetzt ging der Sturm los. Wie auf Kommando, stürzten sich die christlichen Arbeiter, denen man billige Gelegenheit gab, auf die I u d e n z u schlage n, auf die Jüdischnationalen, hieben mit Eisenstäben, Ofentrümmern und Sesseln auf ihre Köpfe und verwundeten zahlreiche von ihnen. Es spielten sich 'drinnen Szenen ab, die man rückst recht schildern kann. Erst die Polizei machte dieser Schlacht ein, Ende und n>ahm 16 Verhaftungen vor. Dr. Schorr aber kniff aus und, von zwei Detektivs geschützt, eilte er zur Bahn. Die Jüdischnationalen fiattem wieder den Sieg davongetragen,, indem, sie den Verräters nicht zu, Worte habenkommen lassen, bevor er nicht über die gegen ihn erhobene Airklage Antwort geben wollte. Irr der ganzen Stadt wird dieser Vorfall lebhaft besprachen. Da aber feilte Gelegenheit gegeben war, den Dr. Schorv vor der versammelten Menge zu brandmarken, gedenkt Dr. Diamant im Laufe dieser Woche das gegen Dr. Schorr gesammelte Material in Form einer größeren Flugschrift der gesamten Oeffentlichkeit bekanntzugeben. EmeH. (Orig.-Korr. des „Jüd. Volksblatt".) Krakau, Ende April. Ans einer unlängst veröffentlicht"» Statistik der „Judenemigration aus Galizien" ist ersichtlich, daß die Judenauswanderung fünfmal intensiver ist, als die der Ruthenen und dreimal als die der Polen. Im letzten Dezennium betrug die gleitet! waren, genau, spezifiziert — unter anderem mußten jährlich 37 Pfund Pfeffer, einige Stücke Leinen geliefert werden, die eigentliche Schutztaxe betrug jährlich, 60 Golddukaten. Wenn man. berechnet, daß diese durch' 600 Jahre bezahlt werden mußten, so. ergibt dies eine Summe von 36 000 Dukaten — für eine kleine Gemeinde eine große Summe. Die größte Demütigung bestand darin, daß jeder Rabbiner vom Fürsterzbischos bestätigt werden mußte und hiefür eine Taxe von 100 Golddukaten — eine horrende Summe — bezahlen mußte; nebst dieser Aufuahmstaxe mußten alle drei Jahve für die Belassung im Amte 8 Dukaten an die erzbischöfliche Kassa .erlegt lverdeu. Dies macht im Laufe von Jahrhunderten! einen sehr großen Betrag aus und die kleine, keineswegs reiche Gemeinde verblutete sich an diesen Anzapfungen. Der Gegenwert hiefür war die Gewährung des nackten' Lebens. Der Genius der Menschheit! muß sein Haupt verhüllen, wenn ein solches blutiges Unrecht in der Form Mn Privilegien kodifiziert wurde — das loa reu wi rkliche „ Privilegia odiosa". Da die letzten Erzbischöfe, die beiden Kardinale Freiherr Sommerau und Landgraf Füilstenberg 60—70 Jahre regierten, so sind mir nur diese beiden Kirchenfürsten erinnerlich. Der erste re gelangte zn der hohen Stellung, weil er sich als einfacher Feldgeistlicher in der Schlacht bei Austerlitz'du rch Tapferkeit ausgezeichnet haben soll — man kann diesem Manne nur Gutes nachsagen — er war ein Freiiud^der Armen, gab das Geld mit vollen Händen aus und' brachte es zuwege, daß trotz des Einkommens, welches jährlich mit einer Million Kronen taxiert! wird, nach seiuem Tode Schulden vorhanden warm; er huldigte dem Grundsätze: „Immer heiter, immer lustig, immer dreht sich am Herde der Spieß"; zu seinen Tafeln wurden alle Honoratioren des Städtchens herangezogeu, insbesondere Militärs, teils aktive, teils pensionierte — noch sehe ich sie vor mir — diese Schlachte,ngeivinner oder -Verlierer, wie sie, hoch-? gerötet von den guten Weineitz von. der erzbischöflichen Tafel kamen, die rückwärtigen Taschen vollgepfropft mit Zahl der ausgewanderten Juden 104.758. Der Grund dieser Massenauswanderung liegt in den wirtschaftlichen Verhältnissen des Landes und im spezifisch.jiidischen Elend. In Galizien, wo hauptsächlich die Landwirtschaft gepflegt wird, gibt es keine Industrie und keinen Handel in größerem Maßstabe. Dem Kleinhandel obliegen in überwiegender Mehrzahl die Juden, welche auch im Gewerbe stark vertreten sind. Nun tauchte am Ende der Achtzigerjahre des vorigen Jahrhunderts unter den galizischeü Stauczyken ein Gedanke auf, welche von schweren Folgen für die gal,zische Judenschaft war. Es war dies der Gedanke der wirtschaftlichen Emanzipation der Landesbevölkerung'und der ökonomischen Wiedergeburt des polnischen Volkes. Es wurde nun mit der Schaffung eines eigenen Handelsstandes begonnen, dessen Organisation auf der festen Basis des öffentlichen Kredits sich stützen sollte. So sind die Konsumvereine (Kölka rolnicze) entstanden, welche ihren gesetzlichen Schutz in dem geschaffenen Landesverband der Konsumvereine gefunden haben. Wie Pilze nach einem Regen, so entstanden die Kölka rolnicze, welche mit großem Eifer an dem nationalen Werke arbeiten. Aber mit der Zeit trat den Gründern der leuchtende Gedanke der nationalen Selbsthilfe in den Hintergrund, das Streben nach Unabhängigkeit im Handel und Gewerbe artete in Chauvinismus aus, welcher seinen vollkommenstem Ausdruck in der Formel „Kaufet mir bei Christen" fand. In jedem Städtchen und in jedem Dorfe befindet sich ein Konsumverein, welcher gegenwärtig zu einem politschen Faktor geworden ist und nebstbei die Aufgabe hat, die Inden vom Handel zu verdrängen. Das ist den Vereinen, unter dem Einflüsse der autonomen Behörden und mit Hilfe jüdischer Steuergelder in Form von Subventionen völlig gelungen. Eine der wichtigsten Erwerbsquellen ist den Juden entzogen worden und der Bettelstab ihnen in die Hand gedrückt. Ob aber der Konsumverein den jüdischen Handel ersetzen kann, ist sehr zweifelhaft. Als Hauptartikel befinden sich in einem solchen Vereine Alkohvlgeü linke in größter Quantität, dagegen sind andere Waren nur auch da. Aus den Konsumvereinen werden mit der Zeit Schnapsbuden, wo nur dieTr unken heit der Bauern gefördert wird, und zwar umso leichter, a l s s i e, die K o ns u m vereine, von den Propin ativnsge setzen und vielen Exekutiverlässen in ihrer Tätigkeit keine Einschränkung erfahren, was bei den, konzessionierten Schankgewerbe derFall i st. Zn-ar sind sie nur znm Verkaufe von Originalflaschen (3/l0 Liter Inhalt) Alkohol befugt; aber wer not die Kontrolle aus, ob der Verkauf in drr und nicht in anderer Form vor sich gebt? So sind in den Konsumvereinen den jüdischen Pcopinationspächtern gefährliche Konkurrenten erwachsen, die umso gefährlich"!' sind, als sie durch die besten Agitatoren, durch die P.cffs uud Geistlichkeit, propagiert und von den Behörden unterstützt werden In diesem ungleichen Kampfe müssen die Juden als die Schwächeren unterliegen. In der jüngsten Zeit find wir Zeugen einer sehr regen Bewegung unter der Bevölkerung Galiziens, einer Bewegung, welche, wenn sie im Streben nach ihrem Zwecke nicht auf schiefe Bahnen gebracht werden wird, von großer Bedeutung für das Land sein könnte. Es ist nämlich die Parole ausgegeben worden: „Kaufet nur Produkte der heimischen (Landes-) Industrie." Das soll zur Entwicklung bereits bestehender und Schaffung neuer Industriezweige führen. An der Entwicklung der Industrie haben die Juden selbstverständlich ein großes Interesse, und zwar umsomehr, als sie systematisch vom Handel verdrängt werden, der langsam aber stetig in die polnischen Hände übergebt. Die Heranziehung der Juden zum Gewerbe ist eine unaufschiebbare Notwendigkeit, Leckerbissen. Bei einen foMjlc'it Tafel die zu Ehren des Geburtstages Sr. erzbischöfl. Gnaden (so lautete der terminus techuicus) gefeiert wurde, kamen am Ende die Deputationen an die Reihe -— unter diesen erschien auch einmal mein Vater Vüt als Vorsteher der Juden-, gemeinde mit zwei Räten. Als niln die Reihe an ihn kam, gratulierte er dem Kardinal, dieser aber hatte wahrscheinlich zu tief ins Glas geguckt, denn er hielt cs in dieser Richtung mit den alten Germanen, „er trank immer noch eins", und da erwiderte er auf die Ansprache: „Es Hai mich sehr gefreut, daß Ihr gekommen seid, haltet mm weiter fest an Eurer Religion, bleibet weiter brave C h r i st e n." Man kann sich den Schrecken der Deputation vorstellen — meinem Vater, einem berühmten' Talmudisteu, Schüler von Chasam Sofer, ist so etwas zugekommen! Nach dein Tode des Kardinals Sommerau wurde über dringende Aufforderung des österreichischen Hofes der jüngste Domherr Landgraf Fürstenberg gewählt. Da dieser mehrere Jahre in Kremster als Probst fungierte und als solcher sehr oft in das Geschäftslokal meiner Eltern kam, interessierte uns dessen Wahl lebhaft. Dieser junge Probst war eine echt aristokratische Erscheinung mit klassischem Profil, ein Priester von makellosem-Lebenswandel; von seltener Bedürfnislosigkeit — aber ein stolzer Mann. Er war von hohem Adel und fafj feine Karriere voraus. Er entlehnte oft größere Beträge von meinem, Vater, die er für feine Familie, die nicht reich war, verwendete. Für.diese sorgte er, als er Erzbischof wurde, in großartiger Weise, er kaufte ihnen Güter und mehrere Häuser in Wien; für das allgemeine Wohl erwärmte er sich in keiner Weise, aber ein vornehmer Charakter blieb er immer. Ob der Aufhebung des Konkordates und der Schaffung der liberalen Kirchengesetze machte er der Negierung heftigste Opposition; das schadete ihm nichts, denn er hieß Landgraf Fürstenberg und nicht Dr. Kohn. Meinem Vater entzog er, trotz der alten Bekanntschaft, die Tnchlieferung, welche einen Nutzen von ganzen 50 Gulden abwarf, und als derselbe Audienz nahm, weil ihn diese Zurücksetzung kränkte, die die philanthropischen Institutionen eingesehen haben. Sie haben auch eine fruchtbringende Tätigkeit in dieser Richtung entwickelt. Allein die Philanthropie ist der Größe der Ausgabe nicht gewachsen und nun müssen die Juden zusammen mit den Polen an der Hebung der Industrie arbeiten. Wir täuschen uns aber nicht, wenn wir behaupten, daß nachEiusührung einer Industrie im Lande, die Juden von derselben verdrängt werden, wie es beim Handel der Fall war. Jetzt schon empfindet der jüdische Kaufmannstand die Folgen dieser Bewegung. Das kaufende Publikum verlangt nämlich vom Kaufmanne Landcsprodukte. Dieser Aufforderung kann der Kaufmann nur schwer gerecht werden, denn die heimische Industrie kann weder qualitativ noch quantitativ die Ansprüche des Publikums befriedigen, und außerdem können die inländischen Fabriken dem Kauftnanne keinen so großen Kredit gewähren, wie es die ausländischen tun. Der Konkurrenzkampf ist ein ungleicher und muß zugunsten der fremden Industrie ansfallen. Deshalb zeiht man die Juden einer Gleichgiltigkeit dem Landesinteresse gegenüber und eines Mangels an Patriotismus. Und die bereits entwickelte Industrie, wie beispielsweise die Textilindustrie, ignoriert gänzlich den jüdischen Kaufmann und lagert ihre Waren in „Bazaren" ab, welche einen katholischen Charakter tragen. Die organisierte „industrielle Hilfe" gründet in vielen Städte katholische Laden und richtet viele jüdische Existenzen: zugrunde. 1L (Orig.-Korr. des „I. V.") P e t ersbur g, Mitte April. Ein Trost in dem Unglück ist dev ganzen russischen Presse die Haltung der deutschen antisemitischen Presse, besonders des „Deutschen V o l k s b l a t t", das in der „Nowoje Wremja" vom 6. ds. eigens belobt wird. Ich kenne die österreichischen Verhältnissei picht so genau; aber immerhin ist es mir ein Rätsel, wie diese Wiener antisemitische Presse! zugleich dem Deuts cf) t u m und dem P a n r u s s i s m u s dienen kann. Sind die Wiener so ans den Kopf gefallen, daß sie nicht merken, daß der famose Dr. Vergun zugleich Mitarbeiter der „Nowoje Wremja" und« des „Deutschen Volksblatt" ist, daß also dieses edle Organ, geradeso wie die „Deutsche Zeitung",- nur die Geschäfte des Zarismus besorgt. Immerhin ist es ein groteskes Schauspiel: Rußland, Arm in Arm mit dem „Deutschen Volksblatt" und der „Deutschen Zeitung" fordert das Jahrhundert in die Schranken; das Urteil des Jahrhunderts wird auch deingemäß ausfallen. Die Stellung. Alexe j e w s gilt als erschüttert. Alexejew wird gehen. Schließlich hat er die Ausgabe, zu deren Erfüllung ihn die Kais e r i n - M u 11 e r nach Asien schickte, erfüllt: er-hat die Juden ans der Mandschurei, Wladiwostok und Port Arthur vertrieben. Nun kann er gehen. Er trägt hauptsächliche die Schuldan dem Ansbruch des Krieges, denn seine Berichte, die die Japaner stets als quantite negsigeabledarstellten und zur Unnachgiebigkeit anfforlderten, trugen viel zum Ausbruch des Krieges bei, Dev Ernst! der Lage spiegelt sich auch' in dem Aeußern der: Zeitungen ab. Man sieht nichts als Anzeigen voln Trauermessen für die im Kriege Gefallenen, Inserate von Geschäften mit Trauerkleidern usw. Auf der Straße sieht man viele in Trauergewändern herumgehen; kurz, alle Verluste, die sonst die. offiziellen Berichte sorgsam verschweigen, kommen aus diese Weise ans Tageslicht. erwiderte er meinem Vater als vollendeter Nationalökonom, daß er die Tücher von der Fabrik beziehe undden Nutzen des Zwischenhändlers -ersparen will; er scheint jedoch das Vorgehen bereut zu habenl, denn mein Vater erhielt wieder die großartige. Lieferung zugesprochen. Landgraf Fürstenberg, der über 36 Jahre das Erzbistum inne hatte, war eine vornehme Natur; er liebte den Frieden zwischen den- Nationalitäten und Konfessionen und war im großen und ganzen ein würdiger Hirte der großeg Diözese. Wenn man also auf vergangene 60—60 Jahre zurückdenkt, dann kann, man als alter Mann der Vorsehung danken, wie sich die Verhältnisse geändert haben; die Versassungsgesetze vom Februar 1861 sind, wie Minister Koerber treffend sagte, eine eiserne Tafel, an welcher sich die Antisemiten die Zähne brechen werden. Niemals werden die Gesetze über die Gleichberechtigung der Konfessionen geändert werden, darüber wacht das Auge dev ganzen zivilisierten Welt, insbesondere aber der Gerechtigkeitssinn unseres Monarchen. Die antisemitische Bewegung ist nur eine Episode in dem Aufstiege der Idee der Gleichberechtigung — Feinde hatten ja die Juden immer und schon dev Psalmist sagt vor tausenden von Jahren: „Wäre nicht der Ewige mit uns, sie hätten uns lebendig verschlungen, längst wären die tosenden Gewässer über unsere Köpfe zusammengeschlagen." Betrachtet man daher die Vergangenheit, dann werden wir in der Gegenwart freudig kämpfen, wir stehen aus gesetzlichem Boden, den wir behaupten werden. Wahren wir daher unverzagt und unerschütterlich unsere Rechte und erinnern wir uns stets an die lapidaren Worte des Altmeisters Goethe, der die Mission des Judentunis mit den Worten schildert: „D a s i s r a e l i t i s ch e V o l k lv a r, i st u n d wird sei n, um den Namen des einig-einzigen Gottes z u verk ü n d e n." S a l. Löwin ern. Handelskammerrat