Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 6 (1904)
- Issue
- 6 (5.2.1904)
- Date
- 1904-02-05
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2 Jüdisches Volksblatt. 5. Februar 1904 Wien, Freitag JNr. 6 die ihre Lebensweise aus dem Schnapps und ihre Hoffnung aus ihrem inbrünstigen Glauben schöpfen. Geht man in ein adeliges Kasfino, hört man die Champagnerpfropfen knallen. An einem Tische hört man, wie ein verkrachter Adeliger mit einem Sparkassendirektor ein Geschäftchen macht und in einem Winkel steht eine Gruppe Verwaltungsbeamten, die darüber debattieren wer letzt mit einem Reichsratsmandat an die Reihe kommt.... Keinem Minister ist es bisbev tzdrge'allen eigene Studie« in Galizien anzustellen und nicht de« tendenziösen Berichten der Bezirkshauptmannschaften Glauben zu schenken. Der polnische Ausgleich, der unter dem Ministerium Auersperg geschloffen wurde, hinderte die jeweiligen Ministerien daran, sich in östliche Händel eiazumengen, denn der Patriotismus der Schlachta wurde durch die ihnen bewilligte Autonomie erkauft, nach allen Regeln eines simplen Handelsgeschäftes .... * * * Unsere radikalen galizischen Volksvertreter protestieren bei jeder Gelegenheit gegen die Ausbeutung der Bauern und Arbeiter. Ueber die Lage der Juden gehen sie jedoch stillschweigend hinweg — wenn sie sie nicht als Anhang der Schlachta brandmarken. Es ist ja richtig, daß die Juden in vielen Fällen mit den Herrschenden fraternisierten und ihnen bei den Wahlen die Kastanien aus dem Feuer holten. Sie glaubten, daß sie durch Auschluß an die Mächtigen, sich am besten vor Verfolgungen schützen. Durch diese falsche Politik haben die Juden so oft den Haß des ausgemergelten, des Lichtes und der Luft beraubten Volkes heraufbeschworen. Die Masse steht in dem einzelnen Juden, der im Aufträge des Bezirkshauptmannes für den Regierungskandidaten „agitiert", de« eigentlichen Feind. Die große Maffe des jüdischen Volkes, die 12 % der Gesamtbevölkerung repräsentiert, wird von einzelnen „Machern" genau so irregeführt, wie die christlichen Bauern und Bürger. Der Haß gegen die Mächtigen, die fich in ihrer Schlauheit den Verzweiflungsausbrüchen der erbitterten Menge entziehen, entlädt sich nun gegen die Juden, die dafür büßen müssen, daß es in Galizien eine unfähige Verwaltung und einen degenerierten Adel gibt. * * * Wenn man einen Blick auf die Auswandererstatistik wirft, weiß man wie viel Elend und Kummer unter den galizischen Juden existiert. Zehntausende Juden leben sozusagen „von der Lust". Wenn fie sich aber nicht einmal ihren kärglichen Lebensunterhalt verdienen können, greifen sie nach ihrem Bündel um in der Fremde das Glück zu suchen .... * * * Wir wollen aus der letzten Zeit zwei Fälle herausgreifeu, die Unkultur und Mißwirtschaft des Landes klar illustrieren: Wie wir dem „Monitor" entnehmen, wurde in Buczacz einem Juden eine Spirituskonzession erteilt. Der Mann mietete ein Mcgazin, richtete sein Geschäft ein und kaum hatte er sein ganzes Geld vorausgabt, flugs wurde ihm die Konzession wieder entzogen. Ein Schadenersatz wurde ihm natürlich nicht gegeben und alle Rekurse gegen diese Vergewaltigung blieben erfolglos. Bor dem Krakauer Gerichte hat sich letzthin folgende interessante Episode abgespielt: Ein armer jüdischer Trödler hat von einem Advokaten für 80 Gulden Möbel gekauft und den Kaufschilling gleich erlegt. Als er sich nun kurze Zeit hernach mit den Lastträgern in der Wohnung des Dr. M. emfand, ließ ihn der Herr nicht ein und verweigerte sowohl die Rückzahlung des Geldes, als auch die Lieferung der Möbel. Das Krakauer Gericht gab diesem Advokaten, dem man unzweifelhaft eine listige Schadensabsicht unterschieben könnte, in seiner Urteilsfällung recht.... . * m m ■ Daß die Kultusgemeinden nur einem verschwindenden Bruchteile des Judentums zugute kommen, haben wir letzthin durch unseren Krakauer Brief erhärtert. Die Rzeszower Gemeinde steht ihrer Krakauer Schwesterorganisation in nichts an Schlamperei und Vernachlässigung nach. Sie ist eine Versorgungsstätte für einzelne Personen, die das eigene Ich allen anderen voranstellen. Die Mathadore der Gemeinde, die Herren Jzaak Holzer und Dr. F e ch td e g e n, haben sogar die Behörde durch ihre pflichtvergeffenen Praktiken znr Auflösung der Gemeinde veranlaßt. Es wurde seit drei Jahren kein Rechnungsabschluß vorgelegt. Die Stelle des verstorbenen Rabbiners wurde bisher nicht besetzt, nachdem noch kein „zahlungskräftiger^ Nachfolger aufzufinden war. Es kann daher in der ganzen Gemeinde Rzeszow seit langem keine korrekte Trauung vorgenommen werden. Auch mit dem Eigentum der Gemeinde wurde vandalisch umgesprungen. Fast alle Gemeindebauteu find einsturz- und demolierreif, so daß das Bad bereits polizeilich gesperrt werden mußte. * * * Trotz aller Bedrückungen und Korruption beginnt es auch in Galizien zu tagen. Die jüdisch-nationale Bewegung, welche die Juden zum Bewußtsein ihrer selbst bringen will, gewinnt täglich an Ausbreitung. Das jüdische Gefühl vertieft > sich und der Solidaritätsgedanke hat sich in den Empfindungen der jüdischen Massen festgeankert. Die Scheidewände zwischen „Chasfidim" und „Aufgeklärten" fallen und alle vereinigen sich zur gemeinsamen Kulturarbeit. Das unfruchtbare Grübeln über Talmudprobleme, das den Blick für die Gegenwartsfragen trübte, wurde durch die nationale Idee in den Hintergrund geschoben. Die „Klausjünglech" lesen fleißig die jüdischnationalen Blätter und betrachten jede Frage vom Standpunkte rein jüdischer Interessen. Das Judentum gelangt endlich zur Erkenntnis, daß es nur dann ein Machtfaktor wird, wenn es sich auf eigene Kraft stützt und geht, unbekümmert um die Schleppträger der Schlachtzizeu, um Dr. Byk, Kol lisch er re., den ihm vorgezcichneten Weg. Und daß der Erfolg der regen Tätigkeit und Propaganda wirkt, beweist das immerwährende Wachstum der jüdischnationalen Vereine in Galizien. Bl—l. lichen Stunden verbrachten. Denn haben Sie uns einmal in Ihr Vertrauen gezogen, so gebührt uns eigentlich auch die Kenntnis hierüber. Wir haben gewissermaßen ein Recht dazu. Das Recht, welches uns Eure Majestät selbst gegeben. Iu unserem vorurteilsfreien aufgeklärten Zeitalter bedeutet die Schlaflosigkeit eigentlich nichts anderes als eine kleine Störung des Nervensystems oder neunen wirs eine Nervenlaune. Die Alten dachten über die Schlaflosigkeit allerdings anders. Wenn z. B. ein König keinen Schlaf fand, so hatte das immer .rgend etwas zu bedeuten. Man suchte hiesür keine physiologischen Gründe, man forschte vielmehr nach einer tieferliegenden, verborgenen Ursache. Wenn ein König keine Ruhe fand, so hatte das zu bedeuten, das irgend etwas im Weltall in Unordnung geraten, daß der Wagen des Weltgeschickes entgleist sein müsse, oder daß die Gemeinschaft eine Blutschuld auf sich geladen, welche geahndet werden müsse. Und noch viele andere Formen des Aberglaubens knüpfen sich an die Schlaflosigkeit der Könige, an welche wir aber heute nicht mehr glauben. Im sechsten Kapitel des Buches Esther lese ich folgendes: „In jener Nacht mied der Schlaf die Augen des Königs. Er befahl daher, daß man ihm das Buch herschaffe, in welches die zum ewigen Andenken bestimmten Geschehnisse niedergeschrieben sind, auf daß man sie dem König vorleje." Haben Eure Majestät auch desglerchen gehandelt. Ließen Sie auch das Buch des Gedächtnisses vor Ihr hohes Antlitz bringen? Haben Sie in der Chronik, in der Geschichte Ihrer 2. Heimat geblättert um auf den Grund des Unergründlichen zu kommen, der Blutschuld, der Versäumnisse der Unmenschlichkeiten, der geheimnisvollen Warnung des Schicksals und des Mysteriums, das noch der Aufklärung Harri- Nein! Sie haben es nirgends niedergeschriLben, Majestät, daß Sie so gehandelt hätten, hingegen schrieben Sie es selbst nieder, daß Sie Ihre Spieluhr von neuem aufzieheu ließen und glückrch waren in Ihrer Freude über Ihre niedlichen Kätzchen. Cs ist nicht gut und auch uicht rat sang wen« Könige und Königinnen Lus Geheimnis ihrer schlaflosen Nächte dem Volke zur Beute auSlieferu, denn das Volk kann leicht ob dieser Intimität stutzig werden und nach dem Grundsätze der Brief aus Rußland. Petersburg, Ende Jänner. , Die Lage der Juden in Rußland, und hauptsächlich in einzelnen Teilen desselben', ist noch immer eine, derartige, daß ein großer Teil der russischem Juden die Lösung dieser einzig und allein in der MaAenauswanderung erblicken. Es ist daher kaum zu verwunden, daß man heute an vielen maßgebenden Orten in Kreiseln des Judentums die Regelung der Auswanderung mit der Lösung der Jndenfrage selbst identifiziert und Mittel und Wege sucht, um die Auswanderung der russischen Juden zu regulieren, gewissermaßen zu vereinheitlichen. Es handelt sich hierbei keineswegs darum, die Auswanderrmg zu propagieren oder das „Hinüberschleichen" über die Grenze zu ermöglichen. Ganz im Gegenteile beabsichtigen diejenigen, welche für die Schaffung eines jüdischen Zlilswanderungsbureaus in Ru߬ Gegenseitigkeit fordern, daß auch die Krone die Geschichte seiner schlaflosen Nächte ruhig anhöre! Sehen Sie, Madame, ich bin gleich einer der diesen Wunsch hat! Auch ich habe schlaflose Nächte. Gestatten Sie, Majestät, daß ich auf der untersten Stufe Ihres erhabenen Thrones kauernd eine meiner nächtlichen Visionen erzähle. Im vorigen Sommer streifte ich in der Gegend des Plattensees herum. Jeden dritten, vierten Tag führ ich auf kurze Zeit in die Hauptstadt zurück. Der Plattensee ist ein riesengroßer Teich, gerade im Mittelpunkte Ungarns gelegen. Es ist als ob der> Allmächtige dieses Wasser nach dem Muster der Seele des Ungarn geschaffen hätte. Leidenschaftlich, widerspenstig, launenhaft und unberechenbar. Wenn einst der Regenbogen vom Himmelszelt verschwinden sollte, so wird der liebe Gott den Plattensee nehmen, ihn als Regenbogen an den Himmel heften und die Welt wird staunen, denn soviel Farbenpracht und Schönheit wurden sicherlich noch nicht beisammen gesehen. Die Märchen, die Eure Majestät geschrieben, sind gewiß hinreißend schön, aber wie'klein und unbedeutend sind sie im Berhälnisse zur Pracht des Plattensees der sozusagen selbst ein großes geheimnisvolles U*märchen ist. Bon lütiviu Wanderungen krhrle ich regelmäßig des! Nachts in die Hauptstadt zurück. Auf dem Bahnhöfe lungerte j nur hie und da irgendein Wart?!.der herum. Iu der. Regel brauste der Zug auf dem br-rüu Geleise in die Halleein. Beim Anssicis.en ist man grzwnuqen de» halben Bahnhof j zu umsä.-reittu i:m ins Freie zu gelangen. Als ich ansstieg,! da fH mir plötzlich auf der östlichen Seite der Bahnstation s unter drr großen Bahnrttw ein imposar.tes Gropper-bild iu i'ie' Augen. Ein solches zu urranaieren fi«t» weder bi-* Wi'-nc-r, | r och die P'nfer großen Opern irrsttwdr. Der Maiar entlang i saß, stand oder kauerto lautlos irr stumm r Uobewegl-chkett, wie es! eb'u der Zusi.tt arrangierte ein «ns vi.ün .^undrrten b.stehender! Mmscherchaufw'. Hatte sie ein Knustb r o: r.-.c statt gn-.ppicrt,, die Gruppierung hätte ott Mwsierchbpswaj g-ttuu müssen.' Fra neu, Männer, Gr-ttz Mm. vuen, h-.inurusende. Mädchen; und Kinder. Die Frauen iu < bgar-ren Rrjelostüms. eine jede! mit einem J£n-tous-cas und eiran> R-Lenle i;: der Hand.; Die Männer, g-drnttp.eue kräftige Gestalt-n mit rundum Schädel,; ölfmlagern G sichre ru.d lwsta. gkbvgeuer, römisch.r Nase. Gar land eintreien, diejenigen, tvelche aus welchen Gründen immer auszu-lvandern gezwungen sind, darin zu unterstützen, daß sie auf ganz regulärem und gesetzlichem Wege ihre Geschäfte zu Haufe abwickeln, sich mit den nötigen Dokumenten und fachlichen, Behelfen versehen, um nicht nur frank und frei das Land verlassen, zu können, sondern auch die Gewähr zuhaben, daß sie sichin dem Lande, welches ihr Reiseziel bilden soll, arich ohne Anstand niederlassen können. Welche Wohltat eine solche auf rechtlicher Basis funktionierende Institution für die russischen Juden wäre, geht schon aus den traurigen Reiseerlebnissen hervor, welche ein großer Teil der russischen- Emigranten heute durchgmnachen hat, irnt dann eventuell trotz aller Mühen und Entbehrungen aus irgend einem nichtigen Grunde, der zu Hause leicht hätte behoben werden können, ans Amerika oder einem anderen überseeischen Lande repartiert zu werden. Die Idee eines Auswau-derun-gsbureaus wäre trotz aller Schwierigkeiten, welche sich einer solchen Gründung naturgemäß in den, Weg stellen, schon längst zur Tai geworden, wenn die rrrssischen Jriden nicht in ihren, allen Fehler verfallen wären rmd sich nicht auch in diesem. Falle auf eine Hilfe von außen verlassen hätten. Man kann ruhig behaupten, daß der große Teil der Juden Rußlands inbezug auf philanthropische und soziale Hilfsleistungen zwischen. W i e n und Land on, d. h. zwischen dem' Zionismus und der „Jca" balanciert. Da die Direktion der Auswanderung dermalen dem Baseler Programm widersprechen würde, wandte man sich wegen Schaffung eines ArMvanderungsbureaus an den anderen Mecän, an die Jca. Aber auch, die Jcafindet, daß sie durch Schaffung einer solchen Institution die Auslvanderung in Rußland direkt sanktioniercu würde, was aber ihrer Auffassung üben die Losung der Judenfrage znwiderliefe, da sie. bekanntlich der Ansicht [fti, daß diese Frage im großen. Ganzen in Rußland selbst gelöst werden nü'lsse. Diesem Prinzipe entsprechend, hat auch die Jccr es bekanntlich abgek'hnt, die Initiative zu einer solchen- Gründung zu ergreifen. Unter solchen Umständen bleibt, den Inden, Rußlands eben nichts anderes übrig, als die Sache selbst in, die Hand zunahmen. Die jüdische Presse undhauptsächlich der in Petersburg erscheinende „Freund" propagieren die Angelegenheit mit viel Wärme und Sachkenntnis und cs steht zn hoffen, daß es den Bemühungen dieser Männer gelingen wird, das dringend gewordene Auswaniderungsburearr ins Leben zu rufen und seinen. Bestand zu, sichern. Wie Ihren Lesern bekannt, hat der Ministerrat eine ganze Anzahl von Dörfern in den verschiedenen Gouvernements aus dem Gesetze vorn 3. Mai des Jahres 1882 ausgenommen und dm Jridenin ihnen denfreien Aufenthalt gestattet.' Es sind dies 67 Dörfer, durch welche die „Tscherta", der freie Ansiedlungsrayon der Jriden, vergrößert wurde. Diese Dörfer sind: 1. Gouverneur e n t W i l n a: 1. Jlinsk oder Kondejebzi, 2. Zarjetschie, 3. Okoliza Wismonti, 4. Dworzowaja Sloboda, 5. K-roni, 6. Strawjenki, 7. Birschtani, 8. Pjuschuni, 9. Uzugostj, 10. Nowij-Pogost, 11. Prosolroki, 12. Mjnri, 13. Judi, 14. Kostenebutschi, 16. Posadez, 16. Oljkowitschi, 17. Parofjanowo, 18. Bolkolata, 19. Man-jkowitschi, 20. Lntschai, 21. Jgnalino, 22. Bakschti, 23. Nikolajewo. — 2. Witebsker G orr v e r ne m e n t: 24. Poselok Pozenowski. — 3. W o l h y n i e r G o u v e r n « m ent : 26. Kainenni Brod. — 4. G -v o d ir o tv e r G o u v e r n emancher unter ihnen sah auf ein Haar dem Pilatus auf dem Mristerbilde Munkacsys ähnlich. Gar zahllos waren die Müdchenköpfe, die sich gleich beim ersten Anblick dem Gedächtnisse für immer einprügcn. Es waren lauter frische, schöne Gesichter. Die weißen, wallenden Bärte der Greise milderten mit ihren Silberflecken die schreienden Farben des Bildes und die Matronen starrten wie stumpfsinnig in das Nichts. Ich blieb wie angewurzelt stehen und betrachtete diese seltsame Gruppe. Auch nicht eine Mlcskel bewegte sich in diesen Gesichtern. Ueber ihnen schwebte starres, unbewegliches stumpfes Schweigen.! Es waren Auswanderer, im Begriffe nach Kanada zu reisen, um ein neues Heim zn suchen, einen neuen Herd zu gründen, einen neuen Friedhof zu bevölkern. Es waren rumänische Juden Jener Boden, welcher Dich, Carmen Sylva, aufnahm, hat diese von sich gestoßen. Und doch liegen alle ihre Ahnen dort begraben! Vorne, in der Mitte der Gruppe stand ein kleiner Dreikäsehoch von einem Auswanderer. Ein kleiner Corregiv- Engcl, nur die Flügel fehlten ihm. Kaum vier Jahre alt, nüt seinen sieben Sachen in dcr Hand, und auch dieser ist sin mm, als ob er das llnverständliche verstünde. Ich fühlte, wie meine Augen naß werden und ich ging weiter. Diese he-zzerreißcude Vision erschien mir innerhalb znu'i Wochen drennal. Ji-dremal andere Gesichter, aber das Bild blieb iutuifr dasst-ttm. Wenn es lauter hungrige Bettler gewesen nttiren, es batte mein Herz nicht so zerfleischt. Die Armut zerstört m.hi ästüäiijches Wohlbefinden, das Elend verursacht mir Senuerzim. Ader es waren wohlhabende Hensän n, welche von einer erseruen Notwendigkeit ans ihrer regelmäßig'.'!' Beschäftkgn.ag und '.hrer geregelt!".! Lebenonwise in das Nichts rst.i.-utt,. .ge stoßen wurden. Sie sind bedam.-rnswerter als die Bestien der Wi'.d>us. sie sind inm-tteu der zivilisiert.n Welt verlaffeuer, als die Robinsons \a: einsamen Insel. Und als ich in mein sommerlich verlassenes He im zurückkehrte, mein Haupt zur Ruhe legte, da wich mich der Schlaf. Ein wilder, m-b.-zünibari-r Zorn bemächtigte sich ineiner. „Der Menschheit ganzer Jannner faßt mich an/ sagt Ihr großer Landsmann Götye. Ihr vwttc das Schicksal der Menschen leiten, ihr vergänglichen irdischen Mächte! Ihr wollt imstande sein zu bestimmen, in wetth'm Menschen ein gesunder und iu welchem