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Jüdisches Volksblatt · 1903-01-02 · 1 (2.1.1903) · p. Seite 3

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
5 (1903)
Issue
1 (2.1.1903)
Date
1903-01-02
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 1 Wien, Freitag Jüdisehes VoüoWatt 9. Jänner 1903 flöten, die ärgeren Utopien, da s i e 1l t o p r e n d e r V e r g a n g e n h e i t s i n d , die bekanntlich immer unrealisierbar bleiben. * * Ich trage kein Bedenken, trotz des gegenteiligen Scheines, trotz der Gefahr, für verrückt gehalten zu worden, rund heraus zu behaupten, daß dieser alte Donaustaat, dessen Teile nunmehr durch Jahrhunderte verbunden sind und in gar keiner anderen Verbindung so sicheren Bestand haben können, unter zweckmäßiger Verfassung wieder eine starke Einheit zu werden vermag, daß nur die Tatsachen zu Worte zu kommen brauchen, uns über den Widersinn des Dualismus über die dcakistyche Episode hinauszuführen. * * * Wenn die Nationen in nationalen Dingen staatvfrei sind, dann gibt es für sie keine bessere Heimat als diesen Donaustaat.' Für die Tschechen, Polen, Ruthcnen, ^lovenen und Serbokroaten ist uns der Beweis^erlaßeii. und die Italiener im Küstenland? Wos ist der Lriester Hasen ohne Küstenland? Der Teutschösterreicher war einmal der herrschende Stamm in Oesterreich; mit der Herrschaft hat es cm E nie, aber das führende Volk wird es immer sem Und besser ist es, sieben Nationen zu führen, als ein Hinterland der — Hohenzollern zu bilden. Rlle wirtschaftlichen Interessen der Dentsch-Oesteu reicher w u r z e l n in diesem Staate, eine 'Zolllinie schützt sie vor dem übermächtigen Konkurrenten im Reiche, der sie o h n c diesen Schutz einfach glatt zu B öden st r e ck e n müßte .... Sind die kleinen Nationen Oesterreichs frei und zugleich Glieder eines st a r k e n, d e m o k r a t i s ch e n G e m c i n lv e s e ns, eines mächtigen Wirtschaftsgebietes mit geordnetem Finanz- und Kreditwesen, dann sind die Nöllen v e r t a u s ch t, dann wird man zrr n n s herein über die Grenze schielen von Nord und Oft. lieber die Rückwirkung des natioiral-anlonomistischen Systems auf N n g a r n verlieren wir nicht viel Worte. Die Magyaren haben ihr Milleiürim gefeiert und viele ungarische Nicht m agyaren haben gefrmden, daß tausend Jahre der Entrechtung viel, wenn nicht genug sind. Aber jenseits der Karpathen und Save leben Völker, die ein Oesterreich der freien Völker anders an sehen werden, als — — dieses Oesterreich. * So weit der beschränkte Raum unseres Blattes reichte, haben wir Rudolf Springer zum Worte kommen lassen; seine Anschauungen sind auch die unseren. Diese sozialösterreichischen Tendenzen zu fördern, dann gipfelt auch unser innerösterreichisches Programm, unsere jüdische Realpolitik. Die Politik der „Jüdischen Moderne" muß aber eine Realpolitik sein, lvenn sie zmn Durchbruch, kommen soll. Tie Bekämpfung der assimilatorischen Richtung unter den Inden darf sie keineswegs zu einer andere n Art der Assimilation, zu einer Nachäffung des deutschen, tschechischen, polnischen, magyarischen usw. Chauvin ism u s veranlassen. Die jüdisch-nationale Bewegung ist die jüngste, sie muß daher aus den Fehlern der nationalen Parteien dar übrigen Völker etwas lernen, sie muß allen Postulaten der „M o b e r n c" Rechnung tragen und eliminieren, was der Renaissance des jüdischen Volkes hinderlich ist. Nur dann kann das jüdische Volk auch in den Kampf um die allgemein menschlichen Interessen mit Erfolg eintreten nnd> sich speziell auch in Oesterreich die ihm im österreichischen Staatswesen gebührende Stellung erkämpfen. Gerade für die österreichischen I u d e n — und das begreift ein großer Teil der sogenannten „fortschrittlichen" Kreise noch immer nicht — ist jede Förderung einer a nt i österreichischen Politik irgendwelcher Färbung S e l b st m o r d. Wenn man der Meinung ist. daß — selbst nach Erlangung einer Heimstätte — die Mehrheit der westeuropäischen Juden in fern derzeitigen Vaterlande verbleiben werden, dann muß es doch für jeden, den gegebenen Verhältnissen sich nicht verschließenden, klar sein, daß die Juden im modemen Naftonalitätenstaate Oesterreichs auf Gmudlage einer national-auton a m i st i s ch e n Verfassung sich national weit eher ansleben können als z. B. in Preußen-Deutschland oder Rußland. Wir schließe mit einem Zitate Rudolf Springe r s, das die österreichischen Juden im allgemeinen und die dentschtümelnden besonders beherzigen sollten: „Nicht wenige, die die Rechnung schon ans das nahe Emde (Oesterreichs) gestellt, werden mich einen „P a - trio t e n", einen „S ch w a r z g e l b e n." nennen, Ihnen gestehe ich offen, daß ich von jeder Sentimentalität' frei bin. Aber ich sehe absolut keine Möglichkeit, wie die Donau-Karpathen-Dölker untergebracht werden können, als in diesem Donaustaate und gar keinen Grund für uns Deutsche, den uns geschichtlich anvertraut m Posten -zu verkästen." (H. K.) Die dritte Prodepredigt. (Erlebtes und Erlauschtes) Als ich letzten Freitag zur Synagoge in der Tempelgasse fuhr, kam ich im elektrischen Wagen zwei älteren Herren gegenüber zu sitzen. Ihr Gespräch drehte sich um die Rabbinerwahl. — „Wissen Sie," begann der eine, „ein Gutes hat die ganze Campagne in dieser Rabbinerfrage jedenfalls gebracht und das ist die Tatsache, das? die zwei Tempel, in welchen die Probepredigten abgehalten werden, während des ganzen Winters gut besucht sein werden. Ich weif? es an mir. Ich bin durch diese Artikel geradezu zum Tempelbesuch gereizt worden. 'S iS halt a Hetz!" — Sein Rachbar, ein Mann mit bereits grauen Haaren, schob sich die Brille zurecht und meinte schmunzelnd: „Was nützt das alles! Tie Leute haben nicht ganz unrecht! TaS Ganze ist eine Komödie; die Rabbiner sind heute schon so wie gewählt. Ta hilft kein Weinen! Ter Kultusvorstand hat eine unbeschreibliche Angst vor Tr. Bloch, sie mutz ihm zu Gefallen tu«, sie kann nicht anders. Mich interessiert die ganze Farce nur vom rein finanziellen Standpunkte. Wenn die Wahl des Tr. Grunwald und Tr. Fcuchkwang wirklich beschlossene Sache ist, wozu wirft die Gemeinde die Reisespesen der anderen 15—IS Kandidaten einfach zum Fenster hinaus'?" — „Glauben Sie auch an diesen Unsinn'?" frug der erstcre. Ter Wagen hielt bei der Aspernbrückc, wir mußten aussteigen und so konnte ich die Antwort, die mich außerordentlich interessierte, nicht mehr hören Wer am letzten Freitag-Abend im Leopoldstädter Tempel war, mußte seine helle Freude haben: Der Tempel war voll von Juden. Wer pünktlich kam, kam schon zu spät. Ein echter demokratischer Geist beseelte alle. Anfangs bemühten sich noch die Teinpelorducr, aus dem sich herandrängendcn Publikum die Pelzkragen hcraus.zufischen und sie auf die „reservierten Sitze" zu führen. Aber nicht lange dauerte die Herrschaft der Ordner, wie eine gewaltige Mcercsflut kamen die Juden in dichten Scharen, überschwemmten die freien Sitze, warfen unwillkürlich die großen Zettel mit der Aufschrift „Reservierte Sitze" zu Boden und traten sie ebenso unwillkürlich mit Füßen. Dian hatte seine helle Freude! Man wende mir nicht ein, das? diese Uedcrfüllung durch das Zusammenfällen des Freitags mit dem WeihnachtSfefte der Christen verursacht wurde. Gewis?!' Tiefer Umstand hat mit zu dem guten Besuche des Gottesdienstes beigetragen! Aber mns? es in dieser verderbten gottlosen Zeit nicht mit Freuden begrüßt werde«, daß die Juden die freie Zeit, die ihnen Gesetzgebung, soziale Berhültniffe, Existenzbedingungen lassen, dazu benützen, um in den Tempel zu eilen, sich zu sammeln, belehren und erbauen zu lassen? O, es gisst noch gutes, gesundes Material im Judentum, eS müßte nur rationell behandelt werden. Als ich diese, an tausende zählende Menschcnmasie überblickte, als ich sah, wie die Galerien zu klein waren, um die vielen heranstürmenden Mädchen und Frauen zu fasse», da überkam mich der Wunsch, das Organ des Oberkantors Guttmann zu besitzen, über! die Beredsamkeit eines Jellinek zu verfügen und die Kanzel besteigen! zu können, um der versammelten Menge sagen zu können, wie es mir »mS Herz ist ... . j Es gab in diesem Gedränge natürlich auch einige heitere Szenen. Tie Herren Borsteher, die zu spät kamen, mußten sich mit! Brachialgewalt den Weg zu ihren Sitzen bahnen. Der Vizepräsident! Tr. Alfred Stern blieb aus dem Wege zu seinem Sitze in der Menge! stecken. Tie Menge kannte ihn nicht, trotzdem sic ihn gewählt hat. i Plötzlich ertönt eine Sümme: „Platz dem Herrn Vizepräsidenten! J Das ist der Mann, der bei jeder Sitzung für eine monumentale,! große Synagoge eintritt." Ties half dem Herrn Vizepräsidenten! zu seinem Sitze. Einige Minuten später kam Ritter von Taussig. I Ter Menge «nbekannt. Er kann nicht vorwärts kommen. (Gewiß das erstemal in seinem Leben.) Endlich bemerkt ihn ein Diener jenseits des Menschenwalles. Ter betreffende Diener scheint Psylologe zu sein, er ruft bloß: „Aber meine Herren, lasten Sie doch den Herrn Ritter von Taussig durch!" und wie auf ein Zauberwort lüste sich der Knäuel, die Bahn wurde frei, der Diener schmunzelte stolz und ließ es auch ruhig gewähren, daß einige Schlauköpfe die Gelegenheit benützten und sich dem Herrn Ritter von Taussig wie Kletten anhängten, um auf diese Weise vorwärts zu kommen. „Bei einem golden' Wägele liegt ein golden' Nagele." Unerforschliche, unverbesserliche Menschenscele! .... -i- Dr. Bauer aus Gaya ist eine stattliche Erscheinung. Er konnte mit dem Tempelbcsuche zufrieden sein, ja er mußte sich sogar desselben freuen. Er hatte Gelegenheit, nicht bloß vor einem geladenen, zusammengetrommelten Publikum zu sprechen. Er hatte allerdings eine schwere, wir möchten sagen, verantwortungsvolle Aufgabe zu erfüllen. Bekanntlich sollte Tr. Bauer ursprünglich gar nicht berufen werden. Erst auf Drängen des Rektors Tr. Schwarz wurde das hiesige Seminar berücksichtigt und so kam Tr. Bauer, der hier sonst ganz fremd ist »nd zu keinem Machthaber in irgendeiner verwandtschaftlichen Beziehung steht, mußte also nicht nur pro domo gut sprechen, sondern auch gleichzeitig die Reputation der Anstalt respektieren, aus welcher er hervorgegangen. Wir können gleich hinzufügen, daß ihm beides vollkommen gelungen ist. Sein wohlklingendes, sonores Organ beherrschte den großen, dichtgefüllten Raum vollständig und brachte die formvollendete, schön aufgebante Rede desto mehr zur Geltung. Als der Redner schloß, ging das bekannte Gemurmel der Befriedigung durch die Reihen der Anwesenden. Wenn man gleich unter dem Eindrücke der Predigt eine Abstimmung unter den im Tempel Bersammrlten veranstaltet hätte: Dr. Bauer wäre heute schon gewählter Rabbiner. Wir hätten es allerdings gerne gehört, wenn Derr Dr. Bauer die sich von selbst ergebende Gelegenheit ergriffen hätte, feinen Standpunkt in der jüdisch-nationalen Frage präzise darzulegcn. Herr Dr. Bauer ist aber mit einer geradezu erstaunlichen Geschicklichkeit aus dem Wege gegangen. Es mag ja richtig sein, daß der Rabbiner auf der Kanzel nicht Politik treiben soll, aber meine hochwürdigen Herren Rabbiner, die jüdisch-nationale Idee gehört heute nicht mehr auf das politische Gebiet, es ist bereits zum Lebenöclement des Judentums, das Judentum selbst geworden. Man sagt, Dr. Bauer habe einen „durchschlagenden" Erfolg gehabt, das Volk habe sich für ihn erklärt. Ob eS ihm gelingen wird, auch das ganze Gewebe von Intrigen mit seinem Erfolg» „durchzuschlagen", wer weiß es? Roch hat der letzte in der immer anwachsenden.Kandidatenliste nicht gesprochen und ein abschließendes Urteil wäre heute noch zu verfrüht. Unsere Anforderungen an den zu wählenden Rabbiner sind ja aus unserem Artikel „Ein moderner Rabbiner" bekannt. Aber eines können wir heute schon konstatieren: Dieser Hörer des Wiener Rabbinerseminars, Herr Dr. Bauer, hat eS bewiesen, daß wir unter den österreichischen Rabbinern, unter den Jüngeren nnd Aclteren, leicht eine geeignete Auslese machen könnten. Wozu diese Brüskierung unserer Rabbiner durch ausländische Kandidaten! Unzählige Zuschriften gelangen an unsere Redaktion» in welchen gegen dieses Vorgehen des Kultusvorstandes Klage geführt wird. Einige wünschen sogar eine Volksversammlung in dieser Gelegenheit. Vorläufig beschwichtigen wir noch diese große Masse. Vielleicht kommt der Kultusvorstavd doch noch zur Einsicht, daß dem Wunsche des Volkes Rechnung getragen werden müsse. Vederemo. Chronik. Jüdischer abends 8 Uhr Vvlksvcrcin. Mittwoch findet im Festsale des 7. Jänner den „Jüdischen Volks Vereines", 2. Bez., Leopoldsgasse 49, eine Versammlung statt. Tagesordnung: »Das in Beratung st e h e ir d e H a u s i e r g e s e tz und' die Z u k u n f t der Hausierer". Referenten die Herren: Dr. Arnold % s ch e r und Hermann Plasch! ke s. Gäste willkommen. Der Verein der Händler mit alten Kleidern im Unrherziehen veranstaltet Dienstag den 0. Jänner 1903 um halb 2 Uhr nachmittags in Antreibers Gasthaus, 2. Bez., im Word, eine außerordentliche General-Versanrmlung. Ocfscntliche Plenarsitzung des Kultusvorstandes. Dienstag den 0. Jänner 1903 um halb 11 Uhr vormittags findet im Sitzungssaale der >1nllNsgemeinde, . 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock, eine öffentliche Sitzung des Knltusvorftandes mit folgender Tagesordnung statt: 1. .Konstituierung des Vorstandes. 2. Anstellung weiblicher Lehrkräfte für den Religionsunterricht (Referent Herr Dr. Gustav Kohn). 3. Bericht über die Josefine Königswarter'sche Kinder-Spitals-Sliftung (Referent Herr Banrat W. Stiaßnh ). 4. Aufsicht über verlassene Kinder l Referent Herr Dr. Marimilian Steiner). Bei der Chanuka - Feier des „Theologischen Vereins der H ö r c.r an der israelitischtheologischen L e h r a n st a l t in Wien" fielen allgemein drei charakteristische Momente auf: die Abwesenheit des Rektors der Lehranstalt, das stramm nationale Gepräge des Festprogramms und die antinationale, gegen die hebräische Sprache als Verkehrssprache sich wendende Abneigung des Herrn Hofrat Prof. M ü l l e r , die einer Zurechtweisung der jüdisch - nationalen Jugend tmc ein Ei dem anderen glich. Das Fernbleiben des Rektors wurde mit Familientrauer entschuldigt. Wer auch zwischen den Reden zu hören versteht, hatte die Einpfindung, daß sich hier ein stiller Kampf zwischen Jung nnd Alt abspiele, der — wenigstens vorläufig — zu unserer Freude mit dem Siege der Jugend endete. Es war wirklich herzergreifend, zu sehen, wie der ehrwürdige greise Rabbiner S o r der bedrängten Jugend beisprang. Es ist die alte Erfahrung. Die ganz Alten verstehen uns und fühlen mit.uns, nur die „Aelteren" wollen uns rricht begreifen. Das Programm des Abends war ein sorgsam ausgewählkes und erakt drrrchgefübrtes. Platznrangel bindert uns, des Näheren auf dasselbe einzngehen. Die Haltung unserer jrnrgerr Theologen beruhigt uns vollständig bezüglich der Zukunft der jüdischen Kanzel in Oesterreich. Kinderbekleidung. Am 25. Dezember veranstaltete der „Jüdische Schulverein" ein äußerst gelungenes Chanuka-Fcst. Dein eigentlichen Feste ging die Bekleidung 14 armer jüdischer Schüler voran. Das Programm der Chanuka-Feier selbst wurde mit Ansnahnre der Festrede, Welche Vom Redakteur I. K raus z gehalten wurde, ausschließlich von den Schülern der Schule des Schulvereins besorgt. Die Leistungen dieser Jung-Jnden Niaren ausnahmslos vorzüglich, wofür dem allgemein beliebten Schulleiter Herrn D. H. O e ft e ti r e icher besonderes Lob gebührt. Vorträge hielten die Schüler Leo Steiner, Mar K l o p p e r , Walther T h i e r s s e l d , Hugo M ü n z, F. S a ch e, Benjamin A ltmann , Otto F r i c b m a n n und Moritz F r i e d m a n n. Um das Znstandebringen der nötigen Mittel fite die Kinderbekleidung und das hübsche Arrangement des Festes haben sich hauptsächlich die Herren Josef Steiner, derzeitiger, und' Peter Geiger, gewesener Obmann des Roßauer Geselligkeitsvereincs verdient gemacht. Herr Peter Geiger, der iir der Erschließung neuer Hilfsquellen und neuer Formen zur Linderung der jüdischen Notlage im 9. Bezirke geradezu genial erfinderisch ist, hat durch die Ueberweiftmg eines bedeutenden Betrages zu Zwecken der Kinderbekleidung wieder ein wohltätiges Werk vollführt. Der Fritz v. Rothschild-Preis. In der Konkurrenz um den Fritz v. Rothschild-Preis für das Jahr 1902 wurden die Maler Jacques Sternfeld, Wien, Josef Karl P o l l a k, Wien, Horm. F u i t s, Lemberg und der Bildhauer Geza Salz m a n n, Wien ausgezeichnet. Die öffentliche Ausstellung der Konkurrenzarbeiten findet im Museum für jüdische Altertümer, Wien, 1. Bez., Kmgerstmße, statt.

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