Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 5 (1903)
- Issue
- 22 (29.5.1903)
- Date
- 1903-05-29
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 22 Jüdisches Volksblatt 29. Mai 1903 Seite 3 Wi“n, FV'ifat' läßlich des Kischeiiewer Massacres. Nachdem sich dieses Schund- \ blatt mit einer an religiösen Wahnsinn grenzenden rilid einen hohen Grad von Perversität verratender Genauigkeit an den Bestialitäten seiner Kischenewer Gesinnungsgenossen gelveidet hat. schließt es seine „Betrachtungen"!vie folgt: „Wir machen unse r e Inden darauf anmerlsam, an dem Schaden anderer zu lernen. Mögen sie Vernunft annehmcn. s o lang e e s n v ch n ich t z u spät i st. Sie sollen die Volksmasscn nicht gegen die Kirche und gegen die katholische Geistlichkeit aufwiegcln (?), denn d i e V o l k s m a s s c lv a t e t —•!v i e sie sehen können — f r ü h e r im Blute der K a f t a nbekleideten. als in dem der K u t t e n t r a g e n d e n. Diese g r v s; e L e h r e ru ö g e n a u ch u n s e r c Juden begreife nl" Ich möchte nun meine geliebten Stammesbruder hierzulande fragen: wenn das Unglück der in weiter Ferne, unter uns ganz fremden, mitunter sogar unsympathischen Anschauungen lebenden Juden in uns solche Gefühle auszulöseu vermögen, wie sie Doktor Hajdu verrät, wenn diese richtige Erkenntnis der Sachlage nach dadurch Bekräftigung erhält, das; unsere hiesigen Feinde mit ihren russischen Gesinnungsgenossen gemeinsame Sache machen und s o - gar ungestraft zu gleicher Tat a u f r e i z e n dürfen, lvas hindert uns dann nach, jenem obenerwähnten Fragesteller offen und ehrlich zu antworten: „Wir nennen uns Inden, iveil wir alle einen Stamm bilden, weil lvir ein Volk sind iind nur als Volksgruppe, als Nation leben und gedeihen, und denjenigen Volksstännnen, unter denen lvir leben, zunr Wähle gereichen können?!" Die Auflehnung der Kroaten gegen die magyarische Unterdrückung hat der ungarischen Regierung nicht geringe Verlegenheiten bereitet. Und da ist es wieder bezeichnend für die Politik und die Denkart unserer Regierung, das; als die Unruhen in Kroatien, von deren Vorbereitung die Regierung sichere Kenntnis hatte, noch nicht die bedrohlichen Dimensionen van heute angenoinmen hatten, dieselben episodenartig behandelt und mit der Obstruktion der Unabhängigkeitspartei in Znsainmenhang gebracht wurden. Als später die Revolte um sich griff und das Ausland von ihr Kenntnis nehmen muhte und demnach der Nexus zwischen Obstruktion und Revolution nicht mehr plausibel erschien, da hoffte die Negierung noch immer, dah die Erregung sich bald legn werde. In diesem Stadium muhte dann das als Prügelknabe sehr erprobte und leider auch sehr verläßliche Judentum als Sündcnbock für das Ausland herhalten. Die Negierung lancierte das Gerücht, dah die kroatischen Unruhen „scheinbar antisemitischen Charakter" tragen. Dieses frivole Spiel mit dem Leben Unschuldiger hätte, wenn cs verstanden worden und die Erbitterung gegen die ungarische Negierung nicht gar zu überwältigend geweseir wäre, sicherlich zu blutigen Exzessen gegen die Juden geführt. Heute ist cs jedem klar, dah die ungarische Regierung die kroatischen Führer durch diese zarte Andeutung auf einen Ableitungskanal Hinweisen wallte. Hätten die Kroaten auf diesen Handel eingehen wollen, so Hütten sie einerseits einen „anständigen" Rückzug finden und auch mit den schweren Mahregeln verschont bleiben können. Jedenfalls kennzeichnet cs die Kurzsichtigkeit der liberalen Presse einerseits, dah sie auf den Trick der ungarischen Negierung hereingefallen ist. Inzwischen warten die durch die Trafikverordnung hat bedrängten Inden noch immer auf eine Erleichterung oder Aufhebung dieser Bestiinmung. würde und könnte, er wäre aber gewiß als natianalb e tv u h t e s Jndividumn weniger — verachtet. Wer so wie ich, weil ich mich inuner als Jüdisch-nationalen gebe, die ungenierten Bemerkungen der Arier über die Deutschtümelei oder den S laben stolz der getauften und ungetauften Inden-Abgeordneten vernommen hat, weih, w i e, gelinde gesagt, l ä ch erlich sich diese Juden gerade in den Augen jener machen, als deren Con- Nativnalen, der „Figaro" sagt ganz richtig „Kohn"-Nationalcn, sie sich fühlen und gehalten sein wollen. Der kais. Rät: Q, wir werden vermißt, der Hausherr selbst mit dem Herrn Rat kommt rms abholen. Ist der Herr Rat ein Christ, er hat eine so eigentümlich gebogene Nase? Der G raue: Das ist sehr leicht zu konstatieren. Passen's auf! . Der Hausherr: Frau Doktor, werden Sie heute uns nichts zum besten geben? Kein Lied, kein Klavierstück?! Der Graue: Gewih, wir sprechen soeben davon, die schöne Frau Doktor Ivird mir zu Liebe heute das K o l n i d r e - Lied spielen. D c r H a u s h e r r:??I! (Purpurrot im Gesichte, ist dem Ersticken nahe.) De r Rat: Das ist köstlich. Ich habe das Lied erst neulich mit einer wahren Andacht bei Doktor X. von seinem Töchterchen spielen gehört. Es hat mich lebhaft an ein B a ch ' sches Tonstück erinnert. Ich möchte gerne lvissen, ob das B a ch - Stück oder Kolnidre älter ist. Doktor X., trotzdem er ein Zionist ist, wußte es nicht, vermeinte aber, dah da nur eine zufällige Aehulichkeit vorliegen dürfte. Als ich aber, so schlecht ich es eben konnte, ihm den bezüglichen Teil aus dem Bach-Tonstück vorspielte, war er selbst über die Aehulichkeit frappiert. Der Graue (leise zum Jüngeren:) Das ist ein unverfälschter Arier! (Laut zum Rat:) Herr Rat haben vorher das K oInidre - Lied nicht gehört? Der Rat: Ach nein, ich habe es schon in meiner Jugend gehört. Mein Vater war Pastor in . . . und dort ist eine gröhere Judengemeinde, die einen für ihre Verhältnisse besonders guten Vorsänger hatte, Und der sang rms manches Gebetlied vor. Der H a ri s h e r r (endlich zuin Atmen gelangt, ergreift heftig den Ariu der Danre): Bitte, Frarr Doktor, bitte meine Herren! Der Grarre (etlvas zurückbleibend, zunr Jüngeren): Sie sehen, Herr Doktor, wie untrüglich meine Anzeichen sind.. Der echte Christ, selbst lvenu er jüdisch ausfieht, ist an den Freimut bei Äesprechung jüdischer Angelegenheiten zu erkennen, der falsche Christ und der Assimilationsjude an ihrer F e ig he i t. Gehen wir! M. Maxim Gorki and Tolstoi über die Metzeleien in Kischenew. Schmachvolle Ereignisse kommen in unserem Vaterlande in den letzten Jahren immer häufiger vor. Aber das Schmachvollste unter allen, ein Ereignis, daS Abscheu, Schrecken und Empörung erregt, das sind die jüngsten Judenmetzeleieu in Kischenew. Menschen, die sich Christen neunen, die an den Gott der Liebe und des Mitleids glauben, widmen den Feiertag der Auferstehung ihres Gottes von deir Toten der Ermordung von iKndern und Greisen, der Vergewaltigung von Frauen, der Folterung und Beraubung der Angehörigen jenes Stammes, aus dem Christus hervorgegangen ist. Wer trägt die Schuld an dieseiu furchtbaren Verbrechen, welches auf uns allen lvie ein blutiger Fleck ruht, ein Fleck, den Jahrhunderte nicht wegwischen werden von den Blättern der traurigen Geschichte unseres finsteren Landes? Es wäre freilich sehr einfach, aber auch sehr ungerecht, die Schuld auf die „Menge" zu wälzen, die über die Juden hergefallen ist. Die Menge ist nur ein Werkzeug! Der Schuldige ist das korrupte Gewissen, welches die Menge zum Morde und zum Raube angetrieben haben. ES ist bekannt, daß in Kischenew die Menge von Leuten kommandiert und augefeuert wurde, die den gebildeten Kreisen angehören. Aber!ver ist denn eigentlich die gebildete rrissische Gesellschaft? — Diese ist ebenfalls eine Menge, aber nach schlimmer als die „Volksmenge", denn das Volk ist gereizt durch die Last seines Lebens, es ist blind und gefesselt durch die Macht der Finsternis, die künstlich erhalten wird. Dagegen ist die gebildete Menge ein Haufe feiger Sklaven, ohne Gefühl, ohne Menschenwürde und ohne Bewußtsein ihrer Pflichten, stets bereit, vor der Macht in den Staub zu fällen, sowie einer jeden Lüge Glauben entgegen bringen, wenn sie nur geeignet ist, ihre Ruhe 31t schützen, eine kraftlose und rechtlose dunkle Masse mit geringem Selbstbewusstsein und ahne Schamgefühl — ungeachtet ihres wohlanständigen Aeußern. Und für das schmachvolle und furchtbare Werk, welches in Kischenew verübt Warden, fällt auf unsere gebildete Gesellschaft eine ebenso große Schuld, wie auf die wirklichen Mörder und Vergewaltiger. Ihre Schuld besteht nicht nur darin, daß sie die Ueberfalleuen nicht verteidigt, ja sich sogar nach an dem Anblick der Gewalttaten ergötzt hat —■ ihre Hauptschuld besteht darin, daß sie sich viele Jahre hindurch hat entehren lassen, durch die Predigten des Menschenhasses voll Seiten der berüchtigten, schamlosen Lügner und Apologeten der Lüge, wie Alkesy Suwarin, W. Burenius, W. Welitschko, S. Schaparow, M. Komarow, Kruschewan, Piatkowski und aller anderen, die nrit ihnen gehen. Diese sind die wirklichen Urheber dev schmachvollen und fürchterlichen Greueltaten, deren Schauplatz Kischenew gewesen ist. Zu all den abscheulichen Prädikaten, die abscheulichen Menschen seit langem anhaften, gesellt sich auch nach der Ruf von Anstiftern zum Rmib und zum Mord. Diese Menschen, die unaufhörlich den Namen Gattes im Munde führen und dabei nicht müde werden, die russische Gesellschaft zu korrumpieren, indem sie Hatz gegen Juden, Armenier, Finnländer predigen-nun überschütten sie die Leichen derer, die auf ihre Anstiftung hingemordet worden sind, mit feigen und cwrc*?nmv Universitäts-Professor Dr. Eduard Lang. niederträchtigen Verleumdungen, und setzen ohne Scham ihr trauriges Werk fort, das Gefühl und Gedanken der willenlosen russischen Gesellschaft schändet! Schmach über diese bösen Häupter! Möge das Feuer des Gewissens ihre faulen Herzen verbrennen, die voll sind von Lakaicn-Ehrgeiz und sklavischer Unterwürfigkeit vor der brutalen Macht. Tie russische Gesellschaft, die bisher in beschämender Weise sich der Suggestion dieser gemeinen Sklaven unterworfen hat, sie hat nun die Pflicht, zu beweisen, das; sie noch nicht ganz sittlich verdorbeit ist durch die Schänder des Gedankens, das; sie sich nicht einig fühlt mit den Anstiftern zum Raub und zunr Mord, daß sie sich noch eilten Rest von ivahrhaft , . bewahrt hat. Um ihr Gewissen von der Schmach und der Schande des Kischenewer Werke? tvenigslens teiltveise zu entlasten, hat die russische Gesellschaft die Pflicht, bcu ruinierten und verwaisten Juden 31t Hilfe zu kommen, deit Söhnen dieses Volkes, das der Welt so viele tvahrhaft große Männer gegebeit hat und trotz seiner schrecklicheit unterdrückten Lage auch jetzt noch so viele Lehrer der Wahrheit tlnd Schönheit hervorbriitgt. Jeder also, der sich nicht zu den Lakaien zählt, jeder, der noch ein Gefühl für meitschliche Würde sich bewahrt hat, komme den Juden 31t Hilfe. Für eilten jeden, der sich als Mensch — Mensch im wahren Siiilte des Wortes — fühlt, darf es weder Christen noch Juden geben — sondern nur Menschen. Maxim Gorki. „Lieber N. N.l Ihren Brief habe ich erhalten. Ich habe schon einige ähnliche Briefe zugeschickt bekommen. Alle Korrespoitdenten, ebenso wie Sie, verlangeit von mir, daß ich meiite Meirntttg über die Kischenetvc'r Vorgänge äußern soll. Mir scheint, daß in diesen Aufforderungen ein Mißverständnis enthalten ist. Es wird vorausgesetzt, daß meine Stimme Gewicht besitzt, und deshalb wird van mir verlangt, ich möge meine Meinung über eineit solchen wichtigeit und nach seinen Ursachen so komplizicrteit Vorfall, wie die Kischenewer Greueltat es ist, abgeben. Das Mißverstäitdnis besteht darin, daß von mir die Tätigkeit eines Publizisten verlangt wird, während ich ein Mensch bin, der sich mit einer ganz bestimmten Frage, die nichts; Gemeinsames mit den gegenwärtigen Vorfällen hat, beschäftigt:; nämlich mit der religiösen Frage uild ihrer Anwendung auf das Leben. Von mir eine öffentliche Aeußerung meiner Meinung über gegenwärtige Geschehnisse zu verlangen, ist ebenso grrmdlas, wie; wenn man dies von irgend einem Spezialisten verlangen wollte, der ein gegenwärtiges Ereignis zur Illustration des von mir unteri stützten Gedankens gebraucht; aber über alle gegenwärtigen, wenn! auch sehr wichtigen Vorkommnisse ein Urteil abzugeben, wie dies die Publizisten tun, ist mir durchaus unmöglich, wenn ich es auch fiir ' noch so notwendig hielte. Wenn ich so handeln tviirde, hätte ich ^längst von anderen Gesagtes wiederholen müssen, und dann würde; wahrscheinlich auch jene „Bedeutung" meiner Meinung nicht! existieren, auf Grund deren man von mir ihren Ausdrrlck verlangt. > Was mein Verhältnis zu den Juden und zu den schrecklichen I Vorfällen in Kischenew betrifft, so müßte es, glaube ich, für alle klar sein, die sich für meine Weltanschauung interessiert haben.! Mein Verhältnis zu den Juden kann kein anderes als das zu Brüdern sein, die ich liebe, und zwar nicht deshalb, weil sie Juden! von dem sich am ehesten erwarten läßt, daß er zum Wähle des I Kranken der richtige Mann auf dem richtigen Platze sei, sondern der j strammste Nationale. ffir.-mripii finhim ‘ we,ainrye,i. vw yeigr oorr: „ynt maymen oer o,rerreicyiicycn nniü p? dmb led^i' dlerzteschaft spielt sich gegenwärtig ein Vorgang ab. der gerade jene ... Leute, welche nicht müde werden, jeden Gegner des 8 43 e) (Recht ^Anspruch erheben ' ber P^axisentziehung durch die Kammer) im Namen der „gefähr- Der nationale Boykott gehört zu den schärfsten, aber auch! Es ist wohl sicher, das; nichts so heg; gegessen wird, als es giftigsten Waffen im Kampfe der Völker, einer Waffe, wie sie der! bekocht ist, und es finden sich iinter den Unterzelchnern maiiche, zur höchsten Wut angefachte Nationalismus dann erklärlich er-! bon denen ich ohneweiters sagen darf, daß sie gegebenenfalls, das scheinen läßt, wenn das nationale Empfinden einen fnrchtbareii! Jntcreße des Kranken nn Auge behaltend, sich einzig und allem Stoß erlitten hat, wie sie sich aber im friedlichen Mit- oder Nebeni "ach wie vor nur von diesen leiten lassen werden, iind ich glmibe einanderlebeii der Völker in der Regel als eine der unedelsten und! daran trotz des im höchsten Maße zu tadelnden Vorgehens, das sich selbstsüchtigsten HandluiigSweiseii von selbst brandmarkt. Welche s die tschechischen Aerzte erst gingst wieder m Angelegenheit der Blüten ein derart geführter Kampf zeitigt, wir sahen es ncillich j -.Barmherzigen Brüder zuschulden kommen lieeßn. bei dem Ruii auf die Böhmische Sparkasse (iiiid kürzlich wieder tn » _ , Laibach. Anm. d. Red.); die schlvereii Folgen für die Wirtschaftj -^«3 der mcolzmischcn Fachpresse, liehe Existenz nicht nur von Familieii, sondern' unter Ilmstäuden auch j Die eben erschienene Nummer der „Sozialärztlicycn Presse", des ganzen Landes, wie cSj’wi solches Gebaren nach sich ziehen!^es Österreichischen Zentralblattes für soziale Medizin, charakterisiert kanii, lagen sich kaum ermesien. \ flcn nnter nationalem Deckmantel beabsichtigten Angriff der anti- Ist cs tot) «Hebern nicht nl.°rmschc„d, wen» nur der imfcn Gchiissinkcit cntsprimicndc Angnbcn rnschcn Glmchcn ftubcii j ,n!<r Sitiljimn ... oitmcnljiKfen iind die leicht lenkbaren Masseii auflvühlen, so n llnbefaiigeiien wundernehnien, daß reife Männei dms",,?d-»?nt-Ma!7tcü SSÄ ÄÄ'OÄ'i**" Stnndcsch«" und „mWchtctc,, KMcgiulitätzu bcschinchfcn. nicht deutschen Stammes sind, zu schädigeii oder gar zu uiitergrabeii.^ -ooititl gezogen kiabcn, fühlen sich auf Und es ki"w". s,;„ iw... s;„ : dem Wiener Boden Nicht mehr ganz sicher und mochten tu Anbetracht Stellen sow >vir zu be jektivität fnivr,,.,, tv,,,,*!- -o "i,,. s...! ’-oei}iiTe ION ein eigenes tiiirernemiien iiiirer oer , Vienna: „-»ereil! eines joichen ,vniittionais unter einem Aufruf verzeichnet findet, der - ' »r 1 <-» .-t . > „ n 1 - mi dns Iü!;t sich nicht lcnoncn - nur dem Mnupf dicncn s°ll^ > Unirtlchnftlichc.ch llnt«! Wenn lvir nach der Ursache forschen, warum die Gründung nehmcns rekrntierten sich ans einigen durch ihre inhumane Dciikdieses Vereins gerade jetzt eine solche Notwendigkeit geworden sei,; viid Kanipfart bekaniiten Eleuienteii und eiiier Aiizahl voii geachteten so finden lvir allerdings, daß dem eben geborenen'Verein ein schönes Kollegen, welche nicht zn wissen scheinen, das; sie dazu bestimmt sind, nationales Mäntelcheu umgehängt Ivurde. Gelegentlich des geplan- > das Treiben dieser Leute mit ihrem guten Namen zu decken, ten sozial-ärztlichen Nenchskongresses waren von tscheelsischen und j Jeder Arzt ioird ohne Kominentar die Gefahr erkeniien, welche auch polnischen Aerzten ^orderilngeitz ausgestellt worden, die sich auf durch die angekündigte Art voii Stellenvermittlung nicht alleiii den den Gebrmlch der Muttersprache l>el den Verhandlungen, auf die . nichtdeutschen, sondern auch jenen vorurteilslosen deutschen Aerzteil des PrasldlilMs bezogcii, 3'ordernngell, die aiich meiner; droht, ivelche den Winken und Befehlen der Cligiie ilicht iinbediiigt Ansicht nach ceshalb nicht gerechtfertigt ivarcn, weil es sich bei ^orieren irollen. Wer Politik treibeii ivill, soll sie treiben, aber „Verein dieses voii knrbedürftigen die kurz die gegenseitige Unterstützulig und Förderung aller Vereins-' Versicherungen aiiiiehmen 31t können glauben, daß sie die faktische aiigehorigen . Damit ist aber auch allen anderen Aerzten, die Tendenz des von ihiien nnterzeichneteil Aufrufes riicht gekaniit haben, dem Vereine nicht angelioren, der Krieg angesagt; denn nicht der! Fähigste und Berufenste soll pro consilio'zugezogen werden, nicht der, *