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Jüdisches Volksblatt · 1903-11-27 · 48 (27.11.1903) · p. Seite 4

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
5 (1903)
Issue
48 (27.11.1903)
Date
1903-11-27
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 27. November 1903 Nr. 48 unter Auführungszeich e« hätte drucken lassen sollen. So zum Beispiel einen anderen PassuS jener Rede, welche an die berühmte Rede Jellineks »Und dennoch —4 anklingt. Meine prinzipielle Auffassung in dieser Frage ist di«, daß man von jungen Gelehrten, Lehrern und Predigern wohl nicht verlangen könne, daß sie in ihren Vorträgen und Kanzelreden rc. immer neue Wissenschaft machen. Sie müssen und sollen die bereits gefundenen Ergebnisse der Wiffenschaft lehren. Mit dem Momente aber, wo jemand etwas in Druck legt, erwirbt er sich ein m a t e r 1eIIe8 und geistiges Eigentumsrecht auf das Gedruckte und de« Schutz des Gesetzeauf dasselbe. Run herrscht aber auch unter den minder zivilisierten Völkern die RechtSanschaung, daß man «in Urheberrecht nur auf solche literarische Arbeiten haben kann, deren Urheber man ist, das heißt, die gedanklich und wörtlich das U r e i g e n t u m des Betreffenden sind. Den neuen Gemeinderabbinern sind außer den Kanzel-, TrauungS- und Leichenreden auch andere Funktionen überwiesen worden. So wurden die Herren Dr. David und Dr. F l u ch t w a n g zu Inspektoren für den Religionsunterricht bestellt und Herr Dr. G r u n w a l d erhielt die Aufgabe g e s ch i ch t l i ch e Vorträge für die Jugend und auch für Erwachsene abzuhalten. Ueber die Tätigkeit dieser Herren aufdiese n Gebieten können wir uns vorläufig kein Urteil bilden, da sie diese Funktionen erst kurze Zeit innehaben und zum Teile noch gar nicht ausüben. Diesbezüglich können wir nur Wünsche, ganz bescheidene Wünsche äußern. Wir wollen jetzt darüber nicht rechten, ob es aus pädagogischen Rücksichten nicht besser und zweckdienlicher gewesen wäre, das Jnspektorat über den gesamten Religionsunterricht zu konzentrieren und in einer Hand zu belassen. Dieser Fehler kann eventuell noch dadurch gutgemacht werden, daß die beiden Herren kooperieren und eine EinheitlichkeitdesReligionsunterrichtes schaffen, welche ihm jetzt abgeht. Wir erwarten demzufolge von den genannten Herren, daß sie die Mängel des jetzigen Religionsunterrichtes, sowohl in Bezug auf Lehrstoff und Lehrmethode, als auch in Bezug auf das Lehrpers onal eingehend studieren, und sobald als möglich mit wohldurchdacht»n Vorschlägen zur Beseitigung der Uebelstände hervortreten werden. Die Methodik sowohl als auch der Lehrer müssen geeignet sein, unsere Jugend gegen alle Abfallversuche, denen sie im Leben ausgesetzt sein werden zu wappnen. Es genügt nicht, selbst auf dem Boden der überlieferten Religion zu stehen, man muß vielmehr es durchzusetzen verstehen, daß unsere Religion und der Glaube an unser Volkstum auch weiter überliefert werden. Durch den Religionsunterricht, wie er heute geboten wird, werden diese unsere heiligen, unveräußerlichen Güter, leider nicht überliefert, sondern eher ausgeliefert. Gegen die Abhaltung von Vorträgen für Jung und Alt haben wir prinzipiell nichts einzuwende. Aber diese Vorträge müssen zunächst gut ausgearbeitete Or ig i n a l studi en und ihr Inhalt belehrend und den hiesigen desolaten Zuständen an gepaßt sein. Unter „angepaßt sein" verstehen wir aber nicht Vorträge ö. In »Kaufmännische Ehre", die nichts als eine Sammlung widerlichster und überflüssiger Lobhudeleien an die hochmögenden Geldsäcke sind. Wir verstehen darunter vielmehr eine mutige Aussprache mit Klein und Groß an der Hand historischer Bilder und Ereignisse. So wird es die erste Aufgabe des Herrn Dr. Grunwald, sofern er seine Aufgabe ernst nimmt und den moralischen Mut hat, sein, bei seinem ersten Vortrage für Erwachsene, mit aller Kraft, die ihm eine feste Ueberzeugung verleihen muß, darauf hinzuweisen, daß — um nur ein Beispiel anzuführen — Leute, wie Herr von Lieben, deren Kinder getauft sind, im Vor stände einer jüdischen Kultus« gemeinde keinen Platz haben. Er wird durch Beispiele aus der Geschichte, an denen es nicht mangelt, den Nachweis bringen, daß es Pflicht des Rabbiners sei, solche das Judentum verratende und verleugnende Elemente aus der Leitung der Gemeinde durch sein Machtwort hinauszuweisen, wenn die Betreffenden nicht den Anstand besitzen, sich selbst zu entfernen. Wenn aber diese Vorbedingungen fehlen, so sehen wir Nicht ein, wozu für diese Vorträge ein teurer Rabbiner bestellt werden mußte, dann könnte man irgend einen armen Schlucker mit guter Stimme zum gemeindeamtlichen Vorleser aus G r ä tz. Sachs, I e l l i n e k rc. engagieren und es wäre wenigstens nicht soviel Unheil angerichtet, als durch die Grunwaldschen Lobhymnen tatsächlich angerichtet wird. „Mansche oben!" Bekanntlich hatte die „Voss. Ztg.4 angenagelt, daß der »Vorwärts4 geschrieben hatte, in Frankfnrt sei man über den Sieg der Sonnemannokratie „Mansche oben". Der „Vorwärts" antwortet der Vossin folgendermaßen: „Nachdem wir uns bei erfahrenen Männern nach der genauen Bedeutung dieses lächerlichen Ausdrucks erkundigt haben, tragen wir keine Bedenken, zu erklären, daß wir die Wendung sehr — hübsch finden. Warum sott nicht auch die Presse ein wenig „Heimatkunft" treiben und bei Schilderung der Frankfurter Vorgänge den dort in allen Kreisen der Be völkerung bevorzugten auserwählten Volksdialekt anwenden Es liegt wohl lediglich an dem von Lessings Erben in dem Vossischen Geschäft streng befolgten Prinzip, nur arisch-reine Christen in hem nicht für die Inserenten bestimmten Raum zu beschäftigen, daß man in dieser Redaktion bei dem Lesen derartiger bodenständiger Ausdrücke nicht freudig erregt mit dem Dichter fühlt: O süße Stimme, vielwillkommner Ton Der Mnttersprach' in einem fremden Lande! Wenn wir nicht irren, haben die Vossischen Arier aber doch wenigstens einen Renommier-Rathan den Weisen unter sich Der mag die Kollegen beruhigen." (Immer besser, immer schönerer!) Ueber den Nutzen und die Notwendigkeit der liberalen Blätter Das „Neue Wiener Tagblatt" brachte in seinem Briefkasten vorn Montag den 23. d. folgende Antwort: P e t e r. Die Aendernng des Vornamens anläßlich des U e b e r t r i t t c s zum C h r i st e n t u m wird ans Ansuchen von der Statthalterei be willigt. Das Gesuch ist mit einem 10 K.-Stempcl zu versehen Demselben ist der Gebnrts- und Heimatschein des Gesnchstcllers anznschließen. — Da frage noch jemand, was für Zwecke diese liberale Presse berfolgtl An lven sollte sich dieser Ehrenmann Peter lvenden, wenn nicht an das „N. W. T."? Und ivclches andere als ein liberales Blatt würde dem Peter den Rat geben zum Christentum überzutrctcn? Interessante statistische Daten ans Ungarn Dem Septemberhefte der Publikationen des »Ungarischen Landesstatistischen Amtes" entnehmen wir die folgenden intereffanten Daten, welche gewissermaßen ein Spiegelbild der Zustände in Ungarn bieten: Im September l. I. wurden in den Ländern der ungarischen Krone 61.847 Kinder geboren gestorben sind 38.893 Individuen, das Plus an Geburten be trug somit 22.954. Das Resultat der ersten neun Monate ist erheblich ungünstiger, als in der gleichen Epoche des Vorjahres, insofern als die Zahl der Geburten um 44.100 geringer war; wohl ist auch die Zahl der Todesfälle um 2200 gesunken, das Minus der Bevöl k e run gs a b n a h m e beträgt jedoch noch immer 42.000 Köpfe. Interessant ist ferner die Tatsache, daß mit Bezug auf die Fruchtbarkeit Siebenbürgen an letzter Stelle steht, und baß die Mortalität in den Al földerKomitaten, also dem eigentlichen Sitze des magyarischen Elementes am größten war. Aus der Ehestatistik heben wir die Tatsache hervor, daß im September d. I. um 1200 Ehen weniger geschlossen wurden, als im September des Vorjahres, in den ersten neun Monaten wurden um 6000 Ehen weniger geschlossen, als während der gleichen Epoche im vorigen Jahre. Die Zahl der ge mischten Ehen betrug 85, hievon 32 zwischen Christen u n d I u d e n, bei der letzteren Kategorie von Ehen war der Bräutigam in 14 Fällen Christ, in 18 Fällen Jude. Interessant für die Beurteilung der politischen und wirtschaftlichen Lage Ungarns ist auch die Paß sta tistik. Es wurden im September d. I. in Ungarn (sammt Fiume) um 3025 Pässe mehr verabfolgt als im September v. I., in den ersten neun Monaten dieses Jahres wurden um 16.148 Pässe mehr ausgefolgt, als in der gleichen Periode des Vorjahres. Die meisten Pässe wurden in den nationalistischen Komitaten gelöst und zwar zum größten Teile für Amerika und Rumänien. * Fremde Studenten in der Schweiz. Wie man der »Pol. Korr." aus Genf berichtet, haben die von den Behörden unternommenen Schritte zur. Eindämmung des Zuzuges von Studenten aus dem Anslaude bereits einen Erfolg gehabt. Seit dem heurigen Frühjahre waren von verschiedenen Seiten Besorgnisse wegen des Anwachsens der Zahl der ausländischen Studenten und Studentinnen an den Schweizer Hochschulen lebhafter geworden. Man erklärte es als eine Unzukömmlichkeit, daß au den Vorteilen der mit großen Opfern seitens der Schweiz erhaltenen Hochschulen nicht die Schweizer, sondern zumeist dis Ausländer partizipieren. Insbesondere bildet in Genf das Schweizer Element eine ganz unbedeutende Minderheit an der Universität. Infolgedessen haben die Behörden Maßregeln ergriffen, um das Zuströmen ausländischer Studenten einzuschränken. Als Wirkung derselben zeigt sich nun zum erstenmal, daß sich bei der Einschreibung für das Wintersemester 1903/04 an einigen Fakultäten die Zahl der ausländischen Studenten sehr vermindert hat. Die Universitätsbebörden haben begonnen, bei der Aufnahme eine strengere Kontrolle zu üben, indem sie von den fremden Studenten Zeugnisse über Vorstudien verlangten, welche den Schweizer Studienzeugnissen gleichwertig sein mußten. Rach Genfer Blätterberichten hat die Zahl der fremden Studenten an der dortigen medizinischen Fakultät um 50 Prozent abgenommen; ebenso hat sich in Lausanne die Zahl der fremden Studenten sehr verringert. (Diese Maßregeln wenden sich selbstverständlich in erster Linie gegen die russischen Juden. Anm. d. Red.) Der wahre Flondvr. Dir „B u ko >v. P o st" schreibt: Doktor Flvndor ist gegenwärtig selbstvergessen genug, die rumänische Jugend irre zu leiten und sie zmu .stampfe gegen den Frieden im Stande, gegen die Mitbewohner jüdischer Konfession zu verleiten. Nur so kann man es sich erklären, daß es Stndentem in d^r Bukowina tvagcn konnten, eine Versammlung einznbernfen, ans deren Tagesordnung „Die Verbreiinng des Antisemitismus" stand, lieber dieses Vorkommnis liegt uns der nachfolgende Bericht eines Teilnehmers an der Versammlung vor: „Am 10- November fand in Ezernowitz eine von sind. phil. Tofan einbernfene rumänische Stndenienversammtnng statt, ivelche als ersten Punkt der Tagesordnung das liebliche, insbesondere den rumänischen Patentpatrioten Wolczynsti und Flondor sehr angenehme Thema: „Welche Maßnahme» ivären gegen das Judentum zu unternehmen?" hatte. Als erster sprach hierüber der Einbernser der Versammlung. Cr ivies mit Rücksicht darauf, daß die jüdischen Studenten sich an der politischen Agitation im Lande beteiligen, auf die Notwendigkeit hin, die Inden in der Bnkoivina zu vernichten. Wie? Das hätte die Versammlung zu beschließen. Er meine, daß dies am geeignetsten mit der Herausgabe einer antisemitischen Broschüre in rumänischer Sprache zn bewerkstelligen wäre. Damit man aber mit der Abfassung einer solchen Broschüre .nickst zn viel Blühe haben soll, empfahl er, ein betautes französisches, unter dem Titel „Veräx" erschienenes antisemitiscbes Hetzbüchlei» zn übersetzen »nd es dann gedruckt unter das rumänische Landvolk zn bringen. — sind, theol. Czobair (ein Siebenbürger) „bestätigt", daß das rumänische Volk in der Bnko- Ivina von den Inder', ansgesogen, betrogen und übcrborteilt werde und meint, es lväre am Platze, hier im Laude selbst, für Antisemitismus sprechende Daten zu sammeln und sie dann in der angeregten Weise zn fruktifizicrcn. Damit aber hierfür kein Kostenanswand nötig sei, kann alles in der „Desteptarea" gedruckt iverden, gleichviel ob sich die Versammlung für den „Verap" oder für eine Originalbroschüre entscheidet. In ähnlichem Sinne sprachen noch: Bodnaresen und Busin Siretean. Hierauf ergreift das Wort Herr Bartoin, tvelcher die Ueberflüssigkeil dieser ganzen Debatte nachweist und den jungen Herren zürnst, sie mögen, achtgeben, was sie tun. Schließlich wird über Antrag des Herrn Morarin beschlossen, nichts zn drucken und zur Tagesordnung überzngchen. — An der Versammlung nahmen zirka 100 Personen teil, von denen der größte Teil, geiviß an die 00, nickst eines Sinnes mit dem Flondorianische» Anhang ivaren. Diesem Umstand ist es znznschreiben, daß diese Leutchen dort ziemlich kleinlaut und selbst froh ivaren, daß der Gegenstand von der Tagesordnung abgcsctzt wurde. Die Opposition (d. i. der Teil der Jnnimea" der für Dr. Aurel von Oneinl, mit dem Korps „Bnkovina" ist) ivar gegen den Antrag Tofan. * Plehwe geht? Plehwe hat in der letzten Zeit große Mißerfolge gehabt. Seine Prahlereien über die rasche Vernichtung der revolutionären Bewegung find eben nur Prahlereien gewesen. Dazu die Kischenewer Greuel. Es haben sich alle seine Bemühungen, sich von dem Blute des gehetzten Volkes reinzuwaschen, als vergeblich erwiesen. Umsonst wurde der „Figaro" mit 30.000 Rubeln für einen Artikel bezahlt, den Plehwe eigenhändig zu seiner Rechtfertigung schrieb; immer mehr verdichtete sich der Verdacht zu einer schreienden Anklage des Ministers und jetztin dem eben laufenden Prozeß gegen die Exzedenten in Kischenew wird vielleicht die Anklage nur gegen Plehwe und seine Helfer aufrecht zu erhalten sein. Schon die Anklageschrift, so vorsichtig sie gefaßt ist, stellt Plehwe bloß. Bekanntlich erließ der Minister des Innern gleich nach den blutigen Geschehnissen in Kischenew an die Presse eine Note, die telegraphisch auch dem Ausland übermittelt wurde und die die Geschehnisse so darstellte. als ob die Juden es gewesen wären, die die Hetze begonnen. Es wurde da von einem Karussel erzählt, dessen Besitzer einen Christenknaben geschlagen habe, und dos habe die christliche Bevölkerung in Aufregung gebracht. Davon spricht die Anklageschrift mit keiner Silbe. Die ganze Darstellung der Ursache und der nächsten Anlässe der Hetze ist in den Akten der Gerichtsbehörde eine ganz andere als die des Ministers. Dir Anklageschrift erwähnt natürlich mit keinem Worte, welche Rolle die höheren Beamten gespielt haben. Die Untersuchung hat auch eine ganze Kategorie von Privatpersonen, deren Mitbeteiligung an der Organisierung der Exzesse außer Zweifel steht und gegen die in den Zeugenaussagen unbestrittene Tatachen aufgeführt werden, aus der Untersuchungssphäre herausgehoben. Diese Personen gehören zu den höheren Schichten der städtischen Gesellschaft. Da diese das Bindeglied in der Vorbereitung der Hetze zwischen der Regierung und den Anführern der Demolanten darstellen, so ist es klar, daß sie vor dem Gericht dem Minister des Innern unbequem werden konnten. Wenn trotz allen diesen Vorsichtsmaßregeln, die Gerichtssitzungen mit Ausschluß der Oeffeutlichkeit wieder vorgenommen werden, so muß die Erklärung für diese Tatsache nur in dem schlechten Gewissen des Polizeioberhauptes gesucht werden. Bor 22 Jahren wurden dem Urheber der damaligen Hetzen schließlich die von ihm heraufbeschworenen Ereignisse zum Verderben; der Minister Jgnatiew mußte über Bord geworfen werden und wenn Plehwe geht, so ist er zum guten Teile an der Kischenewer Klippe gescheitert. „A. Z.- Gedenktage. N v v e m v e r. 23. 1703 ]t. der Maier Je- Ijiiba Pinhas aus Lehrburg. IN-!3 iv. der junge philos. Schriftst. Herm. Jellineck erschossen. 1830 st. in Wien Levp. Kompcrt, der Dichter d. Ghetto. — 2 1. 1032 geb. in Amsterdam Benedikt (Barnch) Spinoza, e. d. größt. Philosophen all. Zeiten. 1343 st. in Ostroiv Prediger Lev v. Nachnm. 100!» st. in Posen Js. tz. Abraham, v. d. nur Approb. tzorh. 1343 st. in Berlin Joseph Mendelssohn, der Suhlt Moses und der Vale- Alexanders. 1348 ged. in Kobnlin Schriftst. Bö. A. Klausner, gest. 1002. - - 25. 1820 geb. i. Zerbst Jenny Hirsch, Mitbegründ. des Lette-Vereins, Schriftsteller. 1303 st. in Bialystok Blich. SatzltidolvSki, Vers, eines lesenswerten Buches (Mischaninajim) über Hag a da. — 20. 1822 Minister Hardenberg, Beförderer d. 1312 erfolgten Befreiung der Inden Preußens von de>n inittelaltertichen Helotentum. 1807 in Hamburg der geniale Bühnenleiter Hofrat Beruh. Pollini (Barnch Pohtj. 28. 1700 st. i» Hamburg Rabb. Salomon MirelS, tvelcher Nr-ilrentel und in allem 150 Nachkommen erlebt hat. — 20. 131!) fielen Märt»rer im Augsburg. 1854 st. in Berlin der Arzt Dr. Schönberg, Schriftst. n. Mitglied deS Vereins f. Kultur und Wissenschaft der Inden. 1833 st. in Klein Raphael Nach. Rabbinowiez, hervorragend. Gelehrter mit seit. Scharfsinn n. Gedächtnis. . 30. 1031 st. R. Samuel Edeles, bekannter unter der abgekürzten Bezeichnung „Meharrseha", Vers, von halachiscyen und hagadische» Crläniernngen. 1014 st. Rabtz. David b. Mordeehai. 1.743 st. in Ferrara Mordeehai Zayalon, Arzt n. Dichter. 1803 st. in Kassel Dr. Lisfinana, der n. a. über das Brotvn'sche System, geschrieben. 1331 st. Natanaek Widersheim, v. tvesch. ein. Schreibern über die Inden in Frankreich erschienen. 1807 st. in Budapest Alois'Wolf Meisel, ein geivandler Prediger.^ 1871 st. Gaston Cremieny, als Republikaner in Marseille erschossen. Kislew. 1. 1813 geb. Dr. Dab. Hoffinann, Rektor d. Berliner Rabb. Seminars. 1888 st. in Brigthon Dr. Lndiv. Löive. — 3. 1807 st. in Budapest Pred.' Dr. W. A. Meisel, Vers, der „Hoinilien". — 4. 1831 st. in Amsterdam Ion. D. Meyer. —• 5. 1031 st. in Ostrog S. Edels (Meharrscha).

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