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Jüdisches Volksblatt · 1903-02-20 · 8 (20.2.1903) · p. Seite 2

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
5 (1903)
Issue
8 (20.2.1903)
Date
1903-02-20
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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S.'ite 2 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 20. Februar 1903 Nr. 8 visionsbewegling bei B c r it st c i n, sie hört ober, wie Franz 0 p p c it () e i in e r treffend sagt, n icht bei Bernstein ans. Die Revisionsbewegung im Sozialismus wird nicht nur den Marricanns ganz überwinden, sondern eure andere Ansfassung der I u b c n f r a g e zull Geltung bringen müssen. Venn einmal die Juden als eine . den Deutschen, Tschechen, Polen usiv. gleichberechtigt e N a t i o n angesehen werden, dann wird nicht nur u n s e r arbeitendes Volk in selbständigen jüdischen autonomen Organisationen in kulturellen, sowie wirtschaftlichen Fragen mit den anderen Proletariern kooperieren können, sondern bie Ileberwittdung der EhristlüHSozialen lvird nähergerückt sein. Die Auswanderung ans Oesterreich. Der bekannte Fachmann Tr. E. F. W e i s l bespricht in der „Woche" diese Frage in einer Artikelserie, aus der wir folgende Stellen hervorheben: Oesterreich-Ungarn weist — es bleibe hier ununtersucht, aus welchen Gründen — bereits seit einer längeren Reihe von Jahren eine ständige Auswanderung ans, welche, was zumindestens den Zug nach Nordamerika anbetrifft, fast kontinuierlich anwächst °) und dazu führte, daß die Answanderrrngsbewegung ans Oesterreich inr vorvorlehten Jahre von allen Auswgnderungsstaaten die größte und im vorletzten und letzten Jahre die zweitgrößte war. Im Vorjahre betrug nämlich die Auswanderung nach Nordamerika 113 390 Personen und im letzten Fiskaljahre, d. i. bis 30. Juni 1902 171 989 Personen. Davon entfielen auf Tschechen 6589 (resp. im Jahre 1901 3366), Deutsche 16 249 (resp. 7816), Kroaten-Slovenen 30 223 (resp. 7905), Rrnnänen 1736 (resp. 667), Welschtiroler 1711 (resp. 1263), Juden 12 848 (resp, 13 006), Magyaren 23 609 (resp. 13 310), Polen 32 429 (resp. 20 288), Ruthenen 7633, Dalmatiner, Bosnier, Serben usw. 1465 und Slowaken 36 931 (resp. 29 243). Es stellen daher das größte Kontingent an Auswanderern in Oesterreich-Ungarn die Slaven. Es ist daher das Hauptelement der Auslvanderungsbewegung aus Oesterreich-Ungarn das slavische. Die Slaven stellen aber wiederum das HauptkonUngent für den Ackerbau und die schwere Handarbeit. Die cmswandernden Slaven sind nämlich Landarbeiter im weiteren Sinne des Wortes. Diese Slaven (Tschechen, Polen, Slowaken) ' gleichzeitig in weitaus überwiegender Mehrzahl römisch katholischer Relegion und gehören einem mittelgroßen, Krankheits-undWitterungsverhältui ssen widerstandsfähigen und fruchtbaren Menschenschläge und einer Ordnungs- und Familiensinn airfweisenden, nüchternen, autoritätsfreundlichen und friedliebenden Bevölkerung an. Als Auswanderer betrachtet, steht der österrelchisch ungarische Slave unvergleichlich höher als der Süditaliener, der wohl noch arbeits- und krankheitswiderstandsfähiger ist, noch sparsamer und bedürfnisloser als der Slave u,nd ein fast gleich guter, wenn nicht besserer Handarbeiter, jedoch ein ungleich schlechterer Ackerbauarbeiter und Viehzüchter und ungleich weniger nüchtern, friedliebend und sich unterordnend als der Slave ist. Der deutsche Auswanderer aus Oesterreich und der Tscheche sind durchschnittlich weit intelligenter als alle Übrigen Auswanderer und ist ein ganz vortrefflicher Ackerban- und Viehzuchttreibender oder Handarbeiter lind ebenfalls sehr nüchtern und friedlich. Die Fruchtbarkeit des Deutschen ist jedoch eine geringere, seine Lebensansprüche höhere lilid er ganz untergeordneten Arbeiteil abhold. Der jüdische Attswandercr, wenigstens ans Oesterreich-Ungarn hat voll. Ackerbau itnb Viehzucht ganz unzureichende Keuntilisse, größere im Handwerke; er ist durchschnittlich an Körperkraft den anderen österreichischen Answailderern bedentend llachstehend, jedoch arbeits- und unterordmmgswillig und anpassungsfähig, in Sonderheit durch rasche Erlernung der fremdeil Sprache, und zeigt große Geschicklichkeit in höher organisierten Handwerken (vgl. folgende Tabelle); er ist äußerst nüchtern, hat großeil Familiensinn und ist fluchtbar. Der Magyare ist als Allswanderer den Slowaken enn nächsten, übertrifft ihn, lvas ben Prozentsatz der Jntelligenzarbeiter betrifft, lvird jedoch an Anpassilngsfähigkeit und Fruchtbarkeit überragt. Nach ben statistischen Ergebnissen der Eimvauderimg nach Nordamerika zu schließen, siird die Tschechen, Mährer, Polen und Rlithemn Kolonisten kat'exochen. Euren danemden Charakter haben auch die Einwanderllngen der Judeu und Rumänen. Dagegen ist ein: großer Teil der EiMvandernngen der Italiener, Deutschen, Magl)arten vorübergehender Art. Die überalis starke?tuswandenmg aus Ostgalizien z. B. ist von fast ausschließlich kolonisatorisckiom Charakter und ihr Ziel ist die dauernde iurd lmrdwirtschastliche BesiedellUlg entlegener C^ebiete. Nach dem Jahres berichte pro 1902 des Nordamerika nischen Eintvandenrngs-Gelleralkommissärs entfallen allf die Jntelligeuzarbeiter (skilled), die Taglohnarbeiter (laborers) lind ohrie Beschäftiglmg (Weiber lmd Kinder inbegriffen), folgende Zahlen: Verschiedenen Ringen auf mich wie oine Ueberraschung, die fap mit einem Hetneit Schreck verglichen werden kann. Während dort jedes Haus sich dicht an das andere schmiegte und die Straßen sich so schmal und windungsreich gestalteten wie nur möglich, scheint es uns voll den Ringen har laut entgegenzurufen: wir haben Platz. Eiine großartige Raunwerschwendung, die fast etwas Barbarisches an sich hak, tobt sich da aus. Eine Fülle von öffentlichen Ge- Slowaken . . 36 934 1 294 ►3 18 092 i« 5 3 8 540 Polen . . . 69 620 2 971 41 062 14 410 Magyaren 23 610 1 326 10 716 3 707 Juden . . . 57 688 17 841 8 121 25 952 Deutsche 51 686 9 273 11 872 18 611 Italiener . . 180 636 20 730 68 509 37 575 Tschechen . . 6 590 1 281 759 1 869 Aus dieser Tabelle ist eutiwhmbar, daß die Juden am erstell mit Weib und Kindern allswandern, am wenigsten. Taglohnarbeiter, aber von allen Nationen den höchsten Prozentsatz an Jutelligeuzarbeitern aufweisen, nämlich über ein Drittel des Totalen der Auswanderung aus Jntelligenzarbeitern bestehen. Man sieht also, daß die österreichischen Auswanderer die glänzendsten Eigenschaften eüires Kolonisteil haben mrd daß von diesen allen an erster Stelle! der Slave steht. der geistigen und sozialen Struktur voll längst vergangenen Zeiten, die aber iß Österreich noch immer eine lebendige, wenn auch vergehende Gegcnlvart zu sein scheinen. Die heutige innere Stadt mag einstmals ganz allein Wien gewesen sein, ein mit Maueril, Türmen nnd Basteiell gut verwahrtes Bollwerk gegen den velwegeuen Stegveifritter oder den mächtigeil Landesherren da draußen. Während i!il den nach unseren Begriffen Heilten Städten alles eng bänden, die oft architektonische Meisterwerke sind, wird J neben* und aneinander saß, hausten hingegeit der Raubvor uns ausgeschüttet und es ist dafür gesorgt, daß jedes j ritker oder dev große Magnat in ihren Burgen auf Bergesbiejer Gebäude um sich herum einen weiten Raum und ' spitzen und schauten über eine weite und schier endlose gleichsam seine eigene Atmosphäre hat. Eine unendliche i Landschaft! hinweg, worin sich! eben der eigentümlichste Breite scheint die beiden Straßeitfluchten von einander zu Gegensatz des mittelalterlichen Lebens offenbarte. Die trennen und ich glaube, mit vier bis fünf Gassen aus der traulich spießbürgerlicheste Engherzigkeck sah nebensich die innerell Stadt läßt sich so ein- Ring 'bequem ausfüllen-. . ausschweifendsten Projekte phantastischer Politiker empor- Darum kann man sich auch grenzenlos weite Plätze und wuchern. Während es selbst die bestorganisierten Staaten Parkanlagen gönnen: man braucht mit, dem Raunt nicht des Mittelalters über-ein Konglomerat von Ständen und eben sparsam umzugehen. Der gleiche Eindruck drängt Provinzen. nicht, herausbrachten, träumte ntan von dem sich auf, wenn man auf einem der mächtigen Kais längs heiligen rötnischen Universalreich deutscher Nation. Es des Donaukanales spazieren geht. Oder wenn ein Bermag Aufgabe der Historiker und Sozialpsychologen sein, liner, wie ich, sich, auf die Stadtbahn setzt, um in den Wiener Wald hinauszufahren und dabei zu hören bekomimt, daß alle diese Ortschaften am Abhang der Berge nochj zur Stadt gehören, zum dreizehnten- Bezirk, ja, dann könnte man es ihm nicht verdenken, wenn er ans dem Erstaunen nicht herauskounilt. Meiuer unmaßgeblichen Meinung nach hat dieser dreizehnte Bezirk nicht das geringste Recht, sich Won zu nennen. Viel eher hätten dünn Vororte, wie Steglitz und Friedenau, das Recht, sich Berlin zu nennen. die Ursache dieser Erscheinung festzustellen. Aber für mich steht es fest, daß Oeckerreich sich jetzt erst ans diesem Seelen- und Sozialzllstand langsam: herausringt. Es ist, infolge der Nationalitätenkämpfe und Selbständigkeit der Lani> tage, noch kein vollendeter moderner Staatsorganisnms geworden und ebenso Wien noch kein vollendeter Stadtorganismns. Sondern Wien ist ein Konglomerat von Städten (Bezirken) nnd die Gegensätze, die das mittelalterliche Leben bewegteil, siird auch inder Residenz der Aber während sich lim die deutsche Reichshaliptstadt ein! Habsburger noch nicht ansgelöscht. Aber zngleich lltachen Kranz von selbständigen Vororten gelagert hat, scheint | sich hier alle Bestrebungen der modernen Gegenwart geldieses unersättliche Wien seine ganze Umgebung verschliw j tend, und so ergeben sich die eigenartigsten mrd romantisckp gen zu wollen. Freilich, es scheint doch! nur so, da jene! fielt Mischungen und Lebensformen, die leicht in das G>ro- Ortschasten mit Wien in einem viel lockererem Zusammen- 1 teste ausarten könnten, Ideim nicht der. angeborene gehn ug stehen als die erlvähnten Vororte mit Berlin. Trotz-> schmackvolle Forutsiltn der Bevölkemng hi-itzukäme. Der dem ist die Naumphantasie, die sich in einer so ausschlveifen-! aber: dämpft, schattiert, tönt ab, und so tvird dieser seltsame den Varstelltmg von Groß-Wieu allsspricht, eilt bezeichueit- Widelspruch!, der das Wiener Leben durchzieht, nur ein des Phänonwn, und man wird wieder ben rätselhaften , Reiz mehr, vi'olleicht der Hanpireiz, der den Fremden immer Gegensatz zu der raumengen inneren Stadt mit voller i wieder nach der Kaiserstadt an der blauen Donau zurück- Wiccht durchempfntdell. . I lockt. Des Rätsels Lösmtg liegt in der Vergangenheit, in! . ..... . . Die LinlÄesversammlnng der traditio- »ellen Juden Ungarns. V n d a p e st, Ende Februar. Die Landesversannnlul'.g der orkhadoxen Judcnschaft fand vorige Woche in Vlidapest statt. Anivesend ivaren 120 Delegierte der Gemeinden, darunter 80 Rabbiner, bon denen viele zu den gröstteil .gapazitäten und Repräsentanten der historisch-jildischei: traditionellen Wissenschaft gehören, um zn berate», in ivelcher Weise die vor 82 Jahren geschaffenen „Organisations-Ttatuten der DnrchsiihnlngS-.gonnnission der traditionellen Jndeiigeineinden in Ungarn", die im Laufe der Feiten und zufolge der lirchenpolitischen Gesetze niangelhaft geivorden sind, zu ändern und zu ergänzen ivärcn. Damit der geschätzte Leser i» der Lage sei, sich über die ganze Bewegung zu orieiUieren, erlaube ich mir, in gedrängter .gi'irze die Genesis der Entivicklniig hier mitzuteilen. Schon am Anfänge des 19. Jahrhlinderts tvaren die Inden in Ungarn bestrebt, ein Organisations-Statut schassen, um die inneren Angelegenheiten der jüdischen Gemeinden zu regeln und eine Leitung zu gründen, die die Juden, der Behörde gegenüber rcpräsentiereil sollte. Der selige Leopold Löiv, Oberrabbiner 311 Szegedin, behandelt sehr eingehend und ausführlich diese Angelegenheit in seiner trefflichen Arbeit: „Der jüdische Kongreß in Ungarn" (1871), gestützt ans Grundlage historischer Dokumente, allein die politischen Berhältnisse der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts trugen die Schuld, daß die Ausführung nicht zustande k-.nn. Als jedoch nach der Verfassung die ungarischen Inden emanzipiert ivnrdcn, ivar die israelitische Geuceinde in Pest bestrebt, bei dein damaligen .Kultusminister Baron Josef Eötvös es durchznsetzcn, daß eine Landesversamunnlung der mcgarischerr Inden stattfinde, damit ein obelcerivähntes Organisations-Statut geschafseir iverde. Am 14. April 1807 ivurdeu die Genieiudeu pon der hohen Regierung pcrstäudigt, daß sie die Ciuwiltiguug zu diesein Unternehmen erteilte. Die Negierung ernaicnte zu diesem Behufe ein Komitee, ivelches zur Aufgabe hatte, ein Wahlstatut 31t schaffen, und da in demselben die Chnupinisten und die beredtesten Wortführer der?lssimilatioic die Oberhand hatten, wurden Rabbiner und Lehrer von der einznbernfenden Versammlung gänzlich ausgeschlossen. Das Wahlstatut hat für die Träger der jüdisch-traditkonelten Wissenschaft lveder das aktive noch das passive Wahlrecht anerkannt. Wegen diesem brcitalen Vorgehen entfesselte sich int ganzen Lande eilte starke Bcivegung, und erst einen Monat vor deit Wahlen äitderte der Minister diesen Paragraphen und die Wahlen fanden anfangs November 1868 statt. Der Kongreß wurde am 11. Dezember 1868 cittberusen. 61elegeutlich der Wahlen gab das Komitee in Pest die Parole aus, daß im Komitee nur administrative Angelegenheiten auf die Tagesordmmg gelangett werdeit und jede religiöse Disktission auSgesthlosfett bleibt. Die traditiouelleit Jtldert ivurdeu dadttrch irregeführt, indem viele Gemeiudeit diesem Versprechen Glauben schenkten. Deshalb schicktett diese viele Delegierte in den Kongreß, ohne ihnen eine Jitstruktioit zu geben. Das Wahlleitlings-Komitee forderte mißerdem, tuu° Männer von weltlicher Intelligenz zu wählen, damit die Assimilatiort mit äußerster Strenge durchgeführt werden soll. Deshalb geschah es, daß viele traditionelle Gemeinden auch solche Letlte in deit Kongreß schicktett, die im Geheinten die Wortführer der Assintilation waren. Rabbiner Leopold Löiv sel. Andeitkeirs wollte an deit Beratungen des Kongresses nicht teilnehmen. Als aber das Statut über die „Organisation der Gemeinden" ans die Tagesorbitung gelangte, berlattgteit die traditionellen Inden, die nur eine Miiwrität im Kongresse bildeteit, trotzdem sie int Lande mehr als zwei Drittel der Bevölkerung anszuiveiseit hatten, jedoch ztifotge der Irreführung der Wahleit die öffetttlichc Meinung im Kongreß nicht repräsentierten, daß der historische Bodeit, in welchem das Jttdcntnm ivnrzelt, nicht verlassen iverdeit sollte und beanspruchten, daß die Gemeindect auf Gruitdlage der historischen Vergangenheit ttach deit Prinzipien des poit der ganzen Jndeitheit akzeptierten Gesetzbuches „Schttlchait Aruch" organisiert seit: müssen. Diese Grundlage paßte lvieder den Trägern des AssimilationSgedankens nicht in deit Kram, sie terrorisiertett auf Schritt und Tritt die düpierte Miitorität, die sich darum an den Veratttitgen iveniger beteiligte, uub Mitte Febrtiar 1860 ivnrde der Kongreß, in ivelchem die öffentliche Melntntg, lvie oben angegeben, gefälscht ivnrde, geschlosseit. Eine mächtige Weildnltg in dieser Angelegenheit trat ain 18. März 1870 eilt, als Franz Denk im ungarischen Parlaineute den Alttrag stellte, man muß die Geivissensfreiheit respektieren, und die Träger des historischen Gedankens im Jtldenttnn, die das traditionelle Jlldentum bilden, dürfert tticht gezimmgen werdert, sich den Behörden der Kougreß- Judett ztt tmteriverfeu. Der Reichstag akzeptierte einstimmig diesen liberalen Antrag. Mithiit tvar die Treitnung zivischen den historisch-traditioitellelt Judett nnd deit Anhättgerit der Assintilation gesetzlich ausgesprochen. Die traditiouelleit Judett beeiltett sich nun, auf Grundlage der alten „Tekouoth" eilt Organisatiolis-Statut zu schafseit, und wählteit eine Behörde, die ihren Sitz in Pest hatte, um in gewissen Fällen die Angelegenheiten der Gemeinden bei der Regierung zu vertreten. Wie eingangs ertvähttt, gaben Zeit und Verhältnisse die Veraitlassling, daß die Norinative geändert iverden müsselt, damit die Leitung in der Lage sei, die Interessen der traditiouelleit Juden zu wahren. Das war der Impuls der stattgefuttdenett Bersammlu»g, die aus ihrer Mitte eilt lügliederiges Kontitee ivählte, das eine Direktive erhielt, in tvelchent Sittue die „Organisations-Statuteu" zu ändern ivären, welche Aenderuugen daun einer von der Regiennig beivilligteu Genemlpersamnultltlltg der traditiottellen Juden Ungarns zttr OZenehmiguttg vorgelegt iverdeit sollten. Die Männer, ivclche in das Komitee gewählt ivurdeu, ivaren durchdrungen uttd beseelt vom Geiste des historisch-traditionellen Judentums, die ihre Nationalität nicht verleugiteu und die bestrebt

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