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Jüdisches Volksblatt · 1903-11-20 · 47 (20.11.1903) · p. Seite 4

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
5 (1903)
Issue
47 (20.11.1903)
Date
1903-11-20
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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>ite 4 Wien, Freitag Jüdischem Vulksbiiiü 20. November 1903 Nr. 40 Juden. Wovon sprach er? ^on ihrer Schlauheit, ihrem Gostmhasi, ihrer Blutdurst, ihrer Verworfenheit, ihrem Fluche? D nein! <5t bewies seinen Zuhörern, daß dajüdische Vol! die wunderbarste, foz-ule und religiös« Schöpfung des Altertumist .... Blicket tun auf jene Juden, denkt an sie, lsrnet von ihnen! Sapienti sat! Aber ihnen? Erzählte er von ihrer Verworfenheit? ihrer Verderbnis? ihrer Arbeitsscheu? ihrem Wucher? ihrem Gojimhaß? O nein! Tr hielt sie seinen Zuhörern als Muster vor, empfahl ihre menschlichen und bürgerlichen Tugenden zur Nachahmung! . . . Blickt hin auf jene Juden, denkt an sie, lernt von ihnen! wie sagte doch Dr. Grunw a l d in seiner Antrittsrede: »Nur wenn der R u b bitte v einem Engel gleicht, nur dann soll man Belehrung suchen aus seinem Mundes Ist »Vergeßlichkeit" etwa auch ein Attribut der Engel? (Gin zweiter Artikel folgt.) Jüdische Kolonialsrageu. Ein »erres Grmgratiousprojekt. Wie wir eriahren wird Dr. Isaak Leicht aus New-OrleanS (Amerika) u nächster Zeit nach Rußland reisen, um daselbst baS Leben der russische« Juden aus eigener Anschauung kennen zu lernen. Wie „Bud.'' meint, steht diese Reis« mit einem großartigen Emigrationsprojekte eines Z amerikanischen Philanthropen im Zusammenhänge. * Ostafrika. Hervorragende Mitglieder der jüdischen Gemeinde in Johannesburg (Südafrika) beschlossen, sich init dem Ostafrikaplane zu besaßen und ein« spezielle Erpedition auf ihre eigenen Kosten hinzuschickrn. Die Exprdition wird aus erfahrenen Reisenden, wie aus Fachmännern in Landbau- und Kolonisatiossfragen bestehen, die die Landesbeschaffcnheit uud Entwicklungsmöglichkeit genau erforschen. — Englische Blätter melden, daß in Uganda die S ch l af k r a n kh eit ausgebrochen ist und bereits über 8000 Opfer gefordert hat. Die Seuche grassiert nur unter Eingeborenen. Jüdische- ArlsrvarrderrrrrgSbrrreari Bekanntlich hat das Petersburger Zentralkomitee beschlossen, ein Bureau zur Regelung der Auswanderung russischer Juden zu errichten. Das Pariser Zentralkomitee der „Jca" hat nun, wie uns aus Paris gemeldet wird, das Projekt verworfen und es ist demnach keine Aussicht vorhanden, daß die , , . ... - ... gegenwärtig vollständig unorganisierte Auswanderung?rt m der deutschen Sozialdemokratle. russischer Juden in. absehbarer Zeit eine einheitliche überflüssige Organisation erhalten werde. Welche Motive die „Jca^ bei ihrer Haltung dem Projekte gegenüber geleitet haben, ist vorläufig nicht bekannt. ' ' ' 'und zivar zählen London, 2Bien, Pest je über 100 000; ebenso leben in Amsterdam, Paris und Berlin rnehr als je 50 000. Samt folgt .Konstantinopel, das auf etwa 900 000 Einwohner ungefähr 40 OOO Israeliten zählt, während Bukarest ihrer nur 9000, Nom 7000 n„V .Kopenhagen 8500 zählt. Weniger als 8000 Juden weisen nur fünf Städte, darunter aber merkwürdigerlveise auch die Hauptstadt desjenigen Reiches auf, das fast die Hälfte aller Juden der ganzen Welt beherbergt. Petersburg zählt nämlich gegenwärtig unter seinen 1 030 000 Einwohnern nur 2800 Juden, während Brussel, Madrid und Lissabon nur 2000, 800 resp. nur 260 Juden anfweiscn können. Auch Athen, die Hauptstadt Griechenlands, be sitzt nur 300 Juden. Absolut und relativ die größte Judenzahl weist Budapest auf, welche unter ihren 492 000 Einwohnern nicht weniger als 100 000 Juden, gleich 33,9 Prozent zählt. Gleich hinter Budapest rangiert Wien mit 10,3 Prozent oder 149 000 Inden. Nicht weit hinter Wien' marschiert London mit 120 000 Inden, tvelche aber nur 2,7 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Relativ größer, wenn auch al'solut geringer, ist die Zahl der Juden in Paris, wo sie mit ihren 75 OOO Personen beinahe 3 Prozent und in Berlin, Ivo ihre 88 000 Seelen gar 5 Prozent , der Bevölkerung bilden. Stark sind die Juden auch in Amsterdam vertreten, wo sie mit 56 000 Seeleii 12,3 Prozent der Bevölkerung ausinachen. Zu hoch ist. die Zahl der Juden in Berlin angegeben, da das statistische Jahrbuch des Deutschen. Reiches ihre Zahl für das Jahr 1900 nicht mit 88 000, sondern mit 79 000 bewertet. Dagegen fehlt in dieser Statistik die Hauptstadt des ehemaligen Königreiches Polen, Warschau', das auf 000 000 Einwohner rund 200 000 Juden zählt. Warschau. -ist nach' New-Uork die größte jüdische Gemeinde auf Erden und die. absolut größte in Europa, „Mansche oben!" In ' einer Besprechung der Wahlergebnisse von Frankfurt a. M. schrieb der Berliner „Vorwärts" : „Natürlich ist die Frankfurter S o nn ein a n nokratie jetzt Mansche oben ob dieses Wahlsieges." Dazu bemerkt die »Voss. Ztg." : „Mansche oben!" In der Tat, so steht es im sozialdemokratischen „Vorwärts". Daneben wird gegen „bte reichen G eld männer, die Börsenjobber u. s. w." geeifert. Wir gratulieren dem Blatt, das im Verlage von Singer u. Co. erscheint, zu der Bereicherung des politischen Sprachschatzes. Wenn „Mansche oben" Herr K o p sch gesagt hätte! Manche, die das Bündnis mit der Sozialdemokratie befürworteten,' wären dann.einig gewesen, daß die „Freisinnige Bolkspartei" unter Richters Führung total antisemitisch verseucht ist, auch wenn sie vier Juden Landtagsmandate verschafft hat!" (Die Wiener Ton- Kommentar Der Berei« zur Unterstützung jüdischer Acker- Hantreibender nud Handwerker in Syrien und Palästina, der in Rußland gebildet wurde, und dessen Mitglieder ausschließlich Juden aus Rußland, sind, hat jetzt seinen Tätigkeitsbericht über da- Jahr 1902 herausgegeben. Der Verein zählt gegenwärtig 5083 Mitglieder; im Jahre 1899 zählte er 0742. Die Einnahmen beliefen sich im Berichtsjahre auf 50.000 Rubel, «ährend im Jahre 1901 69.600 Rubel eingenommen wurden. Diese Differenzen sind aber, wie die „Hazesirah" meint, bloß scheinbare, da die Zentrale des Vereines blys jene Summen auSweist, welche bei ihr eingeflossen sind, während die durch die einzelnen Lokalzahlstellen vereinnahmten, aber an die Zentrale noch nicht abgelieferten Geldbeträge noch nicht inbegriffen sind.. Der Verein hat auch.-.34. Ehrenmitglieder. » . Die „Iüdische Rundscha u" schreibt: Wovor wir aber warnen, daS ist vor der Verwechslung dieser Gegner des Zionismus mit den zionistischen Freunden der Gegenwartsarbeit in Palästina.; N ev i f ihn d c r A ff ä r «^D'.r--e y.fu s. Aus Paris wird geschrieben: Alfred Dreyfus Hatto VÄ, der Marquise d'Arcvnati eine Einladung auf ihr Schloß in GaeHlleek' (Brabant) erhalten; teilte ihr aber vorgestern mit, er bedaure^dcu Besuch nicht äusführen zu können: dringende Geschäfte, schrieb..er, hielten ihn in Paris zurück. Die. Art dieser dringenden Geschäfte glaubt heute der Brüsseler „Soir" zu kennen. Der französische Kriegsministör, General Andre, so erzählt das Blatt, hat im Laufe der persönlichen Untersuchung, die er über den DreyfnShandel vorgenommen hat, eine neue bedeutsame Fälschung in den Akten entdeckt. Es ist das Schriftstück, in dem der auf Dreyfus gedeutete Anfangsbuchstabe D. vorkommt. Das Schriftstück war schon mehrere Monate vor der Verhaftung Dreyfus von Lemercier-Picard ans Befehl.seiilerBorgesetzten angcfertigt worden. Der Kriegsminister hat seinen Kollegen von dieser neuen Entdeckung Kenntnis gegeben und Alfred Dreyfus darüber verständigt. Die französische Regierung wird die Initiative zur Revision nicht ergreifen, nm in Uebereinstimmung mit den letzten auf den Dreysushandel bezüglichen WiüenSausdrück der Kammer zu bleiben. Dafür wird Dreyfus selbst sich mit der aufgedecktey „neuen Tatsache" an die Justizbehörde wenden, So erfüllt sich die Voraussage Zolas, schließt das Brüsseler Blatt seine Mitteilung, die nicht verfehle, Aufsehen zu erregen. Me weit sie richtig ist, wird sich ja recht bald zeigen. — Auf die Meldung verschiedener Plätter, Alfred Dreyfus sei mit Vorarbeiten für die Revision seines Prozesses be- Dreyfus ist keinestvegs ein Hindernis für die Revision seines Pro zesses. Der Soldat Voisin tvar längst begnadigt, als der Kassatious.- Hof die Revision seines Prozesses anordnete. Die einzige Frage, die noch unentschieden ist, betrifft die Anwendung oder Nichtanwendung der Strafe, die eventuell von dem Gerichte verhängt werden könilte, vor das der Beteiligte verwiesen würde, falls der höchste Gerichtshof das Urteil umstieße. Hierüber liegen verschiedene widersprechende Entscheidungen vor. Einzelheiten aus dem Kischenetver Mordprozesse. „Nowoja Wremja" gibt folgend« Einzelheiten ans dem im Zuge befindlichen Klschenewer Mordprozefie bekannt. Die Hanptverhandlung wird drei Monate in Anspruch nehmen. Folgende Ziffern geben einen Begriff über die Ausdehnung dieses Prozesses. Ungefähr ein Drittel der Städte— 1350 Häuser — wurden ausgeraubt und demoliert. Arretiert wurden 800 Menschen; ermordet wurden anläßlich deS Maffacres 38 Juden und 2 Russen. Verwundete sind insgesamt 500 gezählt worden, worunter sich 67 Christen befinden. Unter den Verwundeten waren 8 durch Revolverschüsse und 5 d u r ch Bespritzen mit Schwefelsäure verletzt. Außerdrm wurden leichte Verwundnngen an 68 Polizisten, 2 Offiziere,! und 5 Soldaten konstatiert. Beim Zivilgericht würde» 664 wegen Diebstahles oder Teilnahme an demselben a - geklagt, von denen insgesamt 308 bestraft u«d die übrigen freigesprochen wurden. Die Untersuchung leiteten 4 Untersuchungsrichter, welche ungefähr taufend Personen zu verhören hatten. Erlebnisse einer Schülerexkursion. Die Exkursion unserer Kommerzschüler nach Moskau hat, so schreibt die „Lib. Ztg.", leider ein sehr plötzliche- und wenig befriedigendes Ende gefunden. Nach zweitägigem Aufenthalt in der alten Zarenstadt wurde dem die Schüler begleitenden Direktor der Kommerzschule, Herrn Dobrosrakow, von dem Oberpolizeimeister von Moskau mitgeteilt, daß die an der Exkursion teilnehmaüden Schüler mosaischer Religion auf Grund der gesetz-' lichen Bestimmungen, die Hebräern deu Aufenthalt in den Hauptstädten untersagen, sofort die Stadt verlaßen müßten, Da die christlichen Schüler ihre Kameraden mosaischer Konfession— die sich in recht beträchtlicher Zahl , an dieser Ex'-, kurston beteiligt hatten — nicht im Stich lassen wollten, wurde die gemeinsame Rückfahrt angetreten. Nach einem zweitägigen Aufenthalt in Riga kehrten die Kommerzschüler in unsere Stadt zurück. Chronik. Und dahin gehört in allererster Linie der Ingenieur M. Ussischkin schäftigt» hat Josef Reinäch einem Mitarbeiter des „TemPS" nach und die Gesellschaft Ge'ulah, die er vertritt. Wir, die wir ans dem1 Standpunkte Positiver Arbeit im heiligen Lande stehen, wir denken nicht daran und dürfen unter keinen Umständen je daran denken»^ durch diese notwendige Arbeit jemals die Tätigkeit nnseres Aktions-! stehende Aufschlüsse erteilt: Was den Kriegsminister anlangt, so kann ich, nur auf die " Inland. Jüdischer Bolksverein ' Mittwoch, den 25. d., spricht Herr Hof- und Gerichtsadvokat Dr. Karl Lifezis im Festsaale des „Indischen Volksverems", II.. Leopoldsgasse 49, um 8 Uhr abends über' das Thema : „N eue antij ü d i s ch e G e s etz e/ Gäste, auch Damen, herzlich willkommen. Gedenktage. November. 16. 1824 geb. i. Kopenhagen Moritz Levy bed. Finanzmann. 17. 1814 stz ü Halle Prof. Bruns, der für Kemncott hebräische Bibelhandschriften verglichen hat. 1862 st? i. Hamburg Gotthold Salomon, relig. Dichter urrd Bibel- . Uebers. 1862 geb. i. Birnbaum L e s-s e r U r y, Maler („Jerusalem", „Jeremias", „Adanr und Eha nach der. Vertreibung").... 1864 st. i. Odessa Snncha Pinsler (karaische. Literatur)-1.8..' 1864' st. i. Frankfurta. M^ Jakob -Weil (Fragmente Nus - dem Talmud, relig. Reden und apolog. Schrift) .' 20. 1616 st. i. Krcckau^ Moses Movdechai Margaliot (Selicha-Verfnsser).- 1657 st, i. Middelburg Menasse b. Israel.. 1858 st. i. Berlin H.,. Edelmann , (HerauSg. ält. hcbr. Werke). 1864 st. i. Dcuthen Jakob Ezechiel Levi, Bikörot ha-Talmud.' '21. 1619 lu. Jspahan der Märtyrer tzlbba bou Hunden zerrissen. - 22. 1349. fielen Märtyrer in Augsbürg. 1730 st. i. Posen Prediger Arje Löb an den Folgen , der- Tortur. 1800 st. d. Philosoph Salomon Waünon- 1857 st. i, Prag Wolf Pascheles, Buchhändler (Kalender und „Sippurim"!) ' Ein Erfolg uns er es K ul t ü 8 p r o g r ü m me S. Wir haben die Genugwung, darauf hinzuweifen, daß die Herren in der Kultusgemeinde unser Refonnprogramm zwar niemals anerkennen, jedoch manchmal befolgen. Wir haben während der Zwischenfälle der Kammersitzüngen vorn 6. und 7. April d. I. ver-! ganzen hitzigen Wiener Wahlcampagne immer darauf .hingewiesen, weisen. General Andre hatte die Ansicht geäusteÄ, daß ihm Rechtsdaß die jüdische Kultnsgemeinde nicht bloß ein Berwaltungsmechagelehrte für die Prüfung der Akten des Dreyfushandels beigegeben nismus sein dürfe (wobei der Mechanismus sicher, besser funktiowerden sollten. Darauf erwiderte.Heru Ribot mit vollem Rechte,^ nierett könnte), sonderir daß es die Pflicht der Kultusgemtinde sei, wie ich glaube, der Kriegsminister'brmiche nicht erst die Beihilfe über diesen engen Nahmen heraus, überall, wo allgemeine jüdische von Gerichtspersoiren, um'sich mit einer in sein Ressort fallenden Interessen in Frage stehen, als berufene Vertreterin die StsuMe Angelegenheit zu beschäftigen. Was das Ergebnis der administrai z.u erheben. Zu unserer Genugtuung hat die Kultnsgemeinde iu»n tiven Erinittelung anlangt, die Generäl Andre vorg'enommen hat, in einer Affäre die Richtung betreten, die wir immer anempfahlen, komitees zu durchkreuzen. Wir würden das aber gewiß tun, wenn wir ungesetzliche Schritte auf türkischem Boden unternehmen, wenn^ wir durch Bachschisch eine Einwanderung fördern wollten, die durchs Regierungsverfügung eingeschränkt ist. Denn Kolonisation und Ein- Wanderung sind keineswegs identisch. Wie wir es seit vielen Jahren ' gefordert haben, so erheben wir immer wieder den Ruf, in Palästina'...___ ... ... mit einheimischen palästinensischen und anderen türkischen Juden so brauche ich Jhuen wohl nicht erst zu sagen, diff) -er sie gegebenen-' und zwar mit Erfolg. Wie wir nämlich schon in der vorigen Nummerzu kolonisieren. Wenn auch kein einziger fremder Jude in Jaffa falls seinem Kollegen, dem Justizmin'ister, zu übermitteln hat, damit berichteten, brachte die KnltuSgemcinde seinerzeit eine Eiygabe be°' landet, so wird man Jahrzehnte lang eine intensive jkolonisation dieser die durch das Gesetz von 1895 geschaffene Revisionskommission treffs der Ausschreibung der Oberlehrerstellen an zwei Leopold- Reiben können, indem man die Hungerer und Lungerer von Jerudes Justizministeriums damit befasse. Unter den neuen Tatsachen städter Volksschule,» ein. Diese Ausschreibungen wurden wirklich salem, Tiberias, Safed, Haifa, Hebron usw. in fleißige Arbeiter, sind einige, neben denen,' die im Kriegsministerium entdeckt ivorden auf diese Eingabe hin abgeändert; für beide Schulen kommen nur verwandelt, die im Schweiße ihres Angesichts ihr Brot verdienen., sein konnte», bereits öffentlich bekannt, so die Enthüllung des Herrn So wandelt man eine zahlreiche jüdische Bevülkening Palästinas,' Jaures über den Einfluß, den das berüchtigte Borderau mit deu die heute ein erhebliches Minus darsteüt, in ein ebenso gewichtiges Raudbemerkungen des deutschen Kaisers auf gewisse Richter von soziales Plus. Dahin gehört in erster Linie die. Einführung von, Rennes hatte auLüben kö>,nen. Dann ist auch der Brief da, den ich von Herrn von Münster mit der fomnellen Versicherung der Beziehungen zwischen den. Obersten bou Schtvartzkoppen mit Esterhazy erhalten habe, die der erstere endlich seinem Vorgesetzten gestanden hatte. Dann der Brief Esterhazys an seine Verteidiger Me. Eabanes, der die Erklärung enthält, daß das Borderau sich nie in den Händen des Obersten von Schtvartzkoppen befunden habe, tvoraus sich der Schluß ergibt, daß das Schriftstück nicht in Stücke zerrissen, sondern ganz ins 5triegsministerium gelangt ist. Ich be- Gerechtigkeit und Vernunft in die Verteilung der Chalukah. Dahin gehört vor allem die veberführung der jüdischen Städter zu Gewerbe und Landwirtschaft, dahin aber auch der Ausbau der Schulen, die Erhöhnng der Bildung und am allermeisten die Ausbreitung und Ausweitung unserer hebräischen Sprache. Kultnraufguben sind es, die wir in Palästina zu erfüllen haben. Zahl der Juden in den Hauptstädten Europas. Einem vom Rslbbiner Serri in Casale herausgegcbenen Kalender entnehmensitze diesen Brief, der teilweise bereits vom „Ternps" veröffentlicht in allen Hauptstädten jvurde. Des Iveiteren liegt noch der Brief des Generals de Pellieux Europas lebenden pldiichen Emivohner. Daraus ist zu erleben,' f, , . . m . ' , _. r v daß in den betreffenden fünfzehn Städten mit rund 15 Mitlioueu rtTl ^erri1 Eabaiguac vor. Mau hat also, tme Sie sehen, mehrere Seelen etwa 720 000 Juden, also 4*/, Prozent Inden wohnen, >^ue Tatsack^en und Dokurnente. Die Begnadigung des Hauptmanns jüdische Petenten als Schulleiter in Betracht. Hoffentlich wird dieser Erfolg die jüdische Kultusgemciude in Wien veranlassen» anf dem eingeschlagenen Wege weiter zu wandeln, Wir werden dies umso freudiger begrüßen, als es uns nie um Mandate, sondern immer um unser Programm zu tun war. Wir erinnern bei dieser Gelegenheit, daß die Judenliberalen seinerzeit unter derFührnng der „N. F. Presse" Himmel und Erde in Bewegung setzten, nm die Conrad'sche Schulgesetznovette zu Falle zu bringen? nach , diesen Herren war die ganze europäische Kultur durch die Annahme des Eonrad'fcheu Entwurfes in Frage gestellt. Der verbissenste Assi- »rilnnt wird uns aber zngeben, daß ohne diese „konfessionelle" Schulgesetznovette und in dem Falle, daß heute noch das alte liberale Schulgesetz giltig wäre, heute an keiner Wiener Schule ein Jude Direktor werden käunte. Wir erinnern daran» ohne uns zu schmeicheln, daß diese beschränkten Herren jemals zur Einsicht komyren könnten.

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