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Jüdisches Volksblatt · 1904-02-05 · 6 (5.2.1904) · p. Seite 3

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
6 (1904)
Issue
6 (5.2.1904)
Date
1904-02-05
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 6 Wien, Freitag Jüdisches Yolkshlatt. 5. Februar 1904 SM,S ment: 26. Gorodisk, 27. ProfelokTewli, 28. Albertitz. — 5. Jekaterinoslawer Gouvernement: 29. Nadesdino, 30. Pcmjutimo, 31. das Doirf bei St. Jurjcwsk. 32. die Jurjewsker Niederlassung der Wasiljower Herrschaft" 33. Jakowlewsk, 34. das Dorf bei St. Popasnoi, 36. Hovlowka, 36. das Dorf bei ©t. Nikitow 37, Dorf Mazaraki bei St. Debaljzow, 38. Jenakiowo, 39. Dorf Mitinskij, 40. Dorf St. Awdjeew, 41. Dorf zum hl. Jufow. — 6. MinskerGouvernement: 42. Statije Dorogi, 43. Falutschi, 44. Dvraganowo, 46. Lachowitfchi, 46. Jeljuja, 47. Gorodsea, 48. Nowijo Baranowitschi, 49. Luninjez, 60. Stachow, 61. Semiki, 62. Plotniza, 63. Plitsch, 64. Muljarowka, 66. Zitkowitschi, 66. Nawanitscheskaja-Sloboda, 67. Skadowsk. Der Kongreß der russischen Aerzte hat sich> zu vorschliedenen malen auchmit der Judenfrage und hauptsächlich mit der Stellung der jüdischen Aerzte beschäftigt. Es wurde betont, daß die Dorfbewohner oft lieber zu gefährlichen Hausmitteln greifen als bic Hilfe eines jüdischen Arztes in Anspruch zu nehmen. Es wurde daher unter anderemfolgende Resoilution angenommen: „Eine Folge dev Gefche, wonach! Inden nicht in den Dörfern und außerhalb des Ansiedlungsrayons wohnen dürfen, ist, daß die Schwindsucht untere ihnen sich in erschrecklicher Weise verbreitet, da sie sich in den Dörfern nicht kuriereni lassen können, noch dü'! Sanatorien und Kurplätze aussuchen dürfen und gezwungen sind, sich in den Städten des Ansiedlun'gsrayons zusammenzupfercheu." Die Maßregelung der Talmnd-Thora- Schulen in Ungar«. (Qvig.-Korr. d. „I. 33.")' Eperje s, Ende Jänner. Als NachAang zrir antijüdischen Politik Koloman von S z e l l s käme die Verordnung des Wauj-Tornaer Komitats betreffend die „Winkelschulen" angesehen werden. Das Abauj-To-rnaer Komitat gehört zu jenen Gegem den Ungarns, in welchiÄn, sichl bic meisten aus dem Osten kommenden Juden angesiiedelt hatten. Diese Juden gehören! mit sehr geringen! Ausnahmen der orthodoxen Richtung an, erhalten mit großen Opfern eine große Anzahl von Talrnud-Dhora-Schulen, aus denen schon mancher namhafte Gelehrte und Theologe! hervorgegairgen ist. Um ihre Kinder von dm Einflüssen des- Verkehrs mit Kindern neologer Richtung fernzuhalten, oder uni nicht gezwungen zu sein, ihre Ki-ndev in christliche Schulen zu schicken, wurden in diesen! Talmud-Ä)om-Schulen auch weltliche Gegenstände unterrichtet, wobei Hie Schüler sich jährlich einer Prüfung an einer öffentlichen Schule unterzogen und dieselbe irr der Regel auch! gut bestanden. Das Blühen dieser rein jüdischen Schulen mit jüdischem Geiste war den Neokolgen in Ungarn von jeher ein Dorn im Auge und sie nützten auch die airtijüdischen Belleitäten des Ministerpäsidcnten Szell aus, um unter chauvinistischem und fortschrittlichem, Deckmantel diesen Lehieanstglten die Existenz unmöglich zu machen,. ein wurmstichiger Kern steckt? Was frommt denjenigen, die ein legitimes Recht auf einen sicheren Herd haben und was rottet die Ankömmlinge aus, die überall und allezeit nur Fremdlinge bleiben. Majestät! Ein Hauch des Mont Pelee genügt, um ganze Generationen von der Oberfläche hinwegzublasen. Eine einzige Mikrobe reicht hin, um ganze Heere zu vernichten. Was mengt Ihr euch an die Schicksalsfügungen? Majestät, laßen Sie ihre Spieluhr von neuem aufziehen! Meine Musik ist so unangenehm! Mohammed und die Inden. Vou Dr. Julius R e i n c r (Berlin). (Schlich.) Die arabischen Stämme, die deu Offenbarungen Mohammeds nur Hohn, entgegen drachtcu, besaßen nicht das nötige Wissen-, um: Ntohannued ans religiösen^ Gebiete entgegentreteu zukönnen-. Ihr gesunder Meuscheuve-rständ konnte au seine göttliche Sendung, nicht. glauben', da er ihnen als Mensch:, mit albeumenschlichen! Schwächen behaftet, alle Augenblicke neue Angriffspuntte bot. Aber das allein reichte nicht ans, mim mußte iljm mit seinen eigenen, Mittelnbekam,Pfeil:. Uni) so brachtensie es zustande, daß einige gelehrte Juden unter ihrer Anführung! Mohammed zu einer religiösen: Disputationherausforder-! teu, bei tvelcher Gelegenheit die ganze Unwissenheit des! Propheten an den Tag kam,.! Nebenbei trollen tvir erwähnen, daß Rcoham-med seine geringe Kenntnis der jüdischen, Religion und Geschichte einemjüdischen! Lehrmeister zu? verdanken hatte, der duc Zeitlang in seiner Umgetzuug war. Dieser Umstand tonrde! auch, von. denheidnischen Arabern ausgebeutet, und tvir fiudeil, diese Tatsache sogar auch durch den Koran be-- glaubigt. In, der 26. Sure lesen tvir: „Die Ungläubigen! sagen': Der Koran ist nichts anderes als eine selbsterdachte! Lüge, tvoran! ihmandere Leute geholfen haben . . . auch j sagen, sie: er enthält nun die Fabeln, der Alten- (Juden).! die er abgeschrieben imd die er sich des Morgens it.nb! Abends vorlesen läßt." j So lange Mohaiumed mit seineneigenen. Stammes- - genossen! nui: seine Anerkennung zu. kämpfenhatte, bemühte? er sich, durch die Anlehnung andie Bibel und das mo-! Auf diese! Weise entstand noch am 21. Dezeinber des Jahves 1901 eine Verordnung des Abauj-Tornaer Komitates, aps Grund de?ren diesen Talmud-Thora-Schulen, vorläufig wohl irur in dem betreffenden Komitate, der Garaus gemacht werden soll. Nun erhielt vor ungefähr einem Monat diese Verordnung die ministerielle Genehmigung und es unterliegt keinem Zweifel, daß dem Beispiele des Abauj-Tornaer Komitatesbald auch andere Komitate folgen werden!, welche sich berufen fühlen, die Zivilisation und den Fortschritt vor den Ucbcrgriffen. der Talmud-Thora- Schulen zu schützen. Das vom Minister des Innern nunmehr genehmigte Statut hat folgenden Wortlaut: Zahl 796—11223/008. Statut über W i n k e l s chul e n. 1. Als Winkelschule wird jede Unterrichts- und Erziehungsanstalt erklärt, welche zum einheitlichen Unterricht mehrerer Kinder aus den Volksschulgegenständen erhalten wird, ohne daß die Erhalter derselben eine besondere kirchliche oder bürgerliche Gemeinde oder eine mit genehmigten Statuten wirkende, für Schnlzwecke berechnete Gesellschaft (Vereine) bilden, oder daß die Berechtigung des betreffenden privaten Individuums bezw. der privaten Körperschaft zur Aufrechterhaltrmg solcher Institute im Sinne der Paragraphen 15—21 des G.-A. 38 vom Jahre 1868 vom Kultus- und Unterrichtsminister anerkannt worden wäre. Als Winkelschule wird ferner auch eine solche Talmud- Thor a - S ch u l e betrachtet, die nicht von der israelitischen Gemeinde erhalten wird oder nicht unter der verantwortlichen Oberaufsicht der Gemeinde steht. Deren Lehrer kein ungarischer Staatsbürger ist, in welcher außer dem Religionsunterricht auch weltliche Gegenstände unterrichtet werde, ohne daß die Schule im Sinne des Gesetzes als Volksschule anzuerkennen wäre. 2. Die Winkelschule ist im Wege des zuständigen Oberstuhlrichteramtes nach der im Punkt 6. des gegenwärtigen Statuts umschriebenen vorherigen Untersuchung zu sperren, und ihre Zöglinge im Sinne der Schulpflichtigkeit zum Besuche einer anderen Gemcindeschule zu zwingen. 3. Die Errichtung einer Winkelschnle, ihre Erhaltung,. der Unterricht in derselben und das Schicken der Kinder dorthin bildet eine Uebertretung des Gesetzürtikels 40 vom Jahre 1879, worüber jene Verwaltungsbehörden zu urteilen haben, welche die Paragraphe 41 und 42 des Gesetzartikels 37 vom Jahre 1880 bestimmt haben. 4. Die Bestrafung dieser Uebertretung kann sich bis ans Kronen 100.— Geldstrafe erstrecken, im Falle wenn die Geldstrafe nicht eingetrieben werden kann, ist nach Paragraph 22 des G.-A. 40 vom Jahre 1879 vorzugehen.; 5. Der Oberstuhlrichter ist verpflichtet bezüglich Sperrung der Winkelschnle mit dem Besitzer derselben behufs Nachweises der gesetzlichen Berechtigung eine Verhandlung abzuhalten und bor der Verfügung zur Sperrung von dieser Verhandlung das königl. Schuliuspektorcit zu verständigen und von diesem ein Gutachten zu der-, langen. , , . .! 6. Gegenwärtiges Statu!' bat auch auf die vor seinem, Jnslebcutreten entstandenen Winkelschnleu Giltigkeit. I Mi lllii. Das „Nene Wiener Tagblatt" als Missionär. Dieses edle Jnseratenblatt fährt mit ungeschwächtem Eifer fort, für den Aus-! tritt aus den: Judentum nach dem leuchtenden Beispiele seines Chefrcdakeurs Propaganda zu machen. Der letzte Montagsbriefkasten bringt folgende Annonce: Ungar 1. imh 2. Sie haben beim magistratischen Bezirksamt Ihres Wohnbezirkes den Austritt aus der bisherigen Religionsgenossenschaft anznzeigen. Von diesem ... falsche Gesetz den- Ju«d>eii den iiebevtr.itt zum Islam zu erleichtenv; er betonite immer tvieder ihre Auserwähltheit und wollte glauben! machen!, daß er nur ein Nachfolger der alten Propheten ist. Noch in der ersten Zeit seines Ansenthaltes in Medina betrachtete er: die Juden als Bundesgenossen, er schloß mit ihnen einen Vertrag, in> dem, es heißt: „Die Juden der Bann Amof gehören! tvie die Gläubigen zur Staatsgesellschaft, die Inden, haben ihren Kultus und die Gläubigen haben ihren Kultus. Di-efe Berechtigung geni-eßen die Juden selbst, als auch ihre Klieuten .... die Juden bestreitenselbst ihre öffentlichen- Ansgaben und die Moslirns bestreiten die ihrigen, aber sie sind zu, gegenseitiger Hilfe verpflichtet gegen jedermann?, der die Kontrahentendieser Schrift angreift, diese übernsehmen nämlich die Pflicht, sich einander mit )Rat und Tniti beiznstehen nud loyal gegen ein-; ander zn handeln." Diese Gleichberechtignng der Indennüt den- Moslims hatte Mohammed mehr, ans Klugheit, als ans Gerechtigkeitssinnproklamiert. Tie Inden, bildeten? damals in Rft'dina fast ztveimal so viel Einwohner als die Araber, und tvären die Inden damals mehr aus ihr: eigenes Wohl bedacht getveseu, so konnten sie den Eingug Mohammeds in Acedina verhindertr, toodurch vielleicht seine: spätere Laufbahn eine gang andere Wendrmg genommen hätte. In dem Nkaße aber, als der Anhang Mohammeds unter den. Araberit tv-nchs und die religiöse Opposition der Jndeit größere Dimensienen annahm, änderte auch der Prophet sein Verhalten, und er begann gegen die Ju-deu, zu predigen. Aber noch immer tvagte er es nicht, mit dem- Schtverte gegensie auszutreteiv, da er ihre Ueberinacht fürchtete. Wie ans denspäteren- Kämipftn, zu ersehen, ist-, waren die arabischen, Inden? vorzügliche- Krieger und was noch von höherer Bedeutung ist, sie tvaren die einzigen- Fabrikauteu von Kriegstvafsen in? Arabien um? diese Zeit. Die wilden arabischeir Horden, die, Mohammed dcuuals erst zu einigen begonnen batte, tvaren Nomaderr, die ihre Waffen bei den Inden, Herstellen ließen-. Im Augenblicke aber, als Rtobammed ans einige Tausend treu ergebener Moslims rechnen konnte-, begann er auch mit der Bekäinvfnng der Ju-deu. Im Jahre 626 iiberfiel er einen in der Nabe 'um Medina wohnenden jüdischen Stamm, die B a n u K a i Austritte wird allerdings der Seelsorger Ihrer Geburtsgemeinde in Kenntnis gesetzt. 3. Bezüglich des Eintrittes in die neue Religionsgenossenschast haben Sie sich an den betreffenden Seelsorger zu wenden. — Wir machen bei dieser Gelegenheit wiederholt unsere löbliche Kultusgemeinde aufmerksam, daß das einzige Moment, dns den Uebertrittslüsternen von seinem Schritte zurückhalten kann, das Bedenken ist, sein Uebertritt könnte publik werden. Trotzdem sträubt sich die Kultusgemeinde beharrlich, unseren Vorschlag, die Namen der Täuflinge zu publizieren, anzunehmen. Dieses Vorgehen ist ein» Vorschublei st ung der Taufe. * * * Die „Neue Freie Presse" bringt folgende angebliche Ansichten Plehwes über die Judenfrage: „Von diesem Gesichtspunkte aus sei auch die Judenfrage anzusehen. Rußland zählt jetzt sechs Millionen Juden in seiner Mitte. Die Regelung ihrer Verhältnisse werde allmählich erfolgen. Jetzt tage im Ministerium des Innern eine Kommission, deren Aufgabe es ist, festzustellen, wie innerhalb des den Juden angewiesenen Wohngebietes der Unterricht unter ihnen gefördert werden könne. Man lege auf dieses Mittel, die Judenfrage zil lösen, ein großes Gewicht und sei überzeugt, daß dies der Weg sein werde, die Assimilation herbeizuführen, die darin bestehen soll, daß sie unbeschadet ihres religiösen Glaubens Russen werden, als solche ihre Denk- und Fühlweise sich manifestieren. Mit natiormlen Aspirationen wolle man sich nicht befassen, umsomehr lege man Gewicht darauf, daß sie in sozialer Beziehung sich mehr der russischen Denk- und Anschauungsweise nähern. Weiter werde die Kommission sich damit befassen, die Bedingungen festzustellen, unter denen den Juden der Aufenthalt auf dem Lande gestattet werden könnte. Es sei allerdings noch nicht bekannt, zu welchem Resultat die Kommission gelangen werde, die Absicht sei jedoch vorhanden, die Frage, ob der Aufenthalt der Juden innerhalb des ihnen zugewiescnen Gebietes nicht bloß auf die Städte, wie bisher, zu beschränken sei, in ernste Erwägung zuziehen. Die Hauptsache sei und bleibe die Unterrichtsfrage und die Assimilation in dem oben angedeuteten Sinne." (Wir waren neugieriger, was Plehwe zu Kischenew sagt. Anm. d. Red.) 4- * * Die „Polit. anthrop. Revue" schreibt nach der Rajasanski „Aerztlichen Zeitung": Geisteskrankheiten bei den Juden. Bekanntlich macht sich bei den Juden im Verhältnisse zu anderen Rassen eine gesteigerte Prädisposition zu Erkrankungen des Nervensystems bemerkbar. Dies ist auch bei den russischen Inden der Fall. Nur wissen wir fast gar nichts Sicheres über bie Ursachen dieser Eigentümlichkeit. Manche Beobachter glauben an einen unmittelbaren Einfluß der Rassenorganisation. Von anderen werden soziale Einflüsse geltend gemacht, so im vorliegenden Falle für die Verhältnisse in Rußland, und zwar: 1. Armut, ungünstige Ernährungsverhältnisse, schlechte Wohnungen u. a. m.; 2. zu früher Schulbesuch — gewiß ein wichtiger Faktor, der in früheren Darstellungen fast gar nicht beachtet wurde; 3. die rituelle Beschneidnng durch unerfahrene Operateure; starke Blutungen mit schädlicher Beeinftnssnng des Gehirnwachstums sollen dabei sehr häufig sein, doch ist dieser Punkt kaum von allgemeiner Bedeut u n g, denn meist oder fast immer sind jene Operateure, von denen hier die Rede ist, wohl sehr erfahrene Leute, die ihre Sache aus dem ff kennen und schon im Interesse ihres Ansehens sich vor groben Kunstfehlern in Acht nehmen. * * * Die Juden in der Landwirtschaft. Wir haben vor einiger Zeit berichtet, daß die rnssische Negierung an die Gouverneure der 15 Provinzen, in denen die Juden wohnen dürfen, ein Schreiben gerichtet hat, in dem sie die Gouverneure um Mitteilung ihrer Ansichten über die auf die Juden bezüglichen Gesetze ersucht. Die Antworten sind nun eingcgangen und der Inhalt derselben läßt sich nach mtf ci, der mit in dem Vertrage inbegriffen wa,r und Zwang sie, nachdem er sie ihrer Habe beraubte, zur Austvanderring nach Syrien!. Er verletztein, der Folge seinen Vertrag, d-en er? auchmit dem jüdischen Stamme Bann N a d h i r gesch-lofsen hatte. Er zwaing sie, Medina, wo, sie wohnien?, zu verlassen. Ihr Vermögen: fiel dein Prophetenin' die Hand-, der es an seine Anhänger verteilte und auch sich! soreich!lich dabei bedachte, daß er seine Sch-u?ldendavon bezahlen, konnte. Im Jahre 627 wurd>e eintveiterer jüdischer Stamm-, d-ie B a n n K or a y tz a, überfallen. Es gelang den Juden, sich noch rechtzeitig zn verschanzen uud eine Belagerung von 20 Tagen ansznhalten. Aber die überlegMe Macht d-er Mohannn-edane-r zwang sie am Ende zur Kapitulation. 600 Juden wurden aus dem Marktplatze zu Medina- -enthauptet?, nur einigie zogen -es vor, durch den Uebertritt zum Islamihr Leben zu retten. Di,e Beute, die Mohammed au, diesem Stamme gemacht hatte, betrug: 1600 Säbel, 300 Kürasse, 1200 Sp-eere, 1500 Schilde, außerdem noch viele Teppicheitmibi Kamele. Die Frauen uud Kinder der hingemordeten Juden, etwa 1000 au der Zahl, tvurden an die Rftistbietend-en versteigert'. Der Prophet selbst behielt 200 Sklavinnen, die er teils seinen Freunden schenkte, teils nach Syrien gegen? Waffen und Pferde -eintanschte. Als die entlegenen jüd-ischen? Gemeindenvon. blcitii Verkaufe jüdischer Frauen hörten, eilten sie herbei, um dieselben anszulösen, toodurch der Preis deZelben in die Höhe getriebenwilvde. Ein-« von... den gesaugeneujüdischen Franen hat sich Mohainmed zur Frau? geuonnueu. In? der Folgezeit fiel einjüdischer Stamm nach dem anderen, einige tvurden geztoungen, ihre Wohnsitze zu. verlassen. andere konnten gegen hohe Abgaben inihrem Besitze bleiben. So bildetendie Juden die ersten Opfer des Islams, und als ihr Widerstand gänzlich gebrochen lmnv.be, da wandten sich die Allah gläubigen! gegen die benachbarten Völker.und Religionen, deuerr das gleiche Los tvie den Juden zuteil tvurde. Erstmachdem die Hälfte der damals , bekannten Welt unter mohammedanische Herrschaft gekommeu^tvar, gab der Islam seine fanatischen Eroberungszüge auf, die unter dem- Deckmantel der Religion rein, weltlichen Interessendienten.

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