Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 5 (1903)
- Issue
- 36 (4.9.1903)
- Date
- 1903-09-04
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. 36 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 4. September 1903 S«iU 6 gerne unterstützen, bei aller Sympathie, mit der wir seine gerechten Forderungen auf politischem Gebiete anerkenne n, erlauben wir uns dort, wo es das I n t e r e s s e unseres Volkstum es erfordert, selbständiger Ansicht zu sein und kümmern uns niemals darum, ob wir damit bei den Deutschen oder Tschechen Anstoß erregen. In diesem Sinne muß eben die Neutralität dort au fhören, wo unser Interesse beginnt. Im vorliegenden Falle kollidiert aber dasselbe nicht einmal mit der Machtstellung der tschechischen Nationalpartei, welche von dem Bestände der deutschen Landesoberrealschnle herzlich wenig zu fürchten hat. Die von Ihnen behauptete starke Belastung der städtischen Finanzen ist wohl nicht nachzuweisen und die germanisatorischen Tendenzen? — fürwahr ich mußte hell auflachen bei Ihrer Klage über den Verlust, den Ihr Volk durch den Abfall der von Ihnen genannten Personen erlitten hat. Meinen Sie denn in der Tat, daß das Tschechentum an diesen Herren gar so viel verloren und das Deutschtum in demselben Maße gewonnen hat? Ne in m e i n H e r r, Spreu nichts als Spreu, die beim Putzen des Getreides in alle Winde zerstiebt. Deshalb ganz ohne Sorge, von dieser Seite hat das tschechische Volk gewiß nichts zu fürchten. Was aber die jüdische Jugend betrifft, so verweise ich Sie auf die Schaaren jüdischer Studenten, die in deutschen Schulen ihre Erziehung genossen haben und nichtsdestoweniger den Kern der jüdisch-nationalen Bewegung bilden. Bitte, kommen Sie mir nickt mit Namen solcher Juden, welche das Gegenteil beweisen sollen. Es sind dies einige wenige halb- oder ganz verdrehte Köpfe, die bloß Mitleid, nicht aber ernste Beachtung verdienen. Mit mehr Berechtigung als Sie mir, rufe ich Ihne« zu, gerecht zu sein, denn außer den Deutschen leben in Proßnitz weit mehr als 1800 Juden, welche an der Erhaltung der deutschen Realschule deshalb das größte Interesse haben, weil unsere Umgangssprache die deutsche ist. Diese Juden halten aber an dem Deutschen fest, n ich t etwa aus nationalen, sondern ans praktischen Gründen, zumal die ausreichende Kenntnis dieser Welt- und Kultursprache ihnen eine stärkere Waffe in die Hand gibt, um die Konkurrenz auf allen Gebieten des Weltmarktes zu begegnen, als dies etwa die Kenntnis eines Sprache vermöchte, welches in, verhältnismäßig eng gezogenen Grenzen gesprochen wird. Dabei sind wir Juden so wenig Deutsche als der Amerikaner, dessen Mutter- und Umgangssprache die englische ist, ein Engländer i st. Die Sprache ist eben kein ausschließliches Merkmal der Nationalität und deshalb ist der Jude, mag er das Deutsche oder das Tschechische zur Umgangssprache wählen, dadurch noch lange kein Deutscher und kein Tscheche geworden, s o v i e l e es auch irr ihrer Einbildung glauben. Sie irren aber auch mit Ihrer Ansicht, als ob ich den Wert und die Bedeutung der tschechischen Sprache speziell in den Ländern der böhmischen Krone geringschätze, im Gegenteile, ich lege ein ganz besonderes Gewicht darauf, daß unsere jüdischeJugenddiese Landessprache gründlich erlerne. Kann denn das aber nicht auch an einer Schule mit deutscher Unterrichtssprache geschehen — oder wollen Sie behaupten, daß das nicht im ausreichenden Maße geschieht, nun gut, so schlagen Sie eine Methode des intensiveren U nt e r r i ch t e s dieser Disziplin vor — wir werden Ihren V o r s ch l a g f r e ud i gst begrüßen und auf das nachdrücklichste unterstütze n. Ihren oft und oft geäußerten Prinzipien sollten Sie aber nicht untreu werden! Haben Sie nicht den Grundsatz aufgestellt: „Das tschechische Kind gehört in die lschechische Schule", eine Forderung, die ich für vollkommen berechtigt halte? Warum wehren Sie sich dann, daß die Kinder mit denlcher Muttersprache nicht deutsche Schulen besuchen? Gilt etwa die Begründung obigen Satzes bloß für tschechische Kinder und nicht auch für die der anderen Nationalitäten? Nein, geehrter Herr, Sie haben in Ihrer Polemik weit über das Ziel geschossen und uns bloß verraten, daß Sie von den Inden blinde Unterwürfigkeit, mit einem Worte, Uiiterstützttug Ihrer Pläne auch dann verlangen, selbst wen» diese unser vitalstes Interesse schädigen. Geradeso, wie wir entschieden den Kampf der Deutschen gegen die Neugründung einer zweiten tschechrschen Universität verurteilen, und mit den darauf gerichteten Bestrebungen der Tschechen lebhaft sympathisieren, geradeso müssen wir den Kampf gegen cme deutsche Bildungsstätte verurteilen. Ich habe Ihnen, wie Sie sagen, ein „Teschner Aepfelchen angeboten, Sie aber tun nicht einmal dieses, vielmehr nehmen uns in Ihren nationaleu Uebereifer eine Bildungsstätte — nein Sie zerstören sie, obzwar ein Heim, das der Wissenschaft g e w i d m e t i st, heilig sein soll, gleich j e n e n O r t e n, an denen wir die Gottheit verehren, gleich jenen Stätten, a l l w o diejenigen der ew i g e n Ru h e pflegen, die uns im Leben wert und teuer gewesen sind. Der Ruhm nnd das Ansehen des tschechischen Volkes wird durch ein solches Vorhaben arg geschädigt. Darum lassen Sie ab davon und wenden Sie Ihr Augenmerk lieber der Förderung und dem Ausbau Ihres eigenen Schulwesens zu, wobei Sie alle ehrlich und rechtlich Denkenden in O e ste rr e ich a n I h r e r Seite finden werden. Wenn Sie aber wissen wollen, wo es für Sie auf diesem Gebiete reichliche Arbeit gibt und Ihnen auch größere Lorbeeren winken, dann bitte, lesen Sie gefälligst die Nummer der „R a d i k a l n i Listy" vom 13. August l. I., die sich mit den Zuständen an der Prager tschechischen Universität befaßt. Bevor ich aber diese Zeilen schließe, lassen Sie mich Ihnen endlich noch sagen, daß auch ich radikal bin durch und durch, niemals aber artet mein Radikalismus in Ungerechtigkeit und Fanatismus aus. In der Gerechtigkeit und der Wahrheit, in der Freiheit und dem Fortschritte betätigt sich m e i n Radikalismus, mit dem ich, nicht unter dem Deckmantel einer fremden Nationalität, sondern als Jude ehrlich und aufrichtig meinem Volke zu dienen glaube. L. & Brünn. Eine bemerkenswerte Erklärung veröffentlicht heute der Bürgermeister von Prerau, Hans Tropper, Inder „Moravska Orlice". Cr war in den letzten Tagen in mehreren tschechischen Blättern auf das heftigste angegriffen und des Volksverrates geziehen worden, weil er sein Töchterchen in ein deutsches Pensionat gegeben hat. In den „Lidove Noviny" wurde erklärt, diese Tat verdiene, an den Pranger der Schande gestellt zu werden. Heute gibt Bürgermeister Tropper in der „Moraswka Orlice" zu, daß er tatsächlich seine Tochter in ein deutsches Pensionat gegeben habe, daß er aber darin gar keinen Volksverrat erblicke. Es sei endlich an der Zeit, daß sich die tschechische Oeffentlichkeit aus der Botmäßigkeit der Chauvinisten befreie, welche die Welt mit Phrasen regieren tun. Die Kenntnis fremder Sprachen ist für das tschechische Volk höchst wichtig, und insbesondere der deutschen Sprache, auf welche die Tschechen mit Rücksicht auf ihre Gesinnungen und ihre Situierung angewiesen seien, müsse ganz besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Dies haben auch die Tschechenführer, welche in der Oeffentlichkeit eine große Rolle spielen, dadurch bewiesen, daß sie ihre Kinder in deutsche Schulen geschickt haben. So zum Beispiel habe Dr. Straus ky, der Führer der mährischen Jungtschechenpartei und Chef der „Lidove Noviny", vor einigen Jahren seine Tochter in einem deutschen Pensionat in Lausanne erziehen lassen, und auch gegenwärtig sei eine Tochter Dr. Stranskys zur Erziehung in der Schweiz. Der Gesetzentivmf drlrrffend die Beschaffung der Geldmittel zur Bestreitung der Knltnsdednrfniffe der gesehlich anerkannten Kirchen- und Keligisns- Ge seil sch aftrn> Durch die Entscheidungen des Verwaltungsgerichtshofes, in welchen festgestellt wurde, daß die politischen Gemeinden für die katholischen Kultuszwecke nicht aufzukommen haben, wurde die Frage aufgerollt, wer nunmehr für die Bedürfnisse des katholischen Kultus zu sorgen habe, insofern sie nicht durch vorhandene Fonds oder Stiftungen gedeckt sind. Das Gesetz beantwortet diese Frage ganz klar dahiri, daß die Bedürfnisse durch die katholischen Pfarrgemeinden zu decken sind. Diese haben sich ab"r bis heute noch nicht konstituiert und infolge dessen riß der Abusus ein, daß die Gemeinden die Bedürfnisse des katholischen Kultus aus den von den Steuerträgern aller Konfessionen aufgebrachten Mitteln bestritten. Diesen Abusus sollen nnn die neuen Gesetzesvorlagen abstellen. Ein Gesetzentwurf zur Regelung von Kultusangelegenheiten — Grund genug, daß die sogenannte liberale Tagespresse, wie auf ein rotes Tuch sich darauf stürzt. Besonders bemängelt die „N. Fr. Presse", daß der Kirche neue Einnahmsquellen geschaffen werden und zwar dadurch, daß die bisher für Gemeindezwecke verwendeten Erträgnisse der Kommunalfriedhöse aus die Kirchen- und Religions-Gesellschaften nach der Kopfzahl ausgeteilt werden, und außerdem soll den Religions- Gesellschaften das Recht zustehen, konfessionelle Leichenbestaltungs-Unternehmungen zu errichten. Insoweit aber diese Einnahmen auch nicht ausreichen, soll unter dem Titel einer Entschädigung für die Matrikenführuug den Religions-Gesellschaften ein Viertel bis ein halbes Prozent der direkten Staatssteuern überwiesen werden. Gewiß wäre es möglich, konform den Einrichtungen in den jüdischen Kultusgemeinden, die Bedürfnisse der Katholiken durch eine besondere Kultussteuer einfach zu decken. Es läßt sich aber objektiv gar nichts dagegen einwenden, wenn der vom Gesetzentwurf vorgeschlagene Weg eingeschlagen wird und zuerst versucht wird, die Bedürfnisse aus den obgenannten Quellen zu decken. Der Motivenbericht sagt diesbezüglich: „, . . denn während sowohl die evangelische Kirche, als auch die i s r a l i t i s ch e K u l t u s g e m e i n d e in Wien ihre eigenen Friedhöfe und Leichenbestattungs-Unternehmungen besitzen und die Ert'ägnisse aus denselben für ihre Kultuszwecke verwenden können; während letztere beispielsweise Grabstellev-Gebühren von 100—1200 Kronen, für Gruststelleu solche von 600—3000 Kronen zu dem gedachten Zwecke einbebt, werden die Erträgnisse aus der Beerdigung von Katholikenleichen aus den Kommunalfriedhöfen zu Gemeindezwecken verwendet, die Erträgnisse aus den Leichenbegängnissen verstorbener Katholiken aber sind der Privatspekulation einer weniger großen Leichenbestattungs- Unternehmungen, welche nur Leichenbegängnisse zahlungsfähiger Personen besorgen, die Armenbestattung aber anderen überlassen, ausgeliefert und es sollen die Katholiken das, was ihnen an Einkünften seit mehr als 30 Jahren durch verfehlte Maßnahmen entzogen ist, nunmehr durch Umlagen aufbringen." Komisch wirkt auf uns auch der Stoßseufzer der „N. Fr. Presse", daß um der katholischen Kirche die erwähnten Einnahmsquellen zu eröffnen, die gleichen Einnahmen auch den anderen Konfessionen zugewiesen werden,!die es garnicht verlangen." Das ist wahrlich kein Unglück vom jüdischen Standpunkte aus. Die „N. Fr. Pr." fährt fort: „Was den Staatseinnahmen für Kultuszwecke entnommen wird, muß selbstverständlich von denselben Steuerträgern auf anderen Wegen wieder hereingebracht werden, und erreicht wird nur, daß nicht die Kirche, sondern der Staat es ist, der die Kultussteuer von den Kontribuenten verlangt, und daß sie ihr nicht entgehen, welcher Konfession immer sie sich zuwenden . . Da liegt eben der Hase begraben. Die Konfessionslosen, diese unter der reichen, jüdischen Bourgeoisie so beliebte Spielart des Glaubens — aber nur diese allein — werden durch die Vorlage getroffen; denn sie müssen indirekt Kultussteuern leisten, denen sie eben „entgehen" wollten. Das läßt uns aber vollkommen kalt, wenn wir es auch vollständig begreifen, daß die „N, Fr. Pr." für ihre speziellen Schützlinge eintritt. Vom bewußt jüdischem Standpunkte ist auch garnichts dagegen einzuwenden, daß der Gesetzentwurf von dem Prinzips ausgeht, daß Leichenbegängnisse und Beerdigungen religiöse Kultusakte sind; hier Klerikalismus zu wittern, das überlassen wir getrost der „N. Fr. Pr.". Dagegen halten wir es für eine ungerechte Bestimmung des Entwurfes, daß er nicht ausdrücklich bestimmt, daß nicht nur die katholische Konfession, sondern auch die anderen Konfessionen einen Anspruch auf die Steuerkraft juristischer Personen im Verhältnis ihrer Kopfzahl haben. Dies ist eine bedenkliche Lücke des Gesetzes, zumal die juristischen Personen sehr häufig — jüdische Personen sind. Auch diese Aktion der liberalen Tagespresse beweist von Neuem, daß dieselbe Presse, welche so oft s ch w e i g t, wenn wirklich ein jüdisches Interesse verletzt wird, vorlaut, geschwätzig und provokant wird, wenn dem Judentum auch nicht die geringste Gefahr droht, wohl aber seine Stellung gefestigt im Staate wird. Natürlich ist diese Haltung der freisinnigen Presse ein gut Teil an dem Blühen und Gedeihen des Antisemitismus schuld, da die katholische Bevölkerung — irrtümlich — Judentum und liberale Presse identifiziert. So büßt das jüdische Volk den Sport einer kurzsichtigen und bornierten Tagespresse. Von Dr. W e i s l. Die dem Baseler Kongreße zur Diskussion gestellte Frage der Besiedelung Britisch-Ostafrikas beschäftigt naturgemäß weitere Kreise, als die durch die Kongreß-Delegierten repräsentierten. Da ich wegen meiner mehrjährigen Tätigkeit als Verwaltungsmitglied der zwei bedeutensten diesfälligen Vereinigungen internationalen Charakters*) Oesterreichs ein gewisses Verständnis für Kolonisationsfragen mir zumuten zu dürfen vermeine, so sei es mir gestattet, selbstredend mit Bedacht auf den hier zu Gebote stehenden enggezogenen Raum, mich über die Frage auszusprechen, ob der Baseler Beschluß zu billigen sei oder nicht. Zunächst sei bemerkt, daß man vor dem Kongreße zu der Frage nicht einmal theoretisch Stellung nehmen konnte, da sie geheim gehalten wurde. Daß es angezeigter gewesen wäre, zumindest vor den D e l c g i e r t e n w a h l e n diesen Kongreß- Beratnngsgegenstand anzukündigen, damit mehr Personen als Delegierte entsandt würden, die zumindest wissenschaftlich sich mit Kolonisations- und Auswanderuugsfragen beschäftigten und dann beim Kongresse die Frage nicht bloß vom Standpunkte: „Extra Palaestinam non est vita“ diskutiert hätten, dürfte unbestritten bleiben. Ich für meine Person Hütte, trotz meines oppositionellen Standpunktes gegenüber der bisherigen Richtung des A. C., dessentwegen ich seit vier Jahren mich von jeder Art Parteileitungsgeschäfte fern halte, ein Mandat als Delegierter augestrebt, wenn eine solche Tagesordnung des Kongreßes publiziert worden wäre. Wenn nun das Fernsein meiner Wenigkeit vom Kongreße gewiß nicht in die Wagschale fällt, obgleich in Oesterreich nicht gerade viele in Kolonisations- und Auswanderungs-Fragen Bewanderte aufzufinden sei werden, so dürste sich manch' anderer, dessen Stimme wehr in die Wagschale fiele, fern gehalten haben, weil er nur eine dekorative Tätigkeit des Kongresses voraussetzte. Ebenso unbestritten dürfte es bleiben, daß man nicht bis zum Datum der H i l l-Urkuude (14. August) warten mußte, um den Gegenstand zur Diskussion stellen zu können. Nun aber ist die Frage offiziös aufgerollt worden und ist dem Kongresse zugerufen worden: „Hic Ost-Afrika, hic salta!“ Der Kongreß hat, wenn auch zögernd und hauptsächlich im Vertrauen auf den Zuruf seines Führers, den Sprung gewagt. Der Kongreß hätte ihn aber freudig und sich selbstvertrauend getan, wenn die Frage nicht bloß vom zionistisch-politischen und Gefühls-Standpunkte, sondern nüchtern vom wissenschaftlichen Standpunkte behandelt worden wäre, den selbst die Freunde und Förderer der ostafrikanischeu Judensiedelung nicht immer eingenommen hatten. Ja wohl, ich halte dafür, daß derKongreßbeschluß sehr richtig war. Ich bedaure nur, daß wahrscheinlich wegen ungenügender fachmännischer Erörterung der Beschluß nur mit 295 (kontra 178) angenommen wurde. Man hätte die ostafrikanische Besiedelung niemals als ein „Nachtasyl" hinstellen dürfen und niemals als eine Aktion „kaut de mieux“. Man hätte vielmehr ungefähr, wie folgt, argumentieren sollen: „Nicht ein Nachtasyl soll die ostafrikanische Besiedelung — die Besiedelnngsfähigkeit des Landstriches auf Grund von Sachverständigen-Gutachten vorausgesetzt — sein, sondern eine Bauhütte für den grandiosen Bau der Besiedelmig von Palästina. Wenn man einen Dom bauen will, so errichtet man *) Als Bize-Präsident der Oesterrrichisch-ungarischrn Kolonial-Geseüschaft und als 1. Obmann der Kolonisations-Abteilung <leS niederösterreichischen Gewerbevereines. Anm. d. Red.