Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 5 (1903)
- Issue
- 5 (30.1.1903)
- Date
- 1903-01-30
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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2*51 tf- 4 Wien, Fr-'ito?.- 30. Jänner 1903 Nr. f> •Jr.Misclu:« Volksbiall gender Weise zur Verteilung gebracht habe: K. 300.— an die israelij spruch ncnonimcit, desgleichen von den Zinsen, welche das Goldtische Armenaiistalt, je K. 200.-- an den Wiener Beth-ha-Midrasch-j schmidtsche Leg,,» von etwa-- meinnl$ 000000 $u, und ferner ein Verem. für die Aussteifung armer israelitischer Schulkinder in dergewidmetes Legat — . . ..'-'“•'““"“V V‘ vv.'-: iiitoiiljm für Zwecke eines KindcrspitnlS Bmgtttenau, an den yraelttychen FranenwohUangteusverem :m 1.. .... asn.... t Bezirke. m, Sic Eheima-Kadisäm im 1. Bezirke, an den israelitischen 100 01,0 >'> SnSc« »«»>" 1 Waisen-Verein in Wien; je Kr. 100.— an die israelitische Allianz > die Befreiung von der Reutcnsteuc:- nlchl in mrir.., K„,. .;i.L .CI--r... i.-... i-r v. . ... KindcrspitnlS gewidmetes Legat von hatten die Finanzbehörden nicht gewährt. Bei der am in Wien, an den Verein zur Unterstützung mittelloser israelitischer. 22. dS. über die Beschwerde der KultuSgemeinde stattgehabten Ber- Srudierender, au den Wiener Volksschnl-Verein „Taliiuid-Tyora",' f,rtl an. den Verein zur Unterstützung israelitischer Handiverker und Klein gelverberrribender, an den Verband zur Unterstützung armer israeli tischer Wöchnerinnen, an das israelitische Blinden-Jnsti Handlung vor dem L^erwaltniigSgerichtShofe nahm der Beschwerde- Vertreter Tr. Gustav Kohn, den Standpunkt ein, das? hinsichtlich der israelitische Blinden-Jnstitnt auf der. Zinsen von den zurückgelcgtcn Stenern die KultuSgeineinden auf die- Hoyen Warte, an den kaufniännischen Unterstützungsbercin „Osten"., selbe Begünstigung Anspruch haben, wie die Gemeinden überhaupt. f2.ü a>^cn ^'!^"!.taud der OZOc^ordming bildete die Berufung von Die Ncntenstcncrfrciheit von den Zinsen der erwähnten Legate bc- 120 Vertrauensmännern. Der Präsident bemerlt. dasi das Ver-! .. . -' / , .. .. . . .... ... ,, tretcrkollegium sich mehrfach mit dieser Angelegenheit beschäftigt habe! nnm*ctc ~r> ,mt **c,u vnovege auf den hmnanltnren sihnrnt- ....!> - ....... , ter der betreffenden Einrichtungen. Ter NegicrnngSvertreter, Mimsterialsetrctär Bugno, bekämpfte die Beschwerde und wies darauf hin, das? unter dem gcset?lichcn Begriffe Gemeinde nur die politische Gemeinde zu verstehen ist. Der Berwaltungsgcrichtshof pflichtete . , , . , . - U--! . und den seitens einiger Mitglieder des Vorstandes ausgesprochenen Wünschen nach Möglichkeit Rechnung getragen habe. Die Vor-! stcr schlage des Vertreter-Kollegiums gelangen sodann mit wenigen Ab-! liin. „... . wenigen änderungcn zur Annahme. Dcmgemäsi erscheinen als Vertrauen.. mcmnerstom Vorstaiste berufen die Herrern Ans der Gruppe der, . . unb wicS hinsichtlich der Zinsen von den Steuern .ooherbeiienerten ohne Rücklicht ans deren Domizil: Julius Bellak,; ' . , .. . . Oskar ^Bondy, Max Duschnih. Jacques Feitler, Gustav Frankl, Ari die Beschwerde als unbegründet zurück, dagegen wurde ln Uns ,i g nold Fröhlich, Generaldirektor Hermanii Gentilli, Benno Gold- Ichmidt, Julius Granichstädten, S. Heit, Dr. PaulHellmann. der Bestenerung der Legatzinscn die angefochtcne Entscheidung als ungesetzlich aufgehoben. Die Makkabäerfeier in Wien. An? deii Genicindebuiiden und KiiltuSstuben der Assimilanteiiführer lverden langsam politische Antiqnitäteiikabiiiette, Schmolllvinkel für verlachte uiid veraltete politische Launen, denn das Volk strömt uns zu. Die Berichte unserer Makkabäerseierii — Feste, die auf der gaiizen Welt begangeii iverdeii, sagen zu unserer Freude, das; es überall vorivärts geht. Immer iveitere Kreise der laug iimlvorbenen jüdischeli Masse tvcrden vom Volksgedanken erobert das jüdische. Volk feiert nationale Feste. Auch die Wieiier Juden haben betvieseii, das; sic besser sind als der Ruf ihrer .Indolenz. Das zeigte sich bei der Makkabäerfeier aui 22. dS., die m ihrem Befnche uiid ihrer Wirkung den Veranstaltern, dem iiiederösterreichischen D. K. zu einem Ehrcnabeii.d getvorden ist. Von ihr, als dem Typus eines unserer nationalen Feste, geben ivir Helm Lachscl, Moriz Schur, k. k. Kom.-Rat Leopold ^imoin Ignaz Sonnerrfeld, Tr. Josef Stern, Koloman Tafler, Enist Wolf, David Wurrnfeld. Aus den einzelnen Bezirken, und z!var: 1. Bezirk: Emanlirl Einil Beer, Dr. Juliris Bonnann, Hermann Elias, Dr. Edmtiud Kohn, Dr. Leopold Kolm, Dr. Alberr Kuh, Jacob Moor, Gustav Perger, Hugo Schwarz, Ignaz Simon, Dr. Sig. Wahrmann, k. k. Kommerzialrat Eduard Wiener, Adalbert Wimerberg, Dr. Julius Zappert. 2. und 20. Bezirk: Earl d. Boskotvitz, ^imou Breirncr, Siginund Dub, kais. Rat Dr. S. Kohn, Dr. Hermann Löivy, Dr. Sandor Loschitz'' David Rothzicgel, und 17! -oezirr: ^r. Frrtz Dttrichsteiu, Salomon Meisels, «reg- Volksfestes Um S IIhr tourdcn die engeren Passagen' »um!» Lch». Dr. Jakob Ornstei,,. Philipp Popper. David Schioarz. MgLw» öo prrrk Ilni hall,!i Uhr mUk See il.m. Nachmamr Spiegel. Ignaz Tavbcr. sllcrander Bogel. 4.. 5. und 10. " EiimmM (bctou lucil mtdl die Doppclqalcricn übersüll! B-S>rki sal. Ed. Donath. Jguaz Glm.bcr. Adolf Lichwlau Leopold usar L g n ,l war. der iiidis-he Kleinbürger sail Modley, Adolf Bster,etzer, Tr. Max Llransky, ^akob Strayberg. b iüdischeu A'obili Der Hauch altjüdischer Volks- 6. und 7. Bezirk: Wilhelm Bachrach, Leo Bauer, k. k. Kommerzialrat *mi> - m,,» s-r ,;Lr ^c;cr scv- Makkabäer schwebt, hatte die Max Eisenberger, Dr. Jakob Engl, Rudolf Figes, Josef Sonnenw modernen Gesellschaft geöffnet; ein brüderliches Volk schein, Samuel Steiner, Dr. Ludwig Weiß. 8. und 9. Bezirk: Julius 1«X fficrö waren anwesend, so Brecher, Karl Goldmann, Leopold Hendel, Dr. Norbert Klinger, Jiyrtrfir)Li>'r rrffärh' nie eine so hohe Frequenz irgend Dr.. Moriz Sckinrpp. Adolf Stiatzirh. Dr. Isidor Schnabl. Leopold >»Lm, Weinwurm, kai,. Rat zzgnaz Wilhelm, Joses Mtrosslw 18. bi-: 10. das; der nächste Tag ein W-rltag war. Nnd diese Stgmund Bars, Salomon Beer, Philipp Hofbauer, Ludfj^euir nJt.un.u, <« .• - wallten nationale Karten schlugen an widcrhallen- Fantl, Jonas Weil. Auf Grund I zssis, tggasagffeigg s* •»«ssrSä-lss; schlossen, atnpf Hrmt rer- .... - - r * ™ eines regelder „Wahrheit", der „Neilzcit" unb des „Jüd. Volksblatt". Ferner o __- ^cn. Oberst Ritter von Eist. Unter den san« erschienenen mäßigen Gottesdienstes in Döbling. Auf Grund mehrfacher Kon- Unniitischen Korporationeii ist der Franenvcrem (Pastdentin Frau ferenzen mit dem Vorstände der in Döbling bestehenden Bethausgibonic Kahn! wegen seiner Wirksamkeit für den Natioiialsond.' vereine beantragt Referent, gemäß dem hierüber gefaßten Beschlüsse ' - ' des Vertreter-Kollemnms. dem r» - welch letzteren er ein mit tosendem ansbrachte. Die Prodilktion des unter seinem Dirigeiiten Lubetzky hatte ein , . ,.„y ^ucLuuuvaz Larlistg, Baurat ^s 'Frcihcitsgedaiikens feierte, ans Theodor Ritter von Goldschmidt, kais. Rat Weil, Hermann Cltbogen Beifall anfqenommencs Hedad c und Sigmund Kauders beteiligen, wird der Antrag des Vertreter- V^pmischen Chores unter seinem ^.urrgenren ^nveyry harre ern Kollegiums auf Gewährung einer Subvention per K. 4000.— mit ch-nchtvollcs nationales Bild zur Folge. Mau IchV - einem Zusatzantrage des kais. Rates Weil, betreffend den vom /^rste Strophe hcbräischl. Die letzte Strophe dieses Kampfliedes^ Bethansvereine projektierten Tempelbau, angenommen. Kais. Rat J-i-eiheit ist der hohe Preis — den Inda will erringen lang »ao Dr- Lieben referiert über die Verleihung von Gnadengaben pro PiwfjAnn stehen wie ails eineni Miliide mit ilud setzte sturinsicy eim 1903; die diesbezüglich vom Personal-Komitee und dem Vertreter- Wiederholung durch. Wie nun der Massengesang das Haus oura)- Kollegium erstatteten Vorschläge werden angenommen. Nach Erda klang er aufregend wie ein Bekenntnis m‘* t’"’ lediguug von Personalien wird die Sitzung iim halb zwei Uhr nach- <£.£*,,,r- Den Gl, gs geschlossen. Verlobung. imw utc ^cuoiuirtg £>e£ Herrn Alois T h 0 u in a n n ans Wien mit Frl. Bertha K 0 m i n i k, Tochter des allbekannten Praaer Selllm,-Ä Herrn Marcus K 0 m i n i k, statt. 190o; die diesbezüglich vom Personal7Kömitee'un^"dem^Ne^^^ Publitnin stehen jvie ans eineni MundV Uiit iind sttste'stüriliisch eine Redner. — Ein zweiter Vortrag des Herrn Dr. Jonasz findet Kollegium erstatteten Vorschläge werden angenommen 1K %T Wiederholung durch. Wie nun der Massengesaiig das Haus durch- Sonntag den 8. Februar im Schulzimmer der Jsraelrüscheu Kultris- Kd-gung von Pcrseneli-7, wird die Sihunq um «Äb w-i mr’J* bmuste du ((m,n er uufrcpeud wie ei" Bekenntnis - luie ein »imeinde, 1. Bez.. ©eiten[tcttcnfla!fc 2, statt, und zinm über „Erste. mittags geschlossen. ' »roei U«1 "ach- Zebwiir. Den («lunzpnnkt des Abends bildete die Festrede unseres on s ctt) - , . . „ . . geschätzten, arbeitsfreildigen Freundes Dr. Klee, der dazu eigens ^uu _u. o. JJC. fand uic Berlobnng des aus Berlin gekommen war. Mühelos eroberten sich seine Stimme nrn’ " und seine Gedanken in dem riesigen Saale Stille. Draiuatisches Dmaer 2cßen in bcn wildern, die er von der jüdischen Vergangenheit, z- Zjegenwart und Zukunft gab, und klar nnd verständlich setzte er die «KW,™*,. . ... Vorailssetzuiigen, Forderungen nnd Aussichten des Zionismus seinen oc> der mdlschen Toynbee-Halle, 20. Bez. Karatzespmwt lauschenden Zuhörern auseinander. Er hielt gründliche veraanaenen Februar: Herr F. Waschitz: „Aus;lbrechmmg mit den Verführern des jüdischeil Volkes mrd zerfaserte veraanaenen Mg^ag den 2.: Dr., Jerusalem: .Qett^- ihre Arglnncnte. Den Judell aber, die zri uns kommen lvollcn. _ G. Mehrer: Erkläning der Sidra ' Samstaa talisendstimmiger Beifall zustimmte. In dem dararlf folgenden den 7. .-Kunzert. Anmeldungen zu Vorträgen beliebe man zu urfVhni musikalisch-deklamatorischen Teile konzertierte die Negimentskapelle an Herrn Dr. Sieginnnd Werner, 4. Bez.. Wiedener Hanuttk^s,-. ans Opern jüdischer Komponisten. Hierauf lernten wir in Frl. 1'S. ■. P ) Mi Themnann eine hochbegabte Sängerill kennen, die mit vor dem Komitee die weißblanen Fahnen mit dem Mogeil David. Viel Anklailg falid die Damenspende in Gestalt einer Miniasiirailsgave der „Welt" in einem Miniatnrzeitungsrahmen mit dem Titelblatt unserer Chanuka-Nummer und mit zionistischen Mottos, Gedichten und Bildern rrnserer Führer als Inhalt. —h. Die Ownernlvcrsammlung des fortschrittlichen Reformkluvs. Der F o r t s ch r i t t s k l u b ist im Rückschritt begriffen, der Bericht über die Generalversammlung liest sich tvie ein Nekrolog. Der einzige Lichtplinkt ist, „in den Räumen des Klubs haben die richtunggebenden Beratungen unserer Parteigenossen für diese tiuederöfterrciehistheu) Landtagsivahlcn stattgefundcii"; das heisst mit anderer: Worten: Der Refonnktnb war der Organisator des Debacles. Doch noch ein erfreuliches Moment hebt der sollst sehr nielancholische Bericht hervor: „Wir hatten die Genugtuung, hier auch Anhäilger aildcrer v c r lv a n d t e n Parteien mit uns znsaiil menwirleii zu sehen, eine Gcnllgtnling, die umso lebhafter ist, als es ja von der Gründung an im Plane des fortschrittlichen tlteforinklubS gelegen lvar, ihn zu einem llentralei: Boden für alle Sckmttierllilgcn des Freisiilns unb des Fortschritts zu gestalten." Atir diesen „Verlvalldteii Parteien" könneil nur die Alldelitschen, die Deutsche Vvlkspartei und die Sozialdeuwkraten gemeint sein. Nun haben lv i r stets behauptet, das; die Wiener Führer der Svzialdeinotratie mit den „Liberalen" nicht nur blutS-, sondern arich gcsiunungsverivaildt siild; iveilu sie es ablengnen wollten, so können sic cs sehivarz ans lveis; lesen. Das; aber die Liberalen sich nicht scheueil, die Atldelitsclien und Völkischen trotz ihres orograunnatische» AiitisemiiisiiiilS als ocrlvaiidte Parteien zu bezeichnen, zeigt, tvie liberal die Wiener Liberalen den Libcralislniis anffassen. Denn! der Freisinn dieser verwandten Gruppe» ist so schattiert, das; er gar; nicht zum Vorschein kommt. Der FortschrittSttub scheint trotz Zusainineumssiliig aller Schattierungen nur ein Schatten zu sein; denn in den Jahren der Blüte niilfasste er --- mm: höre und staune — g a n e;’2() llll itgliede r. Der Bericht bemerkt lvciter, als Z,eugniS für die Gesillinliigstrellc seiner Mitglieder, das; „die letzten Landtagsivahlen den Austritt „einiger" Mitglieder veranlaßt." Das Wörtchen „einiger" findet dailil eine Erläuterlmg i» der Llu gäbe, das; die Rtitgliederbeiträge um 2000 K. geslnikell sind. Der Klub möge sich aber trösteil; tvlinne, lvas immer, seine jüdisck)en, pardou, seine israelitischen Mitglieder werdeil ihm treu bleiben. Der Bericht meint, „das; die Leitung des Klubs die Hoffiuing auf bc'ssere läge nicht ausgcbe." Das ist hübsch von ihm; es erinnert aber zu sehr an Schillers (siedicht „Die Hoffnung", lvorin er sagt, daß der Greis selbst au: Grabe die Hoffilung aufpflanzt. Es ist ferner nicht zu tengilcil, „die bloße Tatsache des Bestalwes des Reformklubs sei eii:e Lebensänsierung des Freisinns und des Fortschritts"; leider aber seine einzige. Einlvandfrei ist ferner die Bemerknng, dag man, um bessere Verhältnisse in der fiimnziellen Gcbarmng des Klubs vorznnehinen, auf Mittel und Wege sinnen müsse, um eine Vermehrung der Mitglieder herbeiznführeii. Da liegt der Hase begrabe!:. Wir sind so liberal, einen kollegialen Rat zu gebe::. In die Vereiiisleitnng ivurde, lvahrscheiulich im .Hinblick auf seine schneidigen Budgetredeu, Herr Dr. Alfred Steri: als Kassenrevisor gewählt; .Herr Dr. Stern ist nebenbei auch erster Vizepräsident der jüdischen .Kultiisgeineinde. Vielleicht beantragt er bei der Kultnsgemciude eine Snbveution für beit fortschrittlichen Reformklub. Dieser Antrag lvürde große Aussichten auf Annahme haben, da viele Kultusvorsteher zligleich Mitglieder des Reformklubs sind. Zmu Schlüsse ivvlleil lvir das Ergebnis der Nenwahlcn initteilen. Es lvuvden geivählt: Herr Bankier F rieb e n ft e i n als Kassier, Dr. A. R a - b e l als aKssenrcvisor, Dr. Alfred Ster n als Ersatzrevisor, Dr. Theodor Reis ch und .Herr Rudolf A u s s p i tz in den Ausschuß. Im „Mädchen- und Frauelwerein Bikur-Chanlim" fm:d Sonntag beit 25. Jänner ein Vortrag des Herrn Dr. Jonasz über: „Erste Hilfeleistung bis zur Ankunft des Arztes bei Vergiftungen und Verbrennungen" statt. In leichtfaßlicher :n:d klarer Weise erörterte der Redner die häufigsten Vergiftrmgs- und Verbrennungserscheinnngel: und gab gleichzeitig die nötige,: Winke, um jenen Annen, lvelche teils ans Unverstand, zum größten Teile aber aus sträflichem Leichtsinu, jeneu Uiiglücksfülleu zum Opfer fallen,^ bis zur Ankruift des Arztes die Schmerzen zu lindern. Reicher Beifall belohnte den lniTTfryimrimi "" Zainen, h^ten Vortrag einiger Konzertstücke. Hierauf begann der Tanz. > de» dos Komitee eröffnete. Die drei ersten Paare lvaren: Frml Kultus und Schule. Divnstaq den 20 d M hielt Nelly Mnrmorek-Dr. Bernhard, Frau Ing. Kremenezky-Dr. Klee, der Verein „Zion" in seinem Lokale, Cafe Anaar'tenbcücke. ~vl'm' ^mlnl^ Weiß-jnr. Löwenstem Ueber de>: Tanz ist auch ein seine WollmnNm'sanuulimn nfr Sm-WOmr hmb cx«... Wort zu lagen. Man tanzte nämlich auf den Galerien, m ledein s"?OVaiNNllUNst ad. Nlst derselben hielt Herr Winkel, und noch lvar das Tanzen bei dem herrschenden Platzmangel L urgerschnldlrektor Weder einen Vortrasi nller ein Hervismns. 464 Paare bei der Onadrille! Aber ein bekanntes „K u l 7'u s nnd Schule", welcher beifällig anfge- Sprichivort verträgt eben eine Erweitermng. Jeder Raum wird nomen wllrde. An demselben knilpfte sich eine sehr Mb- »"Mlich größer für Leute, die einander gerne sehen, auf einander barte Diskussion _Am Dimistaa de,: Z T-ebrnai' 1003 Rücksicht nelimeu und sich vertragen. Nicht im Tanze lag diesmal Knv( o r a ' ein solches Vergnügen, daß die ersten Festgäste erst in den Morgen- --e-r. Carl i s c ,1 l v rinen Vortrag llber stunden anfbrachen; sondern eine jüdische Gesellschaft gleichgestinnn- Jüdische Kamille". tci-, von hohe,: Ideen bewegter :n:d in Zuknnftsfreudigkeit heiterer D i e R e n t e n st e u e r p f l i ch t d e r K u l t n s g e m e i n- Inden schied nicht gerne voneinander. Und so trennte man sich erst, den.) Die Wiener israelitische KultuSgemeittde hatte bei Fntierung als die Lichter ansgingen. Wie viele Assimilanten könnte,: auf wetlrg angelegten Steuern d:e den Gemeinden nn 8 12b des Nen- Rationalfolids 2 tensteuergefetzes gewährte Befreiung von der Reute,rsteuer in Anlich. Frau Fanny Hilfeleistung bis zur Ansilnft des Arztes bei plötzlichen Erkrm:knngen", wozu Gäste, sotvohl Damen als Herren, freuudlichst eingeladen werde»,. M. B. Verein für jüdische Geschichte und Literatur. Sonntag den 18. Jänner sprach Herr Hermann Berliner über „Inda und Sparta". Die Parallelen, die er in geistvoller Weise 50g, sowie seine anderen Allsführnngen. fanden den llngeteittel: Beifall des distingllierten Publiklmis. Sonntag den .1. Februar spricht Herr Ortsschlllrat! 9ieligionsprofessor M. Antschel über „Naschi" (ein Lebensbild). Ort: Festsaal des „Jüdischen Bolksvereins", 2. Bez., Leopoldsgasse 10. Begiirn dreiviertel acht llhr abends. Gäste lvillkoinmen. Jüdischer Bildungstzereiu, Wien, 14. Bez., Denglergasse 2, 1. Stock. Im Monate Februar 1003 folgende Vorträge: .3. Februar Dr. H. Kadisch: „Moderner Sozialisnms und moderner Nationalismus". 10. Februar: Dr. E. M. Zweig: „Die Inden in Mähren". 17. Febrikar: Jacob Kraus;: „Bibel und Babel". 24. Februar: Konzert. Eintritt frei. Kein Trinkzwang . Anfang 8 Uhr. Ende halb Mhn Uhr. Oesterreichisch-Jsraelitische Union. Donnerstag den 6. Februar d. I. wird Herr Si g m 11 n d M a y e r den zweiteir der von iihm angekündigten Vorträge über „Dt: ökonomische Entsiiehnng nnd Entwicklung der Wiener Jlldellschaft" Haltei:. Dieser zweite Teil führt den Titel: „Der Neichtnm der Wiener Inden". Der Vortrag findet um Halb acht Uhu im Saale des „Hotel Eentral", 2. Bez., Taborstrahe 8 statt. Olmiitz. 'Das führende Orgali in unserer Stadt ist Tagblatt". Seiner Politischen Richtung das „Maynswe .. ÄjhÄ 'ZS \ n-ch istanMblich „liberal". Doch Vk Liberalität t) Weiß stickte und lvidmete in dankenswerter Weise' besteht IN Wahrheit Mw darnr, das; Mlser Vorsteher Hei: