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Jüdisches Volksblatt · 1904-03-18 · 12 (18.3.1904) · p. Seite 4

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
6 (1904)
Issue
12 (18.3.1904)
Date
1904-03-18
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 OTRHltfam Voikvbfett. 18. März 1904 Nr. 12 Angaben von Bedeutung z« machen — wiedergegeben zu werden verdient, Er schildert die Vorgänge vom 11. September, wie folgt: „Zuerst hat mir der Angeklagte Krzywiecki mit einer Holzachse einen Hieb über den Kopf versetzt. Ich wende mich um und frage: „Herr Krzywiecki, warum schlagen Sie mich, habe ich Ihnen was znleid getan?" Da bat er mich angeschaut und ist davongelaufen. Später ist Skalski auf mich zugestürzt und hat mich festgehalken: „Da habt Ihr den Juden." Dann hat er mit dem Säbel nach mir geschlagen und mich in den Bach geworfen. Die Bauern habe« «ich nicht aus dem Wasser herau-gelasse« und fortwährend große Steine geworfen. Endlich habe ich «ich aude« Waffer herausgerettet, die Menge ist mir aber noch immer nachgelaufen und hat «ich «it Stöcken g es ch lagen. Zeuge bringt die Worte vor Erregung nur mühsam heraus und fängt schließlich an, heftig zu wein e'n. (Bewegung.) Bors: Warum weinen Sie? Zeuge: Ich spüre noch den Schrecken und die Schmerzen. Seit dieser Zeit habe ich auch ein Stechen im Kopfe. Ich bin dann zum Hanse des Leiser Burg, von der Menge verfolgt, gelaufen und dort bin ich, vom Blutverlust geschwächt, bewußtlos zufammengebrochen. Wie ich wieder znm Bewußtsein gekommen bin, habe ich mich nicht mehr erheben können und bin ins Haus gekrochen, wo ich 38 Tage schwer krank gelegen bin. Krzywiecki und Skalski leugnen. ES wird etn ärztliches Parere verlesen, daS am Tage der Tat ausgenommen wurde und welches bestätigt, daß Burg zweimal Blutstürze hatte, mehrer« schwere innere und äußere Verletzungen, sieben schwere Verletzungen am Körper, viele kleinere offene Wunden und blutunterlaufen« Stellen aufwies. Ter Verletzte sei zur Zeit der Aufnahme de- Pureres bewußtlos gewesen und müsse nochmals untersucht werden. Der Entlastungszeuge. Die ein wenig schwierige Aufgabe, Skalski reinzuwaschen, hat der k. k. Finanz-Oberkommissär Teofil Cz aban übernommen. Czaban ist der Schrecken der Kolomeaer Gemeindestube. Vor zwei Jahren vom ersten! Wahlkörper in den Gemeinderat entsendet, machte er jede ersprießliche Arbeit durch verschiedene, größtenteils antisemitische Interpellationen unmöglich, wobei «r die im Parlamente beliebten Mittel der Obstruktiv» in Anwendung bringt. In öffentlicher Sitzung erhob er gegen den städtischen Straßeuingenieur M. — natürlich einen Juden — die Anschuldigung, er habe falsche Rechnung gelegt, als aber M. «it der Klage drohte, revozierte er schleunigst. Gleiches tat er, alder Magistrat-eefrrent Assessor B. wegen einer 'ihm zugefügte« Beleidigung Genugtuung forderte. Der Beuretnderat lehnte seine Kandidatur in den großen Ansschuß der städtischen Sparkassa mit allen gegen ein« Stimme ab, er revanchierte fich, indem er die gesamte Direktion unlauterer Manipulationen bei der Kreditgewährung zieh. Dieser Czaban nun wurde von Skalski als Entlastungszeuge geführt. Er begnügte sich nicht, die Kondnitenliste des Angeklagten abzugeben, sondern hält einen sichtlich vorbereiteten gut einstudierten Bortrag über das Finanzwesen, dem er eine förmliche Anklage gegen die Juden zugrundelegt, daß dieselben vor fünf Jahren einen Finanz wachauffeher überfall e« und beinahe erwürgt hätten, wenn ihm nicht «in Gerichtskanzlist das Leben gerettet hätte. Auch bie Anklage, daß die Juden Bauern, die Tabak fürs Aerar zur Stadt führen, zu überfallen und ihnen gewaltsam den Tabak vom Wagen zu nehmen pflegen, erhebt der Zeuge und behauptet, daß ein jüdischer Anwalt einem Offerenten 400 Gulde« entlockt habe, um daS Aerar zu schädigen. WaS die Juden nicht mit Gewalt a u s f ü h r e n, daS bringen sie mit List zustande. Skalski habe enorme Verdienste, die Zablotower Juden handelten den Gesetzen zuwider und Skalski überraschte und ertappte sie jedermal. Der Haß der Zablotower Juden gegen diesen sei so groß, daß fie, um ihn zu beseitigen, sogar den Meineid nicht scheuen. Skalski sei lediglich bestrebt gewesen, die Tumultuanten zu zerstreuen und nur ihm sei es zu danken, daß kein Blut (!) geflossen sei. Darum sei SkalSkt nicht nur freizusprecheu, sondern wäre sogar dem Kaiser zur Auszeichnung für die dem Staate geleisteten Dienste zu empfehlen. Zur Verlesung gelangte auch eine Zuschrift der Finanz-Bezirksdirektion, daß der k. k. Jwauzwach- Oberaufseher Skalski keinen Anteil an den Exzessen genommen habe, indem er die aufgeregte Menge beruhigte, ihm sei eS auch zu danken, daß keinBlut geflossen sei, ferner, daß dieJudenSkalski einen Haß nachtragen uud ihn durch einen Strafprozeß mi> schädlich zu machen trachten". Die Zuschrift der Fiuanzbehörde schließt mit dem Ersuchen, „gegen den Gerueindesekretär Hübscher die Strafuntersuchung wegen Verleumdung einzu leiten und das Resultat der Untersuchung bekannt zu geben. Das amtliche Schriftstück trägt die Unterschrift Kary czek m. p., k. k. Finanzbezirksdirektor. * * * Ja, warum stören Sie die Nachtruhe? . Nun noch eine ebenso komische, als bedeutsame Szene j von der Verhandlung. Der Zeuge Hermann Seiler gibt unter Eid an, es habe jemand um 1 Uhr nachts an seinem Fenster gekratzt. Er sah nach, erblickte Skalski und fragte diesen, was er wünsche. Darauf habe Skalski gesagt: „Ich bin von der Regierung und habe den Auftrag, in den jüdischenHäusern, w o L i ch t brennt, nachzusehen, was die Juden machen." (Bewegung.) Zeuge ging zu Skalski hinaus und verlangte, daß er sich legitimiere, da packte dieser ihn an der Brust, zog den Säbel und schrie: „Ich schlag dich tot." Auf die Hilferufe der Zeugen kam dessen Vater aus dem Hause und rief nach Polizei. Da sagt« Skalski: „Sie, warum stören Sie die Nachtruhe?" und lief davon. (Heiterkeit.) Ans Rußland. (Orig.-Korr. des „Jüd. Volksblatt".) Petersburg, 1. März. Der leitende Mann in Rußland ist Plehwe, selbstverständlich in einiger Distanz nach der Kaiserin Muttec und eß verlohnt fich wohl einen Blick auf die Methode zu werfen, nach der er arbeitet. Er hat es verstanden, daS unbedingte vertrauendes Zaren zu gewinnen, der von ihm alle Informationen erhält. Der Zar liest gewöhnlich nur drei Blätter: die „N o w o j e W r e m j a", de« Pariser „Figaro" and die „Times". Die „N.-Wr." schwimmt nun ganz im Fahrwasser P l e h w e S, oder er in ihrem, wie man will; von dieser Seite droht keine Gefahr. Der Pariser „Figaro" ist bestochen, und wird in Bezug auf Rußland von Petersburg redigiert. Das einzige Blatt, von dem also der Zar eventuell unverfälschte Nachrichten erhalten könnte, ist die „Tim es". Die Gegnerschaft der „Times" aber schadet Plehwe nichts, im Gegenteil. Er gewinnt nur in den Augen des Zaren bei dem allgemeinen Britenhaß dadurch, daß ihn das führende englische Blatt angreift und überdies führt die Plehwe ergebene Presse eine scharfe Kampagne gegen die „Times", garniert mit allerlei lieblichen Verdächtigungen. Kommt aber doch ein Moment, in dem der Zar an Plehwe zweifelt — uud zweimal hat sich dieser Fall ereignet, anläßlich der Maffacre von Kischenew und jetzt anläßlich des Kriegsausbruches — so ist Plehwe der erste, der dem Zaren rät, sich durch Männer „aus dem Volke" informieren zu lassen, uud jedeSmal bestätigen diese „Männer aus dem Volke" die Angaben Plehwes. Kein Wunder, denn dies» „Männer aus dem Volke" sind, was der Zar nicht weiß, Statisten und Pnppen in der Hand Plehwes. Wir wollen dies anläßlich des letzten Empfanges der „unabhängigen" Journalisten erläutern. Es wurden empfangen erstens S »w o»i n, der Herausgeber der „Nowoje Wremja es ist klär, daß von diesem Manne der Zar nur eine Lobrede auf das jetzige autokratische Gewaltsystem hören konnte;zweitensKomarow, der Herausgeber de- „Swjet", ein bekannter wütender Psnslavist, oder bester gesagt Panr u s s i st; der dritte, und darin zeigt sich die Regiekunst Plehwe S,war der Herausgeber der„PetersburgerWjedo«osti", S t o l y p i n. Dieses Blatt wurde nämlich ursprünglich vom Fürsten U ch t o m s k i herausgegeben, einem originellen, selbstständigen Kopfe, der das System Plehwes bekämpft. Plehwe verstand nun den Fürsten einerseits beim Zaren als einen halbverrückten, überspannten Narren darzustellen, andererseits ihn aber auch bei der „Petersburger Wjedomosti" kaltzustellen und die Leitung dieses Blattes einem seiner Werkzeuge, S to l ypi n, zuzuschanzen. St olyp in wurde nun dem Zaren als Repräsentant der oppositionellen Presse vor gestellt! Einen Repräsentanten der ehrlichen Opposition, z. B. der „Russk Wjedom." ließ Plehwe natürlich nicht berufen. Wahrlich man müßte über diese Komödie lachen, wenn man nicht bedächte, daß dieser Plehwe heute die kräftigste Stütze demenschenschlachtenden russischen Despotismus ist. Inzwischen nehme» die Kontributionen der Juden ihren Fortgang. Die jüdischen Ackerbaukvlonien spendeten 10.000 Rubel für den Krieg. Interessant ist es, daß trotz Krieg und KriegSgeschrei die Polemik zwischen dem „Bund" einerseits, der russischen und hauptsächlich der polnischen Sozialdemokratie andererseits fortdauert. Wie das „I. B." seinerzeit berichtete. kam es auf dem jüngsten Partei age der Sozialdemokratie Rußlands, trotzdem der „Bund" der Parteileitung sehr entgegenkam, zu einer Spaltung, da die Parteileitung dem „Bund" absolut keine Autonomie zngestehen wollte. Seit dieser Zeit währt der Streit, der auf dem nächsten internationale« Sozialistenkongreß ausgetragen werden soll. Ich hoffe, daß der.„Bund", der vor dem zarischen Despotismus nicht zurückgewichen ist, auch vor dem sozialdemokratischen Despotismus nicht zurückweichen wird. Inzwischen nimmt der von der Regierungspresse entfeffelte Judenhaß einen bedenklichen Grad an, so daß sich dieselbe Presse scheinbar Mühe nimmt, den Brand zil löschen. Der Gouverneur von Cherson ließ den Rabbiner Rabbinowttsch zu sich rufen, und forderte ihn auf, zu predigen, daß die Juden n-cht auf die Provokatiouen der Christen achten sollen. In Odessa plakatierten die regierungsfreundlichen Studenten Bilder, in denen ein Jude dargestellt wird, wie er mit der einen Hand einem Bauern an die Kehle fährt, mit der anderen ihm einen Beutel aus der Tasche zieht. Unter der regierungsfeindlichen Studentenschaft fanden zahlreiche Verhaftungen wegen Demoustratiouen statt. Aehnliche Szenen ereigneten sich in Kiew. Es gährt also überall in Rußland, aber es will sich aus ben Gährungen kein harmonisches Gebilde gestalten. Alexei. Zeitungsschau. Die bischöfliche Konferenz über die Judentaufen. Das tschechisch-klerikale Organ „Czech" schreibt: Die letzte Bischofskonfcreuz in W i e u beschäftigte sich unter anderen Dingen auch nrit der Frage der Juden taufen, mit der sogenannten „Los zu Rom"-Bewcgung der Inden. Allgemein ivnrde der Standpunkt eingenommen, das; der größte Teil der jüdischen Ilcbcrtretcnden deshalb die Taufe a n n e h m e, weil er dadurch s u Aeinter n gelange. Die Taufe v c r h i l f t den Inden zu solchen Stellen, welche sic als Juden k a u m crla it g e n würden, doch müsse gegen diese B e w e g u n g i r ge n d e t w a s geschehe n. Es wurde als Mittel hiezu empföhle»!, daß den Juden d e r Z n t r i t t z n d e n A e»»»t e r n i n demselben Zahlen verhält nisse gest a t t e t werde u, i u w e l ch c m das I u d c n t u nt z u nt Christent u nt st c h t. Der „C z a s", dem wir diese Notiz entnehmen, bemerkt hiezu: „Braven „Czech"! Er möchte am allerliebsten die Juden samt und sonders taufen, aber zu den Aemteru will er sie nur in einem bestimmten. Prozentsätze zulasse»»; jmehr Juden getauft wären, desto kleiner wäre die Anzahl der Inden und ihr Prozentsatz zu den Christen. Jedenfalls geht aus Obigem mich hervor, das; in de>» Angen des „Czech" der getaufte Jude nicht mehr tvert ist als der ungetaufte, möglich daß er zu dieser Ansicht durch das Verhalten des Erzbischofs Dr. Ko hu gelangt ist." — Wir haben hiezu nur folgendes zu bemerken: In dem Bestreben, die Flucht ans dem Judentume einzudämmen, begegnen sich die Bemühungen des E p i s k o p a t s mit den unsrigen, doch sind uik der Ansicht, das; den Vertretern der katholischen Kirche auch ganz andere, natürlichere Mittel, als die oben erwähnten, zur Verfügung stehen. So sollten sie das Missionswesen, das tlnfmmncn verschlingt und doch nur die faulsten Elemente erobert, einschränken. Sie könnte auch gegen den wirtschaftlichen Boykott der Juden predigen und ihre Gläubigen zur Menschlichkeit gegen ihre jüdischen Mitbürger cmeifern. Als sicheres Mittel gegen die Massentaufen der Juden — wenn sie sie wirklich verabscheuen — wäre auch die Veröffentlichung der Namen der Getauften zu empfehlen, wodurch sie überdies etwas tun würden, was — die Kultusgemeinde in ihrem eigenen Interesse tun sollte. * * * Die Wahrheit über Charkow. Herausgegeben von der freien zionistischen Gruppe „Erez Israel" zu Berlin — Februar 1904. Verlag S. Bernfeld, Berlin-Charlottenburg, Pestalozzistraße 104. .... Den halbwegs einsichtigen Zionisten und gar den wirklichen Kennern des Kolonisationswesens aber ist es längst klar geworden, daß die diplomatischen Unterhandlungen und der „Charter", wenn, sie auch notwendig sind, weder das einzigste noch das sicherste Mi.Ael darstellen, Palästina zu erlangen uud wirklich zu besitzen; daß selbst der Erwerb eines „Charters" noch durchaus nicht den Juden die Machtsphäre in Palästina schaffen würde, die sie für ein Gemeinwesen benötigen. Wieviel Land, wie viele Rechte, wie viele Institutionen, die einen gewaltigen Machtfaktor darstellen, befinden sich schon heute in nicht-jüdischen Händen und steigen täglich in ihrer Ausdehnung, während die Masse der Zionisten nichts, gar nichts für das Land, für ihr Land tut, außer daß sie mit manchmal sehr kindischem und traurigem Spott alle Arbeiten anderer jüdischer Institutionen kritisiert. Die wirklich ernsten Zionisten aber erkannten immer mehr die Notwendigkeit, die -praktische Arbeit in und ftir Palästina' in den Vordergrund zu stellen: d. h. den Bodenerwerb, die Ausgestaltung und Festigung der alten und die'Begründung neuer Kolonien, die Erforschung, die technische, die kulturelle und soziale Erschließung des Landes. Mit wachsender Besorgnis mußten sie sehen, wie rapid die Macht und der Einfluß anderer Nationen in Palästina steigt, wie der Boden stückweise verloren geht. Und je mehr Dr. Herzl die „Charter"-Tlussichtcn in eine ferne Zukunft legte, je weiter sich leider die „Zionisten" durch territoriale Pläne außerhalb Palästinas vom Lande entfernten, um so größer mußte ihre Besorgnis werden, zugleich aber der Wille sich stärken, den Götzen der reinen Charter- Theorie, d. h. der Passivität der Gesamt-Organisation für jede Palästinaarbeit, zu stürze,» — ehe es zu spät würde. .... Damit schließen wir die Darstellung. Es war keine angenehme Sache, böse Schwächen und ein tvauriges Kapitel „Pavwigeschichte" unserer Organisation aufzudecken. Aber das können wir sagen: Es tvar nur ein Stück strenger Aufrichtigkeit und Kritik, nichts mehr, das einer skrupellosen »md häßlichen Hevansforderung entgegengesetzt wurde. Es wäre noch vieles aus dem zionistischen Leben heranzuziehen uud zu beleuchten. Hier erforderte die Beschränkung auf die Charkotver Konferenz nur die Kouzent'vierung auf die Punkte, die den Teilnehmer»» jener Beratung als die aktuellste»» in dem gegenwärtigen Zeitpunkt erschienen. Was die „Chnrkower" jetzt tun werde,»? Sie werden nicht, wie es pielleicht manche geglaubt oder gewünscht haben werden, geängstigt uitö betäubt vom Kriegsgeschrei, das Werk verlassen, an dem sie mehr denn die meisten anderen gebaut uud uuermüdlich geschafft haben, und es den anderen preisgeben. Sie wollten den Frieden und wurden zu einem Kriege gedrängt. Sie werden den Kampf aufiichmen und sie lvissen, das; bei ihnen nicht zu wenige und nicht die Schlechtesteu stehen. Sie werden ihn so zu führen wissen, das; die Würde der Organisation auch nicht einen Augenblick so „ach außen und innen Perletzt iverden wird, wie sich dessen die Protestierenden fortgesetzt schuldig machten. Mögen diejenigen, die sich jede und auch die schwerste formelle und sachliche Verletzung von Seite der Leitung widerspruchslos gefallen ließen und lassen, und die anderen, die das Sachliche nicht! verstehen, oder verdunkeln wollen, »nit Parte »Worte»» formeller Art „»»» sich werfen — es wird ihnen so lange die Sache uud das Prinzip eiitgegeirgehalt.cn werden, bis sie verstehen werde»», um waö cs geht. * * * Der „Vorwärts" publiziert folgende Erklärung der in Berlin lebenden Russen: In der Verhandlung des Reichstages vom 29. Februar d. I. hat der deutsche Reichskanzler Graf Bülolv jene Abwehr, die Antwort auf die Rede Riclsthofcns als „impertinent", als „Mißbrauch des Gastrechtes" bezeichnet, »uid uns um jener Verteidigung lvillen die Ausweisung angedroht. Dabei hat er es unternommen, durch Hinweisung auf die jüdische Abstcunm»,ng eines Teiles der hiesigen Russen antisemitische Vorurteile gegen »,ns zu erstfesseln. Graf Vnlow, der höchste Bearnte des Deutsche» Reiches, hat sich nicht gescheut, uns zu diesem Zwecke unter dem Schutze der J»»»»»ui»ität

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